Rallye Australien 2013.

 

Sieg bei der Rallye Australien –

WM-Titel ganz knapp verpasst.


Es war ein Wochenende, das an Spannung kaum zu toppen war: Sébastien Ogier fuhr bei der Rallye Australien überlegen zum Sieg – und schrammte gleichzeitig haarscharf am WM-Titel vorbei. Am Ende fehlte nur ein einziger Punkt zum vorzeitigen Triumph.


Die zehnte Saisonrallye in Down Under sparte das sportliche Drama buchstäblich bis zur letzten Minute auf. Sébastien Ogier und Copilot Julien Ingrassia lagen souverän in Führung, als sich die Ereignisse plötzlich überschlugen: 15 Kilometer vor dem Ende der letzten Wertungsprüfung bremste zunächst ein Reifenschaden die Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila ein. Dann sorgte Citroën-Mann Mikko Hirvonen letztlich dafür, dass die vorzeitige Titelentscheidung zugunsten von Sébastien Ogier/Julien Ingrassia vertagt wurde: Durch einen Reifenschaden büßte der Finne Gesamtrang zwei an WM-Verfolger Thierry Neuville ein, der nun wieder eine theoretische Chance auf den Titel hat.


Sébastien Ogier und Julien Ingrassia hätten es in Australien nicht besser machen können: 22 Wertungsprüfungen, 19 Bestzeiten, zwei Mal Zweiter – das Team lieferte seine bislang beste Saisonleistung ab und sicherte sich so den dominantesten Sieg im Jahr 2013.


Sébastien Ogier: „Was für ein verrücktes Ende bei dieser Rallye. Natürlich freue ich mich über den Sieg hier in Australien, aber wenn man die ganze Zeit auf WM-Kurs ist und dann auf dem letzten Kilometer den Titel wieder verliert, ist es schon etwas enttäuschend. Ansonsten war es aber eine grandiose Rallye für uns in Down Under. Bei der kommenden Rallye Frankreich werde ich den Titel mit einem Sieg klarmachen und außerdem mein Team dem Konstrukteurstitel einen großen Schritt näherbringen.“


Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila fuhren auf Platz vier und holten ebenfalls wichtige WM-Zähler. Trotz eines verkorksten Zeittrainings kämpfte sich das finnische Duo in der Gesamtwertung der Rallye Stück für Stück nach vorn. So baute Volkswagen den Vorsprung in Herstellerwertung um 22 auf 48 Punkte aus. Latvala/Anttila entschieden eine Wertungsprüfung für sich und rangierten weitere zehn Mal unter den Top Drei.


„Es war von Anfang an unser Ziel, möglichst viele Punkte für die Herstellerwertung einzufahren, was uns auch gelungen ist. Allerdings war der Weg dahin nicht so problemlos, wie wir es uns gewünscht hätten – wir hatten Dreher und ganz am Ende noch einen Reifenschaden“, fasste Jari-Matti Latvala das Geschehen zusammen.


Einen starken Eindruck hinterließen auch Andreas Mikkelsen/Paul Nagle (N/IRL) bei ihrem Australien-Debüt. Das Duo gewann die erste Wertungsprüfung der Rallye und startete auf Platz eins in den Freitag. Nach kleineren Fehlern fiel das Team wieder zurück, verteidigte aber klug seine Position und kämpfte sich am Ende auf einen guten sechsten Gesamtrang vor.
Andreas Mikkelsen: „Meine Rallye Australien hatte Höhen und Tiefen. Alles in allem sind wir mit Platz sechs aber äußerst zufrieden. Es war ein gutes Rallye-Australien-Debüt für uns und eine gute Zusammenarbeit mit meinem Beifahrer Paul Nagle, der kurzfristig für meinen Stamm-Copiloten Mikko Markkula eingesprungen ist.“


Vor dem kommenden Lauf in Frankreich (03. bis 06. Oktober 2013) liegen Ogier/Ingrassia mit 212 WM-Punkten 83 Zähler vor ihrem ärgsten Verfolger Thierry Neuville (Ford). In der Herstellerwertung liegt Volkswagen Motorsport mit 299 Punkten auf Rang eins, gefolgt vom Citroën Total Abu Dhabi World Rally Team mit 251 Punkten.


Vier Tage pure Spannung in Down Under.
Grandioser Autritt des Volkswagen Teams. Das Video.


Rallye Australien 2013: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:19:55.0 0.0  
2 T. Neuville / N. Gilsoul 3:21:27.1 +1:32.1  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:21:57.1 +2:02.1  
4 J. Latvala / M. Anttila 3:22:52.4 +2:57.4  
5 M. Østberg / J. Andersson 3:23:12.2 +3:17.2  
6 A. Mikkelsen / P. Nagle 3:23:32.6 +3:37.6  
7 E. Novikov / I. Minor 3:27:26.2 +7:31.2  
8 N. Quinn / G. Macneall 3:33:05.2 +13:10.2  
9 K. Al Qassimi / S. Martin 3:35:12.6 +15:17.6  
10 A. Al-Kuwari / K. Duffy (WRC2) 3:37:22.7 +17:27.7  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Australien des Jahres 2013 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 15.09.2013



Aktuelle Bilder (24)
11:00 Uhr (MESZ)


Stand nach 22 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:19:55.0 0.0  
2 T. Neuville / N. Gilsoul 3:21:27.1 +1:32.1  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:21:57.1 +2:02.1  
4 J. Latvala / M. Anttila 3:22:52.4 +2:57.4  
5 M. Østberg / J. Andersson 3:23:12.2 +3:17.2  
6 A. Mikkelsen / P. Nagle 3:23:32.6 +3:37.6  
7 E. Novikov / I. Minor 3:27:26.2 +7:31.2  
8 N. Quinn / G. Macneall 3:33:05.2 +13:10.2  
9 K. Al Qassimi / S. Martin 3:35:12.6 +15:17.6  
10 A. Al-Kuwari / K. Duffy (WRC2) 3:37:22.7 +17:27.7  

23:59 Uhr (MESZ)

Brandheiße Informationen für alle Rallye-Fans

in der „Wolfsburger Morgenpost“.

Spezialausgabe zur IAA exklusiv als PDF-Datei zum Download.

 

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11:45 Uhr (MESZ)

„Was für ein verrücktes Ende bei dieser Rallye.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Es war von Anfang an unser Ziel, möglichst viele Punkte für die Herstellerwertung einzufahren, was uns auch gelungen ist. Allerdings war der Weg dahin nicht so problemlos, wie wir es uns gewünscht hätten – wir hatten Dreher und ganz am Ende noch einen Reifenschaden. Die Rallye hat sich für mich ein wenig angefühlt, als würden wir uns durch die Wüste kämpfen und am Ende sind wir endlich in Dakar angekommen. Am Ende zählt aber nur das Ergebnis, und das war gut für Volkswagen.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Was für ein verrücktes Ende bei dieser Rallye. Natürlich freue ich mich über den Sieg hier in Australien, aber wenn man die ganze Zeit auf WM-Kurs ist und dann auf dem letzten Kilometer den Titel wieder verliert, ist es schon etwas enttäuschend. Ansonsten war es aber eine grandiose Rallye für uns in Down Under. Wir haben 19 von 22 Prüfungen gewonnen, dazu die drei Punkte bei der Powerstage geholt. Der Polo R WRC hat das gesamte Wochenende perfekt funktioniert, das Team hat einen tollen Job gemacht – nur am Ende hat uns ein kleines bisschen Glück gefehlt, um den Traum vom Titelgewinn schon heute wahr zu machen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Meine Rallye Australien hatte Höhen und Tiefen. Am Donnerstag durfte ich das Gefühl genießen, erstmals eine WM-Rallye anzuführen. Freitag lief es zu Beginn super, doch kleine Fehler haben viel Zeit gekostet. Samstag habe ich noch einmal dafür büßen müssen – als eines der ersten World Rally Cars auf der Strecke. Und Sonntag? Da habe ich alles dafür getan, ins Ziel zu kommen und damit dem Team in der Herstellerwertung zu helfen. Das bedeutete, in den ‚Cruise Mode‘ zu schalten und nicht zu attackieren. Anders hätte es bestimmt mehr Spaß gemacht. Alles in allem sind wir mit Platz sechs aber äußerst zufrieden.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die Rallye Australien hat sich das ganze Drama für die letzten Kilometer aufgespart. Aus der Sicht der Herstellerwertung waren die sich überschlagenden Ereignisse auf der Powerstage gut für Volkswagen. Leider hat es auch dafür gesorgt, dass eine Vorentscheidung zugunsten von Sébastien Ogier nicht gefallen ist. Er hat einen fantastischen Job gemacht, so dominant wie noch nie in dieser Saison gewonnen und alles richtig gemacht. Er hätte es verdient, sich schon heute Rallye-Weltmeister nennen zu dürfen. Doch die Entscheidung ist vertagt. Jetzt hat er die Chance, bei seiner Heimrallye in Frankreich alles klar zu machen.“


09:04 Uhr (MESZ)

Auf der letzten Rille:

Latvala mit Reifenschaden aus heiterem Himmel.

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) war erschüttert. „Ich schwöre, wir haben nichts getroffen und sind auch nirgendwo drübergefahren.“ Der Finne konnte sich den Reifenschaden in der letzten Wertungsprüfung nur so erklären: „Wir sind kurz vorher über eine Passage gefahren, wo gewachsener Fels mit sehr spitzen Kanten aus dem Boden ragte. Möglicherweise hat es dort den Reifen aufgeschlitzt.“


An fast derselben Stelle erwischte es auch Mikko Hirvonen (Citroën), der dadurch den bis dahin gehaltenen zweiten Rang verlor. Was den Verlauf der Rallye ziemlich auf den Kopf stellte und den vorzeitigen Titelgewinn von Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) verhinderte.


„Auf der Geraden war plötzlich eine Vibration zu spüren“, beschrieb Latvala die entscheidenden Sekunden aus seiner Sicht. „Dann hat sich langsam die Lauffläche des Reifens aufgelöst.“ Wie immer war auch in diesem Fall der Kotflügel einer der Leidtragenden. Die herumwirbelnden Gummifetzen schmetterten den aus Kunststoff gefertigten Kotflügel in Stücke. „Zum Glück blieb noch so viel vom Reifen übrig, dass wir die verbleibenden 15 Kilometer der Wertungsprüfung ohne Wechsel zu Ende fahren konnten“, sagte Latvala. Der Zeitverlust von rund einer Minute kostete ihn glücklicherweise keine Position im Endergebnis, Latvala und Beifahrer Miikka Anttila blieben Vierte.


Einen Platz nach hinten rutschte im Verlauf der Abschlussetappe dagegen Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). „Für uns ging es nicht um das Ergebnis, sondern darum, die Rallye zu Ende zu fahren, um Erfahrungen für nächstes Jahr zu sammeln“, sagte der Norweger, der schließlich Sechster wurde.


10:30 Uhr (MESZ)

„Hätten gerne in Australien den Titel gefeiert.“

Von Enttäuschung keine Spur: „Natürlich hätten wir gerne schon hier in Australien den Weltmeistertitel gefeiert“, sagte Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) bei der letzten Einfahrt in den Servicepark. „Aber es war schließlich nicht unsere Schuld, dass es nicht geklappt hat. Wir haben unser Möglichstes getan.“


Überlegener Sieg, dazu der Gewinn der Power-Stage – mehr als 28 Punkte sind bei einem WM-Lauf tatsächlich nicht zu holen. Mehr als Grund genug, zusammen mit dem gesamten Team ein Glas Sekt zu trinken. Dass es am Ende doch nicht gelangt hatte, erfuhren Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia als eine der letzten. „Wir hatten keine Zwischenzeiten im Auto“, erzählte Ingrassia. „Deswegen haben wir erst nach dem Ziel der letzten Wertungsprüfung von dem ganzen Drama um uns herum erfahren.“


Dazu gehörte, dass Mikko Hirvonen (Citroën) den bis dahin gehaltenen zweiten Rang aufgrund eines Reifenschadens an Thierry Neuville (Ford) abgeben musste. Dadurch wurde der Belgier überraschend Zweiter und kann theoretisch Sébastien Ogier noch abfangen. Theoretisch. Denn dazu müsste Neuville die drei verbleibenden Rallyes inklusive sämtlicher Power-Stages gewinnen und Ogier gleichzeitig keinen einzigen Punkt mehr holen. „Das ist doch mehr als unwahrscheinlich“, schätzte Neuville selbst seine Chancen ein.


Umgekehrt könnte dies zur ungewöhnlichen Situation führen, dass die Entscheidung bereits in der ersten Wertungsprüfung der bevorstehenden Rallye Frankreich (3. bis 6. Oktober) fällt. Beim französischen WM-Lauf ist nämlich bereits die erste WP die Power-Stage. Gewinnt Neuville diese nicht, hat Sébastien Ogier den Weltmeistertitel endgültig sicher.


07:00 Uhr (MESZ)

Sébastien Ogier gewinnt auch die Power Stage – wird aber noch nicht Weltmeister.

 

Welch eine Spannung! Auf den allerletzten Metern der Rallye Australien ist die endgültige Entscheidung um den WM-Titel doch noch einmal vertagt worden. Zwar konnte Volkswagen Pilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) auch die abschließende Power Stage gewinnen und damit eine perfekte Rallye mit der maximalen Punktzahl von 28 Zählern beenden. Aber sein Verfolger Thierry Neuville (Ford) fuhr sowohl auf der WP als auch in der Gesamtwertung noch auf den zweiten Platz vor – somit fehlt Ogier noch exakt ein Pünktchen zum Gewinn der Weltmeisterschaft.

 

Ogier legte auf der 29,44 Kilometer langen letzten Stage seine 19. Bestzeit des Wochenendes hin und gewann in 14:44.9 Minuten vor Neuville (+2,8 Sekunden) und Ford-Pilot Evgeny Novikov (+9,4 Sekunden). Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) belegte auf der Power Stage Rang fünf, Jari-Matti Latvala wurde Achter.

 

Mit einer Gesamtzeit von 3:19:55.0 Stunden feiert Ogier damit einen souveränen Sieg bei der Rallye Australien. Neben dem Franzosen stehen Neuville (+1:32.1 Minute) und Citroën-Pilot Mikko Hirvonen (+2:02.1 Minuten) auf dem Podest. Latvala beendet die Rallye auf Position vier, Mikkelsen auf Rang sechs.


05:55 Uhr (MESZ)

Volkswagen Piloten weiter unschlagbar.

Jetzt kann Ogier Weltmeister werden.

 

Die Spannung ist kaum mehr zu überbieten: Gleich geht es auf die 22. und damit letzte Wertungsprüfung der Rallye Australien. Auf der abschließenden Power Stage hat Volkswagen Pilot Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 die Chance, vorzeitig den WM-Titel zu gewinnen und damit Geschichte zu schreiben. Nervosität ist dem Franzosen aber trotzdem nicht anzumerken.

 

Unbeirrt gewann Ogier auch WP 21 (Wedding Bells 2) und fuhr damit seine insgesamt 18. Bestzeit an diesem Wochenende. Für die 22,24 Kilometer lange Strecke benötigte er 11:11.2 Minuten und war damit 1,2 Sekunden schneller als Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) auf Rang zwei. Ford-Pilot Thierry Neuville landete mit weiteren 1,6 Sekunden Rückstand auf dem dritten Platz.

 

Vor der letzten WP führt Ogier bei einer Gesamtzeit von 3:05:10.1 Stunden mit 1:04.1 Minuten vor Mikko Hirvonen (Citroën). Weitere 25,2 Sekunden dahinter belegt Neuville, der ärgste WM-Rivale von Ogier, den dritten Platz. Latvala und Mikkelsen liegen auf den Positionen vier und sechs.


05:20 Uhr (MESZ)

Volkswagen Dominanz ungebrochen.

Ogier gewinnt WP 20 vor Latvala.

 

Es sind nur noch rund 50 Kilometer auf den letzten beiden Wertungsprüfungen der Rallye Australien zu fahren, doch Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) fährt weiterhin schnell und fehlerfrei, als wäre es ein vollkommen normales Rennen. Dabei kann der Franzose schon in etwas mehr als einer Stunde erstmals Weltmeister werden.

 

Auf der drittletzten Stage, der WP 20 (Bucca 2), war der Volkswagen Pilot in 6:07.7 Minuten erneut von keinem Konkurrenten zu schlagen. Nur Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) konnte auf dem 10,89 Kilometer langen Teilstück mit dem Tempo des Franzosen mithalten – der Finne wurde mit nur 0,2 Sekunden Rückstand Zweiter, Andreas Mikkelsen (#9) belegte Rang sechs.

 

In der Gesamtwertung führt Ogier bei der Rallye Australien mit einer Zeit von 2:53:58.9 Stunden inzwischen mit fast einer Minute vor Mikko Hirvonen (Citroën) und knapp anderthalb Minuten vor seinem ärgsten Verfolger in der WM-Gesamtwertung, dem Ford-Piloten Thierry Neuville. Latvala belegt Rang vier, Mikkelsen ist Sechster.


03:05 Uhr (MESZ)

16. Bestzeit für Sébastien Ogier.

Noch drei Wertungsprüfungen bis zum WM-Titel?

 

Wer soll diesen Mann und dieses Auto noch stoppen? Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 ist der Konkurrenz auch auf der WP 19 (Shipmans 1) wieder einmal davongefahren. Für die 29,44 Kilometer benötigte der Franzose 15:08.7 Minuten und feierte damit bereits seinen 16. WP-Sieg bei der Rallye Australien. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) belegte mit 2,3 Sekunden Rückstand den zweiten Platz vor Mikko Hirvonen (Citroën), der 2,7 Sekunden langsamer fuhr. Andreas Mikkelsen (#9) landete auf Platz sieben.

 

Mit einer Gesamtzeit von 2:47:51.2 Stunden liegt Ogier vor den letzten drei Wertungsprüfungen der Rallye Australien unangefochten an der Spitze. Der erste WM-Titel für den Franzosen ist damit zum Greifen nah – auch, weil der Zweitplatzierte Hirvonen (+53,3 Sekunden) seinen Vorsprung auf Ogiers ärgsten Verfolger in der WM-Wertung, Ford-Pilot Thierry Neuville (+1:22,8 Minute), noch einmal ausbauen konnte. Auf Rang vier folgt Latvala, Mikkelsen ist weiter Sechster. 


02:00 Uhr (MESZ)

Nur noch 92 Kilometer bis zum Titel.

Ogier baut seinen Vorsprung weiter aus.

 

Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) fährt seinem ersten WM-Titel weiter ungefährdet entgegen. Trotz seines immensen Vorsprungs bei der Rallye Australien gab der Franzose auf der 18. Wertungsprüfung weiter Vollgas und baute seinen Vorsprung nochmals aus. Auf der 22,24 Kilometer langen WP 18 (Wedding Bells 1) legte der Volkswagen Pilot bereits die 15. Bestzeit des Wochenendes hin. In 11:29.0 Minuten gewann er mit 1,4 Sekunden Vorsprung vor Thierry Neuville (Ford) und 4,5 Sekunden vor Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7). Andreas Mikkelsen (#9) belegte auf der fünftletzten WP der Rallye Australien Rang sieben.

 

Vor den letzten rund 92 Kilometern konnte Ogier (2:32:42.5 Stunden) seinen Abstand zu Mikko Hirvonen (Citroën) nochmals um knapp fünf Sekunden auf nun 50,6 Sekunden vergrößern. Rang drei belegt weiterhin Neuville (+1:18,3 Minute) vor Latvala, Mikkelsen ist Sechster.


01:30 Uhr (MESZ)

Souveräner Start in den Sonntag.

Heute kann Ogier Geschichte schreiben.

 

Die letzte Etappe der Rallye Australien ist mit einer Premiere gestartet: Erstmals bei diesem zehnten von 13 WM-Läufen gewann kein Volkswagen Pilot. Allerdings war Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 auf der WP 17 (Bucca 1) lediglich 0,1 Sekunden langsamer als Stage-Gewinner Mikko Hirvonen (Citroën), der 6:19.5 Minuten für die 10,89 Kilometer benötigte – also nur einen Wimpernschlag. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) kam mit der drittschnellsten Zeit ins Ziel, Andreas Mikkelsen (#9) landete hinter Mads Østberg (Ford) auf Position fünf.

 

Nach dem Auftakt in einen möglicherweise historischen Sonntag, an dem Ogier erstmals Weltmeister werden kann, gab es in der Gesamtwertung nur kleine Veränderungen: Der Franzose (2:21:13.5 Stunden) führt weiter mit deutlichem Abstand vor Hirvonen (+45,8 Sekunden) und seinem ärgsten Verfolger in der WM-Gesamtwertung, dem Ford-Piloten Thierry Neuville (+1:16.9), der auf der WP 17 nur Sechster wurde. Latvala belegt bei der Rallye Australien weiterhin Rang vier, Mikkelsen rutschte von Platz fünf auf sechs ab, liegt aber nur 0,3 Sekunden hinter Østberg.

Samstag, 14.09.2013


Aktuelle Bilder (24)
12:31 Uhr (MESZ)


Stand nach 16 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:14:53.9 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:15:39.8 +45.9  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 2:16:05.3 +1:11.4  
4 J. Latvala / M. Anttila 2:16:41.5 +1:47.6  
5 A. Mikkelsen / P. Nagle 2:17:04.7 +2:10.8  
6 M. Østberg / J. Andersson 2:17:07.3 +2:13.3  
7 E. Novikov / I. Minor 2:21:30.5 +6:36.6  
8 N. Quinn / G. Macneall 2:24:04.7 +9:10.8  
9 K. Al Qassimi / S. Martin 2:25:16.9 +10:23.0  
10 A. Al-Kuwari / K. Duffy (WRC2) 2:26:54.0 +12:00.1  

11:30 Uhr (MESZ)

„Der WM-Titel ist zum Greifen nah.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Wir befinden uns nun in einer sehr guten Position, um wichtige Punkte für die Hersteller-Meisterschaft einzufahren. Das war von Anfang an unser Ziel, darauf werden wir uns morgen konzentrieren und weniger auf unsere Platzierung in der Fahrer-Wertung. Ich hatte bislang zwei gute Nachmittage, morgens gab es immer Höhen und Tiefen. Heute Vormittag ist mir auf kalten Reifen in der ersten Kurve der zweiten Prüfung ein Dreher passiert, das war ärgerlich. Für morgen nehmen wir uns fest vor, den ganzen Tag gute Ergebnisse abzuliefern.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Im Moment bin ich super zufrieden, es war wieder ein perfekter Tag für uns. Hoffentlich geht es morgen so weiter. Der Polo R WRC war heute einmal mehr optimal abgestimmt. Von außen sieht es vielleicht einfach aus, aber aus der Cockpit-Perspektive ist es das sicher nicht. Es kann jederzeit etwas passieren, das hat man heute bei Kris Meeke gesehen. Mein Ziel für morgen: Ich versuche, meinen Rhythmus zu halten, konzentriert zu bleiben und jeden Kilometer draußen zu genießen – denn die Prüfungen sind beeindruckend schön. Außerdem war das Grip-Niveau besonders am Nachmittag hoch. Dazu kommt der kleine Vorteil, als Letzter in die Prüfung zu gehen. Klar ist der WM-Titel zum Greifen nah, aber noch liegt ein langer Tag mit sechs anspruchsvollen WPs vor uns.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Heute war es nicht gerade einfach, als eines der ersten World Rally Cars auf die Strecke zu gehen. Aber ich habe gestern Fehler gemacht, für die ich heute nochmal bezahlt habe. Es war, als wären wir auf Murmeln gefahren. Aber ich denke, wir haben das Beste daraus gemacht. Die lange, fast 50 Kilometer lange Wertungsprüfung, die wir heute zweimal gefahren sind, war einfach fantastisch und hat viel Spaß gemacht. Mehr natürlich noch am Nachmittag, als die Linie schon etwas sauberer gefegt war. Auf der Wertungsprüfung ‚Valla‘ ist gleich zu Beginn das Auto stark ausgebrochen, und ich habe mit dem Heck etwas getroffen. Abgesehen davon, hatte ich auf den WPs heute saubere Durchgänge. Alles in allem bin ich zufrieden.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die Rallye Australien verläuft einfach perfekt für Volkswagen. Der Polo R WRC hat bisher alle Wertungsprüfungen für sich entschieden. Mehr kann man sich als Motorsport-Direktor gar nicht wünschen. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben sich in die herausragende Position gebracht, morgen womöglich frühzeitig die Fahrer- und Beifahrer-WM für sich zu entscheiden. Morgen ist also ein entscheidender Tag in der Rallye-WM 2013. Jari-Matti Latvala hat heute weiter Boden gutgemacht und könnte morgen wichtige Punkte in der Hersteller-Wertung beitragen. Andreas Mikkelsen war heute ebenfalls stark unterwegs, obwohl er nicht die beste Startposition hatte. Wir sind zufrieden. Doch vor uns liegt morgen noch ein harter Tag, dem wir mit größtem Respekt begegnen.“


10:30 Uhr (MESZ)

Alle Stages am Samstag gewonnen.

Ogier fährt dem WM-Titel entgegen.

 

Es war eine beeindruckende Demonstration seiner Stärke: Sébastien Ogier hat zum Abschluss des Samstags auch die WP 16 (Coffs 6) gewonnen und damit alle Wertungsprüfungen des Tages als Schnellster beendet. Bei der Rallye Australien gingen damit alle bisherigen 16 Stages an Volkswagen Piloten im Polo R WRC.

 

Zum Abschluss des Samstags setzte sich Ogier auf der 1,6 Kilometer langen Strecke in 1:21.4 Minute vor Ford-Pilot Thierry Neuville (+1,1 Sekunden) und seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala (+1,5 Sekunden) durch. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) landete auf Rang vier – noch vor Mikko Hirvonen (Citroën).

 

Ogier liegt in der Gesamtwertung mit 2:14:53.9 Stunden deutlich an der Spitze. Mit inzwischen 45,9 Sekunden Rückstand folgt Mikko Hirvonen (Citroën), Neuville liegt 1:11.4 Minute hinter dem WM-Spitzenreiter aus Frankreich. Auch die Volkswagen Piloten Latvala und Mikkelsen haben auf den Plätzen vier und fünf noch Hoffnung, am morgigen Sonntag auf dem Podium zu stehen.


10:15 Uhr (MESZ)

Erneut nicht zu schlagen:

Schafft Ogier eine perfekte Etappe?

 

Nachdem Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) am Freitag sieben von acht Wertungsprüfungen gewinnen konnte, hat der Volkswagen Pilot am heutigen Samstag die Möglichkeit, eine perfekte Etappe hinzulegen. Die bisherigen fünf der sechs Wertungsprüfungen hat der Franzose allesamt gewonnen. Auch auf der WP 15 (Coffs 5) war der dominierende Fahrer bei der Rallye Australien nicht zu schlagen. Für die 1,6 Kilometer benötigte Ogier nur 1:23.3 Minute. Damit verdrängte er Ford-Pilot Thierry Neuville (+0,2 Sekunden) und seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala (+1,1 Sekunden) auf die Plätze zwei und drei. Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 belegte Rang fünf hinter Mikko Hirvonen (Citroën), der in der Gesamtwertung weitere 1,7 Sekunden auf Ogier verlor.


08:10 Uhr (MESZ)

Das Dutzend ist voll: Ogier gewinnt

seine zwölfte WP in Australien.

 

Es sind nur noch knapp 130 Kilometer zu fahren bei der Rallye Australien – aber wer kann Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) an diesem Wochenende noch stoppen? Auf der WP 14 (Valla 2) war der Volkswagen Pilot zum zwölften Mal an diesem Wochenende der schnellste Fahrer im Feld. Für die 14,84 Kilometer benötigte der Franzose 8:34.4 Minuten und war damit 2,3 Sekunden schneller als Thierry Neuville (Ford). Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) und Andreas Mikkelsen (#9) auf den Plätzen drei und vier rundeten das hervorragende Ergebnis für Volkswagen Motorsport ab.

 

In der Gesamtwertung baute Ogier (2:12:09,2 Stunden) seinen Vorsprung vor Mikko Hirvonen (Citroën), der auf der WP 14 mit 7,5 Sekunden Rückstand nur Sechster wurde, auf 42,2 Sekunden aus. Neuville folgt mit 1:10,1 Minute Rückstand auf Position drei vor den beiden Volkswagen Piloten Latvala und Mikkelsen. Der Norweger konnte dank einer starken Performance an Mads Østberg (Ford) vorbeiziehen.


07:15 Uhr (MESZ)

Ogier baut seinen Vorsprung weiter aus.

 

Es läuft und läuft und läuft. Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) ist auf dem Weg zum vorzeitigen Titelgewinn scheinbar nicht zu stoppen. Auch die 13. Wertungsprüfung der Rallye Australien brachte dem Franzosen kein Unglück: Mit der 49,90 Kilometer langen Nambucca 2 gewann der Volkswagen Pilot auch die dritte WP am Samstag und die insgesamt elfte bei der Rallye Australien. In 27:41.3 Minuten siegte Ogier 7,1 Sekunden vor Mikko Hirvonen (Citroën), weitere 1,1 Sekunden mehr benötigte Thierry Neuville (Ford), der ärgste Verfolger Ogiers in der WM-Gesamtwertung. Jari-Matti Latvala (#7) landete auf Rang vier, Andreas Mikkelsen (#9) kam als Sechster ins Ziel.

 

Bei der zehnten von 13. Rallyes in der Saison 2013 führt Ogier (2:03:34.9 Stunden) inzwischen mit 34,7 Sekunden vor Hirvonen und mehr als einer Minute vor Neuville. Latvala und Mikkelsen folgen auf den Positionen vier und sechs.


03:38 Uhr (MESZ)

Ogier nicht zu schlagen –
Pech für Latvala.

Die beiden Führenden der Rallye Australien liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Auf der zwölften Wertungsprüfung, dem 14,84 Kilometer langen Abschnitt Valla 1, war Sébastien Ogier erneut Schnellster. Verfolger Mikko Hirvonen (Citroën) gab aber ebenfalls ordentlich Gas und kam mit nur 2,3 Sekunden Rückstand als Zweitschnellster über die Linie.

Pech hatte Jari-Matti Latvala, der sich auf der Strecke einen Reifenschaden zuzog und dadurch Zeit einbüßte. Der Finne brauchte 20,2 Sekunden länger als Spitzenreiter Ogier, kann seinen Polo R WRC aber beim nun folgenden Mittagsservice wieder flottmachen lassen. Teamkollege Andreas Mikkelsen hatte ebenfalls zu kämpfen und kam 10,7 Sekunden hinter Ogier als Sechster ins Ziel.

Die Gesamtwertung zur Halbzeit des heutigen Samstags: An der Spitze führt Ogier weiterhin unangefochten mit nun 27,6 Sekunden vor Hirvonen, gefolgt von Thierry Neuville (Ford), der 59,6 Sekunden Rückstand hat. Latvala ist Sechster (+1:32,5 Minuten), Mikkelsen liegt weitere 11,2 Sekunden dahinter auf Rang sieben.


02:40 Uhr (MESZ)

Erfolgreicher Start in den Samstag:
Ogier mit Bestzeit auf WP 11.

Das war ein perfekter Auftakt in den Rallye-Samstag: Sébastien Ogier hat sich den Sieg auf der längsten Wertungsprüfung der Rallye Australien (Nambucca, 49,9 Kilometer) geschnappt und den Vorsprung auf seinen härtesten Verfolger Mikko Hirvonen, der als Zweitschnellster ins Ziel kam, (Citroën) um weitere 5,3 Sekunden ausgebaut.

Teamkollege Jari-Matti Latvala war mit 14,1 Sekunden Rückstand Drittschnellster, Andreas Mikkelsen landete auf Rang sieben (+29,2 Sekunden). In der Gesamtwertung beträgt Ogiers Vorsprung auf Hirvonen nun schon komfortable 25,3 Sekunden. Thierry Neuville (Ford) folgt auf Rang drei mit 55,1 Sekunden Rückstand.


05:38 Uhr (MESZ)

Séb hat alles im Griff.

Man kann Mikko Hirvonen (Citroën) nicht vorwerfen, er habe es nicht versucht. Der Zweitplatzierte machte auf der knapp 50 Kilometer langen Wertungsprüfung Nambucca 1 vehement Jagd auf Spitzenreiter Sébastien Ogier (Polo R WRC #8). Aber wie sehr sich der Gewinner der vergangenen drei Rallye Australien auch anstrengte, Ogier hatte immer eine Antwort parat. „Das Team sendete mir die Zwischenzeiten von Mikko ins Cockpit, daran habe ich mein Tempo ausgerichtet“, beschrieb der Franzose.

 

An sieben Stellen wurden auf Nambucca Zwischenzeiten genommen. Kaum war Hirvonen, der seinerseits mit Zwischenzeiten von Ogier versorgt wurde, neun Zehntelsekunden schneller, konterte der Volkswagen Pilot und hatte an der nächsten Messstelle wieder die Nase um 1,1 Sekunden vorne. Schließlich gab Hirvonen auf. „Fahrerisch ist Séb nicht zu knacken“, musste der Finne zugeben. Zur Mittagspause am Samstag war sein Rückstand zu Ogier, der beide WPs am Morgen gewonnen hat, auf 27,6 Sekunden gewachsen.


Nicht ganz so gut verlief die erste Hälfte der zweiten Etappe für Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7). Der Finne verlor durch einen Plattfuß rund 20 Sekunden (WP 12). „Ich habe einen Fehler beim Aufwärmen der Reifen gemacht“, gab er zerknirscht zu. Anders als bei den anderen Rallyes dürfen die Teams in Australien zwischen den Wertungsprüfungen nur an vorgeschriebenen Stellen Reifen wechseln. „Dieser Punkt war ziemlich dicht vor dem Start der WP 12“, erzählte Latvala, der dort das Ersatzrad aus dem Kofferraum vorne rechts montierte. „Daran habe ich nicht gedacht. Als ich in die Prüfung gestartet bin, war der ausgewechselte Reifen noch kalt. Schon in der ersten Kurve bin ich deswegen rausgerutscht und gegen eine Böschung geknallt. Dadurch wurde der Reifen von der Felge gezogen.“ Latvala fuhr den Rest der knapp 15 Kilometer langen WP mit dem Plattfuß. Er fiel dadurch auf Rang sechs zurück.


Einen Platz hinter kam Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) zum Mittagsservice. „Ich habe gestern einen Fehler gemacht und bin dadurch in der Startreihenfolge für heute nach hinten gerutscht“, beschrieb der Norweger, der heute jeweils als Vierter  losfährt und keine saubere Ideallinie vorfindet. „Dafür zahle ich jetzt die Strafe.“


06:33 Uhr (MESZ)

Länge läuft: Nambucca ist die Königsprüfung

der Rallye Australien.

Quizfrage: Was haben Guanajuatito, Almodovar, Ascochinga und Nambucca gemeinsam? Richtig, es sind die Namen von Wertungsprüfungen mit 50 oder mehr Kilometern Länge. Guanajuatito (54,85 km) ist Teil der Rallye Mexiko, Almodovar (52,30 km) wird in Portugal gefahren, Ascochinga ist der Startort einer WP (51,88 km) der Rallye Argentinien, und Nambucca (49,90 km) ist die Königsprüfung der Rallye Australien.


„Ich mag diese langen Prüfungen“, sagt Sébastien Ogier (Polo R WRC #8). „Jedes Mal beträgt die Fahrtzeit rund 30 Minuten, das macht richtig Spaß.“ Dies galt auch für den ersten Durchgang über Nambucca am Samstagmorgen, obwohl die Fahrer nach dem Training da nicht ganz sicher waren. Rund die Hälfte des 50-Kilometer-Hammers ist im Vergleich zur letzten Rallye Australien neu. „Jede Menge Schotter auf der Piste, stellenweise schaut der nackte Felsen durch. Dazu kommen einige Abschnitte mit richtig rauem Asphalt. Ich bin mal gespannt, wie die Reifen das aushalten“, sagte Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) vor dem Start.


Erstaunlicherweise waren die Reifen – alle Topfahrer entschieden sich für die harte Mischung – nach der Prüfung allgemein in recht gutem Zustand. „Ich könnte mir vorstellen, dass sich das heute Nachmittag ändert“, meinte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) in der Mittagspause. „Erstens ist es dann mindestens fünf Grad wärmer. Außerdem kennen wir  jetzt alle die Prüfung. Der eine oder andere wird sicher stärker attackieren als heute Morgen.“


11:15 Uhr (MESZ)

Hauptsache komfortabel.

 

Wenn Rallyefahrer von „Komfortzone“ sprechen, dann meinen sie damit nicht die Rindsleder-Sitzgruppe zu Hause. Komfortzone ist das Tempo, mit dem das Auto quasi von selbst fährt. Wenn jede Linie passt und Schreckmomente eine Seltenheit bleiben. Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) verließ den ganzen Samstag lang nicht für eine Sekunde die Komfortzone. Dass er dabei der Konkurrenz eine Bestzeit nach der anderen um die Ohren haute, war für den Franzosen nicht mehr als eine logische Folge. 

 

„Warum sollte ich langsamer fahren? Dann würde ich nur die Konzentration verlieren und das Risiko, Fehler zu machen, würde steigen.“ Am Ende der zweiten Etappe hat er 45,9 Sekunden Vorsprung vor Mikko Hirvonen (Citroën). Gedanken an den möglicherweise nach der Zieldurchfahrt feststehenden Weltmeister-Titel weist Ogier dennoch von sich. „Am Sonntag stehen noch mehr als 120 Kilometer Wertungsprüfung an, da kann noch viel passieren.“

 

Genau dies will Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) vermeiden. Nach dem Ausfall von Kris Meeke im zweiten Werks-Citroën lautet sein vorrangiger Auftrag: Punkte für die Marken-Wertung holen. Das Duell mit Thierry Neuville (Ford) um Rang drei in Australien und letztendlich den Titel des Vize-Weltmeisters wird er sich deswegen verkneifen. „Erst holen wir für Volkswagen den Titel bei den Herstellern. Für den Zweikampf mit Thierry bleiben immer noch genug Rallyes übrig.“


Direkt hinter Latvala auf Rang fünf geht Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) in die letzte Etappe am Sonntag. Der Norweger probierte auf der 50 Kilometer langen Wertungsprüfung Nambucca 2 einen neuen Fahrstil aus. „Ich habe versucht, so wenig wie möglich quer zu fahren, um die Reifen zu schonen.“

Freitag, 13.09.2013


Aktuelle Bilder (18)
12:32 Uhr (MESZ)


Stand nach 10 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 58:46.6 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 59:06.6 +20.0  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 59:24.7 +38.1  
4 K. Meeke / C. Patterson 59:25.2 +38.6  
5 J. Latvala / M. Anttila 59:44.8 +58.2  
6 M. Østberg / J. Andersson 59:48.3 +1:01.7  
7 A. Mikkelsen / P. Nagle 59:50.4 +1:03.8  
8 E. Novikov / I. Minor 59:55.8 +1:09.2  
9 N. Quinn / G. Macneall 1:02:49.2 +4:02.6  
10 K. Al Qassimi / S. Martin 1:03:28.0 +4:41.4  

12:15 Uhr (MESZ)

„Besser geht es nicht.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Mit unserer Zielsetzung, auf Nummer sicher zu gehen und in erster Linie Punkte für die Herstellerwertung einzufahren, liegen wir im Moment im Plan. Am Vormittag war unsere frühe Startposition sicher kein Vorteil, es war sehr rutschig und wir mussten für die nachfolgenden Autos die Fahrspur säubern. Der Nachmittag lief viel besser, wir haben uns von Platz acht auf Rang fünf nach vorn gearbeitet, was uns für Samstag eine bessere Startposition ermöglicht. Der Samstag könnte für die Rallye entscheidend werden: Die Prüfung Nambucca ist fast 50 Kilometer lang, dort werden alle sehr auf ihre Reifen achten müssen.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Das war ein perfekter Tag für uns, ein richtig guter Start in die Rallye. Am Morgen war es extrem rutschig auf den Prüfungen, man musste höllisch aufpassen. Auf den Pisten war sehr viel lockerer Schotter, dadurch war es schwierig eine gute Linie zu finden. Aus dem Grund haben wir auch nicht maximal attackiert, denn wir wollten auf keinen Fall durch einen dummen Fehler früh aus der Rallye ausscheiden. Am Nachmittag war das Grip-Niveau dann wesentlich höher, sodass Julien und ich jede Menge Spaß im Polo R WRC hatten. Ein spezieller Dank an die Organisatoren dafür, dass sie den Startabstand auf vier Minuten ausgeweitet haben, denn der Staub der vorausfahrenden Rallye-Autos war heftig. Morgen werden die Karten wieder neu gemischt, denn heute Nacht erwarten die Wetterexperten Regen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ein absolut ereignisreicher Tag für uns. Auf der Schleife am Morgen lief es wirklich gut, bis wir an eine Stelle kamen, an der unserer Aufschrieb zu optimistisch war. Die Strecke führte über eine blinde Kuppe und anschließend in eine Linkskurve, die immer stärker zumachte – mehr als ich es erwartet hatte. Zum Glück war dort ein Abzweig und ich konnte in den Notausgang abbiegen. Danach standen wir wie blind im Staub. Wir mussten warten, bis er verzogen war, bevor es weiterging. Einen weiteren Schreckmoment erlebte ich am Nachmittag, als ich breitseits ein Erdwall traf. Danach fühlte sich das Auto so an, als habe es einen schleichenden Plattfuß. Zum Glück war das nicht der Fall. Alles in allem sind wir dennoch mit dem Erreichten zufrieden. Doch die Rallye ist noch lange nicht zu Ende.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Ein sehr erfolgreicher und guter Tag für Volkswagen bei der Rallye Australien. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben heute eine absolute Topform bewiesen. Besser geht es nicht. Auch Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben das Beste aus ihren Möglichkeiten gemacht, obwohl sie damit zu kämpfen hatten, dass sie nach ihrem enttäuschenden Qualifying als eines der ersten World Rally Cars heute die Strecke buchstäblich freigefegt haben. Platz fünf in der Gesamtwertung ist unter diesen Umständen ein richtig gutes Ergebnis. Andreas Mikkelsen und Paul Nagle haben heute ebenfalls starke Wertungsprüfungen gezeigt. Alles in allem sind wir nach dem ersten Drittel in Down Under zufrieden. Doch in den kommenden zwei Tagen kommen anspruchsvolle Herausforderungen auf alle Teilnehmer zu. Bis zum Schluss ist höchste Konzentration und für das gesamte Team harte und fehlerfreie Arbeit gefragt.“


02:50 Uhr (MESZ)

Sébastien Ogier übernimmt die Führung.

Führungswechsel bei der Rallye Australien: Auf der ersten Wertungsprüfung des heutigen Freitags (Tuckers Nob 1) hat Sébastien Ogier (Polo R WRC 8) eine Bestzeit von 5:27.9 Minuten in den australischen Schotter gebrannt und dadurch die Führung im Gesamtklassement erobert. Die Bedingungen waren nicht einfach: „Es war ziemlich rutschig. Mit Sicherheit war es von Vorteil, etwas später auf die Strecke zu gehen. Es wäre vielleicht noch mehr drin gewesen, aber alles in allem ein guter Start in den Tag“, kommentierte der Franzose das Geschehen nach der Zieleinfahrt.

Mit 2,9 Sekunden Rückstand landete Mikko Hirvonen (Citroën) auf Platz zwei. Weitere 1,6 Sekunden länger benötigte Kris Meeke (Citroën). Ogiers Teamkollegen Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) kamen mit 4,9 Sekunden bzw. 17,2 Sekunden Rückstand auf den Plätzen fünf und acht in Ziel. Latvala verlor aufgrund eines Drehers rund fünf Sekunden.

In der Gesamtwertung führt Ogier nun mit 3,3 Sekunden Vorsprung auf Hirvonen. Mikkelsen liegt nur 0,1 Sekunden dahinter auf Rang drei, gefolgt von Meeke (+3,4). Latvala belegt aktuell Rang sieben und hat 17,1 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

 


03:30 Uhr (MESZ)

Erneute Bestzeit für Sébastien Ogier –
spannender Zweikampf an der Spitze.

Sébastien Ogier hat seine Führung mit einer weiteren Bestzeit ausgebaut. Die vierte Wertungsprüfung (Bellingen 1) beendete der Franzose in 6:26.1 Minuten. Citroën-Mann Kris Meeke war ebenfalls schnell unterwegs und benötigte nur 0,5 Sekunden länger.

Ogiers Teamkollege Andreas Mikkelsen kam mit 7,2 Sekunden Rückstand auf Rang fünf ins Ziel, Jari-Matti Latvala wurde Achter mit 12,7 Sekunden Abstand auf die Spitze.

In der Gesamtwertung liegt Ogier nun 4,4 Sekunden vor Meeke, der neuer Zweiter ist. Mikko Hirvonen (Citroën) ist Dritter (+8,5 Sekunden).


04:00 Uhr (MESZ)

Ogier geht als Führender in die Mittagspause.

Hattrick für Sébastien Ogier: Der Volkswagen Pilot hat auch die fünfte Wertungsprüfung der Rallye Australien (Newry 1) gewonnen und damit einen Hattrick hingelegt. Er geht nun mit einer Führung von 8,8 Sekunden auf Kris Meeke (Citroën) in die Mittagspause. Mikko Hirvonen (Citroën) beendete die WP als Zweitschnellster mit 0,5 Sekunden Rückstand, Meeke mit 4,4 Sekunden als Dritter. Jari-Matti Latvala kam mit 15,1 Sekunden Abstand als Siebter ins Ziel, Andreas Mikkelsen war in einer Kurve etwas zu optimistisch und landete 26,4 Sekunden hinter Ogier auf Platz acht dieser WP.

Die Gesamtwertung zur Halbzeit des heutigen Freitags: Ogier führt, Meeke ist Zweiter, Hirvonen Dritter (+9 Sekunden). Thierry Neuville (Ford) belegt Rang vier (+25,6 Sekunden). Mikkelsen ist Sechster (+37 Sekunden), Latvala Achter (+44,9 Sekunden).


05:55 Uhr (MESZ)

Auf der Jagd nach Punkten

für die Markenwertung.

Mit gemischten Gefühlen kamen die drei Teams von Volkswagen Motorsport zum Mittagsservice der Freitagsetappe zurück nach Coffs Harbour. Während bei Spitzenreiter Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) alles nach Plan lief, verlor Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) durch einen Ausrutscher wertvolle Sekunden, und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) kämpfte mit seiner schlechten Startposition.


„Natürlich würde ich gerne gewinnen“, sagte Ogier. „Aber nicht um jeden Preis. Die Prüfungen sind so glatt, dass es sehr leicht ist, einen Fehler zu machen.“ Der Franzose rückte zur Vormittagsschleife – wie nahezu alle Konkurrenten – mit harten Reifen aus. „Das war die richtige Wahl. Die Piste ist sogar noch rauer, als erwartet.“ Nach drei WP-Siegen in Folge führt Ogier mit 8,8 Sekunden vor Kris Meeke (Citroën).


Andreas Mikkelsen leistete sich einen der von Ogier angesprochenen Patzer. „Ich habe an einer Stelle zu spät gebremst, musste den Notausgang dieser Kurve benutzen und umdrehen. Es stand aber so viel Staub in der Luft, dass ich ein paar Sekunden die Orientierung verloren habe.“ Der Norweger fiel dadurch vom vierten auf den sechsten Zwischenrang zurück.


Überhaupt nicht zufrieden mit dem bisherigen Verlauf war Jari-Matti Latvala. „Durch meine Startposition kämpfe ich mit einer sehr schmutzigen Piste. Vor allem in den langsamen Kurven habe ich starkes Untersteuern. Ich glaube, dass ist der zweitlangsamste Start in eine Rallye, den ich jemals erlebt habe.“ Nach fünf Wertungsprüfungen hat er bereits knapp 45 Sekunden Rückstand auf die Spitze.


Der Finne will am Nachmittag das Tempo erhöhen. „Dabei will ich aber kein zu hohes Risiko eingehen. Ich will unbedingt ins Ziel kommen, um möglichst viele Punkte für die Markenwertung zu holen.“ Um auf Nummer sicher zu gehen, nahm Latvala am Morgen sogar zwei Ersatzräder mit, während die meisten Konkurrenten nur ein Rad in den Kofferraum packten.


07:02 Uhr (MESZ)

Starke Leistung: Ogier setzt sich weiter ab.


Sébastien Ogier ist bei der Rallye Australien weiterhin das Maß der Dinge: Der Franzose fuhr Bestzeit auf der sechsten Wertungsprüfung (Tuckers Nob 2) und vergrößerte damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 11,7 Sekunden. „Ich hatte guten Grip und konnte pushen. Das hat Spaß gemacht“, freute sich Ogier nach der Zieleinfahrt.

Mikko Hirvonen (Citroën) benötigte als Zweitschnellster auf dem 8,44 Kilometer kurzen Abschnitt 2,7 Sekunden länger, Thierry Neuville (Ford) kam mit 3,1 Sekunden Rückstand auf Ogier als Dritter ins Ziel. Kris Meeke (Citroën) beendete die WP auf Rang vier (+3,3 Sekunden) und verlor damit seinen zweiten Platz im Gesamtklassement an Hirvonen.


Jari-Matti Latvala machte Druck und kam zeitgleich mit 3,3 Sekunden Abstand ins Ziel, Andreas Mikkelsen wurde Fünfter (+4,9 Sekunden).


07:42 Uhr (MESZ)

Eine Bestzeit jagt die nächste:

Ogier nicht zu bremsen.

Was für eine Performance: Mit seiner Bestzeit auf Wertungsprüfung 7 (Bellingen 2) hat Sébastien Ogier bereits die fünfte WP in Folge gewonnen. Der Franzose benötigte 6:15.4 Minuten für den 10,72 Kilometer langen Abschnitt – 1,4 Sekunden weniger als der Zweitplatzierte Mikko Hirvonen (Citroën).

Die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen platzierten sich auf den Rängen vier (+1,9 Sekunden) und fünf (+4,1 Sekunden).

Im Gesamtklassement konnte Ogier seine Führung auf Hirvonen weiter ausbauen und liegt nun 13,1 Sekunden vor dem Finnen. Citroën-Pilot Kris Meeke konnte das Tempo nicht mitgehen und wurde auf dieser WP nur Sechster (+4,2 Sekunden). Der Ire liegt in der Gesamtwertung nun schon 16,3 Sekunden hinter Ogier, ist aber immer noch Dritter.


08:20 Uhr (MESZ)

„Ein perfekter Tag“:
Sechster WP-Sieg in Folge für Ogier.


Es läuft wie am Schnürchen für Sébastien Ogier, der auch die achte Wertungsprüfung (Newry 2) mit einer Zeit von 14:38.8 Minuten als Schnellster beendet hat. „Ein perfekter Tag. Besser hätten wir nicht in die Rallye starten können“, freute sich der Volkswagen Fahrer.


Überraschend fuhr diesmal Thierry Neuville (Ford) – bislang eher unauffällig – die zweitschnellste Zeit (+2,8 Sekunden). Mikko Hirvonen kam mit 5,3 Sekunden Rückstand auf Ogier als Drittschnellster ins Ziel.


Jari-Matti Latvala zeigte ebenfalls eine starke Leistung und wurde Vierter (+6,8 Sekunden). Andreas Mikkelsen landete auf Rang sieben (+16,7 Sekunden).


Die Gesamttabelle führt Ogier nun mit 18,4 Sekunden Vorsprung auf Hirvonen an. Kris Meeke verlor erneut an Boden und liegt mit 25,9 Rückstand auf Rang drei. Latvala verbesserte sich auf Gesamtrang fünf, Mikkelsen ist Siebter.


10:20 Uhr (MESZ)

Ogier gewinnt erneut.

Hirvonen verhindert den Dreifach-Erfolg.

 

Es läuft weiterhin alles nach Plan für Sébastien Ogier im Polo R WRC #8. Auf der 1,6 Kilometer kurzen WP 9 (Coffs 3) war der WM-Führende erneut nicht zu schlagen. In 1:20.8 Minute gewann der Franzose seine achte Wertungsprüfung hintereinander und damit alle bisherigen sieben Wertungsprüfungen an diesem Freitag. Auf Rang zwei schaffte es Andreas Mikkelsen (#9) mit einer Sekunde Rückstand, Jari-Matti Latvala (#7) benötigte weitere vier Zehntelsekunden mehr und wurde Vierter. Nur Mikko Hirvonen (Citroën) konnte als Dritter einen Dreifach-Erfolg für Volkswagen Motorsport verhindern.

 

In der Gesamtwertung der Rallye Australien führt Ogier inzwischen knapp 20 Sekunden vor dem zweitplatzierten Hirvonen und sogar fast 30 Sekunden vor Kris Meeke (Citroën) auf Rang drei. Latvala belegt Position fünf, Mikkelsen ist Siebter.


10:40 Uhr (MESZ)

Volkswagen Piloten gewinnen alle zehn WP.

Latvala stoppt Ogiers Siegeszug.

 

Auf der insgesamt zehnten und gleichzeitig letzten Wertungsprüfung der zweiten Etappe hieß der Gewinner erstmals an diesem Freitag nicht Sébastien Ogier. Dafür war es zum zehnten Mal ein Volkswagen Pilot, der sich den Sieg schnappte. Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #7 gewann die 1,6 Kilometer lange Coffs 4 in 1:19.8 Minute und war dabei nur eine Zehntelsekunde schneller als Ogier. Das perfekte Ergebnis für Volkswagen Motorsport rundete Andreas Mikkelsen (#9) auf Rang drei ab.

 

In der Gesamtwertung der Rallye Australien führt Ogier (58:46.6 Minuten) mit exakt 20 Sekunden Vorsprung vor Mikko Hirvonen (Citroën). Thierry Neuville (Ford), Ogiers ärgster Verfolger in der WM-Gesamtwertung, machte eine Position gut und belegt mit 38,1 Sekunden Rückstand Position drei. Latvala und Mikkelsen bleiben weiterhin auf den Rängen fünf und sieben.


11:25 Uhr (MESZ)

Kommt der Regen?

 

Bei den Wetter-Experten aller Teams glühten die Computer, und die Köpfe rauchten. Die große Frage: Wird es in der Nacht von Freitag auf Samstag und vielleicht auch noch samstags tagsüber regnen? Die einheitliche Antwort: höchstwahrscheinlich. „Dann bringen die vorderen Startpositionen Vorteile“, grübelte Sébastien Ogier (Polo R WRC #8). Pech für den Spitzenreiter – er muss auch morgen als Letzter der Topfahrer auf die Piste.

 

Seine Serie von Bestzeiten wird der Franzose dann wohl nicht fortsetzen können. Er gewann am Freitag sieben von acht Wertungsprüfungen, nur auf der letzten WP in Coffs Harbour überließ er seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) den Sieg. Sein Vorsprung vor Mikko Hirvonen (Citroën) beträgt inzwischen exakt 20 Sekunden. „Ein perfekter Tag. Ich habe richtig viel Spaß im Auto gehabt, ohne wirklich ans Limit gehen zu müssen.“

 

Vielleicht noch größeren Spaß hatte Beifahrer Julien Ingrassia – er stattete vor den beiden Super-WPs der AC/DC-Coverband „Thunderstruck“ einen Besuch ab, die im Servicepark auftrat. In astreiner Hardrock-Manier stürmte Ingrassia über die Bühne – im Fahreranzug mit blinkenden Teufelshörnern auf dem Kopf.

 

Anschließend holte er sich gemeinsam mit Pilot Sébastien Ogier eine weitere Bestzeit. „Das kann morgen ganz anders verlaufen. Wenn es regnet, werden die Karten neu gemischt“, warnte Ogier. Großes Lob sprach der WM-Spitzenreiter dem Veranstalter aus. „Auf den Wunsch aller Werkspiloten haben sie den Startabstand für die letzte Prüfung auf vier Minuten erhöht.“ Dadurch hatte niemand Probleme mit Sichtbehinderungen durch die starke Staubentwicklung.

 

Einen Schreckmoment erlebte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) trotzdem. „An einer Stelle sind wir in eine Böschung gerutscht. Danach änderte sich das Fahrverhalten unseres Autos. Ich dachte erst, wir hätten einen Reifenschaden. Das war zum Glück ein Irrtum.“ Mikkelsen überstand auch die abschließenden beiden Super-WPs ohne Probleme, reduzierte den Abstand zum vor ihm platzierten Mads Østberg (Ford) auf 2,1 Sekunden und geht als Siebter in die Übernachtungspause.

 

Nach dem verkorksten Morgen war Latvala mit dem Verlauf des Nachmittags deutlich zufriedener. „Mir fehlt noch immer ein wenig das Vertrauen in mein Auto, besonders auf sehr schnellen Passagen. Aber das Vertrauen kommt langsam.“ Der Finne verbesserte sich nach dem Mittagsservice um drei Plätze und ist nun Fünfter. Noch weiter nach oben will er am Samstag auf den beiden Durchgängen über die fast 50 Kilometer lange WP Nambucca fahren. „Ich denke, wer hier ohne Probleme durchkommt, kann einige Positionen gutmachen.“

Donnerstag, 12.09.2013


Aktuelle Bilder (23)
14:19 Uhr (MESZ)


Stand nach 2 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 A. Mikkelsen / P. Nagle 2:45.3 0.0  
2 K. Meeke / C. Patterson 2:46.2 +0.9  
3 J. Latvala / M. Anttila 2:46.7 +1.4  
4 S. Ogier / J. Ingrassia 2:46.8 +1.5  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:47.2 +1.9  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 2:48.0 +2.7  
7 M. Østberg / J. Andersson 2:49.9 +4.6  
8 E. Novikov / I. Minor 2:51.8 +6.5  
9 K. Al Qassimi / S. Martin 2:53.4 +8.1  
10 N. Quinn / G. Macneall 2:55.6 +10.3  

13:15 Uhr (MESZ)

„Ich freue mich auf die kommenden Tage.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Die Zuschauerprüfungen in Coffs Harbour waren ein kurzes Warm-up, ab morgen folgen drei sehr unterschiedliche und anspruchsvolle Tage – angefangen von engen, technisch anspruchsvollen Strecken über schnelle, flüssige Abschnitte bis hin zu schmalen Pisten durch die Wälder. Das Qualifying ist mir leider nicht ganz gelungen: Ich war mit dem weicheren Reifentyp wohl etwas zu vorsichtig, dementsprechend früh muss ich in die Prüfungen starten. Da die Rallye für alle sehr schwierig werden dürfte, ist dadurch aber noch nichts verloren. Nachdem die zurückliegenden Rallyes in Finnland und Deutschland nicht zufriedenstellend waren, hoffe ich sehr, hier wieder ein gutes Ergebnis einzufahren und möglichst viele Punkte für die Herstellerwertung zu holen.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Nach dem frühen Aus bei der Rallye Deutschland ist das Ziel in Australien, wieder auf dem Podium zu landen. Natürlich will ich hier gewinnen und weitere wichtige Punkte auf dem Weg zum WM-Titel holen. Das Qualifying lief war zwar nicht zu hundert Prozent optimal, aber ich bin zufrieden. Auch wenn mich Kris Meeke mit seiner starken Zeit überrascht hat, haben wir bei den rutschigen Schotterbedingungen hier in Coffs Harbour eine gute Startposition. Entscheidend ist sowieso die Rallye und die geht erst ab morgen richtig los. Die Natur hier in Down Under ist wirklich faszinierend. Das einzige weswegen ich mir etwas Sorgen mache, sind die Schlangen draußen im Busch – von daher bin ich froh, im Auto zu sitzen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Zwei kurze Testtage, zwei Durchgänge freies Training, das Zeittraining und die zwei Super Special Stages heute – viel mehr habe ich mit Paul Nagle als meinem Co-Piloten noch nicht bestritten. Umso besser, dass unsere Zusammenarbeit bisher absolut reibungslos läuft. Doch so richtig werden das erst die kommenden drei Rallye-Tage zeigen. Ich freue mich auf die kommenden Tage. Und wenn ich Volkswagen oder Sébastien Ogier beim Kampf um die WM-Titel in irgendeiner Form helfen kann, würde ich das gern tun. Dass der Auftakt mit Platz eins und zwei auf den Zuschauerprüfungen für uns richtig gut verlief, ist in dieser Hinsicht eine gute Nachricht.“


03:30 Uhr (MESZ)

Ogier holt zweiten Platz im Qualifying –
Teamkollegen auf den Plätzen fünf und acht.

Wenn das kein spannender Auftakt ist: Auf dem 5,54 Kilometer langen Qualifying-Abschnitt zur Rallye Australien ging es richtig eng zu. Volkswagen Pilot Sébastien Ogier war schnell unterwegs, wurde aber kurz vor Schluss noch von Citroën-Mann Kris Meeke unterboten, der den Spanier Dani Sordo in Down Under vertritt. Der Ire fuhr eine Bestzeit von 2:39.268 Minuten. Ogier landete nur 0,336 Sekunden dahinter auf Rang zwei, gefolgt von Thierry Neuville (Ford) mit 0,645 Sekunden Rückstand auf die Spitze und Mads Østberg (Ford, +1,261 Sekunden).

 

Ogier zeigte sich mit dem Ergebnis dennoch zufrieden: „Vielleicht ist es gar nicht schlecht, einen der Werks-Citroën vor uns zu haben. So können wir auf deren Entscheidungen zum Beispiel bei der Reifenwahl reagieren“, verriet der Franzose.


Nach einhelliger Meinung der Fahrer ist das Qualifying in Australien so wichtig wie bei keinem anderen WM-Lauf. „Die Wertungsprüfungen sind extrem schmutzig. Die Ersten in der Startreihenfolge werden große Schwierigkeiten mit dem losen Schotter haben. Je weiter hinten man fährt, umso sauberer und damit schneller wird die Ideallinie“, beschrieb Ogier. So gesehen hat der WM-Führende schon im Qualifying den Grundstein für einen Sieg im Duell mit Titelkonkurrent Neuville gelegt. Als Zweitschnellster darf Ogier seine Startposition als Zweiter wählen, Neuville erst danach.

 

Ein zweites Problem ist die starke Staubentwicklung. Da die Prüfungen weitgehend durch dicht bewachsene Wälder verlaufen, bleibt der Staub lange in der Luft stehen und behindert die Sicht. Der Veranstalter wird wohl dem Wunsch der Fahrer entsprechen und den Startabstand von zwei auf drei Minuten verlängern.


Ogiers Teamkollege Andreas Mikkelsen, der in Australien zum ersten Mal antritt, kam auf einen guten fünften Platz (+1,396 Sekunden). Jari-Matti Latvala wurde mit 2,193 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Meeke nur Achter. „Wir sind wie die meisten Kollegen mit weichen Reifen gefahren. Damit bin ich nicht zurecht gekommen“, begründete der Finne.


Die Wahl der Startplätze findet um 16:15 Uhr australischer Zeit (08:15 Uhr MESZ) statt.


09:30 Uhr (MESZ)

Keine Überraschungen bei Wahl der Startpositionen.

 

Kris Meeke (Citroën) musste bei der Vergabe der Startpositionen den ersten Zug machen. Der Schnellste aus dem Qualifying entschied sich für die Zehn. „Sie scheinen also keine anderen Informationen zum Wetter am Freitag zu haben als wir“, schmunzelte Volkswagen Pilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #8).

 

Da sich die zehn Piloten der Werksteams bzw. werksunterstützten Teams genau umgekehrt zum Ergebnis des Qualifyings sortierten, scheint man allgemein mit Sonnenschein zu rechnen. Denn auf trockener Piste sind die hinteren Startpositionen im Vorteil. Wäre der Citroën-Wetterdienst dagegen von mit Regen überzeugt gewesen, hätte Meeke wohl Startposition eins gewählt.

 

Lokalheld Nathan Quinn (Mini) muss während der Freitagsetappe als Erster auf die Piste. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) startet von Position drei, Andreas Mikkelsen (Polo WRC #9) als Sechster. Tabellenführer Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) hat acht „Straßenfeger“ vor sich.


11:55 Uhr (MESZ)

Toller Start in die Rallye Australien:

Mikkelsen gewinnt die erste WP.

 

Volkswagen Motorsport hat auf der ersten Wertungsprüfung der Rallye Australien gleich den ersten Sieg gefeiert. Auf der nur 1,6 Kilometer kurzen WP 1 (Coffs 1) legte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) in 1:22.1 Minute die schnellste Zeit hin. Der Norweger war 0,9 Sekunden schneller als Kris Meeke (Citroën) und 1,2 Sekunden schneller als Teamkollege Jari-Matti Latvala (#7), der Dritter wurde.

 

Nur 0,2 Sekunden hinter Ford-Pilot Thierry Neuville (1:23.5 Minute) belegte der WM-Führende Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 den fünften Rang. Gleich im Anschluss wird diese kurze WP ein zweites Mal gefahren.


12:15 Uhr (MESZ)

Sébastien Ogier gewinnt die zweite WP.

Andreas Mikkelsen führt in der Gesamtwertung.

 

Auf der ersten Etappe der Rallye Australien entschieden Zehntelsekunden über Sieg und Niederlage. Am Ende des Tages konnte Volkswagen Motorsport diese engen Duelle für sich entscheiden. Nach dem Sieg von Andreas Mikkelsen auf der WP 1 gewann Sébastien Ogier die zweite Wertungsprüfung (Coffs 2). Für die 1,6 Kilometer benötigte der WM-Führende im Polo R WRC #8 nur 1:23.1 Minute und war exakt eine Zehntelsekunde schneller als Mikkelsen (#9) und Kris Meeke (Citroën), die zeitgleich ins Ziel kamen.

 

„Ganz schön glatt“, sagte Mikkelsen, der kurz in eine Streckenbegrenzung gerutscht war. „Zum Glück hat mein Auto dabei keinen Schaden abbekommen.“ In der Gesamtwertung führt Mikkelsen mit 2:45.3 Minuten vor Meeke (+0,9 Sekunden) und Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #7, der weitere 0,5 Sekunden zurückliegt. „Es lag mehr loser Schotter auf der Piste als erwartet“, sagte Latvala. Ogier benötigte für die ersten beiden Wertungsprüfungen des zehnten WM-Laufes insgesamt nur eine Zehntelsekunde mehr und ist aktuell Vierter.

 

„Die Rallye beginnt morgen erst richtig“, sagte der Franzose, der anders als die meisten Konkurrenten mit harten Reifen gestartet war. „Ich hebe mir die weichen Reifen lieber auf.“ Für die gesamte Rallye stehen den Piloten maximal 16 weiche Reifen – aus einer Gesamtzahl von 28 – zur Verfügung. Am Freitag stehen sechs Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von rund 91 Kilometern auf dem Programm.

 

Vorberichte


Mittwoch, 11.09.2013


10:50 Uhr (MESZ)

Zweimal Neuland für Andreas Mikkelsen.

 

Im Gegensatz zu seinen beiden Teamkollegen Jari-Matti Latvala (Polo R WRXC #7) und Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) bestreitet Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) am kommenden Wochenende zum ersten Mal die Rallye Australien. Normalerweise ist das gegenüber den erfahrenen Piloten der Weltmeisterschaft ein riesiger Nachteil. Die nämlich kennen die Wertungsprüfungen bereits im Renntempo, können außerdem zumindest teilweise auf einen vorhandenen Streckenaufschrieb („Gebetbuch“) aufbauen.


In diesem Fall hält sich der Nachteil für Mikkelsen und alle anderen Australien-Novizen in Grenzen. Die Rallye Australien findet erst zum zweiten Mal rund um Coffs Harbour statt.


Aber Andreas Mikkelsen muss noch mit einer weiteren Neuheit fertig werden: Weil Stammbeifahrer Mikko Markkula eine bei der Rallye Finnland erlittene Wirbelverletzung noch nicht ganz überstanden hat, übernimmt Paul Nagle die Rolle des Beifahrers im dritten Werksauto von Volkswagen Motorsport. Nagle ist Ire, der Aufschrieb wird also in Englisch verfasst. Dies wenigstens ist kein Problem für Mikkelsen – auch mit dem Finnen Markkula läuft die Konversation weitgehend auf Englisch.


15:10 Uhr (MESZ)

Zweiter Matchball: Wie Sébastien Ogier in Australien schon Weltmeister werden kann.

 

Den ersten Matchball haben die Konkurrenten abgewehrt. Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) konnte sich bei der zurückliegenden Rallye Deutschland noch nicht den Titel sichern. Am kommenden Wochenende hat der Tabellenführer aus Frankreich die nächste Chance – in Australien steht der zehnte von insgesamt 13 WM-Läufen auf dem Programm.


Ogier reist mit einem Vorsprung von 75 Punkten vor Thierry Neuville (Ford) nach Coffs Harbour im Osten des fünften Kontinents. Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) liegt 86 Zähler zurück, Dani Sordo (Citroën) folgt zwei weitere Punkte dahinter. Da der Spanier aber die Rallye Australien auslässt, bleiben Neuville und Latvala als vorrangige Titelkonkurrenten für Ogier übrig.


Nach der Rallye Australien folgen noch drei WM-Läufe, bei denen theoretisch maximal 84 Punkte zu holen sind: drei Mal 25 Zähler für Siege plus drei Mal drei Zusatzpunkte für die Bestzeit auf der jeweiligen Power-Stage. Mathematisch ist Ogier also Weltmeister, wenn er mit 84 oder mehr Punkten Vorsprung aus Australien abreist. Dazu muss er auf jeden Fall vor seinen beiden Hauptgegnern ins Ziel kommen.


Der erste Konkurrent ist Thierry Neuville:

Auf ihn muss Ogier seinen Vorsprung um neun Punkte vergrößern. Zum Beispiel durch den Sieg (25 Punkte) plus Power-Stage-Bestzeit (3 Punkte). Neuville müsste dann schon mindestens 19 Punkte holen, um die Entscheidung bis zur Rallye Frankreich zu vertagen. Dazu würde ein zweiter Rang (18 Punkte) alleine nicht ausreichen, der Belgier müsste außerdem mindestens einen Zusatzpunkt auf der Power-Stage holen. Vereinfacht ausgedrückt: Gewinnt Ogier, muss Neuville mindestens Zweiter werden. Wird Ogier „nur“ Zweiter, sieht die Situation für Neuville schon bedeutend besser aus. Dann würde ihm eventuell sogar Rang fünf reichen, um das Rennen um den Titel offen zu halten.


Der zweite Konkurrent ist Jari-Matti Latvala:

Der Finne muss mindestens zwei Punkte aufholen, um überhaupt noch bei der Vergabe des Titels mitreden zu können. Er muss also auf jeden Fall vor seinem Teamkollegen bei Volkswagen Motorsport ins Ziel kommen.


Ein Blick in die Vergangenheit der Rallye Australien offenbart einen leichten Vorteil für Sébastien Ogier. Coffs Harbour war erst einmal die Basis für das Offroad-Event in Down Under. 2011 gewann hier  Mikko Hirvonen vor Jari-Matti Latvala (damals beide bei Ford). Ogier (damals Citroën) führte kurz, musste nach einem Unfall aber neu starten und wurde kurz vor dem Ziel hinter seinen auf den Titel angesetzten Teamkollegen Sébastien Loeb zurück gepfiffen – Rang elf war weniger, als sich Ogier auf der Piste erkämpft hatte. Glaubt man der Statistik, hat Thierry Neuville nur Außenseiterchancen. Er ist zum ersten Mal in Australien am Start.


Montag, 09.09.2013


12:30 Uhr (MESZ)

Nervenkitzel über dem Hafen von Sydney:
WRC-Piloten erobern die Harbour Bridge.

Diese Sightseeing-Tour war nichts für schwache Nerven: Im Vorfeld der Rallye Australien unternahmen Sébastien Ogier und Teamkollege Jari-Matti Latvala eine Kletterpartie in schwindelerregender Höhe. Die Volkswagen Piloten kletterten auf den 134 Meter hohen Bogen der Sydney Harbour Bridge. Von dort aus genossen sie eine einmalige Aussicht über den Hafen und die Stadt. Die Brücke verbindet die Nord- und Südküste Sydneys und wird von den Einwohnern wegen ihres charakteristischen Baustils auch „Kleiderbügel“ genannt.

Der „Bridge Climb“ ist eine beliebte Attraktion für Besucher Sydneys. Neben Ogier und Latvala waren auch die Ford-Piloten Thierry Neuville und Evgeny Novikov sowie die Citroën-Fahrer Mikko Hirvonen und Kris Meeke bei dem Brücken-Trip dabei.


Freitag, 06.09.2013


15:30 Uhr (MESZ)

„Gut auf die Herausforderung vorbereitet.“
Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Ich reise sehr gern nach Australien, denn die Atmosphäre dort ist angenehm und die Menschen sind extrem freundlich. Die Wertungsprüfungen sind sehr schnell und flüssig zu fahren und man muss insgesamt einen guten Rhythmus finden. Das Gute ist: Mir liegen in der Regel diese schnellen Rallyes, denn sie kommen meinem Fahrstil entgegen. Nachdem wir zuletzt in Deutschland so viele Punkte in der Hersteller-Wertung liegengelassen haben, müssen wir uns jetzt darauf konzentrieren, mit guten Resultaten Citroën in der WM hinter uns zu halten.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Dieses Mal haben wir wirklich die Chance, den Titel frühzeitig zu holen. In Deutschland war sie noch reine Theorie. In Australien haben wir es viel mehr selber in der Hand. Ich möchte die Rallye und auch die abschließende Powerstage gewinnen. Das ist mein Ziel. Der Vorteil ist: Die Rallye Australien ist ganz nach meinem Geschmack. Die Wertungsprüfungen sind sehr schnell und sehr anspruchsvoll. Wir sind gut auf diese Herausforderung vorbereitet. Ich freue mich auf diese Rallye.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
Paul Nagle wird bei der Rallye Australien mein Beifahrer sein, weil mein Stamm-Co-Pilot Mikko Markkula noch verletzt ist. Ich kenne Paul noch von früher. Mit 17 bin ich gegen ihn bei der Rallye Irland angetreten. Außerdem kennen wir uns aus der IRC, wo er Beifahrer von Kris Meeke war. Ich habe keine Zweifel, dass er einen guten Job machen wird. Die Rallye Australien ist für mich völliges Neuland. Die anderen Fahrer werden aber keinen allzu großen Erfahrungsvorsprung haben, weil viele der Wertungsprüfungen in diesem Jahr neu sein werden. Ich denke, dass Paul und ich eine gute Rallye haben werden. Wir werden frühzeitig anreisen, um uns an alles zu gewöhnen und auch um uns gegenseitig noch etwas besser kennenzulernen.“


Donnerstag, 05.09.2013


13:30 Uhr (MESZ)

„Mit Hirvonen habe ich noch eine Rechnung offen“: Jari-Matti Latvala vor der Rallye Australien.


Auch wenn sich bei der Rallye Australien nächste Woche alle Augen auf Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) richten, der auf dem fünften Kontinent vorzeitig Weltmeister werden kann. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) hat unter allen Volkswagen Werkspiloten „Down Under“ bisher die besten Resultate eingefahren.


2004 war der Finne gemeinsam mit Beifahrer Miikka Anttila zum ersten Mal am Start in Oz, wie die Australier ihre Heimat gerne nennen. Damals war noch Perth an der Westküste Rallyezentrum. 2009 zog der WM-Lauf um an die Gold Coast im Osten, Latvala/Anttila wurden im Ford Vierte. 2011 bei der Premiere am heutigen Standort Coffs Harbour kamen die beiden Finnen sogar auf Rang zwei ins Ziel. 2012 fand kein WM-Lauf in Australien statt, das sich im Kalender mit Neuseeland abwechselt.


„Die Rallye Australien gehört zu meinen Lieblingsveranstaltungen“, sagt Latvala. Die 22 Schotter-Wertungsprüfungen in den Bergen entlang der Küste von New South Wales sind so ganz nach dem Geschmack des Finnen, der für Volkswagen bereits die ebenfalls auf Schotter ausgetragene Rallye Griechenland gewann. 2011 musste sich Latvala seinem damaligen Teamkollegen Mikko Hirvonen (jetzt bei Citroën) beugen. „Mit ihm habe ich noch eine Rechnung offen“, kündigte Latvala an.


Mittwoch, 04.09.2013


14:00 Uhr (MESZ)

Die große Reise nach Down Under:

Interview mit Lutz Meyer, Logistiker.

Worin unterscheidet sich die Logistik bei Übersee-Rallyes wie in Australien?
Bei einer Rallye in Europa reisen wir mit sieben Trucks an. Dabei umfasst ein Auflieger die komplette Recce-Ausrüstung und ein weiterer beinhaltet das große Büro für die Ingenieure und die Teamleitung. Dazu kommen zwei Fahrzeug- und Teiletrailer für die drei Polo R WRC, ein Lkw, der Felgen, Reifengestelle und die Reinigungsanlage transportiert, sowie zwei so genannte Equipmentträger. Bei einer Übersee-Rallye transportieren wir hingegen alles mit Containern, aus denen wir dann während der Rallye leben. Allein die sieben See-Container für Ausrüstung, Werkstatt, Recce-Fahrzeuge, Service-Zelte, Küche und Büro wiegen leer schon knapp 48 Tonnen. Vollgepackt sind es dann 79 Tonnen. Dazu kommen dann noch rund 18 Tonnen Luftfracht.

Läuft die Organisation der Übersee-Rallyes parallel ab?
Ja, denn anders geht es nicht. Nicht alle Teile sind immer frei verfügbar. Man kann nicht einfach einen See-Container mit Teilen vollpacken, wenn diese noch in Europa benötigt werden. Jedes Team verfügt laut Reglement während einer Saison nur über eine bestimmte Anzahl an Motoren und Getriebe. Diese Teile müssen ebenso wie die Rennfahrzeuge per Flugzeug nach Mexiko, Argentinien und Australien gebracht werden.

 

Welche organisatorischen Hürden sind bei Fracht nach Australien zusätzlich zu nehmen?
Da gibt es einige. In Australien gelten besondere Quarantäne-Regularien, so dass die See-Container bereits in Argentinien von australischen Kontrolleuren abgenommen wurden. Diese Kontrolleure töten mit Hilfe von Desinfektionsbomben alle Keime an unseren Teilen ab. Darüber hinaus mussten die Container von vornherein so konstruiert werden, dass sie auf den großen Frachtschiffen und in den Seehäfen beliebig platziert werden können. Man möchte vermeiden, dass ein Container beispielsweise immer nur ganz oben geladen werden darf, da er nicht über die geforderte Stapellast verfügt. Können keine anderen Container darüber gestapelt werden, bedeutet das höhere Kosten.

Gibt es Fracht, die während der Saison gar nicht an den Teamsitz in Hannover zurückkehrt?
Auch die gibt es. Das umfasst alle Standard-Teile, die in ihrer Anzahl nicht durch das Reglement begrenzt sind: zum Beispiel Felgen, Schrauben, Unterfahrschütze. Für diese Fracht buchten wir bereits Ende vergangenen Jahres einen Round-Trip. Diese Fracht ging direkt von der Rallye Mexiko Anfang März per Schiff weiter nach Argentinien. Von dort aus ging es dann ab Mai weiter nach Australien. Im November treffen diese Container dann wieder bei uns zuhause ein.

Mit wie vielen Mitarbeitern regeln Sie den Transport sowie den Auf- und Abbau des Volkswagen Serviceplatzes?
Unser Team besteht aus nur sechs Leuten. Zusätzlich gibt es das Teammanagement, das sich um die Buchung der Flüge usw. kümmert. Im Grunde sind aber diese sechs Mann am Rennplatz für den Auf- und Abbau sowie die Wartung der Ausrüstung verantwortlich. Darüber hinaus kümmern sie sich um das Reifenmanagement während der Rallye. Das heißt, sie bringen die Felgen und gebrauchten Reifen zu Michelin, holen die neuen und fertig montierten Räder ab, kontrollieren die Luftdrücke und kümmern sich beim Service darum, dass immer die richtigen Räder für jedes Auto bereitstehen. Ein Knochenjob.

Inwieweit muss man vor und während einer Rallye improvisieren?
Grundsätzlich haben wir ja alles im Vorhinein bedacht und geplant. Es kann aber natürlich immer etwas passieren, worauf man spontan reagieren muss. So weist uns jeder Veranstalter eine genaue Quadratmeterzahl im Servicepark zu. Da kann es trotz genauer Zeichnungen und Pläne schon mal vorkommen, dass sich ein Kanaldeckel oder ein Hydrant an einer für unsere Aufbauten ungünstigen Stelle befindet. Dann stimmen wir uns spontan mit dem Veranstalter ab oder fragen die benachbarten Teams, ob sie noch einen halben Meter Platz haben. Man findet immer irgendwie eine Lösung, da helfen sich alle Beteiligten im Servicepark gegenseitig.

Streckenprofil

Das pure Fahrvergnügen.

Rasen ohne Reue.

Auf dem harten Schotter können die Fahrer befreit Gas geben.

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Länderprofil

Australien in Zahlen.

Ausgewählte Fakten zum Gastgeberland der WRC.

Geographie, Klima, Wirtschaft, Auto und Verkehr: Australien im Portrait.

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