Rallye Spanien.

22. bis 25. Oktober 2015.


Aktuelle Reportagen, exklusive Hintergrundberichte, Interviews, spektakuläre Fotos – einfach alles zur Rallye Spanien 2015. Hier sind Sie immer auf dem neuesten Stand.

Zeitplan

 

Hinweis: Angaben im Zeitplan entsprechen der Ortszeit, UTC + 2 Stunden (Stand: 23.09.2015).

 

Donnerstag, 12. November 2015

08:00   Shakedown (Salou), 90 Min. 02,97 km
13:00   Start (Salou)  
18:08 WP 01 Barcelona (Asphalt) 03,20 km

Freitag, 23. Oktober 2015

10:08 WP 02 Móra d'Ebre–Ascó 1 (Schotter) 09,62 km
11:09 WP 03 Caseres 1 (Schotter) 12,50 km
11:36 WP 04 Bot 1 (Schotter) 06,50 km
12:09 WP 05 Terra Alta 1 (Schotter/Asphalt) 35,68 km
14:42 WP 06 Móra d'Ebre–Ascó 2 (Schotter) 09,62 km
15:43 WP 07 Caseres 2 (Schotter) 12,50 km
16:10 WP 08 Bot 2 (Schotter) 06,50 km
16:43 WP 09 Terra Alta 2 (Schotter/Asphalt) 35,68 km

Samstag, 24. Oktober 2015

09:15 WP 10 Porrera (Asphalt) 07,43 km
09:42 WP 11 La Figuera 1 (Asphalt) 26,26 km
10:28 WP 12 Poboleda 1 (Asphalt) 10,63 km
11:23 WP 13 Capafonts 1 (Asphalt) 19,80 km
14:16 WP 14 La Figuera 2 (Asphalt) 26,26 km
15:02 WP 15 Poboleda 2 (Asphalt) 10,63 km
15:57 WP 16 Capafonts 2 (Asphalt) 19,80 km
17:15 WP 17 Salou (Asphalt) 02,24 km

Sonntag, 25. Oktober 2015

07:17 WP 18 Els Guiamets 1 (Asphalt) 06,80 km
07:50 WP 19 Pratdip 1 (Asphalt) 19,30 km
08:37 WP 20 Duesaigües 1 (Asphalt) 12,10 km
10:10 WP 21 Els Guiamets 2 (Asphalt) 06,80 km
10:43 WP 22 Pratdip 2 (Asphalt) 19,30 km
12:08 WP 23P Desaigües 2 (Asphalt) 12,10 km
14:30   Siegerehrung (Salou)  

Sonntag, 25.10.2015


Bilder Tag 3 (22)


Zusammenfassung

Pure Dramatik zum Schluss – Mikkelsen mit Premierensieg!


Die Rallye Spanien erlebt ein unfassbares Ende. So viel Dramatik gab es in der Rallye-Weltmeisterschaft schon lange nicht mehr. Andreas Mikkelsen hatte gerade die Powerstage beendet und sich über seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung gefreut, da erreichte ihn die Meldung, dass der bis dato Gesamtführende Sébastien Ogier in die Leitplanke gerutscht und ausgefallen war. Und tatsächlich: Ogiers Polo R WRC stand stark beschädigt auf der Straße. Er war in einer engen Kurve von der Straße und in die Leitplanke gerutscht.

 

Mikkelsen fragte mehrmals nach und konnte es kaum glauben. Sein erster WRC-Sieg! „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, es ist einfach unglaublich“, sagte Mikkelsen zu Tränen gerührt. „Das ist nicht gerade die Art und Weise, wie ich meinen ersten Sieg holen wollte. Aber ich bin trotzdem sehr glücklich.“ Den ganzen Tag hatte sich Mikkelsen eher nach hinten orientieren müssen. Sechs Wertungsprüfungen waren am letzten Tag noch zu absolvieren. Mikkelsen lag 2,9 Sekunden hinter Latvala auf Rang drei, machte im Verlauf des Tages aber Zehntel um Zehntel auf seinen finnischen Teamkollegen gut.

 

Auf der drittletzten Wertungsprüfung erlitt Latvala dann einen Reifenschaden und verlor knapp acht Sekunden auf Mikkelsen. Die Vorentscheidung? Keineswegs. Denn mit einem Prüfungssieg auf der WP 22 meldete sich Latvala eindrucksvoll zurück und lag vor der abschließenden Powerstage nur noch 1,4 Sekunden hinter Mikkelsen. Doch der blieb ganz cool und holte sich den Sieg in der Powerstage. Und wie wichtig dieser zweite Platz war, zeigte sich ja dann am Ende. Aus Platz zwei wurde auf dramatische Weise der erste WRC-Sieg. 3,1 Sekunden trennten am Ende Mikkelsen und Latvala. Der Volkswagen Doppelsieg war damit perfekt, auch in der Powerstage lagen Mikkelsen und Latvala vorne. Für Mikkelsen war es das perfekte Wochenende. Mehr ging nicht!


Endstand nach 23 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:21.04,8 Std.
2 J. Latvala / M. Anttila +3,1 Sek.
3 D. Sordo / M. Martí +21,2 Sek.
4 M. Østberg / J. Andersson +1.06,3 Min.
5 K. Meeke / P. Nagle +1.08,2 Min.
6 H. Paddon / J. Kennard +1.23,3 Min.
7 M. Prokop / J. Tománek +4.14,2 Min.
8 T. Neuville / N. Gilsoul +8.01,9 Min.
9 P. Tidemand / E. Axelsson +10.18,0 Min.
10 R. Kubica / M. Szczepaniak +12.15,0 Min.

Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Ganz realisiert habe ich es noch nicht.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„In einer lang gezogenen Linkskurve war ich zu schnell und bin am Ausgang etwas zu weit herausgetragen worden. Wir haben die Leitschiene touchiert, sie hat sich leicht verbogen und das Rad hat sich am Pfosten, der die Leitschiene hält, eingehakt. Das hat das Rad herausgerissen – das war das Aus. Zur Sicherheit haben wir uns im Krankenhaus noch einmal gründlich checken lassen. Gut, dass alles in Ordnung ist. Leider haben wir uns durch diesen Fehler um den Sieg gebracht. Aber ich freue mich sehr für Andreas und Ola, die ihren ersten Rallye-WM-Sieg absolut verdient haben.“


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Wenn man an den Verlauf der Rallye denkt, kann man mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Heute entwickelte sich von Anfang an ein spannendes Duell um Platz zwei mit meinem Teamkollegen Andreas Mikkelsen. Ich hatte mit sechs Reifen die sichere Strategie gewählt, Andreas mit fünf die aggressivere und wohl bessere. Jedenfalls war mein Vorsprung nach dem Vormittag fast aufgebraucht. Am Nachmittag habe ich mir dann in Wertungsprüfung 21 einen schleichenden Platten eingefangen und damit eigentlich auch alle Chancen auf Platz zwei vergeben. Nach dem Ausfall meines Teamkollegen Sébastien Ogier bin ich dann doch noch etwas glücklich Zweiter geworden. Am wichtigsten ist aber, dass ihm und seinem Co-Piloten Julien dabei nichts passiert ist. Und Glückwünsche natürlich auch an Andreas und Ola zu deren ersten Sieg in der Rallye-WM. Und in Wales in drei Wochen greife ich wieder an – hoffentlich mit etwas mehr Fortune.“


Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Wir haben auf diesen Moment so lange gewartet und so hart dafür gearbeitet. Als er dann da war, konnten wir es kaum glauben: Wir haben unsere erste WM-Rallye gewonnen! Heute ist genau das Gegenteil von dem passiert, was wir in Schweden durchlebt haben. Ich bin überglücklich, aber ich glaube, ganz realisiert habe ich es noch nicht. Das wird sicher noch ein paar Tage dauern. Wir haben alles auf die Powerstage gesetzt, und endlich haben wir bei dieser Rallye die perfekte Prüfung abgeliefert. Das hätte auf jeden Fall schon zum zweiten Platz gereicht, aber dass als Krönung der Sieg dabei herausspringt, ist natürlich das absolute Sahnehäubchen. Schade für Seb und Julien, aber entscheidend ist, dass ihnen bei dem Ausrutscher nichts passiert ist. Für uns war es ein unglaubliches Wochenende, das wir heute sicher noch richtig feiern werden – mit meiner Familie, mit meinen Mechanikern, dem ganzen Team.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Was für ein unglaubliches Finale, was für eine aufregende Rallye. Zu allererst: Glückwunsch an Andreas Mikkelsen und Ola Fløene, die sich für ihre harte und unermüdliche Arbeit und ihre tollen Leistungen heute mit dem Sieg belohnt haben. Jeder im Team freut sich unbändig für die beiden. Dass wir diese Premiere heute feiern können, verdanken wir der zweiten guten Nachricht: Sébastien Ogier und Julien Ingrassia geht es nach dem Ausrutscher gut. Sie haben zwar auf der Powerstage den sicher geglaubten Sieg verloren, aber angesichts einer erneut starken Rallye hier in Spanien und sieben Siegen in dieser Saison können sie das sportlich sicher verschmerzen. Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben heute in diese Rallye noch einmal alles investiert, mussten sich aber Andreas und Ola geschlagen geben. Wir reisen jetzt nach Großbritannien mit dem Nachweis, mit drei Siegerduos anzutreten.“


Zahl der Rallye

1

Andreas Mikkelsen und Ola Fløene haben mit Volkswagen die Rallye Spanien gewonnen und sich damit erstmals in die Siegerlisten der FIA Rallye-Weltmeisterschaft eingetragen. Nach zwölf Podiumsplatzierungen mit dem Polo R WRC kletterten Mikkelsen und Fløene zum ersten Mal in ihrer Karriere ganz oben auf das Podest – bei ihrem 64. Start in der Königsklasse des Rallye-Sports. 


Mittagsbericht

Das Rudel Wölfe.

 

Es könnte der Volkswagen Sonntag werden. Drei Titelgewinne und der Sieg bei der Rallye Australien sind anvisiert. Das zu feiern? Am liebsten einen Dreifachsieg. Doch dafür müssen Ogier, Latvala und Mikkelsen alles investieren, was sie haben. Ein Showdown.

 

Kris Meeke hat ein bisschen Respekt. „Die sind wie ein Rudel Wölfe“, sagt der Citroën-Fahrer über seine Gegner aus dem Volkswagen Lager. Es geht um den Sieg, um Podiumsplätze. Keiner hält sich zurück. Vollgas für die Top Vier. Drei Prüfungen bot der Sonntagmorgen in Down Under – und die „Vee-Dubs“ ein wahres Bestzeiten-Feuerwerk. Dreimal alle drei Polo R WRC vorn, dreimal in der Reihenfolge Ogier – Latvala – Mikkelsen. Ogier führt knapp vor Latvala, mit gerade einmal 7,3 Sekunden Vorsprung. Latvala ist Zweiter vor Meeke, mit gerade einmal 12,3 Sekunden Vorsprung. Und Meeke ist Dritter vor Mikkelsen, mit gerade einmal 4,2 Sekunden Vorsprung. Es wird ein wahrer Thriller bis zur Ziellinie. Ein Dreifachsieg für Volkswagen ist drin. Der Hunger danach ist groß, bei den „Wölfen“.

 

„Ich will hier gewinnen“, sagt Sébastien Ogier. „Aber wenn Jari-Matti derartig Gas gibt, bleibt uns auch nichts anderes übrig, als alles zu geben.“ Aber es geht nicht nur um den Sieg, es geht auch um die Titel. Das eine Volkswagen Duo will ihn frühzeitig gewinnen, das andere es tunlichst verhindern. Nebenbei ist die Doppelführung von Ogier und Latvala mehr als genug, um auch den Teamtitel zu sichern. 

 

Nach Stand der Dinge sieht es gut aus für eine Feier im Überschwang. Es könnte also der Volkswagen Sonntag werden. Aber bis es so weit ist, stehen noch 21,95 Kilometer auf „Bucca Long“ und 9,23 auf „Wedding Bells“ an. Und das ist nichts für schwache Nerven. Keep it going, Seb, Jari-Matti und Andreas.

Ergebnis nach WP 15: 

 

1. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 2:41.41,1 Std.

2. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) +7,3 Sek.

3. Kris Meeke (Citroën) +19,6 Sek.

4. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +23,8 Sek.

5. Hayden Paddon (Hyundai) +42,2 Sek. 

 


Tag 3 in Spanien.


Samstag, 24.10.2015


Tag 2 der Rallye Spanien. Das Video.


Bilder Tag 2 (13)


Tageszusammenfassung

Der Volkswagen Express erobert Dreifachführung.


Volkswagen dominiert die Rallye Spanien. Selbst Reifenschäden und zwischenzeitliche Bremsprobleme können die Wolfsburger an der Costa Daurada nicht aufhalten. Genau diese Probleme hatte Jari-Matti Latvala am Samstagmorgen. Der Finne verlor zwischenzeitlich über 50 Sekunden auf seinen Teamkollegen, den überlegenen Spitzenreiter Sébastien Ogier, und wurde von Platz zwei auf Rang vier durchgereicht. 

 

Auf den vier Prüfungen am Nachmittag schlug der Finne aber wieder zurück und zog sowohl an Markenkollege Andreas Mikkelsen als auch an Dani Sordo (Hyundai) vorbei. „Der Morgen war wirklich alles andere als optimal, aber am Nachmittag hatte ich dafür umso mehr Spaß und konnte richtig attackieren“, zeigte sich Latvala nach Tag zwei in Spanien dann doch wieder deutlich glücklicher als ein paar Stunden zuvor. Ogier baute vorne seine Führung auf 54 Sekunden aus. „Das macht richtig Spaß“, sagte der Franzose. „Ich habe ein tolles Gefühl fürs Auto und konnte vor allem auf den sauberen Asphalt-Passagen sehr gut angreifen.“

 

Mikkelsen machte am Nachmittag auch eine Position gut. Er rutschte quasi im Windschatten Latvalas an Sordo vorbei und machte damit die Dreifachführung für Volkswagen bei der vorletzten Rallye des Jahres perfekt. „Ich bin zufrieden mit dem Tag“, sagte Andreas über Tag zwei, der im Gegensatz zum Vortag komplett auf Asphalt statt auf Schotter ausgetragen wurde. Er fügte grinsend hinzu: „So langsam groove ich mich auf Asphalt ein.“ Das ist doch eine gute Basis für den letzten Rallye-Tag auf der Iberischen Halbinsel. Noch sind sechs Wertungsprüfungen zu fahren.


Stand nach 17 von 23 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:34.56,4 Std.
2 J. Latvala / M. Anttila +54,0 Sek.
3 A. Mikkelsen / O. Fløene +56,9 Sek.
4 D. Sordo / M. Martí +1.01,4 Min.
5 K. Meeke / P. Nagle +1.42,2 Min.
6 M. Østberg / J. Andersson +1.43,7 Min.
7 T. Neuville / N. Gilsoul +1.56,5 Min.
8 H. Paddon / J. Kennard +1.56,5 Min.
9 M. Prokop / J. Tománek +4.22,9 Min.
10 P. Tidemand / E. Axelsson +7.12,6 Min.

Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Mit einem blauen Auge davongekommen.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Das war erneut ein großartiger Tag für Julien und mich bei der Rallye Spanien. Die Asphalt-Prüfungen sind fantastisch, als Fahrer hat man unglaublich viel Spaß im Cockpit. Dazu kommt, dass ich mit den neuen Michelin-Reifen besser zurechtkomme als mit der Vorgänger-Version. Der Polo reagiert auf Lenkbewegungen einfach perfekt. Es ist wie auf der Rundstrecke, mit dem Unterschied, dass wir für die ideale Linie zwar auch die Breite der Straße nutzen, aber keine Auslaufzone haben – der Adrenalinpegel ist deshalb etwas höher. Ich wusste, dass ich von Beginn an Gas geben muss, um vor allem Jari-Matti auf Abstand zu halten. Nach seinem Reifenschaden und dem dadurch größeren Vorsprung sind wir anschließend etwas weniger Risiko eingegangen.“


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Heute bin ich mit einem blauen Auge davongekommen – ich bin immer noch Zweiter. Am Vormittag hatte ich Probleme beim Bremsen. Als ich das gelöst hatte, habe ich direkt versucht, die verlorene Zeit wieder wettzumachen. Dabei habe ich zu viel riskiert und mir in einer Rechtskurve zehn Kilometer nach dem Start zur zwölften Wertungsprüfung einen Reifenschaden eingefangen. Damit war der Kampf um den Sieg für mich natürlich vorbei. Dennoch habe ich mir am Ende des Tages den zweiten Platz zurückgeholt. Und ich werde versuchen, ihn bis ins Ziel zu verteidigen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Mein Plan scheint Stück für Stück aufzugehen. Wie gestern wollte ich heute keine verrückten Dinge anstellen, sondern ein vernünftig hohes Tempo anschlagen. Mein Ziel war es, Dani Sordo bis zum Ende der Rallye einzuholen, wenn möglich sogar zu überholen. Das ist uns bereits am Samstag gelungen. Dazu stecken wir mitten in einem schönen Zweikampf um die zweite Position mit unserem Teamkollegen Jari-Matti Latvala. Alles in allem war es ein guter Tag für uns. Für morgen ist der Plan, den Druck weiter aufrechtzuerhalten und das Duell mit Jari-Matti bis zum Zielstrich weiterzuführen.“


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Alle drei Volkswagen Piloten haben heute gute Leistungen abgerufen und es scheint, als sei der Volkswagen Express auf Asphalt gut ins Rollen gekommen. Der Tag hatte heute bei acht von acht möglichen Bestzeiten nur einen kleinen Makel: den Reifenschaden von Jari-Matti Latvala, den er sich mit etwas zu viel Risiko eingefangen hat. Aber der hat auch etwas Gutes: Wir erleben einen packenden Kampf um die zweite Position, unter anderem mit Andreas Mikkelsen, der viele Positionen gutgemacht hat. Im Moment sieht es so aus, als sei Sébastien Ogier schon weit enteilt. Aber in der Rallye-WM kann man sich dessen nicht sicher sein. Es steht uns noch ein aufregender Sonntag ins Haus. Auf den freuen wir uns natürlich angesichts von drei Volkswagen Fahrern an der Spitze besonders.“


Zahl des Tages

396

Derzeit hat Sébastien Ogier von 2013, 2014 und 2015 396 Prüfungsbestzeiten auf der Haben-Seite. Der Champion nähert sich bei der Rallye Spanien seiner 400. Prüfungsbestzeit. Am abschließenden Tag der Rallye Spanien stehen weitere sechs Prüfungen an, um die runde Zahl zu erreichen. Was dafür spricht? Spanien ist für Ogier ein guter Ort. 2013 hatte der Volkswagen Pilot an gleicher Stelle die 200 vollgemacht – also vor genau zwei Jahren.


Mittagsbericht

Volkswagen auch auf Asphalt spitze.

 

Die Rallye Spanien hat es wie vielleicht keine andere Rallye im Kalender in sich. Zumindest gibt es keine andere Rallye, die so viel Abwechslung bietet, was den Untergrund angeht. Denn nach den Wertungsprüfungen auf Schotter (mit kurzen Passagen auf Asphalt), ging es am Samstag an der Costa Daurada ausschließlich über asphaltierte Landstraßen. Über Nacht mussten die Mechaniker die Fahrwerke der WRC-Autos umbauen, genauer gesagt tieferlegen, die Dämpfer austauschen und natürlich Slicks aufziehen. Aber darin haben die routinierten Mechaniker-Teams mittlerweile Übung. Sie haben es oft genug gemacht.

 

Vom rutschigen Schotter ging es also rauf auf die Landstraßen an der spanischen Mittelmeer-Küste. Wie tückisch diese malerischen Straßen mit ihrem makellosen Asphalt sein können, musste die Konkurrenz von Volkswagen schmerzlich erfahren. Gleich mehrere Top-Fahrer verunfallten und fielen zurück, darunter auch Ott Tänak (Ford) und sein M-Sport-Teamkollege Elfyn Evans. Von Tänaks Ausfall, der bis dahin auf Rang drei gelegen hatte, profitierte vor allem Volkswagen Fahrer Andreas Mikkelsen. Er rückte auf der elften Wertungsprüfung gleich zwei Plätze vor auf Rang vier: Tänak war ausgefallen, zudem schnappte er sich noch Landsmann Mads Østberg (Citroën).

 

Ganz unverschont von Zwischenfällen blieb aber auch Volkswagen nicht. Jari-Matti Latvala, bis dato starker Zweiter hinter Teamkollege Sébastien Ogier, hatte am Vormittag zeitweise mit Bremsproblemen an seinem Polo R WRC zu kämpfen. Als diese dann endlich verschwunden waren, erlitt sein WRC-Renner auf der vorletzten Prüfung vor der Mittagspause einen Reifenschaden. „Das geht alleine auf meine Kappe, ich habe in einer Kurve zu stark abgekürzt und mir meinen Reifen aufgeschlitzt“, sagte Latvala im Ziel sichtlich geknickt. Ganz so dramatisch waren die Folgen allerdings nicht: Noch liegt Latvala auf Platz vier, nur knapp sechs Sekunden hinter Teamkollege Mikkelsen, der sich wiederum nur 1,5 Sekunden hinter Lokalmatador Dani Sordo (Hyundai) befindet. Vorneweg fährt derzeit Seb Ogier. Er ist mit 51,4 Sekunden Vorsprung kaum noch einzuholen. Aber noch sind ja zehn Wertungsprüfungen zu absolvieren.

 

Ergebnis nach WP 13:

 

1. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 2:01.14,6 Std.

2. Dani Sordo (Hyundai) + 51,4 Sek.

3. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) + 52,9 Sek.

4. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) + 58,9 Sek.

5. Mads Østberg (Citroën) + 1:15,1 Min.


Tag 2 in Spanien.


Freitag, 23.10.2015


Tag 1 der Rallye Spanien. Das Video.


Bilder Tag 1 (14)


Tageszusammenfassung

Das Beste zum Schluss: Ogier nach Tag 1 in Führung.

Erneut war sie das Zünglein an der Waage. Wie bereits beim ersten Durchgang am Morgen wechselte die Führung bei „Terra Alta 2“, der letzten Wertungsprüfung des ersten Tages der Rallye Spanien. Und es war erneut Volkswagen Pilot Sébastien Ogier, der am Ende die Nase gegenüber seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala vorn hatte.

Beim ersten Durchgang von „Terra Alta“, mit 35,68 Kilometern die längste Wertungsprüfung der Rallye Spanien, machten Ogier und Latvala jeweils fünf Positionen in der Gesamtwertung gut. Ogier führte vor Latvala, doch bereits bei der ersten Prüfung am Nachmittag eroberte der Finne die Spitzenposition und baute den Vorsprung auf Ogier aus. 3,2 Sekunden waren es vor der letzten Prüfung des Tages.

Dann schlug die Stunde des Sébastien Ogier. Oder besser gesagt: die 22.49,4 Minuten. Besonders auf dem zentralen, ungefähr acht Kilometer langen Asphalt-Abschnitt war Ogier klar schneller als die Konkurrenz. „Seb war sehr gut bei dieser Wertungsprüfung“, lobte Latvala seinen Teamkollegen im Ziel. „Ich hingegen konnte nicht so fahren wie am Morgen.“

Der dritte Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen beendete den Tag als Gesamtsechster mit 37,4 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Doch morgen werden die Karten neu gemischt. Am Freitagabend werden die World Rally Cars beim 75-minütigen Flexi-Service auf Asphalt-Spezifikation umgebaut. Am Samstag und Sonntag stehen dann insgesamt 199,45 Asphalt-Kilometer gegen die Uhr auf dem Programm.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Ab morgen eine völlig neue Rallye.“


Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
Ein fantastischer Tag. Ich bin mit unserer Leistung zum Auftakt der Rallye Spanien extrem zufrieden. Der lange Tag mit acht aufeinanderfolgenden Schotter-Prüfungen ohne zwischenzeitlichen Service war eine echte Herausforderung, die wir und der Polo optimal bewältigt haben. Besonders am Nachmittag hatten Julien und ich auf der letzten, 35 Kilometer langen Prüfung immer noch sehr gute Reifen, was vermutlich den Unterschied ausgemacht hat. Mit dem Wechsel auf Asphalt beginnt ab morgen eine völlig neue Rallye. Das Auto ist viel härter eingestellt, reagiert direkter beim Bremsen und Einlenken. Eine erneute Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Da die Strecken hier sehr breit sind, wird es ein bisschen wie auf der Rundstrecke. Eine gute Linienwahl wird entscheidend sein.

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
Ich bin sehr zufrieden und werde am Samstag versuchen, so weiterzumachen. Zwar bin ich nicht so gestartet, wie ich mir das vorgenommen hatte. Aber nach der ersten Prüfung heute Vormittag wusste ich, dass ich etwas ändern muss. Daraufhin habe ich nicht nur am Set-up des Fahrzeugs gearbeitet, sondern auch an meiner mentalen Einstellung. Das hat sich sofort in besseren Zeiten bemerkbar gemacht. Vor allem auf der langen Prüfung ‚Terra Alta‘ war ich im Vergleich zum letzten Jahr viel schneller. Der Polo R WRC lief einwandfrei und mit dem Reifenverschleiß hatte ich auch keine Probleme.

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
Heute habe ich noch nicht so in den Rhythmus gefunden, wie ich mir das gewünscht hätte. Am Vormittag bin ich es einfach zu vorsichtig angegangen und habe kontinuierlich Zeit verloren. Am Nachmittag habe ich versucht, mir die Reifen ordentlich einzuteilen und war auf der ‚Monster‘-Prüfung, der ‚Terra Alta‘, auch zufrieden mit meiner Leistung. Platz sechs ist aber dennoch nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Morgen steht eine ganz andere Rallye Spanien für uns an. Auf den Asphalt-Prüfungen fahren wir dann die härteste Fahrwerksabstimmung der ganzen Saison. Nach diesem krassen Wechsel von Schotter auf Asphalt müssen wir schauen, was für uns dann noch möglich ist.


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
Heute hat die Taktik eine große Rolle gespielt und unsere Fahrer haben in dieser Hinsicht einen klasse Job gemacht. Es ging darum, sich die Reifen und die lange Wertungsprüfung möglichst clever einzuteilen. Das haben Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen mit den drei besten Zeiten zum Abschluss unter Beweis gestellt. Es wird spannend werden, wie sich die Rallye auf Asphalt und damit unter ganz anderen Vorzeichen entwickeln wird. Bis hierhin sind wir mit dem Verlauf jedenfalls überaus zufrieden.


Stand nach 9 von 23 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1:24.58,4 Std.
2 J. Latvala / M. Anttila +4,0 Sek.
3 O. Tänak / R. Mõlder +11,3 Sek.
4 D. Sordo / M. Martí +26,9 Sek.
5 M. Østberg / J. Andersson +29,7 Sek.
6 A. Mikkelsen / O. Fløene +37,4 Sek.
7 H. Paddon / J. Kennard +38,3 Sek.
8 K. Meeke / P. Nagle +59,4 Sek.
9 T. Neuville / N. Gilsoul +1.03,8 Min.
10 E. Evans / D. Barritt +1.09,2 Min.

Zahl des Tages

75

Über Nacht steht den Teilnehmern ein abrupter Wechsel vom Schotter- in den Asphalt-Modus bevor. Am Samstag und Sonntag werden an der Costa Daurada vor den Toren Barcelonas Rundstrecken-ähnliche Wertungsprüfungen ausgetragen, nachdem der Freitag ganz im Zeichen von Schotter-Strecken stand. Die Mechaniker bauen beim längsten Service der Saison in maximal 75 Minuten die World Rally Cars auf die Asphalt-Konfiguration um und wechseln dabei mehr als 1.300 Einzelteile pro Fahrzeug.


Mittagsbericht

Staubige Angelegenheit – Volkswagen vorn.

 

Nachdem sich der Staub gelichtet hatte, traute die Konkurrenz ihren Augen wohl erst einmal nicht. Nach fünf Wertungsprüfungen lagen tatsächlich die beiden Volkswagen Fahrer Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala in Führung. Sie hatten die Terra Alta, die längste Wertungsprüfung der Rallye Spanien an der Costa Daurada, in ihren Polo R WRC am schnellsten gemeistert und stürmten von den Plätzen sechs und sieben in der Gesamtwertung nach ganz vorne.

 

Dabei waren die Bedingungen am Vormittag alles andere als ideal. Die Tatsache, dass Seb Ogier dieses Mal als WM-Führender als Erster auf die Piste ging, stellte sich hier als Vorteil heraus. Denn aufgrund absoluter Windstille hielt sich der Staub auf den Schotter-Prüfungen hartnäckig in der Luft und verzog sich nur sehr langsam. Die nachfolgenden WRC-Autos absolvierten also die anspruchsvollen Wertungsprüfungen streckenweise im Blindflug. 

 

Schnelle Zeiten waren somit kaum möglich. Seb hingegen hatte freie Sicht. Doch sein Vorteil, als Erster zu starten, wurde durch einen anderen Nachteil wieder zunichte gemacht: fehlender Grip, da der Schotter noch von einer feinen Staubschicht überzogen war, die erst weggefahren werden musste. „Das war wirklich sehr rutschig, vor allem gegen Ende der Wertungsprüfungen“, sagte Ogier. „Ich habe jedoch stets mein Bestes gegeben und war unter dem Strich zufrieden.“

 

Auf der Terra-Alta-Wertungsprüfung, der mit 35,68 Kilometern längsten der ganzen Rallye, gelang Volkswagen dann schließlich das Comeback. Ogier und Latvala („Das ist heute wirklich ein harter Job, nicht einfach!“) profitierten dabei vor allem von einem Zwischenfall des bis dato Führenden Robert Kubica (Ford), der aus dem Kampf um eine Spitzenposition frühzeitig ausschied. Aber auch die übrige Konkurrenz, allen voran Mads Østberg (Citroën), verlor massig Zeit. Volkswagen fand auf der fünften Wertungsprüfung, die neben Schotter- auch kurze Asphalt-Passagen beinhaltete, zurück in die Spur. Ob der Staub auch am Nachmittag ein Thema sein wird, bleibt abzuwarten. Immerhin hat sich Volkswagen bereits eine gute Basis für den Nachmittags-Durchgang geschaffen.

 

Ergebnis nach WP 5:

 

1. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 44.52,2 Min.

2. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) + 0,8 Sek.

3. Ott Tänak (Ford) + 2,5 Sek.

4. Dani Sordo (Hyundai) + 9,7 Sek.

5. Mads Østberg (Citroën) + 17,3 Sek.


Tag 1 in Spanien.


Donnerstag, 22.10.2015


Der Eröffnungstag der Rallye Spanien. Das Video.


Bilder Eröffnungstag (19)


Tageszusammenfassung

Ogier Schnellster am Fuße des Montjuïc.

Während die Abendsonne hinter dem Montjuïc verschwand, startete für die Elite der Rallye-WM am Fuße des „Hausbergs“ Barcelonas die erste Herausforderung der Rallye Spanien. 3,2 Kilometer auf dem Gelände der Weltausstellung des Jahres 1929 und der Olympischen Sommerspiele 1992 standen auf dem Programm. Und der "Spanien-Sieger" der vergangenen beiden Jahre war auch bei der ersten Wertungsprüfung in Katalonien der Schnellste: Volkswagen Pilot Sébastien Ogier (3.37,8 Minuten) sicherte sich souverän die Bestzeit.

Die zweitbeste Zeit ging an Hyundai-Pilot Thierry Neuville (+ 2,1 Sekunden), Ogiers Teamkollege Andreas Mikkelsen (+2,9 Sekunden) lieferte die drittschnellste Zeit ab. Der dritte Volkswagen Pilot im Bunde – Jari-Matti Latvala – erreichte mit seiner Runde Rang sieben. Der Parcours am Fuße des Montjuïc verlangte den Fahrern einiges ab. Schnelle Richtungswechsel auf kurzen Asphalt-Geraden wechselten sich ab mit kurzen, aber rutschigen Schotter-Abschnitten. Vier zu absolvierende „Donuts“ sorgten außerdem bei den zahlreichen Zuschauern an der Strecke für gute Unterhaltung. Reichlich Action wird auch am morgigen Tag geboten. Und es wird vor allem staubig: Es stehen die Schotter-Prüfungen auf dem Programm.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Eine wirklich großartige Kulisse.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Ein wirklich guter Auftakt für uns vor einer wirklich großartigen Kulisse. Wir hatten auf der ersten Wertungsprüfung in Barcelona eine sehr saubere Fahrt und ich bin mit der Zeit sehr zufrieden. Aber morgen beginnt die Rallye erst so richtig und wir werden alles geben müssen, um am Ende wieder vorn zu sein. Und das ist wie immer unser Ziel.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Bei der kurzen Wertungsprüfung zum Start der Rallye Spanien haben andere mehr Augenmerk darauf gelegt, zuvor die Reifen anzufahren, als wir das getan haben. Deswegen haben wir wohl etwas Zeit auf die Spitze verloren. Aber die Rallye beginnt ernsthaft erst morgen mit acht Wertungsprüfungen. Darauf konzentrieren wir uns.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Die Wertungsprüfung am Montjuïc ist definitiv eines der Auftakt-Highlights im Rallye-WM-Kalender. Tausende von begeisterten Zuschauern und eine herausragende Kulisse sorgen bei uns Fahrern stets für echtes Gänsehaut-Gefühl. Nach diesem emotionalen Beginn freue ich mich auf die ersten wahren Wertungsprüfungen der Rallye Spanien am Freitag. Der Anfang jedenfalls war nicht so schlecht – auch sportlich.“


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Kulisse stimmt, Zuschauerzuspruch stimmt, Ergebnis stimmt – der Auftakt zur Rallye Spanien ist für Volkswagen einfach perfekt verlaufen. Dieser Abend hat uns im Team Lust auf mehr Rallye Spanien gemacht. Und wir freuen uns bereits auf diese einzigartige Rallye mit ihrem Mix aus Schotter und Asphalt. Und nach dieser Wertungsprüfung am Montjuïc denke ich, dass es den Fans ebenfalls so geht.“


Stand nach 1 von 23 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3 Min. 37,8 Sek.
2 T. Neuville / N. Gilsoul +2,1 Sek.
3 A. Mikkelsen / O. Fløene +2,9 Sek.
4 K. Meeke / P. Nagle +3,3 Sek.
5 R. Kubica / M. Szczepaniak +3,9 Sek.
6 M. Østberg / J. Andersson +4,7 Sek.
7 J. Latvala / M. Anttila +5,2 Sek.
8 H. Paddon / J. Kennard +5,4 Sek.
9 D. Sordo / M. Martí +6,4 Sek.
10 N. Al-Attiyah / M. Baumel +6,5 Sek.

Zahl des Tages

10

 

„Zehn Euro, dass ich gewinnen werde“. Diesen Satz hat Andreas Mikkelsen vor einem Wettbewerbsvergleich der drei Volkswagen Fahrer am Simulator zum kürzlich erschienenen, offiziellen Rallye-WM-Spiel „WRC 5“ ausgesprochen. Wette angenommen, Wette durch Mikkelsen gewonnen. Der entschied nämlich beide Durchgänge auf der Prüfung „Els Guiamets“ mit knapp fünf Kilometern Länge gegen seine Teamkollegen Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala – beide mit 2.59,098 Minuten zeitgleich – deutlich für sich (2.57,767 Minuten).


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Von mir aus kann es losgehen.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Die Rallye Spanien ist eine meiner Lieblingsrallyes im Kalender, nicht nur weil Julien und ich hier die letzten zwei Male gewonnen haben. Der Wechsel von Schotter auf Asphalt nach dem ersten langen Tag macht diesen WM-Lauf zu einer besonderen Herausforderung. Als Fahrer muss man sich sehr schnell von einer weicheren Schotter-Abstimmung an ein viel härteres Asphalt-Set-up gewöhnen, wo das Auto viel direkter reagiert und deutlich mehr Grip hat. Der Shakedown ist deshalb hier nicht ganz so aussagefähig, weil wir ab Samstag mit einem komplett anderen Auto unterwegs sind. Wir sind gut vorbereitet, der Polo funktioniert bestens – von mir aus kann es losgehen.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Bei dieser Rallye mit wechselndem Untergrund ist es wichtig, für Asphalt und Schotter ein passendes Set-up zu finden, und alles in allem fühlte sich der Polo auch gut an. Es war heute Früh nicht ganz einfach, weil es zum Teil recht rutschig war. Deshalb bin ich es auch eher etwas zurückhaltend angegangen. Aber ich bin zufrieden – der Shakedown lief planmäßig. Jetzt freue ich mich auf die Rallye.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Rang drei in der Meisterschaft zu sichern, ist das oberste Ziel hier in Spanien. Denn ich würde gern bei der Rallye Großbritannien in drei Wochen frei von taktischen Zwängen fahren. Je nach Situation könnte es aber sein, dass ich schon hier in Spanien attackiere. Denn Rang zwei in der WM ist noch möglich. Wie auch immer: Der Shakedown heute diente allenfalls als Warm-up, der ohne Probleme für uns verlief. Was die Streckencharakteristik angeht, war er nicht besonders repräsentativ für das, was uns die kommenden Tage erwartet. So oder so – wir sind gut vorbereitet.“


Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die Rallye Spanien ist etwas Besonderes im Kalender. Den Wechsel von Schotter auf Asphalt gibt es nur hier. Auch der Shakedown heute war ein Mix aus diesen beiden Untergründen – wenngleich keine typische Rallye-Spanien-Prüfung. Sie diente heute eher als letzter Funktionstest für die Autos und als Warm-up für die Fahrer, um vor dem Auftakt heute Abend rechtzeitig in den Rallye-Modus zu wechseln. Wir sind zufrieden, alle Systeme laufen perfekt und das gesamte Team ist bereit für die Rallye Spanien. Nach den erfolgreichen Jahren 2013 und 2014 wollen wir hier erneut zeigen, was in uns steckt. Ich denke, wir stehen vor einer spannenden Rallye Spanien.“


Shakedown-Bericht

Alle Systeme laufen perfekt.

 

Warm-up gemeistert, bereit für die Rallye Spanien: Volkswagen ist mit guten Zeiten in den vorletzten Saisonlauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) gestartet. Beim „Freien Training“ setzten die dreimaligen Weltmeister* Sébastien Ogier und sein Beifahrer Julien Ingrassia als insgesamt Zweitschnellste die beste Zeit eines Polo R WRC.

 

Ihre Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila beendeten den Shakedown zur Rallye Spanien auf der sechsten, Andreas Mikkelsen und Ola Fløene auf der siebten Position. Die 2,97 Kilometer lange Strecke in unmittelbarer Nähe zum Servicepark in Salou bildete allerdings keinen für die kommende Rallye Spanien repräsentativen Abschnitt.

 

Die Rallye Spanien ist mit ihrem Wechsel aus Schotter-Prüfungen am Freitag und Asphaltprüfungen am Samstag und Sonntag einzigartig im Kalender der Rallye-WM. Neben der Umstellung des Fahrstils von Schotter- auf Asphalt-Modus für die Fahrer stehen die Mechaniker am Freitagabend vor der Aufgabe, ein Rallye- in nur 75 Minuten gewissermaßen in ein Rennauto zu verwandeln.

 

Zunächst beginnt am Donnerstagabend die Rallye Spanien mit der spektakulären ersten Wertungsprüfung in Barcelona. Die Hauptstadt Kataloniens ist mit ihrer 3,2 Kilometer langen WP am Fuße des Montjuïc Gastgeber des stimmungsvollen Auftakts, der um 18:08 Uhr Ortszeit beginnt.

 

* Vorbehaltlich der Bestätigung durch die FIA.

 

 

 

Ergebnis Shakedown: 

 

1. Hayden Paddon (Hyundai) 2.07,5 Min.

2. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 2.07,7 Min.

3. Robert Kubica (Ford) 2.07,8 Min.

4. Ott Tänak (Ford) 2.08,6 Min.

5. Dani Sordo (Hyundai) 2.08,8 Min.

6. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) 2.09,5 Min.

7. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) 2.09,7 Min.

8. Elfyn Evans (Ford) 2.10,3 Min.

9. Thierry Neuville (Hyundai) 2.10,3 Min.

10. Mads Østberg (Citroën) 2.10,5 Min.


Eröffnungstag in Spanien.


Freitag, 16.10.2015


Die einzige ihrer Art: Volkswagen stellt sich Asphalt-Schotter-Mix.

Der Untergrund steht im Vordergrund – Volkswagen stellt sich bei der Rallye Spanien (22.–25. Oktober) mit dem Polo R WRC einer einzigartigen Herausforderung. Der zwölfte und vorletzte Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in dieser Saison ist die einzige Rallye im WM-Kalender, bei der die Teams sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter gegen die Uhr antreten. Perfekt in dieser Disziplin: die alten und neuen Weltmeister* Sébastien Ogier und Julien Ingrassia (F/F). Im vergangenen Jahr hatten sich die beiden Franzosen mit einem Sieg auf der Iberischen Halbinsel ihren zweiten WM-Titel gesichert. Auch 2013, als Volkswagen an gleichem Ort den Hersteller-Titel gewonnen hatte, hießen die „Spanien“-Sieger Ogier/Ingrassia. In beiden Jahren auf Platz zwei und damit Garanten für den Doppelerfolg waren die zuletzt auf Korsika siegreichen WM-Zweiten Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN). Mit dem Erfolg bei der Rallye Frankreich haben Latvala/Anttila ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf 34 Punkte gegenüber dem dritten Volkswagen Duo – Andreas Mikkelsen/Ola Fløene (N/N) – ausgebaut. Verteidigen Latvala/Anttila in Spanien mindestens 28 Punkte ihres Vorsprungs auf die aktuellen WM-Dritten Mikkelsen/Fløene, ist ihnen die „Vizeweltmeisterschaft“ nicht mehr zu nehmen.

 

„Die Rallye Spanien ist einzigartig. Wir müssen den Polo sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt optimal einstellen“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. „Das bedeutet nicht nur, dass Fahrer und Beifahrer einen wachen Geist und hohe Adaptionsfähigkeit brauchen, sondern es verlangt auch dem Team, allen voran den Mechanikern, alles ab. In den vergangenen zwei Jahren ist uns der Umstieg von Schotter auf Asphalt gut gelungen und wir waren in Spanien erfolgreich. In diesem Jahr ist es natürlich unser Ziel, hier den Sieg-Hattrick perfekt zu machen. Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben auf Korsika dominiert und reisen mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein nach Spanien. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia hatten bei ihrer Heimrallye viel Pech – klar, dass sie zurückschlagen und ihren achten Saisonsieg feiern möchten. Auch Andreas Mikkelsen und Ola Fløene haben Platz zwei in der Gesamtwertung noch nicht abgeschrieben. Es wird also spannend.“

 

Das ist neu in diesem Jahr – 23 Wertungsprüfungen, 51 Prozent unbekanntes Terrain

 

Schotter, Asphalt, Asphalt – dieser Oberflächen-Reihenfolge stellt sich die Rallye-WM-Elite am Freitag und den zwei folgenden Rallye-Tagen in Barcelona und Umgebung. Und noch mehr: Insgesamt stehen bei der 51. Ausgabe der Rallye Spanien 23 Wertungsprüfungen – sieben mehr als 2014 – mit insgesamt 331,25 Prüfungskilometern auf dem Programm. Für 51 Prozent der Route müssen die Fahrer/Beifahrer-Duos einen neuen Aufschrieb erstellen.

 

Eine große Bandbreite an Herausforderungen – das ist die Rallye Spanien 2015

 

Die Rallye Spanien bietet eine große Bandbreite an Herausforderungen für Fahrer und Beifahrer. Am Donnerstagabend wird – wie im vergangenen Jahr – die nur 3,2 Kilometer lange Wertungsprüfung „Barcelona“ am Montjuïc ausgetragen. Das Gelände der Weltausstellung des Jahres 1929 und der Olympischen Sommerspiele 1992 wird zum Zuschauer-Magneten, wenn die Rallye-WM-Elite auf dem engen Parcours in der katalanischen Metropole die Rallye Spanien eröffnet. Staubig hingegen wird es am Freitag: An diesem Tag stehen die vorrangig auf Schotter zu absolvierenden Prüfungen auf dem Programm. Allesamt mit einer feinen Schotterschicht überzogen, die mit jedem World Rally Car mehr und mehr davongefegt wird. Typisch: die WP „Terra Alta“ mit ihren fünf Oberflächen-Wechseln und einem zentralen Asphalt-Abschnitt. Mit 35,68 Kilometern ist sie zudem die längste WP der Rallye Spanien.

 

Viel Gefühl, gute Linienwahl – was bei der Rallye Spanien gebraucht wird

 

Nach dem kompletten Umbau der World Rally Cars auf Asphalt-Spezifikation stehen am Samstag und Sonntag insgesamt 199,45 Kilometer gegen die Uhr auf diesem Untergrund auf dem Programm. Teile der „Riudecanyes“-Prüfung aus dem vergangenen Jahr werden dieses Mal in umgekehrter Richtung bei „Duesaigües“ absolviert. Deren zweiter Durchgang bildet die Powerstage, bei der für die drei besten Crews Extra-Punkte für die Fahrer- und Beifahrer-WM vergeben werden. Dank der Rallye sind die beiden Kreisverkehre, die hier durchfahren werden, in Spanien berühmt geworden. Selbstredend, dass einer davon mit einem Pflicht-Donut zu bewältigen ist. Schmale, verwundene Bergab-Passagen sind ebenfalls ein prägender Teil dieser bekannten WP. Gefragt sind bei der Rallye Spanien viel Gefühl für das Auto auf den Schotter-Abschnitten und ein gutes Gespür für die perfekte Linienwahl auf den kurvigen, verwundenen Asphalt-Strecken, die manches Mal an klassische Rennstrecken erinnern.

 

(Doppel-)Siege, Titel, Meilensteine – erfolgreiches Pflaster Spanien

 

Zwei Siege bei zwei Auftritten, der erste Doppelerfolg in der Geschichte des Polo R WRC und der vorzeitige Gewinn des Hersteller-Titels 2013 sowie der Fahrer- und Beifahrer-Weltmeisterschaft durch Sébastien Ogier und Julien Ingrassia im vergangenen Jahr – für Volkswagen waren die Asphalt- und Schotter-Pisten der Rallye Spanien stets ein erfolgreiches Pflaster. Im vergangenen Jahr sorgten Ogier/Ingrassia sowie Latvala/Anttila für den seinerzeit zehnten Doppelerfolg des 318 PS starken Allradlers aus Wolfsburg. Vor der diesjährigen Ausgabe der Rallye Spanien schlagen für die drei Volkswagen Fahrer-Duos insgesamt 16 Doppelsiege zu Buche.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Jeder ist hungrig auf den Sieg.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Wenn ich an die Rallye Spanien denke, fallen mir natürlich unsere Erfolge in den vergangenen beiden Jahren ein. 2014 haben Julien und ich mit dem Sieg in Spanien unseren zweiten Fahrer-Titel geholt, 2013 haben wir als Team den Hersteller-Titel für Volkswagen vorzeitig gesichert. Die Jubel-Szenen, die strahlenden Gesichter bei allen im Team – so etwas bleibt einfach im Gedächtnis hängen. Dieses Jahr wollen wir wieder einen Grund zum Feiern haben, vor allem nach der für Julien und mich enttäuschend verlaufenen Rallye Frankreich. Das wird jedoch alles andere als einfach. Über die Hälfte der Wertungsprüfungen bei der Rallye Spanien sind neu, da fangen alle bei null an. Hinzu kommt natürlich die Herausforderung mit den unterschiedlichen Oberflächen an den drei Rallye-Tagen. 2014 war es ein enges Duell zwischen Jari-Matti Latvala und mir. Ich erwarte, dass es auch dieses Mal so sein wird. Obwohl die Weltmeisterschaft entschieden ist, geben wir natürlich Vollgas. Ich denke, das zeichnet uns auch als Team aus. Alle geben 100 Prozent und jeder ist hungrig auf den Sieg.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Die Rallye Spanien gehört zu meinen Lieblingsrallyes. Im vergangenen Jahr war es ein enges Duell zwischen Sébastien Ogier und mir. Ich habe bis zum Schluss alles gegeben und die abschließende Powerstage gewonnen. Leider haben mir zum Sieg etwas mehr als elf Sekunden gefehlt. Zu Beginn der Rallye war ich noch nicht zu 100 Prozent im Schotter-Modus. Ich hatte mehr auf die Asphalt-Abstimmung hingearbeitet und damit vor allem am letzten Rallye-Tag die Wertungsprüfungen für mich entschieden. Du musst aber an den ersten Tagen in Spanien auf Schotter eingestellt sein, wenn du vorn mit dabei sein möchtest. Daraus habe ich gelernt und weiß nun, wie ich den Polo abzustimmen habe und dass ich diese Abschnitte sauberer fahren muss. Die Oberfläche der Schotterprüfungen ist relativ hart, allerdings liegt eine feine, lose Schicht darüber. Der Sieg auf Korsika hat mir auf jeden Fall eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein gegeben. Jetzt stehen noch zwei Rallyes an und ich möchte bei beiden um den Sieg kämpfen.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„In diesem Jahr gibt es bei der Rallye Spanien einige neue Wertungsprüfungen. Das kommt mir entgegen. Ich mag es, mich an neue Abschnitte heranzutasten, und war auf diesen in der Vergangenheit immer schnell unterwegs. Eines ändert sich bei der Rallye Spanien allerdings nicht: Den ersten Tag fahren wir – mit Ausnahme der Barcelona-WP am Donnerstag – auf Schotter, die anderen beiden Tage auf Asphalt. Es ist immer knifflig, sich innerhalb eines Tages von Schotter auf Asphalt umzustellen. Hoffentlich werden Ola und ich schnell unseren Rhythmus finden. Im vergangenen Jahr hat mich ein Plattfuß am Samstag über zwei Minuten gekostet. Ohne ihn wäre ein Platz auf dem Podium möglich gewesen, so bin ich Siebter geworden. Ich habe die Rallye Spanien in meiner Karriere noch nicht fehlerfrei absolviert. Eine fehlerfreie Rallye ist daher auf jeden Fall mein Ziel in diesem Jahr. Darüber hinaus wäre eine Podiumsplatzierung gut, aber natürlich möchte ich auch ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Durch Jari-Matti Latvalas Sieg auf Korsika ist der Abstand zu ihm und Platz zwei in der Gesamtwertung größer geworden. Es sind noch zwei Rallyes zu absolvieren und ich gebe natürlich nicht auf. Ich mache mir aber auch keinen unnötigen Druck, denke nicht zu viel nach und versuche, im Idealfall vor ihm ins Ziel zu kommen und ein gutes Resultat zu erzielen.“

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die Rallye Spanien ist einzigartig. Wir müssen den Polo sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt optimal einstellen. Das bedeutet nicht nur, dass Fahrer und Beifahrer einen wachen Geist und hohe Adaptionsfähigkeit brauchen, sondern es verlangt auch dem Team, allen voran den Mechanikern, alles ab. In den vergangenen zwei Jahren ist uns der Umstieg von Schotter auf Asphalt gut gelungen und wir waren in Spanien erfolgreich. In diesem Jahr ist es natürlich unser Ziel, hier den Sieg-Hattrick perfekt zu machen. Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben auf Korsika dominiert und reisen mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein nach Spanien. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia hatten bei ihrer Heimrallye viel Pech – klar, dass sie zurückschlagen und ihren achten Saisonsieg feiern möchten. Auch Andreas Mikkelsen und Ola Fløene haben Platz zwei in der Gesamtwertung noch nicht abgeschrieben. Es wird also spannend.“


Hintergrund

Wussten Sie, dass …

 

… Carlos Sainz seine Heim-Rallye zweimal gewonnen hat? „El Matador“ siegte 1992 und 1995. An seiner Seite: Luís Moya, Teammitglied von Volkswagen Motorsport.

 

… Sebastián Salvadó der erste Sieger der Rallye Spanien war? Der Spanier gewann 1957 am Steuer eines Alfa Romeo.

 

… erst im Jahr 1983 der Sieg bei der Rallye Spanien erstmals nicht an einen Spanier ging? Die beiden Italiener Adertico Vudafieri und Tiziano Siviero waren mit einem Lancia Rally 037 erfolgreich.

 

… die Rallye Spanien in diesem Jahr ihre 51. Ausgabe feiert und zum 23. Mal ein Rallye-WM-Lauf ist? Seit 1991 gehört das vom Reial Automòbil Club de Catalunya (RACC) ausgetragene Event zum WRC-Kalender. Nur einmal – im Jahr 1994 – zählte die Rallye Spanien lediglich für den 2-Liter-Weltcup.

 

… die Rallye Spanien von 1991 bis einschließlich 2004 an der Costa Brava ausgetragen wurde? Das Headquarter der Rallye war zu der Zeit übrigens in der Party-Hochburg in Lloret de Mar. Seit 2005 kommt das Freizeitvergnügen am Rallye-Wochenende aber auch nicht zu kurz: Das Gelände des Freizeitparks PortAventura Resort beheimatet das Headquarter, das Media Center und den Service Park.

 

… Frankreich die erfolgreichste Nation bei der Rallye Spanien ist? Seit die Rallye zum WM-Kalender zählt, haben sich 16 Franzosen in die Siegerliste eingetragen. Allein Sébastien Loeb gewann von 2005 bis 2012 insgesamt achtmal. Volkswagen Pilot Sébastien Ogier steuerte mit seinen beiden Erfolgen 2013 und 2014 zwei Siege bei.

 

… die Rohkarosserien des Polo R WRC in Pamplona entstehen? Im vergangenen Jahr machten sich 150 Mitarbeiter des Volkswagen Werkes in Pamplona auf die 400 Kilometer lange Reise und sahen auf Einladung von Volkswagen Spanien ihre drei Polo R WRC in Aktion.


Zahl der Rallye

4.044

Rekordverdächtig bei der Rallye Spanien ist die Leistung der Mechaniker. Beim 75-minütigen Service am Freitagabend – dem längsten der Saison – rüsten sie die Polo R WRC von Schotter- auf Asphalt-Konfiguration um. Wie groß der Aufwand ist, der üblicherweise in einer Stunde erledigt wird, verdeutlicht die Zahl der einzelnen Komponenten, die dabei getauscht werden. Insgesamt 13 Baugruppen, die aus 1.348 Einzelteilen bestehen, tauschen die Mechaniker pro Auto aus – in der Summe also 4.044 an allen drei Polo R WRC.