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Formel V

RALLYE PORTUGAL.

Große Momente: Von Duellen der Giganten, Nebelritten und tränenreichen Abschieden.

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RALLYE PORTUGAL

In den 60er- und 70er-Jahren nahm der Rallyesport in Portugal einen rasanten Aufstieg. 1967 veranstaltete der Automóvel Club de Portugal (ACP) erstmals die damalige TAP Rallye, den Vorgänger der heutigen Rallye Portugal. Sechs Jahre später gehörte der Event bereits der neu gegründeten Weltmeisterschaft an. Anfangs bereiste die Portugal-Rundfahrt fast das ganze Land. Menschen von Porto bis Lissabon zogen aus, um die Rallye hautnah zu verfolgen und die Wertungsprüfungen in Partyzentren zu verwandeln. Wir denken nur an den weltbekannten Sprung von „Fafe“, der von Zigtausenden bevölkert wurde.

 

Intro
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1978

Ein episches Duell.

Die Rallye Portugal war Schauplatz eines der ganz großen Duelle der Rallyegeschichte. Ford schickte vier Escort RS1800 ins Rennen, Fiat drei 131 Abarth. Alle Fahrzeuge waren hochkarätig besetzt mit Hannu Mikkola, Björn Waldegård, Jean-Pierre Nicolas und Ari Vatanen auf der einen Seite und Markku Alén, Sandro Munari sowie Walter Röhrl auf der anderen. Im Laufe der fünf Tage wechselte die Führung zwölf Mal zwischen diesen Piloten hin und her! Alén eroberte erst auf der allerletzten Prüfung (!) die Spitzenposition, als Mikkola einen Reifenschaden erlitt. Mit fünf Siegen ist Alén bis heute der Rekordsieger in Portugal.

 

1978
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1980

Nebelritt von Arganil.

Der Stoff, aus dem Legenden sind: Rallye Portugal 1980, letzte Etappe. Die beiden Fiat-Werksfahrer Walter Röhrl und Markku Alén kämpfen um Sieg und Ehre. Dann kommt die WP Arganil mit 42,15 Kilometern im dichten Nebel. Röhrl hat mit diesen Bedingungen gerechnet. Er hat die Prüfung nachts trainiert und einen besonders detaillierten Aufschrieb angefertigt. Zudem bemüht er sein fotografisches Gedächtnis. All das führt zu einer überirdischen Leistung, dem berühmten „Nebelritt von Arganil“. Röhrl ist auf den 42,15 Kilometern fast fünf Minuten schneller als die gesamte Konkurrenz! Er gewinnt die Rallye mit mehr als 14 Minuten Vorsprung.

 

1980
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1986

Der Santos-Unfall.

Die Rallye Portugal 1986 war eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte des Sports. Auf der ersten Wertungsprüfung rutschte der Portugiese Joaquim Santos im Ford RS200 von der Strecke und verletzte dabei drei Zuschauer tödlich. In der Folge dieser Tragödie gab es den berühmten „Fahrerstreik“. Wegen der mangelhaften Vorkehrungen zur Zuschauersicherheit seitens des Veranstalters weigerten sich die Fahrer aller Werksteams, die Veranstaltung wieder aufzunehmen. So wurde die Rallye ausschließlich von den Privatteams fortgesetzt. Lokalmatador Joaquim Moutinho (Renault 5 Turbo) wurde letztlich zum traurigen Sieger erklärt.

 

1986
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1998

2,1 Sekunden machen den

Unterschied.

Jubel bei Colin McRae und Subaru, Frust bei Carlos Sainz und Toyota: 2,1 Sekunden fehlten dem Spanier am Ende zum Sieg bei der Rallye Portugal 1998. Das bis dato knappste Ergebnis der WM-Geschichte. Anfangs durch Bremsprobleme zurückgefallen, startete der Toyota-Pilot trotz starker Sichtprobleme im Staub seiner Vorderleute eine furiose Aufholjagd, die um ein Haar mit dem Sieg belohnt worden wäre. Colin McRae wähnte sich schon fast in Sicherheit, musste mit einem angeschlagenen Motor letztlich aber doch noch zittern: „Wir dachten, dass wir vor Sainz bleiben würden, aber er wurde Richtung Ende immer schneller. Wir haben gewonnen, aber wir sind so schnell gefahren wie wir nur konnten.“

 

1998
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2001

Zum Abschied weint der

Himmel.

2001 wurde die Rallye Portugal zum letzten Mal im Norden des Landes ausgetragen. Zum Abschied vergoss Petrus gleich haufenweise Tränen. Regen, Nebel und Matsch hatten die Rallye fest im Griff. Vier Wertungsprüfungen mussten wegen unbefahrbarer Straßen abgesagt werden. Nur 24 von 94 Teilnehmern erreichten das Ziel der Rallye, solch eine hohe Ausfallquote gab es sonst nur in den 70er-Jahren oder bei der Safari Rallye. Tommi Mäkinen (Mitsubishi Lancer) stocherte übrigens am erfolgreichsten im Dunkeln, er gewann die Rallye vor Carlos Sainz (Ford Focus).

 

2001