Rallye Argentinien.

21. bis 24. April 2016.


Aktuelle Reportagen, exklusive Hintergrundberichte, Interviews, spektakuläre Fotos – einfach alles zur Rallye Argentinien 2016. Hier sind Sie immer auf dem neuesten Stand.

Dienstag, 26.04.2016


Die spektakulärsten Wasserdurchfahrten der Rallye Argentinien (13)


Sonntag, 24.04.2016


Drei dramatische Tage in Argentinien. Das Video.


Die besten Bilder des Tages (12)


Zusammenfassung

Spannung bis zum Schluss: Volkswagen auf dem Podium.

 

Sébastien Ogier gegen Hayden Paddon, Volkswagen gegen Hyundai. Von diesem Duell war die Rallye Argentinien geprägt. Bis zum Schluss lieferten sich die beiden Fahrer ein beinhartes Duell um die Spitzenposition. Seb wollte seinen ersten Argentinien-Sieg, Paddon seinen ersten WRC-Erfolg überhaupt. Am Ende war es Paddon, der die Nase vorn hatte. Glückwunsch! Das Duell war beste Werbung für die Rallye-Weltmeisterschaft.

Volkswagen nimmt zwar keinen Sieg aus Südamerika mit, dafür aber wichtige Punkte durch die Podiumsplätze zwei und drei. Letzteren sicherte sich Andreas Mikkelsen, der wieder eine fehlerfreie Rallye fuhr.

Seb Ogier war nach dem Unfall von Jari-Matti Latvala am Samstag wieder die Speerspitze von Volkswagen. Der Franzose hatte an den ersten beiden Tagen teilweise mit den anspruchsvollen Streckenbedingungen zu kämpfen, am Sonntag kam der Champ dann deutlich besser zurecht und holte mit Siebenmeilen-Stiefeln auf Paddon auf. Ein regelrechter Thriller entwickelte sich.

Auf der vorletzten Wertungsprüfung von Mina Clavero nach Giulio Cesare fuhr Seb Bestzeit und nahm Paddon auf einen Schlag 19,8 Sekunden ab. Hayden konterte aber wiederum auf der Powerstage, fuhr Bestzeit und siegte am Ende 14,3 Sekunden vor Ogier. Immerhin: Ogier sicherte sich mit Rang drei auf der letzten Prüfung noch einen WM-Punkt. Super Seb ist damit auch im nächsten Jahr auf einer Mission in Südamerika unterwegs. Diese lautet: Argentinien-Sieg.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Respekt für diese Leistung.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Normalerweise ist es für einen Fahrer kein gutes Gefühl, von einem Konkurrenten geschlagen zu werden. Aber diesmal geht es in Ordnung. Hayden und ich hatten heute absolut gleiche Streckenbedingungen: Er ist auf der Powerstage volles Risiko gegangen und war einfach besser. Respekt für diese Leistung. Für mich bedeutet es zugleich eine große Motivation für die nächsten Rallyes, wieder alles zu geben, um ganz oben zu stehen. Die Prüfungen waren extrem schwierig und rau, deshalb bin ich vielleicht nicht das allerletzte Risiko eingegangen. Denn der zweite Platz ist für Julien und mich ein großartiges Resultat, in der WM-Wertung haben wir unseren Vorsprung ausgebaut.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Keine Frage: In Führung liegend auszufallen, ist bitter. So hatten wir uns die Rallye Argentinien nicht vorgestellt. Wir haben auf der 14. Prüfung der Rallye einen Stein getroffen, am Auto ist etwas gebrochen und wir haben uns überschlagen. Doch trotz unserer Enttäuschung ging es heute darum, dem Team zu helfen. Meine Mechaniker haben den Polo R WRC in einem Kraftakt wieder zurück in die Rallye gebracht und ich wollte sie heute dafür mit Herstellerpunkten belohnen. Auf der Powerstage ist eine Spurstange gebrochen, aber immerhin sind wir ins Ziel gekommen und haben noch zwei Punkte geholt.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Wir hatten von Beginn an einen Plan, dem wir auch konsequent gefolgt sind. Und er hat sich voll ausgezahlt. Ich bin deshalb mehr als zufrieden mit Rang drei – es ist schließlich mein erstes Podiumsresultat hier in Argentinien. Wir hatten erwartet, dass die Rallye extrem hart wird und genauso ist es auch eingetreten. Die Route war sehr rau, teilweise extremer als vergangenes Jahr. Die Rallye mit Rang drei gemeistert zu haben, macht uns stolz. Und nach dem Nuller in Mexiko war es wichtig, Punkte zu sammeln.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Spannender kann ein Rallye-WM-Lauf nicht sein – die Rallye Argentinien war großartige Werbung für unseren Sport. Trotz einer herausragenden Leistung von Sébastien Ogier und Julien Ingrassia hat es nicht ganz für den Sieg gereicht. Unser Glückwunsch gilt Hayden Paddon und John Kennard, die verdient gewonnen haben. Wir sind aber dennoch kein bisschen enttäuscht, denn nicht nur Sébastien und Julien, sondern auch Andreas Mikkelsen und Anders Jæger auf Platz drei haben alles richtig gemacht. Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben gestern in Führung liegend unglücklich einen Stein getroffen, sich etwas am Auto beschädigt und anschließend überschlagen. Dank der starken Leistung unserer Mechaniker konnten sie heute wieder eingreifen und noch Punkte für die Hersteller-WM einfahren.“


Endstand nach 18 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand  
1 H. Paddon / J. Kennard 3:40.52,9 Std.  
2 S. Ogier / J. Ingrassia +14,3 Sek.  
3 A. Mikkelsen / A. Jæger +1.05,2 Min.  
4 D. Sordo / M. Martí +1.17,1 Min.  
5 M. Østberg / O. Fløene +4.56,7 Min.  
6 M. Ligato / R. García +9.29,5 Min.  
7 T. Neuville / N. Gilsoul +9.39,2 Min.  
8 H. Solberg / I. Minor +10.16,0 Min.  
9 E. Camilli / B. Veillas +10.48,5 Min.  
10 N. Fuchs / F. Mussano +24.42,8 Min.  

Zahl des Tages

3

Die To-Do-Liste der Volkswagen Mechaniker für die Reparatur des Autos von Jari-Matti Latvala war enorm: eine komplette Heckklappe, Stoßfänger vorn und hinten, Motorhaube, Frontscheibe, beide Spiegel, Kotflügel links und rechts, alle Antennen sowie ein neuer Unterfahrschutz – an der äußeren Hülle. Sitze, Sitzschienen, Gurte, HANS-Systeme und Helme neu, Querlenker vorn, Spurstangen vorn, eine komplette Hinterachse, Kardanwellen neu, Wasserkühler und Ladeluftkühler, alle Topmounts und Stoßdämpfer ersetzt, alle Radträger und Gelenkwellen sowie Radhausschalen ersetzt – im Inneren des Polo R WRC. Dank des konzertierten Kraftakts der Volkswagen Mannschaft, den Polo R WRC innerhalb der maximal erlaubten drei Stunden zu reparieren, konnte das finnische Duo am Sonntag wieder an den Start gehen und noch zwei Punkte für die Hersteller-Wertung sammeln.


Sonntag: die Wertungsprüfungen des dritten Tages.


Samstag, 23.04.2016


Die besten Bilder des Tages (11)


Tageszusammenfassung

Ogier und Mikkelsen übernehmen Rekordjagd.

 

„Latvala is off.“ Drei Wörter, die am Samstagnachmittag in Argentinien Fans des Finnen im Team von Volkswagen Motorsport und seine Crew zurück im Service-Park von Villa Carlos Paz ungläubig verstummen ließen. Wie schon zuletzt in Mexiko hatten Jari-Matti Latvala und sein Beifahrer Miikka Anttila auch in Argentinien nahezu perfekte Leistungen gezeigt und damit über 13 schwierige Wertungsprüfungen einen Vorsprung von 14,5 Sekunden an der Spitze der Gesamtwertung auf ihre Verfolger Hayden Paddon und John Kennard (Hyundai) herausgefahren. Dann kam die 14. Prüfung. Knapp nach der Hälfte der 38,68 Kilometer langen Wertungsprüfung kamen Jari-Matti und Miikka von der Strecke ab und beschädigten ihren Volkswagen Polo R WRC dabei so sehr, dass sie ihre Fahrt nicht fortsetzen konnten. Team und Fans in Schockstarre. Zum Glück blieben Jari-Matti und Miikka unverletzt.

 

Damit rückten Paddon und Kennard an die Spitze der Gesamtwertung und starten mit 29,8 Sekunden Vorsprung auf Sébastien Ogier/Julien Ingrassia im zweiten Volkswagen Polo R WRC in den letzten Tag der Rallye Argentinien, an dem nur noch drei Prüfungen und 55,28 gezeitete Kilometer auf dem Programm stehen. Somit liegt es nun an den dreimaligen Rallye-Weltmeistern aus dem Hause Volkswagen, die aktuelle Wolfsburger Siegesserie fortzusetzen und den 13. Gewinn eines WRC-Laufs in Folge perfekt zu machen. Damit wäre Volkswagen ein ganzes Jahr sowie einmal rund um den Globus ungeschlagen – eine neue historische Bestmarke. Auch Andreas Mikkelsen/Anders Jaeger sind auf Platz drei noch an der Rekordjagd beteiligt. 14,5 Sekunden liegen sie hinter ihren Markenkollegen Ogier/Ingrassia und 44,3 Sekunden hinter Paddon/Kennard. 

 

Leicht ist die Aufgabe nicht, vor der die Rekordjäger der Marke Volkswagen beim Argentinien-Finale am Sonntag stehen. Aber unmöglich ist sie auch nicht. Schon jetzt ist klar: Der letzte Tag der Rallye Argentinien wird an Spannung kaum zu überbieten sein.

 

Die schnellsten News von der Strecke gibt’s wie immer bei Twitter @VolkswagenRally


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Miikka und ich fühlen uns gut.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Morgen kommt mit ‚Mina Clavero‘ definitiv die härteste Prüfung der Rallye Argentinien, vielleicht sogar der ganzen Weltmeisterschaft. Die Bedingungen sind extrem hart für Auto und Reifen, dort ist nicht der Moment, um alles zu riskieren. Zumal Hayden Paddon bis hierhin einen guten Job gemacht hat und 30 Sekunden normalerweise nicht einzuholen sind. Für mich geht es darum, den zweiten Platz nach Hause zu fahren und dann freue ich mich, bald wieder daheim zu sein. Der Ausfall von Jari-Matti ist natürlich sehr schade für unser gesamtes Team, denn wir wollten hier unbedingt gewinnen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Vorweg: Miikka und ich fühlen uns gut. Wir werden aber nochmal ins Krankenhaus fahren, um uns sicherheitshalber durchchecken zu lassen. Eigentlich hatten wir einen guten Tag, einen guten Rhythmus und keine Probleme. Auf der 14. Wertungsprüfung haben wir einen Stein getroffen und sind dann von der Strecke abgekommen. Dabei haben wir uns mehrfach überschlagen. Danach konnten wir die Rallye natürlich nicht mehr fortsetzen. Ob wir morgen unter Rallye-2-Reglement weiterfahren können, hängt von der Entscheidung der Ärzte ab und vom Zustand unseres Autos. Der Unfall ist natürlich sportlich eine große Enttäuschung, aber gleichzeitig hat er gezeigt, wie sicher der Polo R WRC im Ernstfall ist.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Die Nachricht von Jari-Matti Latvalas frühzeitigem Aus ist natürlich nichts, das wir uns wünschen. Er hat eine extrem starke Leistung gezeigt und verdient mit gutem Vorsprung geführt. Schade, dass er jetzt keine Chance mehr auf den Sieg hat. Mein Beifahrer Anders und ich haben uns hier eine Strategie zurechtgelegt, die wir konsequent verfolgen. Wir bleiben bei einem hohen, aber sicheren Tempo. Wir wollen in erster Linie Punkte für die Meisterschaft einsammeln. Platz drei ist eine gute Ausgangslage für das Finale morgen, auf das wir uns sehr freuen. Bisher haben wir hier noch nie auf dem Podium gestanden, das wollen wir jetzt natürlich ändern.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Ein Tag mit Licht und Schatten für Volkswagen. Jari-Matti Latvala hatte sich einen guten Vorsprung erarbeitet und führte die Rallye verdient an. Leider traf er auf der vorletzten Prüfung des Tages am Streckenrand einen Stein – das war großes Pech. Sébastien Ogier hat das Beste herausgeholt und hat so morgen noch die Chance, mit einer herausragenden Leistung um den Sieg zu kämpfen. Andreas Mikkelsen hat sich die Rallye clever eingeteilt und rangiert zu Recht auf Platz drei. Die Fans können sich am Sonntag auf ein spannendes Finale freuen – die ‚El Condor‘-Prüfung sowie ‚Mina Clavero‘ sind alles andere als Spaziergänge. Noch ist die Rallye nicht vorbei. Wir werden attackieren.“


Stand nach 15 von 18 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand  
1 H. Paddon / J. Kennard 2:54.45,6 Std.  
2 S. Ogier / J. Ingrassia +29,8 Sek.  
3 A. Mikkelsen / A. Jæger +44,3 Sek.  
4 D. Sordo / M. Martí +1.02,0 Min.  
5 M. Østberg / O. Fløene +3.46,2 Min.  
6 M. Ligato / R. García +8.13,1 Min.  
7 T. Neuville / N. Gilsoul +8.17,9 Min.  
8 H. Solberg / I. Minor +8.17,9 Min.  
9 E. Camilli / B. Veillas +9.00,3 Min.  
10 J. Latvala / M. Anttila +13.39,8 Min.  

Zahl des Tages

1

 

Anzahl der bei der Rallye Argentinien dazugewonnen Teammitglieder. Gordo heißt der Zuwachs in der Volkswagen Motorsport-Familie und ist ein Hund, der seit Ankunft des Teams in Villa Carlos Paz nicht von dessen Seite weicht. Ogier, Latvala, Mikkelsen? Einen absoluten Lieblingsfahrer scheint der treue Vierbeiner indes nicht zu haben. Gordo schaute schon im Büro von Ogiers Ingenieuren vorbei, räkelte sich zum Power Nap vor Latvalas Auto und wachte aufmerksam über Mikkelsens Stellplatz im Service-Park. Dafür wurde Gordo jetzt die Volkswagen Ehrenmitgliedschaft zuteil.


Mittagsbericht

Latvala vs. Paddon: Jari-Matti verschafft sich Luft.

 

Spannender könnte die Rallye Argentinien kaum sein. Denn es haben sich gleich zwei packende Duelle auf den ersten vier Positionen entwickelt. Das eine Duell lautet Jari-Matti Latvala (Volkswagen) gegen Hayden Paddon (Hyundai). Die beiden Rallye-Asse schenken sich auf den anspruchsvollen Schotterpisten in Argentinien nichts. Auf den ersten drei Wertungsprüfungen des Tages ging es hin und her.

Nach dem Freitag hatte alles nach einem teaminternen Duell zwischen Latvala und Sébastien Ogier ausgesehen. Doch am Samstagvormittag schaltete sich auf einmal Paddon mit einer Fabelzeit in den Kampf um die Spitzenposition ein. Auf der zehnten und elften Wertungsprüfung knallte der Neuseeländer zwei starke Zeiten auf den Schotter, zog an Ogier vorbei und hing Latvala plötzlich im Heck. Auf einmal trennten ihn und JML nur noch 6,7 Sekunden.

Jari-Matti ließ das jedoch nahezu kalt. Er wusste eine Antwort. Auf der letzten Wertungsprüfung des Vormittags von Boca del Arroyo nach Bajo del Pungo fuhr er eine beeindruckende Bestzeit und nahm Paddon auf einen Schlag 6,6 Sekunden ab. Nach zwölf Prüfungen führt Latvala wieder komfortabel mit 13,3 Sekunden Vorsprung. „Schön, dass ich meine Führung wieder ausbauen konnte!“, sagte Jari-Matti nach der Prüfung sichtlich glücklich. „Ich weiß, es geht immer noch sehr eng zu und es ist noch nichts entschieden. Aber deshalb lieben wir doch den Rallye-Sport, nicht wahr?“ Ja, genau deswegen!

Hinter Latvala und Paddon duellieren sich die beiden Volkswagen Fahrer Ogier und Andreas Mikkelsen um den dritten Podiumsplatz. Dabei knabberte Andreas immer mehr vom Vorsprung Ogiers ab. Auf den ersten drei Prüfungen am Samstag reduzierte er den Abstand von 18 auf 7,4 Sekunden. Am Nachmittag werden die drei WPs noch einmal durchfahren. Die Entscheidung um die Spitzenplätze ist noch lange nicht gefallen.

Alle aktuellen Infos zur Rallye Argentinien gibt es hier, auf Facebook.com/VolkswagenMotorsport oder bei Twitter @VolkswagenRally.

Stand nach WP 12:

1. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) 2:10.42,1 Std.
2. Hayden Paddon (Hyundai) +13,3 Sek.
3. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) +45,6 Sek.
4. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +53,0 Sek.
5. Dani Sordo (Hyundai) +1.13,1 Min.


Samstag: die Wertungsprüfungen des zweiten Tages.


Freitag, 22.04.2016


Die besten Bilder des Tages (16)


Tageszusammenfassung

Latvala führt – Dreikampf sorgt für Hochspannung.

 

Mehr Spannung? Geht wohl nicht! Bereits am ersten Tag der Rallye Argentinien bekamen die Zuschauer unweit von Córdoba das volle Programm geboten. In den Hauptrollen: Jari-Matti Latvala und Sébastien Ogier vom Volkswagen Team sowie Hayden Paddon (Hyundai). Nur rund elf Sekunden trennen die drei Fahrer-Duos auf den ersten drei Plätzen der Gesamtwertung nach dem ersten Tag, die Zutaten für ein spannendes Wochenende sind also gegeben.

 

Rutschige Schotterpassagen und teils dichter Nebel im herbstlichen Argentinien machten es den Fahrern nicht gerade einfach, Latvala wusste – begünstigt durch eine Startposition etwas weiter hinten im Fahrerfeld – damit aber bestens umzugehen. „Das Auto fühlt sich fantastisch an“, so der Finne, der sich insgesamt über vier Bestzeiten freuen durfte und mit einem knappen Vorsprung auf die ärgsten Verfolger in den zweiten Tag geht.

 

Dazu zählt auch Paddon. Der Neuseeländer profitierte ebenfalls von einer höheren Startnummer und lieferte sich mit Ogier ein heißes Duell um den zweiten Platz. Am Ende von Tag eins hatte Ogier knapp die Nase vorn und verwies den Neuseeländer mit 3,5 Sekunden Vorsprung auf den dritten Rang.

 

Des einen Freud, des anderen Leid: Ogier dürfte am Freitag zunächst ein Déjà vu gehabt haben. Der Weltmeister musste als erster Fahrer auf die Strecke und fungierte, wie schon bei der ersten Schotter-Rallye des Jahres in Mexiko, als Kehrmaschine für das gesamte Feld. Umso höher ist die Leistung des Franzosen einzuschätzen, der sich gleich am Morgen die Bestzeit auf der zweiten Wertungsprüfung schnappte und damit auch die Führung übernahm. Auch auf den folgenden Prüfungen hielt sich Ogier wacker, musste aber mit ansehen, wie Latvala Sekunde um Sekunde aufholte und nach der vierten Wertungsprüfung schließlich die Führung übernahm.

 

Etwas vorsichtiger, aber nur bedingt langsamer, ließ es der Dritte im Volkswagen Bunde, Andreas Mikkelsen, angehen. Der Norweger hielt sich schadlos und liegt auf dem vierten Platz in Lauerstellung. Nicht mal eine halbe Minute trennt ihn derzeit von der Spitze, auch mit ihm ist also am Wochenende zu rechnen, wenn die Podiumsplätze vergeben werden.

 

Rund 158 Wertungskilometer stehen am Samstag auf dem Programm, die bisherige Performance des Volkswagen Polo R WRC wird das Team um Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito zuversichtlich stimmen. Sieben von insgesamt neun Bestzeiten verbuchte der Volkswagen Polo R WRC bislang bei der Rallye Argentinien und dank drei Fahrern unter den besten vier bleibt der Rekord von 13 siegreichen Rallyes in Serie machbar.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Wir waren zu 100 Prozent am Limit.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Mehr konnten Julien und ich heute aus dem Tag nicht herausholen – wir waren zu 100 Prozent am Limit. Ich bin super zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. Denn ehrlicherweise hatte ich erwartet, dass ich zu Beginn der Rallye mehr Zeit auf die Spitze verlieren würde. Deshalb war ich am Mittag auch nicht wirklich optimistisch gestimmt. Die Bedingungen waren am Nachmittag aber besser als gedacht. Die Streckenprofile sind spektakulär und machen eine Menge Spaß. Dazu lief der Polo R WRC perfekt. Julien und ich werden alles geben, um unsere Chancen auf den ersten Sieg in Argentinien bis zum Ende zu wahren.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten vollen Tag hier in Argentinien. Es ging vor allem darum, ein Gefühl für die Bedingungen zu gewinnen und langsam das Tempo zu steigern. Prüfung für Prüfung habe ich mir so einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Morgen werden wir versuchen, so weiterzumachen. Mein Teamkollege Sébastien Ogier und Hayden Paddon im Hyundai sind richtig schnell unterwegs und es ist ein spannender Wettbewerb. Es ist noch lange nichts entschieden, aber wie ich schon sagte, mit dem ersten Tag bin ich sehr zufrieden.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Den Auftakt der Rallye Argentinien bin ich bewusst vorsichtig angegangen und habe mir stets noch etwas Luft gelassen. Denn hier war ich zwar immer schnell – doch ohne Rückschläge bin ich bei vier Starts bisher noch nicht durchgekommen. Das möchte ich diesmal natürlich ändern. Ich mag die Prüfungen, genieße die Strecken – gerade weil mein Polo perfekt abgestimmt ist und wie ein Uhrwerk läuft. Wir haben heute eine gute Basis für ein Top-Resultat geschaffen und haben die Chance, auf das Podium zu fahren.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Der Freitag in Argentinien hat gezeigt, wie spannend die Rallye-WM ist. Zwischen Volkswagen und Hyundai hat sich ein enger Hersteller-Zweikampf, zwischen Latvala, Ogier und Paddon ein packender Fahrer-Dreikampf entwickelt. Vorhersehbar ist keinesfalls, wer am Ende die Nase vorn hat. Aber wir sind nicht nur mit Jari-Matti und Sébastien gut platziert, sondern auch mit Andreas Mikkelsen. Er hat wie seine Teamkollegen ein kluges, vorausschauendes und natürlich hohes Tempo angeschlagen und liegt in Sachen Podiumsplatz in Lauerstellung. Damit es weiterhin so gut läuft, werden alle im Team mit geschärften Sinnen den Rest der Rallye angehen.“


Stand nach 9 von 18 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 J. Latvala / M. Anttila 1:26.31,3 Std.
2 S. Ogier / J. Ingrassia +7,9 Sek.
3 H. Paddon / J. Kennard +11,4 Sek.
4 A. Mikkelsen / A. Jæger +25,7 Sek.
5 D. Sordo / M. Martí +49,0 Sek.
6 M. Østberg / O. Fløene +2.07,9 Min.
7 H. Solberg / I. Minor +4.04,4 Min.
8 E. Camilli / B. Veillas +5.33,8 Min.
9 M. Ligato / R. García +6.05,1 Min.
10 T. Neuville / N. Gilsoul +7.34,4 Min.

Zahl des Tages

8

 

Mehr Wertungsprüfungen sind an keinem anderen Tag des vierten WRC-Saisonlaufs zu fahren. Trotzdem ist die Anzahl der Prüfungskilometer am Samstag größer, obwohl dann nur sechs WPs auf dem Plan stehen. Exakt 157,82 Kilometer müssen die WRC-Piloten am zweiten Rallye-Tag in Argentinien meistern, während es am Freitag nur 150,08 WP-Kilometer waren.


Mittagsbericht

Mit breitem Grinsen an die Spitze.

 

Wieder mal ein breites Grinsen im Gesicht, wieder einmal Entspannung pur: Jari-Matti Latvala hat zur Mittagspause des ersten Tages bei der Rallye Argentinien allen Grund zur Freude. Der Volkswagen Fahrer manövrierte seinen Polo R WRC am Freitagvormittag am schnellsten über die Schotterpisten rund um Córdoba, in dessen Straßen die Rallye am Donnerstagabend mit einer großen Party und spektakulären Zuschauerprüfung gestartet wurde.

„Mein Polo liegt wirklich super auf der Bahn, ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf“, sagte Jari-Matti am Ende der fünften Wertungsprüfung, in der zwei Autos gegeneinander auf Parallelkursen antraten. Im direkten Duell bezwang er Hayden Paddon im Hyundai.

Die erste Prüfung des Tages hatte Teamkollege Sébastien Ogier für sich entschieden. Er hatte ein bisschen mit den Bedingungen zu kämpfen. „Auf der letzten Prüfung stand schon ziemlich viel Wasser auf der Bahn“, sagte Ogier. „Dass ich als Erster in die Prüfung starten musste, war nicht gerade von Vorteil.“ Am Nachmittag hat Seb die Möglichkeit, verlorene Zeit gutzumachen. Weit zurück liegt er nicht: 6,9 Sekunden trennen ihn auf Rang drei liegend von Latvala. Dazwischen liegt Paddon.

Andreas Mikkelsen ist im dritten Polo R WRC derzeit Vierter, ein Podiumsplatz ist in Schlagdistanz. Dem Norweger fehlen aktuell 9,9 Sekunden auf Teamkollege Ogier. Am Freitagnachmittag werden die vier Prüfungen vom Vormittag ein zweites Mal durchfahren. Alle aktuellen Infos gibt es hier, auf Facebook.com/VolkswagenMotorsport oder bei Twitter @VolkswagenRally.

Stand nach WP 5:

1. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) 44.07,8 Min.
2. Hayden Paddon (Hyundai) +5,4 Sek.
3. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) +6,9 Sek.
4. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +16,8 Sek.
5. Dani Sordo (Hyundai) +30,2 Sek.


Freitag: die Wertungsprüfungen des ersten Tages.


Donnerstag, 21.04.2016


Die besten Bilder des Tages (11)


Tageszusammenfassung

Ogier bester Volkswagen Pilot nach dem WRC-„Springbreak“.
 

Sechs Wochen Zwangspause vom WRC-Zirkus sind für Fans, Fahrer und Teams mit dem Start der Rallye Argentinien am Donnerstagabend endlich zu Ende gegangen. Und Sébastien Ogier meldete sich beim Auftakt zum vierten Saisonlauf als bester Volkswagen Pilot vom „Springbreak“ zurück. Auf der nur 1,5 Kilometer kurzen Sprintprüfung in Córdoba bejubelten Zehntausende Fans Ogiers Auftritt, der seinen Run zeitgleich mit Dani Sordo (Hyundai) beendete und mit einem geteilten Platz eins das Feld der drei Volkswagen Polo R WRC anführte. Andreas Mikkelsen markierte die elftbeste Zeit, Jari-Matti Latvala landete auf dem zwölften Rang.


Zuvor hatten sich Ogier, Latvala, und Mikkelsen beim Shakedown bestens warm gefahren. Latvala wurde Zweiter, Ogier Dritter und Mikkelsen rangierte auf der fünften Position. Nach dem obligatorischen Warm-up, geht es bei der Rallye Argentinien am Freitag in die Vollen. Acht Wertungsprüfungen stehen auf dem Programm, exakt 150,08 Prüfungskilometer sind zu meistern. Insgesamt müssen sich die WRC-Piloten in Argentinien den Herausforderungen von 18 Wertungsprüfungen und 364,68 gezeiteten Kilometern stellen.


Volkswagen hat in Argentinien die Chance, Rallye-WM-Geschichte zu schreiben. Nach zuletzt zwölf Siegen in Serie würde ein 13. Erfolg die neue Bestleistung markieren, dass ein Hersteller in der Top-Liga des Rallye-Sports einmal weltumspannend und ein komplettes Jahr ungeschlagen bliebe. Am Freitag geht Ogier als WM-Führender um 08:18 Uhr Ortszeit (UTC -3) auf die zweite Prüfung. Alle aktuellen Infos gibt es hier, auf Facebook.com/VolkswagenMotorsport oder bei Twitter @VolkswagenRally.


Stand nach 1 von 18 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1.29,0 Min.
2 D. Sordo / M. Martí +0,0 Sek.
3 O. Tänak / R. Mõlder +0,1 Sek.
4 T. Neuville / N. Gilsoul +0,3 Sek.
5 H. Paddon / J. Kennard +0,7 Sek.
6 L. Bertelli / S. Scattolin +1,5 Sek.
7 M. Østberg / O. Fløene +2,1 Sek.
8 E. Camilli / B. Veillas +2,8 Sek.
9 N. Fuchs / F. Mussano +3,1 Sek.
10 E. Evans / C. Parry +3,3 Sek.
11 A. Mikkelsen / A. Jæger +3,4 Sek.
12 J. Latvala / M. Anttila +3,8 Sek.

Die erste Wertungsprüfung in Argentinien


Montag, 18.04.2016


„In 13 Siegen um die Welt“ – Volkswagen will Historisches schaffen.

 

Die rund siebenwöchige Pause in der Rallye-Weltmeisterschaft ist passé, die Action zurück. Die WRC ist zu Gast in Argentinien. Für Volkswagen eine ganz besondere Rallye: Hier hat der Konzern aus Wolfsburg nicht nur eine riesige Fanbasis, sondern ihm kann auch Historisches gelingen.

Zwölf Rallyes am Stück hat Volkswagen saisonübergreifend gewonnen. Die letzte Rallye, die das Erfolgsteam nicht ruhmreich beendete, war die Rallye Argentinien im vergangenen Jahr. Damals gewann Kris Meeke im Citroën. Volkswagen könnte mit einem Erfolg bei der vierten Rallye des Jahres seine Siegesserie rund um den Globus komplettieren. Frei nach Jules Verne unter dem Titel: „In 13 Siegen um die Welt“.

Heißer Favorit auf den Sieg ist mal wieder Weltmeister und WM-Spitzenreiter Sébastien Ogier. Der Franzose  ist zusätzlich motiviert weil er in Argentinien – man glaubt es kaum – noch nie gewonnen hat. 2014 wurde er Zweiter hinter Teamkollege Jari-Matti Latvala. Auch Andreas Mikkelsen will in Argentinien seine Bilanz aufbessern. Bisher war der Norweger bei der Schotter-Rallye rund um Córdoba zwar immer zügig unterwegs, mehr als ein vierter Platz war aber nicht drin. 2015 hatte er erst einen Reifenschaden, auf der abschließenden Powerstage rammte er mit seinem Polo R WRC schließlich einen Felsbrocken und fiel aus.

Um optimal vorbereitet zu sein, haben sich die Volkswagen Fahrer nicht nur körperlich durch ein umfangreiches Fitnessprogramm vorbereitet, sondern auch eine verdiente Auszeit genommen. Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen waren Skifahren, Jari-Matti Latvala legte in Lappland zwei Rallye-Distanzen mit einem Snowmobil zurück. Mikkelsen flog zudem für ein paar Tage in die Sonne nach Thailand und entrümpelte anschließend seine Wohnung in Monaco. So bekamen die Piloten den Kopf frei, um für die nächste Herausforderung der Saison gerüstet zu sein.

Für die Rallye Argentinien müssen die Piloten in der Tat mental wie körperlich optimal vorbereitet sein. 18 Wertungsprüfungen stehen in diesem Jahr auf der Agenda, exakt 22,8 Prozent der 364,68 Prüfungskilometer sind komplett neu. Die beliebte Stage Mina Clavero ist zurück im Programm, ebenso Los Gigantes, die zuletzt 2012 teilweise befahren wurde. Einige Prüfungen werden in diesem Jahr in umgekehrter Fahrtrichtung im Vergleich zu den Vorjahren gefahren. Eine zusätzliche Herausforderung für Fahrer und Beifahrer. Neu auch: Eine spektakuläre Auftaktprüfung in den Straßen der Metropole von Córdoba. Eine grandiose Neuerung aus Sicht der Fans.

Neben den anspruchsvollen Schotterprüfungen wird in Argentinien auch das Wetter eine bedeutende Rolle spielen. Denn zu dieser Jahreszeit kann es in Argentinien nicht nur regnen, was den weichen, sandigen Schotter aufweichen würde, sondern auch extrem nebelig sein. Vor allem auf der legendären Prüfung El Condor am Sonntag kann das die Sicht der Fahrer einschränken und die ohnehin schon schwierige Stage noch anspruchsvoller machen.


Zahl zum Rallye-Wochenende

922,37

 

Der womöglich schnellste Globetrotter der Welt: Der Polo R WRC umrundete den Erdball bisher beinahe genau ein Mal im vollen Rallye-Tempo. Denn vor dem vierten WM-Lauf in Argentinien hat der Volkswagen Polo R WRC seit dem ersten Start 2013 bei der Rallye Monte Carlo exakt 39.063,05 Kilometer auf Wertungsprüfungen absolviert.

Zum Vergleich: Der mittlere Erdumfang beträgt 39.985,42 Kilometer – damit könnte Volkswagen bereits in Argentinien bei noch 922,37 gemeinschaftlich durch Ogier, Latvala und Mikkelsen zurückgelegten Kilometern die Distanz einer Runde um den Globus komplett machen.

Nach der „Frühjahrspause“ zwischen zwei Übersee-Rallyes in der Rallye-Weltmeisterschaft würde das World Rally Car aus Wolfsburg damit bei seiner 43. Rallye auch auf dem Papier ein echter „Globetrotter“. Die Rallye-Weltmeisterschaft wird 2016 in 15 Ländern auf fünf Kontinenten ausgetragen.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Mix aus alten und neuen Prüfungen gefällt mir.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Die Rallye Argentinien ist die einzige Rallye im Kalender, die Julien und ich noch nicht gewonnen haben. Auch dieses Jahr wird es nicht einfach, weil wir wieder als Erste auf die Strecke gehen. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben, um meine persönliche Bilanz zu verbessern und die Rallye zum ersten Mal zu gewinnen. Bisher lief die Saison für Julien und mich optimal, wir haben immer das bestmögliche Ergebnis eingefahren. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr optimistisch für Argentinien. Das Wetter kann allerdings sehr tückisch sein. Oftmals schränkt dichter Nebel die Sicht ein, was für einen Rennfahrer nicht sehr angenehm ist. Beim Untergrund müssen wir uns im Vergleich zu Mexiko umstellen, denn der Schotter ist viel weicher, der Boden viel sandiger. Das erfordert einen anderen Fahrstil.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Nach dem Sieg in Mexiko hatte ich das Gefühl: Endlich sind wir in der Saison angekommen. Jetzt müssen wir dieses Momentum mit nach Argentinien nehmen, um dort weitere Schritte in die richtige Richtung zu machen. Argentinien gehe ich genauso an wie Mexiko. Als Sechster zu starten bedeutet in der Regel einen kleinen Vorteil – wenn die Prüfungsstrecken trocken bleiben. Es gibt dieses Jahr mehr Wertungsprüfungen als letztes Jahr. Dafür sind sie etwas kürzer geworden. Dieses Konzept mag ich. Auch der Mix aus alten und neuen Prüfungen gefällt mir. Rund ein Viertel der Strecke ist komplett neu. Hierfür brauchen wir einen neuen Aufschrieb, aber das gilt für jedes Team. Am meisten freue ich mich auf die Sonntagsprüfung ‚Mina Clavero‘, die zuletzt 2013 im Programm war.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Im letzten Jahr hatte ich in Argentinien großes Pech. Zunächst hatte sich ein Reifenschaden zu einem weitaus größeren Problem entwickelt und uns weit zurückgeworfen. Zu guter Letzt mussten wir nach einer Kollision mit einem Felsen auf der Powerstage aufgeben. Ganz klar: In diesem Jahr möchte ich dort auf das Podium fahren, was allerdings nicht einfach wird, denn die Rallye besteht aus vielen neuen Wertungsprüfungen. Der Untergrund in Argentinien ist im Gegensatz zu Mexiko relativ weich und sandig. Dadurch bilden sich schnell tiefe Rinnen im Schotter. Ich mag die Rallye Argentinien sehr, auch wenn sie nicht einfach ist. Ein schöner Ort. Ich war dort immer schnell, habe aber bisher nie ein gutes Ergebnis eingefahren. Das soll sich dieses Jahr allerdings tunlichst ändern.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Keine Frage – wenn man eine solche Serie geschafft hat und die Chance bekommt, das Tüpfelchen auf das i zu setzen, dann ist die Motivation besonders hoch. Einmal rund um den Erdball in Serie gewonnen zu haben – das hat noch kein Hersteller in der Rallye-WM zuvor erreicht. Doch wir gehen die Aufgabe äußerst besonnen und akribisch an, wie bei jedem anderen WM-Lauf auch. Denn wir wissen: In Argentinien waren wir das letzte Mal nicht erfolgreich und müssen uns steigern. Ich bin mir allerdings zu 100 Prozent sicher, dass jeder Einzelne im Team dafür sein Maximum gibt.“


Sonntag, 17.04.2016