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REIFEN-ROULETTE.

In der Rallye-Weltmeisterschaft stehen den Fahrern verschiedene Reifentypen für jeden Untergrund zur Verfügung. Wir stellen sie vor.

Intro

Michelin Latitude Cross

Untergrund: Schotter

Ein Typ fürs Grobe.

 

Schotter ist der häufigste zu befahrene Untergrund in der Rallye-Weltmeisterschaft. Der hierfür verwendete Michelin Latitude Cross kommt bei acht von 13 WM-Läufen zum Einsatz (unter anderen in Finnland, Argentinien, Italien). Schotterpisten zeichnen sich oft durch loses Geröll und spitze, scharfkantige Steine aus – dementsprechend hoch ist der Verschleiß der Pneus auf solchen Untergründen. Der von Michelin entwickelte Latitude Cross verfügt deshalb über ein sehr grobstolliges Profil.


Dieser Reifen wird in zwei verschiedenen Gummimischungen ausgeliefert. Die härtere Variante eignet sich besonders für Rallyes mit trockenen Bedingungen und besonders harten Schotterbelägen (z. B. Mexiko, Portugal, Australien). Eine weichere Mischung wird für Rallyes verwendet, bei denen eher kühlere Temperaturen herrschen und feuchte, matschige Bodenbeläge zu befahren sind (z. B. Wales, Argentinien, Finnland).

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Schotter

Michelin Pilot Sport

Untergrund: Asphalt

Der Grip-Garant.


Für Asphaltrallyes wird der fast profillose Michelin Pilot Sport verwendet. Asphaltbeläge bieten viel Grip bei trockenen Bedingungen, bei Nässe verwandeln sie sich nicht selten in schmierige Rutschbahnen. Ein möglichst niedriger Reifenabrieb und hoher Grip sind hier also die Herausforderungen.

 

Wie beim Schotterreifen bietet Reifenpartner Michelin auch den Asphaltpneu in einer härteren (für trockenen Asphalt) und einer weicheren Gummimischung (für Nässe) an. Bei starkem Regen können die Fahrer zusätzlich auf einen sogenannten „Full Wet“-Reifen zurückgreifen, der als reiner Regenreifen konzipiert ist und über ein tieferes Profil verfügt.

 

Ausschließlich bei der Rallye Monte Carlo mit ihren meist niedrigen Temperaturen ist der dritte Härtegrad "Super-Soft" zugelassen.

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Asphalt

Michelin Pilot Alpin

Untergrund: Asphalt/Schnee

Der Winter-Allrounder.


Dieser Winterreifen kommt exklusiv bei der Rallye Monte Carlo zum Einsatz. Der Grund: Er eignet sich besonders für Asphaltbeläge mit wechselhaften Winterbedingungen, wie sie im Januar in den französischen Seealpen vorkommen. Kalter Asphalt, Schlamm, Schneematsch und leichter Schnee sind die Reviere dieses Reifens.

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Winter

Michelin Pilot Alpin Studded

Untergrund: Schnee

Der Schnee-Spezi.


Ebenfalls exklusiv für die Rallye Monte Carlo hat Michelin den Pilot Sport Alpin Studded entwickelt. Dieser Winterreifen verfügt zusätzlich zum groben Profil über Spikes an den Rändern der Lauffläche. Jeweils 200 Stahlstifte – jeder davon ist 15 Millimeter lang – sorgen für bestmöglichen Grip auf verschneiten Asphaltpisten.

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Schnee

Michelin X-ICE NORTH

Untergrund: Schnee und Eis

Eis fräsen im hohen Norden.

 

Der Spike-Reifen X-Ice North kommt ausschließlich bei der Rallye Schweden zum Einsatz. Es handelt sich um einen speziell für das Fahren auf hart gefrorenem Schnee und Eis entwickelten Winterreifen. Temperaturen von bis zu minus 25 Grad und hohe Geschwindigkeiten lauten die Anforderungen, denen dieser Extrem-Pneu genügen muss.

 

Während das Profil dafür verantwortlich ist, den losen Schnee von der Lauffläche abzutransportieren, verbeißen sich die 384 Spikes – die bei der aktuellen Generation 6,5 Millimeter aus dem Reifen herausragen – in den eisigen Untergrund und sorgen für optimalen Grip.

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Eis