Harte Arbeit im Urlaubsparadies.

Ihren Ruf als eine der verücktesten Rallyes der Welt hat die Rallye Portugal zum Glück verloren – aber ihre Faszination ist ungebrochen.

 

Auf der Landkarte des internationalen Rallye-Sports ist Portugal eine feste Größe. Seit Beginn der Weltmeisterschaft vor rund 40 Jahren üben die besten Rallye-Fahrer der Welt eine unvergleichliche Anziehungskraft auf die heimische Bevölkerung aus, wenn sie am westlichen Ende Europas gastieren und eine tolle Show auf den Schotter zaubern.

Das ist die Rallye Portugal.

Zurück im Norden.

Zum ersten Mal seit 2001 findet der portugiesische WM-Lauf wieder im Norden des Landes statt. Hier hat die Rallye, die 1973 zu den Gründungsmitgliedern der Weltmeisterschaft zählte, ihre traditionelle Heimat. Katastrophales Wetter, das die Rallye im Jahr 2001 in eine Schlammschlacht verwandelte, und wirtschaftliche Überlegungen führten damals zur Verlegung an die reichere Algarve im Süden. Jetzt haben sich die Gemeinden rings um das neue Rallye-Zentrum Matosinhos zusammengetan und die Rückkehr ermöglicht. Sehr zur Begeisterung der portugiesischen Fans – sie pilgerten im Norden stets in Scharen zu den Prüfungen.

 

Rückkehr der Klassiker – jedenfalls einiger.

Mit dem Umzug in den Norden kehren auch einige Wertungsprüfungen zurück, die zu den Klassikern der WM zählen. Namen wie „Fafe“ und „Ponte de Lima“ oder auch die Rallycross-Strecke von Lousada wecken Erinnerungen bei den Fans. Allerdings stehen nicht mehr alle Strecken zur Verfügung, die früher für Furore gesorgt haben. Auch im Norden Portugals ist die Zeit nicht stehen geblieben: Viele der ehemaligen WPs sind inzwischen asphaltiert und deswegen für die Schotter-Rallye Portugal kein Thema mehr. So fehlt inzwischen beispielsweise die notorisch in Nebel gehüllte oder sogar mit Schnee bedeckte WP „Arganil“. Sie ist für immer verbunden mit Walter Röhrl, der hier 1980 bei null Sicht die gesamte Konkurrenz um fast fünf Minuten deklassierte.

 

Streckentipp von Luis Moya:

„Mit der letzten Rallye Portugal im Norden des Landes verbinde ich leider eine der bitteren Erinnerungen meiner Karriere. An der Seite von Carlos Sainz führte ich vor der letzten WP – um dann den Sieg doch noch mit 8,6 Sekunden Rückstand an Tommi Mäkinen zu verlieren. In diesem Jahr glich die Rallye einer Schlammschlacht. Normalerweise sind die Strecken aber extrem staubig. Machen Sie es deswegen wie die Einheimischen – nehmen Sie eine Atemschutzmaske mit. Und fahren Sie die Zuschauerpunkte auf jeden Fall frühzeitig an. Zu meiner Zeit zumindest gehörte Verkehrschaos auf den Zufahrtsstrecken zu den Merkmalen der Rallye.“

Impressionen der vergangenen zwei Saisons.

Die schönsten Wertungsprüfungen.

Besondere Orte.


Highlights rund um die Rallye Portugal.

Porto: eine der ältesten Städte Europas.

Die Hauptstadt des Nordens, wie Porto auch genannt wird, ist vor allem berühmt für den aus der Gegend stammenden Portwein. Mit ihrem historischen Altstadtzentrum Ribeira und zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem Bischofspalast, der Kathedrale oder auch dem imposanten Rathaus ist die Metropole im Norden des Landes eines der beliebtesten Touristenziele Portugals. Der imposante Glockenturm Torre dos Clérigos ist heute der höchste Kirchturm des Landes. Auch eine historische Bootsfahrt auf dem Douro ist bei Porto-Besuchern sehr beliebt. Immer mehr Geschäfte und noble Gesellschaft zieht es in die heimliche Hauptstadt.

Zur Website von Porto

 

Viana do Castelo: Zeitreise ins Mittelalter.

Nicht einmal 100.000 Einwohner leben in Viana do Castelo, in dessen unmittelbarer Nähe der Rio Lima in den Atlantischen Ozean mündet. Einer der malerischsten mittelalterlichen Plätze Portugals ist die Praça da República. Besonders erwähnenswert ist dort der dreischalige Renaissancebrunnen aus dem 16. Jahrhundert, der vielfach kopiert wurde. Beliebte Touristenziele sind auch die Wallfahrtskirche auf dem Monte Santa Luzia und das Museu Municipal. Ganz nebenbei war Viana do Castelo im Jahr 2009 die erste portugiesische Gemeinde, die Stierkämpfe mit der Begründung der Tierquälerei abschaffte.

Zur Website von Viana do Castelo

 

Braga: eines der wichtigsten religiösen Zentren.

Braga liegt im Herzen der Minho-Provinz, umgeben von einer hügeligen Gebirgs- und Wälderlandschaft. Die Stadt ist eines der wichtigsten religiösen Zentren Portugals und für ihre barocken Kirchen, die gut erhaltenen Häuser aus dem 18. Jahrhundert sowie für Parks und Gärten bekannt. Die Geschichte der Stadt spiegelt sich in ihren zahlreichen Kirchen und Denkmälern wider – die Kathedrale Sé und die Kirche Santa Cruz aus dem 17. Jahrhundert gehören dabei zu den imposantesten. Auf einem Berg südöstlich von Braga befindet sich zudem das Heiligtum Bom Jesus do Monte, eine bedeutende Pilgerstätte. Dahinter liegt der Berg Sameiro, mit 572 Metern die höchste Erhebung der Region.

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Guimarães: die Geburtsstadt des ersten Königs.

Am Fuße der Serra da Penha, etwa 45 Kilometer nordöstlich von Porto, liegt die „Wiege der Nation“ – Guimarães. Die Stadt mit rund 50.000 Einwohnern heißt so, weil Alfons I. (Afonso Henriques), der erste König Portugals, dort im Jahr 1109 geboren sein soll. Besonders beeindruckend ist die historische Altstadt, die zum Welterbe der UNESCO gehört. Sehenswert sind zudem die Klosterburg Castelo de Vimaranes sowie die Kirchen Igreja do São Miguel do Castelo, Igreja de Nossa Senhora da Oliveira und Igreja dos Santos Passos. Auch die Paläste Paço dos Duques de Bragança und Palácio de Vila Flor sind in Guimarães einen Besuch wert.

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Adressen.

 

Rallye-Zentrum:

Exponor Feira Internacional do Porto, Av. Dr. António Macedo, 4454-515 Leça da Palmeira, Matosinhos, Portugal

 

Adresse Service Park:

Exponor Feira Internacional do Porto, Av. Dr. António Macedo, 4454-515 Leça da Palmeira, Matosinhos, Portugal

 

Veranstalter:

Automóvel Club de Portugal, Rua Rosa Araújo, 24, 1250-195 Lisboa, Portugal, Tel.: +351 219 429 187, Fax: +351 219 429 192

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