Die neue Strecke der Rallye Frankreich gilt als eine der schönsten, doch dafür werden die Fahrer auch 2013 nur bedingt Augen haben.
Die Rallye Frankreich hat sich in ihrem neuen Zuhause im Elsass bestens eingelebt. Die Rekordkulisse und die abwechslungsreiche Asphaltstrecke sind nur zwei Dinge, die diese Rallye auszeichnen. Durch den neuen Standort steht die Veranstaltung übrigens auch bei deutschen Fans hoch im Kurs.

Vive la Rallye!
Die zentrale Lage in Europa sind dafür verantwortlich, dass die Veranstaltung im Elsass deutlich höhere Zuschauerzahlen verzeichnet als zuvor auf der schwerer zu erreichenden Mittelmeerinsel Korsika, der früheren Heimat der Rallye Frankreich. Neben Rekordweltmeister Sébastien Loeb hat auch ein anderer französischer Fahrer hier bereits Geschichte geschrieben: Sébastien Ogier gewann 2011, damals noch für Citroen. 2013 will er diesen Erfolg mit Volkswagen Motorsport wiederholen.
Stadt, Land, Motorsport.
Das sonst so idyllische Elsass mit seinen urigen kleinen Dörfern und den markanten Fachwerkhäusern bildet seit 2010 die Bühne für den französischen WM-Lauf. Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung ist das „Zenith Europa“, eine Multifunktionsarena im Westen von Straßburg. Hier sind Servicepark und Rallye-Zentrum angesiedelt. Im Zentrum der elsässischen Hauptstadt findet neben dem Start auch eine spektakuläre Zuschauerprüfung statt, die direkt vor dem Europäischen Parlament endet. Ein weiteres Highlight für die Fans ist die WP „Mulhouse“, wo die World Rally Cars ebenfalls zwischen engen Hauswänden auf Bestzeitenjagd gehen.
Die WP Haguenau führt mitten durch den Heimatort des Rekordweltmeisters Sébastien Loeb.
Helden des Highspeed:
WP Pays de la Haute Bruche (23,92 km).
129,01 km/h – diesen Schnitt erzielte der schnellste Pilot auf der WP „Pays de la Haute Bruche“ 2012. Wer hier die Bestzeit erzielen möchte, braucht ein großes Herz und eine gehörige Portion Mut, denn auf dieser WP geht es häufig mit über 150 Sachen durch den Wald
Wieso Nothalten?
WP Massif des Grands Crus – Ungersberg (18,26 km).
So umständlich der Name dieser WP ist, so vielfältig ist die Charakteristik auf den 18,26 Asphaltkilometern. Der Anfang der Prüfung erinnert sehr stark an die Rallye Deutschland. Winklige Weinbergwege fordern von den Piloten eine sehr präzise Fahrweise. Nach etwa acht Kilometern erreichen die Fahrer den wunderschönen Ort „Nothalten“ mit seinen historischen Fachwerkhäusern. In der zweiten Hälfte geht es auf einer kurvigen Landstraße stetig bergauf auf den Ungersberg. Über mangelnde Abwechslung können sich die Lenkradartisten also nicht beschweren.
Eine Stadt steht kopf:
WP Haguenau (5,74 km).
Die kurze Stadt-WP Haguenau mag mit ihren 5,74 Kilometern fahrerisch nicht besonders anspruchsvoll sein. Aber wenn eine Wertungsprüfung mitten durch den Heimatort des Rekordweltmeisters Sébastien Loeb führt, dann ist sie allein dadurch etwas Besonderes. Am Rallye-Wochenende steht der 34.000 Einwohner zählende Ort im Elsass kopf, wenn die besten Rallye-Fahrer der Welt zu Gast sind. Und wem dann der größte Jubel gilt, muss wohl auch nicht mehr erwähnt werden.
Rallye-Zentrum:
Zénith de Strasbourg, 1 Allée du Zénith, Eckbolsheim, 67034 Strasbourg, France
Servicepark:
Zénith de Strasbourg, 1 Allée du Zénith, Eckbolsheim, 67034 Strasbourg, France
Veranstalter:
Rallye de France-Alsace, Fédération Française du Sport Automobile, 21, rue Jacobi Netter – Bat. 52 – Parc des Forges – 67200 Strasbourg, France, Tel : +33 388 28 61 20, Fax : +33 388 12 43 97