Rallye Argentinien.

23. bis 26. April 2015.


Aktuelle Reportagen, exklusive Hintergrundberichte, Interviews, spektakuläre Fotos – einfach alles zur Rallye Argentinien 2015. Hier sind Sie immer auf dem neuesten Stand.

Zeitplan

 

Hinweis: Angaben im Zeitplan entsprechen der MESZ (Stand: 31.03.2015).

Freitag, 24.04.2015

00:00 WP 1 Super Special Merlo – San Luis 2,68 km
13:23 WP 2 Agua de Oro – Ascochinga 1 51,99 km
15:26 WP 3 Villa Bustos – Tanti 1 19,71 km*
18:44 WP 4 Agua de Oro – Ascochinga 2 51,99 km
20:47 WP 5 Villa Bustos – Tanti 2 19,71 km*
22:08 WP 6 Super Special 6,04 km

Samstag, 25.04.2015

13:28 WP 7 Capilla del Monte – San Marcos 1 23,10 km
15:11 WP 8 San Marcos – Characato 1 42,50 km*
19:54 WP 9 Capilla del Monte – San Marcos 2 23,10 km
21:37 WP 10 San Marcos – Characato 2 42,50 km*

Sonntag, 26.04.2015

14:58 WP 11 El Cóndor – Copina 16,32 km
17:08 WP 12 El Cóndor (Power Stage) 16,32 km

*Aufgrund starker Regenfälle ist ein Teil der Strecke unpassierbar, daher wurden diese Wertungsprüfungen verkürzt.

Sonntag, 26.04.2015


Drei dramatische Tage in Argentinien. Das Video.


Aktuelle Bilder (10)
Letztes Update: 19:31 Uhr (MESZ)


Endstand nach 12 von 12 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 K. Meeke / P. Nagle 3:41:44.9 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 3:42:03.0 +18.1  
3 E. Evans / D. Barritt 3:45:12.3 +3:27.4  
4 M. Prokop / J. Tománek 3:48:11.0 +6:26.1  
5 D. Sordo / M. Martí 3:52:31.6 +10:46.7  
6 K. Al Qassimi / C. Patterson 3:53:04.8 +11:19.9  
7 K. Al-Kuwari / M. Clarke (WRC 2) 3:57:47.5 +16:02.6  
8 D. Domínguez / E. Galindo (WRC 2) 4:00:33.1 +18:48.2  
9 G. Saba / D. Cagnotti (RC 2) 4:03:05.5 +21:20.6  
10 F. Villagra / D. Curletto (RC 2) 4:07:04.5 +25:19.6  

21:45 Uhr (MESZ)

„Abhaken und volle Konzentration auf Portugal.

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Natürlich bin ich etwas enttäuscht, dass es auch beim dritten Anlauf mit einem Sieg hier in Argentinien nicht geklappt hat. An den anspruchsvollen und rauen Streckenbedingungen hat es aber genauso wenig gelegen wie an den tollen Fans, die uns Fahrer so begeistert anfeuern und unterstützen. Julien und ich hatten bis hierhin einen perfekten Start in die Saison – und diesmal hatten wir eben Pech. Das gehört im Motorsport dazu und zeigt, dass Siege nicht selbstverständlich sind. Dem Team mache ich absolut keinen Vorwurf, denn alle haben wie immer ihr Bestes gegeben. Nächstes Jahr kommen wir zurück und hoffentlich kann ich mir dann den Traum vom ersten Sieg hier erfüllen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Das war definitiv nicht unser Wochenende – dabei war ich bis kurz vor Schluss auf Podiumskurs. ‚El Cóndor‘ ist eine meiner Lieblings-Prüfungen und ich hatte mir für heute viel vorgenommen. Doch schon auf dem Weg zum Start haben wir Probleme mit der Kraftstoffzufuhr bekommen. Wir haben noch probiert es zu reparieren, mussten aber vier Kilometer vor Schluss der Prüfung aufgeben. Dies ist natürlich sehr bitter für uns alle, das Team und die Fans. Nach drei ‚Nullern‘ bei den letzten drei Rallyes muss ich unbedingt mal wieder punkten. Mein Fokus liegt jetzt ganz klar auf Portugal.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Das war absolut nicht unsere Rallye. Am Freitag hat sich ein Reifenschaden zu einem großen Problem entwickelt, ein Dämpfer ist dadurch gebrochen und später auch noch die Servopumpe. Im Nachhinein ist man immer klüger – wir hätten den Platten einfach direkt in der Stage wechseln müssen. So mussten wir voll auf die Powerstage setzen. Ich habe dort heute alles riskiert und hatte nach der Bestzeit vorher auf der gleichen Prüfung ein gutes Gefühl. Doch ich habe wohl zu viel gewollt, einen Felsen getroffen und dabei das rechte Hinterrad abgerissen. Ich bin natürlich enttäuscht, denn ich hatte mir viel vorgenommen und wollte hier mit um den Sieg kämpfen. Doch das werde ich schnell abhaken und mich voll auf die Rallye Portugal in vier Wochen konzentrieren.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Wir hatten für die Rallye Argentinien das Ziel, den Erfolg vom vergangenen Jahr zu wiederholen. Aber im Sport sind Erfolge nicht planbar und jeder einzelne will hart verdient sein. Diesmal mussten wir einige Rückschläge hinnehmen, aus denen wir ganz sicher lernen werden. Der späte Ausfall von Jari-Matti Latvala ist besonders bitter, denn er lag bis zuletzt auf Podiumskurs. Wir werden die Probleme sehr sorgfältig analysieren, um sie künftig auszuschließen. Unser Glückwunsch geht an Citroën, den Sieger Kris Meeke und den Zweitplatzierten Mads Østberg sowie den Drittplatzierten Elfyn Evans mit seinem M-Sport Ford. Sie haben verdient gewonnen.“


20:12 Uhr (MESZ)

Auf dem Trockenen.
 
Jari-Matti Latvala beschreibt seinen Ausfall bei der Rallye Argentinien.

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) war sichtlich am Boden zerstört. „Das war wohl das schwierigste Wochenende, seitdem Volkswagen in der Rallye-WM ist“, fasste der Finne die Rallye Argentinien zusammen. Besonders dramatisch verlief für den Finnen die Schlussphase. „Auf dem Weg zur Wertungsprüfung 11, ungefähr zehn Kilometer vor dem Start, ist der Motor ausgegangen“, erzählte Latvala. „Ich habe es zwar geschafft, ihn wieder zu starten. Er lief aber nur auf drei Zylindern und außerdem im Stage-Mode.“


In diesem Wertungsprüfungsmodus wird die gesamte Motorsteuerung auf Höchstleistung getrimmt, während im „Road-Mode“ Materialschonung angesagt ist. Im „Stage-Mode“ steigt allerdings der Kraftstoffverbrauch deutlich an. Auch der unrunde Lauf auf drei Zylindern kostet Benzin. Ein offizieller Tankstopp war allerdings erst nach dem Ziel der WP „El Cóndor“ vorgesehen, außerhalb Nachtanken ist verboten. „Nach ein paar Kilometern der letzten Wertungsprüfung ist uns deswegen schlicht und ergreifend das Benzin ausgegangen“, beschrieb Latvala das vorzeitige Aus, das wohl auf denselben Defekt zurückzuführen ist wie bei Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) am Freitag.


„Diese Bauteile haben uns in den letzten zweieinhalb Jahren geholfen, 25 Rallyes zu gewinnen“, sagte Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. „Dass nun bei einer Rallye gleich zwei Defekte auftreten, ist wirklich Pech. Nach unserer Analyse sind keineswegs die sehr harten Wertungsprüfungen in Argentinien schuld. Dieser Defekt hätte auch bei jeder anderen Rallye auftreten können.“


Latvala nahm den Ausfall als Sportsmann. „Dass mit Kris Meeke und Elfyn Evans gleich zwei Briten auf dem Podium stehen, hat es schon ewig nicht mehr gegeben. Das ist doch mal was Neues. Besonders Kris gratuliere ich zu seinem ersten WM-Sieg.“


19:30 Uhr (MESZ)

Tabellenführung verteidigt.

 

Sébastien Ogier holt Sieg auf der Power Stage und profitiert von Fehlern der Verfolger.

 

„Es ist schon ein seltsames Gefühl, hier nur einen einzigen Polo R WRC zu sehen“, sagte Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), als er sich im Ziel der Rallye Argentinien umschaute. Tatsächlich ist es lange her, dass Volkswagen Motorsport nicht auf dem Podium einer WM-Rallye vertreten war. Genau gesagt, seit der Rallye Deutschland 2013. Auch für Ogier persönlich riss eine Serie. Zuletzt hatte der Weltmeister fünf Rallyes in Folge gewonnen.

 

Als Trost sicherte er sich immerhin den Sieg auf der Power Stage und kassierte die drei dafür vergebenen Extra-Punkte. „Ich habe wirklich mit 100 Prozent attackiert“, sagte Ogier über die WP „El Condor“. Mit vier weichen Reifen war er volles Risiko gegangen. „Dass ich mit 9,9 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten gewonnen habe, überrascht mich allerdings. Das lag wohl daran, dass die meisten schnellen Leute Fehler gemacht haben.“

 

Zum Beispiel Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), der am Samstag mit drei von vier möglichen Bestzeiten sein Tempo bewiesen hatte. Aber der Norweger leistete sich einen Dreher und beschädigte eine Radaufhängung an einem Felsen. „Ich mache Andreas keinen Vorwurf“, nahm Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito den Team-Junior in Schutz. „Andreas hatte nichts mehr zu verlieren und wollte unbedingt die drei Punkte für den Power-Stage-Sieg kassieren. Wenn er an diesem Wochenende irgendwo auch mal über das Limit gehen musste, dann hier.“

 

Inklusive der drei Extra-Punkte hat Sébastien Ogier nun 84 WM-Zähler auf dem Konto und bleibt weiterhin überlegener Tabellenführer. Neuer schärfster Verfolger ist Mads Østberg (Citroën), der nach Rang zwei in Argentinien nun 51 Punkte hat. Andreas Mikkelsen ist Tabellendritter mit 47 Zählern.


18:20 Uhr (MESZ)

Im Sport reißt jede Serie irgendwann – das ist ein Naturgesetz. Und Naturgesetze gelten nun einmal auch für Volkswagen Motorsport. Die Rallye Deutschland im August 2013 war die bislang letzte – und seit der Rückkehr in die WRC im Januar 2013 auch einzige – Veranstaltung, bei der es kein Volkswagen Pilot auf das Podium geschafft hatte. Es folgten unglaubliche 20 Rallyes, bei denen stets mindestens ein Fahrer-Duo des Teams aus Hannover unter den besten drei war.

 

Bei diesen 20 Rallyes feierte Volkswagen Motorsport 19 Siege und insgesamt 37 Podestplätze. Nur bei der Rallye Deutschland 2014 reichte es nicht zum Triumph – im August 2014 war Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 auf Rang drei der Beste seines Teams.

 

Bei der Rallye Argentinien ist diese beeindruckende Serie nun also gerissen – irgendwann musste das ja passieren. Aber für das Trio Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen ist dieser Rückschlag nicht weniger als ein großer Anreiz, eine erneute Serie zu starten und die alte Bestmarke noch einmal zu toppen.


Letztes Update 17:50 Uhr (MESZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.

 

WP 11: Mikkelsen unschlagbar, Game over für Latvala.
Was für ein Pech. Es waren nur noch wenige Kilometer, die Jari-Matti Latvala vom sicher geglaubten Podiumsplatz trennten – doch der Finne musste seinen Polo R WRC #2 auf der vorletzten Wertungsprüfung in Argentinien (El Cóndor – Copina 1) mit Defekt abstellen und die Rallye kurz vor Schluss beenden. Kopf hoch, Jari-Matti. Teamkollege Andreas Mikkelsen macht dagegen dort weiter, wo er gestern aufgehört hat: mit einer weiteren Bestzeit. Auch Sébastien Ogier war schnell unterwegs. Bleibt zu hoffen, dass die beiden verbleibenden Volkswagen Piloten auf der finalen Power Stage noch einmal auftrumpfen und Extrapunkte einfahren können.

 

WP 12: Seb gewinnt die Power Stage und holt drei Punkte.
Ein Trostpflaster für Sébastien Ogier und Julien Ingrassia: Das Weltmeister-Duo, das bei der Rallye Argentinien schon frühzeitig alle Siegchancen begraben musste, fuhr auf der finalen Power Stage (El Cóndor – Copina 2) eine souveräne Bestzeit. Bleibt zu hoffen, dass die drei Zusatzpunkte die Stimmung der beiden nach einem durchwachsenen Wochenende etwas heben können. Einen herben Rückschlag mussten dagegen Andreas Mikkelsen und Ola Fløene verkraften: Die beiden Norweger, die am gestrigen Samstag mit Top-Zeiten geglänzt hatten, kamen mit ihrem Polo R WRC von der Ideallinie ab. Der Polo drehte sich auf der Strecke und schlug rückwärts in einen Erdhügel ein. Die Radaufhängung hinten rechts war gebrochen – Feierabend. Schade, Andreas und Ola. Mehr Glück in Portugal!


Glückwunsch an Kris Meeke (Citroën), der seinen ersten WRC-Sieg holte. Zweiter wurde Teamkollege Mads Østberg. Elfyn Evans (Ford) komplettiert das Podium.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


10:00 Uhr (MESZ)

Sonntag: die Wertungsprüfungen der dritten Etappe.


Samstag, 25.04.2015


Starker Tag für Andreas Mikkelsen, Pechsträhne von Sébastien Ogier will nicht reißen. Der Samstag. Das Video.


Aktuelle Bilder (15)
Letztes Update: 23:59 Uhr (MESZ)


Stand nach 10 von 12 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 K. Meeke / P. Nagle 3:14:51.7 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 3:15:30.3 +38.6  
3 J. Latvala / M. Anttila 3:15:55.4 +1:03.7  
4 E. Evans / D. Barritt 3:17:16.3 +2:24.6  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 3:19:42.7 +4:51.0  
6 M. Prokop / J. Tománek 3:20:30.7 +5:39.0  
7 K. Al Qassimi / C. Patterson 3:25:26.0 +10:34.3  
8 D. Sordo / M. Martí 3:26:06.6 +11:14.9  
9 K. Al-Kuwari / M. Clarke (WRC 2) 3:29:06.3 +14:14.6  
10 D. Domínguez / E. Galindo (WRC 2) 3:32:01.7 +17:10.0  

23:55 Uhr (MESZ)

Den Druck aufrechterhalten.
 
Jari-Matti Latvala hat Gesamtrang zwei noch nicht ganz abgeschrieben.

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) steckt in der Zwickmühle. „Natürlich würde ich Mads Østberg gerne noch angreifen“, sagte der Vorjahressieger der Rallye Argentinien am Abend vor dem samstäglichen Schlussservice mit Blick auf den 25,1 Sekunden vor ihm platzierten Citroën-Piloten. „Aber erstens sind die am Sonntag noch verbleibenden 33 WP-Kilometer wahrscheinlich zu wenig. Und zweitens kann ich auch die WM-Punkte für Platz drei dringend gebrauchen.“


Rund eine Sekunde pro Kilometer aufzuholen, ist unter normalen Umständen fast unmöglich. Latvalas einzige Chance wird wohl sein, Østberg in einen Fehler zu treiben. „Ich erhalte den Druck aufrecht, mehr kann ich nicht machen.“ Der Gesamtführende, Kris Meeke (Citroën), ist mit 1.03,7 Minuten Vorsprung ohnehin definitiv zu weit weg.

     
Immerhin konnte Latvala den Rückstand zu Østberg auf der einzigen am Samstagnachmittag von beiden Kontrahenten gefahrenen Prüfungen um zehn Sekunden verkürzen. „Ich habe beim Service am Mittag das Setup meines Polo R WRC ändern lassen“, verriet Latvala. „Ich habe mir mehr Grip an der Hinterachse gewünscht. Das hat gut funktioniert und mir mehr Vertrauen ins Auto gegeben.“


Teamkollege Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) war am Samstag klar der Schnellste. Der Norweger gewann drei von vier Wertungsprüfungen. Und das, obwohl er mit seinem Reifen-Management nicht ganz zufrieden war. „Ich hatte auf dem Weg zur WP 10 auf der normalen Straße einen Plattfuß. Deswegen hatte ich nicht genug weiche Reifen übrig und bin mit zwei harten an der Vorderachse und zwei weichen hinten gestartet.“ Trotzdem reichte es auch hier zur Bestzeit. „Mein Ziel ist die Bestzeit auf der Powerstage am Sonntag“, kündigte Mikkelsen an. „Dafür habe ich mir vier brandneue weiche Reifen aufgespart.“


Der Sieg auf der abschließenden WP und die dafür zu vergebenden drei Extra-Punkte sind auch das Ziel von Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). Dafür quälte sich der Weltmeister sogar ohne Servounterstützung der Lenkung durch die letzte, fast 43 Kilometer lange WP. „Hätte ich aufgegeben, müsste ich am Sonntag auf jeden Fall wieder als Erster losfahren. Dann könnte ich mir den Powerstage-Sieg gleich abschminken.“


23:50 Uhr (MESZ)

Schnapszahl für Norwegen: Zwei Skandinavier in Volkswagen Diensten haben heute aufgetrumpft. Andreas Mikkelsen und Ola Fløene fuhren auf zwei der drei komplett gefahrenen Wertungsprüfungen (WP 9 wurde nach einem Unfall abgebrochen) die Bestzeit. Ein Blick in die Statistik zeigt: Der Erfolg auf WP 10 war bereits die 33. gewonnene WP für Youngster Andreas Mikkelsen im Polo R WRC. Ein Beweis dafür, dass der junge Norweger und sein Volkswagen immer mehr zu einer Einheit werden.


Letztes Update 22:50 Uhr (MESZ)

WP 9: Abbruch.

Die neunte Wertungsprüfung wurde vom Veranstalter nach einem Unfall (Hayden Paddon, Hyundai) abgebrochen. Es geht weiter mit WP 10, die um 21:37 Uhr (MESZ) gestartet wird.

 

WP 10: Starke Performance im Doppelpack.
Mit der zehnten Wertungsprüfung (San Marcos – Characato 2) endet die zweite Etappe in Argentinien. Die Volkswagen Piloten Andreas Mikkelsen und Jari-Matti Latvala gaben auf den letzten 42,5 Kilometern des Rallye-Samstags noch einmal ordentlich Gas. Mit Erfolg: Die Bestzeit ging an Mikkelsen, Latvala benötigte nur 2,9 Sekunden länger. Der Finne nahm dem Zweitplatzierten Mads Østberg (Citroën) zehn Sekunden ab; der Abstand im Gesamtklassement beträgt vor den letzten beiden verbleibenden WPs am morgigen Sonntag nur noch gut 25 Sekunden. Das Podium scheint sicher, und auch der zweite Platz ist noch nicht ganz außer Reichweite. Für Sébastien Ogier reißt die Pechsträhne dagegen nicht ab, der Franzose musste nach Ausfall der Servolenkung mit stumpfen Waffen kämpfen und verlor erneut viel Zeit.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


18:00 Uhr (MESZ)

Noch immer in Schlagdistanz.

 

Jari-Matti Latvala liegt weiter auf Rang drei. Der Kampf um den Sieg bleibt spannend.

 

Die Aufholjagd geht weiter. Am Samstagvormittag konnte Jari-Matti Latvala seine dritte Position zwar noch nicht verbessern, das hatte aber auch einen guten Grund. Und zwar ein Aha-Erlebnis in der siebten Wertungsprüfung, bei dem Latvala und Beifahrer Miikka Anttila mit einem Schrecken davonkamen. „Am Anfang der Prüfung gab es sehr viele Wasserdurchfahrten. Ich war hier vorsichtig, um mein Auto nicht zu beschädigen“, sagte Latvala. „Danach habe ich das Tempo angezogen, war in einer Rechtskurve aber ein wenig zu schnell. Das Auto hat links die Böschung berührt und ist herumgeschleudert worden. Dadurch sind wir über eine Wiese gerutscht. Zum Glück lagen dort keine Felsen im Weg und wir konnten ohne Probleme weiterfahren.“

 

Der Polo R WRC #2 war zwar unbeschädigt, nicht aber Latvalas Selbstvertrauen. „Ich habe nach dem Ausrutscher das Tempo wieder reduziert“, gab der 30-Jährige zu. Aktuell beträgt sein Rückstand zum Führenden, Kris Meeke (Citroën), 1:07,7 Minuten. Dessen Teamkollege Mads Østberg ist momentan 35,1 Sekunden entfernt. Im Gegenzug rückte Dani Sordo (Hyundai) auf Rang vier näher an Latvala heran – nur noch 14,1 Sekunden trennen die beiden.

 

Wären solche Abstände bei anderen WM-Läufen bereits eine Vorentscheidung, ist bei der ungewöhnlich harten Rallye Argentinien noch lange nichts entschieden. „Das wird ein spannender Nachmittag“, blickte der Volkswagen Pilot voraus. „Die Podiums-Platzierung werde ich auf jeden Fall verteidigen.“

 

Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) muss nach dem Neustart zur zweiten Etappe jeweils als Erster auf die Piste. „Die erste Prüfung heute Morgen war wirklich sehr hart“, sagte der Franzose. „Das war auch schon im Training so, als wir nur mit Tempo 80 gefahren sind. Deswegen hat der Streckenaufschrieb an vielen Stellen nicht zu 100 Prozent gepasst.“ Rallye-Profis korrigieren solche Ungenauigkeiten im Renntempo. „Das ist bei dem Geholper auf den harten Schotter-WPs nicht ganz einfach“, sagte Beifahrer Julien Ingrassia. Dennoch erzielten die beiden Franzosen die Bestzeit auf der WP 7.

 

Eine Prüfung später gelang dieses Kunststück Teamkollege Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). „Ich habe einen wirklich guten Rhythmus gefunden“, sagte der Norweger, der ebenfalls am Samstag neu gestartet war. „Natürlich fehlt mir ein bisschen der Kampf um eine Top-Platzierung. Aber ich habe vor, heute Nachmittag weitere Bestzeiten zu fahren.“


Stand nach 8 von 12 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 K. Meeke / P. Nagle 2:30:25.3 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 2:30:57.9 +32.6  
3 J. Latvala / M. Anttila 2:31:33.0 +1:07.7  
4 D. Sordo / M. Martí 2:31:47.1 +1:21.8  
5 E. Evans / D. Barritt 2:32:22.8 +1:57.5  
6 M. Prokop / J. Tománek 2:35:01.2 +4:35.9  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 2:35:13.0 +4:47.7  
8 K. Al Qassimi / C. Patterson 2:38:35.6 +8:10.3  
9 K. Al-Kuwari / M. Clarke (WRC 2) 2:40:37.8 +10:12.5  
10 D. Domínguez / E. Galindo (WRC 2) 2:43:44.6 +13:19.3  

16:15 Uhr (MESZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.

 

WP 7: Als wäre nichts gewesen.

Welch ein Start in die zweite Etappe der Rallye Argentinien: Auf der 23,10 Kilometer langen Capilla del Monte – San Marcos 1 meldeten sich die Pechvögel des schwarzen Freitags zurück. Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 fuhr knapp vor seinem Teamkollegen Andreas Mikkelsen (#9) die erste Bestzeit des Samstags. Nur 0,2 Sekunden hinter dem Norweger komplettierte Jari-Matti Latvala (#2) den perfekten Auftakt für Volkswagen Motorsport. Noch wichtiger: Im Gesamtklassement konnte der drittplatzierte Finne seinen Rückstand auf den Führenden Kris Meeke und Mads Østberg auf Rang zwei (beide Citroën) deutlich verkürzen – und gleichzeitig das Polster zu seinen Verfolger vergrößern.

 

WP 8: Mikkelsen nicht zu stoppen, Latvala atmet durch.

Auch auf der zweiten Wertungsprüfung des Samstags konnte der Polo R WRC überzeugen. Diesmal war es aber nicht Sébastien Ogier, der die auf 42,50 Kilometer verkürzte WP 8 (San Marcos – Characato 1) für sich entschied, sondern Teamkollege Andreas Mikkelsen. Der Weltmeister schaffte aber immerhin die fünftschnellste Zeit. Und Jari-Matti Latvala? Der Finne verlor nach einem Dreher zwar etwas Zeit, konnte seinen dritten Platz im Gesamtklassement aber verteidigen. Der Rückstand des Finnen auf den Führenden Kris Meeke beträgt weiterhin etwas mehr als eine Minute, auf den Zweitplatzierten Mads Østberg (beide Citroën) rund 35 Sekunden.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


09:00 Uhr (MESZ)

Samstag: die Wertungsprüfungen der zweiten Etappe.


Freitag, 24.04.2015


Jari-Matti Latvala bei schwierigen Bedingungen in Argentinien auf Podestkurs, Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen im Pech. Der Freitag. Das Video.


Aktuelle Bilder (19)
Letztes Update: 23:59 Uhr (MESZ)


Stand nach 6 von 12 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 K. Meeke / P. Nagle 1:44:47.8 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 1:45:56.2 +1:08.4  
3 J. Latvala / M. Anttila 1:46:11.3 +1:23.5  
4 D. Sordo / M. Martí 1:46:42.0 +1:54.2  
5 E. Evans / D. Barritt 1:46:47.5 +1:59.7  
6 M. Prokop / J. Tománek 1:48:15.2 +3:27.4  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 1:49:54.0 +5:06.2  
8 K. Al Qassimi / C. Patterson 1:50:49.6 +6:01.8  
9 K. Al-Kuwari / M. Clarke (WRC 2) 1:51:34.1 +6:46.3  
10 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC 2) 1:53:31.1 +8:43.3  

23:59 Uhr (MESZ)

„Wir werden kämpfen wie Tappara.“

 

Jari-Matti Latvala ist nach der ersten Etappe Dritter. Den Sieg hat er noch lange nicht abgeschrieben.

 

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) hat sich zum Serviceplatz gerettet. Der Finne musste die letzten Kilometer der Freitagsetappe mit Vorderradantrieb auskommen. Dank sensiblem Gasfuß schaffte er es aber, den Antriebsstrang nicht komplett zu überlasten und auch die Verbindungsetappe zwischen letzter Wertungsprüfung und Serviceplatz zu bewältigen. Die Reparatur ist für die Mechaniker in den zur Verfügung stehenden 45 Minuten kein Problem.

 

In die Samstagsetappe gehen Latvala und Beifahrer Miikka Anttila als Drittplatzierte, 1.23,5 Minuten hinter Spitzenreiter Kris Meeke (Citroën) und 15,1 Sekunden hinter dessen Teamkollegen Mads Østberg. „Diese Rallye ist noch lange nicht vorbei, da kann noch viel passieren“, sagte Latvala bei der Einfahrt in den Service. Und ergänzte mit Referenz an Anttilas Lieblings-Eishockeymannschaft, die gerade um die finnische Meisterschaft kämpft: „Wir werden kämpfen wie Tappara.“

 

Am Samstag ebenfalls wieder eingreifen werden Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Ihre Fahrzeuge stehen schon im vorgeschriebenen Parc fermé, topfit und bereit für den Neustart zur zweiten Etappe. Beim Auto von Ogier wurde ein Defekt in der Benzinzufuhr als Ursache für die Motorprobleme in WP 2 diagnostiziert. Mikkelsens Polo R WRC erhielt eine neue Servopumpe der Lenkung.


23:10 Uhr (MESZ)

Die 13 gilt in vielen Kulturen als Unglückszahl. Es gibt sogar Menschen, die sich vor dieser Ziffer geradezu fürchten, die sogenannten Triskaidekaphobiker. Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala gehören zwar nicht zu dieser Gruppe, die 13 spielt für die beiden Volkswagen Piloten an diesem Wochenende dennoch eine zentrale Rolle.

 

Da wäre zunächst der Doppelweltmeister, der in seiner Karriere schon fast alle Rallyes des aktuellen WRC-Kalenders gewinnen konnte – zumindest zwölf von ihnen. Lediglich die 13., die Rallye Argentinien, fehlt Ogier zur Komplettierung seiner umfangreichen Sammlung. Und nach seinem Ausfall auf der ersten Etappe wird es auch in diesem Jahr nichts mit einem Sieg in Südamerika.

 

Bei Latvala sind die Chancen nach den ersten sechs von insgesamt zwölf Wertungsprüfungen hingegen immerhin noch im Bereich des Möglichen: Auf dem dritten Platz im Gesamtklassement liegend kann sich der Finne zumindest Hoffnungen auf seinen ersten Saisonsieg 2015 machen – es wäre der insgesamt 13. in der WRC-Karriere des 30-Jährigen. Bleibt zu hoffen, dass Latvala nicht doch noch zum Triskaidekaphobiker wird.


Letztes Update 23:00 Uhr (MESZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.

 

WP 4: Latvala festigt seinen zweiten Platz.

Argentinien ist immer ein Abenteuer – das bekommt heute auch das Team Volkswagen Motorsport zu spüren. Nach den Problemen von Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Andreas Mikkelsen (#9) ruhen nun alle Hoffnungen auf Vizeweltmeister Jari-Matti Latvala (#2). Und der Finne konnte auch auf der vierten WP, der 51,99 Kilometer langen Agua de Oro – Ascochinga 2, mit einer starken Leistung beeindrucken. Hinter dem Gesamtführenden Kris Meeke (Citroën) kam der 30-Jährige als Zweitschnellster ins Ziel und konnte damit auch seinen zweiten Rang im Gesamtklassement festigen. Mads Østberg (Citroën) auf Platz drei hat bereits mehr als eine halbe Minute Rückstand auf Latvala.

 

WP 5: Jetzt muss auch der Vizeweltmeister zittern.

Es sah lange nach einer Bestzeit für Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) auf der 19,71 Kilometer langen WP Villa Bustos – Tanti 2 aus. Doch auf den letzten Metern verlor der Volkswagen Pilot plötzlich mehr als 20 Sekunden. „Wir haben ein Problem mit dem Getriebe“, sagte der Finne nach der Zieldurchfahrt. Immerhin: Im Gesamtklassement bleibt Latvala Zweiter – hinter Kris Meeke und vor Mads Østberg (beide Citroën). Nun muss der Vizeweltmeister zum Abschluss des Freitags noch die 6,04 Kilometer lange Super Special überstehen.

 

WP 6: Ins Etappenziel gerettet.

Es waren nur 6,04 Kilometer auf der Super Special, die den Abschluss der ersten Etappe der Rallye Argentinien bildete. Doch für Jari-Matti Latvala muss diese Strecke ein gefühlter Marathon gewesen sein. Mit Getriebeproblemen an seinem Polo R WRC #2 schleppte sich der Volkswagen Pilot durch die WP 6 und hatte am Ende mehr als 30 Sekunden Rückstand auf die Spitzengruppe. Immerhin: Latvala ist immerhin noch Dritter in der Gesamtwertung – in den kommenden beiden Tagen ist für den 30-Jährigen also noch alles möglich.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


19:40 Uhr (MESZ)

Ohne Vorwarnung.

 

Sébastien Ogier beschreibt die Minuten vor dem Ausfall in WP 2.

 

Sechs Stunden, nachdem er den Motor seines Polo R WRC kurz vor dem Ziel der WP 2 abgestellt hatte, war Sébastien Ogier zurück im Service in Carlos Paz. „Die ersten zehn Kilometer liefen vollkommen normal“, blickte der Weltmeister auf den Vormittag zurück. „Dann verlor der Motor auf einmal Power und es hörte sich an, als würde er nur auf drei Zylindern laufen.“ Zunächst konnten Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia die Fahrt noch fortsetzen, wenn auch mit reduziertem Tempo.

 

Doch die Hoffnung der beiden Weltmeister, das Ziel erreichen zu können, wurde nicht erfüllt. „Nach ungefähr 45 Kilometern wurde der Leistungsverlust immer größer, dann starb der Motor komplett ab.“ Mit Hilfe der bordeigenen Alarmelektronik versuchten Ogier und Ingrassia, das Problem zu finden. „Aber das hat leider nicht funktioniert.“

 

Noch ist der Polo R WRC mit der Startnummer 9 nicht zurück im Service, eine gründliche Analyse des Problems durch die Techniker hat also noch nicht begonnen. „Wenn wir Glück haben, ist es nur ein defekter Sensor oder ein Problem mit der Benzinzufuhr. Dann fahren wir morgen wahrscheinlich wieder“, sagte Ogier.

 

Große Hoffnungen auf WM-Punkte macht er sich allerdings nicht mehr. Noch unter die ersten zehn der Gesamtwertung zu kommen, dürfte mit 35 Minuten Strafzeit für fünf verpasste Wertungsprüfungen kaum möglich sein. „Und aufgrund unserer schlechten Platzierung wird unsere Startposition für die Powerstage am Sonntag so schlecht sein, dass der Sieg dort auch kaum zu schaffen sein wird.“


18:50 Uhr (MESZ)

Andreas Mikkelsen muss für heute aufgeben.

 

Bitterer Rückschlag für Andreas Mikkelsen und das Team Volkswagen Motorsport. Der Norweger im Polo R WRC #9 hatte bereits am Freitagvormittag Probleme – auf dem Weg zur vierten Wertungsprüfung der Rallye Argentinien musste er die erste Etappe schließlich vorzeitig beenden.

 

Der Grund: Bei Mikkelsens Polo war die Servolenkung ausgefallen. Daraufhin entschied das Team, nicht mehr zu den letzten drei WPs des Freitags anzutreten. Am Samstag soll es für den Volkswagen Piloten dann nach Rally2-Reglement weitergehen.


17:45 Uhr (MESZ)

Hart wie die Akropolis-Rallye.
 
Jari-Matti Latvala behält einen kühlen Kopf und liegt in Schlagdistanz zum Führenden.

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) fand nur einen passenden Vergleich. „Die ersten 22 Kilometer waren mindestens so hart wie früher die Akropolis-Rallye“, beschrieb der Finne die Situation auf der ersten Wertungsprüfung am Freitag. „Überall Steine auf der Straße, die Fahrbahn besteht teilweise aus gewachsenem Fels, dazu noch viele langsame Kurven.“ Erfahrungen mit der inzwischen aus der Weltmeisterschaft verschwundenen Rallye in Griechenland halfen Latvala offensichtlich, sein Tempo richtig zu dosieren. Als einer von nur einer Handvoll Fahrer überstand er die 52 Kilometer lange Prüfung von Agua de Oro nach Ascochinga ohne Probleme. „Ich habe versucht, jeden Stein zu umfahren.“


Auf der nächsten WP konnte Latvala mit einer Bestzeit seinen Rückstand auf den Gesamtführenden, Kris Meeke (Citroën), sogar noch reduzieren. „Diese Prüfung ist meiner Meinung nach die schönste der gesamten Rallye. Die ersten zwölf Kilometer erinnern stark an Finnland – ständig geht es mit hohem Tempo über Sprungkuppen. 15,3 Sekunden hinter dem Briten erreichte er den Mittagsservice in Carlos Paz.


Während am Polo R WRC von Jari-Matti Latvala beim Mittagsservice hauptsächlich Routinearbeiten anstanden, hatten die Mechaniker von Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) richtig Stress. „Ich hatte in der ersten Prüfung heute Morgen einen Reifenschaden“, blickte der Norweger zurück. „Wir sind rund 25 Kilometer mit Plattfuß vorne rechts gefahren, zum Schluss auf der Felge. Dabei hat wohl der Stoßdämpfer etwas abbekommen.“ Zeitverlust zunächst fast zwei Minuten.


Mikkelsen und Beifahrer Ola Fløene wechselten den defekten Reifen vor dem Start zur WP 3. Aber wenige Kilometer später brach die obere Befestigung des Stoßdämpfers. Als Folge musste Mikkelsen das Tempo drastisch reduzieren und verlor noch einmal drei Minuten in der Prüfung.


Mithilfe von Zurrgurten und Kabelbindern führten die beiden Norweger nach dem WP-Ziel eine Notreparatur durch. Dadurch blieb der Polo R WRC mit der Startnummer 9 im Rennen, erreichte die Zeitkontrolle vor dem Mittagsservice allerdings zwei Minuten zu spät. Dafür sehen die Regeln eine Zeitstrafe von 20 Sekunden vor.


Noch vor der Einfahrt in den Mittagsservice wechselten die Mechaniker die Windschutzscheibe, eine der wenigen Arbeiten, die aus Sicherheitsgründen auch außerhalb des offiziellen Serviceplatzes erlaubt sind. Die verbleibenden 30 Minuten Servicezeit reichten aus, Mikkelsens Auto wieder in nahezu perfekten Zustand zu versetzen. Mit fast fünf Minuten Rückstand sind Mikkelsen/Fløene momentan Dreizehnte.


Noch nicht wieder zurück in Carlos Paz waren zu diesem Zeitpunkt Sébastien Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia (Polo R WRC #1). Die beiden Franzosen, die ihr Auto kurz vor dem Ziel der WP 2 mit einem technischen Problem abstellen mussten, werden vom Team abgeholt. Der Polo R WRC wird vom Veranstalter zurück in den Service gebracht. Dies wird voraussichtlich noch mehrere Stunden dauern.


Stand nach 3 von 12 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 K. Meeke / P. Nagle 51:27.0 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 51:42.3 +15.3  
3 M. Østberg / J. Andersson 52:03.2 +36.2  
4 O. Tänak / R. Mõlder 52:27.5 +1:00.5  
5 E. Evans / D. Barritt 52:38.0 +1:11.0  
6 D. Sordo / M. Martí 52:43.0 +1:16.0  
7 M. Prokop / J. Tománek 53:02.4 +1:35.4  
8 H. Paddon / J. Kennard 53:12.2 +1:45.2  
9 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC 2) 53:43.6 +2:16.6  
10 K. Al Qassimi / C. Patterson 54:26.5 +2:59.5  

Letztes Update 16:10 Uhr (MESZ)

Die Wertungsprüfungen im Detail.

 

WP 2: Was für ein dramatischer Start in den Rallye-Freitag.

Die mit knapp 52 Kilometern längste Wertungsprüfung Agua de Oro – Ascochinga 1 entpuppte sich als wahre „Monster-Stage“, die den Piloten mächtig zu schaffen machte. Weltmeister Sébastien Ogier hatte gleich doppelt Pech, als er erst falsch abbog und anschließend bei Kilometer 45 seinen Polo R WRC mit technischen Problemen abstellen musste. Teamkollege Andreas Mikkelsen drehte sich auf der Strecke und verlor viel Zeit durch einen Reifenschaden, schaffte es aber ins Ziel. Einzig der Dritte im Bunde der Volkswagen Piloten kam problemlos durch: Jari-Matti Latvala erwischte einen sauberen Lauf und fuhr die drittschnellste WP-Zeit hinter Kris Meeke (Citroën) und Dani Sordo (Hyundai).

 

WP 3: Latvala schiebt sich auf Gesamtrang zwei vor.
Mit einer starken Bestzeit auf der dritten Wertungsprüfung (Villa Bustos – Tanti 1) hat sich Jari-Matti Latvala auf den zweiten Platz im Gesamtklassement hinter Spitzenreiter Kris Meeke (Citroën) vorgeschoben. Für den Finnen im Polo R WRC war es ein weiterer problemloser Durchgang, während Teamkollege Andreas Mikkelsen erneut mit Problemen zu kämpfen hatte: Ein Aufhängungsdefekt – möglicherweise eine Folge des zuvor erlittenen Reifenschadens – zwang den Youngster zur Vorsicht. Dazu gab es noch eine leichte Kollision mit Thierry Neuville (Hyundai), der den langsam fahrenden Norweger nicht rechtzeitig gesehen hatte. Für Sébastien Ogier ist der heutige Rallye-Tag beendet, der Franzose geht morgen nach Rally2-Reglement zurück an den Start.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


09:00 Uhr (MESZ)

Freitag: die Wertungsprüfungen der ersten Etappe.


Trotz der extrem schwierigen Bedingungen freuen sich die Volkswagen Piloten nach der langen Pause auf die Rallye Argentinien. Das Video.


Aktuelle Bilder (10)
Letztes Update: 01:05 Uhr (MESZ)


Stand nach 1 von 12 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:32.0 0.0  
2 A. Mikkelsen / O. Fløene 2:32.2 +0.2  
2 K. Meeke / P. Nagle 2:32.2 +0.2  
4 J. Latvala / M. Anttila 2:32.3 +0.3  
5 D. Sordo / M. Martí 2:33.0 +1.0  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 2:33.1 +1.1  
7 L. Bertelli / G. Bernacchini 2:33.6 +1.6  
8 M. Østberg / J. Andersson 2:33.8 +1.8  
9 H. Paddon / J. Kennard 2:34.8 +2.8  
10 O. Tänak / R. Mõlder 2:35.5 +3.5  
10 M. Prokop / J. Tománek 2:35.5 +3.5  

00:30 Uhr (MESZ)

Perfekter Prolog des Weltmeisters.

 

45 Tage Rallye-Pause sind endlich vorbei. Und der Auftakt in Argentinien hätte für die Volkswagen Piloten kaum besser verlaufen können: Auf der 2,68 Kilometer kurzen Super Special Stage in Merlo sendete Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 mit der ersten Bestzeit gleich ein klares Zeichen an die Konkurrenten.

 

In 2:32.0 Minuten gewann der Franzose die WP 1 mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 und dem Briten Kris Meeke, der im Citroën exakt die gleiche Zeit wie der Norweger benötigte. Nur eine weitere Zehntelsekunde dahinter landete der Finne Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 auf dem vierten Platz.

 

Am Freitag (Ortszeit) geht die Rallye Argentinien dann richtig los – mit langen Wertungsprüfungen und schwierigen Bedingungen für das Fahrerfeld: Aufgrund starker Regenfälle in der jüngsten Vergangenheit sind auf vielen Abschnitten der Schotter weggespült und Steine freigelegt worden. An anderen Stellen ist es extrem matschig, einige WPs mussten sogar verkürzt werden.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


Donnerstag, 23.04.2015


14:00 Uhr (MESZ)

Die erste Wertungsprüfung in Argentinien


Mittwoch, 22.04.2015


23:59 Uhr (MESZ)

Fast wie bei der Safari-Rallye.
 
Sébastien Ogier war Schnellster im Shakedown. Doch die eigentliche Rallye wird viel, viel härter.

Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) war im Shakedown zwar zeitgleich mit Kris Meeke (Citroën) Schnellster. Doch einen Rückschluss auf die Rallye wollte der Weltmeister daraus nicht ziehen. „Die Shakedown-Strecke war in relativ gutem Zustand. Aber die Wertungsprüfungen sind durch die starken Regenfälle in den vergangenen Wochen extrem hart geworden“, sagte Ogier. „Es wird vor allem am ersten Tag darum gehen, überhaupt im Rennen zu bleiben.“

 

Ähnlich sah dies auch Teamkollege Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), der die drittschnellste Zeit fuhr. „Das hat was von Safari-Rallye“, verwies der Norweger auf den inzwischen aus dem WM-Kalender verschwundenen WM-Lauf in Ostafrika. „Es wird darauf ankommen, die richtige Balance aus Geschwindigkeit und Materialschonung zu finden.“

 

Wegen der zerstörten Schotterstraßen wurden die Wertungsprüfungen 3 und 5 sowie 8 und 10 verkürzt. Hier blieben während des Trainings sogar schwere Bergungsfahrzeuge stecken. Großen Respekt haben die Fahrer aber besonders vor der ersten „richtigen“ Wertungsprüfung, die nach der kurzen Super-WP in den Straßen von Merlo am Donnerstag die eigentliche Bestzeitenjagd am Freitag eröffnet. Die WP 2/4 von Agua de Oro nach Ascochinga ist ganze 52 Kilometer lang. „Die ersten 23 Kilometer sind vielleicht die härtesten der Rallye“, sagte Vorjahressieger Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2).

 

Das Ganze ohne Zwischenzeiten und damit ohne direkte Informationen über das Tempo der Konkurrenz. „Dazu kommt, dass die Rallye Mexiko schon mehr als einen Monat zurückliegt. Es wird nicht einfach werden, vom Start weg den richtigen Rhythmus zu finden“, glaubt Latvala, der sich deswegen vier Durchgänge über den Shakedown gönnte und dieses freie Training als Fünftschnellster beendete.


17:30 Uhr (MESZ)

Die Folgen des Dauerregens: Rallye Argentinien wird verkürzt.

Kurz vor dem Start der Rallye Argentinien mussten die Veranstalter ein wenig umdisponieren. Aufgrund der starken Regenfälle in der jüngsten Vergangenheit sind einige der Wertungsprüfungen nicht wie ursprünglich geplant durchführbar. Konkret sind zwei Strecken, also in der Summe vier WPs, betroffen.

Die Wertungsprüfung Villa Bustos – Tanti (WP 3 und WP 5) muss von 20,31 Kilometern Länge auf 19,71 Kilometer verkürzt werden. Deutlich größer sind die Auswirkungen auf der Marathonstrecke von San Marcos nach Characato (WP 8 und WP 10): Aus der ursprünglich 56,77 Kilometer langen Wertungsprüfung müssen die ersten 14,27 Kilometer gestrichen werden. Der Start wurde verlegt, die Strecke beträgt jetzt nur noch 42,50 Kilometer.

Damit verkürzt sich die Gesamtstrecke der Rallye Argentinien von ursprünglich 345,70 Wertungskilometern um 29,74 auf 315,96 Kilometer.

Den kompletten Zeitplan der Rallye Argentinien finden Sie hier.


14:00 Uhr (MESZ)

Der Shakedown in Argentinien.


Dienstag, 21.04.2015


Den letzten Makel endlich beseitigen.

 

Es ist dieses letzte Puzzleteil, das dem Weltmeister fehlt. Kein Schandfleck zwar, aber doch ein kleiner Makel in dieser sonst so perfekten Karriere des Sébastien Ogier: Argentinien. Noch nie hat der Doppelweltmeister die Rallye in Südamerika gewinnen können. Wenn nicht jetzt, wann dann, wird sich der Volkswagen Pilot vermutlich fragen. Schließlich dominiert Ogier die Saison 2015 bisher: Er gewann die ersten drei Rennen allesamt und geht nach der fast siebenwöchigen Pause dementsprechend auch in Argentinien als großer Favorit an den Start.

 

Aber: Nur neun Wertungsprüfungen konnte der Franzose dort in den vergangenen zwei Jahren gewinnen – das ist ansonsten regelmäßig die Ausbeute eines einzigen Wochenendes. Zwei zweite Plätze und insgesamt fünf Zusatzpunkte durch die Power Stages in den Jahren 2013 und 2014 sind zwar eine starke Statistik, doch das i-Tüpfelchen des Triumphs fehlt eben noch.

 

Nicht so bei Teamkollege Jari-Matti Latvala. Der Finne feierte in der vorigen Saison seinen ersten Sieg in Argentinien und will dort auch in diesem Jahr wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Nach einem zweiten Platz in Monte Carlo ging der 30-Jährige zuletzt in der Fahrerwertung zweimal leer aus – es kann also nur besser werden für Latvala.

 

Und der Dritte im Bunde? Andreas Mikkelsen hat seinen denkbar knapp verpassten ersten WRC-Erfolg in Schweden gut weggesteckt und sicherte sich zuletzt in Mexiko zum dritten Mal in diesem Jahr Platz drei. Mit einem Platz auf dem untersten Treppchen des Podiums gibt sich der ehrgeizige Norweger allerdings nicht mehr lange zufrieden, das hat er bereits angekündigt. Die Voraussetzungen für ein mitreißendes Wochenende mit spannenden Duellen sind also exzellent.


Sonntag, 19.04.2015


Schluss mit lustig – herzlich willkommen zurück.

 

Nach mehr als einem Monat Pause geht die WM in Argentinien in die nächste Runde.

 

Die Pause war ungewöhnlich lang: Knapp anderthalb Monate liegen zwischen dem vergangenen WM-Lauf in Mexiko und der Rallye Argentinien. Die durch die Verschiebung der Rallye Portugal entstandene Lücke füllten die Piloten auch mit Urlaub. Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) schnallte die Ski unter, während es die Teamkollegen Jari-Matti Latvala (#2) und Andreas Mikkelsen (#9) in die Sonne an der West- beziehungsweise Ostküste der USA zog.

 

Mit ausführlichen Testfahrten kehrte dann allerdings der Alltag für das Volkswagen Motorsport-Trio zurück. Ogier und Latvala bereiteten sich im Süden Spaniens und Mikkelsen in den Tagebaugebieten der Lausitz ausgiebig auf die Schotter-Pisten Argentiniens vor. „Ich habe diese Rallye noch nie gewonnen“, sagt Ogier. „Das will ich jetzt ändern.“ Auch weil in dem Fall Frankreich in der Länderwertung an Latvalas Heimat Finnland vorbeiziehen würde – momentan haben beide Nationen 172 WM-Siege auf dem Konto.

 

In Argentinien werden statt der zuletzt 405 Kilometer „nur“ noch 345 Kilometer auf insgesamt zwölf Wertungsprüfungen absolviert. Trotz der Überschwemmungen, die vor einigen Wochen auch weite Teile der Provinz Córdoba betrafen, beschloss der Veranstalter, die Route der Rallye Argentinien nicht zu ändern. „Hier ist praktisch jeder begeisterter Rallye-Fan. Die Rallye wie geplant durchzuführen, ist unser Weg, die betroffene Bevölkerung moralisch zu unterstützen und sie wenigstens für kurze Zeit von ihren derzeitigen Sorgen zu befreien“, sagt Organisationsleiter David Eli.

 

Tatsächlich verfolgen Jahr für Jahr rund eine Million Fans den argentinischen WM-Lauf an den Strecken. „Die Begeisterung der argentinischen Fans ist unglaublich“, beschreibt Vorjahressieger Latvala. Aber auch die Kulisse ist einzigartig. Die Strecke führt durch sanfte Täler, rechts und links begrenzt von saftigen Viehweiden, ebenso wie durch die felsige Mondlandschaft auf gelegentlich über 2.000 Meter Höhe in den Ausläufern der Anden. Villa Carlos Paz, wo der zentrale Serviceplatz direkt an einem Stausee liegt, ist ein beliebter Ferienort.

 

Trotz der Verkürzung hat es die Rallye Argentinien weiterhin in sich. Auf dem Programm stehen beispielsweise zwei der längsten Prüfungen des Jahres. Am Freitag geht es zweimal über 52 Kilometer holprige Schotterpfade zwischen Agua de Oro und Ascochinga in den Sierras Chicas. Am Samstag sind es sogar zweimal fast 57 Kilometer zwischen San Marcos und Characato. Komplett neu ist die Super-WP zum Auftakt am Donnerstag in Villa de Merlo. Der Sonntag gehört allein dem Klassiker „El Cóndor“.

 

Der zweite Durchgang wird als Power Stage mit zusätzlichen WM-Punkten gewertet. „Fast immer ist es dort neblig“, sagt Andreas Mikkelsen. „Um darauf optimal vorbereitet zu sein, notiere ich während des Trainings verschiedene Alternativen des Aufschriebs.“ Auch Temperaturen kaum über dem Gefrierpunkt und die vom Regen in eine Schlammpiste verwandelte Strecke waren 2014 eine deutliche Erinnerung daran, dass in Argentinien auf der Südhalbkugel der Erde gerade Spätherbst ist.


Freitag, 17.04.2015


„Man kann im Cockpit das Barbecue riechen.

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Die Rallye Argentinien habe ich bisher noch nicht gewonnen und natürlich möchte ich dort zum ersten Mal ganz oben auf dem Podium stehen. Die Atmosphäre ist klasse, die Südamerikaner lieben Motorsport. Es ist die einzige Rallye, bei der man auf den Wertungsprüfungen im Cockpit das Barbecue der Zuschauer riechen kann. Ich habe erfahren, dass Frankreich mit meinem Sieg bei der Rallye Mexiko in der ewigen Bestenliste mit Finnland gleichgezogen hat. Natürlich ist jetzt das Ziel, die Führung zu übernehmen! Bei den vergangenen Rallyes hat man aber gesehen, dass die Konkurrenz von Hyundai oder Citroën näherkommt und mit uns um den Sieg kämpft. Im Vergleich zu Mexiko ist bei der Rallye Argentinien der Untergrund nicht so aggressiv zu den Reifen und die Temperaturen sind deutlich niedriger. Normalerweise nehmen alle die weichen Reifenmischungen. Taktik-Spiele à la Mexiko, als wir uns für über Kreuz montierte Mischungen aus harten und weichen Reifen entschieden haben, sind also eher unwahrscheinlich.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich freue mich sehr auf die Rallye Argentinien. Es ist auch eine Schotter-Rallye, aber sie unterscheidet sich deutlich von der in Mexiko. Der Untergrund in Argentinien ist viel sandiger, nicht so hart und auch das Griplevel ist deutlich besser. Meine Lieblings-Wertungsprüfung ist El Cóndor, die wie 2014 die Powerstage bildet. Im vergangenen Jahr haben Miikka und ich hier gewonnen. Ob das erneut klappt, wird sich zeigen – denn Sébastien Ogier ist momentan sehr stark. Nach der Rallye Mexiko hatte ich ein bisschen Zeit auszuspannen und abzuschalten. Ich war zwei Wochen lang in den USA und habe in Kalifornien und Nevada einen Roadtrip mit meiner Freundin gemacht. Außerdem gab es ja etwas zu feiern: Ich habe genullt, dafür hatten wir eine kleine Party organisiert. Klein deshalb, weil wir anschließend einen Fitnesstest in Lappland absolviert haben, um uns bestmöglich auf die Rallye Argentinien vorzubereiten.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Die Rallye Argentinien gehört zu meinen Favoriten. Ich hatte dort immer gute Resultate und ein ordentliches Tempo. Ich erwarte, dass wir in diesem Jahr ein Podiumsresultat erzielen – so wie bei den vergangenen Rallyes. Das ist definitiv mein Ziel. 2014 haben wir durch ein Problem an der Lichtmaschine viel Zeit verloren und uns trotzdem noch bis auf Platz vier vorgekämpft. In diesem Jahr gibt es zwar viele neue Abschnitte, aber wenn man sich die vergangenen Rallyes in Argentinien anschaut, wurden zum Großteil die weichen Reifen genutzt. Ich denke, dass das trotz der WP-Änderungen erneut die beste Option ist. Natürlich müssen wir auch wieder auf Nebel eingestellt sein. Beim Aufschrieb notieren wir deshalb Alternativen – um dafür besonders gut vorbereitet zu sein. Die lange Pause tat gut, aber jetzt freue ich mich, wieder ins Auto zu steigen.“


Donnerstag, 16.04.2015


Buenos días, Argentina.

 

Volksfest, Pampa und extrem lange Wertungsprüfungen. Die Rallye Argentinien hat wahrlich einiges zu bieten und die Fahrer freuen sich nach einer fast siebenwöchigen Pause auf eine neue Herausforderung. Doch wie gut kennen Sie sich aus mit der Rallye Argentinien? Welches Jubiläum feiert der Polo R WRC? Wie heißt der Premierensieger? Und was verbindet Sébastien Ogier mit dieser Rallye? Testen Sie hier im Quiz Ihr Wissen und absolvieren Sie die perfekte Vorbereitung – viel Erfolg.

 

Hier geht’s zu den Fragen.