Sonderausstellung in Berlin


Montag, 21.11.2016


Mehr als 190.000 Besucher bei Sonderausstellung in Berlin.

„50 Years of Excitement“ ein großer Erfolg: Mehr als 190.000 Besucher haben die Sonderausstellung anlässlich des 50. Geburtstags von Volkswagen Motorsport besucht. Die Retrospektive mit historischen Fahrzeugen der Volkswagen Motorsport-Geschichte war vom 5. September bis 30. Oktober 2016 im „DRIVE. Volkswagen Group Forum“ in Berlin zu sehen. Informative Einblicke sowie interaktive Ausstellungselemente zu verschiedenen Themenwelten begeisterten Besucher aus aller Welt und machten die Faszination Motorsport für Groß und Klein zu einem greif- und spürbaren Erlebnis. Neben einer Slotcar-Bahn stand unter anderem ein Fahrsimulator bereit, bei dem die Gäste die Möglichkeit hatten, gegen die von Volkswagen Rallye-Pilot Sébastien Ogier aufgestellte Zeit anzutreten.


Dienstag, 20.09.2016


Mit Kassettenrekorder den Wolken entgegen.

„Die Verträge habe ich noch zu Hause liegen“, sagt er. Klaus-Joachim – genannt „Jochi“ – Kleint war 1977 der erste Rallye-Fahrer mit einem offiziellen Volkswagen Werksvertrag –
und hat für unvergessliche Momente in der Volkswagen Motorsport-Historie gesorgt. Wir haben den gebürtigen Hamburger im „DRIVE. Volkswagen Group Forum“ bei der offiziellen Eröffnung der Sonderausstellung „50 Years of Excitement“ getroffen.

Seine 68 Jahre sieht man ihm nicht an. Kleint lebt und liebt den Motorsport bis heute, ist unter anderem als Instruktor bei der Audi Driving Experience tätig. „Da bleibst du im Training“, sagt er im typischen Hamburger Dialekt. Kleint ist drahtig, wirkt topfit. Genau wie zu seiner aktiven Zeit, als er 1987 in Colorado in über 2.800 Metern über dem Meeresspiegel auf dem Pikes Peak, einem der höchsten Berge der Welt, seinen 650 PS starken Bi-Motor-Golf startete, um den legendären Hillclimb zu absolvieren. Sein Beifahrer damals: ein Kassettenrecorder …

Herr Kleint, Sie sind in einem Golf mit zwei Motoren eine der gefährlichsten Strecken der Welt gefahren. Mit 650 PS immer knapp am Abgrund vorbei – was war das für ein Gefühl und worin bestand die Schwierigkeit?
Jochi Kleint: Der Pikes Peak ist einer der höchsten Berge der Welt. Wir sind damals auf Schotter gefahren und in 2.800 Metern über dem Meeresspiegel gestartet. Da musst du konditionell unheimlich fit sein. Die Höhe zu überwinden, das war schon extrem – bei 4.300 Metern bekommst du Atemnot. Was nicht einfach war: Du durftest vor der Veranstaltung nicht trainieren, sondern lediglich an drei offiziellen Trainingstagen üben, an denen der Berg in drei Abschnitte unterteilt und den verschiedenen Klassen zugeordnet wurde. Wir konnten uns nicht aussuchen, in welchem Abschnitt wir trainieren. Das war schon schwierig.

Wie haben Sie sich darauf vorbereitet – gab es ein spezielles Training?
Jochi Kleint: Ein spezielles Training in dem Sinne gab es nicht. Ich habe mir vorher mit einem amerikanischen Leihauto den Berg angeschaut. Alle Touristen wurden bei der Bergab-Passage kontrolliert, damit sie nicht so schnell fuhren und die Bremsen nicht versagten, wenn sie kurz vor der Hauptstraße waren. (lacht)

Wie schwierig ist es, einen Golf mit zwei Motoren zu fahren?
Jochi Kleint: Ich musste mich unheimlich konzentrieren, dass die beiden Motoren synchron laufen. Das war auch der Fall, es gab aber immer wieder Lastwechsel beim Herunterschalten auf schnellen Abschnitten. Wenn du das Ansprechverhalten wiedererlangt hattest und aufs Gas gestiegen bist, gab es schon mal unterschiedliche Drehzahlen. Außerdem musstest du dich gedanklich darauf einstellen, dass du das Fahrzeug geradestellst, wenn du aus der Kurve fährst. Es waren mehrere Faktoren, die berücksichtigt werden mussten, um ein solches Auto zu fahren.


Wie haben die Zuschauer damals reagiert?
Jochi Kleint: Es waren viele Zuschauer beim ‚Race To The Clouds‘. Die Amerikaner haben das natürlich wahrgenommen und waren von den beiden Motoren im Golf begeistert. Das war damals für Volkswagen Motorsport und die Marke Volkswagen eine tolle Geschichte.

Wie war das Verhältnis von Angst und Respekt vor dieser Aufgabe – und wie denken Sie heute über diese Fahrt?
Jochi Kleint: Ich denke gern zurück und würde es wieder machen – jederzeit! Das ist eine unglaubliche Herausforderung in der Motorsport-Laufbahn. Ich habe es genießen dürfen, als es noch auf Schotter ausgetragen wurde. Heutzutage ist es asphaltiert, was auch interessant sein wird. Ich war nicht ängstlich, als ich hochgefahren bin. Ängstlich sollte man sowieso nicht sein. Ich hatte Respekt, das ist an dieser Stelle der bessere Ausdruck.

Sie hatten damals keinen Beifahrer, sondern haben den Aufschrieb aufgenommen und mit einem Kassettenrekorder abgespielt. Wenn Sie das noch einmal machen würden: wieder mit Rekorder oder einem „richtigen“ Beifahrer?
Jochi Kleint: Wenn sich nicht viel an der Streckenführung verändert hat, wüsste ich es noch größtenteils aus dem Kopf. Das könnte ich auch blind fahren. Die Aufnahme mit dem Kassettenrekorder habe ich gemacht, als ich mit dem Leihwagen langsam den Berg hochgekrochen bin. Als ich auf der eigentlichen Strecke trainierte, habe ich eine schnellere Version aufgenommen. Dazu hatte ich mir ein Aufnahmegerät um den Hals gebunden. Klar, ich musste deutlich lauter reden, aber es hat funktioniert.


Mittwoch, 14.09.2016



Mittwoch, 07.09.2016



Sébastien Ogier bei offizieller Eröffnung.

Start frei in Berlin: die interaktive Sonderausstellung anlässlich des Jubiläums zu 50 Jahren Volkswagen Motorsport beginnt. Am Montag, dem 05.September 2016, werden die Türen im DRIVE. Volkswagen Group Forum für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.

Am Mittwoch (07. September 2016) wird die Ausstellung offiziell eröffnet. Angekündigt zur Premiere haben sich neben dem neuen Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets, Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier und Volkswagen Repräsentant Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck weitere Asse der Volkswagen Motorsport-Geschichte wie Timo Gottschalk oder Klaus-Joachim „Jochi“ Kleint. Bei der Retrospektive stehen echte Unikate im Rampenlicht: Von Kleints Bimotor-Golf für das legendäre Pikes-Peak-Rennen über den Race Touareg 3, mit dem Gottschalk und Nasser Al-Attiyah 2011 die Rallye Dakar gewannen, bis hin zum aktuellen Weltmeister-Fahrzeug, dem Polo R WRC aus der Rallye-WM. Informative sowie interaktive Ausstellungselemente führen die Besucher von Montag, dem 05. September, bis zum 30. Oktober durch die erfolgreiche Historie von Volkswagen Motorsport.


Faszinierende Sonderausstellung im
„DRIVE. Volkswagen Group Forum“.


Großer Auftritt einer packenden Historie: Volkswagen zeigt eine interaktive Sonderausstellung zum Thema Rennsport im DRIVE. Volkswagen Group Forum. Anlässlich des 50. Jubiläums von Volkswagen Motorsport ist die Retrospektive vom 05. September bis 30. Oktober 2016 im Volkswagen Group Forum an der Friedrichstraße/Unter den Linden zu sehen. Die Ausstellung zeigt acht dynamisch inszenierte Exponate, eingerahmt von verschiedenen interaktiven Modulen, die über Video-, Audio und Bild-Installationen die Faszination Motorsport über fünf Jahrzehnte erlebbar machen.

Vom Gruppe-A-Rallye-Weltmeister-Golf über den bei der Rallye Dakar erfolgreichen Race Touareg bis hin zum aktuellen Weltmeister-Polo aus der Rallye-WM sowie Raritäten wie den Bimotor-Golf für das legendäre Pikes-Peak-Rennen stehen echte Unikate der Motorsport-Geschichte im Rampenlicht. Neben den Rallye-Legenden von Volkswagen sind auch Rundstrecken-Exponate im DRIVE zu sehen – etwa ein Formel-V-Monoposto aus den Sechzigerjahren, mit dem die Motorsport-Historie der Marke begann, und ein aktueller Golf GTI TCR aus dem erfolgreichen Kundensport-Programm von Volkswagen.

Informative Einblicke zu den Themenwelten „Teamwork“, „Technik“, „Sound“, „Service“, „Abenteuer“ und „Erfolg“ machen die Faszination Motorsport für die Besucher zu einem greif- und spürbaren Erlebnis. Interaktive Ausstellungselemente führen durch die erfolgreiche, teils außergewöhnliche Historie von Volkswagen Motorsport. In verschiedenen Etappen werden die Besucher durch die Ausstellung geführt.