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Langstreckenrennen.

24 Stunden durch die „Grüne Hölle“: Auch beim Klassiker auf dem Nürburgring hinterließ Volkswagen Motorsport Reifenspuren. Ein Rückblick auf Höhen und Tiefen sowie die Rückkehr einer Legende.

„Grüne Hölle.“

Die Bedingungen? Erlauben keinen Fehler! Das Wetter? Unberechenbar! Die Streckenführung? Aberwitzig! Das ist die Nordschleife. 25,378 Kilometer, 33 Links- und 40 Rechtskurven, die Material und Teams alles abverlangen. Die Dauer? 24 Stunden!

Keine Frage, das Spektakel in der Eifel ist das wohl härteste Rundstreckenrennen der Welt – oder um es mit den Worten von Jackie Stewart zu sagen: „die Grüne Hölle“. So fordernd es auch ist – den Autobauern bieten die 24 Stunden auf der Nordschleife die perfekte Gelegenheit, ihr Material der härtesten aller möglichen Prüfungen zu unterziehen. Auch Volkswagen Motorsport machte bei einem der populärsten, weil anspruchsvollsten, Rennen der Welt von dieser großen Bühne Gebrauch und hinterließ in der Eifel seine Reifenspuren – erstmals 1997.

1997

Sportlich, sparsam – erfolgreich.

Sportlichkeit und Sparsamkeit – das waren die Schlagworte, mit denen Volkswagen 1997 mit dem Golf TDI das innovative Turbo­diesel-Direkteinspritz-Aggregat testete, das auch beim Serienfahrzeug zum Einsatz kam. Der Erfolg gab den Wolfsburgern Recht. Zahlreiche leistungsstärkere Fahrzeuge ließ der Diesel hinter sich und belegte am Ende einen hervorragenden zweiten Rang im Gesamtklassement.

1997

2007

Mit dem GTI zum Paukenschlag.

Trotz des Erfolges vergingen zehn Jahre, ehe Volkswagen werksseitig wieder in der Eifel an den Start ging. Dieses Mal aber kamen die Wolfsburger zurück, um länger zu bleiben. 2007 fiel der Startschuss für eine Ära auf der Nordschleife, in der es der Wolfsburger Autobauer vor allem auf die Klasse der Zweiliter-Turbomotoren (SP3T) abgesehen hatte. Wiederum war es ein Golf, der die Erfolgsgeschichte fortsetzte. René Rast, Jimmy Johansson, Florian Gruber und Dieter Depping sorgten mit dem GTI für einen Paukenschlag und pilotierten den Golf „R-Line“ auf den achten Platz in der Gesamtwertung, erneut hatten zahlreiche leistungsstärkere Fahrzeuge das Nachsehen. Selbstredend, dass die Niedersachsen auch den Sieg in der SP3T-Klasse holten.

2007

2008

Eine Legende ist wieder da.

Gleichermaßen kühn und kurios war der Zeitplan anno 2008, als Volkswagen Motorsport ein neues Kapitel auf der Nordschleife aufschlug. In der Hauptrolle: der Scirocco – die Rückkehr einer Legende. Noch vor seiner europaweiten Markteinführung präsentierte er sich beim Marathon-Rennen auf dem Nürburgring der Motorsport-Welt.

2008

2008

Stuck n’ Sainz.

Auch die Besetzung der drei werksseitig eingesetzten Rennversionen des Scirocco sorgte 2008 für Aufsehen. Unter anderem durften Hans-Joachim Stuck und Carlos Sainz den Scirocco GT24 auf seiner Jungfernfahrt pilotieren.

2008

2009

Doppelsieg der besonderen Art.

Stuck kam dabei gleich in zwei Autos zum Einsatz und holte sich gemeinsam mit Jimmy Johansson, Florian Gruber und Thomas Mutsch den Sieg in der SP3T-Klasse. Und auch Platz zwei ging an den dreimaligen Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennens. Gemeinsam mit Carlos Sainz, Giniel de Villiers und Dieter Depping machte Stuck den Doppelsieg der besonderen Art perfekt.

2009

2009

EcoFuel ist das neue Grün.

Was 2008 mit dem Einsatz eines Erdgas-angetriebenen Golf begonnen hatte, wurde im folgenden Jahr konsequent weitergeführt. Fünf Scirocco schickte Volkswagen ins Rennen, zwei davon ausgestattet mit innovativer EcoFuel-Technologie. Wie bereits 1997 demonstrierte Volkswagen, dass Sparsamkeit und Sportlichkeit in keinem Widerspruch stehen müssen. Im Scirocco GT24-CNG holten Vanina Ickx, Peter Terting, Klaus Niedzwiedz und Thomas Klenke neben dem Klassensieg auch einen beachtlichen 17. Platz im Gesamtklassement. Noch besser machten es Jimmy Johansson, Florian Gruber, Nicki Thiim und Martin Karlhofer, die ihrerseits mit einem Benzin-angetriebenen Scirocco an den Start gingen und den dritten Triumph in der SP3T-Klasse in Folge nach Wolfsburg holten.

2009

2010

Einen Schritt weiter.

2010 ging der Automobil-Konzern erneut einen Schritt weiter. Drei mit Bioerdgas angetriebene Sportcoupés schickte Volkswagen ins Rennen, alle drei sahen die Zielflagge ...

2010

2010

Mr. Zuverlässig.

... und holten unter dem Motto 100 Prozent Zuverlässigkeit mit 80 Prozent weniger CO2 einen Dreifachsieg in der AT-Klasse (Alternative Treibstoffe).

2010

2011

Der Zuschauer-Magnet.

Mit einem Golf hatte das Programm von Volkswagen Motorsport auf der Nordschleife begonnen und mit jenem Modell endete es. 2011 gingen die Wolfsburger mit dem Golf GTI an den Start. Auch wenn die drei eingesetzten 450 PS starken Golf GTI das Rennen nicht beendeten, waren sie echte Hingucker und Zuschauer-Magneten.

2011

2011

Ein würdiger Abschluss.

Ein Muster an Zuverlässigkeit beim Langstrecken-Klassiker 2011 war wieder einmal der Scirocco. Wie schon in den Jahren zuvor lief das Sportcoupé wie ein Uhrwerk und feierte mit den „Dakar“-Assen Carlos Sainz, Nasser Al-Attiyah und Giniel de Villiers und Tourenwagen-Legende Klaus Niedzwiedz einen weiteren Doppelsieg in der AT-Klasse. Ein würdiger Abschluss einer Volkswagen Ära bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring.

2011