Rallye Argentinien 2013.

 

Volkswagen auf dem Podium.

Volkswagen behauptet seine Führung in der Rallye-Weltmeisterschaft: Bei der Rallye Argentinien gelang Sébastien Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia im Polo R WRC #8 ein zweiter Platz hinter Rekordweltmeister Sébastien Loeb (Citroën). Die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila kämpften sich am Finaltag der Rallye auf Rang drei vor – ein tolles Ergebnis für das finnische Duo.

Im fünften Lauf der Rallye-WM entwickelte sich ein packendes Duell „Séb vs. Séb“, in dem sich Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier und „Erzrivale“ Sébastien Loeb mit Spitzenzeiten abwechselten. Nachdem Ogier zu Beginn der Rallye noch in Führung gelegen hatte, verlor der Franzose am zweiten Tag über 40 Sekunden, da er mit seinem Polo R WRC von der Strecke abkam und zurücksetzen musste.

Dennoch zeigte sich Ogier nach der Rallye zufrieden: „Platz zwei ist ein großartiges Resultat im Hinblick auf die Weltmeisterschaft und ein Erfolg des gesamten Teams. Es war eine extrem anstrengende und schwierige Rallye, bei der ich selbst nicht ganz fehlerfrei geblieben bin. Es ist schade, dass ich nicht bis zum Ende gegen Sébastien Loeb kämpfen konnte. Ich gratuliere ihm zum Sieg. Mein Blick geht jetzt nach vorn.“

Teamkollege Jari-Matti Latvala war mit dem Ergebnis ebenfalls zufrieden: „Der Teamgeist, das Auto – alles war heute auf einem neuen Level. Auch der Fahrer selbst. Ich bin extrem glücklich, in Argentinien zum ersten Mal auf dem Podium zu stehen. In den vergangenen Jahren lief es hier oft nicht so gut, darum bin ich sehr zufrieden, mein erklärtes Ziel erreicht zu haben. Die Rallye war sehr spannend und abwechslungsreich. Gerade in der Schlussphase haben wir wirklich alles gegeben, um Platz drei zu holen. Die Plätze zwei und drei sind insgesamt ein tolles Ergebnis für das ganze Team.“

Auch das Team Volkswagen Motorsport II mit Andreas Mikkelsen und Mikko Markkula beeindruckte bei seinem zweiten Auftritt in der WRC mit Gesamtrang acht und Top-Zeiten auf den 14 Wertungsprüfungen. „Wir haben den Tag und die gesamte Rallye sehr genossen. Unser neues System des Aufschriebs, unsere Änderungen an der Abstimmung und die Ergebnisse auf den Wertungsprüfungen – alles entwickelt sich in die richtige Richtung. Wir lernen mit jedem Meter dazu und ich fühle mich pudelwohl im Polo R WRC. Wir haben noch genügend Ideen, welche Schritte uns in den kommenden Rallyes weiterbringen.“

In der Fahrerwertung der WRC führt Ogier nun mit 122 Punkten vor Loeb (68). In der Herstellerwertung liegt Volkswagen mit 154 Punkten vor Citroën (140).


Perfekter Abschluss für Volkswagen Motorsport.
Ogier und Latvala auf dem Podest. Das Video.


Rallye Argentinien 2013: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Loeb / D. Elena 4:35:56.7 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 4:36:51.7 +55.0  
3 J. Latvala / M. Anttila 4:37:57.5 +2:00.8  
4 E. Novikov / I. Minor 4:38:33.4 +2:36.7  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 4:40:37.2 +4:40.5  
6 M. Hirvonen / J. Lehtinen 4:42:20.6 +6:23.9  
7 M. Østberg / J. Andersson 4:46:58.9 +11:02.2  
8 A. Mikkelsen / M. Markula 4:49:18.8 +13:22.1  
9 D. Sordo / C. Del Barrio 4:49:19.0 +13:22.3  
10 M. Prokop / M. Ernst 4:50:04.3 +14:07.6  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Argentinien des Jahres 2013 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Samstag, 04.05.2013


Aktuelle Bilder (22)
22:03 Uhr (MESZ)


Stand nach 14 von 14 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Loeb / D. Elena 4:35:56.7 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 4:36:51.7 +55.0  
3 J. Latvala / M. Anttila 4:37:57.5 +2:00.8  
4 E. Novikov / I. Minor 4:38:33.4 +2:36.7  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 4:40:37.2 +4:40.5  
6 M. Hirvonen / J. Lehtinen 4:42:20.6 +6:23.9  
7 M. Østberg / J. Andersson 4:46:58.9 +11:02.2  
8 A. Mikkelsen / M. Markula 4:49:18.8 +13:22.1  
9 D. Sordo / C. Del Barrio 4:49:19.0 +13:22.3  
10 M. Prokop / M. Ernst 4:50:04.3 +14:07.6  

23:00 Uhr (MESZ)

Die Rallye Australien beginnt für die

Logistikabteilung bereits in Argentinien.

 

Während Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen am Samstag noch auf Zeitenjagd waren, wurde im Servicepark bereits eifrig gepackt. Und zwar unter verschärften Bedingungen – überwacht von Beamten der australischen Gesundheitsbehörde. Denn ein Großteil der Ausrüstung wird von Argentinien direkt nach „Down Under“ verschifft, wo im September die letzte Übersee-Rallye des Jahres stattfindet.

 

In Australien gelten extrem scharfe Vorschriften, um das Einschleppen von Krankheitserregern zu verhindern. Ganz oben auf der Most-Wanted-Liste: die Erreger der für Rinder gefährlichen Maul- und Klauenseuche. Und die finden sich in argentinischer Erde fast überall. Entsprechend unerbittlich achtet die australische Delegation auf Sauberkeit. „Die komplette Ausrüstung muss praktisch klinisch rein sein“, sagt Ralf Arneke, bei Volkswagen Motorsport für diese logistische Mammutaufgabe verantwortlich. „Nur wo die Beamten keine Erdkrümel oder Steinchen mehr finden, kleben sie ihr Siegel auf.“

 

Volkswagen Motorsport schickt sieben Container mit Material auf die Reise. Mit Druckluft, Staubsauger, Reinigungsmitteln und notfalls sogar Pinseln werden die Stahlbehälter selber und ihr Inhalt in stundenlanger Arbeit gesäubert. „Die vier Trainingsautos zerlegen wir sogar teilweise, um sie einfacher reinigen zu können“, sagt Arneke. Manchmal greifen die australischen Beamten auch persönlich zum Dampfstrahler, sicher ist sicher.


22:30 Uhr (MESZ)

Ich bin extrem glücklich.“
Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Das war heute der schönste Rallye-Tag, seit ich bei Volkswagen bin. Der Teamgeist, das Auto – alles war heute auf einem neuen Level. Auch der Fahrer selbst. Ich bin extrem glücklich, in Argentinien zum ersten Mal auf dem Podium zu stehen. In den vergangenen Jahren lief es hier oft nicht so gut, darum bin ich sehr zufrieden, mein erklärtes Ziel erreicht zu haben. Die Rallye war sehr spannend und abwechslungsreich. Gerade in der Schlussphase haben wir wirklich alles gegeben, um Platz drei zu holen. Die Plätze zwei und drei sind insgesamt ein tolles Ergebnis für das ganze Team.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Platz zwei ist ein großartiges Resultat im Hinblick auf die Weltmeisterschaft und ein Erfolg des gesamten Teams. Bei meinen Jungs muss ich mich diesmal besonders bedanken, sie waren ein großer Rückhalt. Es war eine extrem anstrengende und schwierige Rallye, bei der ich selbst nicht ganz fehlerfrei geblieben bin. Es ist schade, dass ich nicht bis zum Ende gegen Sébastien Loeb kämpfen konnte. Ich gratuliere ihm zum Sieg. Mein Blick geht jetzt nach vorn. Vor der kommenden Rallye in Griechenland steht für uns noch ein Test an. Dort wollen wir den Polo R WRC weiter verbessern, damit wir in vier Wochen wieder mit um den Sieg kämpfen können.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Was für ein Abschlusstag, an dem wir noch einmal starke Duelle hatten. Wir haben den Tag und die gesamte Rallye sehr genossen. Unser neues System des Aufschriebs, unsere Änderungen an der Abstimmung und die Ergebnisse auf den Wertungsprüfungen – alles entwickelt sich in die richtige Richtung. Wir lernen mit jedem Meter dazu und ich fühle mich pudelwohl im Polo R WRC. Wir haben noch genügend Ideen, welche Schritte uns in den kommenden Rallyes weiterbringen. Am Freitag haben wir es am Nachmittag bewusst darauf angelegt, eine gute WP-Zeit zu fahren. Dabei absolut zeitgleich mit meinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala zu sein hatten wir nicht erwartet. Leider haben wir das Material dabei auch zu hart rangenommen. Schnelligkeit und Zuverlässigkeit zusammenzubringen ist die Aufgabe für die kommenden Rallyes. Darauf freue ich mich jetzt schon.“


22:15 Uhr (MESZ)

Radwechsel, finnischer Stil – Anttila beschreibt,

wie man dazu weniger als zwei Minuten braucht.

In der Formel 1 dauern Reifenwechsel weniger als fünf Sekunden. Dazu sind aber mehr als ein Dutzend Mechaniker nötig, der Fahrer schaut sich das ganze Spektakel derweil in aller Seelenruhe aus dem Cockpit an. Nicht so im Rallye-Sport. Zumindest dann nicht, wenn während einer Wertungsprüfung gewechselt wird. In der WP 9 der Rallye Argentinien stellten Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila (Polo R WRC #7) einen neuen inoffiziellen Rekord in dieser Disziplin auf – sie brauchten nur rund 100 Sekunden. Copilot Anttila beschreibt die dazu nötigen Handgriffe:

„An einer geeigneten Stelle neben der Piste halten wir an und schnallen uns los. Ich öffne den Kofferraum, hole den Wagenheber heraus und fange an, das Auto aufzubocken. Jari-Matti schnappt sich den Schlagschrauber, der auf seiner Seite des Autos befestigt ist, und beginnt, die Radmuttern zu lösen. Sobald ich das Auto aufgebockt habe, wechseln wir. Jari-Matti holt das Ersatzrad aus dem Kofferraum. Ich nehme das defekte Rad herunter und übergebe es an Jari-Matti, der es in den Kofferraum packt. Während ich mit dem Schlagschrauber die Radmuttern festziehe, lässt Jari-Matti das Auto vom Wagenheber und befestigt diesen wieder in seiner Halterung. Wenn ich mit den Radmuttern fertig bin, übergebe ich ihm den Schlagschrauber, den er mit zurück auf seine Seite nimmt. Er steigt ein, während ich den Kofferraum schließe und die Sicherungsstifte befestige. Dann klettere auch ich wieder ins Cockpit. Wir schnallen uns beide ordentlich an, und weiter geht’s.“

Bei diesem ganzen Vorgang behalten Latvala und Anttila sowohl den Helm als auch das vorgeschriebene HANS-System an, da diese abzulegen wertvolle Zeit kosten würde. Beides behindert beim Arbeiten beträchtlich. „In der Werkstatt haben wir Radwechsel schon in knapp 80 Sekunden geschafft“, verrät Anttila. „Aber nur ohne Helm und HANS.“


22:00 Uhr (MESZ)

„Attacke macht mehr Spaß.“ Taktisches Fahren

ist nicht ganz nach dem Geschmack von Ogier.

Wer um die Weltmeisterschaft fährt, muss vor allem sein Punktekonto im Auge haben. Besonders dann, wenn der Hauptkonkurrent gar nicht um den Titel fährt. „Es wäre dumm gewesen, heute noch irgendwelche Risiken einzugehen“, begründete Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) seine vergleichsweise bescheidenen WP-Zeiten von der Abschlussetappe, mit denen er Spitzenreiter Sébastien Loeb nicht mehr gefährlich wurde.


Wenn Rallye-Fahrer von „keine Risiken eingehen“ reden, meinen sie damit nicht, dass ab sofort nur noch im ersten und zweiten Gang gefahren wird. „Man bremst einfach früher, weicht jedem Stein auf der Fahrbahn aus und ist beim Kurvenschneiden vorsichtiger“, sagte Ogier. Wie wohl bei jedem Rennfahrer ist das taktische Fahren allerdings nicht wirklich nach seinem Geschmack. „Am Limit voll auf Attacke zu fahren, macht viel mehr Spaß.“


Dennoch kann er mit dem zweiten Platz sehr gut leben. „Um einen Sébastien Loeb zu schlagen, musst du eine absolut problemfreie Rallye haben“, sagte Ogier nach der Zielankunft. „Das war hier nicht der Fall. Zusammen mit dem zweiten Rang von der Power Stage habe ich hier 20 Punkte geholt und meine Tabellenführung ausgebaut, das ist das Wichtigste.“


20:45 Uhr (MESZ)

„Beste Leistung in dieser Saison.“
Jari-Matti Latvala kommt immer besser zurecht.

 

So befreit lachen hat man Jari-Matti Latvala schon lange nicht mehr gesehen. Der Finne fiel nach der Einfahrt in den Schlussservice jedem Teammitglied um den Hals. „Das war meine beste Leistung in der laufenden Saison“, fasste er seine persönliche Rallye Argentinien strahlend zusammen.

 

Neue Komponenten im Antriebsstrang – unter anderem ein anders ansprechendes Differenzial in der Vorderachse – hatten den Polo R WRC mit der Startnummer 7 besser an den Fahrstil des Finnen angepasst. „Weil wir vor der Rallye hier nicht testen dürfen, war die Abstimmung am Anfang noch nicht ganz optimal“, verriet er. „Aber mit jedem Service haben wir das verbessert, am Samstag war mein Auto perfekt.“

 

Eine Blick in die Ergebnisliste zeigt den Effekt: Latvala und Beifahrer Miikka Anttila gewannen alle vier Wertungsprüfungen der Abschlussetappe. Dadurch verbesserten sie sich noch auf den dritten Gesamtrang. Für den Sieg auf der sogenannten Power Stage – der zweite Durchgang über die legendäre WP „El Condor“ – ließen sich das Finnen-Duo außerdem drei zusätzliche WM-Punkte gutschreiben. Damit kletterte Latvala auf den vierten Rang der WM-Gesamtwertung.


20:30 Uhr (MESZ)

„Das waren ungefähr 98 Prozent.“
Andreas Mikkelsen steigerte sein Tempo deutlich.

Am Morgen der zweiten Etappe ließ ihn Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito von der Leine. „Ab jetzt wird das Tempo gesteigert“, gab er Andreas Mikkelsen mit auf den Weg. Bei seiner zweiten Rallye im Polo R WRC sollte sich der Norweger weiter an das Limit herantasten. „Ich habe nicht damit gerechnet, so früh diese Gelegenheit zu bekommen“, sagte er nach der Zielankunft.


Nachdem es bei der Rallye Portugal vor allem darum ging, den Polo R WRC im Wettbewerbsstress besser kennenzulernen und ins Ziel zu kommen, sollte er sich nun mehr an den Zeiten der Konkurrenten orientieren. Prompt fuhr Mikkelsen eine drittschnellste Zeit (WP 8). „Das waren ungefähr 98 Prozent“, sagte er hinterher. „Volles Risiko bin ich noch nicht gegangen, da ist noch etwas Platz bis zum Limit.“ Besonders beeindruckend war dabei, dass Mikkelsen auch bei erhöhtem Tempo keine größeren Fehler einbaute. „Ich habe einmal eine Mauer getroffen, aber dabei hat zum Glück nur eine Felge ein paar Kratzer abbekommen.“


Jetzt freut sich der 23-Jährige auf den nächsten WM-Lauf in Griechenland Anfang Juni. „Mein Plan ist jetzt, dieses Tempo konstant über eine ganze Rallye zu halten.“


18:30 Uhr (MESZ)

Perfekter Abschluss für Volkswagen Motorsport.

Ogier und Latvala in Argentinien auf dem Podest.

 

Ende gut, alles gut bei der Rallye Argentinien für Volkswagen Motorsport. Auf der letzten Wertungsprüfung des Wochenendes, der 16,32 Kilometer langen Power Stage „El Condor“, erzielten Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7), Sébastien Ogier (#8) und Andreas Mikkelsen (#9) noch einmal sehr gute Ergebnisse. Latvala gewann die WP 14 in 12:57,2 Minuten mit 1,4 Sekunden Vorsprung vor Ogier – Mikkelsen erreichte einen starken Rang fünf. Auf der Power Stage gibt es zusätzlich drei Punkte für den Schnellsten, zwei für den Zweitplatzierten und der Dritte bekommt einen Extrazähler.

 

Der Gesamtsieg in Argentinien war Weltmeister Sébastien Loeb im Citroën zwar nicht mehr zu nehmen, mit Ogier und Latvala auf den Plätzen zwei und drei schafften es aber zwei Volkswagen Piloten auf das Podest. Zudem überholte Mikkelsen auf den letzten Metern noch Dani Sordo (Citroën) und wurde Achter.

 


17:30 Uhr (MESZ)

Vierter WP-Sieg in Folge:
Latvala neuer Dritter.

Volkswagen Werkspilot Jari-Matti Latvala ist neuer Dritter im Gesamtklassement: Auf der 13. Wertungsprüfung fuhr der Finne erneut Bestzeit. Evgeny Novikov kam mit 8,5 Sekunden Rückstand ins Ziel und verlor dadurch seinen dritten Platz. „Es war ein harter Kampf. Ich bin so schnell gefahren, wie es ging“, kommentierte Latvala das Geschehen.

Vorn bleibt alles wie gehabt: Sébastien Loeb (Citroën) liegt weiter vor Sébastien Ogier im Polo R WRC #8, nach WP 13 beträgt der Abstand 1:02.4 Minuten.


15:45 Uhr (MESZ)

Spannender Kampf um Platz drei:
Latvala weiter auf dem Vormarsch.

Jari-Matti Latvala macht Druck auf Evgeny Novikov: Auf der zwölften Wertungsprüfung „El Condor–Copina“ fuhr der Finne im Volkswagen Polo R WRC #7 erneut Bestzeit – und knabberte wieder ein Stück vom Rückstand ab. Latvala fehlen jetzt nur noch 3,4 Sekunden auf Novikov, der den dritten Platz im Gesamtklassement hält. „Die WP lief gut für uns. Ich habe richtig gepusht, Novikov gibt allerdings auch ordentlich Gas“, erklärte Latvala nach der Zieldurchfahrt.

An der Spitze ist die Lage dagegen eher entspannt: Sébastien Loeb führt im Citroën weiter vor Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier, der es nun ruhiger angehen lässt und auf Sicherheit fährt. Er kann es sich leisten, denn sein Vorsprung auf Novikov beträgt über eine Minute.


15:00 Uhr (MESZ)

Latvala fährt Bestzeit auf WP 11.
Ogier behauptet Platz zwei.

Jari-Matti Latvala ist auf der elften Wertungsprüfung der Rallye Argentinien die schnellste Zeit gefahren. Auf dem 22,64 Kilometer langen Abschnitt „Mina Clavero/Giulio Cesare“ kam der Finne im Volkswagen Polo R WRC #7 vor Evgeny Novikov (Ford) und Mikko Hirvonen (Citroën) ins Ziel. Sébastien Loeb, der im Gesamtklassement weiterhin vorn liegt, wurde auf dieser WP Vierter.

Volkswagen Pilot Sébastien Ogier kam als Siebter in Ziel, Andreas Mikkelsen wurde Achter. In der Gesamtwertung liegt Ogier weiter auf Rang zwei. Der Abstand zu Loeb beträgt aktuell 55,1 Sekunden. Novikov ist Dritter. Latvala liegt nur 7,3 Sekunden hinter dem Russen und hat weiterhin gute Chancen auf einen Podiumsplatz.


02:30 Uhr (MESZ)

„Ich freue mich schon auf den Zweikampf.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Es war erneut ein langer und abwechslungsreicher Rallye-Tag. Am Morgen kamen wir in den langsamen Passagen nicht gut zurecht, aber nach Änderungen an der Abstimmung lief es am Nachmittag deutlich besser. Als wir gerade am dritten Platz schnupperten, warf uns ein Reifenschaden zurück, den wir uns bei der Landung nach einem Sprung eingefangen hatten. Auf der letzten Prüfung habe ich noch einmal voll attackiert und konnte Boden auf den dritten Platz auf dem Podium gutmachen. Uns fehlen nur 8,2 Sekunden auf Novikov und ich freue mich schon auf den Zweikampf morgen.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Wir haben heute etwas Zeit auf der siebten Wertungsprüfung eingebüßt. Wir sind in einer langgezogenen Rechtskurve von der Strecke gerutscht. Zum Glück konnten wir zurücksetzen und weiterfahren. Es ist natürlich schade, die Führung auf diese Art zu verlieren. Doch das gehört zum Rallye-Sport dazu. Wir liegen weiterhin vor unseren unmittelbaren Gegnern in der WM-Wertung und haben damit die Chance, weitere wertvolle Punkte zu sammeln. Und genau das ist das Ziel für morgen.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Für den Nachmittag hatten wir uns zusammen mit unseren Ingenieuren vorgenommen, mehr zu riskieren und zu attackieren. Die Wertungsprüfungen waren sehr rau und hart zum Auto und es gab viele grobe Schläge. Dadurch wurde etwas an der Vorderrad-Aufhängung beschädigt. Ich hatte zum einen Glück – denn unsere Prüfungszeit war trotzdem richtig gut. Wir hatten aber auch Pech, denn wir mussten angesichts des Problems mit der Aufhängung heute frühzeitig aufgeben. Doch morgen ist ein neuer Tag und wir werden versuchen, weiter dazuzulernen und Kilometer mit dem Polo R WRC zu machen. Alles in allem bin ich nicht unzufrieden mit der Rallye.“


01:45 Uhr (MESZ)

Sébastien Ogier: „Noch ist es nicht vorbei.“

Der Franzose glaubt weiterhin an den Sieg.

 

Die Entscheidung fiel in WP 8. Dort fing sich Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) einen Reifenschaden ein, während Konkurrent und Spitzenreiter Sébastien Loeb unbeschadet über die Runden kam. Den Zeitverlust von 3,4 Sekunden konnte Ogier noch verschmerzen. „Problematischer war, dass ich damit mein einziges Ersatzrad einsetzen musste.“ Um kein unnötiges Risiko einzugehen, nahm der Volkswagen Pilot auf der folgenden, noch einmal knapp 40 Kilometer langen Wertungsprüfung etwas Tempo heraus. Erst auf der abschließenden, nur sechs Kilometer langen Super-WP am Stadtrand von Carlos Paz attackierte Ogier wieder voll – Rang zwei, nur eine Sekunde hinter Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7), war die Folge.

 

Ogiers Rückstand auf Spitzenreiter Sébastien Loeb (Citroën) beträgt am Ende der zweiten Etappe 39,8 Sekunden. Bei noch verbleibenden 78 WP-Kilometern eigentlich zu viel, um sich noch Sieghoffnungen zu machen. „Aber die WPs morgen gehören zu den anspruchsvollsten und härtesten in der ganzen Saison“, sagte Ogier. „Da kann noch viel passieren, noch ist es nicht vorbei.“ Und wenn doch, geht für den WM-Tabellenführer die Welt auch nicht unter. „Ich muss die Meisterschaft im Auge behalten, da sind auch die Punkte für Rang zwei hilfreich.“ Zumal Spitzenreiter Loeb voraussichtlich nur vier WM-Läufe bestreiten wird und deswegen im Titelkampf keine Rolle spielt.


01:25 Uhr (MESZ)

Reifenwechsel in Rekordzeit.

Latvala hat Rang drei im Visier.

 

Das muss ihnen erst einmal jemand nachmachen. In der Wertungsprüfung 9 wechselten Jari-Matti Latvala und Beifahrer Miikka Anttila (Polo R WRC #7) innerhalb von einer Minute und vierzig Sekunden einen platten Reifen! Inklusive Abschnallen der Sechspunktgurte, Ersatzrad und Wagenheber aus dem Kofferraum holen, defektes Rad und Werkzeug wieder einladen, anschnallen. Außerdem mit Helm auf dem Kopf und HANS-System um den Hals. „Wenigstens das hat perfekt geklappt“, nahm Latvala sein Pech mit Humor. „Davor sind wir unglücklicherweise nach einer Sprungkuppe genau in einem Loch gelandet, das hat den Reifen zerstört.“

 

Weil gleichzeitig Mikko Hirvonen (Citroën) wegen eines Elektrikschadens rund sechs Minuten verlor, rutschten Latvala/Anttila nur auf Rang vier ab. Im Ziel der zweiten Etappe beträgt ihr Rückstand auf Evgeny Novikov (Ford) nur 8,2 Sekunden. „Das müsste machbar sein“, schaute Latvala auf die verbleibenden vier Wertungsprüfungen am Samstag voraus. „Ich will morgen auf dem Podium stehen.“


01:15 Uhr (MESZ)

Lob von Jost Capito: „Tolle Leistung.“

Trotz Ausfalls überzeugte Andreas Mikkelsen.

 

Wenn ein Polo R WRC über eine Stunde vor den beiden Schwester-Autos in den Servicepark rollt, hat das selten etwas Gutes zu bedeuten. Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen war direkt vom Ziel der Wertungsprüfung 8 zurück nach Carlos Paz gefahren. „In der WP ist ein Teil der Radaufhängung vorne links gebrochen“, berichtete der Norweger. „Leider konnten wir diesen Defekt nicht mit Bordmitteln beheben.“ Eine Weiterfahrt im Renntempo wäre unverantwortlich gewesen, die Rückkehr auf eigener Achse in den Servicepark war dagegen kein Problem.

 

„Es ist wirklich schade für Andreas, er hat eine tolle Leistung gezeigt“, nahm Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito den Norweger in Schutz, der erst seine zweite Rallye im Polo R WRC bestreitet. „Wir haben heute Morgen ausgemacht, dass er ab sofort das Tempo etwas anzieht. Diese Strategie hat er perfekt umgesetzt.“ Trotz des Defektes war Mikkelsen gerade die drittschnellste Zeit gefahren. Er wird zur Schlussetappe am Samstag neu starten, dann allerdings belastet mit zehn Strafminuten für zwei ausgelassene Wertungsprüfungen.


01:00 Uhr (MESZ)

Doppelsieg zum Abschluss der zweiten Etappe.

Ogier und Latvala gewinnen ihre Duelle.

 

Am Freitagabend stand für die Fahrer zum Abschluss der zweiten Etappe bei der Rallye Argentinien die „Super Special Stage Carlos Paz“ auf dem Programm. Bei der 6,04 Kilometer kurzen WP 10 traten immer zwei Fahrer gegeneinander an. Die Volkswagen Piloten konnten nicht nur jeweils ihre Duelle gewinnen, sondern holten obendrein einen Doppelsieg auf der letzten Wertungsprüfung des Tages.

 

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) gewann in 4:49,4 Minuten sein Rennen gegen Mikko Hirvonen im Citroën (+2,9 Sekunden) und ließ mit dieser starken Zeit auch gleich das gesamte Feld hinter sich. Mit einer Sekunde Rückstand folgte Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) auf Rang zwei, der im direkten Duell wiederum Weltmeister Sébastien Loeb (Citroën) eine halbe Sekunde abnahm.

 

Im Gesamtklassement führt Loeb allerdings mit 3:32:15,9 Stunden vor Ogier (+39,8 Sekunden) und Evgeny Novikov im Ford, der bereits mehr als zwei Minuten hinter dem Volkswagen Piloten liegt. Latvala auf Rang vier hat vor dem letzten Tag der Rallye Argentinien mit nur noch acht Sekunden Rückstand auf Novikov das Podest weiter im Blick.


Stand nach zehn von 14 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Loeb / D. Elena 3:32:15.9 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 3:32:55.7 +39.8  
3 E. Novikov / I. Minor 3:34:59.2 +2:43.3  
4 J. Latvala / M. Anttila 3:35:07.4 +2:51.5  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 3:35:48.4 +3:32.5  
6 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:38:59.2 +6:43.3  
7 M. Østberg / J. Andersson 3:42:56.5 +10:40.6  
8 M. Prokop / M. Ernst 3:44:29.8 +12:13.9  
9 D. Sordo / C. Del Barrio 3:45:20.0 +13:04.1  
10 G. Pozzo / D. Stillo 3:47:00.5 +14:44.6  

Freitag, 03.05.2013


Aktuelle Bilder (12)
Letztes Update: 23:48 Uhr (MESZ)


22:00 Uhr (MESZ)

Ogier verteidigt Platz zwei nach WP 9.

Latvala verliert Zeit, bleibt aber Vierter.

 

Bei der vorletzten Wertungsprüfung des Freitags konnte Volkswagen Pilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung der Rallye Argentinien verteidigen. Auf der 39,16 Kilometer langen WP „Amboy–Yacanto 2“ kam der WM-Führende aus Frankreich als Dritter ins Ziel. Nur Mads Østberg (Ford) und Weltmeister Sébastien Loeb (Citroën) waren schneller als Ogier, der nun 40 Sekunden hinter Loeb liegt.

 

Dritter ist Evgeny Novikov (Ford), der allerdings bereits fast zwei Minuten Rückstand auf Ogier hat. Auf Rang vier folgt Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #7. Der Finne büßte auf der WP 9 wegen eines Plattens fast zwei Minuten auf die Spitze ein. Der dritte Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen (#9) war aufgrund einer beschädigten Radaufhängung nicht mehr zur WP 9 angetreten. Der 23-Jährige wird am morgigen Samstag aber unter Rally2-Regel wieder an den Start gehen.


21:30 Uhr (MESZ)

Mikkelsen im Pech:

Aufhängung beschädigt.

 

Große Enttäuschung bei Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen. Nachdem es für den Norweger mit seinem Polo R WRC #9 auf der WP 8 noch zu einem starken dritten Platz gereicht hatte, ging es für ihn anschließend nicht mehr weiter. Wegen einer beschädigten Radaufhängung konnte Mikkelsen am Freitag zur WP 9 nicht antreten. Der 23-Jährige wird am morgigen Samstag aber unter Rally2-Regel wieder an den Start gehen.

 

Teams, die wegen eines Unfalls oder Defekts vorzeitig ausscheiden, können dank des Rally2-Reglements am nächsten Tag wieder an den Start gehen und sind genauso punkteberechtigt wie jene Fahrer, die alle Wertungsprüfungen absolvieren. Allerdings bekommen sie pro Wertungsprüfung, die sie aufgrund ihres Ausscheidens verpasst haben, eine Zeitstrafe von fünf Minuten angerechnet. Sollte nur die letzte Prüfung eines Rallye-Tages verpasst werden, wird eine Strafe von zehn Minuten angerechnet. Als Fahrzeit wird das Ergebnis des jeweils Klassenbesten angenommen.

 

Erfahren Sie mehr zum Reglement im Rallye-Lexikon


21:00 Uhr (MESZ)

Séb jagt Séb bei der Rallye Argentinien.

Starkes Ergebnis für Volkswagen bei der WP 8.

 

Nach dem Fauxpas auf der WP 7 der Rallye Argentinien hat Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) auf der 40,69 Kilometer langen „Santa Rosa–Villa del Dique 2“ wieder eine starke Leistung gezeigt. Der Volkswagen Pilot lag auf der WP 8 lange Zeit in Führung und musste sich am Ende nur um 3,4 Sekunden Weltmeister Sébastien Loeb (Citroën) geschlagen geben. In der Gesamtwertung ging Ogier aber wieder an Mikko Hirvonen (Citroën) vorbei und ist nun mit einer knappen halben Minute Rückstand hinter Loeb Zweiter.

 

Auf der dritten WP des Freitags konnte Volkswagen Motorsport ein tolles Teamergebnis feiern: Hinter Ogier kamen Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) und Jari-Matti Latvala (#7) zeitgleich auf den Plätzen drei und vier ins Ziel. In der Gesamtwertung belegt Latvala Rang vier, Mikkelsen ist Sechster.


19:00 Uhr (MESZ)

Ogier glaubt noch an den Sieg.

Aber nicht mit aller Gewalt.“

Laut Gesetz ist die Handbremse vor allem dazu da, ein Auto gegen unkontrolliertes Wegrollen beim Parken zu sichern. Im Rallye-Sport hat sie eine ganz andere Aufgabe: Mit einem beherzten Zug daran bringen die Piloten das Heck ihres Autos zum Ausbrechen. Zum Beispiel, um eine Kehre möglichst schnell zu umrunden. Zudem ist die Handbremse gelegentlich die letzte Rettung, um ein geradeaus rutschendes Auto doch noch einzufangen.

 

Beides funktioniert nur, wenn die Hinterräder beim Zug an der Handbremse schlagartig blockieren. Stehen stattdessen alle vier Räder still, rutscht auch ein World Rally Car geradeaus. Genau dies erlebte Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) in der WP 7. „Im Ausgang einer Rechtskurve war ein Schlammloch, das im Training noch nicht da war“, sagte der Franzose. „Das Auto fing an zu rutschen. Ich zog an der Handbremse, um das Heck herumzuwerfen. Weil alle vier Räder blockierten, hat es nicht funktioniert.“


Der Polo R WRC landete in einem Weidezaun, zum Glück mit geringem Tempo. Bis sich Ogier mithilfe des Rückwärtsgangs aus dieser misslichen Lage befreit hatte, strichen über 40 Sekunden ins Land. Ogier war die Führung los und fand sich auf Rang drei wieder. Den Argentinien-Sieg hat er zwar noch nicht abgeschrieben. „Aber ich werde auch nicht mit aller Gewalt versuchen, den Rückstand von 26,3 Sekunden aufzuholen. Ich muss an die Meisterschaft denken. Da sind die Punkte für Platz drei auch nicht schlecht.“


16:00 Uhr (MESZ)

Ogier verliert die Führung –
kann er wieder aufholen?

Nervenkitzel im Land der Gauchos: Auf der 39,16 km langen siebten Wertungsprüfung (Amboy–Yacanto) hat Sébastien Ogier 44,5 Sekunden verloren, weil er mit seinem Polo R WRC #8 von der Strecke abgekommen war und zurücksetzen musste.

Durch dieses Missgeschick hat Sébastien Loeb (Citroën) die Führung im Gesamtklassement erobert. Auf Rang zwei liegt nun Mikko Hirvonen. Ogier ist mit Platz drei aber immer noch auf Podiums-Kurs – und wird nun alles geben, um wieder aufzuschließen. Teamkollege Jari-Matti Latvala belegt weiterhin den vierten Rang, Andreas Mikkelsen liegt zur Halbzeit des heutigen Tages auf Platz sechs.


14:30 UHR (MESZ)

Erfolgreicher Start in den Freitag:
Ogier holt den fünften WP-Sieg.

Es läuft weiterhin wie am Schnürchen für Sébastien Ogier: Auf der sechsten Wertungsprüfung der Rallye Argentinien, der 40,69 km langen Strecke „Santa Rosa–Villa del Dique“, holte der Franzose im Polo R WRC #8 erneut die Bestzeit und verwies die Verfolger Sébastien Loeb und Mikko Hirvonen (beide Citroën) auf die Plätze zwei und drei. „Es war mir vor allem wichtig, den Vorsprung zu halten. Die Strecke war recht rutschig und schwierig zu fahren“, fasste Ogier die erste heutige Fahrt zusammen.

Teamkollege Jari-Matti Latvala kam als Fünfter ins Ziel, Andreas Mikkelsen wurde Siebter. In der Gesamtwertung liegt das Duo Ogier/Ingrassia nun 17,7 Sekunden vor Loeb/Elena. Auf Rang drei liegen Hirvonen/Lehtinen, Platz vier belegen Latvala/Anttila im Polo R WRC #7.

Donnerstag, 02.05.2013


Aktuelle Bilder (18)
Letztes Update: 23:50 Uhr (MESZ)


23:55 Uhr (MESZ)

„Nach diesem harten Tag vorn zu liegen ist super.“
Statements aus dem Volkswagen Team.


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Ein Tag mit Höhen und Tiefen für uns. Vom Tempo her waren wir heute grundsätzlich vorn dabei – wie etwa auf der ersten und dritten Prüfung. Auf der zweiten war ich an einer Stelle etwas zu schnell und habe einen Stein unglücklich getroffen. Ich hatte Glück im Unglück und konnte weitermachen. Doch nach dem Treffer funktionierte meine Handbremse nicht mehr, die wir in Spitzkehren einsetzen, um das Auto herumzuwerfen. Dazu ließen die Reifen am Schluss dieser Prüfung deutlich nach. Nachdem meine Crew im Service einen super Job gemacht hat, lief es wieder nach Plan, aber in der vierten Prüfung streikte erneut die Handbremse. In den Spitzkehren habe ich etwas Zeit verloren. Ich hätte mehr aus diesem Tag machen können, deswegen bin ich nicht ganz glücklich.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Wir sind sehr zufrieden damit, wie die Rallye für uns bisher verläuft. Gleich zu Beginn eines Tages die erste Wertungsprüfung zu gewinnen, ist natürlich ein gutes Gefühl. Auf der zweiten sind wir auf Dani Sordo aufgelaufen, was uns etwas Zeit gekostet hat. Aber das gehört zum Rallye-Sport dazu. Am Nachmittag haben wir uns für vier weiche und zwei harte Michelin entschieden. Das war sicher nicht die schlechteste Wahl. Nach diesem harten Tag vorn zu liegen ist super, jetzt konzentrieren wir uns auf den Rest der Rallye. Es liegen schließlich noch lange und schwierige Prüfungen vor uns.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Diesiges Wetter und Nebel am Morgen, dazu vier extrem lange und körperlich anstrengende Wertungsprüfungen – die Rallye Argentinien hat es uns heute nicht besonders leicht gemacht. Wegen der großen Luftfeuchtigkeit und der hohen Temperaturen im Cockpit wurde die Fitness also voll gefordert. Wir haben heute an der Abstimmung gearbeitet und sind erstmals mit unserem neuen Aufschrieb unterwegs gewesen. Alles entwickelt sich in die richtige Richtung: Die Zeiten werden besser und ich fühle mich von Meter zu Meter wohler im Polo R WRC. Das Ergebnis stimmt auch – gern würden wir natürlich auch an den kommenden beiden Tagen so weitermachen.“


23:45 Uhr (MESZ)

Full House beim Reifen-Poker.

Ogier sticht Weltmeister Loeb aus.

 

Dass Sébastien Ogier am Ende der ersten Etappe die Rallye Argentinien anführt, ist auch ein Verdienst der Wetter-Beobachter von Volkswagen Motorsport. Während die Konkurrenz im Citroën-Lager offensichtlich mit Sonnenschein rechnete und mit harten Reifen auf die Nachmittagsschleife ging, entschieden sich Ogier und Jari-Matti Latvala für eine Mixtur aus hartem und weichem Gummi – die „Weather Crew“ prophezeite leichten Regen. Das Ergebnis auf der 27 Kilometer langen WP „Santa Catalina–La Pampa“: Bestzeit für Ogier, vier Sekunden vor Latvala.

 

Auf dem Weg zur WP 5 tauschten die beiden Volkswagen Piloten die weichen Reifen an der Vorderachse gegen die zwei mit harten Gummis bestückten Reserveräder aus. „Diese Mischung hat perfekt funktioniert“, sagte Ogier im Etappenziel. Dies vor allem, weil es während der zweiten Hälfte der WP tatsächlich regnete. Obwohl er auf den letzten Metern mit einem schleichenden Plattfuß zu kämpfen hatte, nahm Ogier Weltmeister Loeb noch einmal 3,8 Sekunden ab und baute seine Führung auf 16,3 Sekunden aus. „Das ist nicht viel“, warnte der Franzose. „Es folgen noch fast 250 WP-Kilometer, da kann noch viel passieren.“

 

Pech hatte dagegen Latvala. Seine nicht korrekt funktionierende Handbremse machte ihm vor allem in der zweiten Hälfte der WP 5 zu schaffen. „Dort geht es über ein rundes Dutzend Kehren bergab, das ist ohne Handbremse nicht wirklich angenehm“, sagte der Finne. Eine weitere Tücke des Wetters sprach Andreas Mikkelsen an, der erst seine zweite Rallye im Polo R WRC bestreitet. „Stellenweise war es so neblig, dass man vielleicht 20 Meter weit sehen konnte“, sagte der Norweger. „Aber wenn der Aufschrieb perfekt passt, macht das Fahren unter diesen schwierigen Umständen sogar richtig Spaß.“

 


21:30 Uhr (MESZ)

Sébastien Ogier zieht allen davon.

Vierter WP-Erfolg für den Franzosen.

 

Der WM-Führende Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 hat seine Führung bei der Rallye Argentinien nach der letzten Wertungsprüfung des Donnerstags noch einmal ausgebaut. Der Franzose gewann die rund 52 Kilometer lange WP 5 „Ascochinga/Agua de Oro 2“ in 38:08,6 Minuten vor den beiden Citroën-Piloten Mikko Hirvonen (+2,1 Sekunden) und Sébastien Loeb (+3,8 Sekunden). Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #7 belegte den vierten, Andreas Mikkelsen (#9) den siebten Rang.

 

In der Gesamtwertung liegt Ogier nach fünf von 14 Wertungsprüfungen mit 1:57:14,1 Stunden inzwischen 16,3 Sekunden vor Weltmeister Loeb und 18,1 Sekunden vor Hirvonen. Latvala belegt Position vier, Mikkelsen Rang sechs.


Stand nach fünf von 14 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1:57:14.1 0.0  
2 S. Loeb / D. Elena 1:57:30.4 +16.3  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 1:57:32.2 +18.1  
4 J. Latvala / M. Anttila 1:57:54.8 +40.7  
5 E. Novikov / I. Minor 1:58:51.8 +1:37.7  
6 A. Mikkelsen / M. Markkula 1:59:09.2 +1:55.1  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 1:59:26.6 +2:12.5  
8 M. Prokop / M. Ernst 2:03:55.5 +6:41.4  
9 G. Pozzo / D. Stillo 2:07:24.4 +10:10.3  
10 D. Sordo / C. Del Barrio 2:07:46.7 +10:32.6  

20:40 Uhr (MESZ)

Erfolgreiche Wertungsprüfung für Volkswagen.

Ogier vor Latvala – Østberg ausgeschieden.

 

Bei der WP 4 hat der WM-Führende Sébastien Ogier am Donnerstag seine Spitzenposition bei der Rallye Argentinien noch einmal ausgebaut. Der Franzose im Polo R WRC #8 gewann die rund 27 Kilometer lange „Santa Catalina/La Pampa 2“ in 18:01,5 Minuten vor Teamkollege Jari-Matti Latvala (#7), der mit vier Sekunden Rückstand ins Ziel kam. Erst auf Rang drei folgte Weltmeister Sébastien Loeb (Citroën), der noch einmal 2,5 Sekunden langsamer war. Andreas Mikkelsen belegte im Polo R WRC #9 Rang sieben.

 

In der Gesamtwertung baute Ogier im Kampf „Séb vs. Séb“ seine Führung nach vier von 14 Wertungsprüfungen auf 12,5 Sekunden vor Loeb aus. Dritter ist Mikko Hirvonen (Citroën) vor den beiden weiteren Volkswagen Piloten Latvala und Mikkelsen. Mads Østberg (Ford) hingegen musste auf der WP 4 wegen eines Defekts aufgeben und hat damit keine Siegchancen mehr.


19:30 UHR (MESZ)

„Scandinavian Flick“ statt Handbremse.

Eine 52 Kilometer lange Wertungsprüfung (WP) ist für Fahrer und Beifahrer sowieso schon Schwerstarbeit. Wenn dann noch Nebel hinzukommt, steigt der Adrenalinspiegel bis zum Anschlag. „Einige Kurven konnte man nur erahnen“, berichtete Sébastien Ogier von der WP Ascochinga-Agua de Oro. Für den Franzosen im Polo R WRC kam weiter erschwerend hinzu, dass er auf den vor ihm gestarteten Dani Sordo (Citroën) auflief.

 

Der Spanier hatte sich kurz zuvor überschlagen und fuhr nun mit beschädigtem Auto und gebremstem Tempo. „Ich habe eine ganze Zeit hinter Dani festgesteckt“, reklamierte Ogier im Ziel der WP 3. Wie lange genau, soll die Auswertung der Inboard-Aufnahmen ergeben. Theoretisch wäre eine Zeitgutschrift drin, seine Führung verteidigte Ogier aber auch so.


Auch Jari-Matti Latvala musste kämpfen. „Ich bin einmal ein Stück durch den Graben gefahren“, berichtete der Finne im Ziel der WP 3. „Dabei habe ich mit dem rechten Hinterrad etwas Hartes getroffen.“ Der Reifen behielt zum Glück die Luft, allerdings musste Latvala fortan ohne Handbremse auskommen. „Vor den engen Kehren habe ich meinen Polo R WRC deshalb extrem anstellen müssen“, erzählte er. „Scandinavian Flick“ nennt der Fachmann diese Technik, bei der durch Schwung und Gegenschwung das Heck zum gezielten Ausbrechen gebracht wird. Latvala geht auf Zwischenrang vier in die Nachmittagsschleife.


Andreas Mikkelsen liegt bei seiner erst zweiten Rallye im Polo R WRC auf Rang sechs in Lauerstellung. „Die 52 Kilometer lange WP war wirklich anstrengend“, berichtete der Norweger. „Zum Glück hatte ich nur an einigen Stellen Nebel.“


16:15 Uhr (MESZ)

Ogier verteidigt knappe Führung.

Es bleibt spannend bei der Rallye Argentinien: Auf der knapp 52 Kilometer langen dritten WP „Ascochinga/Agua de Oro“ kam Sébastien Ogier als Dritter hinter Loeb und Hirvonen ins Ziel, der im Citroën die Bestzeit holte. Jari-Matti Latvala wurde Fünfter, Andreas Mikkelsen kam als Sechster ins Ziel.

Zur Halbzeit des heutigen Donnerstags liegt Ogier mit 3,6 Sekunden Vorsprung knapp vor Hirvonen. Auf Rang drei folgt Loeb mit sechs Sekunden Abstand, Latvala liegt auf Platz vier und hat 23,5 Sekunden Rückstand auf Teamkollege Ogier.


15:00 Uhr (MESZ)

Bestzeit für Ogier – Latvala neuer Zweiter.

Sébastien Ogier gibt seinem Polo R WRC die Sporen: Auf der ersten WP am heutigen Donnerstag, dem 27,09 km langen Abschnitt „Santa Catalina/La Pampa“ holte der Franzose mit 18:20.1 Minuten die Bestzeit. „Erzrivale“ Loeb kam im Citroën nicht heran und verlor 8,5 Sekunden auf Ogier.

Jari-Matti Latvala kam als Zweiter mit fünf Sekunden Abstand ins Ziel, Andreas Mikkelsen wurde Sechster. Im Gesamtklassement führt Ogier nach WP 2 mit 8,8 Sekunden Vorsprung auf Latvala, der nun auf Rang zwei vor Hirvonen und Loeb liegt.

Mittwoch, 01.05.2013


Aktuelle Bilder (19)
Letztes Update: 20:26 Uhr (MESZ)


22:00 Uhr (MESZ)

Traum-Start: Ogier gewinnt Auftakt-WP.

Sébastien Ogier will es wissen – das steht bereits zu Beginn der Rallye Argentinien fest. Nachdem er bei der Rallye Portugal noch grippegeschwächt antreten musste, ist der Franzose jetzt wieder obenauf: Bei der Auftakt-WP, der Super Special Stage Carlos Paz, brannte Ogier (Polo R WRC #8) gleich mal eine Bestzeit in den südamerikanischen Schotter und gewann das direkte Duell gegen Sébastien Loeb.

Auf Rang zwei mit 1,9 Sekunden Abstand liegt Dani Sordo im Citroёn. Loeb ist Dritter, Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala landete auf Rang vier. Direkt dahinter: der Norweger Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9.


Stand nach einer von 14 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:42.1 0.0  
2 D. Sordo / C. Del Barrio 4:44.0 +1.9  
3 S. Loeb / D. Elena 4:44.3 +2.2  
4 J. Latvala / M. Anttila 4:45.9 +3.8  
5 A. Mikkelsen / M. Markkula 4:46.0 +3.9  
6 M. Hirvonen / J. Lehtinen 4:46.3 +4.2  
7 M. Østberg / J. Andersson 4:47.4 +5.3  
8 T. Neuville / N. Gilsoul 4:48.1 +6.0  
9 E. Novikov / I. Minor 4:49.6 +7.5  
10 M. Kosciuszko / M. Szczepaniak 4:55.5 +13.4  

19:50 Uhr (MESZ)

„Die Rallye kann kommen.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7


„Über meine erste Qualifying-Bestzeit für Volkswagen freue ich mich natürlich, dementsprechend konnte ich mir meinen Startplatz im Feld der World Rally Cars als Erster aussuchen. Möglichst weit hinten in die Prüfungen zu starten, ist auf Schotter generell ein Vorteil. Bei starkem Regen könnte es besser sein, als Erster auf die Strecke zu gehen. Doch die Chance auf Regen ist morgen gering – deshalb haben wir uns für die letzte Startposition entschieden. Nachdem ich hier in Argentinien in der Vergangenheit vom Tempo her gut dabei war, aber nie ein richtig gutes Ergebnis erzielen konnte, peile ich erneut das Podium an.“


Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8


„Das Zeittraining verlief gut für uns. Rang drei reichte aus, um eine späte Startposition für die ersten fünf Wertungsprüfungen zu wählen. Unser Ziel ist es, hier bei der Rallye Argentinien das Maximum herauszuholen. Natürlich steht dabei im Vordergrund, möglichst viele Punkte für die WM zu sammeln. Als echter Racer möchte ich natürlich immer auch gewinnen. Ein Platz auf dem Podest ist unser Minimal-Ziel.“



 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9


„Für mich bietet sich in Argentinien wieder die Gelegenheit, mich Stück für Stück zu verbessern. Mein Ziel ist es, mich näher heranzuarbeiten. Ich habe deshalb schon etwas am System des Aufschriebs geändert und es wird für mich interessant zu sehen, wie sich das auswirkt. Der erste Schritt war die Qualifikation. Mit der Zeit bin ich zufrieden, denn ich war an ein, zwei Stellen etwas vorsichtig, besonders an einer Kuppe. Die Rallye kann kommen.“


16:45 Uhr (MESZ)

Spannender Start: Latvala im Qualifying

mit hauchdünnem Vorsprung vor Loeb.

Was für ein Nervenkitzel zum Start der Rallye Argentinien: In einem denkbar knappen Qualifying hat sich Jari-Matti Latvala die Bestzeit gesichert. Der Finne im Polo R WRC benötigte für die rund 4,5 Kilometer lange Strecke 2:31,128 Minuten und war damit knappe 35 Tausendstelsekunden schneller als Weltmeister Sébastien Loeb. WM-Spitzenreiter Sébastien Ogier (Frankreich) beendete das Qualifying auf Rang drei, Andreas Mikkelsen (Norwegen) im dritten Polo R WRC wurde Neunter.

Latvala darf damit bei der Vergabe der Startpositionen als Erster seine Wahl treffen. Am Qualifying nahmen zwölf Piloten teil. Will Latvala – wie bei Schotter-Rallyes üblich – möglichst viele Konkurrenten vor sich haben, kann er sich also maximal für Startposition zwölf entscheiden.

Vorberichte


Dienstag, 30.04.2013


13:00 Uhr (MESZ)

Fakten zur Rallye Argentinien.
Wussten Sie, dass …

… Volkswagen Berater Carlos Sainz von den Fans in Argentinien verehrt wird? „El Matador“ gewann nicht nur die Rallye Argentinien in den Jahren 1991, 2002 und 2004 – sondern feierte dort 2010 auch den Sieg bei der legendären Rallye Dakar mit Volkswagen.

… Sébastien Loeb der Rekordhalter bei der Rallye Argentinien ist? Der Citroën-Pilot gewann rund um Córdoba sieben Mal. 2013 gehört die Rallye Argentinien erneut zum Programm des neunmaligen Weltmeisters, der in dieser Saison ausgewählte Rallyes bestreitet.

… es in Argentinien damit zur Revanche Ogier – Loeb kommt? Bei der zurückliegenden Rallye Schweden gewann Ogier, zuvor hatte Loeb bei der legendären „Monte“ gesiegt.

… die argentinischen Fans für ihre Lagerfeuer und Grillfeste entlang der Rallye-Route bekannt sind? Kühne Behauptung: Dort, wo mehr als drei Argentinier die Wertungsprüfungen säumen, brennt bereits ein Grill.



… die Wertungsprüfung „Ascochinga–Agua de Oro“ im Norden der Region Córdoba mit einer Länge von 51,88 Kilometern die längste WP der Rallye bildet und zu den längsten im Rallye-WM-Kalender zählt?

… Andreas Mikkelsens Beifahrer Mikko Markkula die Rallye Argentinien bereits einmal gewonnen hat? Markkula gewann 2010 den Lauf im Rahmen der Intercontinental Rally Challenge (IRC), damals an der Seite von Juho Hänninen im Škoda.


Sonntag, 28.04.2013


10:00 Uhr (MESZ)

Warum in Argentinien nicht nur

der Schotter tückisch ist.

Am 1. Mai startet die Rallye Argentinien. Nach dem Lauf in Mexiko ist es die zweite Rallye auf dem amerikanischen Kontinent – die Bedingungen sind jedoch andere: Hitze wie in Mexiko ist im Land der Gauchos weniger das Problem, denn in den Höhenlagen der Anden kann es recht kühl werden.

Die Besonderheit der Schotter-Wertungsprüfungen beim fünften WM-Lauf der Saison 2013 sind die zahlreichen Wasserdurchfahrten. Sie sind eine ernst zu nehmende Gefahr für die Technik: Wenn ein Rallye-Auto mit Tempo 150 durch ein Wasserloch prescht, kann die Karosserie beschädigt werden. Vor allem Kotflügel und Frontschürzen leiden unter dem Wasserdruck in Dampfstrahler-Stärke. Außerdem muss der Motor vor eindringendem Wasser geschützt werden. Dazu muss der Beifahrer im richtigen Moment einen Seilzug im Cockpit betätigen, mit dem die Öffnung des Luftfilters zum Motor geschlossen wird – und das Wasser bleibt draußen.  

Auf dem Programm der Rallye Argentinien stehen 14 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 408 Kilometern, mehr als bei den meisten anderen WM-Läufen. Neu ist auch, dass bereits am Mittwoch (1. Mai) das Qualifying und eine erste Prüfung stattfinden. Die Zielankunft ist dafür bereits am Samstag (4. Mai) gegen 14:20 Uhr Ortszeit (19:20 Uhr MEZ).


Freitag, 26.04.2013


17:00 Uhr (MESZ)

„Ich freue mich auf das Duell mit Loeb.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Polo R WRC #7
„Ich freue mich auf Argentinien. Die Wertungsprüfungen am Samstag sehen so aus, als ob man auf dem Mond fahren würde, so groß sind die einzelnen Felsbrocken links und rechts. Zudem sind die Schotterwege teilweise sehr schmal, es gibt kaum Platz, zum Beispiel zum Driften am Kurvenausgang. Die Straßen sind stellenweise sogar schmaler als in Portugal. Es gibt aber auch Wertungsprüfungen, bei denen die Wege etwas breiter sind, wo es etwas schneller zugeht. Aber gerade am Samstag muss man das Auto ganz besonders präzise steuern. Deswegen mag ich diese Prüfungen, vor allem ‚El Condor‘.“

Sébastien Ogier, Polo R WRC #8
„Nach den drei Siegen zuletzt möchten wir natürlich so weitermachen wie bisher und am besten die Führung in der Meisterschaft bis zum Saisonende verteidigen. Aber wir wären schon zufrieden, wenn wir in Argentinien wieder um einen Podiumsplatz fahren würden. Ich freue mich auch auf das Duell mit Sébastien Loeb. Schon in Schweden haben wir uns einen tollen Wettbewerb geliefert und auch hier wird es alles andere als einfach. Mein Hauptaugenmerk liegt aber auf meinen WM-Konkurrenten. Mir gefällt die Rallye Argentinien sehr gut, vor allem wegen der fantastischen Atmosphäre. Fast nirgendwo kommen so viele Fans zu den Wertungsprüfungen und in den Servicepark wie hier.“

Andreas Mikkelsen, Polo R WRC #9
„Ich kann den Start bei der Rallye Argentinien kaum erwarten. Ich mache mir keine Gedanken um meine Ergebnisse. Die kommen früher oder später von allein. Es geht allein darum, möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Insgesamt gehe ich die Rallye recht zuversichtlich an, denn ich war schon im letzten Jahr dort im Škoda Fabia S2000 am Start, und auch mein Beifahrer Mikko Markkula hat einige Erfahrung in Argentinien. Ich freue mich also bereits sehr auf meinen zweiten Start im Volkswagen Polo R WRC.“


Streckenprofil

HIGHSPEED MARATHON.

Hier zählen Geschwindigkeit und Ausdauer.

Bei der Rallye Argentinien wechseln sich enge Kurven und schnelle Abschnitte ab.

Mehr erfahren

Länderprofil

ARGENTINIEN IN ZAHLEN.

Ausgewählte Fakten zum Gastgeberland der WRC.

Geographie, Auto und Verkehr, Flora und Fauna: Argentinien im Kurzportrait.

Mehr erfahren