DER HÄRTETEST.

Volkswagen bei der Rallye-Weltmeisterschaft 2012.

Rallye Monte Carlo. Tag eins. Irgendwo am westlichen Rand der französischen Alpen. Die Saison 2012 beginnt für Volkswagen Motorsport mit einem Paukenschlag. Werkspilot Sébastien Ogier, der ab 2013 mit dem neuen Polo R WRC an den Start gehen wird, steuert einen Fabia von Konzerntochter Skoda. Gemeinsam mit seinem Beifahrer Julien Ingrassia liegt er nach den ersten Wertungsprüfungen des WM-Auftaktes auf Rang vier. Mit einem Super-2000-Fahrzeug (2,0-Liter-Saugmotor, rund 270 PS). Inmitten einer ganzen Horde von World Rally Cars (1,6-Liter-Turbomotor, rund 300 PS). Bei schwierigsten Streckenverhältnissen, auf stellenweise vereisten oder verschneiten Straßen, beweist Ogier eindrucksvoll, dass sein dritter Gesamtrang bei der WM 2011 alles andere als ein Zufall war.

Zwar scheiden Ogier/Ingrassia bei der Rallye Monte Carlo wegen eines Unfalls schließlich aus – aber das bleibt im Laufe der Saison ein einmaliger Ausrutscher. Bei den folgenden WM-Rallyes gewinnen die jungen Franzosen regelmäßig die Super-2000-Kategorie. Auch ihre jeweiligen Teamkollegen Andreas Mikkelsen (Norwegen) und Kevin Abbring (Niederlande) erzielen trotz geringer WM-Erfahrungen Spitzenergebnisse gegen die routinierten Piloten in dieser Klasse. Die Strategie, mit den 2012er Testeinsätzen das gesamte Team optimal auf kommende Aufgaben vorzubereiten, geht auf. Und es wird noch besser. Beim Heimspiel von Volkswagen Motorsport, der Rallye Deutschland, gelingt Ogier/Ingrassia ein neuer Rekord: Rang sechs in der Endwertung. Doch damit nicht genug: Bei der Rallye Italien übertrifft man sich selbst und wird Fünfter – besser platziert war noch nie ein Super-2000-Fahrzeug bei einem WM-Lauf.