Rallye Mexiko.

03. bis 06. März 2016.


Aktuelle Reportagen, exklusive Hintergrundberichte, Interviews, spektakuläre Fotos – einfach alles zur Rallye Mexiko 2016. Hier sind Sie immer auf dem neuesten Stand.

Zeitplan

 

Hinweis: Angaben im Zeitplan entsprechen der MEZ (Stand: 01.02.2016).

Donnerstag, 03.03.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
16:00   Shakedown (Llano Grande)      

Freitag, 04.03.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
03:00   Offizieller Start (Alhondiga)      
03:10 WP01 Street Stage Guanajuato 00,85 km 01,09 km  
04:30 WP02 Super Special 1 43,05 km 02,30 km  
04:35 WP03 Super Special 2   02,30 km 24,57 km
16:18 WP04 El Chocolate 1 51,31 km 54,21 km  
17:41 WP05 Las Minas 1 03,77 km 15,36 km  
19:14 WP06 Street Stage León 1 64,81 km 01,41 km 01,29 km
21:27 WP07 El Chocolate 2 51,31 km 54,21 km  
22:50 WP08 Las Minas 2 03,77 km 15,36 km  

Samstag, 05.03.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
00:20 WP09 Super Special 3 46,96 km 02,30 km  
00:25 WP10 Super Special 4   02,30 km 24,57 km
15:53 WP11 Ibarrilla 15,82 km 30,38 km  
17:11 WP12 Otates 1 23,09 km 42,62 km  
18:14 WP13 El Brinco 1 02,31 km 07,15 km 42,73 km
21:08 WP14 Agua Zarca 1 15,82 km 16,47 km  
22:36 WP15 Otates 2 37,00 km 42,62 km  
23:39 WP16 El Brinco 2 02,31 km 07,15 km  

Sonntag, 06.03.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
00:34 WP17 Super Special 5 23,19 km 02,30 km  
00:39 WP18 Super Special 6   02,30 km 25,19 km
03:35 WP19 Street Stage León 2 02,21 km 01,41 km 01,36 km
15:03 WP20 Guanajuato 33,58 km 80,00 km 22,24 km
19:08 WP21 Agua Zarca 2 (Powerstage) 18,72 km 16,47 km 43,68 km

Sonntag, 06.03.2016


Fantastische Fans, eine einzigartige Stimmung, ein Wahnsinns-Manöver von Ogier und ein Triumphzug von Latvala - was die Rallye Mexiko nicht alles zu bieten hatte. Hier gibt's die Highlights im Video.


Die besten Bilder des Tages (18).


Zusammenfassung

Latvala zurück auf der Siegerstraße.

 

Vor ein paar Wochen sagte Jari-Matti Latvala im Interview noch: „Jetzt geht es bergauf.“ Nach zwei Nullnummern in Monte Carlo und Schweden stellte der Finne nun bei der dritten Rallye des Jahres in Mexiko eindrucksvoll unter Beweis, dass er das Siegen nicht verlernt hat. Er dominierte die erste Schotter-Rallye des Jahres nach Belieben und gewann mit 1:05 Minuten Vorsprung vor Teamkollege Sébastien Ogier, der sich den Sieg in der abschließenden Powerstage sicherte.

Dementsprechend gelöst war die Stimmung nach der Zieldurchfahrt bei Jari-Matti. „Ein fantastisches Gefühl“, sagte er. „Ich hatte einen schwierigen Saisonstart, null Punkte bei den ersten beiden Rallyes. Diese Rallye war einfach perfekt. Ich bin wieder da!“ Für JML war es der 16. WRC-Sieg seiner Karriere, neun davon fuhr er für die Marke Volkswagen ein. In der Höhenluft von Mexiko fuhr Latvala eine taktisch kluge Rallye und ließ der Konkurrenz keine Chance.

Weltmeister Ogier erkannte schon am Samstag, als Latvala sechs Stage-Siege holte, dass gegen ihn dieses Mal kein Kraut gewachsen ist. „Jari-Matti ist hier einfach zu stark“, sagte Ogier, der in Mexiko Zweiter wurde, den zweiten Doppelsieg für Volkswagen in diesem Jahr perfekt machte und seine Führung in der Weltmeisterschaft weiter ausbaute. Durch den Sieg in der Powerstage sicherte sich Ogier drei Extra-Punkte.

Vor dem letzten Tag führte Latvala bereits mit 1:36 Minuten vor Seb. Eine klare Angelegenheit, wie es schien. Doch am Sonntag galt es noch die 80 Kilometer lange Guanajuato-Stage mit vielen anspruchsvollen Passagen und spektakulären Sprüngen zu absolvieren. Latvala ging kein unnötiges Risiko ein. Teamkollege Ogier, der an den beiden Vortagen den Nachteil hatte, als Erster mit seinem Polo R WRC auf der Piste die „Kehrmaschine“ spielen zu müssen, beeindruckte auf der Marathon-Prüfung mit einer Fabelzeit und nahm Latvala 25,3 Sekunden ab. Latvalas Vorsprung sollte allerdings auch auf der abschließenden Powerstage nicht unter die Eine-Minute-Marke fallen.

Andreas Mikkelsen erlebte in Mexiko eine Enttäuschung. Nach Platz zwei in Monte Carlo und Platz vier in Schweden musste der Norweger in Mexiko am Samstag nach einem Unfall frühzeitig aufgeben. Bis dato hatte Mikkelsen um einen Podiumsplatz gekämpft.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

Endlich Punkte.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Insgesamt ist der zweite Platz für Julien und mich das bestmögliche Ergebnis gewesen an diesem Wochenende. Wir haben uns auch dank des Powerstage-Gewinns 21 wichtige Punkte für die WM-Wertung gesichert, das zählt am Ende. Natürlich hätte ich mir auch für die vielen Fans ein spannenderes Duell mit Jari-Matti um den Sieg gewünscht. Aber das war definitiv nicht möglich, dafür hatten wir zu unterschiedliche Streckenbedingungen an den ersten zwei Tagen. Das soll seine Leistung nicht schmälern, Jari-Matti hat den Sieg absolut verdient und dazu gratuliere ich ihm und Miikka. Ganz besonders danken möchte ich den Tausenden Fans hier in Mexiko: Für Julien und mich ist es jedes Jahr ein absolutes Highlight, hierher zu kommen. Die Begeisterung und die Freundlichkeit der Menschen ist fantastisch, dazu fahren wir über wunderschöne Prüfungen. Bis nächstes Jahr, ¡Viva Mexico!“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich bin sehr glücklich und zufrieden, es ist nicht nur für mich ein großartiges Resultat, sondern für das gesamte Team. Nach den enttäuschenden Ergebnissen bei den ersten zwei Läufen war es wichtig, endlich Punkte einzufahren. Das ist mir mit dem Sieg gelungen. Natürlich hatte ich mit der Startposition am Wochenende eine gute Ausgangslage, aber trotzdem galt es, die längste Rallye der Saison zu bewältigen. Wir haben ein gutes Set-up gefunden und waren auch taktisch richtig eingestellt. Daher gilt mein Dank vor allem meinem Ingenieur Fabrice van Ertvelde und meinen Mechanikern. Wir werden uns aber auf keinen Fall auf den Lorbeeren ausruhen, sondern den Schwung mit nach Argentinien nehmen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Die Rallye Mexiko war für uns leider zu früh zu Ende, obwohl wir gut unterwegs waren. Wir hatten am Samstagmorgen den Abstand auf Dani Sordo verringert und wollten nochmal Rang drei attackieren. Doch auf dem zweiten Durchgang von ‚Otates‘ sind wir etwas zu schnell über eine Kuppe gekommen, anschließend weit herausgekommen und haben vorn rechts einen Mauervorsprung getroffen. Wir sind herumgewirbelt und von der Strecke gerutscht. An ein Weiterfahren war nicht mehr zu denken, denn wir steckten im Graben fest. Das ist natürlich mehr als enttäuschend, denn ich hatte mir deutlich mehr ausgerechnet. Meine Mechaniker haben zwar versucht, das Auto unter Rallye-2-Reglement wieder an den Start zu bringen, doch leider war das nicht möglich. Wir richten jetzt den Blick auf Argentinien und darauf, diesen ‚Nuller‘ wieder wettzumachen.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Die Rallye Mexiko war ein voller Erfolg für Volkswagen – gerade weil ein Sieg hier alles andere als selbstverständlich ist. Bei keiner Rallye geht es höher hinaus – eine Herkulesaufgabe für die Motorenabteilung, die bei der dünnen Luft in Sachen Motorsteuerung eine knifflige Aufgabe zu lösen hatte. Bei keiner Rallye gibt es eine längere Wertungsprüfung. Und das ist für die Chassis-Abteilung sowie für unseren Reifenpartner Michelin eine große Herausforderung. Wir haben die Aufgaben als Team erstklassig gemeistert. Vor allem aber gebührt unseren Fahrern und Beifahrern größter Respekt. Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben aus ihrer Startposition das Beste herausgeholt und ihren Vorteil als eines der letzten World Rally Cars clever genutzt. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben dagegen aus ihrem Nachteil, als Erste auf die Strecke zu gehen, das Beste gemacht. Dieser Doppelsieg ist alles in allem eine enorme Leistung und auf die sind wir bei Volkswagen sehr stolz.“


Endstand nach 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 4:25.57,4 Std.  
2 S. Ogier / J. Ingrassia +1.05,0 Min.  
3 D. Sordo / M. Martí +3.37,9 Min.  
4 M. Østberg / O. Fløene +5.36,4 Min.  
5 H. Paddon / J. Kennard +6.22,6 Min.  
6 O. Tänak / R. Mõlder +9.59,5 Min.  
7 M. Prokop / J. Tománek +12.58,5 Min.  
8 L. Bertelli / S. Scattolin +14.09,6 Min.  
9 T. Suninen / M. Markkula +18.01,8 Min.  
10 V. Gorban / V. Korsia +32.37,3 Min.  

Zahl des Tages

12

 

Von der Rallye Portugal 2015 bis zur Rallye Mexiko 2016 – Volkswagen hat den eigenen, bisher einsamen Rekord eingestellt. Zwölf Siege in Serie markieren bereits zum zweiten Mal die längste Siegesserie der Rallye-WM-Geschichte. Zwischen der Rallye Australien 2013 und der Rallye Finnland 2014 hatte die Marke mit dem Polo R WRC bereits ein Dutzend Siege in Folge erreicht. Die drittlängste Siegesserie stellte Citroën im Jahr 2011 mit acht Triumphen in Serie auf.


Mexiko, das Dach der Rallye-WM, bedeutet für Mensch und Maschine eine besondere Herausforderung. Auf über 2.700 Metern wird die Luft dünn – für die Fahrer, aber auch für die Motoren.


Sonntag: die Wertungsprüfungen des dritten Tages.


Samstag, 05.03.2015


Sébastien Ogier und Julien Ingrassia feiern bei der Rallye Mexiko ein besonderes Jubiläum. Fans, Teamkollegen und Konkurrenten gratulieren. Das Video.


DIE BESTEN BILDER DES TAGES (17).


Tageszusammenfassung

Latvala bereit für die Monster-Prüfung.

Es gibt da dieses Sprichwort im Motorsport. Um Erster zu sein, muss man erst mal ins Ziel kommen. Klingt im ersten Moment so simpel wie logisch. Dennoch mangelt es im Motorsport nicht an Beispielen, bei denen Fahrer den Sieg schon als gesetzt sahen, am Ende die Ziellinie aber doch nicht erreichten.

Für die Rallye Mexiko bedeutet das natürlich erst einmal alles und gar nichts. Jari-Matti Latvala war auch am Samstag der überragende Akteur des dritten WRC-Laufs 2016. Elf Prüfungssiege schlagen für ihn und seinen Navigator Miikka Anttila im Volkswagen Polo R WRC bislang in Mexiko zu Buche. Sechs davon am Samstag. Mit stolzen 1:35,7 Minuten Vorsprung vor seinem Teamkollegen und Weltmeister Sébastien Ogier führt die finnische Connection die Rallye Mexiko an.

„Es war ein starker Tag für uns“, fasste JML den Samstag zusammen. „Wir haben unsere Gesamtführung weiter ausgebaut. Aber es ist noch ein langer Weg.“ Latvala weiß Bescheid. Noch ist nichts gewonnen. Zwar stehen am Sonntag nur noch zwei Wertungsprüfungen auf dem Programm. Doch gleich die erste Special Stage ist ein Test, wie er schwieriger nicht sein könnte. 80 Kilometer gilt es zu meistern. Eine echte Monster-Prüfung. Länger darf eine Special Stage laut aktuellem WRC-Reglement nicht sein.

30 Jahre ist es her, dass eine Prüfung fast doppelte Marathonlänge hatte. 1986 war die WP „Liamone-Suaricchio“ der Rallye Korsika 82,99 Kilometer lang. Dem kommt die Guanajuato-Prüfung am Sonntagmorgen sehr nah. Locker in den letzten Rallye-Tag starten, ein bisschen warm fahren und den Fokus fürs Finale aufbauen? Auf der Guanajuato ist das definitiv nicht möglich. Stattdessen: vom Start weg hellwach sein, und das dann für gut 60 Minuten. Schon die kleinste Unachtsamkeit kann das Aus bedeuten.

Wie schnell so etwas gehen kann, erfuhr leider auch Andreas Mikkelsen am Samstag, als er auf der 15. Prüfung von der Strecke abkam und sein Tagwerk vorzeitig beenden musste, nachdem er zuvor nur noch 4,5 Sekunden von Platz drei entfernt war. Eine Rallye ist erst vorbei, wenn man das letzte Ziel erreicht. So ist es. „Wir müssen voll konzentriert bleiben“, sagt Latvala deshalb. Nach rund 14 Jahren in der anspruchsvollsten Rallye-Klasse der Welt kennt Latvala dieses ganz spezielle Sprichwort im Motorsport eben nur zu gut.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

Das hat perfekt funktioniert.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Mit dem Tag bin ich insgesamt absolut zufrieden, mehr können Julien und ich im Cockpit einfach nicht geben. Dass Jari-Matti angesichts seiner guten Startposition und starken Leistung den Vorsprung ausbaut, war für mich früh klar. Mein oberstes Ziel hier bei der Rallye Mexiko bleibt es nach wie vor, meine direkten WM-Konkurrenten auf Abstand zu halten. Und wenn wir am Ende auf dem zweiten Platz landen, kann ich sehr gut damit leben. Jetzt freue ich mich auf die 80-Kilometer-Prüfung am Sonntag, die eine enorme Herausforderung wird – vor allem in Sachen Konzentration. Und natürlich gehe ich hochmotiviert in die Powerstage, das wird eine Frage der Ehre!“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Wenn man am Abend den Vorsprung auf über eineinhalb Minuten ausgebaut hat, ist man ohne Zweifel mehr als zufrieden. Natürlich hatte ich mit meiner Startposition weiterhin einen Vorteil. Die langen Wertungsprüfungen und hohen Temperaturen machten den Tag aber trotzdem zu einer sportlichen Herausforderung. Es ging, wie gestern, um die richtige Mischung aus Risiko und Vorsicht, um sich für den morgigen Tag einen gewissen Puffer aufzubauen. Das hat perfekt funktioniert. Wenn man aber eine 80-Kilometer-Prüfung wie die morgen noch vor der Brust hat, ist noch gar nichts entschieden.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Der Tag hat gut für mich angefangen und schlecht aufgehört. Wir haben am Morgen den Abstand auf Dani Sordo verringert und wollten nochmal Rang drei attackieren. Doch auf dem zweiten Durchgang von ‚Otates‘ sind wir etwas zu schnell über eine Kuppe gekommen, anschließend weit herausgekommen und haben vorne rechts einen Mauervorsprung getroffen. Wir sind herumgewirbelt und von der Strecke gerutscht. An ein Weiterfahren war nicht mehr zu denken, denn wir steckten im Graben fest. Das ist natürlich mehr als enttäuschend, denn ich hatte mir heute Morgen mehr ausgerechnet. Meine Mechaniker haben zwar versucht, das Auto unter Rallye-2-Reglement wieder an den Start zu bringen, doch leider ist das nicht möglich. Wir richten jetzt den Blick auf Argentinien und darauf, diesen ‚Nuller‘ wieder wettzumachen.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Zwei hervorragende fahrerische Leistungen von Jari-Matti Latvala und Sébastien Ogier und die Doppelführung ausgebaut – das war ein guter Tag für Volkswagen. Jari-Matti hat aus seiner späten Startposition clever das Maximum herausgeholt und sich ein gutes Polster auf Sébastien herausgearbeitet. Und Sébastien hat sich mit Händen und Füßen erfolgreich gegen den Zeitverlust gestemmt, den das Eröffnen der Route mit sich bringt. Beide Leistungen sind nicht hoch genug zu bewerten. Ein perfekter Tag für Volkswagen wäre es geworden, wenn Andreas Mikkelsen für seine Aufholjagd in Richtung Platz drei auch belohnt worden wäre. Aber ein kleiner Fehler mit großer Wirkung hat das verhindert. Morgen steht noch ein sehr harter Tag für uns auf dem Programm. Aber wir sind gut darauf vorbereitet und nehmen eine herausragende Ausgangsposition mit.“


Stand nach 19 von 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 3:27.22,8 Std.  
2 S. Ogier / J. Ingrassia +1.35,7 Min.  
3 D. Sordo / M. Martí +2.40,4 Min.  
4 M. Østberg / O. Fløene +4.48,8 Min.  
5 H. Paddon / J. Kennard +5.42,1 Min.  
6 O. Tänak / R. Mõlder +7.50,5 Min.  
7 M. Prokop / J. Tománek +9.23,5 Min.  
8 L. Bertelli / S. Scattolin +10.19,5 Min.  
9 T. Suninen / M. Markkula +12.33,7 Min.  
10 V. Gorban / V. Korsia +27.49,2 Min.  

„Schnapszahlen“ des Tages

22, 33 und 55

 

Denn in Sachen Podiumsresultate haben alle drei Volkswagen Fahrer, Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelse,n jene im deutschen Sprachgebrauch so getauften Ziffer-Wiederholungen in ihrer Statistik stehen. Sébastien Ogier kann beispielsweise auf 33 Podiumsresultate in seiner Karriere mit Volkswagen verweisen. Jari-Matti Latvala bringt es auf insgesamt 55 Plätze auf dem „Treppchen“, davon 22 mit dem Polo R WRC. Und Andreas Mikkelsen? Der hat eine Quote von 22 Prozent vorzuweisen – nämlich 15 Podestplätze bei 67 Starts – alle mit dem Polo R WRC.


Mittagsbericht

Latvala eine Klasse für sich.

 

Jari-Matti Latvala dominiert die Rallye Mexiko nach Belieben. Am Samstag gewann er alle drei Wertungsprüfungen des Vormittags. Der Finne hat sichtlich Spaß an seiner Vollgas-Fahrt bei der ersten Schotter-Rallye des Jahres. Es sieht so einfach aus, das vergisst man schnell, dass JML im Cockpit alle Hände voll zu tun hat. „Ich freue mich jetzt auf den Mittags-Service“, sagte Jari-Matti im Ziel nach der WP 13, El Brinco. „Jetzt kann ich ein bisschen entspannen und abschalten.“

 

Latvala hat bislang acht der insgesamt 13 Wertungsprüfungen bei der Rallye in Mittelamerika gewonnen. Niemand scheint ihm bislang das Wasser reichen zu können. Nicht einmal Teamkollege und Weltmeister Sébastien Ogier, der am Samstagmittag bereits 1:16 Minuten zurückliegt. Der Franzose schaut aber auch schon gar nicht mehr nach vorne. „Ich konzentriere mich auf meinen ärgsten Verfolger in der WM, und das ist Andreas“, stellte Ogier klar. 

 

Gemeint ist Andreas Mikkelsen, der weiterhin auf dem vierten Rang liegt und auf einen Podiumsplatz schielt. Den hat momentan noch Hyundai-Pilot Dani Sordo inne. Mikkelsen konnte den Rückstand am Vormittag allerdings schon um knapp zehn Sekunden verringern. „Die letzte Prüfung heute Vormittag kannte ich sehr gut und konnte richtig Gas geben“, sagte Mikkelsen. „Der Polo R WRC liegt einfach perfekt.“ Gute Voraussetzungen, um am Nachmittag zur Aufholjagd zu blasen.

 

 

Stand nach WP 13:

 

1. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) 2:39.22,1 Std.

2. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) +1.16,3 Min.

3. Dani Sordo (Hyundai) +2.09,0 Min.

4. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +2.23,9 Min.

5. Mads Østberg (Ford) +3.49,8 Min. 


Samstag: die Wertungsprüfungen des zweiten Tages.


Freitag, 04.03.2016


Die besten Bilder des Tages (11).


Tageszusammenfassung

Überflieger.

 

La-va-la, La-va-la, La-va-la! So hört es sich oft an, wenn Fans im Service-Park Jari-Matti Latvalas Namen rufen, um vielleicht ein Autogramm zu bekommen oder ein Selfie mit unserem Finnen zu knipsen. Bei der Rallye Mexiko 2016 ist nun eine neue Ruf-Variante dazugekommen: La Bala, La Bala, La Bala! Klingt ähnlich, bedeutet aber etwas anderes: das Geschoss. Und dieser jüngste Spitzname passt bestens zu dem, was JML am Freitag auf den sieben Wertungsprüfungen in Mexiko gezeigt hat. Echte Überflieger waren er und sein Beifahrer Miikka Anttila. Für ihre herausragenden Leistungen wurden sie am Ende des Tages nicht nur mit der Gesamtführung belohnt, sondern auch mit einem satten Zeitvorsprung von 32,1 Sekunden auf ihre Teamkollegen Sébastien Ogier und Julien Ingrassia.

Schon während der ersten Wertungsprüfung des Tages, der über 54 Kilometer langen „El Chocolate“, legte Latvala den Grundstock für seinen Erfolg. Als Achter im Starterfeld konnte er die weitgehend saubergefahrene Strecke mit mehr Grip zu seinen Gunsten nutzen. Auch seine Reifenwahl – drei weiche und zwei harte Pneus, während Ogier nur einen harten Reifen dabei hatte – zahlte sich aus. Als Gesamtdritter in den Tag gestartet, flog JML auf der „El Chocolate“ zum Sieg und verwies den bis dahin führenden Ogier auf Platz zwei. Latvalas Vorsprung zu diesem Zeitpunkt: 19 Sekunden.

Auf den weiteren Prüfungen – inklusive der zweiten Durchfahrt durch die lange „El Chocolate“, die erneut mit einem deutlichen Prüfungssieg für JML endete – baute Latvala seine Führung auf Ogier kontinuierlich aus. „Ich habe heute sicher von meiner Startposition profitiert“, sagte Latvala am Ende des Tages. „Aber noch ist nichts entschieden, die Rallye ist noch lang.“ Und dann konnte sich Latvala ein leichtes Grinsen dennoch nicht verkneifen. Ganz bestimmt hofft er, dass seine Prognose von vor einigen Wochen zutrifft und jetzt, nach zwei WRC-Starts in dieser Saison mit einer Null-Punkte-Ausbeute für ihn, das Kontingent an Pech endlich aufgebraucht ist. Mit Sicherheit hätte Latvala kein Problem damit, auch bei den noch kommenden Rallyes seinem neuen Spitznamen alle Ehre zu machen.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Noch ein weiter Weg.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Bisher bin ich mit dem Verlauf der Rallye mehr als zufrieden. Julien und ich haben alles gegeben, wir waren fahrerisch am Limit. Am Morgen bin ich mit weichen Reifen etwas mehr Risiko eingegangen, um auf dem extrem rutschigen Schotter so viel Grip wie möglich zu haben. Mein Ziel ist es, an diesem Wochenende vor allem meine direkten Konkurrenten im WM-Klassement wie Andreas, Mads und Hayden auf Abstand zu halten. Und bisher ist der Plan aufgegangen. Die Prüfungen hier in Mexiko sind in jedem Fall wie immer wunderschön. Auf dem ersten Durchgang der Prüfung ‚El Chocolate‘ hatten Julien und ich allerdings einen kurzen Schreckmoment, als ein paar Kühe unseren Weg kreuzten. Zum Glück verlief für die Kühe und uns alles glimpflich. Diesmal hätten wir ein geschlossenes Gatter gar nicht so schlecht gefunden!“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Alles in allem ein sehr positiver Tag für mich. Natürlich hatte ich durch die Startposition vor allem am Vormittag einen Vorteil, dennoch war es alles andere als ein leichter Tag. Bei der ersten Durchfahrt der ‚El Chocolate‘-Prüfung war es zum Teil sehr rutschig und ich hatte gar kein Gefühl dafür, ob ich schnell genug unterwegs bin. Dennoch habe ich meinen Rhythmus beibehalten, und das war die richtige Entscheidung. Am Nachmittag habe ich mit der richtigen Mischung aus Risiko und Vorsicht den Vorsprung sogar ausgebaut. Die Ausgangslage ist sehr gut, allerdings ist es noch ein weiter Weg.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Am Morgen war ich noch etwas zu vorsichtig und bin eher verhalten in die lange ‚El Chocolate‘-Prüfung gegangen. Dort haben wir etwas Zeit auf unsere Teamkollegen eingebüßt, aber insgesamt waren wir mit dem Verlauf sehr zufrieden. Denn die eher knifflige Reifenwahl haben wir von unserer Seite absolut auf den Punkt getroffen. Ich habe vier weiche Reifen am Morgen benutzt, am Nachmittag wollte ich mit harten richtig attackieren. Beim zweiten Durchgang der ‚El Chocolate‘ bin ich an einer Kreuzung etwas zu weit herausgerutscht, musste wenden und habe deshalb statt Zeit gutzumachen, welche verloren. Das Auto fühlte sich anschließend nicht mehr 100-prozentig so an wie zuvor, deswegen habe ich wieder etwas Tempo herausgenommen. Morgen werden wir versuchen, noch einmal Platz drei zu attackieren. Aber angesichts unseres großen Rückstands wird das natürlich eine große Aufgabe. So viel steht aber fest: Wir werden unser Bestes geben.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Ein großartiger Tag für Volkswagen in Mexiko und ich glaube, dass wir unseren vielen Fans an den Wertungsprüfungen und im Service-Park eine gute Show und vor allem super Ergebnisse geboten haben. Dazu war heute eine perfekte Teamleistung gefragt. Die Meteo-Crew hat am Morgen die Daten gesammelt, die Ingenieure und Fahrer gemeinsam eine sehr clevere Reifenwahl getroffen und dabei die unterschiedlichen Startpositionen unserer Fahrer berücksichtigt. Dass wir den ersten Tag mit einer Doppelführung und Platz vier beenden, war alles andere als selbstverständlich. Dass wir das erreicht haben, macht mich stolz. Vor unseren Fahrern ziehe ich den Hut – sie haben heute alle drei eine klasse Leistung gezeigt.“


Stand nach 10 von 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 1:48.00,0 Std.  
2 S. Ogier / J. Ingrassia +32,1 Sek.  
3 D. Sordo / M. Martí +1.15,6 Min.  
4 A. Mikkelsen / A. Jæger +1.46,7 Min.  
5 H. Paddon / J. Kennard +2.20,8 Min.  
6 M. Østberg / O. Fløene +2.35,6 Min.  
7 O. Tänak / R. Mõlder +3.53,8 Min.  
8 M. Prokop / J. Tománek +4.56,3 Min.  
9 L. Bertelli / S. Scattolin +5.11,3 Min.  
10 T. Suninen / M. Markkula +5.43,7 Min.  

Zahl des Tages

750

 

Der Volkswagen Polo R WRC absolvierte bei der Rallye Mexiko heute seine 750. Wertungsprüfung seit der Rallye Monte Carlo 2013. Zur Feier dieses Moments gaben Ogier, Latvala und Mikkelsen richtig Gas. Denn auf dieser speziellen WP, dem ersten Durchgang von „Las Minas“, gingen die drei Bestzeiten geschlossen an Volkswagen. Es war das 96. Mal, dass alle drei World Rally Cars aus Wolfsburg die ersten drei Plätze belegten. Am Freitagabend schlugen 755 Wertungsprüfungen für den Polo R WRC zu Buche, 532 Mal setzte einer der Volkswagen Piloten dabei die Bestzeit – eine Quote von 70 Prozent.


Mittagsbericht

Latvala an der Spitze, Ogier auf Platz zwei.

 

Jari-Matti Latvala kommt am ersten Tag der Rallye Mexiko immer besser in Fahrt und liegt zur Mittagspause komfortabel mit 21,2 Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Sébastien Ogier in Führung. Der Finne profitierte dabei von seiner Reifenwahl, bei der er einen cleveren Kompromiss einging.

 

„Die Pisten waren zwar rutschig, aber meine spätere Startposition hat mir in die Karten gespielt und ich konnte richtig Gas geben“, sagte Latvala, der aufgrund seines Ausfalls zuletzt in Schweden erst als Achter in die Wertungsprüfungen startete. Mit seinem Polo R WRC nahm er drei weiche und zwei harte Michelin-Mischungen mit auf die Prüfungen. Bisher scheint diese Strategie aufzugehen.

 

Latvala gewann zwei von drei Wertungsprüfungen des Vormittags, darunter den 54 Kilometer langen Klassiker El Chocolate, bei dem die WRC-Autos auf eine Höhe von bis zu 2.746 Metern rasen. Im krassen Gegensatz dazu standen die beiden folgenden Prüfungen: El Minas mit 15,36 Kilometern und die Street Stage in León mit 1,41 Kilometern hatten einen wahren Sprint-Charakter.

 

Sébastien Ogier konnte gegen Jari-Matti am Vormittag nichts ausrichten. Die Tatsache, dass der Weltmeister als WM-Führender als Erster auf die Piste gehen musste, erschwerte sein Vorhaben, bei der 100. Rallye seiner Karriere richtig zu attackieren. Dennoch sagte Ogier zur Mittagspause: „Ich bin ganz happy mit dem Zwischenstand. Mein Tempo ist ganz gut, wenn man bedenkt, dass ich als Erster die Strecke befahre.“ Ogier fand eine extrem staubige Piste vor. Der harte Schotter-Untergrund wurde im Laufe der Prüfung saubergefahren. Am Nachmittag sollte die Situation für Ogier, der vier weiche und eine harte Reifenmischung an Bord hat, besser sein. Vorausgesetzt, der Staub weht nicht wieder auf die Piste.

 

Andreas Mikkelsen setzt am ersten Tag komplett auf eine Reifenmischung. Er nahm fünf weiche Michelin-Pneus mit auf die Prüfungen. Vor allem auf der langen El-Chocolate-Stage sollte sich das als Nachteil herausstellen. Allein dort verlor er 39 Sekunden. Auf den beiden folgenden WPs boten die Reifen dann hingegen mehr Bodenhaftung. Die Street Stage in León gewann Mikkelsen und liegt derzeit auf Gesamtrang vier.

 

 

Stand nach WP 6:

 

1. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) 55.28,4 Min.

2. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) +21,2 Sek.

3. Dani Sordo (Hyundai) +33,4 Sek.

4. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +43,9 Sek.

5. Mads Østberg (Ford) +1.28,9 Min. 


Freitag: die Wertungsprüfungen des ersten Tages.


Donnerstag, 03.03.2016


Die besten Bilder des Tages (25).


Tageszusammenfassung

Rallye-Spektakel gestartet – Ogier führt.

Enge Straßen, Tausende Fans, eine Stimmung, wie es sie nur selten gibt bei der WRC. Die Rallye-Weltmeisterschaft ist zu Gast in Mexiko, der ersten Schotter-Rallye des Jahres. Beim zeremoniellen Start in der wunderschönen ehemaligen Minenstadt Guanajuato präsentierten sich die Rallye-Asse erst den begeisterten Massen, ehe es mit Vollgas durch die verwinkelten Straßen ging. Die erste Wertungsprüfung führte (im Gegensatz zum Rest der Rallye) über Asphalt und war gerade einmal einen Kilometer lang. Doch sie hatte es in sich.

 

Vor allem im Tunnel, der mit seinen Graffitis an den Wänden schon Kult-Charakter in der WRC-Szene hat, wartete eine Überraschung. „Dort war eine große Pfütze und es wurde wirklich ziemlich rutschig“, sagte Jari-Matti Latvala im Ziel. Der Finne behielt aber die Kontrolle über seinen Polo R WRC und beendete die erste Wertungsprüfung als Vierter. Knapp davor: Teamkollege Sébastien Ogier, der an diesem Wochenende seine 100. Rallye bestreitet. Der Franzose stellte die Bedeutung der kürzesten Stage im Rallye-Kalender heraus: „Man kann auf dieser Prüfung die Rallye nicht gewinnen, aber man kann sie durchaus verlieren.“ Das klingt schon fast philosophisch.

 

Die beiden folgenden Prüfungen waren nur unwesentlich länger (2,3 Kilometer) und wurden auf dem Autodromo León in der gleichnamigen Stadt absolviert. Dort nahm Ogier an Fahrt auf, fuhr zweimal Bestzeit und setzte sich an die Spitze der Zeitentabelle, 1,7 Sekunden vor Thierry Neuville (Hyundai). „Das Ergebnis bedeutet nicht sehr viel“, sagte Ogier anschließend. „Die Rallye geht erst morgen richtig los, der Vorsprung kann ganz schnell wieder weg sein.“ Latvala liegt in der Gesamtwertung mit 3,3 Sekunden Rückstand auf Platz drei, Andreas Mikkelsen ist mit einem Rückstand von 3,8 Sekunden Vierter.

 

Am Freitag warten auf die WRC-Piloten sieben Wertungsprüfungen, darunter die bekannte und anspruchsvolle „El Chocolate“ mit 54,21 Kilometern. 


Stand nach 3 von 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4.16,5 Min.  
2 T. Neuville / N. Gilsoul +1,7 Sek.  
3 J. Latvala / M. Anttila +3,3 Sek.  
4 A. Mikkelsen / A. Jæger +3,8 Sek.  
5 D. Sordo / M. Martí +4,1 Sek.  
6 H. Paddon / J. Kennard +4,6 Sek.  
7 L. Bertelli / S. Scattolin +5,7 Sek.  
8 M. Prokop / J. Tománek +5,8 Sek.  
9 O. Tänak / R. Mõlder +5,9 Sek.  
10 B. Guerra / B. Rozada +6,0 Sek.  

Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Einfach nur der Wahnsinn.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Dass man die Fans während einer Wertungsprüfung im Auto hören kann – das gibt es nur beim Start zur Rallye Mexiko. Die Zuschauer in Guanajuato sind einfach nur der Wahnsinn. Es ist definitiv eine der besten Zuschauerprüfungen in der Rallye-WM und wir haben versucht, den Fans mit einer ordentlichen Show etwas zurückzugeben. Doch eines ist auch klar: Der wahre Start erfolgt erst am Freitag, wenn wir auf die lange ‚El Chocolate‘ gehen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Der Start der Rallye Mexiko wurde seinem Ruf als beste Eröffnungszeremonie im Kalender wieder einmal gerecht. Es werden jedes Jahr mehr Menschen und die Atmosphäre sucht ihresgleichen. Mit den Zeiten bin ich zufrieden. In erster Linie geht es darum, auf den kurzen Zuschauerprüfungen, wie den drei heute, keinen größeren Fehler zu begehen – aber gleichzeitig nicht zu viel Zeit zu verlieren. Das ist uns heute gut gelungen. Am Freitag steht mit der Prüfung ‚El Chocolate‘ gleich ein ganz anderes Kaliber auf dem Programm. Da muss man von Beginn an hellwach sein.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Die Fans in Mexiko sind etwas Besonderes. Sie feuern uns Fahrer und Beifahrer fair und lautstark an, alle sind positiv und gastfreundlich – es macht einfach Laune, zur Rallye Mexiko zu kommen. Das Highlight in dieser Hinsicht ist natürlich der zeremonielle Start in Guanajuato mit seiner einzigartigen Atmosphäre. Die ersten drei Wertungsprüfungen sagen nicht viel über den Rallye-Verlauf aus. Alles in allem bin ich zufrieden mit dem Auftakt, auch wenn ich hier und da die Linie nicht zu 100 Prozent getroffen habe.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Stimmung wie im Fußballstadion, die sagenhafte Kulisse von Guanajuato und präzise Fahrkunst der Fahrer – der Auftakt zur Rallye Mexiko ist etwas Einzigartiges im Kalender der Rallye-WM und auch heute Abend hat wieder alles gestimmt. Ein ganz großes Kompliment an die Organisatoren, die einen großartigen Job gemacht haben. Volkswagen ist gut gestartet – allerdings beginnt die Rallye Mexiko erst am Freitag richtig. Der höchste Punkt der Rallye-WM-Saison auf über 2.700 Meter Meereshöhe und eine 54-Kilometer-Prüfung gleich zum Frühstück – das ist eine wahre Herausforderung, der wir uns gern stellen. Denn nach diesem emotionalen Start heute ist die Motivation der Fahrer natürlich immens.“


Zahl des Tages

100

 

Zum 100. Mal gehen Sébastien Ogier und Julien Ingrassia in Mexiko bei einer Rallye an den Start. Als Belohnung bekamen die dreimaligen Weltmeister eine Torte vom Team spendiert. Und obwohl Motorsport-Direktor Jost Capito auf die perfekte Breite der Torte verwies, die locker für zwei Gesichter nebeneinander gereicht hätte, landete das Backwerk nicht in selbigen. Sondern wurde unter allen Teammitgliedern aufgeteilt und verputzt. Die nächste Torte zu diesem Anlass gibt es im Rallye-Team von Volkswagen übrigens erst frühestens beim siebten Saisonlauf anno 2018. Dann könnte Andreas Mikkelsen seinen 100. Rallye-WM-Start feiern.


Die Volkswagen Piloten sind heiß auf die Herausforderung in Mexiko. Das Video.


Shakedown

Mikkelsen gibt das Tempo vor.


„Llano Grande“ hieß der inoffizielle Auftakt zur Rallye Mexiko 2016. So der Name der Shakedown-Prüfung, also dem „Freien Training“ des dritten WRC-Saisonlaufs. Bestes Duo auf der 5,5 Kilometer langen Strecke: Andreas Mikkelsen und sein Beifahrer Anders Jæger im Polo R WRC. Die beiden Norweger gaben mit einer Zeit von 3:43,9 Minuten das Tempo vor. Mikkelsens Freund Thierry Neuville (Hyundai, 3:45,5) landete auf Platz zwei, während Weltmeister Sébastien Ogier und Julien Ingrassia (3:45,6) im zweiten Polo R WRC Platz drei belegten. Das dritte Volkswagen Duo, Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila, sicherte sich beim ersten Schotter-Lauf der Saison indes die viertbeste Zeit (3:48,1).

„Sich an die große Höhe und den Schotter zu gewöhnen, war der Plan für heute und von Beginn an hatten wir viele Durchgänge geplant, um möglichst perfekt reinzufinden", sagte Mikkelsen zurück im Service-Park. „Das ist uns gut gelungen. Im vergangenen Jahr war ich mit unserer Pace auf dieser Prüfung nicht gerade zufrieden – aber heute lief es wie gewünscht." Nach dem offziellen Start der Rallye startet die eigentliche Action der Rallye Mexiko mit drei Wertungsprüfungen am Donnerstagabend Ortszeit. Live-Infos gibt’s bei Twitter unter @VolkswagenRally.

 

Shakedown-Ergebnis (Top 5):

 

1. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) 3.43,9 Min.

2. Thierry Neuville (Hyundai) 3.45,5 Min.

3. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 3.45,6 Min.

4. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) 3.48,1 Min.

5. Dani Sordo (Hyundai) 3.48,1 Min.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Viele Durchgänge geplant, um möglichst perfekt reinzufinden.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Der Shakedown lief für Julien und mich problemlos. Der Polo fühlt sich perfekt an, die Wertungsprüfungen sind in einem optimalen Zustand und wir sind auch bestens vorbereitet – von mir aus kann es losgehen. Die Atmosphäre beim zeremoniellen Start in Guanajuato wird wie immer ein Gänsehauterlebnis werden. Für uns diesmal sicher noch etwas mehr, denn wir feiern unseren 100. Rallye-WM-Start. Besonders schön, das hier in Mexiko zu erleben, wo meine Karriere 2008 in der Junior WRC begonnen hat.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich bin total zufrieden, denn der Shakedown lief sehr positiv für uns. Vom ersten Moment an fühlte sich das Set-up des Polo R WRC gut an und wir konnten unser Programm wie geplant abspulen. Und umso weniger Runden man fährt, desto weniger Dreck sammelt man ein – da sind einem dann auch die Mechaniker dankbar. Aber Spaß beiseite: Ich freue mich jetzt sehr auf den emotionalen Start und die stets sensationelle Atmosphäre in Guanajuato.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Sich an die große Höhe und den Schotter zu gewöhnen, war der Plan für heute und von Beginn an hatten wir viele Durchgänge geplant, um möglichst perfekt reinzufinden. Das ist uns gut gelungen. Im vergangenen Jahr war ich mit unserer Pace auf dieser Prüfung nicht gerade zufrieden – aber heute lief es wie gewünscht. Und das ist gut so. Wir freuen uns auf die Rallye Mexiko.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Der Shakedown bei der Rallye Mexiko ist ein kleines bisschen anders als bei anderen Schotter-Rallyes. Denn es ist der erste Vergleich der Fahrer, Beifahrer und Teams auf diesem Untergrund im neuen Rallye-Jahr. Uns ist der Umstieg auf Schotter gut gelungen, die Zeiten jedenfalls sind richtig gut. Uns ist aber auch bewusst, dass es am Freitag und Samstag für uns schwer wird, wenn wir die Routen eröffnen. Alle drei Volkswagen Fahrer haben nichtsdestotrotz einiges vor. Wir werden ihnen wie gewohnt die gleichen Voraussetzungen geben und sie frei ohne jede Teamorder um – am liebsten – den Sieg kämpfen lassen. Wenn das gelingen soll, ist eine 100-prozentig fehlerfreie Leistung gefragt.“


Donnerstag: die Wertungsprüfungen des Eröffnungstages.


Freitag, 26.02.2016


Mexiko: ein guter Ort, um Geschichte zu schreiben.

 

Ein Jubiläum, eine mögliche Rekordmarke, die längste und die kürzeste Wertungsprüfung. Denkwürdig wird sie, die diesjährige Rallye Mexiko und für Volkswagen könnte sie zu einer historischen werden. Aber der Reihe nach. Beginnen wir mit dem Jubilar der Rallye Mexiko, dem aktuellen Weltmeister.

 

Sébastien Ogier fühlt sich wohl in Mexiko. Das hat er vorab nochmal bekräftigt. Nötig gewesen wäre das aber nicht, denn für diese Erkenntnis reicht ein Blick in die Vergangenheit. Im Jahre 2008 begann hier die Rallye-WM-Karriere des Franzosen – mit einem Sieg in der Junior-Wertung. In den vergangenen drei Jahren kehrte Ogier nach Mittelamerika zurück, um seine eigene Erfolgsgeschichte mit dem Polo R WRC weiterzuschreiben. Nun reist Ogier also wieder dorthin, wo vor acht Jahren alles begann. Einen Grund zum Feiern hat er ohnehin: Zum 100. Mal geht der dreimalige Weltmeister in der WRC an den Start. Die zweifellos beste Art dieses Jubiläum zu feiern, wäre ein Sieg, stellte er vorab fest. Saisonübergreifend und auch in Mexiko wäre es sein vierter Erfolg hintereinander.

 

Mit der Bürde, auf Schotter als erster Starter auf die Strecke zu gehen, wird dies allerdings ein schwieriges Unterfangen - aber längst kein unmögliches. Das hat er vor Jahresfrist schon bewiesen. Einer klugen Reifenwahl und einer herausragenden fahrerischen Leistung zum Dank triumphierte er. 

 

Nicht nur für Sébastien Ogier könnte sich der frühe Start in die Prüfungen als problematisch erweisen. Direkt nach dem Franzosen geht Andreas Mikkelsen auf die Piste und wird nur bedingt bessere Streckenbedingungen vorfinden als sein Vordermann. Besser sieht es da schon für den dritten Fahrer im Volkswagen Bunde aus. In den ersten beiden Rallyes der Saison vom Pech verfolgt, steht Jari-Matti Latvala noch ohne Punkte da, darf sich aber nun über eine höhere Startnummer und damit bessere Streckenbedingungen freuen. 

 

Auch für Volkswagen könnte die Rallye Mexiko eine historische werden. Der Wolfsburger Autobauer peilt im Land der Kakteen den zwölften Sieg in Folge an. Gelingt dies, dann wäre der bisherige Rekord eingestellt. Gehalten von? Dem Volkswagen Polo R WRC zwischen Australien 2013 und Finnland 2014.

 

Für Spannung ist also reichlich gesorgt und auch an Spektakel dürfte es der ersten Schotter-Rallye des Jahres nicht fehlen – dafür haben die Organisatoren gesorgt. Ohnehin gilt das Event als Herausforderung für Mensch und Maschine. 2.746 Meter über dem Meeresspiegel liegt der höchste Punkt der Rallye, höher hinaus geht es bei keiner anderen Rallye, nirgendwo sonst ist die Luft dünner. Kurz und schmerzlos – dieses Credo gilt für die erste Stage. Gerade mal 1,09 Kilometer geht es durch die Tunnel von Guanajuato, kürzer ist in der Saison 2016 keine Wertungsprüfung. Dem gegenüber steht auch die längste Stage der Saison, satte 80 Kilometer gilt es auf der vorletzten Wertungsprüfung zu absolvieren, seit 1983 war keine Wertungsprüfung länger. Geschichte wird also in jedem Fall geschrieben, dieses Jahr in Mexiko.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Werden mit Sicherheit nicht abheben.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Die Rallye Mexiko wird die 100. in meiner Laufbahn. Die beste Art, dieses Jubiläum zu feiern, ist natürlich ein Sieg, aber einfach wird das nicht. Trotzdem freue ich mich sehr auf die erste Schotter-Rallye in dieser Saison. Ich habe so viele schöne Erinnerungen an Mexiko und die fantastischen Fans. Vor acht Jahren hat dort meine Karriere in der Junioren-Weltmeisterschaft mit einem Sieg begonnen – damals ist ein Traum für mich wahr geworden. Die vergangenen drei Jahre in Mexiko sind für uns sehr erfolgreich verlaufen. Einer der Schlüsselfaktoren ist dort immer die Höhenluft. In der Vergangenheit ist unser Volkswagen Polo R WRC damit sehr gut zurechtgekommen. Ich hoffe, dass das auch in diesem Jahr der Fall sein wird. Julien und ich werden mit Sicherheit nicht abheben und voll konzentriert an den Start gehen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Mexiko wird die erste Schotter-Rallye des Jahres sein. Der Untergrund ist dort in der Regel ziemlich hart. Darüber befindet sich meist eine Schicht aus feinerem Schotter, die den Untergrund sehr rutschig werden lässt. Je mehr Autos darüberfahren, desto sauberer und schneller wird der Untergrund. Für mich ist es also definitiv ein Vorteil, später in die Prüfungen zu starten – sofern es nicht regnet. Das ist in Mexiko möglich, allerdings relativ unwahrscheinlich. In Monte Carlo und Schweden hatte ich ziemliches Pech. Natürlich sieht es immer blöd aus, wenn man zwei schlechte Resultate hintereinander einfährt, vor allem zu Saisonbeginn. Ich versuche aber, weiterhin optimistisch zu bleiben, und bin mir sicher, dass es von nun an besser für uns laufen wird. Die Pokale werden ja ohnehin erst am Saisonende übergeben. Ich hoffe in Mexiko auf ein reibungsloses Wochenende.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Obwohl es in Schweden nicht ganz nach Wunsch für uns verlaufen ist, bin ich mit der bisherigen Saison zufrieden. Nun geht es nach Mexiko. Diese Rallye ist ein großartiges Event und ich freue mich darauf, wieder auf Schotter zu fahren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gibt es einige neue Wertungsprüfungen. ‚Guanajuato‘ am Sonntag ist 80 Kilometer lang. Das wird eine große Herausforderung für uns und auch für den Polo R WRC. Um bei so einer langen Distanz die Konzentration hochzuhalten, ist es wichtig, auf den Energiehaushalt zu achten. Eine derart lange Wertungsprüfung bin ich bislang noch nicht gefahren, aber Anders und ich freuen uns darauf. Auch die Höhenluft in Mexiko ist etwas Spezielles. Wir reisen rechtzeitig an, somit haben wir lange genug Zeit, um uns darauf einzustellen.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Wir haben es in Mexiko mit vielen Extremen zu tun.Die Wertungsprüfungen sind die am höchsten gelegenen der Saison, die längste Prüfung des Jahres steht auf dem Programm und gleichermaßen die kürzeste in den Tunneln von Guanajuato. Wir kommen mit Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen als WM-Erste und -Zweite nach Mexiko – das ist alles andere als eine leichte Aufgabe, weil sie die Route eröffnen und einen Nachteil in Kauf nehmen müssen. Gleichzeitig hat Jari-Matti Latvala als Achter auf der Strecke eine gute Startposition. Einen Extrakick Motivation ziehen wir aus der Chance, den zwölften Sieg in Folge holen zu können und damit womöglich unseren eigenen Rekord einzustellen. Doch bei der ersten Schotter-Rallye des Jahres und angesichts der stark aufgestellten Konkurrenz wird es ein hartes Stück Arbeit. Aber die hat noch niemand in unserem Team gescheut. Wir freuen uns auf Mexiko.“


Donnerstag, 25.02.2016