Rallye Mexiko 2015.

 

Ogier in Mexiko unschlagbar, Mikkelsen erneut stark, Latvala im Pech.

 

Die Höhenluft liegt Sébastien Ogier einfach! Zum dritten Mal hintereinander konnte der Weltmeister vom Team Volkswagen Motorsport (Polo R WRC #1) die Rallye Mexiko gewinnen – und fuhr dabei zum dritten Mal in einer eigenen Liga. Fast anderthalb Minuten Vorsprung hatte der Franzose nach 21 Wertungsprüfungen vor Citroën-Pilot Mads Østberg, der sich wiederum hauchdünn vor seinem Landsmann Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) durchsetzen konnte.

 

Während Ogier neben seinem Mexiko-Hattrick auch den dritten Saisonsieg bei der dritten Rallye des Jahres 2015 feiern konnte, stand Teamkollege Mikkelsen zum dritten Mal als Drittplatzierter auf dem Podest. Weniger gut lief es bei Vizeweltmeister Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2: Nachdem der Finne bereits in Schweden nicht hatte punkten können, ging er auch in Mexiko leer aus. Nach einem folgenschweren Ausrutscher kam Latvala als 15. ins Ziel und konnte immerhin ein paar Punkte für die Hersteller-WM mitnehmen.

 

Die Rallye Mexiko war geprägt von zahlreichen Ausfällen auf der ersten Etappe: Gleich sieben WRC-Fahrer, darunter auch Latvala, konnten die Freitagsrunde nicht beenden und mussten daher am Samstag unter Rally2-Reglement vor Ogier starten – ein großer Vorteil für den Weltmeister, der damit nur am ersten Tag den „Straßenfeger“ für die Konkurrenz spielen musste.

 

Aber auch als erster Starter legte Ogier bereits auf der ersten Etappe vier Bestzeiten hin – am Ende gewann der Franzose sogar 9 der 21 Wertungsprüfungen. Darunter auch die Power Stage zum Abschluss des Events, was ihm drei Zusatzpunkte in der Fahrerwertung bescherte. Mikkelsen freute sich als Power-Stage-Zweiter über zwei Zusatzpunkte für die WM.

Sébastien Ogier: „Ich bin glücklich und stolz auf diesen Sieg, das ist einer der schönsten Erfolge meiner Karriere. Julien und ich hatten ein perfektes Wochenende, der Polo lief fantastisch und das Team hat einen großartigen Job gemacht. Wir haben im Cockpit von Beginn an gepusht wie verrückt, hatten am Freitag die cleverste Reifenwahl – und am Ende sind wir belohnt worden. Das Streckenprofil in Mexiko liegt mir, die Landschaft ist faszinierend und die Fans machen die Rallye jedes Mal zu einer tollen Fiesta.“

 

Jari-Matti Latvala: „Alles in allem lief das Wochenende natürlich nicht wie geplant. Ich hatte mir mehr von meiner Startposition erhofft und habe es auch nicht geschafft, einen Rhythmus aufzubauen. Ich habe versucht, Druck auf Ogier auszuüben und musste dafür ans Limit gehen. Nachdem ich mir die Aufhängung beschädigt hatte, war die Rallye gelaufen. Zum Glück habe ich jetzt Urlaub und Zeit, den enttäuschenden Saisonauftakt abzuhaken. Ich muss meinen Rhythmus finden und in Argentinien wieder angreifen.“

 

Andreas Mikkelsen: „Platz drei bei der Rallye Mexiko plus zwei Bonuspunkte in der Power Stage – das ist ein großartiges Resultat für uns. Wir haben hier nicht besonders viel Erfahrung auf den Wertungsprüfungen und haben deshalb stets ein sicheres Tempo angeschlagen. Unser Plan war, ohne Fehler durch jede Wertungsprüfung zu kommen. Den haben wir perfekt umgesetzt. Ich bin absolut zufrieden mit unserer Rallye. Und mit Platz zwei in der Meisterschaft sieht es jetzt auch nicht schlecht aus.“


Volkswagen Motorsport feiert mit Ogiers Sieg und Rang drei für Mikkelsen erneut ein überragendes Ergebnis. Die Rallye Mexiko. Das Video.


Rallye Mexiko 2015: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:19:13.4 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 4:20:32.2 +1:18.8  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 4:20:38.5 +1:25.1  
4 E. Evans / D. Barritt 4:22:53.6 +3:40.2  
5 D. Sordo / M. Martí 4:24:15.2 +5:01.8  
6 M. Prokop / J. Tománek 4:25:49.5 +6:36.1  
7 N. Al-Attiyah / M. Baumel (WRC 2) 4:34:06.1 +14:52.7  
8 T. Neuville / N. Gilsoul 4:41:56.7 +22:43.3  
9 N. Fuchs / F. Musano (WRC 2) 4:42:02.4 +22:49.0  
10 J. Ketomaa / K. Lindström (WRC 2) 4:42:23.6 +23:10.2  

Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Mexiko des Jahres 2015 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 08.03.2015


Volkswagen Motorsport feiert mit Ogiers Sieg und Rang drei für Mikkelsen erneut ein überragendes Ergebnis. Die Rallye Mexiko. Das Video.


Aktuelle Bilder (20)
Letztes Update: 22:01 Uhr (MEZ)


Stand nach 21 von 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:19:13.4 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 4:20:32.2 +1:18.8  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 4:20:38.5 +1:25.1  
4 E. Evans / D. Barritt 4:22:53.6 +3:40.2  
5 D. Sordo / M. Martí 4:24:15.2 +5:01.8  
6 M. Prokop / J. Tománek 4:25:49.5 +6:36.1  
7 N. Al-Attiyah / M. Baumel (WRC 2) 4:34:06.1 +14:52.7  
8 T. Neuville / N. Gilsoul 4:41:56.7 +22:43.3  
9 N. Fuchs / F. Musano (WRC 2) 4:42:02.4 +22:49.0  
10 J. Ketomaa / K. Lindström (WRC 2) 4:42:23.6 +23:10.2  

23:59 Uhr (MEZ)

Ogier: „Diese Straßen sind für mich gemacht.“


Der Weltmeister zieht Bilanz nach einem erstaunlichen Wochenende.

 

Sébastien Ogier hatte allen Grund zu strahlen. „Drei Siege hintereinander, 34 Punkte Vorsprung in der Weltmeisterschaft – das fühlt sich beinahe wie ein Traum an.“ Wobei der Erfolg in Mexiko ziemlich überraschend kam, aber auch das Ergebnis gründlicher Vorbereitung war. „Ich habe bei Testfahrten lange daran gearbeitet, eine perfekte Fahrwerksabstimmung für meine Rolle als Straßenfeger hier zu finden“, verriet Ogier nach der Champagnerdusche auf dem Siegerpodium.

 

Vor allem der Trick, am Freitagmorgen harte und weiche Reifen über Kreuz zu montieren, erwies sich als goldrichtig. „Ich habe das im Shakedown noch einmal ausprobiert und wusste, dass es funktioniert.“ Dass das Fahrverhalten des Polo R WRC #1 mit dieser Art der Mischbereifung trotz Vorteilen bei der Traktion ein gewisses Risiko darstellte, zeigte die unterschiedliche Wahl der Teamkollegen. „Das Fahrverhalten ist schon sehr heikel“, gab Ogier zu.

 

Ob diese Variante bei der bevorstehenden Rallye Argentinien noch einmal zum Zuge kommen wird, wagte der Weltmeister zu bezweifeln – beim nächsten WM-Lauf (23. bis 26. April) werden fast ausschließlich weiche Reifen gefahren. „Jetzt kommen noch fünf Schotter-Rallyes in Folge. Ich kann nicht jedes Mal so viel Glück haben. Außerdem liegen erst 3 von 13 WM-Läufen hinter uns. Ich glaube nicht, dass schon eine Vorentscheidung im Titelkampf gefallen ist.“ Oder wie es Beifahrer Julien Ingrassia ausdrückte: „Es liegen noch eine Menge Kurven vor uns. In jeder kann etwas schiefgehen. Wenn’s ganz dumm läuft, sogar bei 20 km/h.“

 

Nach drei Siegen in Serie ist es nicht verwunderlich, dass die Rallye Mexiko zu Ogiers Lieblingsveranstaltungen zählt. „Die Strecken hier sind wie für mich gemacht. Sie passen perfekt zu meinem Fahrstil.“ Beifahrer Ingrassia wies außerdem auf die besondere Bedeutung der Rallye Mexiko für die Karriere der beiden Franzosen hin. „Wir sind hier 2008 zum ersten Mal in der Junioren-Weltmeisterschaft gestartet.“ Schon damals standen Ogier/Ingrassia auf Anhieb ganz oben auf dem Podium.


21:40 Uhr (MEZ)

Rundum perfekt.

Für Sébastien Ogier war der Sieg in Mexiko eine der besten Leistungen seiner Karriere. Auch Andreas Mikkelsen landete weiter vorne als erwartet.

Dritter Sieg in Folge, ebenso zum dritten Mal der Schnellste auf der Power Stage – die Rallye Mexiko hätte für Sébastien Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia (Polo R WRC #1) nicht besser verlaufen können. „Diese Rallye von der Spitze her zu gewinnen, war für mich vom Start weg eine Extramotivation“, verriet Ogier bei der Rückkehr in den Servicepark in León. „Wir haben vom ersten Meter an voll attackiert und mit einer riskanten Reifenwahl am Freitag einen entscheidenden Vorteil erarbeitet. Insgesamt war das eine der besten Rallyes meiner Karriere.“ Der Sieg auf der Power Stage war für den Franzosen selbst keine allzu große Überraschung. „Ich liebe diese Prüfung. Sie hat einen tollen Rhythmus mit vielen schnellen Kurven.“


Für den amtierenden Weltmeister war der dritte Saisonsieg bereits ein kleiner Schritt in Richtung Titelverteidigung. „Jetzt kommen fünf weitere Schotter-Rallyes, wo die Startposition eine entscheidende Rolle spielen könnte. Von daher ist es perfekt, dass ich aus den ersten drei Rallyes die optimale Punktezahl mitnehmen kann.“


Strahlende Gesichter auch im Polo R WRC mit der Startnummer 9. „Wenn mir jemand vor dem Start gesagt hätte, ich werde hier Dritter und hole zwei Punkte in der Power Stage, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, freute sich Andreas Mikkelsen über ein besser als erwartet verlaufenes Wochenende. „Ich habe von den Top-Fahrern wahrscheinlich die geringste Mexiko-Erfahrung. Deshalb war für mich ohnehin das Wichtigste, ins Ziel zu kommen.“


Damit, das Duell um Rang zwei schließlich doch mit 6,3 Sekunden Rückstand auf Landsmann Mads Østberg (Citroën) verloren zu haben, konnte Mikkelsen gut leben. „Ich habe mir in der ersten Prüfung heute einen Dreher geleistet, sonst wäre es vielleicht noch enger geworden.“ Durch seinen dritten Platz ist Mikkelsen nun alleiniger Inhaber von Tabellenrang zwei. „Mehr kann ich wirklich nicht erwarten.“


Immer noch deutlich geknickt erreichte Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) das Ziel des dritten WM-Laufs 2015. „Ich habe immer noch nicht das 100-prozentige Gefühl für das neue Auto. Dadurch fehlt mir ein wenig das Selbstvertrauen, das man braucht, um jemanden wie Sébastien nicht nur auf einer Prüfung, sondern über eine ganze Rallye zu schlagen“, gab der Finne zu. Ansatzpunkte für Verbesserungen hat er bereits gefunden. „Ich muss meinen Umgang mit dem Bremspedal ändern.“ Bis zur Rallye Argentinien hat Latvala fast sieben Wochen Zeit, an sich zu arbeiten. „Als Erstes freue ich mich aber auf zwei Wochen Urlaub in Kalifornien.“


21:15 Uhr (MEZ)

Die Erfolgsgeschichte des Teams Volksagen Motorsport und des Polo R WRC geht immer weiter. Bei der Rallye Mexiko feierte das World Rally Car bereits seinen 25. Triumph – und das bei gerade einmal 29 absolvierten Rallyes seit dem Startschuss im Januar 2013. Das ergibt eine Siegesquote von unglaublichen 86 Prozent! Nach zehn Erfolgen im Premierenjahr 2013 folgten fantastische zwölf Triumphe im Jahr darauf. In dieser Saison liegt die Siegesquote aktuell sogar bei 100 Prozent: Alle drei bisher absolvierten Rallyes gewann Sébastien Ogier im Polo R WRC #1. Insgesamt gehen 20 Erfolge auf das Konto des Doppelweltmeisters, hinzu kommen fünf Siege seines Teamkollegen Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2.


21:00 Uhr (MEZ)

„Einer der schönsten Erfolge meiner Karriere.

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Einfach unglaublich! Ich bin so glücklich und stolz auf diesen Sieg in Mexiko, das ist einer der schönsten Erfolge meiner Karriere. Julien und ich hatten ein perfektes Wochenende, der Polo lief fantastisch und das Team hat einen großartigen Job gemacht. Wir haben im Cockpit von Beginn an gepusht wie verrückt, hatten am Freitag die cleverste Reifenwahl – und am Ende sind wir belohnt worden. Es ist mein dritter Sieg hier hintereinander, offenbar meint es die Rallye Mexiko gut mit mir. Und ich liebe es, hierher zu kommen. Das Streckenprofil liegt mir, die Landschaft ist faszinierend und die Fans machen die Rallye jedes Mal zu einer tollen Fiesta.“
 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Alles in allem lief das Wochenende natürlich nicht wie geplant. Ich hatte mir mehr von meiner Startposition erhofft und habe es auch nicht geschafft, einen Rhythmus über das Wochenende aufzubauen. Ich habe versucht, so gut es geht Druck auf Ogier auszuüben und musste dafür ans Limit gehen. Nachdem ich mir die Aufhängung beschädigt hatte, war die Rallye gelaufen. Zum Glück habe ich jetzt Urlaub und Zeit, den enttäuschenden Saisonauftakt abzuhaken. Ich muss meinen Rhythmus finden und dann in Argentinien wieder angreifen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Platz drei bei der Rallye Mexiko plus zwei Bonuspunkte in der Power Stage – das ist ein absolut großartiges Resultat für uns. Wir haben hier nicht besonders viel Erfahrung auf den Wertungsprüfungen und haben deshalb stets ein sicheres Tempo angeschlagen. Unser Plan war, ohne Fehler durch jede Wertungsprüfung zu kommen. Den haben wir perfekt umgesetzt. Ich bin absolut zufrieden mit unserer Rallye. Und mit Platz zwei in der Meisterschaft sieht es jetzt auch nicht schlecht aus.“
 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Die Rallye Mexiko drei Mal in Folge zu gewinnen, ist eine großartige Leistung. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben sich diesen Triumph mit einer herausragenden fahrerischen und navigatorischen Leistung mehr als verdient. Von der Reifenwahl bis zum perfekt kalkulierten Risiko – es war eine fehlerfreie Rallye der beiden. Aber nicht nur sie haben ihren Super-Saisonstart fortgeschrieben, auch Andreas Mikkelsen und Ola Fløene. Sie haben eine taktische Meisterleistung abgeliefert und einen starken Eindruck hinterlassen. Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben nach ihrem Ausrutscher gestern für das Team heute noch einmal das Beste herausgeholt und Punkte für die Hersteller-WM gesammelt. Alles in allem sind wir hochzufrieden mit dem Ausgang der Rallye Mexiko.“


Letztes Update 19:57 Uhr (MEZ)

Die letzten Kilometer in Mexiko.

 

WP 19: Marathon souverän gemeistert.

Es war die letzte große Hürde für die WRC-Piloten bei der Rallye Mexiko: Bei der 55,82 Kilometer langen Wertungsprüfung Guanajuatito wurden Mensch und Maschine mehr als 35 Minuten lang gefordert – nun sind es nur noch 20 Kilometer bis ins Ziel. Auf dem Marathon-Abschnitt ließ der Gesamtführende Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 nichts anbrennen und fuhr, ohne ein zu großes Risiko einzugehen, auf einen starken zweiten Platz. Spannend ist weiterhin der Kampf der Norweger hinter dem Franzosen: Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) kam als Dritter nur 3,5 Sekunden hinter WP-Sieger Mads Østberg ins Ziel – hofft mit nur 8,0 Sekunden Rückstand auf den Citroën-Piloten aber weiter auf Platz zwei im Gesamtklassement.

 

WP 20: Ogier im Sicherheitsmodus, Mikkelsen gibt nicht auf.

Diese beiden Fahrer liefern sich ein Duell auf Augenhöhe: Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) und Mads Østberg (Citroën) kämpften auch auf der vorletzten Wertungsprüfung der Rallye Mexiko um den zweiten Platz im Gesamtklassement. Am Ende der 11,59 Kilometer langen WP Derramadero trennten die beiden Norweger aber nur 0,6 Sekunden. Damit bleibt Mikkelsen vor den letzten 8,25 Kilometern knapp hinter seinem Landsmann auf Rang drei. Unbeeindruckt von diesem Duell fährt Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 seinem dritten Sieg in Mexiko und in dieser Saison entgegen.

 

WP 21: Seb und Julien siegen in Mexiko!
Caramba, der dritte Streich des Weltmeister-Duos! Sébastien Ogier und Co-Pilot Julien Ingrassia sind die strahlenden Sieger der Rallye Mexiko. Ein doppelter Hattrick, denn für die beiden Franzosen ist es nicht nur der dritte Sieg in Serie in dieser Saison, sondern auch bereits der dritte Mexiko-Triumph im Polo R WRC. Als i-Tüpfelchen kann sich Volkswagen Motorsport auf eine doppelte Fiesta Mexicana freuen: Andreas Mikkelsen und Ola Fløene stehen als Gesamtdritte ebenfalls auf dem Podium.
Und als ob das nicht schon genug Grund zur Freude wäre, gab es in der finalen Power Stage „El Brinco“ auch noch insgesamt fünf Extrapunkte für die Volkswagen Fahrer: Seb und Julien trumpften mit einer souveränen Bestzeit noch einmal auf und nehmen drei Zusatzzähler mit, Andreas und Ola schafften die zweitschnellste WP-Zeit und kassieren dafür zwei Punkte. Glückwunsch, Señores!

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


13:00 Uhr (MEZ)

Living in Boxes.

Bei den Übersee-Rallyes besteht die Servicepark-Struktur hauptsächlich aus Containern.

Die Anreise zur Rallye Mexiko dauerte lange. Besonders für die rund 90 Tonnen Equipment, die per Schiff nach Mittelamerika reisten. Bereits am 3. Februar hatten die acht 40-Fuß-Container, die das Rückgrat der Servicepark-Struktur von Volkswagen Motorsport bilden, Bremerhaven verlassen. Vom Seehafen Veracruz am Golf von Mexiko aus ging die Reise auf dem Lkw weiter bis nach León.


Für Logistikmanager Lutz Meyer ist die gesamte Prozedur mittlerweile Routine. Doch neue Herausforderungen treten trotzdem jedes Jahr auf. „Dieses Mal war es der um eine Woche nach hinten verschobene Termin der Rallye Schweden“, erzählt Meyer. „Dadurch wurde es für den Teil der Ausrüstung sehr knapp, der per Luftfracht nach Mexiko transportiert wurde.“ Vorschriften wie der 24-stündige Zollverschluss machten das Timing nicht einfacher. „Aber auch das hat punktgenau geklappt.“


In den acht Containern wird jeder Kubikzentimeter genutzt. Einer der über zwölf Meter langen Stahlkästen ist als Küche ausgebaut, ein zweiter beherbergt das Büro für Teamleitung und Ingenieure. Die restlichen mit Planen in den neuen Teamfarben eingekleideten Container dienen als Materiallager. Auch vier als Trainingsautos genutzte Golf R finden im Innern der Seecontainer Platz.


„Wir haben im Vergleich zu 2014 eine Menge Detailverbesserungen vorgenommen“, berichtet Meyer. Dazu gehört auch die Anschaffung eines neuen Stromaggregats. „Damit sind wir nicht nur unabhängig von lokalen Anbietern, sondern können unsere gesamte Energieversorgung außerdem nach europäischen Sicherheitsstandards aufbauen.“


Mexiko ist nur die erste Station auf der 2015er Welttournee des sogenannten „Übersee-Setups“ von Volkswagen Motorsport. Nächster Stopp ist die Rallye Argentinien (23. bis 26. April), von dort geht es direkt nach Australien. Erst Mitte November erwartet Meyer die Ausrüstung zurück in Deutschland.


Die drei Polo R WRC für die Piloten Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen erreichten Mexiko rund eine Woche vor der Rallye als Teil von insgesamt knapp 20 Tonnen Luftfracht. Volkswagen Motorsport verwendet dazu maßgeschneiderte Luftfracht-Container. „Die werden in Hannover verschlossen und komplett vom Zoll abgefertigt“, erklärt Meyer. Erst am Zielort wird ausgepackt. Dadurch soll verhindert werden, dass die wertvolle Fracht zwischendurch beim Umladen beschädigt wird.


Aus demselben Grund ist Meyer froh, dass die Rallye Argentinien um eine Woche verschoben wurde. „Mit dem ursprünglichen Termin hätte die Verschiffung über den Atlantik von Veracruz nach Buenos Aires nicht funktioniert. Wir hätten die Seefracht über den Pazifik nach Santiago de Chile schicken müssen.“ Von dort aus wäre es per Lkw über die Anden nach Argentinien gegangen. „Das ist eine extrem holprige Tour“, sagt Logistikmanager Lutz Meyer, „die man empfindlicher Fracht besser nicht zumuten sollte.“


12:00 Uhr (MEZ)

Sonntag: die Wertungsprüfungen der dritten Etappe.


Weltmeisterlicher Höhenflug, Drama auf drei Rädern und ein faszinierender Kampf um Platz zwei. Die zweite Etappe. Das Video.


Aktuelle Bilder (13)
Letztes Update: 05:10 Uhr (MEZ)


03:10 Uhr (MEZ)

Weiterhin kontrollierte Attacke.

Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen verfolgen für die letzte Etappe dieselbe Strategie.

Über eine Minute Vorsprung ist für Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) noch lange kein Grund, schon mal die Sporen für die als Siegprämie ausgeschriebenen Cowboystiefel klar zu machen. „Am Sonntag steht noch die längste Prüfung der gesamten Rallye auf dem Programm. Es ist noch lange nicht vorbei“, sagte der Franzose in der Wartepause vor der Einfahrt in den Service am Ende der zweiten Etappe.


Wobei für Ogier bei der knapp 56 Kilometer langen WP Guanajuatito noch nicht einmal die körperliche Belastung die größte Herausforderung darstellt. „Solange am Auto alles funktioniert – Servolenkung, Belüftung und so weiter –, ist das gar nicht so hart. Schwieriger ist es, bei über einer halben Stunden Fahrtzeit nicht die Konzentration zu verlieren.“ Schon gar nicht dürfe der vermeintlich sichere Vorsprung genau dazu verleiten. „Mir ist es eigentlich lieber, wenn ich voll attackieren muss. Dann passt auch der Rhythmus besser. Aber das Gute ist, dass ich nicht mehr volles Risiko zum Beispiel beim Kurvenschneiden eingehen muss.“


Eine ähnliche Strategie verfolgt Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). „Für mich ist das Wichtigste, die Rallye zu Ende zu fahren, um Erfahrungen zu sammeln. Zum Beispiel kenne ich große Teile der langen WP Guanajuatito noch nicht. Mein Ziel ist es, die Rallye Mexiko 2016 zu gewinnen. Ich fahre deswegen weiter mein eigenes Tempo und lasse mich nicht in ein Duell mit Mads Østberg ziehen.“ Am Ende der zweiten Etappe liegt Mikkelsen nur 4,5 Sekunden hinter seinem Landsmann im Citroën. „In diesem Falle ist es gut, dass wir inzwischen keine Zwischenzeiten mehr ins Auto gesendet bekommen“, sagte Mikkelsen. „Die würden mich nur ablenken.“


Jari-Matti Latvala bereitete sich derweil auf den Neustart am Sonntag vor. Der Finne ließ es sich nicht nehmen, seinen inzwischen reparierten Polo R WRC persönlich für die Nacht in den Parc fermé zu fahren – eine Aufgabe, die normalerweise von einem Mechaniker übernommen wird. Für sechs verpasste Prüfungen erhielt Latvala insgesamt 42 Strafminuten und wird am Ende der zweiten Etappe auf Gesamtrang 17 geführt.


Und dann ist da natürlich noch die Power Stage, die Wertungsprüfung „El Brinco“ ganz zum Schluss. „Auf die konzentriere ich mich“, kündigte Sébastien Ogier an. „Die drei Extrapunkte für die Bestzeit hole ich mir.“


Stand nach 18 von 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:33:27.4 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 3:34:42.6 +1:15.2  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:34:47.1 +1:19.7  
4 E. Evans / D. Barritt 3:35:56.0 +2:28.6  
5 D. Sordo / M. Martí 3:37:38.0 +4:10.6  
6 M. Prokop / J. Tománek 3:38:07.0 +4:39.6  
7 N. Al-Attiyah / M. Baumel (WRC 2) 3:44:11.3 +10:43.9  
8 N. Fuchs / F. Musano (WRC 2) 3:52:01.9 +18:34.5  
9 J. Ketomaa / K. Lindström (WRC 2) 3:53:06.9 +19:39.5  
10 A. Al-Kuwari / M. Clarke (WRC 2) 3:53:16.5 +19:49.1  

Letztes Update 01:45 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.

 

WP 16: Drei Mann hart am Gas.
Was für eine tolle Vorstellung der Spitzenreiter. Die Podiumskandidaten trennten auf der knapp 43 Kilometer langen WP „Otates 2“ nur 1,7 Sekunden. Sébastien Ogier hat nach wie vor alles im Griff, mit der drittschnellsten Zeit war der Franzose völlig zufrieden. Teamkollege Mikkelsen fuhr mit dem Messer zwischen den Zähnen und schaffte eine um 0,6 Sekunden schnellere Zeit – musste sich am Ende dann aber knapp Mads Østberg (Citroën) geschlagen geben, der seinen zweiten Platz im Gesamtklassement mit harten Bandagen verteidigt.

 

WP 17: Kampf um Platz zwei setzt sich fort.
Diese beiden schenken sich nichts: Im zweiten Durchgang der WP „El Brinco“ konnte Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen mit einer schnelleren Zeit als Østberg wieder ein Stückchen von dessen Vorsprung abknabbern – allerdings waren es nur 0,3 Sekunden. Der Abstand beträgt nun 5,7 Sekunden. Weltmeister Sébastien Ogier gelang auf der WP eine weitere Bestzeit: „Eine perfekte Rallye für uns bis jetzt. Jetzt gilt es vor allem, keinen Fehler zu machen.“

 

WP 18: Just a perfect day …
… zumindest für Weltmeister Sébastien Ogier, für den heute alles wie am Schnürchen lief. Nach der Super Special Stage konnte der Volkswagen Pilot den Rallye-Samstag in Mexiko mit einem komfortablen Vorsprung von 1:15.2 Minuten abschließen. Teamkollege Andreas Mikkelsen zeigte mit seiner Bestzeit erneut, dass er nichts unversucht lassen wird, um sich Rang zwei zu schnappen. Sein Abstand auf Citroën-Fahrer Mads Østberg beträgt jetzt noch viereinhalb Sekunden – eine doppelte Fiesta Mexicana für Volkswagen wäre also auf jeden Fall drin.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.

Samstag, 07.03.2015


Letztes Update 23:03 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.


WP 15: Seb weiter souverän – Andreas erhöht Druck auf Østberg.
Auch nach der Mittagspause in Mexico macht Sébastien Ogier da weiter, wo er vor dem Service aufgehört hat – mit Top-Leistungen hinter dem Lenkrad. Der Franzose im Polo R WRC kontrolliert das Geschehen, konnte seine Führung vor Mads Østberg (Citroën) im zweiten Durchgang der WP „Ibarilla“ um weitere 5,6 Sekunden auf nun 1:13.9 Minuten ausbauen. Eine starke Leistung zeigte auch Andreas Mikkelsen, dessen WP-Zeit nur 0,8 Sekunden länger als die von Ogier war. Der Norweger erhöht den Druck auf den Gesamtzweiten Østberg. Nur noch 4,9 Sekunden liegen jetzt zwischen den beiden Kontrahenten. Ob der Youngster den Citroën-Mann auf der nun folgenden, knapp 43 Kilometer langen WP „Otates 2“ kassieren kann?

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


22:10 Uhr (MEZ)

Das war mal knapp! Auf der WP 14, der Street Stage León 2, lagen gleich sechs WRC-Piloten im Ziel nur einen Wimpernschlag auseinander. Mit dabei waren auch die Volkswagen Piloten Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Andreas Mikkelsen (#9). Der Weltmeister aus Frankreich abolvierte den 1,37 Kilometer kurzen Asphalt-Abschnitt in 1:12.0 Minuten als Zweitschnellster. Dani Sordo (Hyundai) und Martin Prokop (Ford) benötigten exakt die gleiche Zeit wie der Weltmeister.

 

Ein zweites Trio absolvierte die WP 14 in 1:12.1 Minuten, also nur eine Zehntelsekunde langsamer. Andreas Mikkelsen, Mads Østberg (Citroën) und Thierry Neuville (Hyundai) gelang dieses Kunststück. Dass sich sechs Fahrer auf einer Wertungsprüfung innerhalb einer Zehntelsekunde bewegen, ist höchst selten in der WRC. Übrigens: Der Sieg auf der Street Stage León 2 ging an den Polen Robert Kubica (Ford). Mit 1:11.8 Minuten war er zwei bzw. drei Zehntelsekunden schneller als seine sechs Verfolger.


21:40 Uhr (MEZ)

Entspannung, Frust und Angriffslust.

Die drei Volkswagen Piloten durchleben bei der Rallye Mexiko höchst unterschiedliche Gefühlswelten.

Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) ist auf Kurs zu seinem dritten Mexiko-Sieg in Serie. Nach dem Ausfall von Teamkollege Jari-Matti Latvala hat der Franzose schon mehr als eine Minute Vorsprung vor dem nächsten Verfolger, Mads Østberg im Citroën. „Das Duell mit Jari-Matti war sehr intensiv. Meine Strategie war, mich von ihm nicht überholen zu lassen. Deswegen habe ich auf den ersten Prüfungen am Morgen wieder voll attackiert“, sagte Ogier. „Natürlich ist der Druck jetzt deutlich geringer und ich muss meine Strategie überdenken. Aber wie man gesehen hat, kann auf den harten Prüfungen hier ein kleiner Fehler schnell große Folgen haben. Einfach wird es bestimmt nicht.“

 

Latvala war nach dem vorzeitigen Ende am Boden zerstört. „Über meine WM-Chancen will ich jetzt lieber nicht nachdenken“, sagte der Finne, der nach einem Fahrfehler auf der WP 12 seinen Polo R WRC #2 abstellen musste. „Ich bin in einer schnellen Kurve einem Schlagloch ausgewichen und dabei von der Linie abgekommen. In der nächsten Kurve ist mein Auto mit dem Heck an einer Böschung angeschlagen. Dabei wurde die Aufhängung verbogen, aber das Rad blieb zunächst noch dran.“ Latvala versuchte, sich ins Ziel zu retten. „Wir haben einige Teile der Radaufhängung als Ersatzteil dabei. Ich hatte gehofft, nach dem Ziel eine Reparatur durchführen zu können.“ Doch das linke Hinterrad riss ab – damit war eine Notreparatur mit Bordmitteln nicht mehr möglich.

 

Deutlich bessere Laune hatte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). „Dafür, dass ich einige Prüfungen zum ersten Mal im Renntempo gefahren bin, war ich nicht allzu weit von der Spitze entfernt“, freute sich der Norweger, der aktuell Dritter ist. „Ich denke, dass ich noch etwas zulegen kann. Da waren eine Menge Kurven, bei denen ich noch lange nicht am Limit war.“

 

Mikkelsen ist in ein spannendes Duell mit seinem Landsmann Østberg verwickelt. Ganze 9,7 Sekunden beträgt sein Rückstand nach zwei Dritteln der Rallye. „Ob ich ihn einholen kann? Da bin ich mir nicht sicher, Mads kennt diese Rallye viel besser als ich. Ich werde auf jeden Fall versuchen, ihn weiter unter Druck zu setzen.“


Stand nach 14 von 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:38:36.9 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 2:39:45.2 +1:08.3  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 2:39:54.9 +1:18.0  
4 E. Evans / D. Barritt 2:40:29.4 +1:52.5  
5 D. Sordo / M. Martí 2:40:48.6 +2:11.7  
6 M. Prokop / J. Tománek 2:41:44.8 +3:07.9  
7 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC 2) 2:46:09.4 +7:32.5  
8 N. Al-Attiyah / M. Baumel (WRC 2) 2:46:46.9 +8:10.0  
9 J. Ketomaa / K. Lindström (WRC 2) 2:51:15.6 +12:38.7  
10 N. Fuchs / F. Musano (WRC 2) 2:52:24.3 +13:47.4  

Letztes Update 20:45 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.

 

WP 11: Traumstart für Ogier und Latvala auf der zweiten Etappe.

Welch ein Auftakt zur zweiten Etappe für Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Vizeweltmeister Jari-Matti Latvala (#2). Auf der elften Wertungsprüfung, der 30,27 Kilometer langen Ibarrilla 1, fuhren die beiden Volkswagen Piloten in einer eigenen Liga: Der Gesamtführende Ogier gewann seine fünfte WP bei der Rallye Mexiko 2015 mit einer Zeit von 17:41.4 Minuten vor Verfolger Latvala, der mit nur 0,2 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz landete. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) wurde auf der WP 11 Sechster, bleibt im Gesamtklassement aber hinter Mads Østberg (Citroën) auf Rang vier.

 

WP 12: Das Aus für Latvala, Ogier ist nicht zu stoppen.

Unterschiedlicher hätte die Wertungsprüfung Otates 1 für die Teamkollegen Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (#2) nicht laufen können. Während der Weltmeister auf dem 42,90 Kilometer langen Teilabschnitt erneut eine Fabelzeit hinlegte und seinen dritten WP-Erfolg in Serie feiern konnte, zerschlug sich Latvalas Traum vom Mexiko-Sieg: In etwa auf der Hälfte der Strecke rutschte der Finne von der Strecke, demolierte die Radaufhängung und verlor das linke Hinterrad. Mit mehr als sechs Minuten Rückstand schleppte sich der Volkswagen Pilot ins Ziel. Dadurch ist Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) nun neuer Dritter im Gesamtklassement – hinter Mads Østberg (Citroën).

 

WP 13: Ogier weiter souverän, Mikkelsen macht Druck.

Der Weltmeister bleibt weiter cool: Auf der 8,25 Kilometer langen Wertungsprüfung El Brinco 1 ließ sich Volkswagen Pilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) trotz des Aus’ seines ärgsten Verfolgers Jari-Matti Latvala (#2) nicht vom Vollgas-Modus abhalten. Mit 4:42.5 Minuten legte der Mexiko-Führende bei 0,6 Sekunden Rückstand auf WP-Sieger Dani Sordo (Hyundai) die zweitbeste Zeit hin. Teamkollege Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) wurde nur 0,7 Sekunden hinter Ogier Dritter und lauert in der Gesamtwertung jetzt nur noch 9,7 Sekunden hinter dem Zweitplatzierten Mads Østberg (Citroën) auf Rang drei.

 

WP 14: Ogier hat auch auf Asphalt alles im Griff.

Zum Abschluss der ersten Schleife der zweiten Etappe ging es zum zweiten Mal auf die Straßen Leóns. Den Sieg auf der 1,37 Kilometer kurzen Asphalt-WP schnappte sich Robert Kubica (Ford), Volkswagen Pilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) wurde mit zwei Zehntelsekunden Rückstand zeitgleich mit Dani Sordo (Hyundai) und Martin Prokop (Ford) Zweiter. Teamkollege Andreas Mikkelsen (#9), Mads Østberg (Citroën) und Thierry Neuville (Hyundai) teilten sich nur eine Zehntel dahinter den dritten Platz. In der Gesamtwertung führt Weltmeister Ogier mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Østberg, Mikkelsen lauert 9,7 Sekunden hinter seinem norwegischen Landsmann auf dem dritten Platz.

 

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13:00 Uhr (MEZ)

Fahrerpunkte ja, Teamwertung nein.


Warum Andreas Mikkelsen in Mexiko zum zweiten Mal keine WM-Zähler für sein Team sammeln kann.

 

Wie schon bei der Rallye Monte Carlo kämpft Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) auch in Mexiko zwar um Meisterschaftspunkte in der Fahrerwertung, nicht aber um Zähler in der Team-WM. Der Norweger – genau genommen das Team Volkswagen Motorsport II – ist in der Saison 2015 nur für 11 von 13 WM-Läufen nominiert. Hintergrund ist der Plan, Mikkelsen ab der Rallye Portugal ebenfalls mit einem 2015er Polo R WRC starten zu lassen. Dies wäre ein logistischer Albtraum, wenn er die Regeln beachten müsste, um bei allen WM-Rallyes punkten zu dürfen.

 

Dazu ein kleiner Ausflug ins Reglement. Alle offiziell eingeschriebenen Teams müssen vor der Saison angeben, bei welchen WM-Läufen sie bestimmte Fahrzeugkomponenten (Differenziale, Getriebe, Hilfsrahmen, Lenkung) mehrfach verwenden. Teams, die bei allen 13 WM-Rallyes punkten wollen, müssen dabei folgende Koppelungen – offizieller Begriff „linked rallies“ – beachten: eine Vierer- und eine Dreierkombination sowie zweimal ein Doppelpack.

 

Logischerweise werden Rallyes miteinander gekoppelt, deren Charakter ähnlich ist. Zum Beispiel die beiden Asphalt-Läufe in Deutschland und Frankreich. Als „Freispiele“ – alle Koppelungen zusammen betreffen nur elf Rallyes -  wählen die Teams für gewöhnlich die beiden besonders speziellen WM-Läufe Monte Carlo (Asphalt, Schnee, Eis) und Spanien (Schotter, Asphalt).   
Andreas Mikkelsen bricht aus diesem Schema aus, weil er mitten in der Saison vom 2014er auf den 2015 Polo R WRC wechseln will, also ein komplett neues Auto erhält. Er muss dadurch nur vier Mal je zwei Rallyes miteinander koppeln und hat drei „Freispiele“.

 

Die Kehrseite der Medaille: Weil Mikkelsen nur bei elf WM-Läufen für Teampunkte nominiert ist, darf er in der Saison 2015 nur elf Tage testen. Die erste Mannschaft von Volkswagen Motorsport darf für die beiden Fahrer Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) insgesamt 42 Testtage ansetzen.


12:00 Uhr (MEZ)

Samstag: die Wertungsprüfungen der zweiten Etappe.


Am Tag der Ausfälle beeindrucken die Volkswagen Piloten mit starken Leistungen. Die erste Etappe. Das Video.


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Letztes Update: 00:02 Uhr (MEZ)


03:00 Uhr (MEZ)

Führung durch Glanzleistung.

 

Sébastien Ogier bewies am Nachmittag wieder einmal, warum er Weltmeister ist.

 

Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) hatte allen Grund, zufrieden zu sein. „Der Tag heute war einer meiner besten, seitdem ich in der Weltmeisterschaft fahre“, freute sich der Franzose am Ende der Freitagsetappe, während der er jeweils als Erster auf die Strecke musste und mit entsprechend staubiger Fahrbahn zu kämpfen hatte. „Unter wirklich schwierigen Bedingungen habe ich mit vollem Risiko attackiert, aber nicht einen Fehler gemacht. Besonders freut mich natürlich, dass ich mit der Reifenwahl heute Morgen einen Joker gesetzt habe, der zu 100 Prozent funktioniert hat. Klar war das ein Risiko. Aber ich hatte die Variante im Shakedown ausprobiert und wusste, dass sie funktioniert.“

 

Der Weltmeister führte am Ende der ersten Etappe 13,5 Sekunden vor Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2). „Das ist deutlich besser, als ich erwartet hatte. Ich habe eigentlich damit gerechnet, zu diesem Zeitpunkt 30 bis 40 Sekunden hinter Jari-Matti zu liegen“, sagte Ogier.

 

Im Vergleich zum Vormittag hatte sich Latvalas Stimmung deutlich verbessert: „Der Nachmittag ist viel besser gelaufen“, sagte der Finne, der von unerwarteter Seite mentale Unterstützung erhielt. „Außer meinem Renningenieur Fabrice van Ertvelde hat mich in der Mittagspause auch Sébastiens Frau Andrea moralisch aufgebaut.“ Trotz zweier WP-Bestzeiten konnte er sich im Verlauf des Nachmittags allerdings nur um magere 2,3 Sekunden dichter an Spitzenreiter Ogier heranarbeiten. „Ich befürchte, dass ich schon etwas zu viel Zeit auf Séb verloren habe, um ihn noch ernsthaft zu gefährden.“

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) kämpfte mit seinem norwegischen Landsmann Mads Østberg (Citroën) um den letzten Platz auf dem Podium, hatte am Ende der ersten Etappe allerdings einen Rückstand von 15,7 Sekunden. „Für mich war das Wichtigste, alle Wertungsprüfungen ohne Probleme zu bewältigen, um die Strecken hier in Mexiko besser kennenzulernen.“

 

 

Auf der zweiten Etappe wird Ogier nicht mehr den Straßenfeger für die Konkurrenz spielen müssen. Gemäß Reglement starten all diejenigen Teilnehmer vor ihm, die nach einem Ausfall unter Rally2-Bedingungen weiterfahren. Allein unter den Piloten von World Rally Cars hoffen sechs auf diese Chance.


Stand nach 10 von 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1:45:03.0 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 1:45:16.5 +13.5  
3 M. Østberg / J. Andersson 1:45:32.5 +29.5  
4 A. Mikkelsen / O. Fløene 1:45:48.2 +45.2  
5 E. Evans / D. Barritt 1:46:06.9 +1:03.9  
6 D. Sordo / M. Martí 1:46:43.5 +1:40.5  
7 M. Prokop / J. Tománek 1:47:06.5 +2:03.5  
8 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC 2) 1:50:00.7 +4:57.7  
9 N. Al-Attiyah / M. Baumel (WRC 2) 1:50:18.2 +5:15.2  
10 N. Fuchs / F. Musano (WRC 2) 1:53:01.7 +7:58.7  

Letztes Update 01:50 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.


WP 9: Latvala erhöht den Druck auf Ogier.

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) hat nur knapp seinen dritten WP-Sieg hintereinander verpasst. Der Norweger Mads Østberg (Citroën) gewann die neunte Wertungsprüfung (Las Minas 2) mit 3,4 Sekunden Vorsprung vor dem Finnen. Teamkollege Sébastien Ogier (#1) wurde auf der 15,54 Kilometer langen Strecke Dritter, Andreas Mikkelsen (#9) sicherte sich Rang sechs. In der Gesamtwertung bleibt alles beim Alten: Ogier führt vor Latvala, Østberg und Mikkelsen. „Jari macht richtig Druck, es liegt noch ein langer Weg vor uns“, sagte Ogier, der nur noch 10,9 Sekunden vor seinem Teamkollegen liegt.

 

WP 10: Ogier antwortet auf Latvalas Attacken.

Gelungener Abschluss der ersten Etappe für Sébastien Ogier (Polo R WRC #1): Der Spitzenreiter setzte sich auf der zehnten Wertungsprüfung mit seinem vierten WP-Sieg bei der Rallye in Mexiko wieder von seinen Verfolgern ab. Dani Sordo (Hyundai) schaffte es auf der 4,6 Kilometer langen Super Special 2 auf den zweiten Platz, gefolgt von Martin Prokop (Ford). Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) sicherte sich Rang vier vor seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala (#2). Ogiers Vorsprung vor dem Finnen beträgt in der Gesamtwertung 13,5 Sekunden. Mikkelsen liegt 15,7 Sekunden hinter Mads Østberg (Citroën) auf dem vierten Platz.

 

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Freitag, 06.03.2015


23:45 Uhr (MEZ)

Nachdem Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) auf den ersten Teilabschnitten noch ein wenig unzufrieden war, konnte der Finne auf der Wertungsprüfung Los Mexicanos 2 seinen ersten WP-Sieg bei der Rallye Mexiko 2015 feiern. Es war der vierte Erfolg des Vizeweltmeisters in dieser Saison – und der 20. für Volkswagen Motorsport.

 

Beim Saisonstart in Monte Carlo konnte Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) die einzigen zwei WP-Siege für das Team feiern, in Schweden kamen insgesamt 14 hinzu: Neunmal gewann Ogier, dreimal Latvala und zweimal Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Nach den ersten sieben Wertungsprüfungen in Mexiko, von denen Ogier drei und Latvala eine für sich entscheiden konnte, steht Volkswagen Motorsport bei 20 WP-Siegen.

 

Insgesamt waren bis zu diesem Zeitpunkt 42 Wertungsprüfungen in der Saison 2015 absolviert worden. Das ergibt eine Siegquote von 48 Prozent für Volkswagen Motorsport. Im Schnitt gewinnt der Polo R WRC also fast jede zweite WP – so kann es gerne weitergehen.


Letztes Update 23:30 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.

 

WP 7: Dreifacherfolg für Volkswagen – Latvala holt ersten Sieg.

Die siebte Wertungsprüfung (Los Mexicanos 2) lief ganz nach dem Geschmack der Volkswagen Piloten: Auf der 9,91 Kilometer langen Strecke sicherte sich Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) den ersten Teilerfolg bei der Rallye Mexiko. Gute Runde, ich bin zufrieden, sagte der Finne. Spitzenreiter Sébastien Ogier (#1) holte sich mit 1,6 Sekunden Abstand den zweiten Platz vor seinem Teamkollegen Andreas Mikkelsen (#9), der sich den dritten Platz mit dem Spanier Dani Sordo (Hyundai) teilte. In der Gesamtwertung hat Latvala den Rückstand auf den Zweitplatzierten Thierry Neuville verkürzt, Ogier führt mit elf Sekunden Vorsprung weiter das Feld an, Mikkelsen belegt Rang fünf.

 

WP 8: Die Volkswagen Piloten geben weiter den Ton an.

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) kommt immer besser in Fahrt. Der Finne gewann auch die achte Wertungsprüfung (El Chocolate 2) vor seinen Teamkollegen Sébastien Ogier (#1) und Andreas Mikkelsen (#9). Das Volkswagen Trio profitierte auch vom Ausfall Thierry Neuvilles (Hyundai). In der Gesamtwertung rückt Latvala auf Position zwei hinter Ogier vor, Mikkelsen ist nun Vierter. Ich hatte deutlich mehr Grip als noch am Morgen, sagte Ogier, der rund 25 Sekunden schneller unterwegs war als bei der Wertungsprüfung El Chocolate 1.

 

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20:23 Uhr (MEZ)

Full House im Reifenpoker.

Sébastien Ogier stach die Konkurrenz schon bei der Ausfahrt aus dem Servicepark aus.

Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Thierry Neuville (Hyundai) pokerten hoch. Sie gingen mit zwei weichen und zwei harten Reifen – plus einem Ersatzreifen in harter Mischung – in die Vormittagsrunde, während beispielsweise Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) vier harte und nur einen weichen Reifen mitnahm. Das Risiko lohnte sich. Nach sechs Wertungsprüfungen führt Ogier mit 8,9 Sekunden vor Neuville, Latvala liegt auf Rang drei und bereits 15 Sekunden zurück.


„Die Reifenwahl war mein Gegenmittel gegen den Nachteil, als Erster auf die Strecke zu müssen“, sagte Ogier bei der Einfahrt in den Mittagsservice. „Das hat super funktioniert, auch wenn wir ein bisschen Glück mit dem Wetter hatten.“


Während nämlich über dem Servicepark in León schon die Sonne schien, war der Himmel über den Bergen – und damit über den Wertungsprüfungen – wolkenverhangen. „So kalt habe ich es in Mexiko noch nie erlebt, es war sogar neblig“, erzählte Jari-Matti Latvala, der mit dem Verlauf des Vormittags alles andere als zufrieden war. „Meine Reifenwahl war falsch“, gab der Finne zu. Seinen einzigen weichen Reifen hatte er auf der Vorderachse montiert. „Mit zwei harten Reifen auf der Hinterachse hat mein Auto stark übersteuert. Dadurch habe ich kein richtiges Vertrauen gefunden.“


Ogier, Neuville und auch Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) griffen dagegen auf das sogenannte Crossover-Schema zurück: auf der Vorderachse einen weichen und einen harten Reifen, auf der Hinterachse ebenso, aber auf gegenüberliegenden Seiten. „Nur auf der langen Prüfung El Chocolate habe ich vier harte Reifen aufgezogen“, berichtete Mikkelsen, der als einziger der Volkswagen Piloten mit zwei Ersatzrädern am Morgen den Service verlassen hatte.


Reifenwahl optimal, Streckenkenntnisse noch nicht ganz. „Mir fehlt im Vergleich zu Séb und Jari-Matti noch einiges an Mexiko-Erfahrung. Deswegen habe ich nicht mit vollem Risiko attackiert“, sagte Mikkelsen, der mit 33 Sekunden Rückstand nach der Vormittagsschleife Sechster ist.


Den Volkswagen Piloten und ihren Konkurrenten in den anderen Werksteams stehen für die gesamte Rallye Mexiko insgesamt nur 40 Reifen zur Verfügung, davon 24 mit harter Gummimischung – am Nachmittag bei inzwischen deutlich gestiegenen Temperaturen voraussichtlich die einhellige Wahl.


Stand nach 6 von 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 53:55.5 0.0  
2 T. Neuville / N. Gilsoul 54:05.1 +9.6  
3 J. Latvala / M. Anttila 54:11.3 +15.8  
4 M. Østberg / J. Andersson 54:19.9 +24.4  
5 A. Mikkelsen / O. Fløene 54:29.5 +34.0  
6 E. Evans / D. Barritt 54:29.6 +34.1  
7 D. Sordo / M. Martí 55:02.1 +1:06.6  
8 M. Prokop / J. Tománek 55:03.0 +1:07.5  
9 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC 2) 56:04.2 +2:08.7  
10 B. Guerra / B. Rozada 56:09.7 +2:14.2  

Letztes Update 19:55 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.

 

WP 3: Seb verteidigt knappe Führung.
Eine packende Staub-Schlacht bahnt sich an: Die dritte Wertungsprüfung (Los Mexicanos), die in Mexiko den Auftakt in den Rallye-Freitag bildet, war eine recht enge Kiste. Spitzenreiter Sébastien Ogier erwischte auf dem knapp zehn Kilometer langen Teilstück die drittschnellste Zeit und konnte seine Gesamtführung knapp verteidigen. Mit zwei Zehntelsekunden Rückstand ist Thierry Neuville (Hyundai) dem Volkswagen Mann aber dicht auf den Fersen. Die Bestzeit gelang dem Briten Kris Meeke (Citroën). Ogiers Teamkollegen Andreas Mikkelsen und Jari-Matti Latvala liegen auf den Gesamträngen vier bzw. fünf.

 

WP 4: Zauber-Zeit von Ogier – Vorsprung deutlich ausgebaut.
Wow, was für eine starke Leistung des Weltmeisters! Auf dem mit 44 Kilometern zweitlängsten Abschnitt der Rallye Mexiko (El Chocolate) war der Franzose nicht zu schlagen. Verfolger Thierry Neuville konnte die Pace nicht mitgehen und fiel über 13 Sekunden zurück. Auch Mads Østberg, der hier die zweitschnellste Zeit fuhr, war fast neun Sekunden langsamer. Während es für Seb bestens läuft, hadert Teamkollege Latvala mit den Bedingungen: „Unglaublich, wie rutschig es war. Ich kann überhaupt nicht zufrieden mit unserer Performance sein“, ärgerte sich der Finne im Ziel. Latvala verlor über zehn Sekunden auf die Spitze, liegt aber durch den Ausfall des Citroën Piloten Kris Meeke nun auf Gesamtplatz drei. Andreas Mikkelsen belegt Platz fünf.

 

WP 5: „Clevere Reifenwahl zahlt sich aus.“
Es bleibt spannend: Volkswagen Pilot Sébastien Ogier führt auch nach der fünften Wertungsprüfung in Mexiko (Las Minas 1), die Bestzeit ging allerdings an Thierry Neuville. Der Belgier konnte den Abstand auf Ogier um 4,4 auf 8,9 Sekunden verringern. Ogier war dennoch mit dem Verlauf des Rallye-Vormittags zufrieden: „Wir waren clever bei der Reifenwahl, das zahlt sich jetzt aus“, freute sich der Spitzenreiter. Jari-Matti Latvala war als Drittschnellster der WP nur unwesentlich langsamer als Seb und verteidigte Gesamtrang drei. Andreas Mikkelsen rutschte auf Rang sechs ab.

 

WP 6: ein gelungener Vormittag für den Weltmeister.
Kurz vor der Halbzeit des Freitags stand für die WRC-Piloten noch die 1,37 Kilometer kurze Street Stage León an. Die Mini-WP brachte erwartungsgemäß keine gravierenden Veränderungen im Klassement. Sébastien Ogier war ein weiteres Mal nicht zu schlagen. Der Franzose benötigte für den kurzen Asphalt-Abschnitt 1:12,4 Minuten. Verfolger und Gesamtzweiter Thierry Neuville war 0,7 Sekunden langsamer. Der Abstand beträgt nach dem ersten Teil des heutigen Rallye-Programms 9,6 Sekunden. Jari-Matti Latvala liegt als Gesamtdritter 15,8 Sekunden zurück, Mikkelsen verbesserte sich auf Rang fünf. Sein Rückstand auf die Spitze beträgt 34 Sekunden.

 

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13:00 Uhr (MEZ)

Wie ein Marathon mit Schnorchel.

In der Höhenluft von Mexiko verlieren die Turbomotoren rund ein Viertel ihrer Leistung. Ohne die hohe Kunst der Ingenieure wäre es noch mehr.

Léon in Mexiko, 6. März. Die Sonne brennt auf den Serviceplatz, das Thermometer pendelt morgens schon um die 25 Grad. Größer könnte der Kontrast kaum sein zum winterlichen Mittelschweden, wo die Rallye-WM noch vor drei Wochen gastierte. Ein weiterer Unterschied fällt dagegen nur auf den zweiten Blick auf – die Höhe. Während Karlstad nahezu auf Meeresniveau liegt, zeigt das Altimeter in Léon mehr als 1.800 Meter an.

 

Die Gegensätze bei Temperatur und Luftdruck führen dazu, dass die WM-Läufe in Schweden und Mexiko die beiden Extreme in Sachen Motorleistung bilden. Kalte Luft mit viel Sauerstoff und hoher Luftdruck auf Meereshöhe – besser könnte es einem Turbomotor in einem World Rally Car kaum gehen. Rund 320 PS stellt der 1,6-Liter-Vierzylinder im Polo R WRC seinen Piloten unter diesen Bedingungen zur Verfügung. In Mexiko, wo fast immer oberhalb von 2.000 Meter bis hinauf auf knapp über 2.700 Meter gefahren wird, bleibt davon nicht viel übrig. „In den höchstgelegenen Abschnitten beträgt der Leistungsverlust etwa 28 bis 30 Prozent  verglichen mit der Rallye Schweden“, verdeutlicht Donatus Wichelhaus, Leiter der Motorenentwicklung bei Volkswagen Motorsport.

 

Natürlich steuern die Ingenieure mit einer speziellen Programmierung der Motorelektronik entgegen. Einschränkende Faktoren sind allerdings der maximal erlaubte Ladedruck von 2,5 bar, die entsprechend dem niedrigeren Sauerstoffanteil in der Luft reduzierte Menge des bei jedem Arbeitstakt des Motors eingespritzten Benzins und der vorgeschriebene Luftmengenbegrenzer im Ansaugtrakt. Der Air Restrictor hat einen Durchmesser von nur 33 Millimetern. „Das ist etwa so, als müsste ein Marathonläufer durch einen Schnorchel atmen“, beschreibt Wichelhaus.

 

Gleichzeitig führt der geringere Luftwiderstand im Turbolader dazu, dass die mit etwa 150.000 Umdrehungen pro Minute rotierenden Schaufelräder noch höhere Drehzahlen erreichen als bei anderen Rallyes. Der Turbolader ist allerdings ein vom Reglement vorgeschriebenes Standardteil, der nicht mal eben für die Rallye Mexiko umgebaut werden kann. Auch hier sorgt die Motorelektronik dafür, dass der Lader trotz Extrembelastung keinen Schaden nimmt.

 

Testfahrten außerhalb von Europa sind in der Weltmeisterschaft verboten. Die Ingenieure vertrauen deshalb auf Simulationen im heimischen Motorenprüfstand und vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. In diesem Punkt ist Volkswagen Motorsport perfekt aufgestellt. Immerhin gewann Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) in den letzten beiden Jahren die Rallye Mexiko.

 

Auch in der Höhe von bis zu 2.700 Metern können sich der Weltmeister und seine Teamkollegen Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) auf ihre Autos verlassen. Zum Vergleich: Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, ist keine 300 Meter höher. Rallyepisten sucht man dort allerdings vergeblich.


12:00 Uhr (MEZ)

Freitag: die Wertungsprüfungen der ersten Etappe.


Die Volkswagen Piloten sind heiß auf die Herausforderung in Mexiko. Das Video.


Aktuelle Bilder (16)
Letztes Update: 05:00 Uhr (MEZ)


Stand nach 2 von 21 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:13.0 0.0  
2 A. Mikkelsen / O. Fløene 4:14.2 +1.2  
2 T. Neuville / N. Gilsoul 4:14.2 +1.2  
4 J. Latvala / M. Anttila 4:14.8 +1.8  
5 M. Østberg / J. Andersson 4:15.1 +2.1  
6 K. Meeke / P. Nagle 4:15.7 +2.7  
7 O. Tänak / R. Mõlder 4:15.9 +2.9  
8 R. Kubica / M. Szczepaniak 4:16.8 +3.8  
9 D. Sordo / M. Martí 4:17.6 +4.6  
10 L. Bertelli / G. Bernacchini 4:18.3 +5.3  

Letztes Update 04:30 Uhr (MEZ)

Die ersten beiden Wertungsprüfungen.

 

WP 1: Ogier und Mikkelsen teilen sich Rang drei.

Zehntausende Fans sorgten beim Start der Rallye Mexiko in Guanajuato für eine fantastische Stimmung. Die Volkswagen Piloten Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Andreas Mikkelsen (#9) sicherten sich auf der 1,01 Kilometer langen Street Stage mit 53,2 Sekunden den geteilten dritten Platz. Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) landete mit einer Zeit von 53,7 Sekunden auf Rang sieben. Der Sieg bei der ersten Wertungsprüfung ging an Thierry Neuville (Hyundai) mit der Bestzeit von 52,8 Sekunden vor Lorenzo Bertelli (Ford). Latvala zeigte sich im Vorfeld begeistert von der Location. „Das ist ein großartiger Ort hier für den Start der Rallye“, sagte der Finne.

 

WP 2: Dreifachsieg für Volkswagen – Ogier vor Mikkelsen und Latvala.

Der Weltmeister bestätigt seine starke Form: Auf der 4,60 Kilometer langen Super Special 1 kam Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) mit der Bestzeit von 3:19.8 Minuten vor seinen Teamkollegen Andreas Mikkelsen (#9) und Jari-Matti Latvala (#2) ins Ziel. Mikkelsen, der 1,2 Sekunden langsamer war als Ogier, lieferte sich einen packenden Kampf mit Latvala um den zweiten Platz. Die beiden Teamkollegen trennten am Ende nur 0,1 Sekunden. Damit feiert Volkswagen einen gelungenen Auftakt bei der Rallye Mexiko und kann zuversichtlich auf die nächsten Tage blicken. „Ich werde morgen alles geben, wenn es wirklich drauf ankommt“, sagte Ogier.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


00:00 Uhr (MEZ)

Freitag: die ersten beiden Wertungsprüfungen.

Vorberichte


Donnerstag, 05.03.2015

20:20 Uhr (MEZ)

Doppel-Strategie im Shakedown – Bestzeit für Ogier.


Das freie Training in Mexiko wurde ausgiebiger als gewohnt zum Testen genutzt.

 

Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) sicherte sich im Shakedown vor der Rallye Mexiko die Bestzeit. Der Vorjahressieger war auf der fünfeinhalb Kilometer langen Strecke 2,2 Sekunden schneller als Thierry Neuville (Hyundai), Kris Meeke (Citroën) wurde weitere 0,3 Sekunden dahinter Dritter.

 

Ogier gönnte sich mit fünf Runden im Shakedown ungewöhnlich viele. „Ich habe zwei verschiedene Setup-Varianten ausprobiert“, begründete der Weltmeister. „Eine für die jeweils ersten Durchgänge über die Wertungsprüfungen, wenn noch der lose Schotter auf der Strecke liegt. Die zweite Variante für die jeweils zweite Runde am Nachmittag, wenn die Piste schon stark aufgearbeitet sein wird.“

 

Die gleiche Strategie verfolgte auch Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), der nach ebenfalls fünf Durchgängen die viertschnellste Zeit fuhr. „Die Rallye verändert erfahrungsgemäß vom Vormittag zum Nachmittag komplett ihren Charakter. Sie wird viel rauer“, sagte der Finne. „Vielleicht muss ich deswegen das Fahrwerk für die zweiten Durchgänge noch härter abstimmen.“

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) nutzte sogar sechs Runden, um sich besser auf die erste Schotter-Rallye des Jahres einzustimmen. „Die letzten beiden WM-Läufe waren auf Asphalt, Eis und Schnee. Deswegen bin ich die ersten Durchgänge im Shakedown etwas vorsichtig angegangen, um wieder das Gefühl für Schotter zu kriegen. Vielleicht hatte ich mich für eine zu weiche Fahrwerksabstimmung entschieden“, sagte der Norweger, der Rang sechs belegte. „Auf der anderen Seite war die Shakedown-Strecke wahrscheinlich härter als der Rest der Rallye.“

 

Nächster Programmpunkt ist nun der von einer spektakulären Show eingerahmte Start im rund 50 Kilometer entfernten  Guanajuato. In der als Weltkulturerbe geführten Silberminenstadt werden bis zu 80.000 Fans erwartet.


Sonntag, 01.03.2015

Cowboystiefel zu vergeben.

 

Bei der Rallye Mexiko haben landestypische Siegprämien Tradition. Mindestens zwei Volkswagen Piloten üben schon mal den Westerngang.

 

Nach Eis und Schnee in den Alpen rund um Monte Carlo und im mittelschwedischen Värmland wartet in Mexiko die erste Schotter-Rallye des Jahres auf die Volkswagen-Piloten. In den Bergen bei León – rund 300 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt – sorgen nicht nur hochsommerliche Temperaturen für einen starken Kontrast zu den ersten beiden Events. Zusätzlich klettert die Strecke häufig auf deutlich mehr als 2.000 Meter Höhe, was nicht nur den menschlichen Organismus belastet. Aufgrund des geringeren Sauerstoffgehaltes können auch die Turbomotoren bis zu 30 Prozent Leistung einbüßen.

 

Die Entscheidung fällt zwar auf Schotter, einige der 21 Wertungsprüfungen sind allerdings komplett asphaltiert. Zum Beispiel gleich der Auftakt, die „Street Stage Guanajuato“. Rund 50.000 Fans werden sich das Spektakel nicht entgehen lassen, wenn die Rallye-Autos rund einen Kilometer weit durch die Straßen der historischen Altstadt von Guanajuato driften. Dabei geht’s sogar durch den Untergrund – die Strecke führt auch durch einen Bergwerksstollen. Direkt im Anschluss folgt eine „Super Special“ auf einer Rennstrecke am Stadtrand von León.

 

Richtig ernst wird es aber erst am Freitag, wenn es in die mehr als 2.000 Meter hohen Berge der Sierra de Lobos und der Sierra Guanajuato geht. Am Freitag bildet eine WP mit dem irreführenden Namen „El Chocolate“ das Auge des Orkans – mit mehr als 44 Kilometer Länge alles andere als ein Zuckerschlecken. Die längste Prüfung „Otates“ am Samstag beträgt ebenfalls mehr als 40 Kilometer, bevor es am Sonntag zum Äußersten kommt: Die knapp 56 Kilometer lange Hammer-WP „Guanajuatito“ ist eine der längsten Prüfungen, die in der Saison 2015 bewältigt werden müssen.

 

Dass er zum dritten Mal in Folge die Cowboystiefel für den Sieg entgegennehmen darf, bezweifelt Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) selbst am meisten. „In Mexiko kannst du von Startposition eins aus nicht gewinnen“, beschreibt der aktuelle Tabellenführer die Folgen des losen Schotters auf den Strecken. Der Weltmeister muss nach einer Regeländerung fast während der gesamten Rallye, bei rund 320 der insgesamt 395 WP-Kilometer, vor der Konkurrenz starten und den Straßenfeger spielen.

 

„Dieses Jahr wirken sich schlechtere Ergebnisse in der ersten Jahreshälfte nicht so dramatisch aus wie früher“, analysiert Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) die neuen Regeln zur Startreihenfolge. Er startet in Mexiko zunächst als Vierter, noch hinter Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC (#9). „Damit ist meine Startposition ziemlich ideal“, hofft Latvala auf gute Rahmenbedingungen für seine Jagd nach dem ersten Saisonsieg. Auch Mikkelsen ist nach zwei dritten Plätzen in Monte Carlo und Schweden ein heißer Siegkandidat. Ein Paar original mexikanische Cowboystiefel fehlt jedenfalls beiden Volkswagen Piloten noch in ihrer Trophäensammlung.


Freitag, 27.02.2015

„Ich kann mir keine Ausrutscher mehr leisten.

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Ich habe die ersten beiden Rallyes in dieser Saison gewonnen und das beruhigt mich sehr. Der Druck liegt definitiv nicht bei mir, sondern bei den Fahrern, die in der Meisterschaft hinter mir liegen. Vor allem gewinnt man als Fahrer zusätzliches Selbstvertrauen, wenn man einen so engen Kampf wie den in Schweden zwischen Andreas Mikkelsen, Thierry Neuville und mir für sich entscheidet. Die vergangenen beiden Rallyes in Mexiko haben gezeigt, dass ich mich in Mexiko wohlfühle. Und in den vergangenen Jahren ist unser Volkswagen Polo R WRC auch hervorragend mit der dünnen Höhenluft Mexikos zurechtgekommen. Ob das auch 2015 zutrifft und unser starker Motor unsere frühe Startposition kompensieren kann, werden wir sehen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich freue mich auf die Rallye Mexiko, weil ich einiges gutzumachen und als WM-Vierter einen optimalen Startplatz habe. Bei der ersten Schotterrallye des Jahres kann die Startposition ausschlaggebend sein. Für Mexiko nehme ich mir vor, meinen Rückstand auf Thierry Neuville, Andreas und Sébastien zu minimieren. Ich habe in Schweden wichtige Meisterschaftspunkte liegen gelassen. Das gehört nun mal zu diesem Sport und das kann ich nicht mehr rückgängig machen. Jetzt muss ich nach vorn schauen und das Beste daraus machen. Wenn man in den Geschichtsbüchern nachschaut, hat das Gros der Weltmeister bei so ziemlich jedem Lauf gepunktet. Daher kann ich mir keine Ausrutscher mehr leisten.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Viele Leute sprechen mich im Moment auf den verpassten Sieg bei der Rallye Schweden an. Aber mal ehrlich: Ich habe das schon längst abgehakt. Es war ohne Frage sehr enttäuschend für mich, weil mein erster Rallye-WM-Sieg zum Greifen nah war. Aber ich sehe vor allem das Positive und reise nun mit einer Menge Selbstvertrauen nach Mexiko. Ich fahre im Moment das gleiche Tempo wie Seb oder Jari-Matti. Das ist für mich entscheidend und ich werde mich auch in Mexiko hinter niemandem verstecken müssen. Zudem hat mein dritter Platz in Schweden einen angenehmen Nebeneffekt: Ich starte bei der Rallye Mexiko als dritter Fahrer und muss weniger stark die Kehrmaschine spielen.“


Mittwoch, 25.02.2015

Hier geht’s zum Schotter!

 

Staub, Hitze und verdammt dünne Luft! Die Rallye Mexiko verlangt Mensch und Maschine alles ab. Doch wie gut kennen Sie sich aus mit der ersten Schotter-Rallye des Jahres? Welche Erfolge feierte Volkswagen Motorsport in Mexiko bislang? Wer ist Premierensieger? Und welcher deutsche Fahrer beeindruckte dort zuletzt? Testen Sie hier im Quiz Ihr Wissen und absolvieren Sie gleichzeitig die perfekte Vorbereitung für die Rallye Mexiko 2015 – viel Erfolg.

 

Starten Sie das Quiz.


Montag, 23.02.2015

Mexico mi amor!

 

Alle drei Volkswagen Piloten peilen bei der Rallye Mexiko den Sieg an.

 

Man kann zweifellos behaupten, dass Sébastien Ogier gerne nach Mexiko reist: Die Stimmung bei der ersten Schotter-Rallye des Jahres ist hervorragend, die Wertungsprüfungen sind anspruchsvoll und nicht zuletzt gibt es für den französischen Volkswagen Piloten am Ende immer Grund zur Freude – so war es zumindest in der Vergangenheit. 2013 und 2014 fuhr Ogier in einer eigenen Liga, hatte im vergangenen Jahr mehr als eine und in der Saison zuvor sogar mehr als drei Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Zwei Drittel aller Wertungsprüfungen (30 von 45) gewann der Fahrer des Polo R WRC #1 und sicherte sich zudem in beiden Jahren die drei Extrapunkte auf der Power Stage – mehr geht nicht.

 

Doch die Teamkollegen werden es Ogier in diesem Jahr besonders schwer machen wollen: Vizeweltmeister Jari-Matti Latvala konnte noch nie in Mexiko gewinnen und will diesen Makel in seiner Rallye-Vita endlich ausmerzen. Zudem fiebert der Finne im Polo R WRC #2 seinem ersten Saisonsieg entgegen, um nach seinem Ausfall in Schweden nicht den Anschluss in der WM-Wertung zu verlieren. Die Chancen dazu stehen gut, schließlich hat er nach seinem Rückschlag in Skandinavien die deutlich bessere Startposition als Ogier.

 

Blut geleckt hat zudem Andreas Mikkelsen. Der Youngster schnupperte in Schweden an seinem ersten WRC-Sieg überhaupt, musste sich aber nach einem Fehler auf der letzten WP knapp geschlagen und mit Platz drei zufriedengeben. Nun will der Norweger wieder angreifen – auch wenn er 2014, bei seiner ersten „Mexiko“-Teilnahme im Polo R WRC #9, noch keine Wertungsprüfung gewinnen konnte und nach einem verkorksten Wochenende mit mehr als einer Stunde Rückstand ins Ziel kam. Das wird Mikkelsen dieses Jahr gewiss nicht erneut passieren.

Streckenprofil

Schotterpisten in dünner Luft.

Rallye-Action auf 2.700 Meter Höhe.

Im mexikanischen Hochgebirge geht so manchem Turbo-Motor die Luft aus.

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Quiz

Wie gut kennen Sie sich aus?

Testen Sie Ihr Wissen.

Bei diesem Quiz können Sie zeigen, ob Sie ein Experte der Rallye Mexiko sind.

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