Rallye Frankreich.

29. September bis 02. Oktober 2016.


Aktuelle Reportagen, exklusive Hintergrundberichte, Interviews, spektakuläre Fotos – einfach alles zur Rallye Frankreich 2016. Hier sind Sie immer auf dem neuesten Stand.

Zeitplan

 

Hinweis: Angaben im Zeitplan entsprechen der MESZ (Stand: 05.09.2016).

Donnerstag, 29.09.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
08:00   Shakedown (Sorbo-Ocagnano)      

Freitag, 30.09.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
08:58 WP 01 Acqua Doria–Albitreccia 1 25,78 km 49,72 km  
11:06 WP 02 Plage du Liamone–Sarrola-Carcopino 1 59,87 km 29,12 km 21,91 km
14:24 WP 03 Acqua Doria–Albitreccia 2 25,78 km 49,72 km  
16:32 WP 04 Plage du Liamone–Sarrola-Carcopino 2 59,87 km 29,12 km 127,06 km

Samstag, 01.10.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
09:22 WP 05 La Porta–Valle-di-Rostino 1 26,73 km 53,72 km  
11:03 WP 06 Novella–Pietralba 1 36,10 km 30,80 km 41,27 km
15:20 WP 07 La Porta–Valle-di-Rostino 2 26,73 km 53,72 km  
17:01 WP 08 Novella–Pietralba 2 36,10 km 30,80 km 41,27 km

Sonntag, 02.10.2016

Uhrzeit WP Name Verbindung WP-Kilometer Verbindung
08:58 WP 09 Antisanti–Poggio-di-Nazza 68,77 km 53,78 km 63,32 km
12:08 WP 10 Porto-Vecchio–Palombaggia (Powerstage) 08,00 km 10,42 km 04,66 km

Sonntag, 02.10.2016


Bilder Tag 3 (8)


Zusammenfassung

Den Titel zum Greifen nah.

 

Die Hälfte aller zehn Wertungsprüfungen gewonnen, davon sämtliche am ersten Rallye-Tag auf Korsika: Bei der Rallye Frankreich haben Sébastien Ogier und Julien Ingrassia im Volkswagen Polo R WRC der Konkurrenz keine Chance gelassen und mit dem Sieg bei ihrer Heimrallye einen weiteren Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht. Die dreimaligen World Rally Champions können schon bei der Rallye Spanien (13.-16. Oktober) den vierten Titelgewinn perfekt machen. Lediglich Thierry Neuville (Hyundai) und Markenkollege Andreas Mikkelsen, der auf Korsika Platz drei belegte, können Ogier und Ingrassia den Titel noch streitig machen.

 

„Wir wollten diese Rallye unbedingt gewinnen“, sagte Ogier nach dem 36. Sieg in seiner WRC-Karriere und dem 29. für Volkswagen. „Das ist unser erster Erfolg auf Korsika, und er fühlt sich richtig gut an bei so einer historischen Rallye.“ Nach seinem Sieg bei der Rallye Frankreich 2013 war Ogier zweimal in Folge leer ausgegangen, bevor es nun mit dem insgesamt dritten WRC-Erfolg bei seiner Heimrallye klappte. Ogiers Triumph auf Korsika war zugleich der erste Sieg des neuen Volkswagen Motorsport-Direktors Sven Smeets. „Glückwunsch an Sébastien und Julien. Einen besseren Einstand hätte ich mir nicht wünschen können“, sagte Smeets, der in Frankreich seinen Vorgänger Jost Capito ablöste.

 

Eine nahezu fehlerfreie Rallye lieferte auch Mikkelsen ab, der mit Platz acht in die Rallye gestartet war und sich Prüfung für Prüfung im Gesamtstand nach vorn arbeitete. Zur Hälfte der Rallye schob er sich schließlich auf Platz drei und rückte zwischenzeitig noch bis auf 5,4 Sekunden an Neuville heran, der am Ende Platz zwei belegte. Zudem sicherte sich Mikkelsen auf der abschließenden Powerstage mit Platz zwei noch zwei Zusatzpunkte in der Fahrerwertung. Der dritte Volkswagen Pilot auf Korsika, Jari-Matti Latvala, belegte mit 25, 6 Sekunden Abstand auf Mikkelsen Platz vier. 


Endstand nach 10 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:07.17,0 Std.
2 T. Neuville / N. Gilsoul +46,4 Sek.
3 A. Mikkelsen / A. Jæger +1.10,0 Min.
4 J. Latvala / M. Anttila +1.35,6 Min.
5 C. Breen / S. Martin +2.18,6 Min.
6 H. Paddon / J. Kennard +2.36,1 Min.
7 D. Sordo / M. Martí +3.06,9 Min.
8 E. Camilli / B. Veillas +4.53,9 Min.
9 M. Østberg / O. Fløene +5.37,7 Min.
10 O. Tänak / R. Mõlder +6.26,6 Min.

Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Was wir an diesem Wochenende unbedingt wollten, war der Sieg bei unserer Heimrallye. Es ist der erste Sieg für Julien und mich bei einem WM-Lauf auf Korsika und er fühlt sich großartig an. Er ist ein wahrer Klassiker. Wir hatten einen starken Start am Freitag und konnten uns erlauben, den Vorsprung am Samstag und Sonntag zu verwalten. Das ist perfekt gelungen. Ich könnte nicht glücklicher sein. Die Chancen, schon hier den WM-Titel zu feiern, waren eher theoretisch, aber in Spanien haben wir jetzt eine große Chance, alles klarzumachen. Wir sind so dicht dran, unseren vierten Stern zu holen. Das ist großartig und darauf werden wir uns natürlich jetzt voll konzentrieren. Den Schwung aus Korsika wollen wir natürlich mitnehmen. Wir werden aber keinesfalls nur taktisch fahren, wir wollen auch dort um den Sieg kämpfen.“


Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Leider hat es am Ende mit Punkten aus der Powerstage nicht ganz geklappt, weil ich hier und da etwas zu vorsichtig unterwegs war. Alles in allem sind wir nicht ganz zufrieden mit unserer Leistung – aber das kann ich nur mir selbst ankreiden. Wir sind in Sachen Set-up in eine Richtung gegangen, die nicht funktioniert hat. Jetzt geht der Blick natürlich nach vorn, denn wir wollen bei der Rallye Spanien wieder deutlich besser aussehen und dort wenigstens wieder auf dem Podium landen. Vergangenes Jahr hatten wir dort ein spannendes Duell um Platz zwei mit unserem Teamkollegen Andreas Mikkelsen, das wir diesmal aber für uns entscheiden wollen.“


Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Eine starke Rallye, ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Und endlich stehen wir wieder auf dem Podium, es fühlt sich seit dem letzten Mal in Polen wie eine Ewigkeit an. Wir haben viele Punkte geholt, auch dank des zweiten Platzes in der Powerstage und dadurch nicht allzu viel auf Thierry Neuville im Kampf um Platz zwei in der WM verloren – das war das Ziel. Nun freue ich mich auf die Rallye Spanien, an die ich natürlich beste Erinnerungen habe. Im vergangenen Jahr habe ich dort meinen ersten Rallye-Sieg in der Weltmeisterschaft geholt.“

 

Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor

„40 Siege für den Polo R WRC – das ist eine fantastische Bilanz unseres Teams und wir werden mit viel Selbstvertrauen zur 50. Rallye des Polo R WRC in Spanien reisen. Die Rallye Frankreich auf Korsika ist in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung – sehr kurvenreich und das Wetter ist launisch und schwer vorhersehbar. Umso besser, wenn man sich auf ein perfekt harmonierendes Team verlassen kann. Darauf bin ich stolz, denn gleichzeitig war die Rallye Frankreich meine erste als Motorsport-Direktor. Einen besseren ‚Einstand‘ hätte ich mir nicht wünschen können. Glückwunsch an Sébastien Ogier und Julien Ingrassia – sie haben die Rallye am ersten Tag dominiert und ab dann die Führung absolut perfekt verwaltet.“



Zahl der Rallye

4.800

Die gesamte Rallye Frankreich auf Korsika, die auch die Rallye der 10.000 Kurven genannt wird, wies im Jahr 2016 auf ihren 390,92 Kilometern in etwa 4.800 Kurven auf. Ihr Beiname ist historisch begründet. Die längste Ausgabe der „Tour de Corse“ wurde 1982 mit 1.176,10 WP-Kilometern ausgetragen. Seinerzeit war die Rallye auf Korsika nach der Safari Rallye die zweitlängste im WM-Kalender. Das gilt auch für das Jahr 2016: Nur die Rallye Mexiko wies mehr Prüfungskilometer auf – 8,79, um exakt zu sein.


Tag 3 in Frankreich.


Samstag, 01.10.2016


Bilder Tag 2 (8)


Tageszusammenfassung

Volle Kontrolle.


„Ich kann etwas fühlen, ich kann etwas fühlen“, schrie WRC-Live-Reporter Colin Clark am Ende der vorletzten Wertungsprüfung des zweiten Rallyetages auf Korsika wie vom Blitz getroffen in sein Mikrofon. Zum Glück war ihm ein Stromschlag erspart geblieben, vielmehr meinte die Radio-Ikone im Rallyezirkus nur die ersten Regentropfen, die am späten Samstagnachmittag vom Himmel fielen. Angekündigt war das kühle Nass vom Himmel bereits, doch nun fiel es tatsächlich herab auf die Strecke der achten Special Stage der Rallye Frankreich und verwandelte das letzte Teilstück des Samstags in eine Rutschpartie für alle WRC-Fahrer.

 

Unbeeindruckt davon blieben jedoch Sébastien Ogier und sein Co-Pilot Julien Ingrassia, die erneut im Volkswagen Polo R WRC allen voraus fuhren. Mit einem Mix aus harten und weichen Reifen, über Kreuz an ihr World Rally Car aus Wolfsburg montiert, meisterten die dreimaligen Weltmeister auch die letzte Herausforderung des Tages souverän. „Die Bedingungen waren ein wenig tückischer auf der letzten Prüfung“, sagte Ogier im Ziel. „Wir wollten den Tag einfach zu Ende bringen. Also waren wir im Cruise-Modus.“ Volle Kontrolle also für das französische Erfolgsduo in Diensten der Marke Volkswagen – so wie schon seit dem Start der Rallye Frankreich am Freitagmorgen.

 

Dass Ogier und Ingrassia auf der achten Wertungsprüfung nur die sechstbeste Zeit fuhren, juckte die beiden wenig. Zwei Prüfungssiege schlugen für sie zuvor zu Buche, insgesamt bauten sie auf Platz eins der Gesamtwertung der Rallye liegend ihren Vorsprung auf ihren Verfolger Thierry Neuville (Hyundai) auf 46,5 Sekunden aus. Beste Voraussetzungen für das Finale der Rallye Frankreich, das am Sonntag folgt. Nur noch zwei Prüfungen und insgesamt 64,2 gezeitete Kilometer stehen dann auf dem Plan. Da können Ogier und Ingrassia bereits taxieren.

 

Andreas Mikkelsen und Jari-Matti Latvala – ebenfalls im Volkswagen Polo R WRC – liegen derweil auf den Plätzen drei und vier und können sich berechtigte Hoffnungen auf eine Podiumsplatzierung machen. Regen ist für den Rallye-Sonntag auf Korsika aktuell nicht vorhergesagt. Und falls es doch zu tröpfeln beginnt, erfährt es die Rallyewelt sicher ganz schnell aus dem Radio – von Colin Clark.


Stand nach 8 von 10 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:27.10,0 Std.
2 T. Neuville / N. Gilsoul +46,5 Sek.
3 A. Mikkelsen / A. Jæger +1.08,0 Min.
4 J. Latvala / M. Anttila +1.41,3 Min.
5 C. Breen / S. Martin +2.04,9 Min.
6 H. Paddon / J. Kennard +2.42,7 Min.
7 D. Sordo / M. Martí +3.03,9 Min.
8 E. Camilli / B. Veillas +4.18,2 Min.
9 M. Østberg / O. Fløene +5.10,5 Min.
10 E. Evans / C. Parry +5.47,0 Min.

Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Ich wollte heute nicht das allerletzte Risiko eingehen.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Ich wollte heute nicht das allerletzte Risiko eingehen, denn auf den langen Prüfungen ist die Gefahr, sich einen Plattfuß einzufangen, ziemlich hoch. Und durch den Vorsprung konnten Julien und ich es uns auch erlauben, auf die Konkurrenz ein paar Sekunden zu verlieren. Das heißt aber nicht, dass wir langsam unterwegs waren. Für uns ging es vor allem darum, eine saubere Linie zu fahren. Am Nachmittag wurde es durch den Regen nochmal spannend, aber der Reifenmix mit vier harten und zwei weichen Michelin-Reifen war definitiv die richtige Wahl. Es sieht jetzt sehr gut für Julien und mich aus, bei unserer Heimrallye ganz oben zu stehen. Aber die 53 Kilometer lange Prüfung morgen früh erfordert volle Konzentration – ein Fehler und die Karten sind völlig neu gemischt.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Heute habe ich kein wirklich gutes Gefühl für das Bremsen gefunden und war mit meinen Zeiten nicht wirklich zufrieden. Leider konnte ich heute dadurch nicht wie gewünscht attackieren, sondern musste das umsetzen, was mir möglich war. Wir haben am Ende noch ein etwas weicheres Set-up ausprobiert, was gut funktioniert hat. Rang vier ist alles in allem also ein gutes Resultat, wenngleich nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Wir werden im Kampf um das Podium aber nicht aufgeben.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Am Morgen habe ich ein gutes Gefühl für das Auto gefunden und etwas attackiert. Wir haben so Platz drei erkämpft und Zeit auf Thierry Neuville gut gemacht, der auf Platz zwei vor uns liegt. Am Nachmittag haben wir aber wiederum etwas Boden eingebüßt, denn vor allem auf abtrocknender Strecke war es schwierig, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Alles in allem sind wir aber zufrieden und hoffen natürlich, morgen ein Podiumsresultat zu feiern. Wir haben aber noch lange nicht aufgegeben, noch auf Platz zwei vorzukommen. Es wird morgen auf jeden Fall noch einmal interessant, denn die längste Prüfung der Rallye steht uns noch bevor.“


Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die Rallye Frankreich auf Korsika hat heute das gesamte Team gefordert – und alle Räder haben perfekt ineinandergegriffen. Nicht nur Fahrer und Beifahrer waren heute gefragt, auch die Wettercrew musste angesichts schwer vorhersehbarer Regenschauer hellwach sein. Sébastien Ogier hat seine Führung ausgebaut, Andreas Mikkelsen hat sich auf die dritte Position vorgekämpft und blickt ganz sicher noch mit einem Auge in Richtung Platz zwei. Jari-Matti Latvala hat zwar eine Position eingebüßt, liegt aber als Vierter immer noch gut im Rennen. Alles in allem sind wir nach diesem sehr anspruchsvollen Tag sehr zufrieden.“


Zahl des Tages

600

... Prüfungsbestzeiten für den Volkswagen Polo R WRC. Das ist der Stand für das World Rally Car aus Wolfsburg nach dem zweiten Tag der Rallye Frankreich. Insgesamt 892 Anläufe waren dafür nötig. Seit der Rallye Monte Carlo 2013 haben also Volkswagen Duos in etwa zwei von drei möglichen Wertungsprüfungen für sich entschieden.


Mittagsbericht

Ogier zieht weiter seine Kreise.

 

Weltmeister Sébastien Ogier führt die Rallye Frankreich auf Korsika weiter komfortabel an. Und dabei muss er noch nicht einmal an sein Limit gehen. Der Franzose scheint am zweiten Tag seiner Heimrallye einen perfekten, ressourcenschonenden Rhythmus gefunden zu haben. Auf der ersten Wertungsprüfung des Tages fuhr er die dritt beste Zeit, auf der zweiten gelang ihm zusammen mit seinem Teamkollegen Andreas Mikkelsen die Bestzeit. Ogiers Vorsprung in der Gesamtwertung auf Thierry Neuville (Hyundai) wuchs auf insgesamt 53,6 Sekunden an.

Neben der Bestzeit auf WP6, fuhr Mikkelsen zuvor auf WP5 (53,72 Kilometer), auf der „schwierigsten Wertungsprüfung“ seiner Karriere, die zweitbeste Zeit. Logische Konsequenz: Der Norweger schnappte sich Gesamtrang drei von Jari-Matti Latvala. Auch, weil der Finne „viel Platz zur Verbesserung“ hatte und seine Zeit im Volkswagen Polo R WRC zu keinem Zeitpunkt genoss: „Ich habe einfach kein Vertrauen in meine Fahrweise. Ich komme mit dem Auto hier auf Korsika nicht klar.“

Nach der Hälfte des Tages rangierte JML mit 1:13,8 Minuten Rückstand auf Ogier und 14,8 Sekunden auf Mikkelsen an Position vier. Mikkelsen und Neuville leisteten sich einen engen Kampf um Position zwei. Zum Mittag hatte Neuville die Nase leicht vorn, lediglich 5,4 Sekunden beträgt sein Vorsprung auf Mikkelsen. Und wenn die Fahrer nicht für Spannung an der Spitze sorgen, vielleicht übernimmt der Regen diese Rolle. Dieser ist nämlich für den Nachmittag angesagt. Abwarten, die Rallye Frankreich ist noch seeeeehr lang.

 

Ergebnis nach WP 6: 

 

1. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 2:32.12,8 Std.

2. Thierry Neuville (Hyundai) +53,6 Sek.

3. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +59,0 Sek.

4. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) +1.13,8 Min.

5. Craig Breen (Citroën) +1.30,7 Min.


Tag 2 in Frankreich.


Freitag, 30.09.2016


Bilder Tag 1 (9)


Tageszusammenfassung

Flug-Show auf Korsika.

 

„Das Tempo, das Sébastien hier vorlegt, ist absolut beeindruckend. Er fliegt.“ Was Jari-Matti Latvala am frühen Freitagabend gegenüber den auf Korsika versammelten Medien sagte, spricht Bände über die Leistung seines Teamkollegen Sébastien Ogier am ersten Tag der Rallye Frankreich. Nach vier Wertungsprüfungen und knapp 160 Kilometern gegen die Uhr zeigte der dreimalige Rallye-Weltmeister, dass er alles dafür geben wird, seinen vierten WM-Titelgewinn schnellstmöglich unter Dach und Fach zu bringen. 

 

Aus eigener Kraft kann er das aus Korsika noch nicht schaffen, aber ein weiterer Sieg wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung. Zudem hatte Ogier bei den vergangenen zwei Ausgaben der Rallye Frankreich mit technischen Problemen zu kämpfen. Daher hat sich der Franzosen den Sieg bei seiner Heim-Rallye in dieser Saison gleich doppelt groß auf die Fahnen geschrieben. Und nach Tag 1 sieht es gut aus für Ogier und seinen Navigator Julien Ingrassia.

 

Betrug der Vorsprung des französischen Duos im Volkswagen Polo R WRC nach der ersten Prüfung nur vier Sekunden auf den Zweitplatzierten (zu diesem Zeitpunkt Kris Meeke/Citroen) wuchs die Führung auf den nächsten drei Special Stages auf sehenswerte 44 Sekunden an. Thierry Neuville im Hyundai liegt zum Start in den Rallye-Samstag auf Korsika aktuell auf dem zweiten Platz.

 

Ogiers Markenkollege Latvala legte indes zunächst einen durchwachsenen Start hin, konnte am Ende des Tages aber auf den dritten Gesamtplatz vorrücken. 58 Sekunden trennen den Finnen von der Spitze, 14 Sekunden von Platz zwei. Der dritte Volkswagen Pilot auf Korsika, Andreas Mikkelsen, rangiert derweil auf Platz vier und mit nur 1,3 Sekunden Rückstand in direkter Schlagdistanz zu Latvala.

 

Damit schauen Fans und Teams nun gespannt auf den zweiten Tag der Rallye Frankreich. Am Samstag stehen weitere vier Wertungsprüfungen mit exakt 169,04 Kilometern auf dem Programm. Und man kann fest davon ausgehen, dass der Weltmeister nichts Anderes vorhat, als erneut zu fliegen.


Stand nach 4 von 10 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit / Abstand
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1:37.52,8 Std.
2 T. Neuville / N. Gilsoul +44,0 Sek.
3 J. Latvala / M. Anttila +58,0 Sek.
4 A. Mikkelsen / A. Jæger +59,3 Sek.
5 C. Breen / S. Martin +1.18,7 Min.
6 H. Paddon / J. Kennard +1.26,2 Min.
7 E. Camilli / B. Veillas +2.00,7 Min.
8 E. Evans / C. Parry +2.36,3 Min.
9 D. Sordo / M. Martí +2.39,1 Min.
10 M. Østberg / O. Fløene +2.41,9 Min.

Zahl des Tages

0,279

... Sekunden. So viel Zeit hat Sébastien Ogier am ersten Tag der Rallye Frankreich pro absolviertem Prüfungskilometer auf seinen direkten Verfolger Thierry Neuville (Hyundai) an Vorsprung gewonnen. 157,68 Kilometer gegen die Uhr standen am Freitag auf Korsika auf dem Plan. Nach vier Wertungsprüfungen war Ogier mit exakt 44 Sekunden dem Zweitplatzierten enteilt.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

Ein optimaler Tag für Julien und mich.


Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Ein optimaler erster Tag für Julien und mich – wunderschöne Prüfungen, super Wetter und ein perfektes Auto. Bei der Auftaktprüfung ging es darum, den Rhythmus zu finden. Das hat bei uns mit Blick auf den Vorsprung offenbar gut geklappt. Am Nachmittag war es allerdings ziemlich heiß im Cockpit, vor allem auf der langen 50-Kilometer-Prüfung. Morgen liegt ein ähnlich anspruchsvoller Tag vor uns, besonders wenn das Wetter möglicherweise schlechter wird.  Klar ist aber auch, dass wir auf diese Art weitermachen wollen, um am Ende zu gewinnen. Das ist bei unserem Heimspiel zweifellos das Ziel.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Zu Beginn sind wir es etwas zu vorsichtig angegangen, haben dann aber immer besser den Rhythmus gefunden. Wir können uns hier und da verbessern, beispielsweise beim Bremsen, aber abgesehen davon sind wir im richtigen Rallye-Korsika-Modus. Umso erstaunlicher sind die herausragenden Zeiten von unserem Teamkollegen Sébastien Ogier. Hut ab für diese Leistung. Wir werden natürlich morgen und übermorgen versuchen, mit ihm mitzuhalten. Dann stehen die Chancen auf einen Podestplatz gut.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Wir setzen unseren Fokus gar nicht so sehr auf den Gewinn der Weltmeisterschaft, sondern eher darauf, Platz zwei zu festigen. Insofern liegen wir mit Platz vier ganz gut auf Kurs. Am Morgen konnte ich die Bremsen nicht optimal dosieren. Damit ist leider viel Zeit verloren gegangen, aber abgesehen davon was es ein guter Tag für uns, doch es kommen noch zwei anspruchsvolle auf uns zu.“


Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Besser hätte unser Auftakt bei der Rallye Frankreich kaum verlaufen können. Sébastien Ogier war ganz klar eine Klasse für sich, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen haben sich ebenfalls gute Ausgangspositionen erarbeitet. Die Ränge eins, drei und vier sind mehr, als wir zuvor erwartet und gehofft hatten. Doch allen im Team ist klar, dass gerade einmal das erste Rallye-Drittel hinter und noch eine Menge Arbeit vor uns liegt. Wenn wir weiter so konzentriert arbeiten wie bisher, haben wir gute Chancen, uns mit einem starken Ergebnis zu belohnen.“


Mittagsbericht

Auftakt nach Maß für Ogier.

 

„Die erste Stage ist ein Schlüssel für die Rallye“, so oder so ähnlich beschrieben vor der Rallye Frankreich viele Fahrer im WRC-Lager die erste Wertungsprüfung. Warum? Aufgrund ihrer Länge von 49,72 Kilometern blieb nicht viel Zeit, um ein erstes Gefühl für die Rallye zu bekommen. Beginnt die erste Wertungsprüfung, beginnt die Tour de Corse. Und zwar ohne Kompromisse.

Auf Anhieb funktionieren. Das kann Weltmeister Sébastien Ogier. Dem Franzosen gelangen bei seinem Heimspiel sofort zwei Bestzeiten. Er fand ihn, den Schlüssel für einen perfekten Start. 30:24,1 Minuten benötigte Seb für die einleitende „Marathon-Stage“. Sein Rhythmus stimmte auch auf der zweiten Wertungsprüfung. Für die 29,12 Kilometer benötigte er auf WP2 18:39,6 Minuten.

Ogiers Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen haben den besagten Schlüssel noch nicht gefunden, liegen aber in Schlagdistanz. Auf der ersten Stage trennten die beiden rund 20 Sekunden von der Spitze. Auf der zweiten WP fehlten Mikkelsen 10,1 Sekunden zur Bestzeit, Latvala war 14,0 Sekunden langsamer als Seb. Macht insgesamt: Platz sechs für Mikkelsen, Rang sieben für Latvala.

Nach zwei langen Wertungsprüfungen führt der Weltmeister die Rallye Frankreich an, sein ärgster Verfolger heißt Kris Meeke (Citroën). Der Brite rangiert mit 14,7 Sekunden Rückstand auf Seb an Position zwei, Thierry Neuville (Hyundai) folgt dahinter mit 17,5 Sekunden. Die zu klärende Frage für den Nachmittag: Finden Andreas und Jari-Matti noch ihren Schlüssel?

 

Ergebnis nach WP 2: 

 

1. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 49.03,7 Min.

2. Kris Meeke (Citroën) +14,7 Sek.

3. Thierry Neuville (Hyundai) +17,5 Sek.

4. Dani Sordo (Hyundai) +18,9 Sek.

5. Hayden Paddon (Hyundai) +29,7 Sek.

6. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +30,5 Sek.

7. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) +32,1 Sek.


Tag 1 in Frankreich.


Donnerstag, 29.09.2016


Bilder Eröffnungstag (8)


Shakedown-Bericht

Auf Kurs auf Korsika.

 

Hellwach in den Herbst des Rallye-WM-Jahres – Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) haben ihr Heimspiel in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) mit einer Bestzeit begonnen. Beim Shakedown der Rallye Frankreich auf Korsika wäre sogar jeder einzelne ihrer drei Durchgänge mit dem Polo R WRC am Ende gleichbedeutend mit Platz eins oder zwei. Ihre Volkswagen Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) absolvierten das „Freie Training“ auf der 5,4 Kilometer langen Asphalt-Strecke mit der zweitbesten, Andreas Mikkelsen/Anders Jæger (N/N) mit der achtbesten Position. Der Shakedown gab den Teams angesichts von verwundenen, langsamen bis mittelschnellen Abschnitten einen wahren Vorgeschmack auf die kommenden drei Tage auf Korsika.

Die Rallye Frankreich wird am Donnerstagabend mit dem zeremoniellen Start in Ajaccio offiziell eröffnet. Der sportliche Auftakt erfolgt am Freitagmorgen mit der ersten von insgesamt zehn Wertungsprüfungen.

 

 

 

Ergebnis Shakedown: 

 

1. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 3.51,7 Min.

2. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) 3.52,5 Min.

3. Kris Meeke (Citroën) 3.53,1 Min.

4. Thierry Neuville (Hyundai) 3.53,4 Min.

5. Dani Sordo (Hyundai) 3.54,4 Min.

...

8. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9)  3.55,5 Min.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Das Set-up für die Rallye passt.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Es ist schön wieder in Korsika zu sein, und dieses Jahr sind die äußeren Bedingungen perfekt. Der Shakedown lief gut, das Set-up für die Rallye passt und das ist wichtig, denn schon bei der ersten Prüfung am Freitag müssen Julien und ich hellwach sein. Die knapp 50 Kilometer verlangen von Fahrer und Beifahrer höchste Konzentration. Und auch physisch wird es anstrengend, denn im Gegensatz zu anderen Rallyes mit ähnlich langen Prüfungen gibt es hier so gut wie keine Geraden. Da ist es wichtig, einen perfekten Aufschrieb zu haben und gleich einen guten Rhythmus zu finden. Mein erstes Ziel ist, hier bei meinem Heimevent in Frankreich den Sieg zu holen. Natürlich habe ich auch die WM im Kopf und weiß, dass ich eventuell hier den Titel gewinnen kann – aber das sind eher theoretische Chancen, denn dafür müssten meine Konkurrenten auch viel Pech haben.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Wir hatten vor der Rallye Frankreich einen wirklich guten Test, aber am Ende nicht genug Zeit, alle Dinge in Sachen Abstimmung auszuprobieren. Das haben wir heute nachgeholt. Am Ende des Shakedowns waren wir richtig zufrieden mit unserem Polo R WRC und ich denke, das haben auch unsere Zeiten bewiesen. Die Strecke war zudem ein guter Vorgeschmack auf die Rallye, auch wenn sie heute etwas mehr dazu verführt hat, die Kurven zu schneiden und Dreck auf die Strecke zu befördern als es ab morgen der Fall sein wird. Alles in allem: Ein richtig guter Start in die Rallye.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Das war eine wirklich repräsentative Prüfung für die Rallye Frankreich hier auf Korsika. Sehr eng, verwunden. Vielleicht einer der besten Shakedowns, wenn es darum geht, sich auf eine Rallye vorzubereiten. Wir haben heute ein paar neue Abstimmungsvarianten probiert, die allerdings nicht optimal waren. Dennoch bin ich zufrieden, denn abgesehen davon lief alles perfekt. Gut, wieder ein Gefühl für den Asphalt von Korsika bekommen zu haben. Jetzt kann es also losgehen. Und darauf freue ich mich.“

Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die Rallye auf Korsika ist ein wahrer Klassiker im Rallye-WM-Kalender und eine echte Herausforderung für Fahrer, Beifahrer und Team. Hier gut abzuschneiden ist eine Frage des Prestige. Es ist enorm wichtig, von Beginn an im richtigen Rhythmus zu sein – nicht nur für die Besatzungen in den Autos, auch für die Mannschaft, die die drei Polo R WRC vorbereitet. Ein Shakedown bietet stets die erstklassige Möglichkeit, sich auf das eigentliche Event einzuschießen. Das ist uns heute definitiv gelungen – sportlich wie organisatorisch und technisch. Aus Volkswagen Sicht kann es also losgehen. Wir sind bereit.“


Vorschau auf die Rallye Frankreich. Das Video.


Dienstag, 27.09.2016


Titel-Déjà-vu für Seb?

Eine naturbelassene Wildnis. Eine Schönheit. Einzigartig. Ein Paradies inmitten des Mittelmeers. Steilhänge und schroffe Felswände treffen Sandstrände und azurblaues Wasser. Schöner anzusehen als jede Postkarte. Das ist Korsika. Ein angemessener Ort, um Weltmeister zu werden? Oui! Aus Sicht von Sébastien Ogier mit Sicherheit. Zumal der Franzose sicherlich auch nichts dagegen hätte, seinen vierten Titel in Folge vor heimischer Kulisse zu feiern. Bereits vor drei Jahren entschied Seb die WM zuhause – damals noch im Elsass. Déjà vu? Vielleicht!

 

Die Wahrscheinlichkeit, den Titel schon auf der Mittelmeer-Insel einzutüten, ist nicht allzu hoch. Um überhaupt eine Chance zu haben, bräuchte er in jedem Fall einen Sieg – und der ist alles andere als einfach. Denn für so manchen ist die Tour de Corse eine der anspruchsvollsten Asphalt-Rallyes überhaupt. Gefühlt 10.000 Kurven, keine Gerade, die länger als 150 Meter ist, ein rauer Untergrund, anspruchsvolle Strecken, extrem lange Wertungsprüfungen die vor allem eine große Belastung für die Reifen und die Bremsen darstellen – und auch die Physis der Fahrer fordern.

 

Wie anspruchsvoll die Rallye Korsika ist, das musste Ogier im Vorjahr auf Korsika feststellen. Angetreten als frischgebackener Weltmeister, ausgeschieden wegen Reifen- und Getriebeproblemen. Seb hat also noch eine Rechnung offen, mit der „wilden Schönheit“ namens Korsika.

 

Mit besseren Erinnerungen tritt Jari-Matti Latvala die Reise nach Frankreich an – mit sehr guten sogar. 2014: Erster Sieg auf Asphalt – damals noch im Elsass. 2015: Zweiter Sieg auf Asphalt – diesmal auf Korsika. Und 2016? Der Hattrick? Wieso nicht? Die äußeren Bedingungen kommen JML entgegen. Die vielen verwinkelten Passagen gefallen ihm und seine Erfahrung wird ihm helfen. Zum einen bei der „Recce“, wenn es darum geht, die extrem langen Wertungsprüfungen bestmöglich zu studieren. Zum anderen aber auch dann, wenn es darum geht, Reifen und Bremsen nicht zu sehr zu beanspruchen.

 

Und auch mit dem Dritten im Volkswagen Bunde, Andreas Mikkelsen, dürfte bei der Tour de Corse zu rechnen sein. Dass er auf Asphalt richtig schnell ist, das bewies der Norweger erst jüngst bei der Rallye Deutschland. Dass ihm die verwinkelten Strecken auf Korsika liegen, das zeigte er vor einem Jahr, als er bei schwierigen Bedingungen bis auf den dritten Rang vorfuhr. Obwohl AM auf Rang zwei liegend derzeit der größte Konkurrent von Ogier im Kampf um den Titel ist, richtet sich der Blick des Norwegers weniger nach vorne und mehr nach hinten. Denn dort lauern mit Teamkollege Latvala, Hayden Paddon und Thierry Neuville (beide Hyundai) weitere Anwärter auf die Vize-Weltmeisterschaft.

 

Aber nicht nur aufgrund der Konstellation in der WM-Wertung ist die Rallye für Volkswagen eine besondere. Erstmals nach dem Abgang von Jost Capito vor wenigen Wochen steht dessen Nachfolger Sven Smeets als Motorsport-Direktor an der Spitze der Verantwortung. Zum Einstand die Fahrer-WM auf Korsika feiern? Es gäbe sicherlich schlimmere Premieren.


Stimmen aus dem Volkswagen Team

„Ich hoffe, dass das Wetter mitspielt.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Zunächst einmal hoffe ich, dass das Wetter dieses Jahr auf Korsika mitspielt, nachdem letztes Jahr nach sintflutartigen Regenfällen Teile der Rallye abgesagt werden mussten. Es sind einige neue Streckenteile dazu gekommen und viele Wertungsprüfungen sind verändert worden. Eine präzise ‚Recce‘ ist daher als Vorbereitung wichtig. Ich mag solche Veränderungen, weil die Rallye dann eine ganz neue Herausforderung ist. Insgesamt ist Korsika alles andere als eine leichte Rallye. Wie in Deutschland, wo sich gegen Ende vier Fahrer einen Kampf um den Sieg geliefert haben, erwarte ich Ähnliches auf Korsika. Nachdem Julien und ich in den vergangenen zwei Jahren nicht zum Zug gekommen sind, ist mein persönliches Ziel natürlich, endlich wieder eine gute Rallye Frankreich zu fahren und um den Sieg zu kämpfen.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich habe zuletzt zweimal in Folge in Frankreich gewonnen, auch in diesem Jahr hoffe ich natürlich auf ein gutes Resultat. Ich mag es, auf dem Asphalt auf Korsika zu fahren. Der Untergrund ist sehr rau und teilweise auch etwas holprig. Die Kurven werden nicht so stark geschnitten. Dadurch kommt weniger Schmutz auf die Straße und das Griplevel ist konstant hoch. Ich mag solche Asphalt-Rallyes und entsprechend freue ich mich sehr auf Korsika. Die Strecken dort sind extrem kurvenreich, es gibt eigentlich keine Gerade von mehr als 150 Metern. Ich glaube, das kommt mir zugute. Es gibt nur wenige Prüfungen, diese aber sind sehr lang. Bei so langen Prüfungen kann das richtige Reifenmanagement den Ausschlag geben.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Ich freue mich auf die Rallye Frankreich, weil uns auf Korsika eine einzigartige Asphaltrallye erwartet. Die sehr wenigen, dafür aber langen Wertungsprüfungen sind kurvenreich und technisch anspruchsvoll. Die vergangenen Läufe haben gezeigt, dass man dort schonend mit seinen Reifen und Bremsen umgehen und sehr fit sein sollte. Einfach Vollgas geben und nicht nachdenken – das wird bei dieser Rallye bestraft. Ein Schlüssel wird meiner Meinung nach die erste Wertungsprüfung sein, auf der man aus dem Nichts heraus seinen Rhythmus für die gesamte Rallye finden muss. Auch wenn ich eher abwechslungsreiche Rallyes mit einem Mix aus kurzen und langen Wertungsprüfungen bevorzuge, sind mein Beifahrer Anders und ich bereit und absolut topfit für diese Herausforderung. Auch wenn in der Meisterschaft noch nichts entschieden ist, mein Blick ist aktuell eher nach hinten auf unsere Verfolger Paddon, Neuville und Jari-Matti gerichtet. Diesen Vorsprung gilt es mit einem Podiumsresultat zu vergrößern.“

Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Gefühlte 10.000 Kurven auf nur zehn Wertungsprüfungen – die Rallye Frankreich auf Korsika ist eine echte Herausforderung für Fahrer und Beifahrer und als einer der Klassiker im Rallye-WM-Kalender etwas Einzigartiges. Jeder in der Mannschaft freut sich auf die Rallye Frankreich, auch wenn sie logistisch gesehen keine leichte Aufgabe ist. Ganz besonders aber freuen sich Sébastien Ogier und Julien Ingrassia, die die kleine Chance haben, frühzeitig Weltmeistern zu werden. Aber auch Ihre Teamkollegen Andreas Mikkelsen und Anders Jæger sowie Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila, die genau das verhindern wollen. Unsere Gegner von Citroën, Hyundai und M-Sport-Ford sind ebenso motiviert, diese prestigeträchtige Rallye zu gewinnen. Es wird also auf jeden Fall Stoff für Schlagzeilen geben.“


Zahl der Rallye

53

In spätestens 53 Zählern Weltmeister: Der Schlussspurt im Titelrennen ist eröffnet. Gesetzt den Fall, dass die ärgsten Verfolger von Ogier/Ingrassia, ihre Volkswagen Teamkollegen Mikkelsen/Jæger, bis zum Saisonende voll punkten, müsste das französische Duo noch 53 Zähler sammeln, um am Ende zum vierten Mal Weltmeister zu werden. Etwa, indem sie viermal Vierte werden und noch zweimal die Powerstage für sich entscheiden.