Rallye Monte Carlo.

21. bis 24. Januar 2016.


Aktuelle Reportagen, exklusive Hintergrundberichte, Interviews, spektakuläre Fotos – einfach alles zur Rallye Monte Carlo 2016. Hier sind Sie immer auf dem neuesten Stand.

Zeitplan

 

Hinweis: Angaben im Zeitplan entsprechen der MEZ (Stand: 09.11.2015).

Mittwoch, 20.01.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung Kilometer Verbindung
16:00   Shakedown (Gap)   03,35 km  

Donnerstag, 21.01.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
20:15 WP1 Entrevaux – Val-de-Chalvagne – Rouaine 89,67 km 21,25 km  
22:11 WP2 Barles – Seyne 80,22 km 20,38 km 59,94 km

Freitag, 22.01.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
10:21 WP3 Corps – La-Salle-en-Beaumont 1 63,08 km 14,65 km  
11:04 WP4 Aspres-les-Corps – Chauffayer 1 19,03 km 25,78 km  
11:40 WP5 Les Costes – Chaillol 1 4,07 km 17,82 km 50,88 km
15:01 WP6 Corps – La-Salle-en-Beaumont 2 63,08 km 14,65 km  
15:44 WP7 Aspres-les-Corps – Chauffayer 2 19,03 km 25,78 km  
16:20 WP8 Les Costes – Chaillol 2 04,07 km 17,82 km 50,88 km

Samstag, 23.01.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
08:04 WP9 Lardier-et-Valença – Faye 1 19,30 km 51,55 km  
09:52 WP10 St Léger-les-Mélèszes – La Bâtie-Neuve 1 59,05 km 17,13 km 28,74 km
12:03 WP11 Lardier-et-Valença – Faye 2 19,30 km 51,55 km  
13:51 WP12 St Léger-les-Mélèszes – La Bâtie-Neuve 2 59,05 km 17,13 km 24,13 km
15:48 WP13 Sisteron – Thoard 38,52 km 36,60 km 183,10 km

Sonntag, 24.01.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
09:05 WP14 Col de L'Orme – St Laurent 1 44,28 km 12,07 km  
10:57 WP15 La Bollène Vésubie – Peira-Cava 72,68 km 21,36 km  
12:08 WP16 Col de L'Orme – St Laurent 2 (Power Stage) 08,15 km 12,07 km 39,67 km

Montag, 25.01.2016


Bleibt alles Anders.

 

Pressekonferenz. Hier sitzen die Guten. Und nur die. Fahrer und Beifahrer, die es auf das Podium geschafft haben. Doch bei der Rallye Monte Carlo ersetzt man in dem vorangegangenen Satz gern „die Guten“ mit „die ganz Großen.“ Sie sind sportliche Schwergewichte. Und dieser Anders Jæger sitzt da, als hätte er schon immer hierher gehört. So wie er ein ganzes Wochenende neben Andreas Mikkelsen gesessen und tonnenweise Informationen auf den Punkt getimt verlesen hat, oder eben sich in ein Team hinein gearbeitet hat, das ausschließlich Professionalität kennt – als hätte er schon immer hierher gehört. Mittwochabend von Fachjournalisten als „der Neue“ nicht erkannt. Am Sonntagabend als „der Zweitplatzierte“ in die Geschichtsbücher eingetragen. Kein einziger aktueller Rallye-WM-Beifahrer, der außer ihm in seiner ersten WRC-Rallye Bestzeiten und einen Podiumsplatz gefeiert hatte. Anders macht’s einfach. Bei nicht weniger als der Rallye im WM-Kalender. Der „Monte“. 

 

Die Offenbarung ist bei dieser Pressekonferenz schon gar nicht mehr, dass Anders Jæger auch diese ganz und gar neue Situation völlig entspannt-souverän erledigt. Es ist die Reaktion anderer, die den „Neuen“ einordnen. Klar würde er lügen, wenn er behaupten würde, vor der ersten Prüfung am Donnerstag sei sein Puls nicht leicht erhöht gewesen, sagt er, der Jæger. Und jetzt, hier zu sitzen wäre so etwas wie Erleichterung. Schließlich ging ja seit Dezember alles so schnell und genau auf diese Rallye habe man sich so intensiv vorbereitet, an nichts Anderes gedacht. Andreas Mikkelsen hat beim Lauschen dieser Worte die ganze Zeit ein breites Lächeln im Gesicht. Eins von der „Genauso wars, und es war super“-Sorte. Und nicht nur er, sondern auch Motorsport-Direktor Jost Capito. Dieser 26 Jahre alte Junge macht einfach Freude. „Wir konnten uns keine schwierigere Rallye aussuchen, um unsere Zusammenarbeit zu starten“, sagt Andreas Mikkelsen. Anders Jæger sagt: „Na, mit einer muss man ja anfangen.“

 

Sie ist nicht vom Himmel gefallen, diese Beifahrer-Überraschung des noch jungen Rallye-WM-Jahres 2016. Sie ist Ergebnis harter Arbeit. Wie er sich denn auf die weitaus höheren Geschwindigkeiten in der Top-Kategorie WRC vorbereitet habe. „Och“, sagt Anders Jæger in einer trockenen Art, die wir wohl noch lieben lernen werden. „Mit 400 Stunden Video-Training pro Jahr.“ Und begonnen hatte er schon vor einer Weile, vor ein paar Jahren. Der durchschnittliche Norweger schaut etwas mehr als das Doppelte pro Jahr fern. Also, warum nicht harte Arbeit statt leichter Zerstreuung?

 

Dieser Anders ist aber auch ein Jäger. In ein paar Statistiken hat er schon – wie erwähnt – seine Ausrufezeichen gesetzt. Gern darf es mehr sein. Was er denn sonst noch möglich wäre, fragt er. Nun – kein Druck jetzt – aber nie hat einer der aktuellen WRC-Beifahrer bei seiner zweiten WRC-Rallye prompt gewonnen. Das wäre das Heimspiel, in drei Wochen, in Schweden mit einem Tag Norwegen im Zeitplan. Unmöglich erscheint das Ziel nicht, wenn man auf die Leistungen seines Fahrers Andreas Mikkelsen zurückblickt. Und wer weiß, vielleicht … bleibt alles Anders.

 

Für den Moment zumindest im präzis-dahinmanifestierten Anders-Satz am späten Sonntagmittag der „Monte“. Nach dem noch-nicht-ganz-zuende-erledigten Premieren-Job, da sagt er noch das: „Die Arbeitswoche beginnt am Montag.“


Sonntag, 24.01.2016


Sébastien Ogier holt sich den Sieg bei der Rallye Monte Carlo. Das Video.


Aktuelle Bilder (16).


Volkswagen startet mit Doppelsieg in die Saison.

 

Dritter Auftaktsieg in Folge. Volkswagen hat der Rallye Monte Carlo wie 2014 und 2015 den Stempel aufgedrückt, Sébastien Ogier siegte wie in den beiden Vorjahren, Andreas Mikkelsen machte mit einem starken zweiten Platz den Doppelerfolg für den Automobilhersteller aus Wolfsburg perfekt. „Das ist einfach großartig!“, sagte Sébastien nach der abschließenden Power Stage, die er ebenfalls als Sieger beendete. „Die Rallye Monte Carlo ist die wichtigste Veranstaltung der Saison. Es ist einfach ein tolles Gefühl, so eine anspruchsvolle Rallye zu gewinnen. Ich bin echt gerührt.“

Eis, Schnee und anspruchsvolle Asphalt-Pisten. Die Rallye Monte Carlo verlangte den WRC-Piloten auch 2016 zum Saisonstart alles ab. Viele Piloten mussten frühzeitig aufgeben, darunter Jari-Matti Latvala, der am Samstag in einen Straßengraben rutschte und seinen Polo R WRC beschädigt abstellen musste. Unter dem Strich zeigte Volkswagen jedoch eine souveräne Leistung. Andreas Mikkelsen und Sébastien Ogier fuhren taktisch klug und hielten ihre Polo R WRC auf der Strecke.

Mikkelsen duellierte sich lange Zeit mit Hyundai-Fahrer Thierry Neuville. Ein Reifenpoker in der ersten, 51,55 km langen Wertungsprüfung am Samstag bewirkte erst, dass Andreas hinter Thierry zurückfiel, durch die richtige Reifenwahl in der darauffolgenden WP holte sich Mikkelsen allerdings die Position wieder. Auf Platz vier liegend profitierte er schließlich von den Ausfällen Latvalas und Kris Meekes (Citroën). Letzterer hatte sich bis zu einem Getriebeproblem einen packenden Kampf mit Ogier geliefert.

Mikkelsens zweiter Platz ist umso höher einzuschätzen, da er erstmals mit einem neuen Beifahrer an den Start ging: Anders Jæger. Von Startschwierigkeiten war beim norwegischen Duo jedoch nichts zu sehen. „Anders hat bei seinem WRC-Debüt hervorragende Arbeit geleistet, dieser zweite Platz ist einfach großartig“, sagte Mikkelsen im Ziel. Der Extra-Punkt durch Platz drei in der Power Stage kam noch als Sahnehäubchen dazu.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„So ein emotionaler Moment für mich.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Das ist so ein emotionaler Moment für mich, hier in Monte Carlo zu gewinnen! Der dritte Sieg bei dieser legendären Rallye ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Die Bedingungen waren so schwierig, so rutschig und eisig. Ich bin richtig glücklich über diesen Erfolg. Ich möchte dem ganzen Team danken, das dieses Wochenende einen fantastischen Job gemacht hat. Meine Eisspione haben großartige Arbeit geleistet, Jean Joseph Simon hat es das erste Mal für mich hier bei der ‚Monte‘ gemacht. Es war wirklich schwierig für sie, gute Prognosen über den Zustand der Strecken abzugeben. Der Polo hat super funktioniert. Dazu die vielen, vielen Fans, die Julien und mich angefeuert haben – es war einfach ein perfektes Wochenende!“


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Mein Beifahrer Miikka Anttila und ich akzeptieren die Entscheidung der Stewards in vollem Umfang. Die Sicherheit für Zuschauer und Teilnehmer einer Rallye hat absolute Priorität, das steht für mich und Miikka absolut außer Frage. Wir bedauern den Vorfall sehr und werden alles dafür tun, dass sich so etwas in Zukunft nicht wiederholen wird. Gleichzeitig sind wir froh, dass es in diesem Fall für den Zuschauer so glimpflich ausging und nichts Ernstes passiert ist.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Ein absolut fantastischer Start in die Rallye-WM-Saison. Zweiter bei der ‚Monte’ – das ist sowieso etwas Besonderes. Es war aber zugleich meine erste Rallye mit meinem neuen Beifahrer Anders Jæger – und gleich gemeinsam auf dem Podium zu stehen, ist einfach großartig. Ich wusste, dass Anders sehr talentiert ist. Aber er hat das ganze Wochenende perfekt gearbeitet, mein allergrößtes Kompliment an ihn. Es war – typisch ‚Monte‘ – der denkbar schwierigste Einstieg für ihn. Durch die vielen Witterungsveränderungen und unterschiedlichen Bedingungen von Eis und Schnee bis hin zu trockenem Asphalt standen eine Menge Änderungen am Aufschrieb an. Auch wir Fahrer mussten permanent hellwach sein. Dank meiner Eisspione, Bernt Kollevold und Timo Alanne, stehen wir heute als Zweite auf dem Podium. Und nicht zu vergessen das ganze Team, das wieder perfekt harmoniert hat. Kurzum: ein absolut großartiger Tag für uns.“


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Mit einem Doppelsieg in die Rallye-WM-Saison zu starten, ist für sich genommen schon eine großartige Sache. Das bei der Rallye Monte Carlo zu erreichen ist etwas Besonderes. Bei keiner Rallye kommt es derart auf das perfekte Zusammenspiel zwischen Fahrern, Beifahrern, Ingenieuren, Mechanikern, Eisspionen bis hin zu Logistikern, Catering- und Physio-Team an. Es ist absolut fantastisch, wie die Rädchen in unserer Mannschaft ineinandergreifen. Ich denke, die am häufigsten gestellte Frage bei uns ist mit Abstand ‚Kann ich dir helfen?‘. Das zeigt unseren Zusammenhalt. Auf das Team konnten sich Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen blind verlassen – und haben ihrerseits eine großartige Leistung abgeliefert. Dieser Doppelsieg ist verdient. Und wir sind stolz darauf.“


Endstand nach 16 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:49.53,1 Std.
2 A. Mikkelsen / A. Jæger +1.54,5 Min.
3 T. Neuville / N. Gilsoul +3.17,9 Min.
4 M. Østberg / O. Fløene +4.47,7 Min.
5 S. Lefebvre / G. Moreau +7.35,6 Min.
6 D. Sordo / M. Martí +10.35,5 Min.
7 O. Tänak / R. Mõlder +11.39,9 Min.
8 E. Evans / C. Parry +18.30,8 Min.
9 E. Lappi / J. Ferm +20.41,0 Min.
10 A. Kremer / P. Winklhofer +20.43,9 Min.

Zahl des Tages

154

 

Die sogenannte Powerstage, in der Zusatzzähler für die besten drei Fahrer und Beifahrer vergeben werden, ist von jeher eine Volkswagen Domäne. Bei der Rallye Monte Carlo trugen Sébastien Ogier/Julien Ingrassia mit ihrer 26. Bestzeit in dieser besonderen Prüfung die Punkte 151 bis 153 zum Volkswagen Konto bei, Andreas Mikkelsen den 154. – für Rang drei.


Sonntag: die Wertungsprüfungen des vierten Tages.


Samstag, 23.01.2016



Volkswagen Doppelführung nach Tag zwei.

Erst war es die Spannung, die die Fans bei der Rallye Monte Carlo in ihren Bann zog, dann kam noch eine ordentliche Portion Dramatik hinzu. Am Samstagnachmittag mussten gleich zwei Fahrer aus der Spitzengruppe vorzeitig aufgeben. Einer davon war leider Jari-Matti Latvala. Der Finne beschädigte sich erst die Aufhängung seines Polo R WRC, anschließend checkte er deshalb zu spät an einem Zeitnahmepunkt ein. Für Jari-Matti ist die Rallye damit gelaufen. Ein Neustart am Sonntag ist bei der Monte nicht möglich.



Der zweite Ausfall führte zu einer Doppelführung für die Volkswagen Mannschaft. Kris Meeke, der bis dato ärgste Konkurrent von Spitzenreiter Sébastien Ogier, überfuhr auf der vorletzten Wertungsprüfung des Tages einen Felsbrocken und beschädigte sich dabei nicht nur den Unterboden seines Citroën, sondern offenbar auch das Getriebe. Das Aus für den Nordiren.



„Kris hätte hier mehr verdient gehabt“, sagte Sébastien Ogier, als er vom Ausfall erfuhr. „Es wäre schön gewesen, wenn der Zweikampf mit ihm bis zum Ende der Rallye angedauert hätte. Jetzt hat die Rallye einen völlig anderen Charakter. Ich muss sie nur noch zu Ende fahren.“



Großer Profiteur von Meekes Ausfall war auch Andreas Mikkelsen, der einen fehlerfreien Tag hinter sich brachte und im zweiten Polo R WRC auf Gesamtrang zwei kletterte. Obwohl am Sonntag nur noch drei Wertungsprüfungen auf dem Programm stehen, ist dieser zweite Platz alles andere als sicher. Denn Thierry Neuville (Hyundai) liegt auf Rang drei nur 12,5 Sekunden zurück. Und die Hyundai entpuppten sich vor allem am Nachmittag als unglaublich schnell. 


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Wie in Kitzbühel auf der Streif.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Heute hat die Rallye Monte Carlo wieder gezeigt, warum sie die schwierigste Rallye im Kalender ist. Die Bedingungen auf den Prüfungen waren so unterschiedlich, dass die richtige Reifenwahl ähnlich wie ein Roulette-Spiel war. Auf den 51 Kilometern von Lardier-et-Valença nach Faye war es weitgehend trocken, allerdings auch vereister als erwartet. Und die zehnte Prüfung war so unglaublich verschneit und eisig – dort kam ich mir vor wie in Kitzbühel auf der Streif. Insgesamt bin ich aber mehr als zufrieden, wie der Tag für Julien und mich gelaufen ist. Schade, dass Kris Meeke nicht mehr dabei ist, den Kampf mit ihm hätte ich gern bis zum Ziel fortgesetzt.“


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass es mir sehr leidtut, was heute passiert ist. Nach einer Rechtskurve sind wir von der sehr rutschigen Strecke abgekommen, in den Straßengraben gerutscht und landeten dann auf einer Wiese. Dichter Dampf vom Motor und hochspritzender Schlamm aus dem Graben nahmen mir für einen Moment die Sicht. Ich sah einen Zuschauer, der zur Seite sprang und bin langsam zurück auf die Strecke gefahren. Nach der Prüfung hat mich das Team kontaktiert und mir mitgeteilt, dass ich einen Zuschauer berührt hatte. Wie gesagt, der Vorfall tut mir sehr leid.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Alles in allem ein guter Tag für uns. Am Morgen haben wir als Einzige auf eine komplett unterschiedliche Reifenstrategie gesetzt und vier Winterreifen mit Spikes sowie zwei superweiche Slicks mitgenommen. Auf der ersten der beiden Prüfungen haben wir dadurch viel Zeit eingebüßt, aber ein bisschen mehr auf der folgenden Prüfung zurückgewonnen. Das ist eben typisch ‚Monte‘: Eine Prüfung ist trocken, die nächste hat Eis und Schnee. Am Nachmittag bin ich gerade auf der ‚Sisteron‘-Prüfung sehr vorsichtig gewesen, um nichts zu riskieren. Eventuell war ich etwas zu vorsichtig, denn dort haben wir noch mal Zeit verloren. Wir haben morgen noch einen spannenden Zweikampf mit Thierry Neuville um Platz zwei vor uns. Darauf freuen wir uns.“


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Heute war ein Tag mit sehr positiven, aber auch weniger positiven Aspekten. Zu den positiven zählen die feinen Leistungen von Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen. Seb fährt in einer Liga für sich und ist mit Riesenabstand vorn. Andreas hat heute eine mutige, aber auch kluge Reifenwahl getroffen und hat sich damit Platz zwei erarbeitet. Der weniger positive Aspekt des Tages aber ist, dass es auf der elften Wertungsprüfung bei einem Ausrutscher von Jari-Matti Latvala zu einem Zwischenfall mit einem Zuschauer gekommen ist. Sobald uns die Nachricht erreichte, haben wir die Crew schnellstmöglich kontaktiert und untersucht, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte. Wir bedauern den Vorfall sehr.“


Stand nach 13 von 16 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:19.05,7 Std.
2 A. Mikkelsen / A. Jæger +1.59,7 Min.
3 T. Neuville / N. Gilsoul +2.12,2 Min.
4 M. Østberg / O. Fløene +4.25,9 Min.
5 S. Lefebvre / G. Moreau +7.29,4 Min.
6 O. Tänak / R. Mõlder +10.42,3 Min.
7 D. Sordo / M. Martí +10.44,5 Min.
8 E. Evans / C. Parry +17.14,5 Min.
9 A. Kremer / P. Winklhofer +19.26,4 Min.
10 E. Lappi / J. Ferm +19.38,1 Min.

Zahl des Tages

10

 

Prüfung zehn der berühmt-berüchtigten „Monte“, der Abschnitt „St Léger-les-Mélèzes–La Bâtie-Neuve“, ging an Mikkelsen/Jæger. Darauf, in der allerersten Rallye in der Topkategorie der Rallye-WM eine Prüfungsbestzeit geholt zu haben, kann übrigens kein anderer der aktuellen WRC-Beifahrer verweisen.


Ogier zieht davon.

 

Eisige Pisten, wenig Grip und anspruchsvolle, enge Bergstraßen. Bei solchen Bedingungen kann man eigentlich nur verlieren, sollte man meinen. Doch Sébastien Ogier zeigte sich am zweiten Tag der Rallye Monte Carlo eher unbeeindruckt und baute seine Führung vom Vortag sogar noch einmal um satte 20 Sekunden aus. Am Samstagmittag liegt der Franzose bereits 30,2 Sekunden vor seinem engsten Verfolger Kris Meeke (Citroën).

 

Der Vormittag hatte es in sich, er begann direkt mit einer echten Mammutaufgabe. Es galt, die Lardier-et-Valença – Faye-Prüfung mit insgesamt 51,55 Kilometern zu meistern. Viele Piloten beklagten sich über fehlenden Grip, die Strecke war an vielen Stellen vereist. Sébastien Ogier ließ das – den Temperaturen entsprechend – eher kalt, er beendete die Prüfung als Schnellster, zehn Sekunden vor Meeke, 31,3 Sekunden vor Teamkollege Jari-Matti Latvala.

 

Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC dürfte nach den beiden morgendlichen Prüfungen etwas gemischte Gefühle haben. Er packte am Morgen vier Michelin-Spike-Reifen in sein Auto, zwei mehr als seine unmittelbaren Konkurrenten. Für die 51,55 Kilometer lange WP 9 stellte es sich als falsche Wahl heraus, der Untergrund war zu trocken sodass sich die Spikes schnell abgenutzt hatten. Der Grip ging gegen null und Andreas verlor ganze 1:13 Minuten.

 

Ganz anders sah es jedoch eine Prüfung später aus. Mikkelsens Reifenwahl mit zwei zusätzlichen Spike-Reifen ging hier auf. Die 17,13 Kilometer kurze Prüfung meisterte er mit Bravour, fuhr 43,9 Sekunden schneller als Ogier. „Das war für diese Prüfung die perfekte Reifenwahl, wir konnten richtig attackieren“, sagte Andreas nach der Prüfung. Die verlorenen 1:13 Minuten konnte der 26-Jährige zwar nicht wieder aufholen, allerdings kletterte er in der Tabelle wieder auf Platz vier, den er zwischenzeitlich an Thierry Neuville (Hyundai) verloren hatte. Am Nachmittag stehen noch drei Prüfungen an. Darunter auch wieder die beiden anspruchsvollen WPs vom Vormittag.

 

Stand nach WP 10:

 

1. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 2:12.39,1 Std.

2. Kris Meeke (Citroën) +30,2 Sek.

3. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) +1.43,5 Min.

4. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +2.03,4 Min.

5. Thierry Neuville (Hyundai) +2.35,1 Min.


Samstag: die Wertungsprüfungen des zweiten Tages.


Freitag, 22.01.2016


Die besten Bilder des Tages (15).


Ogier hat die Konkurrenz im Griff.

 

Es geht hin und her bei der Rallye Monte Carlo. Sébastien Ogier und Kris Meeke (Citroën) wechseln sich bei der Führung bislang ab. Nach dem ersten Tag hat Seb im Polo R WRC die Nase vorn. Auf der letzten Wertungsprüfung des Tages brannte der Franzose eine Fabelzeit in den kalten und rutschigen Asphalt der „Monte“ und schob sich an Meeke vorbei. Der liegt in der Gesamtwertung 9,5 Sekunden zurück. „Eine wirklich starke Zeit von Seb, ich konnte nicht schneller fahren“, sagte Meeke nach Tag eins sichtlich beeindruckt.

Seb war mehr als zufrieden, merkte gleichzeitig an: „Kris fährt sehr, sehr schnell. Ich habe heute ein paar kleinere Fehler gemacht. Aber nichts Wildes.“ Ogier touchierte einmal mit seinem Polo R WRC die Streckenbegrenzung, verbog sich dabei aber lediglich den linken hinteren Kotflügel und konnte weiterfahren.

Etwas schwieriger gestaltete sich der Tag für Ogiers Teamkollegen Andreas Mikkelsen. Er drehte sich auf der siebten Wertungsprüfung und verlor Zeit. Grund dafür war eine rutschige Eisschicht, mit der einige Asphalt-Abschnitte überzogen waren. „Nach dem Dreher habe ich etwas das Selbstvertrauen verloren“, sagte Andreas. „Insgesamt bin ich mit dem Tag aber zufrieden. Wir freuen uns schon auf die morgigen Prüfungen!“

Jari-Matti Latvala nutzte den Dreher von Mikkelsen und zog am Norweger vorbei. Der Finne liegt nun auf Platz drei, 25,7 Sekunden vor Mikkelsen. „Ich hatte am Nachmittag ein viel besseres Gefühl für die vereisten Passagen“, sagte Jari-Matti. „Es war zwar immer noch schwierig, aber insgesamt bin ich zufrieden mit dem Tag.“


Stimmen aus dem Volkswagen Team

Bei der ‚Monte‘ ist kein Vorsprung sicher.“


Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Das ist ein aufregendes und spannendes Duell mit Kris Meeke zum Auftakt der ‚Monte‘. Er war heute schnell unterwegs. Ich bin mit dem Tag insgesamt absolut zufrieden. Bis auf einen kleinen Fehler auf der zweiten Prüfung am Morgen haben Julien und ich einen guten Rhythmus gefunden. Die Bedingungen waren ‚Monte‘-typische. Auf der siebten Prüfung war es etwas tückisch und ich habe es vorsichtiger angehen lassen. Der Vorsprung von Kris und mir auf die Konkurrenz sieht zwar komfortabel aus, aber bei der ‚Monte‘ ist kein Vorsprung sicher – da kann immer noch alles passieren.“


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Alles läuft planmäßig. Es war von Anfang an nicht mein Ziel, um den Sieg bei dieser Rallye zu kämpfen, sondern mein eigenes Rennen zu fahren. Und genau das mache ich. Die Bedingungen waren über den ganzen Tag schwierig, da es einen steten Wechsel zwischen sehr trockenen und eisigen Passagen gab. Vielleicht war ich hier und da etwas zu vorsichtig, aber über den Nachmittag habe ich meinen Rhythmus gefunden und das haben auch die Zeiten widergespiegelt. Bis zur Siegerehrung am Sonntagnachmittag in Monte Carlo ist es noch ein weiter Weg, aber dort mit auf dem Podium zu stehen, wäre ein toller Einstieg in die Saison.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Der Tag war alles in allem okay für uns. Wir haben super angefangen, haben nur hier und da mit etwas zu viel Vorsicht Zeit liegen gelassen. Mein neuer Beifahrer Anders Jæger und ich haben als neues Duo schnell einen Rhythmus gefunden. Sein Timing ist perfekt. Am Nachmittag hatte ich auf der zweiten Prüfung der Schleife einen Dreher, als das Heck urplötzlich ausbrach. Wir mussten wenden – das hat viel Zeit gekostet. Von diesem Fehler abgesehen, sind wir mit unserer Leistung zufrieden.“


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die Rallye Monte Carlo hat gut für uns begonnen. Das Ergebnis stimmt für Volkswagen: Erster, Dritter und Vierter – mehr kann man bei so schwierigen Bedingungen nicht erwarten. Aber nicht nur der Motorsport-Direktor, sondern auch der Rallye-Fan in mir ist heute voll auf seine Kosten gekommen. Das Duell zwischen Sébastien Ogier im Polo R WRC und Kris Meeke im Citroën ist extrem spannend. Beide zeigen eine enorm starke Leistung, Hut ab dafür. Und Motorsport-Direktor und Rallye-Fan sagen: ‚Gern mehr davon!‘.“


Stand nach 8 von 16 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1.29:06,1 Std.
2 K. Meeke / P. Nagle +9,5 Sek.
3 J. Latvala / M. Anttila +1:08,1 Min.
4 A. Mikkelsen / A. Jæger +1:33,8 Min.
5 T. Neuville / N. Gilsoul +1:47,8 Min.
6 M. Østberg / O. Fløene +2:18,5 Min.
7 D. Sordo / M. Martí +3:07,8 Min.
8 S. Lefebvre / G. Moreau +3:32,0 Min.
9 B. Bouffier / V. Bellotto +4:18,6 Min.
10 O. Tänak / R. Mõlder +5:25,8 Min.

Zahl des Tages

50

 

Bei der Rallye Monte Carlo tragen die drei Polo R WRC erstmals den Schriftzug „50 Jahre Volkswagen Motorsport“ mit Stolz auf dem Heck. Die heutige Volkswagen Motorsport GmbH geht auf die ersten Aktivitäten in der Formel V anno 1966 zurück. Das Jahr 2016 markiert also den runden Geburtstag der Marke im Rennsport.


Enger Kampf an der Spitze – Ogier vorn.

Spannender Zweikampf bei der Rallye Monte Carlo. Der Saisonauftakt könnte spektakulärer und anspruchsvoller kaum sein. An der Spitze duellieren sich Weltmeister Sébastien Ogier im Volkswagen Polo R WRC und Kris Meeke im Citroën. Zwei Topfahrer und zwei Marken gegeneinander. Das lässt die Rallye-Fanherzen höherschlagen. Derzeit liegt Ogier mit 1,5 Sekunden vorne.

Meeke ging als Gesamt-Führender in den Freitag, an dem insgesamt sechs Wertungsprüfungen auf dem Programm stehen. Am Vormittag mussten die WRC-Asse drei WPs absolvieren. Die Herausforderung waren hierbei erneut vereiste Passagen, die nicht nur enorme Aufmerksamkeit, sondern auch fahrerisches Geschick erforderten.

Dementsprechend vorsichtig gingen die Fahrer zu Werke. „Heute verändern sich die Bedingungen dauernd, trockene Passagen, die viel Haftung bieten, wechseln sich mit vereisten und sehr rutschigen Abschnitten ab. Ich bin deshalb etwas verhalten gefahren“, sagte Jari-Matti Latvala, der im Polo R WRC derzeit auf Gesamtrang vier liegt.

Sébastien Ogier drehte auf der fünften Wertungsprüfung des Spieß um, nachdem Meeke ihn zuvor erfolgreich auf Distanz gehalten hatte. Und das trotz eines Fahrfehlers bei dem sich der Franzose seinen Polo leicht beschädigte. „Ich habe etwas touchiert und mir dabei die Karosserie hinten links etwas verbogen“, sagte Seb. „Aber kein Problem, es war ein guter Vormittag.“

Andreas Mikkelsen liegt momentan auf Gesamtrang drei, 37,8 Sekunden hinter Spitzenreiter Ogier. „Das hat heute richtig Spaß gemacht“, sagte Andreas. „Wir wollten keinen dummen Fehler machen und sind jetzt starke Dritte! Anders hat als Beifahrer wieder mal einen guten Job gemacht.“ Am Nachmittag werden die drei WPs vom Vormittag ein weiteres Mal durchfahren.

Stand nach WP 5:

1. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 57.06,7 Min.
2. Kris Meeke (Citroën) +1,5 Sek.
3. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +37,8 Sek.
4. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) +53,5 Sek.
5. Thierry Neuville (Hyundai) +56,9 Sek.


Freitag: die Wertungsprüfungen des Tages.


Donnerstag, 21.01.2016


Die besten Bilder des Tages (15).


Spannender Auftakt bei der „Monte“.

Endlich! Die Saison 2016 hat begonnen, die Rallye-Action ist zurück! Und welchen besseren Ort könnte es dafür geben als Monte Carlo? Keine andere Stadt in der Welt steht so für Motorsport wie die im Fürstentum Monaco gelegene Stadt der Reichen und Schönen. Und auch wenn die WRC-Autos im Gegensatz zu den Formel-1-Rennern nicht durch den Leitplanken-Dschungel rasen, sind die Bilder bei der Rallye-WM nicht minder spektakulär. Denn die Gebirgsstraßen rund um Monaco sind eng und extrem anspruchsvoll.

 

Dass die ersten beiden Wertungsprüfungen am Donnerstagabend bei vollkommener Dunkelheit ausgetragen wurden, machte den Auftakt für die Rallye-Asse noch herausfordernder. Hindernisse waren damit noch schwieriger zu erkennen, genauso wie die Beschaffenheit der Straßenoberfläche. Vor allem auf der zweiten WP Barles – Seyne war die Piste auf den letzten Kilometern mit einer Eisschicht überzogen.

 

Die drei Volkswagen Piloten zogen sich trotz des anspruchsvollen Auftakts beachtlich aus der Affäre. Weltmeister Sébastien Ogier liegt derzeit auf Rang zwei, 6,9 Sekunden hinter Kris Meeke, der im Citroën am Donnerstag den Ton angab. „Ich habe es ruhig angehen lassen, die Bedingungen waren nicht einfach“, sagte Ogier nach den beiden ersten WPs. „Die Rallye ist aber noch lang, das war erst der Anfang.“

 

Andreas Mikkelsen wurde heute erstmals von seinem neuen Beifahrer Anders Jæger navigiert. Und das mit Erfolg: Das norwegische Duo liegt auf Gesamtplatz drei, 20 Sekunden hinter Meeke und 13,1 Sekunden hinter Teamkollege Ogier. „Wir waren heute etwas vorsichtig, aber der Auftakt kann sich sehen lassen!“, sagte Mikkelsen am Ende des Tages sichtlich zufrieden.

 

Jari-Matti Latvala verlor heute bereits einige Zeit auf die Spitze und liegt 38,7 Sekunden zurück. Auf der zweiten Wertungsprüfung traf er mit seinem Polo R WRC einen Stein und nahm infolgedessen Tempo raus. Mit ihm muss bei der „Monte“ aber weiterhin gerechnet werden.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Die Bedingungen waren knifflig.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Wir sind zwar erst am absoluten Beginn der Rallye und die großen Aufgaben liegen noch vor uns, aber wir können mit dem Auftakt schon sehr zufrieden sein. Die erste Prüfung hatte noch vergleichsweise guten Grip, die zweite war deutlich schwieriger, denn gerade am Ende wurden der Schnee und das Eis mehr. Ich bin in beiden Prüfungen nicht das größte Risiko eingegangen.“


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Die Bedingungen waren knifflig, deshalb bin ich es bewusst vorsichtig angegangen. Mit dem Abstand nach der ersten Wertungsprüfung war ich auch nicht unzufrieden. Auf der zweiten Prüfung ist mir das Auto auf einer vereisten Stelle urplötzlich ausgebrochen und dabei habe ich etwas getroffen. Da ich nicht sicher war, ob die hintere Aufhängung beschädigt ist, musste ich von da an Tempo herausnehmen. Das hat uns viel Zeit gekostet, aber die Hauptsache ist, dass wir das Auto in den Servicepark zurückbringen konnten.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Ich bin zufrieden mit unserem Auftakt, auch wenn wir vielleicht hier und da etwas zu vorsichtig waren. Aber das ist genau das typische an der ‚Monte‘. Ich habe absolutes Vertrauen in meinen Aufschrieb und das ist ein sehr gutes Gefühl. Mein neuer Beifahrer Anders Jæger hat einen tollen Job gemacht. Alles in allem: alles gut bei uns. Ich freue mich entsprechend auf die kommenden Tage.“


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die Rallye-WM-Saison kann kaum schwieriger beginnen. Viel Haftung auf trockenem Asphalt hier, Schnee und Eis dort – bei der ‚Monte‘ weiß man nie genau, was einen erwartet. Aber unsere drei Fahrer/Beifahrer-Paarungen haben heute einen entsprechend vorsichtigen Beginn gewählt. So weit, so gut – an den kommenden Tagen erwarten uns noch viel ‚Monte‘-typische Herausforderungen und nach der heutigen Momentaufnahme bin ich zuversichtlich.“


Stand nach 2 von 16 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 K. Meeke / P. Nagle 25:32,1 Min.
2 S. Ogier / J. Ingrassia +6,9 Sek.
3 A. Mikkelsen / A. Jæger +20,0 Sek.
4 T. Neuville / N. Gilsoul +31,4 Sek.
5 H. Paddon / J. Kennard +34,9 Sek.
6 M. Østberg / O. Fløene +35,3 Sek.
7 J. Latvala / M. Anttila +38,7 Sek.
8 R. Kubica / M. Szczepaniak +45,8 Sek.
9 S. Lefebvre / G. Moreau +48,6 Sek.
10 D. Sordo / M. Martí +51,8 Sek.

Eröffnungstag der Rallye Monte Carlo. Das Video.


Glanz, Glorie und Vollgas in Monaco


Weltstars zu Gast im Volkswagen Polo R WRC.


Hochadel, Sportler, Schauspieler und Moderatoren – zum Start der Rallye Monte Carlo nahmen internationale Top-Stars an der Seite der Rallye-Weltmeister von Volkswagen Platz. Bei Taxifahrten entlang der Grand-Prix-Strecke von Monaco bekamen sie im Polo R WRC, dem Weltmeister-Auto von 2013, 2014 und 2015, einen Eindruck vom Fahrkönnen von Sébastien Ogier (F), Jari-Matti Latvala (FIN) und Andreas Mikkelsen (N). Die Gäste im Rallye-Polo: Schauspieler Mikael Nyqvist, bekannt aus zahlreichen schwedischen TV-Produktionen, unter anderem der Verfilmung der „Millennium“-Trilogie von Stieg Larsson; Pierre Casiraghi, der in der Thronfolge von Monaco an siebter Stelle steht; Ex-Fußballer Thomas Helmer, der mit Deutschland 1996 Europameister wurde; die dänische Tennis-Topspielerin Caroline Wozniacki, die 67 Wochen lang die Nummer-eins-Position der Weltrangliste hielt; der europäische Fußballer des Jahres 1991, Jean-Pierre Papin, der unter anderem für den AC Mailand, Bayern München, Marseille und Bordeaux spielte; der finnische Rekord-Fußball-Nationalspieler Jari Litmanen; der französische Rugby-Star Damien Chouly sowie Allan McNish, ehemaliger Formel-1-Pilot und dreimaliger Gesamtsieger der 24 Stunden von Le Mans.


„Wow! Das war ein echter Adrenalin-Kick. Ich habe bei Filmaufnahmen schon neben Pierce Brosnan im Auto gesessen – aber Seb ist ein wahrer Könner!“, so Mikael Nyqvist nach seiner Fahrt mit Sébastien Ogier. Caroline Wozniacki ergänzte, nachdem sie mit dem dreimaligen Weltmeister eine schnelle Stadtrundfahrt durch Monaco erlebt hatte: „Ich lebe hier in Monaco. Und diese schnelle Taxifahrt war eine ganz tolle, neue Erfahrung. Als Beifahrerin von Sébastien Ogier habe ich mich sehr sicher gefühlt.“

 

Beim zeremoniellen Start der Rallye Monte Carlo waren unter anderem auch der deutsche TV-Moderator Kai Pflaume, die Tänzerin Katrina Patchett sowie der Weltrekordhalter im Gehen, Yohann Diniz zu Gast.


Mit der Rallye Monte Carlo beginnt nach den VIP- und Promi-Taxifahrten sowie dem zeremoniellen Start in Monaco am Abend die 2016er-Saison der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) mit 14 Rallyes auf vier Kontinenten, die auf Eis und Schnee, Asphalt und Schotter ausgetragen wird. Volkswagen verteidigt zum dritten Mal in Folge sämtliche WM-Titel – also in der Hersteller-, Fahrer- und Beifahrer-Wertung.


Tag 1 in Monte Carlo.


Mittwoch, 20.01.2016


Bilder Shakedown (11)


Probelauf für die „Monte“ – Volkswagen bestens vorbereitet.

 

Die Systeme sind perfekt angelaufen: Volkswagen hat im Shakedown zur Rallye Monte Carlo gut in den Rhythmus gefunden. Beim Auftakt in die 2016er-Saison zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) beendeten die dreimaligen Weltmeister Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) das „Freie Training“ auf Platz zwei. Andreas Mikkelsen/Anders Jæger (N/N) und Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) fuhren auf die Ränge fünf und sechs. Eine große Aussagekraft wohnt diesem Ergebnis allerdings nicht inne: Nur der erste Versuch jedes Top-Fahrers war am Ende der jeweils schnellste und die Platzierung stark von der Startreihenfolge abhängig. Die Fahrbahn auf der 3,35 Kilometer langen Prüfung westlich vom Rallye-Zentrum in Gap verschmutzte mit jedem weiteren Rallye-Auto auf der Strecke merklich.

 

Am Donnerstag steht der offizielle Start in die neue Saison auf dem Programm, wenn die Teilnehmer in Monaco über die Rampe rollen und anschließend auf ihrem Rückweg nach Gap in den französischen Seealpen zwei Wertungsprüfungen mit insgesamt 41,63 Kilometern Länge absolvieren.

 

Ergebnis Shakedown: 

 

1. Kris Meeke (Citroën) 2.07,2 Min.

2. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 2.07,4 Min.

3. Dani Sordo (Hyundai) 2.10,6 Min.

4. Thierry Neuville (Hyundai) 2.11,0 Min.

5. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) 2.11,9 Min.

6. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) 2.12,6 Min.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Großartig, wieder im Rallye-Polo zu sitzen.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Es ist großartig, wieder im Rallye-Polo zu sitzen. Und natürlich ist es für mich besonders schön, die ersten Kilometer der neuen Saison in meiner Heimatstadt Gap zu absolvieren. Ein besonderer Dank an die vielen Fans, die hier im Servicepark und beim Shakedown waren. Insgesamt lief der Shakedown sehr gut für Julien und mich. Der Polo fühlt sich perfekt an, natürlich ist es aber schwierig, eine echte Prognose abzugeben. Dafür waren die Streckenbedingungen zu unterschiedlich. Jetzt freue ich mich einfach riesig auf den Start: Morgen in Monaco und auf den ersten Prüfungen wird sich dann zeigen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen.“


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Der Shakedown lief erwartungsgemäß. Aufgrund der vielen Fahrzeuge, die gleichzeitig auf der Strecke waren, herrschten schnell schlechte Bedingungen und durch den Dreck auf der Prüfung sind die Zeiten nicht repräsentativ. Ich habe einige Dinge am Set-up ausprobiert, und darum ging es mir. Alles in allem bin ich zufrieden und freue mich, dass die Saison wieder losgeht.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Im Shakedown etwas auszuprobieren, war heute schwierig. Neben den World Rally Cars waren gleichzeitig auch die R5 unterwegs. Jeder hat die Kurven ein bisschen geschnitten und damit Dreck auf die Strecke geschaufelt. Mit unserer Startposition ging deshalb nicht viel in Sachen Zeiten. Dennoch: Es war die erste Stage unter Wettbewerbsbedingungen mit meinem neuen Beifahrer Anders Jæger – und alles lief perfekt zwischen uns. In dieser Hinsicht sind wir bereits im Rhythmus.“


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Der Shakedown hatte heute zwar sportlich wenig Aussagekraft, doch um in den Rhythmus zu kommen und kurz vor dem Start der ‚Monte‘ noch einmal ein Gefühl für die schwierigen Bedingungen zu bekommen, war er Gold wert. Wir sind bereit für die Saison, für den Beginn der Rallye Monte Carlo. Selbstverständlich wollen wir einen ähnlich guten Start in das Rallye-Jahr hinlegen wie in der vergangenen Saison, doch unsere Konkurrenz ist stark aufgestellt und die Rallye selbst eine riesige Herausforderung.“


Freitag, 15.01.2016


Volkswagen bereit für den „Monte“-Mix.

WM-Start mit einem Klassiker – Volkswagen stellt sich vom 21. bis 24. Januar beim Saison-Auftakt der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) einer wahren Ikone: der „Monte“. Drei Polo R WRC stehen am Start der Rallye Monte Carlo, dem ersten von 14 Läufen zur Rallye-WM 2016. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F), Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) sowie Andreas Mikkelsen/Anders Jæger (N/N) finden sich in der Rolle der Gejagten wieder – als WM-Erste, -Zweite und -Dritte des vergangenen Jahres. Neben der neu formierten und stärkeren Konkurrenz ebenfalls ein harter Gegner: die Rallye selbst. Mit unvorhersehbarem Wetter und damit häufig einem Glücksspiel in Sachen Reifenwahl bildet die berühmt-berüchtigte „Monte“ den denkbar härtesten Auftakt in die neue Saison. 2016 stehen 16 Wertungsprüfungen auf 377,59 Kilometern Länge auf dem Programm – darunter jene berühmte „Sisteron–Thoard“ und die WP am Col de Turini.

„Die Rallye Monte Carlo ist häufig genau das, wofür Monaco ohnehin steht: ein Glücksspiel“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. „Das wechselhafte Wetter macht die Reifenwahl zum Poker. Gefragt ist ein perfektes Zusammenspiel von Fahrer und Beifahrer einerseits, aber auch von Eisspionen, Wettercrew und Service-Mannschaft andererseits. In dieser Hinsicht gibt es in der Rallye-WM keine größere Herausforderung. Und genau deshalb freuen wir uns darauf, denn wir sind gut gerüstet.“

39 aus 80: die Reifen-Lotterie.

Trockenheit oder Regen? Schnee oder blankes Eis? Pfützen oder überfrierende Nässe? Diese Fragen sollten bei der Rallye Monte Carlo geklärt werden, bevor es an die Reifenwahl geht. Doch genau das ist der Knackpunkt der „Monte“: Das Wetter und die Streckenverhältnisse sind alles andere als leicht einzuschätzen – nicht selten, dass allein auf einer Wertungsprüfung von allem etwas dabei ist. Auf der Sonnenseite eines Berges herrscht Trockenheit, eine Kurve später, auf der Schattenseite, hat sich womöglich spiegelglattes Eis gebildet.

Wohl dem, der sich auf eine gute Besatzung seines „Route Note Cars“ verlassen kann. Die Eisspione fahren die Strecke vor dem Start der Wertungsprüfung ab und geben die gesammelten Informationen an den Beifahrer durch, der seinen Aufschrieb entsprechend ergänzt. In Sachen Reifen stehen den Rallye-WM-Piloten maximal 20 weiche und 24 superweiche Asphaltreifen zur Verfügung, zwölf Winterreifen ohne und 24 mit Spikes. Aus diesem 80-Reifen-Kontingent dürfen während der Rallye maximal 39 Pneus gewählt werden. Und zwar jeder zu seiner Zeit: Neben den vier montierten Rädern befinden sich maximal noch zwei Ersatzräder im Kofferraum.

Null Punkte – Reiz und Motivation der neuen Saison.

Wenn Sébastien Ogier/Julien Ingrassia, Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila und Andreas Mikkelsen/Anders Jæger die Ehre haben, als WM-Erste, -Zweite und -Dritte des Vorjahres die Rallye Monte Carlo zu eröffnen, ist es gerade einmal 70 Tage her, dass sie in eine Wertungsprüfung gestartet sind. Und doch markiert die kurze Pause den Start in eine neue Saison. Alle Teilnehmer starten mit null Punkten auf dem Konto und haben gleichwertige Chancen auf Siege, Platzierungen und WM-Titel. Die Konkurrenz von Hyundai startet bei der „Monte“ mit einem neuen Fahrzeug, M-Sport-Ford hat sich in Sachen Fahrer und Beifahrer neu aufgestellt. Auch Volkswagen hat das Weltmeister-Auto der vergangenen drei Jahre, den Polo R WRC, im Detail verbessert. Die Nennliste bei der Rallye Monte Carlo kann sich sehen lassen: Dreimal Volkswagen, zweimal Citroën, dreimal Hyundai und sechsmal Ford – im Jahr 2016 wurden insgesamt 15 World Rally Cars sowie weitere 75 Fahrzeuge anderer Kategorien für den Klassiker eingeschrieben.

Zu Hause beim Weltmeister: die Rallye Monte Carlo, Gap und die Klassiker.

Die 2016er-Ausgabe der Rallye Monte Carlo bezieht ihren Service-Park zunächst in Gap in den französischen Seealpen, ehe der Rallye-WM-Tross für das Finale in den Hafen von Monaco umzieht. Für den dreimaligen Weltmeister Sébastien Ogier bildet der Saisonauftakt ein 100-prozentiges Heimspiel. Er ist in Gap geboren, im vergangenen Jahr führte eine Wertungsprüfung direkt durch sein Heimatdorf, das in der Nähe der Stadt liegt.

Nach dem offiziellen Start am Casino von Monaco stehen am Donnerstag auf dem Weg nach Gap zwei Wertungsprüfungen bei Dunkelheit auf dem Programm. Nicht nur, dass die Sicht eine entscheidende Rolle spielt – auch die Eisspione sollten auf Zack sein: Überfrierende Nässe und womöglich teilweise Schnee stellen auf „Entrevaux–Val-de-Chalvagne–Rouaine“ und „Barles–Seyne“ die ersten Herausforderungen der Saison dar. Am Freitag stehen nördlich von Gap drei jeweils zweimal zu fahrende Prüfungen auf dem Programm. Der Samstag bildet nicht nur den Tag der Klassiker – allen voran mit der berühmt-berüchtigten Prüfung „Sisteron–Thoard“ –, sondern auch den längsten der Rallye. Etwa die Hälfte aller WP-Kilometer werden hier absolviert. Der Sonntag bringt zweimal die WP „Col de l’Orme–St. Laurent“, die als abschließende Powerstage gewertet wird. Dazwischen wird eine neue Version des Col de Turini als WP „La Bollène-Vèsubie–Peira-Cava“ ausgetragen.

Logistische Herausforderung: von Gap nach Monaco – der Service-Park zieht um.

Die Teams haben bei der Rallye Monte Carlo ebenfalls eine zusätzliche Herausforderung zu meistern: Nach dem Mittagsservice in Gap zieht der ganze Rallye-Tross anschließend in den 310 Kilometer entfernten Hafen von Monaco um, Neuaufbau des Service-Bereichs inklusive. Bereits am Sonntagmorgen, kurz nach 07:00 Uhr, steht der nächste Service an.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Der entscheidende Faktor ist die Reifenwahl.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Ich kann mir keine bessere Rallye vorstellen, um eine neue Saison zu beginnen. Die ‚Monte‘ habe ich in den vergangenen beiden Jahren gewonnen und ich möchte sie natürlich auch in diesem Jahr gewinnen. Für mich ist es die wichtigste Rallye des Jahres. Der entscheidende Faktor ist die Reifenwahl. Wir Fahrer sind sehr abhängig von unseren Eisspionen. Und es kommt darauf an, dass man die Wetterbedingungen richtig deutet und das spezielle Wetter in den Alpen versteht.“


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Die Rallye Monte Carlo ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes. Die Bedingungen in den Bergen ändern sich beinahe minütlich. Auf der Sonnenseite eines Berges sind die Straßen komplett anders als auf der oftmals vereisten Schattenseite. Je besser die Kommunikation mit den Eisspionen ist, desto wahrscheinlicher ist ein gutes Resultat bei der ‚Monte‘. Allein die Vorstellung, dass man vor dem Prinzenpalast steht und womöglich einen Pokal überreicht bekommt, motiviert mich bei jeder ‚Monte‘ bis in die Haarspitzen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Ich gebe zu, dass die Rallye Monte Carlo nicht zu meinen Lieblingsrallyes gehört. Im letzten Jahr habe ich hier einen dritten Platz gefeiert, und das wäre auch 2016 ein hervorragendes Resultat. Ich bin ab sofort mit meinem neuen Beifahrer Anders Jæger unterwegs. Es wird sicherlich noch eine Weile dauern, bis wir bei 100 Prozent sein werden. Nach den ganzen Tests mit Anders habe ich ein äußerst positives Gefühl. Ich bin mir sicher, dass wir nach ein paar Wertungsprüfungen unseren Rhythmus finden werden.“


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die Rallye Monte Carlo ist häufig genau das, wofür Monaco ohnehin steht: ein Glücksspiel. Das wechselhafte Wetter macht die Reifenwahl zum Poker. Gefragt ist ein perfektes Zusammenspiel von Fahrer und Beifahrer einerseits, aber auch von Eisspionen, Wettercrew und Service-Mannschaft andererseits. In dieser Hinsicht gibt es in der Rallye-WM keine größere Herausforderung. Und genau deshalb freuen wir uns darauf, denn wir sind gut gerüstet.“