Rallye Portugal 2013.

 

Vierter WM-Lauf, dritter Sieg in Folge.

Die zweite Schotter-Rallye des Jahres brachte Volkswagen Motorsport den dritten Erfolg in Folge. Mann des Wochenendes war dabei erneut Sébastien Ogier, der Mikko Hirvonen (Citroën) auf den zweiten Platz verwies. Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala stand als Drittplatzierter zum ersten Mal auf dem Podium, Andreas Mikkelsen (Team Volkswagen Motorsport II) erreichte bei seinem Debüt im Volkswagen Polo R WRC den sechsten Platz.

Sieger Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) war ein wenig erstaunt, wie gut er die Rallye Portugal überstanden hatte: „Als ich Montag anreiste, war ich wirklich krank. Durch das Training habe ich mich irgendwie geschleppt. Während der Rallye lief es schließlich richtig gut.“

Zwischenzeitlich sah es dabei alles andere als gut aus. Nachdem Ogier und Latvala die ersten beiden Etappen souverän dominiert hatten und auf Platz eins und zwei der Gesamtwertung lagen, sorgten die ersten Zwischenzeiten der zwölften Wertungsprüfung für tiefe Sorgenfalten bei allen Beteiligten. Urplötzlich fiel bei beiden Polo R WRC der Allradantrieb aus und der sicher geglaubte Erfolg rückte in weite Ferne. Während Ogier seine Position halten konnte, verlor Latvala Platz zwei an Hirvonen.

Zum Glück konnten die technischen Defekte an beiden Fahrzeugen schnell behoben werden und beide Piloten fuhren sicher auf das Podium. Dadurch übernahm Volkswagen Motorsport die Führung in der Herstellerwertung der WRC. In der Fahrerwertung führt Sébastien Ogier souverän mit 102 Punkten vor Mikko Hirvonen (48 Punkte).

Auch das Fazit von Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) fiel angesichts seines dritten Rangs durchweg positiv aus. „Ich war unheimlich erleichtert, endlich das erste Mal mit Volkswagen auf dem Podium zu stehen. Es stimmt mich höchstens ein bisschen nachdenklich, dass schon wieder ein Franzose ständig Rallyes gewinnt. Ich dachte, die französische Revolution sei vorbei“, scherzte er in Anspielung auf die Dominanz von Sébastien Loeb während der letzten neun Jahre. „Die finnische Revolution kommt wohl nicht so richtig in Schwung.“

Eine starke Leistung boten Andreas Mikkelsen (Norwegen) und Beifahrer Mikko Markkula (Finnland) bei ihrer Wettbewerbspremiere im Polo R WRC (#9). Kleinere Probleme bereitete lediglich das jetzt auf Englisch angefertigte Gebetbuch. „Ich habe zu viele Informationen diktiert“, erklärte Mikkelsen. „Auf schnellen Passagen kommt Mikko mit dem Vorlesen kaum nach, und ich kann gar nicht alles verarbeiten, was über die Gegensprechanlage kommt.“ Gesamtrang sechs beim ersten Start in Portugal ist ein Topergebnis für den Einstand des neu formierten Teams.

Markenvorstand Dr. Ulrich Hackenberg betonte: „Die Art und Weise, wie sich das Team diesen Sieg erarbeitet und darüber gefreut hat, hat mich sehr beeindruckt. Das Zusammenspiel der gesamten Mannschaft ist einfach großartig und ein großer Rückhalt für unsere Piloten, die Außerordentliches geleistet haben.“


Team-Triumph in Portugal.
Der Sonntag. Das Video.


Rallye Portugal 2013: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:07:38.7 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 4:08:36.9 +58.2  
3 J. Latvala / M. Anttila 4:11:43.2 +4:04.5  
4 E. Novikov / I. Minor 4:13:06.4 +5:27.7  
5 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini 4:15:22.2 +7:43.5  
6 A. Mikkelsen / M. Markkula 4:17:18.5 +9:39.8  
7 M. Prokop / M. Ernst 4:22:42.9 +15:04.2  
8 M. Østberg / J. Andersson 4:23:22.3 +15:43.6  
9 K. Al Qassimi / S. Martin 4:23:35.6 +15:56.9  
10 E. Lappi / J. Ferm (WRC2) 4:23:59.7 +16.21.0  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Portugal des Jahres 2013 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 14.04.2013



21:00 Uhr (MEZ)

Besser als erwartet: Volkswagen Motorsport

vom eigenen Erfolg überrascht.

Nach der Rallye Portugal hat Volkswagen Motorsport die Führung in der Herstellerwertung der Weltmeisterschaft übernommen. „Dass wir nach vier Rallyes an der Tabellenspitze stehen, hätten wir vor der Saison nicht erwartet“, sagte Motorsportdirektor Jost Capito. Erwartet hart war dagegen die Rallye selbst. „Wir hatten zum ersten Mal ein paar technische Probleme zu lösen“, verriet Capito. „Aber nicht nur Fahrer und Polo R WRC haben Weltklasse bewiesen, sondern auch unsere gesamte Mannschaft im Hintergrund.“

Sieger Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) war selbst ein wenig erstaunt, wie gut er die Rallye Portugal schließlich überstand. „Als ich Montag angereist bin, war ich wirklich krank. Durch das Training habe ich mich irgendwie geschleppt. Während der Rallye lief es schließlich richtig gut.“

Auch das Fazit von Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) fiel angesichts von Rang drei durchweg positiv aus. „Ich war unheimlich erleichtert, endlich das erste Mal mit Volkswagen auf dem Podium zu stehen. Es stimmt mich höchstens ein bisschen nachdenklich, dass schon wieder ein Franzose ständig Rallyes gewinnt. Ich dachte, die französische Revolution sei vorbei“, scherzte er in Anspielung auf die Dominanz von Sébastien Loeb während der letzten neun Jahre. „Die finnische Revolution kommt wohl nicht so richtig in Schwung.“ Spätestens bei der Rallye Argentinien soll es aber soweit sein: „Dann will ich um den Sieg fahren.“


Aktuelle Bilder (21)
Letztes Update: 20:06 Uhr (MEZ)


19:20 Uhr (MEZ)

„Was für eine Achterbahn-Rallye!“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7


„Ich bin sehr glücklich und zufrieden, zum ersten Mal für Volkswagen auf dem Podium zu stehen. Der Anfang der Saison war schwierig für uns und unsere Pechsträhne ist jetzt endlich beendet. Ich komme jetzt richtig gut mit dem Polo R WRC zurecht und denke, dass bald sogar noch mehr für uns möglich ist. Die Rallye war eine schwierige Aufgabe für Fahrer und Auto, da die Strecken über den Winter sehr stark ausgewaschen worden sind. Die gebrochene Antriebswelle haben unsere Mechaniker am Sonntag perfekt behoben, auf sie war wie immer Verlass – Danke dafür.“


Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8


„Unglaublich, was für eine Achterbahn-Rallye hier in Portugal! Ich überglücklich über den Sieg. Erst die Krankheit, dann brutale Prüfungen, die ein Rallyeauto ans Limit bringen. Als wir heute morgen auf der ersten Prüfung das Problem mit der Kraftübertragung hatten, habe ich gedacht: ‚Séb, das war’s, die Rallye ist vorbei‘. Zum Glück haben wir es in den Service geschafft und die Jungs haben dort einen fantastischen Job gemacht. Ich glaube, wir haben den Sieg hier wirklich verdient.“


Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9


„Bei meiner ersten Rallye mit dem Polo R WRC habe ich auf jedem einzelnen Meter dazu gelernt. Mein Ziel war es, möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Ich habe viele Ideen mitgenommen, wie wir uns für die Zukunft verbessern können. Mit dem Polo R WRC geht alles viel schneller als ich es von den Super-2000-Fahrzeugen gewohnt bin. Mein Aufschrieb enthält gerade auf schnellen Abschnitten zu viele Informationen. Zu viel, dass Mikko sie vorlesen und ich sie verarbeiten kann. Daran werden wir arbeiten. Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem Debüt für Volkswagen. Das Team hat mich einfach großartig unterstützt. Dafür möchte ich mich bedanken.“


16:00 Uhr (MEZ)

Dritter Sieg in Folge:
Ogier gewinnt die Rallye Portugal.

Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) hat die Rallye Portugal gewonnen. „Das hätte ich noch am Montag nicht für möglich gehalten, als ich noch ziemlich krank war. Dieser Sieg ist einfach großartig“, freute sich der Franzose über seinen dritten WM-Sieg in Folge. „Das war richtig harte Arbeit, wir mussten um jede einzelne Sekunde kämpfen“, ergänzte Beifahrer Julien Ingrassia. Die beiden ließen es sich sogar nicht nehmen, auch die als „Powerstage“ gewertete WP „Almodovar 2“ zu gewinnen, mit 52 Kilometer die bisher längste Wertungsprüfung des Jahres. Dieser Erfolg bescherte Ogier drei zusätzliche WM-Punkte. Mit den insgesamt 28 Meisterschaftspunkten baute er seine Führung in der WM-Tabelle weiter aus.


Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) kam als Dritter ins Ziel. Der Finne war als Zweiter in die Abschlussetappe am Sonntag gestartet, hatte wegen einer gebrochenen Antriebswelle diesen Rang aber an Mikko Hirvonen (Citroën) abgeben müssen. „Ich bin überglücklich, zum ersten Mal mit dem Polo R WRC auf dem Podium zu stehen“, strahlte Latvala. „Ich hoffe, schon beim nächsten WM-Lauf in Argentinien um den Sieg kämpfen zu können.“


Eine starke Leistung boten Andreas Mikkelsen (Norwegen) und Beifahrer Mikko Markkula (Finnland) bei ihrer Wettbewerbspremiere im Polo R WRC (#9). Kleinere Probleme bereitete lediglich das jetzt auf Englisch angefertigte Gebetbuch. „Ich habe zu viele Informationen diktiert“, erklärte Mikkelsen. „Auf schnellen Passagen kommt Mikko mit dem Vorlesen kaum nach, und ich kann gar nicht alles verarbeiten, was über die Gegensprechanlage kommt.“ Gesamtrang sechs beim ersten Start in Portugal ist ein Topergebnis für den Einstand des neu formierten Teams.


Volkswagen Motorsport übernimmt mit dem Ergebnis von der Rallye Portugal auch die Führung in der Herstellerwertung der Weltmeisterschaft.


Endstand nach 15 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:07:38.7 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 4:08:36.9 +58.2  
3 J. Latvala / M. Anttila 4:11:43.2 +4:04.5  
4 E. Novikov / I. Minor 4:13:06.4 +5:27.7  
5 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini 4:15:22.2 +7:43.5  
6 A. Mikkelsen / M. Markkula 4:17:18.5 +9:39.8  
7 M. Prokop / M. Ernst 4:22:42.9 +15:04.2  
8 M. Østberg / J. Andersson 4:23:22.3 +15:43.6  
9 K. Al Qassimi / S. Martin 4:23:35.6 +15:56.9  
10 E. Lappi / J. Ferm (WRC2) 4:23:59.7 +16.21.0  

14:30 Uhr (MEZ)

Volkswagen Trio mit solider Leistung ins Finale.

 

Ohne ein unnötiges Risiko einzugehen haben die drei Volkswagen Piloten die vorletzte Wertungsprüfung absolviert und damit ihre hervorragende Ausgangsposition vor der letzten WP der Rallye Portugal gefestigt. Sébastien Ogier benötigte mit seinem Polo R WRC #8 exakt die gleiche Zeit wie sein erster Verfolger Mikko Hirvonen (Citroën) und verteidigte damit die 49,3 Sekunden Vorsprung vor dem Finnen im Gesamtklassement.

 

Noch einmal 2,8 Sekunden schneller war Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #7, der damit auf der WP 14 zweitschnellster hinter Mats Østberg (Ford) war und seinerseits den dritten Rang in der Gesamtwertung bestätigte. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) kam mit der achtschnellsten Zeit ins Ziel und belegt bei der Rallye Portugal weiterhin den sechsten Platz.

 

Als letzte WP folgt am Nachmittag noch einmal die 52,3 Kilometer lange „Almodovar“.


13:00 Uhr (MEZ)

Latvala nimmt Panne mit Humor.

 

Die Servicepause am Mittag dauert exakt 30 Minuten. Mehr als genügend Zeit für die routinierten Mechaniker von Volkswagen Motorsport, die beiden Polo R WRC von Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala zu reparieren. „Auf den ersten zehn Kilometern der Wertungsprüfung 12 stimmte irgendetwas mit der Kraftübertragung nicht. Dann lief plötzlich wieder alles normal“, berichtete Sébastien Ogier. Die Datenaufzeichnung verdeutlichte: Kurzfristig stand nur Vorderradantrieb zur Verfügung. Auslöser war ein Defekt in dem System, das beim Ziehen der Handbremse das Differenzial in der Hinterachse vom Antriebsstrang trennt. Das ist nötig, weil ansonsten auch die Vorderräder blockieren würden.

 

Allerdings verwenden Rallyefahrer die Handbremse nicht nur, um ihr Auto um enge Kurven zu werfen. Auch am Start wird am Hebel gezogen, um ein vorzeitiges Anrollen zu verhindern. Löst der Fahrer die Handbremse, wird automatisch wieder auf Allradantrieb umgeschaltet. Diese Automatik funktionierte bei Sébastien Ogier am Start der WP 12 nicht korrekt. Nach ein paar Kilometern hatte sich die Blockade im System gelöst, und der Spitzenreiter der Rallye Portugal konnte ganz normal fahren. Die folgende Wertungsprüfung beendete er prompt als Zweitschnellster und baute seinen Vorsprung vor Verfolger Mikko Hirvonen (Citroën) um weitere 11,4 Sekunden aus. Zur Sicherheit wurde am Polo R WRC von Ogier beim Mittagsservice das Hinterachsdifferenzial gewechselt. Denn am Nachmittag stehen noch einmal 70 WP-Kilometer auf dem Programm.

 

Am Auto von Jari-Matti Latvala fanden die Techniker eine defekte Antriebswelle vorne rechts. „Nach etwa drei Kilometern der WP 12 hatte ich nur noch Hinterradantrieb zur Verfügung“, berichtete der Finne. Seinen Humor ließ er sich davon nicht nehmen. „Ich fahre zu Hause gelegentlich Rallyes mit historischen Autos mit Heckantrieb. Ich bin ein stark übersteuerndes Fahrverhalten also gewohnt. Wenn es bei der Rallye Portugal eine Wertung für Autos mit Hinterradantrieb gäbe, würde ich bestimmt führen.“ Latvala, der mit neuen Antriebswellen und neuem Vorderachsdifferenzial den Mittagsservice verließ, liegt vor den beiden abschließenden Prüfungen hinter Hirvonen auf Rang drei.


11:30 Uhr (MEZ)

Latvala rettet Platz drei, Ogier baut Führung aus.

 

Sébastien Ogier hat sich mit seinem Polo R WRC #8 auf der WP 13 eindrucksvoll zurückgemeldet und mit einem zweiten Platz hinter Mats Østberg (Ford) seine Führung in der Gesamtwertung der Rallye Portugal vor Mikko Hirvonen (Citroën) wieder ausbauen können. Auf der 52,3 Kilometer langen WP „Almodovar“ ging der Franzose kein Risiko ein und kam nach 33:22,0 Minuten mit 11,4 Sekunden Vorsprung vor dem ersten Verfolger ins Ziel. Damit führt der Volkswagen Pilot vor den letzten beiden WPs in der Gesamtwertung mit 49,3 Sekunden vor Hirvonen.

 

Starke Leistung auch von Jari-Matti Latvala. Trotz eines Problems im Antriebsstrang brachte der Finne seinen Polo R WRC #7 ins Ziel und verteidigte dabei seinen dritten Platz in der Gesamtwertung vor Evgeny Novikov (Ford). Auf einen erneut guten sechsten Platz auf der WP 13 fuhr Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), der die gleiche Position auch in der Gesamtwertung verteidigte.

 

Als nächstes steht nun der Mittagsservice an, bevor noch einmal die Wertungsprüfungen vom Morgen absolviert werden müssen. Der zweite Durchgang über die WP „Almodovar“ wird dabei als „Powerstage“ gewertet, bei der zusätzliche WM-Punkte vergeben werden.


10:30 Uhr (MEZ)

Ogier verteidigt Führung in der Gesamtwertung.

 

Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 hat seine Führung in der Gesamtwertung zum Start in die dritte Etappe der Rallye Portugal verteidigt. Obwohl der Franzose Probleme mit seinem Auto hatte und sich auf der 21,52 Kilometer langen WP 12 mit dem neunten Platz zufrieden geben musste, liegt der Volkswagen Pilot in der Gesamtwertung weiterhin deutlich vorne. Mit 37,9 Sekunden Rückstand auf Ogier folgt nun aber Mikko Hirvonen (Citroën), der sich am Sonntagvormittag am nun drittplatzierten Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #7 vorbeischieben konnte. Auch der Finne Latvala hatte Probleme mit seinem Auto.

 

Auf dem Weg zur WP 13, mit 52,3 Kilometern eine der längsten WPs der gesamten Saison, versuchten beide Teams, mit dem an Bord mitgeführten Werkzeug das Problem zu beheben. „Ob das funktioniert hat, kann ich noch nicht beurteilen“, sagte Ogier. Service ist erst wieder nach dieser Prüfung erlaubt. Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC #9 belegte auf der WP 12 hingegen einen sehr guten fünften Platz. Damit konnte der Norweger Rang sechs in der Gesamtwertung verteidigen.

Samstag, 13.04.2013


Aktuelle Bilder (20)
Letztes Update: 23:55 Uhr (MEZ)


20:30 Uhr (MEZ)

Statements aus dem Team Volkswagen Motorsport.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7
„Ich habe den Tag sehr genossen, die Prüfungen haben viel Spaß gemacht. Wir haben uns einen schönen Zweikampf mit Mikko Hirvonen geliefert und konnten unseren Vorsprung deutlich ausbauen, auch wenn wir in der letzten Prüfung des Tages durch einen Plattfuß etwas Zeit verloren haben. Ehrlich gesagt habe ich heute eher nach hinten als nach vorn geschaut – natürlich würde ich gern mit Sébastien kämpfen, aber nach meinem nicht so guten Saisonstart geht es mir erst einmal um den Platz auf dem Podium, weniger um den Sieg. Für das Team zählt außerdem, dass wir beide ins Ziel kommen, um für Volkswagen möglichst viele Punkte in der Hersteller-Wertung einzufahren.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Ich habe heute wirklich alles gegeben, was möglich war. Mein Teamkollege Jari-Matti Latvala und Dani Sordo haben heute Morgen extrem viel Druck gemacht. Wenn wir morgen das Ziel erreichen und immer noch vorn dabei sind, war es eine perfekte Rallye für uns. Denn allein heute war es unglaublich anstrengend da draußen. Mir geht es heute schon besser als gestern, vor allem am Nachmittag habe ich mich besser gefühlt. Aber die Rallye ist noch nicht vorbei, uns erwartet morgen noch der härteste Tag. Ich muss nicht um jeden Preis gewinnen, aber auf der anderen Seite bin ich mit hundert Prozent ein Wettkampf-Typ und will immer als Erster das Ziel erreichen.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Unsere Lernkurve bleibt steil und wir sammeln weiter mit jedem Meter wertvolle Erfahrung. Nicht nur die Motorleistung ist etwas, was weit jenseits dessen liegt, was ich vom Super-2000-Škoda gewohnt bin, auch die Aerodynamik des Polo R WRC ist beeindruckend. Gerade in schnellen Kurven nutze ich das Potenzial des WRC noch lange nicht aus und könnte dort noch viel mehr Tempo mitnehmen. Dazu enthält mein Aufschrieb zu viele Informationen – ihn müssen wir in Zukunft einfacher halten. Denn mit dem Polo R WRC geht alles viel schneller. Aber alles in allem entwickeln wir uns Prüfung für Prüfung in die richtige Richtung.“


19:00 Uhr (MEZ)

Perfekter Tag für Volkswagen Trio.

 

Die zweite Etappe der Rallye Portugal stand ganz im Zeichen der beiden Volkswagen Werkspiloten Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7). Die beiden gewannen alle sechs Wertungsprüfungen (WP) am Samstag. Trotz einer noch nicht ganz auskurierten Grippe sicherte sich Ogier vier Bestzeiten und baute die Führung vor Teamkollege Latvala auf 34,8 Sekunden aus. „Am Schluss habe ich nicht mehr voll attackiert, um meine Reifen zu schonen“, berichtete der Spitzenreiter.


Das während der ersten Etappe noch tobende Duell zwischen Sébastien Ogier und Dani Sordo (Citroën) endete schon in der ersten Wertungsprüfung am Samstag, weil der Spanier von der Strecke rutschte. Jari Matti Latvala war seinerseits in einen Zweikampf mit Mikko Hirvonen im zweiten Werks-Citroën verstrickt. Er konnte seinen Landsmann allerdings auf Distanz halten. „In der letzten Wertungsprüfung hatte ich vorne links einen schleichenden Plattfuß“, erzählte  Latvala. Trotzdem betrug sein Vorsprung vor Hirvonen im Etappenziel 33,7 Sekunden.

 

Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC (#9) setzte während der zweiten Etappe seine Aufholjagd fort. Bis zum Abend hatte der Norweger sich bereits auf Gesamtrang sechs verbessert. Zwar stehen während der letzten Etappe am Sonntag nur vier Wertungsprüfungen auf dem Programm. Doch die haben es in sich. Die 52 Kilometer lange „Almodovar“, eine der längsten WPs der gesamten Saison, wird gleich zweimal gefahren.


Stand nach 11 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:36:55.1 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:37:29.9 +34.8  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:38:03.6 +1:08.5  
4 E. Novikov / I. Minor 2:41:19.0 +4:23.9  
5 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini 2:43:14.3 +6:19.2  
6. A. Mikkelsen / M. Markkula 2:44:17.4 +7:22.3  
7 D. Kuipers / R. Buysmans 2:45:24.1 +8:29.0  
8. E. Lappi /J. Ferm (WRC2) 2:47:44.1 +10:49.3  
9. K. Al Qassimi / S. Martin 2:48:05.0 +11:09.0  
10. M. Prokop / M. Ernst 2:48:05.1 +11:10.0  

17:00 Uhr (MEZ)

Ogier und Latvala bauen Doppelführung aus.

 

Der Siegeszug von Volkswagen bei der Rallye Portugal geht weiter. Die WP 9 gewann erneut Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) vor Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7). Zwar hat sich der Franzose auf der 31,12 Kilometer langen Strecke einen Außenspiegel abgefahren, dennoch legte er mit 22:02,7 Minuten deutlich die schnellste Zeit hin. Hinter ihm kam Teamkollege Latvala mit 4,6 Sekunden Rückstand ins Ziel. Erst dann folgte Mikko Hirvonen (Citroën) mit weiteren zehn Sekunden Rückstand auf den Finnen Latvala. Die beiden Volkswagen Piloten bauten mit dieser tollen Leistung natürlich auch ihre Doppelführung in der Gesamtwertung aus. Hier liegt Ogier mit 2:05:28,5 Stunden vor Latvala (+18,7 Sekunden). Mit deutlichem Abstand auf die beiden Volkswagen Piloten folgt Hirvonen, der bereits fast eine Minute hinter dem Führenden Ogier liegt (+52,3 Sekunden).

 

Auch Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC (#9) machte nach der WP9 einen erneuten Schritt nach vorne: Durch den siebten Platz in 22:49, 9 Minuten kletterte der Norweger in der Gewamtwertung um eine Position auf Rang sieben.


14:00 Uhr (MEZ)

Volkswagen Duo bleibt vorn:

Ogier nach WP 8 weiter vor Latvala.

 

Mit einer überzeugenden Leistung verteidigten Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) die Doppelführung bei der Rallye Portugal bis zur Mittagspause der zweiten Etappe. Die beiden Volkswagen Werkspiloten gewannen alle drei Wertungsprüfungen des Vormittags, das teaminterne Duell gewann Latvala 2:1 gegen Ogier. „Auf diesen langen Wertungsprüfungen spüre ich, dass ich nicht zu 100 Prozent fit bin“, gab  Ogier zu, der mit den Überresten einer Grippe nach Faro gereist war. Latvala strahlte dagegen. „Ich komme mit dem Polo R WRC immer besser zurecht“, sagte der Finne, der Anfang des Jahres zu Volkswagen Motorsport gekommen war. „Auf schnellen Abschnitten läuft es schon beinahe perfekt.“

 

Ogier führt nach acht von insgesamt 15 geplanten Wertungsprüfungen mit 14,1 Sekunden vor Latvala. Mikko Hirvonen (Citroën) auf Rang drei liegt bereits 37,2 Sekunden zurück. Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC (#9) verbesserte sich inzwischen auf Gesamtrang acht.


12:00 Uhr (MEZ)

Latvala neuer Zweiter:
Doppelführung für Volkswagen Motorsport.


Volkswagen Werkspilot Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) startet mit einer Bestzeit in die zweite Etappe der Rallye Portugal. Der bis dahin zweitplatzierte Dani Sordo (Citroën) hatte technische Probleme und verlor auf der sechsten Wertungsprüfung „Santana da Serra 1“ viel Zeit. Dadurch verbessert sich Latvala im Gesamtklassement um eine Position.

 

Teamkollege Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) ist weiterhin Spitzenreiter. Volkswagen Motorsport erreicht damit die Doppelführung. Ogier und Latvala sind durch 10,3 Sekunden getrennt. Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC (#9) klettert nach dieser dramatischen WP auf Gesamtrang neun.

Freitag, 12.04.2013


Aktuelle Bilder (28)
Letztes Update: 23:40 Uhr (MEZ)


21:45 Uhr (MEZ)

Statements aus dem Team Volkswagen Motorsport.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7


„Wir sind vorsichtig in den Morgen gestartet und haben zu Beginn eine Mischung aus harten und weichen Reifen ausgewählt. Von der zweiten Prüfung an waren wir auf harten Reifen unterwegs. Im zweiten Durchgang der beiden Prüfungen am Morgen habe ich mich wohler gefühlt. Mit Platz drei sind wir sehr zufrieden und unser Ziel ist es, die Position innerhalb der Top Drei zu verteidigen.“


Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8


„Der Tag verlief ganz gut für uns, auch wenn wir nicht zu Hundert Prozent die richtige Reifenentscheidung getroffen haben. Die weichen Reifen haben nur heute Morgen in der ersten Prüfung, in der es rutschig war, einen Vorteil gebracht. Die restliche Prüfungen, besonders die zweite, waren brutal fürs Auto. Körperlich fühle ich mich immer noch nicht hundertprozentig fit.“

 



Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9


„Es ist einfach fantastisch, dieses Auto zu fahren. Der Polo R WRC hat viel mehr Leistung als die Rallye-Autos, die ich zuvor gefahren bin. Sich daran zu gewöhnen, ist die wichtigste Aufgabe bei dieser Rallye. Leider hatten wir auf der vierten Wertungsprüfung nach nur einem Kilometer keine Servounterstützung der Lenkung mehr. Wir haben ein Leck gefunden und für die letzte Prüfung behoben. Morgen sind wir das erste Auto auf der Strecke – das macht die Sache sicher nicht einfacher. Aber wir sind hier, um zu lernen. Auch das gehört dazu.“


21:15 Uhr (MEZ)

Ogier beendet erste Etappe als Führender –
Teamkollege Latvala auf Rang drei.

Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) führt die Rallye Portugal nach der ersten Etappe an. Der Franzose baute seinen Vorsprung auf Dani Sordo (Citroën) mit der zweitbesten Zeit auf der abschließenden Super-WP in Lissabon auf 4,4 Sekunden aus. Auf Rang drei folgt Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7), sieben weitere Sekunden zurück. Latvala hielt auf dem rund drei Kilometer langen Rundkurs um das weltberühmte Hieronymus-Kloster seinen Landsmann Mikko Hirvonen (Citroën) auf Distanz – 4,8 Sekunden trennen die beiden Finnen.

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) führte auf dem Weg in die portugiesische Hauptstadt eine Notreparatur an Servolenkung durch, die seit WP 4 nicht mehr ordnungsgemäß funktionierte. „Das hat für die kurze Prüfung dort ausgereicht“, sagte der Norweger, der zum ersten Mal seit 2007 in Portugal am Start ist. „Aber ich bin froh, dass meine Mechaniker nachher beim Service Zeit haben, das Problem in Ruhe zu analysieren.“ Mikkelsen übernachtet auf Zwischenrang 14.

Am Samstag stehen bei der Rallye Portugal sechs Schotter-Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von rund 158 Kilometern auf dem Programm. Die WP 6 wird um 11:09 Uhr deutscher Zeit gestartet.


Stand nach fünf von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 0:49:33.0 0.0  
2 D. Sordo / C. Del Barrio 0:49:37.0 +4.4  
3 J. Latvala / M. Anttila 0:49:44.4 +11.4  
4 M. Hirvonen / J. Lehtinen 0:49:49.2 +16.2  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 0:50:03.7 +30.7  
6 E. Novikov / I. Minor 0:50:50.0 +1:17.0  
7 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini 0:51:49.4 +2:16.4  
8 M. Prokop / M. Ernst 0:52:00.9 +2:27.9  
9 M. Kosciuszko / M. Szczepaniak 0:52.10.1 +2:37.1  
10 D. Kuipers / R. Buysmans 0:52:21.7 +2:48.7  

15:30 Uhr (MEZ)

Ogier weiter in Führung –

Pech für Andreas Mikkelsen.

 

Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) führt die Rallye Portugal nach den vier Schotter-Wertungsprüfungen der ersten Etappe an. Der Franzose hatte als einziger der Toppiloten vier weiche und zwei harte Reifen mitgenommen. Die Konkurrenz setzte mehrheitlich auf die Kombination vier harte plus zwei weiche Reifen. „Meine Wahl war sicherlich nicht optimal. Aber ich bin ganz gut darin, auf meine Reifen aufzupassen“, fasste Ogier zusammen. Sein Vorsprung vor Verfolger Dani Sordo (Citroën) beträgt nach WP 4 lediglich 2,4 Sekunden.

 

Vor der abschließenden, nur 3,3 Kilometer langen Asphalt-Showprüfung in der Innenstadt von Lissabon liegt Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) auf Rang drei, 11,3 Sekunden hinter Spitzenreiter Ogier. „Ich habe bereits einige Ideen, was ich an der Fahrwerksabstimmung für morgen ändern werde“, sagte der Finne.

 

Pech hatte Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC (#9). Ein Problem mit der Servolenkung kostete ihn rund zweieinhalb Minuten.

 

Ogier hatte die Führung bereits auf der WP 1 erobert, sie aber vorübergehend an Mads Østberg verloren. In WP 3 rollte der Norweger seinen Ford allerdings von der Strecke und musste aufgeben.


11:50 Uhr (MEZ)

Happy Birthday, Carlos Sainz!

 

Carlos Sainz feiert heute seinen 51. Geburtstag – und wir wünschen "El Matador" alles Gute fürs neue Lebensjahr. Der Spanier ist eine Ikone im Rallyesport und hat in dieser Disziplin so ziemlich alles gewonnen, was es zu holen gibt. Erfahren Sie mehr über den charismatischen Spanier, der seit seinem 18. Lebensjahr Feinarbeiter am Rallye-Lenkrad ist.

Portrait: Carlos Sainz


11:00 Uhr (MEZ)

Ogier startet mit Bestzeit –
Reifen-Taktik ist Thema Nummer eins.

Die Rallye Portugal hat perfekt begonnen für Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier. Der Führende der WM-Gesamtwertung startete mit einer Bestzeit in die erste Etappe. Teamkollege Jari-Matti Latvala erreichte das Ziel rund zehn Sekunden dahinter auf Zwischenrang vier. Andreas Mikkelsen beendete seine erste Wertungsprüfung überhaupt im Polo R WRC mit der neuntschnellsten Zeit.


Morgens sind die Strecken teilweise noch recht feucht, im Laufe des Tages trocknet der Boden. Dadurch spielt die Reifentaktik eine große Rolle. Für die fünf Wertungsprüfungen der ersten Etappe (Gesamtlänge knapp 81 Kilometer) sind maximal sechs Reifen erlaubt. Dazu kommen rund 690 Kilometer Transportetappe auf der Straße.


Während Ogier mit vier weichen Reifen in die erste Wertungsprüfung startete und zwei mit harter Gummimischung als Ersatzräder in den Kofferraum packte, wählte Teamkollege Latvala eine andere Strategie. Der Finne ließ zunächst zwei weiche und zwei harte Reifen montieren und nahm zwei weitere mit harter Gummimischung als Reserve mit.


09:45 Uhr (MEZ)

Interview: Jari-Matti Latvala und die

Abstimmung seines Polo R WRC.


Jari-Matti Latvala ist ein Freund offener Worte, auch wenn es um ihn selbst geht. „Ich arbeite noch immer daran, meinen Fahrstil an den Charakter des Polo R WRC anzupassen“, sagte der Finne vor dem Start der Rallye Portugal. Aber nicht nur sein persönlicher Stil verlangt Veränderungen, auch bei der Technik hofft Latvala auf Schützenhilfe. „Mein Problem liegt im Antriebsstrang“, erklärte er. „Das Differenzial in der Vorderachse reagiert beim Bremsen etwas anders, als es für mich ideal wäre.“ Bei Testfahrten in Portugal entwickelte Latvala mit seinem Ingenieur eine neue Differenzial-Abstimmung, die ihm besser liegt.


Eine schnelle Lösung verhindert allerdings das Technik-Reglement der Weltmeisterschaft. Alle Werksautos müssen aus Gründen der Kostendämpfung mit demselben Antriebsstrang jeweils eine bestimmte Gruppe von Rallyes bestreiten, der in dieser Zeit nicht verändert werden darf. Die erste Kopplung betraf die WM-Läufe in Schweden, Mexiko und Portugal. „Eine andere Abstimmung für das Differenzial darf ich also erst bei der Rallye Argentinien verwenden“, hofft Latvala auf den nächsten WM-Lauf.


So ganz nebenbei kam so auch heraus, dass Rallyefahrer offensichtlich ziemlich unterschiedliche Methoden haben, eine Kurve anzubremsen: „Sebastien hat einen anderen Stil, eine Kurve anzubremsen und kommt mit dem strafferen Differenzial sehr gut zurecht“, erläutert Latvala. „Aber es ist effizienter, die Abstimmung zu verändern als meinen Fahrstil, der sich über Jahre entwickelt hat.“

Donnerstag, 11.04.2013


Aktuelle Bilder (20)
Letztes Update: 23:51 Uhr (MEZ)


17:30 Uhr (MEZ)

Ogier wählt Startposition zwölf:
Warum in der WRC hinten vorne ist.

Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier, Zweiter im Qualifying zur Rallye Portugal, hat sich für die Startposition zwölf zur ersten Etappe (Freitag ab 09:58 Uhr MEZ) entschieden. Teamkollege Jari-Matti Latvala geht einen Platz vor dem Franzosen in den vierten WM-Lauf der Saison 2013. Andreas Mikkelsen startet als Sechster. Bei der Rallye Portugal sind 13 Piloten aus Werksteams oder werksunterstützten Teams am Start. Nur diese durften am Qualifying teilnehmen. Dani Sordo hatte sich  als Schnellster im Qualifying das Recht gesichert, als Erster seine Startposition zu  bestimmen – keineswegs überraschend entschied sich der Spanier für den letzten Startplatz.

Im Unterschied zur Formel 1 versuchen die WRC-Piloten bei Schotter-Rallyes, im Feld möglichst weit hinten zu starten. Denn auf den unbefestigten Wegen spielt jeder Teilnehmer unfreiwillig den Straßenkehrer für die Nachfolgenden. Mit jedem Auto wird die Ideallinie sauberer und dadurch schneller – zumindest bei trockenen Streckenverhältnissen. Zu den nächsten Etappen werden die Startpositionen automatisch jeweils gemäß dem Ergebnis des Vortages festgelegt, wiederum in umgekehrter Reihenfolge.


14:20 Uhr (MEZ)

„Sehr zufrieden mit dem Ergebnis“:
Statements zum Qualifying.

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7
„Im Qualifying ist uns ein guter Lauf ohne große Ausrutscher gelungen. An ein paar Stellen war ich vermutlich ein wenig zu vorsichtig, was uns ein paar Zehntelsekunden gekostet haben dürfte. Es wäre wohl etwas mehr drin gewesen als Platz drei, aber ich bin insgesamt ganz zufrieden. Mein Ziel ist, nachdem es mir bei den ersten drei Rallyes nicht gelungen ist, auf das Podium zu fahren.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis aus dem Qualifying, vor allem, da ich leider immer noch nicht hundert Prozent fit bin. Heute morgen ging es mir schon etwas besser, ich hoffe einfach, dass es jeden Tag weiter aufwärts geht. Die Rally Portugal wird in jedem Fall eine große Herausforderung, aber wir werden unser Bestes geben.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Es ist großartig, wieder zurück in der Rallye-WM zu sein. Das letzte Mal in einem World Rally Car liegt lang zurück: 2008 war das. Mit dem Qualifying bin ich zufrieden. Sicher hätte ich noch ein paar Zehntel herausholen können. Aber ich wollte nicht zu viel riskieren, denn die Qualifying Stage hat einige knifflige Kurven.“

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Ein Kompliment an alle unsere drei Volkswagen Fahrer, sie haben heute im Qualifying ein gutes Mannschaftsergebnis heraus gefahren. Sébastien Ogier war trotz seiner Schwächung auf den Punkt konzentriert und hat Rang zwei herausgeholt. Hut ab. Jari-Matti Latvala hat gezeigt, dass er auf Augenhöhe mit seinem Teamkollegen ist. Andreas Mikkelsen kann mit seinem ersten Qualifying für uns und bei seinem Wettbewerbsdebüt im Polo R WRC ebenfalls zufrieden sein.“


13:00 Uhr (MEZ)

Sébastien Ogier Zweiter im Qualifying.

 

Die Rallye Portugal beginnt für das Team von Volkswagen Motorsport – fast – nach Plan. Im Qualifying belegten Sébastien Ogier/Julien Ingrassia Rang zwei direkt vor ihren Mannschaftskollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila. Andreas Mikkelsen und Beifahrer Mikko Markkula, die in Portugal zum ersten Mal im Polo R WRC an den Start gehen, fuhren auf der knapp fünf Kilometer langen Schotter-Wertungsprüfung die achtschnellste Zeit.

 

Vorberichte


Mittwoch, 10.04.2013


18:00 Uhr (MEZ)

Statements aus dem Team Volkswagen Motorsport.

 

Jari-Matti Latvala, Polo R WRC #7

„Ich war in Portugal häufig schnell unterwegs, aber mein bestes Ergebnis ist der dritte Platz von 2011. Ich hoffe, dass es mir in diesem Jahr gelingt, sauber durchzukommen und um einen Platz auf dem Podium zu kämpfen. Das Potenzial dazu hat der Polo R WRC auf jeden Fall. Das haben Sébastiens Siege in Schweden und Mexiko gezeigt. Für mich waren die ersten drei WM-Läufe etwas schwierig. Ich habe einfach Zeit gebraucht, um mich an das Auto zu gewöhnen. Doch auf der Power Stage in Mexiko hatte ich das notwendige Vertrauen ins Auto – und dieses gute Gefühl hat sich bei den Testfahrten in Portugal gefestigt. Die Rallye Portugal ist für ihre ‚blinden Kuppen‘ bekannt, die wirklich etwas ganz Besonderes sind. Wenn man auf eine dieser Kuppen zufährt, muss man auf der Hut sein, denn man kann nicht sehen, ob danach eine Links- oder eine Rechtskurve folgt. Deshalb ist es auch so wichtig, bei der Recce vor der Rallye sehr präzise vorzugehen, damit der Aufschrieb absolut unmissverständlich ist.“

 

Sébastien Ogier, Polo R WRC #8

„Ich bin zuversichtlich für die Rallye Portugal, denn in Mexiko haben wir gesehen, dass der Polo R WRC auch auf Schotter konkurrenzfähig ist – das ist wichtig. Die kommende Rallye ist als weitere Standortbestimmung besonders interessant, weil wir dort die Bedingungen vorfinden, die in der Rallye-Weltmeisterschaft am häufigsten vorkommen: harter Schotter und Etappen, die nicht weit über Meereshöhe ausgetragen werden. Doch die Rallye Portugal hat zwei Gesichter. Wenn es dort trocken ist, ist der Untergrund sehr hart und bietet viel Grip. Aber wenn es regnet, wird der Boden sehr weich und matschig und bietet nur sehr wenig Haftung. Das haben wir im vergangenen Jahr erlebt – und dann macht es nicht besonders viel Spaß, dort zu fahren. Mir ist es wesentlich lieber, wenn es trocken ist.“

 

Andreas Mikkelsen, Polo R WRC #9

„Ich kann den Start der Rallye Portugal kaum erwarten. Das wird zwar meine erste Rallye mit dem Polo R WRC sein, aber ich habe bereits im vergangenen Jahr einige Einsätze mit Volkswagen bestritten und bin bereits vollständig ins Team integriert. So richtig neu wird für mich also nur der Wettbewerb mit einem aktuellen World Rally Car sein. Nach zwei erfolgreichen Jahren in der IRC fühle ich mich jedoch bereit für den Aufstieg in die Rallye-WM. Die Rallye Portugal gehört meiner Meinung nach zu den schwierigsten im Rennkalender. Es gibt dort viele ‚blinde‘ Passagen und das Gripniveau ist relativ niedrig. Zum letzten Mal bin ich dort 2007 gefahren, deshalb wird es für mich praktisch eine neue Veranstaltung sein.“


10:15 Uhr (MEZ)

Andreas Mikkelsen: Jüngster WM-Punktesammler

und zweimaliger IRC-Champion.

 

Andreas Mikkelsen debütierte bereits im Alter von 17 Jahren in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft – und ging gleich zu Beginn seiner Karriere in die Rallye-Geschichte ein: Mit seinem fünften Rang bei der Rallye Schweden 2008 ist der Norweger der bislang jüngste Fahrer, der jemals WM-Punkte holte. Klar, dass der Mann aus dem hohen Norden nun erst recht Feuer und Flamme war: Unter Anleitung des zweimaligen Rallye-Weltmeisters Marcus Grönholm verfeinerte Mikkelsen im selben Jahr seinen Fahrstil.

 

Das blieb nicht ohne Folgen: Nach seinem Sieg in der Norwegischen Rallye-Meisterschaft 2009 feierte Mikkelsen 2011 mit dem Gewinn der Intercontinental Rally Challenge (IRC) in einem Škoda Fabia S2000 seinen internationalen Durchbruch. Parallel zur erfolgreichen Titelverteidigung in der IRC nahm er 2012 zudem für Volkswagen Motorsport an acht WM-Läufen teil.

 

Auf eine erfolgreiche Vergangenheit mit Škoda kann auch Mikkelsens Co-Pilot Mikko Markkula zurückblicken. An der Seite seines Landsmanns Juho Hänninen gelang dem Finnen 2009 der erste Einzelsieg in der IRC. Ein Jahr später folgte der Titelgewinn. In den vergangenen beiden Jahren musste sich Markkula allerdings jeweils knapp einem Škoda-Markenkollegen geschlagen geben. Sein Name: Andreas Mikkelsen.


Dienstag, 09.04.2013


15:30 Uhr (MEZ)

„Andreas sammelt in Portugal Erfahrungen“: Drei Fragen an Sven Smeets, WRC Team Manager.

 

 Was bedeutet es für das Team, ab der Rallye Portugal einen dritten Polo R WRC an den Start zu bringen – in sportlicher und logistischer Hinsicht?

„Aus sportlicher Sicht ist es natürlich schön, Andreas nach einer langen Pause wieder in einem World Rally Car zu sehen. Er hat zunächst andere sportliche Ziele als Sébastien und Jari-Matti. Für Andreas wird es in erster Linie darum gehen, Erfahrung zu sammeln und die Rallyes möglichst zu beenden. Für das Team bedeutet ein drittes Auto schlichtweg: mehr Material und mehr Arbeit. Wir müssen mehr Ersatzteile mitbringen. Dazu kommt die Ausrüstung für einen weiteren Serviceplatz sowie zusätzliches Personal.“

 

 Warum hat Volkswagen die Rallye-Saison nicht gleich mit drei Polo R WRC begonnen?

„Wegen des Mehraufwands, den ein drittes Auto bedeutet. Wir wollten uns genügend Zeit geben, um sämtliche Abläufe eines Rallye-Wochenendes, noch dazu mit einem vollkommen neuen Auto und teilweise auch neuen Fahrern, gewissenhaft durchzuspielen. Zudem wollten wir sehen, wie sich der Polo R WRC im Wettkampf behauptet. Wäre bei einer der ersten drei Rallyes ein großes Problem am Auto aufgetaucht, hätten wir dieses auch gleich bei drei Fahrzeugen beheben müssen.“

 

Worin besteht für das Team die größte Herausforderung bei der Rallye Portugal?

„Das hängt nicht zuletzt vom Wetter ab. In der Vergangenheit haben wir gesehen, dass die Autos bei dieser Rallye ziemlich hart rangenommen werden, wenn es regnet. Die Pisten werden dann sehr matschig und rutschig. Aber wenn es trocken ist und die Straßen in einem guten Zustand sind, werden wir in Portugal eine richtig gute Schotter-Rallye erleben, bei der der Fahrer den Unterschied ausmacht. Es ist eine richtige Fahrer-Rallye.“

 

Erfahren Sie mehr über Sven Smeets im Team-Special.


09:40 Uhr (MEZ)

Volkswagen erstmals mit

drei Polo R WRC am Start.

 

Es ist die vierte Rallye im WRC-Kalender – und die vierte Premiere für Volkswagen Motorsport: Das Team aus Hannover schickt bei der Rallye Portugal zum ersten Mal drei Polo R WRC ins Rennen. Nach dem starken WRC-Debüt bei der Rallye Monte Carlo im Januar, dem ersten Start auf Schnee- und Eispisten in Schweden und der Schotter-Premiere in der dünnen Luft von Mexiko steht mit der kommenden Rallye Portugal (11. bis 14. April) nun ein weiteres Novum an: Andreas Mikkelsen und Mikko Markkula (N/FIN) geben ihren Einstand im 315 PS starken Allradler mit der Startnummer 9. Ebenfalls dabei sind natürlich Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) und die Sieger der Rallyes in Schweden und Mexiko, Sébastien Ogier und Julien Ingrassia (F/F).

Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito: „Nach drei vollkommenen unterschiedlichen Rallyes zu Saisonbeginn erwartet uns in Portugal die erste ‚typische‘ WM-Rallye. Harte Schotter-Pisten, frühlingshafte Temperaturen und – im Gegensatz zur Rallye Mexiko – Etappen nur knapp über dem Meeresspiegel: Sehr ähnliche Bedingungen werden wir wohl auch bei den kommenden Rallyes in Argentinien, Griechenland und Italien vorfinden. Insofern ist die Rallye Portugal ein weiterer wichtiger Gradmesser für die Leistungsfähigkeit des Polo R WRC.“


Montag, 08.04.2013


10:00 Uhr (MEZ)

Wetter-Kapriolen in Portugal:

Staub-Spektakel oder Schlammschlacht?


Die Algarve ganz im Süden von Portugal ist ein beliebtes Urlaubsziel, besonders im Frühling. Wenn in Deutschland noch spätwinterliches Schmuddelwetter die Laune verdirbt, kann man hier schon wunderbar die Sonne genießen. Soweit die Theorie.


Die Praxis kann ganz anders aussehen: Letztes Jahr hat es während der Rallye Portugal Anfang April so stark geregnet, dass Rallyeautos in Wasserdurchfahrten stecken geblieben sind. Statt staubiger Schotter-Wertungsprüfungen warteten regelrechte Schlammschlachten auf Teilnehmer und Fans. Die Mechaniker hatten den wenig beneidenswerten Job, bei jedem Service kiloweise Dreck aus den Radhäusern kratzen zu müssen.


Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier geht als einer der Favoriten in die vierte WM-Rallye der laufenden Saison. Und das nicht nur, weil er aktuell an der Spitze der Fahrerwertung steht. Der Franzose hat die Rallye Portugal zusammen mit Beifahrer Julien Ingrassia bereits zwei Mal gewonnen. Starke Konkurrenz kommt ausgerechnet aus dem eigenen Lager. Jari-Matti Latvala ist ebenso ein ausgewiesener Schotter-Spezialist wie Andreas Mikkelsen, der zum ersten Mal in einem dritten Polo R WRC an den Start geht.


Dreh- und Angelpunkt der Rallye Portugal ist das Fußballstadion von Faro, um das herum der Serviceplatz aufgebaut wird. Wie bei allen Schotter-Rallyes steht am Anfang ein Qualifying (Donnerstag, 11. April, 10:40 Uhr). Anhand des Ergebnisses dürfen die Topfahrer ihre Startposition auswählen. Am Freitag (12. April) wird es dann richtig ernst. Um 9:18 Uhr steht die erste von 15 geplanten Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 386 Kilometern auf dem Programm. Ziel ist am Sonntag (14. April) um 15:40 Uhr wiederum das Stadion von Faro.


Samstag, 06.04.2013


20:30 Uhr (MEZ)

Frenetisch gefeiert: Mikkelsens Premiere

vor 100.000 Rallye-Fans.

 

Wenn das kein gelungener Einstand ist: Andreas Mikkelsen hat beim „Fafe Rally Sprint“ im Norden Portugals ein tolles Debüt geboten. Der Norweger belegte mit seinem finnischen Co-Piloten Mikko Markkula trotz eines Drehers im finalen Durchgang vor 100.000 begeisterten Fans einen guten vierten Platz in 3:56,3 Minuten, hinter Sieger Dani Sordo (Citroën) aus Spanien (3:39,3 Minuten).

Auch das Wetter spielte mit: Bei strahlendem Sonnenschein bekamen die Zuschauer, die für die besten Plätze teilweise Tage vorher ihre Zelte aufschlugen, jede Menge Rallye-Action geboten – darunter auch eine der spektakulärsten Sprungkuppen der gesamten Saison.

„Ein einzigartiges Erlebnis, ich habe immer noch Gänsehaut“, so Andreas Mikkelsen. „Die Zuschauer sind unglaublich, übertönen fast den Lärm der Motoren. Beim Sprung schreit dich die Menge nach vorn, so wie beim Skifliegen. Solche Events bereichern die Rallye-Szene enorm. Ich bin sehr glücklich mit meinem ersten Einsatz im Polo R WRC, auch wenn der Dreher im Finale uns den dritten Platz gekostet hat. Jetzt kann die Rallye Portugal kommen!“
 


Donnerstag, 04.04.2013


09:00 Uhr (MEZ)

„Fafe Rally Sprint“:

Ogier muss Start absagen.

Volkswagen Rallye-Pilot Sébastien Ogier (F) muss seinen Start am Samstag beim „Fafe Rally Sprint“ leider wegen Krankheit leider absagen. Der Franzose wollte zusammen mit Beifahrer Julien Ingrassia (F) das Show-Event nahe Porto als Vorbereitung für den WM-Lauf in Portugal (11.–14. April) nutzen.

„Leider hat mich ein grippaler Infekt erwischt, sodass mein Arzt von einem Start abgeraten hat“, bedauerte Ogier seine Absage. „Ich wäre sehr gern dabei gewesen, aber die Gesundheit bis zum nächsten Einsatz bei der Rallye Portugal geht vor. Ich hoffe, die Fans verstehen das.“

Volkswagen Motorsport ist natürlich trotzdem beim „Fafe Rally Sprint“ dabei: Andreas Mikkelsen (N) und sein Co-Pilot Mikko Markkula (FIN) werden im Polo R WRC #9 alles geben, um den knapp 100.000 erwarteten Fans eine tolle Show zu bieten.


Donnerstag, 28.03.2013


15:00 Uhr (MEZ)

Andreas Mikkelsen: „Jeder auf der Welt wünscht

sich einen Platz bei Volkswagen Motorsport.“

 

Andreas Mikkelsen steht vor seinem Debüt im Polo R WRC in Portugal. Mit dem neuen Team Volkswagen Motorsport II habe er eine der besten Karriere-Optionen auf diesem Planeten gezogen, erklärt der 23-jährige Norweger im Interview mit dem Rallye-Portal „WRC.com“.


„Ich kann gar nicht beschrieben, wie sehr ich mich darauf freue“, sagte Mikkelsen im Gespräch mit „WRC live.“ „Meine letzte WRC-Rallye in einem ordentlichen World Rally Car war in Polen 2008, liegt also schon viele Jahre zurück. Seitdem ich meinen Platz in der WRC verloren habe, habe ich hart dafür gearbeitet, dass ich wieder zurückkomme. Ich bin die norwegischen Meisterschaften gefahren und habe bei der IRC zwei Jahre lang tolle Ergebnisse geholt. Jetzt habe ich endlich wieder die Gelegenheit, zurückzukehren.


Ich bin sehr glücklich über meine WRC-Rückkehr und dazu mit einem Team wie Volkswagen. Man muss sich ja nur einmal anschauen, was die in diesem Jahr bereits geleistet haben. Es ist eine riesengroße Chance für mich, mein Potenzial als Fahrer zu beweisen. Ich glaube, jeder auf dieser Welt möchte diesen Platz bei Volkswagen haben.“


Montag, 18.03.2013


17:40 Uhr (MEZ)

Volkswagen beim „Fafe Rally Sprint“:

mit Vollgas über die Sprungkuppe.

 

Volkswagen Motorsport serviert seinen Fans ein leckeres Appetithäppchen für die anstehende Rallye Portugal (11. bis 14. April 2013): Zum ersten Mal nimmt das Team an der „Fafe Rally Sprint“ teil. Das Show-Event läutet am Samstag, 6. April 2013, die portugiesische Rallye-Woche ein. Über 100.000 Zuschauer werden erwartet. Was kein Wunder ist, denn auf dem 6,34 Kilometer langen Abschnitt der legendären Lameirinha-Prüfung wird Spektakuläres geboten – unter anderem lockt die äußerst beliebte Weitenwertung an einer der herausforderndsten Sprungkuppen des Rallye-Sports. Der Rekord liegt aktuell bei 73,5 Metern, aufgestellt im Jahr 2000 von Armin Schwarz im Škoda Octavia WRC. Ob er dieses Jahr geknackt wird?

Für Volkswagen Motorsport gehen Andreas Mikkelsen und Mikku Markkula (N/FIN) an den Start. Das norwegisch-finnische Duo wird ab der Rallye Portugal im dritten Polo R WRC bei allen weiteren Läufen der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in dieser Saison antreten.

 

In zwei Qualifikationsrunden müssen sich die Teams ihr Ticket für das Finale erkämpfen. Wer dort die Bestzeit holt, hat den „Fafe Rallye Sprint“ gewonnen. Neben Volkswagen Motorsport haben weitere Teams ihre Teilnahme an der Kult-Veranstaltung angekündigt. Die offizielle Rallye Portugal beginnt mit der Qualifikation am Donnerstag, 11. April 2013, nordwestlich des Rallye-Zentrums bei Faro.


11:15 Uhr (MEZ)

„Wir kochen vor Ort für bis zu 120 Leute“:

Helmut Grassegger bekocht das WRC-Team.

 

Herr Grassegger, Sie sind der Teamkoch des Volkswagen WRC-Teams. Wie kommt man an so einen Job?

„2008 rief mich Timo Gottschalk an, den ich vom Skoda Red Bull-Team kannte, und fragte mich, ob ich für Volkswagen bei der portugiesischen PAX-Rally kochen könnte. Seitdem bin ich der Teamkoch. Eigentlich witzig, schließlich bin ich gelernter Buchdrucker und habe mir das Kochen selbst beigebracht.“

 

Wo bereiten Sie die Gerichte vor? Direkt im Servicepark oder kochen Sie vor?

„Wir haben eine Gastro-Küche mit dabei. Mit der kochen wir dann ohne Probleme vor Ort für rund 100 bis 120 Leute.“

 

Bekommen die Fahrer spezielle Menüs oder essen sie das gleiche wie der Rest des Teams?

„Zwischen den Wertungsprüfungen bekommen die Fahrer leichte Kost. Früher waren das immer Nudeln mit einer leichten Sauce.  Inzwischen bekommen sie ein Risotto mit Gemüse und Hühnerfleisch. Abends essen die Fahrer dann ganz normal. Es gibt stets eine Auswahl von gegrilltem Fleisch, Fisch und Gemüse, da ist für alle was dabei.“

 

Haben Ogier oder Latvala besondere Wünsche, zum Beispiel französische oder finnische Spezialitäten?

„Nein, da sind die beiden ganz entspannt. Sonderwünsche gibt es höchstens beim Frühstück. Ogier isst gerne Spiegelei, Latvala ein fünf Minuten lang gekochtes Ei.“

 

Die Rallye-Weltmeisterschaft hat schon viele Legenden des Motorsport hervorgebracht . Gibt es einen ehemaligen Fahrer, den Sie gerne mal bekochen würden?

„Meinen Lieblingsfahrer habe ich zum Glück schon bekochen dürfen. Ich bin großer Fan von Carlos Sainz, für den ich während der Rallye Dakar gekocht habe.“


Mittwoch, 13.03.2013


09:30 Uhr (MEZ)

Ab Rallye Portugal fährt Andreas Mikkelsen

im dritten Polo R WRC.

 

Wie geplant setzt Volkswagen Motorsport ab dem nächsten WM-Lauf in Portugal bei allen Rallyes einen dritten Polo R WRC ein. Pilot ist der Norweger Andreas Mikkelsen, Beifahrer der Finne Mikko Markkula. Konsequenterweise wurde dazu ein zweites Team gegründet – Volkswagen Motorsport II.


Teammanager Sven Smeets erklärt die Hintergründe: „Dadurch geben wir Andreas beispielsweise bei Testfahrten größere Freiheiten, weil er sich nicht die für ein Team erlaubten 42 Tage mit Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala teilen muss. Außerdem steht zwei Teams auf dem Serviceplatz mehr Platz zur Verfügung als einem Drei-Wagen-Team.“


Streckenprofil

PROBE FÜR DIE REIFEN.

Drei Tage durchs Hinterland der Algarve.

Auf dem harten Untergrund ist der Verschleiß um 40 Prozent höher als bei anderen Schotterrallyes.

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Länderprofil

PORTUGAL IN ZAHLEN.

Ausgewählte Fakten zum Gastgeberland der WRC.

Geographie, Auto und Verkehr, Flora und Fauna: Portugal im Kurzportrait.

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