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RALLYE MEXIKO.

Große Momente: Von 25.000 km langen Strecken, euphorischen Zeremonien und Sensationssiegern.

RALLYE MEXIKO

Mexiko war auf der Landkarte des internationalen Rallyesports über viele Jahre ein Niemandsland. 1970 führte die anlässlich der Fußball-WM ausgetragene „World Cup Rallye“ von London nach Mexiko, dabei handelte es sich aber um ein einmaliges Ereignis. Die Wurzeln der heutigen Rallye Mexiko reichen zurück ins Jahr 1979, die ersten Bestrebungen für eine internationale Veranstaltung mit WM-Status gab es aber erst 20 Jahre später. Seit 2004 gehört die Rallye Mexiko der Weltmeisterschaft an und ist aus dem Kalender nicht mehr wegzudenken.

Intro

1954

Alle Käfer kamen durch.

In Mexiko wurde eines der ersten Kapitel in der Motorsport-Geschichte von Volkswagen geschrieben: Insgesamt sieben Käfer traten 1954 bei der legendären Carrera Panamericana an, dem 3.211 Kilometer langen Straßenrennen, das einmal quer von von Nord nach Süd auf dem mexikanischen Teil der Panamericana führte. Die Käfer fuhren als Publikumslieblinge schnell in die Herzen der heimischen Fans – und erreichten alle das Ziel.

1954

1970

Einsames Gastspiel.

Eine der längsten und härtesten Rallyes der Welt endete nach über 25.000 Kilometern in Mexiko. Die „London to Mexico World Cup Rally“ 1970 verknüpfte das letzte Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft (England, 1966) mit dem künftigen Gastgeberland (Mexiko, 1970). Von mehr als 100 Startern erreichten nur 23 das Ziel. Der Sieg ging an Hannu Mikkola im Ford Escort Mk1. Mit der heutigen Rallye Mexiko hat diese Veranstaltung allerdings nichts zu tun.

1970

2003

Der Aufstieg ist perfekt.

Nach einem erfolgreichen Probelauf konnte die „Fiesta Mexicana“ endlich steigen. Der Kandidatenlauf der Rallye Mexiko begeisterte die Beobachter von der FIA und sicherte dem Land für die Saison 2004 erstmals das WM-Prädikat. Besonders stolz waren die Mexikaner auf ihre kompakte Route, den neuen, modernen Servicepark im Messegelände von Léon sowie die euphorische Startzeremonie in der Minenstadt Guanajuato. Beim Testlauf präsentierte sich sogar das Starterfeld schon international: Die 45 Teilnehmer kamen aus elf Nationen. Der Sieg ging an den Argentinier Marcos Ligato (Mitsubishi Lancer).

2003

2004

Ereignisreiches WM-Debüt.

Das erste Gastspiel der Rallye-Weltmeisterschaft in Mittelamerika hätte kaum unterhaltsamer sein können. Der siegreiche Markko Märtin (Ford Focus WRC) musste im Ziel selbst zugeben: „Eine verrückte Veranstaltung. Ich habe nie damit gerechnet, diese Rallye zu gewinnen. Das Pech der anderen Fahrer spielte uns in die Karten.“ Märtin selbst erzielte auf den 15 Wertungsprüfungen nur eine Bestzeit, während die schnelleren Fahrer allesamt Probleme hatten. Sébastien Loeb (Citroën) beschädigte sich den Unterboden und schied aus, Petter Solberg (Subaru) kassierte eine Zeitstrafe, Marcus Grönholm (Peugeot) hatte Getriebeprobleme und Carlos Sainz (Citroën) bekam von seinem Team die falschen Reifen aufgezogen. Im Kontrast zum ereignisreichen Geschehen auf der Strecke stand die ausgezeichnete Organisation der Mexikaner, die einen tollen Einstand in der Weltmeisterschaft ablieferten.

2004

2008

In der Kürze liegt die

Würze.

Die Rallye Mexiko 2008 war die bis dato kürzeste WM-Rallye aller Zeiten. Lediglich 830 Kilometer (davon 330 in Wertung) mussten die Teams an den drei Rallyetagen absolvieren. An der Spitze des Feldes herrschte anfangs ein spannender Zweikampf zwischen Sébastien Loeb (Citroën) und Jari-Matti Latvala (Ford). Ein Problem mit dem Turbolader beendete allerdings Latvalas Chancen, Loebs Hattrick in Mexiko zu verhindern. Weiter hinten im Feld sorgte derweil ein anderer Sébastien für Furore: Sébastien Ogier dominierte bei seinem WM-Debüt die Juniorenklasse und wurde sogar Achter in der Gesamtwertung.

2008

2013

Der Polo R WRC kann

auch Schotter.

Die erste Schotterrallye, der zweite Sieg in Folge. Auch bei der Rallye Mexiko setzten Sébastien Ogier, Julien Ingrassia und der Polo R WRC ein weiteres Ausrufezeichen in der noch jungen WRC-Saison 2013. Nachdem die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Miikka Antilla auf der ersten Etappe mit einem Fahrwerksschaden ausgefallen waren, und die Rallye unter Rally2-Reglement erst am Folgetag wieder aufnehmen konnten, lieferten sich die Franzosen ein heißes Duell mit Mads Østberg und seinem schwedischen Beifahrer Jonas Andersson. Nachdem die Skandinavier ihren Ford Fiesta RS WRC auf der zweiten Etappe mit einem Elektronikdefekt abstellen musste, konnte selbst ein – wahrscheinlich von gegnerischen Fans – verschlossenes Tor die Siegesfahrt nicht mehr stoppen. Am Ende betrug der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Mikko Hirvonen auf Citroën DS3 WRC knapp dreieinhalb Minuten und Ogier stellte fest, dass er sich auch auf Schotter auf sein Arbeitsgerät verlassen kann. „Der Polo R WRC hat keinerlei Probleme gezeigt. Das ist bei unserem ersten Start in Mexiko wirklich überraschend.“

2013