Rallye Monte Carlo 2015.

 

Ogier holt Gesamtsieg bei der Monte, Teamkollegen auf den Plätzen zwei und drei.

 

Wenn das kein gelungener Start in die Saison war! Bei der Rallye Monte Carlo, dem Auftakt-Event einer langen WRC-Saison, haben Sébastien Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia den Gesamtsieg geholt. Für ein perfektes Teamergebnis sorgten die beiden anderen Volkswagen Duos Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila und Andreas Mikkelsen/Ola Fløene, die auf den Plätzen zwei und drei landeten. Ein Dreifach-Triumph bei der Monte – dieses Kunststück haben in der Geschichte des traditionsreichen Events bislang nur fünf Hersteller zustande gebracht.

 

Trockener Asphalt mit – für „Monte“-Verhältnisse – reichlich Grip, Glatteis, Schnee und Schneematsch – mit all dem bekamen es die WM-Teams bei der Rallye Monte Carlo 2015 zu tun. Und das im permanenten Wechsel von einem Kilometer zum nächsten. Die Reifenwahl stellte sich als entsprechend knifflig heraus.

 

An den beiden Eröffnungstagen der Rallye Monte Carlo hielt das Duell Seb vs Seb die Fans in Atem. Sébastien Ogier im Polo R WRC und Sébastien Loeb im Citroën lieferten sich einen packenden Zweikampf um die Führung. Ogier hatte zur Rallye-Halbzeit eine Acht-Sekunden-Führung erobert, als Rallye-WM-Rückkehrer Loeb weit zurückfiel. Damit endete das prestigeträchtige Duell frühzeitig.

 

Der Dreifach-Erfolg zeigt auch die Sieger-Qualitäten des neuen Polo R WRC auf. Der Rallye-Renner in zweiter Generation überzeugte bei seinem ersten Einsatz auf Anhieb. Ogier/Ingrassia und Latvala/Anttila pilotierten das neue Wolfsburger World Rally Car bei der Monte, während Mikkelsen/Fløene bis zur Rallye Portugal mit dem erfolgreichen Vorgänger starten. Mit den Plätzen eins und zwei übertraf der neue, auf 318 PS erstarkte Polo R WRC sogar den Einstand des 2013er- und 2014er-Rallye-WM-Polo.

Sébastien Ogier: „Was für ein fantastischer Start in die neue Saison! Ich bin einfach überglücklich. Ein Sieg bei der Rallye Monte Carlo ist für jeden Piloten etwas Besonderes, für mich ist ein Sieg unbeschreiblich – weil ich hier zu Hause bin. Freunde, Familie und Fans geben mir hier so viel Unterstützung und Selbstvertrauen. Die Atmosphäre war einfach magisch. Ich bin dankbar, dass ich mit meiner Freude etwas zurückgeben kann.“

 

Jari-Matti Latvala: „Einen besseren Saisonstart hätten wir uns nicht wünschen können. Unser Ziel war von Beginn an, in die Top vier zu fahren, und das haben wir nun sogar übertroffen. Ich bin überglücklich. Mir fällt ein Stein vom Herzen, denn meine Starts bei der Rallye Monte Carlo waren bislang nicht von großem Erfolg gekrönt.“

 

Andreas Mikkelsen: „Für das ganze Team ist das natürlich ein überragender Start in die neue Saison. Ein Dreifachsieg bei der ‚Monte‘ feiert man nicht alle Tage. Ich bin stolz darauf, dazu beigetragen zu haben. Ich bin aber auch überglücklich, dass für mich persönlich die Saison so gut losgegangen ist. Vor dem Start hätte ich alles in den Top Fünf gern genommen. Platz drei übertrifft alle meine Erwartungen. Dieses Podium werden wir heute anständig feiern, so viel steht fest.“


Volkswagen Motorsport feiert Dreifach-Triumph bei der Monte. Das Video.


Rallye Monte Carlo 2015: Endergebnis

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:36:40.2 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:37:38.2 +58.0  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:38:52.5 +2:12.3  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:39:23.8 +2:43.6  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 3:39:52.3 +3:12.1  
6 D. Sordo / M. Martí 3:39:53.1 +3:12.9  
7 E. Evans / D. Barritt 3:42:03.9 +5:23.7  
8 S. Loeb / D. Elena 3:45:14.9 +8:34.7  
9 M. Prokop / J. Tománek 3:46:35.0 +9:54.8  
10 K. Meeke / P. Nagle 3:47:35.8 +10:55.6  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Monte Carlo des Jahres 2015 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 25.01.2015


Volkswagen Motorsport feiert mit Dreifach-Triumph bei der Rallye Monte Carlo einen perfekten Saisonstart. Das Video.


Aktuelle Bilder (24)
Letztes Update: 19:38 Uhr (MEZ)


Stand nach 15 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:36:40.2 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:37:38.2 +58.0  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:38:52.5 +2:12.3  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:39:23.8 +2:43.6  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 3:39:52.3 +3:12.1  
6 D. Sordo / M. Martí 3:39:53.1 +3:12.9  
7 E. Evans / D. Barritt 3:42:03.9 +5:23.7  
8 S. Loeb / D. Elena 3:45:14.9 +8:34.7  
9 M. Prokop / J. Tománek 3:46:35.0 +9:54.8  
10 K. Meeke / P. Nagle 3:47:35.8 +10:55.6  

18:10 Uhr (MEZ)

„Was für ein fantastischer Start in die neue Saison!

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Was für ein fantastischer Start in die neue Saison! Ich bin einfach überglücklich. Ein Sieg bei der Rallye Monte Carlo ist für jeden Piloten etwas Besonderes, für mich ist ein Sieg unbeschreiblich – weil ich hier zu Hause bin. Freunde, Familie und Fans geben mir hier so viel Unterstützung und Selbstvertrauen. Die Atmosphäre war einfach magisch. Ich bin dankbar, dass ich mit meiner Freude etwas zurückgeben kann. Diese 83. Monte bleibt eine der härtesten Rallyes, an die ich mich erinnern kann, was die Bedingungen anging. Die Reifenwahl war vor allem zu Beginn schwierig. Dazu kam der aufregende Kampf mit Sébastien Loeb, der wirklich beeindruckende Zeiten am Donnerstag vorgelegt hat. Mein großer Dank gebührt unserem Team und meinen Eisspionen. Natürlich freut mich auch das tolle Gesamtergebnis aus Volkswagen Sicht: Wenn ich oben sein darf, sind Jari-Matti und Andreas meine liebsten Konkurrenten auf dem Podest.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Einen besseren Saisonstart hätten wir uns nicht wünschen können. Unser Ziel war von Beginn an, in die Top Vier zu fahren, und das haben wir nun sogar übertroffen. Ich bin überglücklich. Mir fällt ein Stein vom Herzen, denn meine Starts bei der Rallye Monte Carlo waren bislang nicht von großem Erfolg gekrönt. Die Bedingungen waren nicht einfach und man musste beim Speed Kompromisse eingehen, um fehlerfrei zu bleiben. Nachdem wir frühzeitig einen guten Vorsprung herausgefahren hatten, ging es nicht mehr um Bestzeiten, sondern darum, das Gesamtergebnis nach Hause zu bringen. Der Dreifachsieg ist natürlich die beste Belohnung für das ganze Team, das so viel Arbeit und Leidenschaft in die Entwicklung des neuen Polo gesteckt hat.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Für das ganze Team ist das natürlich ein überragender Start in die neue Saison. Ein Dreifachsieg bei der Monte feiert man nicht alle Tage. Ich bin stolz darauf, dazu beigetragen zu haben. Ich bin aber auch überglücklich, dass für mich persönlich die Saison so gut losgegangen ist. Vor dem Start hätte ich alles in den Top Fünf gern genommen. Platz drei übertrifft alle meine Erwartungen. Dieses Podium werden wir heute anständig feiern, so viel steht fest. Die Bedingungen bei dieser Monte waren extrem schwierig und es war das erste Mal, dass ich bei Schnee, Eis und rutschigem Asphalt hier gestartet bin. Von Beginn an habe ich alles darauf gesetzt, sicher ins Ziel zu kommen – das hat sich ausgezahlt. Ich habe eine Menge gelernt und am Ende viel bekommen. Ganz einfach: ein Traumstart.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Was für ein großartiges Resultat für Volkswagen, vor allem aber für unsere Fahrer. Es gibt keine anspruchsvollere Rallye als die Monte. Hier macht der Faktor Mensch mehr als bei allen anderen Rallyes den Unterschied. Dass Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen als Erste, Zweite und Dritte Volkswagen einen perfekten Einstand in die Saison beschert haben, macht mich besonders stolz. An entsprechender Konkurrenz hat es nicht gemangelt, ebenso an schwierigen Bedingungen, bei denen man stets kühlen Kopf bewahren musste. Genauso stolz wie auf die Fahrer und Beifahrer bin ich auf das gesamte Team, das die Polo R WRC jeden Tag tipptopp auf die Wertungsprüfungen geschickt und erneut perfekt zusammengearbeitet hat.“


17:50 Uhr (MEZ)

Die perfekte Premiere für den neuen Polo R WRC.

 

Zum ersten Mal seit 2003 belegt ein Hersteller die drei ersten Plätze bei der anspruchsvollsten Rallye des Jahres.

 

Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito war überzeugt, dass seine Mannschaft noch ein paar Stunden brauchen wird, um sich der Tragweite dieses Erfolges bewusst zu werden. „Der Sieg bei der Rallye Monte Carlo ist für sich schon etwas ganz Spezielles“, sagte Capito nach der Siegerehrung vor dem Fürstenpalast. „Aber gleich alle drei Plätze auf dem Podium zu belegen, ist unglaublich. Besser hätte die Premiere für den neuen Polo R WRC wirklich nicht verlaufen können.“


Tatsächlich ist es exakt zwölf Jahre her, dass dieses Kunststück zum letzten Mal einem Hersteller gelang. Damals siegte genau jener Sébastien Loeb, mit dem sich dieses Mal Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) zwei Tage lang ein begeisterndes Duell lieferte. Was trotz der mehr als einjährigen WM-Pause seines Landsmanns Sieger Ogier nicht wirklich überraschte. „Sébastien ist eben Sébastien. Mir war klar, dass er aus dem Stand in der Spitzengruppe sein würde.“

 

Ogier bedauerte mindestens ebenso sehr wie die Tausenden von Zuschauern, dass der Zweikampf vorzeitig beendet war, weil Loeb nach einem Ausrutscher weit zurückfiel. „Danach musste ich meinen Vorsprung ohne direkten Konkurrenten verwalten. Das war vor allem deswegen schwierig, weil ich ohne die Zwischenzeiten nie genau wusste, wie ich mein Tempo dosieren sollte.“

 

Dass Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) nicht zur Gefahr wurde, war Teil dessen Strategie. „Mir ging es hier nie um den Sieg. Ich wollte eigentlich nur unter die ersten vier kommen“, sagte der Finne. „Platz zwei habe ich erreicht, ohne große Risiken einzugehen. Wir haben uns zum Beispiel bei der Reifenwahl immer für die sichere Variante entschieden.“ Beifahrer Miikka Anttila sah sogar einen kleinen Nachteil ihres bisher besten Monte-Ergebnisses. „Wir müssen bei der nächsten WM-Rallye in Schweden anfangs als Zweite starten. Von dieser Position aus kann man dort eigentlich nicht gewinnen.“

 

Ebenfalls ziemlich überrascht war Andreas Mikkelsen über Rang drei, der im Polo R WRC nach 2014er-Spezifikation am Start war. „Ich habe von allen Toppiloten die wenigste Erfahrung bei der Rallye Monte Carlo, deswegen war der Sieg für mich von vorneherein kein Thema. Dass wir dennoch so weit vorne gelandet sind, haben wir auch der Tatsache zu verdanken, dass wir keinen einzigen Fehler gemacht haben.“

 

Genau darin sah auch Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito das Geheimnis des Erfolges. „Im ganzen Team hat an diesem Wochenende niemand einen Fehler gemacht, vom Mechaniker über die Ingenieure bis zu den Eisspionen.“ Die drei Polo R WRC bekamen während der 14 schließlich gefahrenen Wertungsprüfungen nicht einen Kratzer ab. Das konnten nach dieser wahrscheinlich anspruchsvollsten Rallye des Jahres nicht viele Teams von sich behaupten.


13:30 Uhr (MEZ)

Es war der 30. Mai 2010, also vor fast fünf Jahren, als das Rallye-Duo Sébastien Ogier und Julien Ingrassia erstmals in den Siegerlisten der World Rally Championship auftauchten: Bei der Rallye Portugal triumphierten die Franzosen vor Sébastien Loeb und Dani Sordo. Es folgten ein weiterer Triumph in Japan sowie fünf Erfolge im Jahr 2011.

 

Zum Seriensieger wurden Ogier/Ingrassia aber erst nach ihrem Wechsel zum Team Volkswagen Motorsport: Im Polo R WRC gewann das Duo seit dem Saisonstart 2013 insgesamt 18 Mal. Der herausragende Erfolg bei der Rallye Monte Carlo 2015 war für die Franzosen damit der 25. WRC-Sieg der Karriere – herzlichen Glückwunsch zu diesem sensationellen Jubiläum!

 

In der Bestenliste der Fahrer zieht Ogier mit diesem Triumph an Tommi Mäkinen (24 Siege) vorbei und mit Colin McRae gleich. Carlos Sainz (26) und Marcus Grönholm (30) sind die nächsten beiden Rallye-Legenden, die der 31-Jährige einholen kann. Dann läge nur noch Rekordweltmeister Sébastien Loeb vor ihm – der steht allerdings bei 78 Rallye-Siegen.


12:55 Uhr (MEZ)

Der Team-Triumph ist perfekt!

Sébastien Ogier und Julien Ingrassia gewinnen die Rallye Monte Carlo, Teamkollegen auf den Plätzen zwei und drei – Extrapunkt für Duo Latvala/Anttila.

Chapeau, Seb und Julien! Die beiden Franzosen im Polo R WRC machen da weiter, wo sie im vergangenen Jahr aufgehört haben. Ihr Gesamtsieg bei der Rallye Monte Carlo 2015 ist ein perfekter Saisonstart für das Weltmeister-Duo und Volkswagen Motorsport, denn mit den Plätzen zwei und drei für die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen endet die diesjährige Monte mit einem reinen Volkswagen Podium.

Der Dreifach-Triumph von Volkswagen zeigt auch, was für eine tolle Arbeit die Entwickler um Technik-Direktor Willy Rampf geleistet haben, denn der neue Polo R WRC ist eine Wucht und – wie schon sein Vorgänger – auf Anhieb ein Siegerauto.

Auf der finalen Powerstage schnappte sich das Duo Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila mit der drittschnellsten WP-Zeit sogar noch einen Extrazähler für die Fahrer- und Beifahrerweltmeisterschaft. Ogier und Ingrassia wurden Vierte, Andreas Mikkelsen und Ola Fløene holten die fünftschnellste Zeit. An die Bestzeit von Kris Meeke (Citroën), der sich mit 6:30.5 Minuten drei Extrapunkte holte, kam keiner ran – auch Sébastien Loeb schrammte knapp vorbei.

 

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11:45 Uhr (MEZ)

Höhenluft auf der Straße zum Sieg.

Nur noch gute zehn Kilometer bis zum ersten Triumph des Jahres für Volkswagen Motorsport. Auf der vorletzten Wertungsprüfung der Monte, der spektakulären „La Bollène Vésubie“, fuhren die Volkswagen Piloten Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen auf die Plätze fünf, sieben und acht.

 

„Gute Bedingungen auf der Strecke, besser als erwartet. Ich bin mit dem Resultat zufrieden“, freute sich Ogier bei der Zieleinfahrt. Der Franzose steht kurz vor seinem Gesamtsieg bei der Monte – und Volkswagen vor einem Dreifach-Triumph mit den Zweit- und Drittplatzierten Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen.

Die Bestzeit auf dem 36,66 Kilometer langen Teilstück, das die legendäre Anfahrt zum 1.607 Meter hohen Col de Turini beinhaltet, sicherte sich Sébastien Loeb (Citroën), der es wohl noch einmal wissen wollte.

 

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10:20 Uhr (MEZ)

Ein sauberer Start in den Sonntag.

Es ist der letzte Tag der Rallye Monte Carlo, und nur noch wenige Kilometer trennen das Volkswagen Duo Sébastien Ogier/Julien Ingrassia vom ersten Triumph des Jahres! Mit einem beruhigenden Vorsprung in der Tasche mussten die beiden Franzosen auf der ersten Wertungsprüfung des heutigen Sonntags kein unnötiges Risiko mehr eingehen. Selbiges gilt für die beiden anderen Volkswagen Fahrerteams.

Bei strahlendem Sonnenschein und weitgehend trockener Fahrbahn war der 10,16 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Col St Jean und St Laurent ein angenehmer Start in den finalen Tag der Rallye Monte Carlo. Seb kam ohne Probleme als Fünftschnellster über die Linie, die Teamkollegen Andreas Mikkelsen und Jari-Matti Latvala wurden Siebter bzw. Neunter.

Letzterer liegt nun 47,4 Sekunden hinter Leader Ogier. Der Finne erklärte bereits gestern, dass er nicht mehr attackieren wird. Stattdessen will sich Latvala auf die Power Stage konzentrieren, um Extrapunkte zu kassieren.

Bevor er die Chance dazu hat, geht es nun aber auf die legendäre WP „La Bollène Vésubie – Sospel“,  die mit der faszinierenden Passfahrt am Col de Turini als eines der Highlights gilt.

 

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06:00 Uhr (MEZ)

Sonntag: die Wertungsprüfungen des vierten Tages.

Samstag, 24.01.2015


Volkswagen Piloten lassen am dritten Rallye-Tag nichts anbrennen und verteidigen sichere Führung. Der Samstag. Das Video.


Aktuelle Bilder (23)
Letztes Update: 21:47 Uhr (MEZ)


Stand nach 12 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:00:39.9 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:01:22.7 +42.8  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:02:29.7 +1:49.8  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:03:22.7 +2:42.8  
5 D. Sordo / M. Martí 3:03:56.0 +3:16.1  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 3:04:00.7 +3:20.8  
7 E. Evans / D. Barritt 3:05:31.6 +4:51.7  
8 M. Prokop / J. Tománek 3:08:57.4 +8:17.5  
9 S. Loeb / D. Elena 3:09:42.1 +9:02.2  
10 K. Meeke / P. Nagle 3:10:45.9 +10:06.0  

20:00 Uhr (MEZ)

Alles unter Kontrolle.

Ohne Schlussservice ging die zweite Etappe zu Ende. An der Dreifach-Führung für Volkswagen gab’s nichts zu rütteln.

Ohne große Risiken einzugehen, brachten die drei Volkswagen Piloten die Dreifach-Führung nach Monte Carlo. „Wir waren bei der Reifenwahl und auf der Prüfung vorsichtig“, erklärte Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) bei der Ankunft am Hafen des Fürstentums. „Vor allem auf einem rund fünf Kilometer langen Stück mit Eis und Schnee auf der WP 12 habe ich Tempo herausgenommen.“


So viel, dass überraschend Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) auf einen Schlag 20 Sekunden auf den Führenden aufholte. „Ich weiß auch nicht genau, was Seb gemacht hat“, wunderte sich der Finne, der auf derselben Reifenkombination – zwei superweiche Slicks, zwei Winterreifen – wie Ogier unterwegs war. „Ich habe mich wirklich zurückgehalten.“ Nur noch rund 42 Sekunden trennten die beiden im Etappenziel. „Ich werde Seb morgen trotzdem nicht attackieren“, blickte Latvala auf den Sonntag voraus. „Das macht überhaupt keinen Sinn, fahrerisch ist der Rückstand ohnehin nicht mehr aufzuholen.“


Am Sonntag stehen noch drei Wertungsprüfungen über insgesamt knapp 52 Kilometer auf dem Programm, darunter die legendäre Überfahrt über den 1.600 Meter hohen Col de Turini. „Auf dieser Prüfung passiert fast immer etwas Unvorhergesehenes“, sagte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), mit knapp zwei Minuten Abstand zu Ogier weiterhin Dritter, 53 Sekunden vor Verfolger Mads Østberg (Citroën). „Momentan liegt wohl nicht allzu viel Schnee, und die Strecke ist nur wenig vereist. Aber wir müssen morgen früh die jüngsten Informationen von den Eisspionen und der Wetter-Crew abwarten.“


Ausnahmsweise fand am Abend kein Service statt, die Autos fuhren direkt in den Parc fermé. Dadurch hatten alle Teams mehr Zeit, ihre Ausrüstung aus Gap – über die Autobahn – ins knapp 400 Kilometer entfernte Monte Carlo zu verlegen. Der 45-Minuten-Service wird dafür am Sonntagmorgen nachgeholt, bevor es in die letzte Schleife geht.


17:40 Uhr (MEZ)

Jetzt nur nicht alles aufs Spiel setzen! Mit einer sicheren Führung in der Tasche hat Sébastien Ogier heute seine Position verteidigt und auf der kritischen „Sisteron“-Prüfung das Tempo etwas gedrosselt. In Zahlen ausgedrückt: Nach dem dritten Rallye-Tag und 283,57 von insgesamt 335,55 absolvierten WP-Kilometern fuhr der Franzose ein Durchschnittstempo von 94,18 km/h. Das ist für eine Rallye zwar eher gemächlich – in Finnland, dem schnellsten Event im WRC-Kalender, schaffte Sieger Jari-Matti Latvala 2014 einen Gesamtschnitt von 122,05 Stundenkilometern –, angesichts der schwierigen Bedingungen in den winterlichen Seealpen aber vollkommen angemessen.


16:40 Uhr (MEZ)

Der Ritt über die Passhöhe:
Führung verteidigt – Latvala robbt sich heran.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – dieses Motto hatte sich Sébastien Ogier offenbar auf die Fahnen geschrieben, als er die zwölfte und finale Wertungsprüfung des heutigen Samstags (Sisteron – Thoard) anging. Und das zu Recht: Der knapp 37 Kilometer lange Abschnitt, der zu den Highlights der Monte zählt, hat es in sich. Fiese Haarnadelkurven wechseln sich ab mit schnellen Passagen, bevor es beim Anstieg zur Passhöhe „Col de Fontbelle“ (1.304 m) richtig winterlich wird. Die Eisspione hatten zuvor bei Kilometer 25 einen vereisten Abschnitt gemeldet. Der Führende ging deshalb auf Nummer sicher und gab sich mit der achtschnellsten Zeit zufrieden. Teamkollege Jari-Matti Latvala hatte einen schwereren Gasfuß und holte als Viertplatzierter dieser WP rund 20 Sekunden auf. Andreas Mikkelsen wurde Siebter.

Die Bestzeit schnappte sich der Brite Kris Meeke (Citroën), knapp dahinter folgte Robert Kubica. Die Gesamtwertung am Ende des dritten Rallye-Tages wird nach wie vor von den drei Volkswagen Piloten angeführt. Ogier liegt nun 42,8 Sekunden vor Latvala, Mikkelsen folgt als Drittplatzierter mit einer weiteren Minute Abstand.

 

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14:30 Uhr (MEZ)

Volkswagen Trio kontrolliert das Geschehen.

 

Nachdem die Wertungsprüfung Prunières – Embrun am Vormittag aus Sicherheitsgründen gestrichen worden war, konnten die WRC-Fahrer am Nachmittag wie geplant auf die 19,93 Kilometer lange WP gehen. Nach dem Mittagsservice zeigten sich die Volkswagen Piloten wieder deutlich angriffslustiger als am Morgen – ohne allerdings ein unnötiges Risiko einzugehen.

 

Schnellster Mann im Polo R WRC war Vizeweltmeister Jari-Matti Latvala, der auf der WP 11 knapp hinter Citroën-Pilot Sébastien Loeb und Robert Kubica (Ford) die drittschnellste Zeit fuhr. Nur jeweils rund zwei Sekunden dahinter landeten Weltmeister Sébastien Ogier auf dem fünften und Andreas Mikkelsen auf dem siebten Platz.

 

In der Gesamtwertung bleibt auf den vorderen Rängen alles beim Alten: Ogier führt mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Latvala, knapp 50 Sekunden hinter dem Finnen liegt Mikkelsen. Erster Verfolger des Volkswagen Trios ist Mads Østberg (Citroën), dem allerdings bereits fast 40 Sekunden auf den drittplatzierten Norweger fehlen.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


13:10 Uhr (MEZ)

Ogier will das Tempo nun wieder anziehen.

 

Die Volkswagen Piloten gingen bisher kein Risiko und festigten ihre Dreifach-Führung.

 

Fast zwei Minuten langsamer als die Bestzeit, 40 Sekunden auf den direkten Verfolger verloren – bei jeder anderen Rallye wäre Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) auf 180. Doch die Rallye Monte Carlo ist anders, speziell wenn die Wertungsprüfung beinahe 52 Kilometer lang ist. „Ich bin sehr vorsichtig gefahren, vielleicht ein wenig zu vorsichtig. Dadurch, dass wir keine Zwischenzeiten mehr ins Auto bekommen dürfen, wusste ich über das Tempo der Kollegen nicht Bescheid. Sonst hätte ich vielleicht reagiert“, sagte der Spitzenreiter bei der Einfahrt in den Mittagsservice erstaunlich gelassen.

 

Tatsächlich besteht für Ogier kein Anlass zur Panik. Zwar glänzte Robert Kubica (Ford) mit einer überlegenen Bestzeit. Aber der ehemalige Formel-1-Pilot spielt im Kampf um den Sieg längst keine Rolle mehr. Und den Zeitverlust gegenüber Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) kann Ogier ebenfalls verschmerzen – sein Vorsprung beträgt immer noch mehr als eine Minute. „Ich werde trotzdem das Tempo am Nachmittag ein wenig anziehen“, kündigte der Franzose an.

 

Latvala wäre möglicherweise noch schneller gewesen, hätte er nicht rund zwei Kilometer nach dem Start einen Schreckmoment erlebt. „Auf Splitt ist mir das Auto ausgebrochen. Ich wollte es mit viel Gas zurück in die Spur ziehen. Aber dann wäre es mit einer Brücke sehr knapp geworden. Ich habe deshalb den Notausgang in ein Feld gewählt“, sagte der Finne, der dadurch etwa 20 Sekunden verlor.

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) hat nun etwas mehr Luft nach hinten. Sein direkter Verfolger Ott Tänak (Ford) verlor durch einen Ausrutscher viel Zeit. Die Dreifach-Führung von Volkswagen ist nach der längsten Prüfung der gesamten Rallye sogar noch gefestigt. „Ich bin ebenfalls auf Nummer sicher gegangen“, verriet Mikkelsen, der wie seine Teamkollegen mit vier superweichen Slicks in die auf eine WP verkürzte Vormittagsschleife gegangen war und jetzt knapp 40 Sekunden Vorsprung vor Mads Østberg (Citroën) hat.

 

„Es ist wirklich schade, dass die WP 9 abgesagt wurde“, sagte Ogier, der wie alle Teilnehmer die Strecke der geplanten Prüfung in normalem Tempo absolvierte, um die WP 10 zu erreichen. „Dort waren unglaublich viele Zuschauer, denen wir gerne eine tolle Show geboten hätten. Ich hoffe, dass die Prüfung heute Nachmittag planmäßig gestartet werden kann.“


Stand nach 10 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:24:38.8 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:25:43.7 +1:04.9  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 2:26:28.2 +1:49.4  
4 M. Østberg / J. Andersson 2:27:06.9 +2:28.1  
5 E. Evans / D. Barritt 2:27:14.7 +2:35.9  
6 D. Sordo / M. Martí 2:28:01.1 +3:22.3  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 2:28:17.3 +3:38.5  
8 M. Prokop / J. Tománek 2:31:01.3 +6:22.5  
9 H. Solberg / I. Minor 2:33:09.8 +8:31.0  
10 S. Lefebvre / S. Prévot (WRC 2) 2:33:28.4 +8:49.6  

11:50 Uhr (MEZ)

Kein Risiko auf der Marathon-Strecke.

 

Nachdem die neunte Wertungsprüfung aus Sicherheitsgründen gestrichen worden war, ging es am Samstag erst auf der 51,70 Kilometer langen Lardier et Valença – Faye im Renntempo weiter. Auf dem längsten Teilabschnitt der Rallye Monte Carlo herrschten mit teilweise vereisten Streckenabschnitten extrem schwierige Bedingungen. Umso besser war es für Volkswagen Pilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), dass er als souverän Führender kein Risiko eingehen musste.

 

Der Weltmeister verteidigte mit der neuntbesten Zeit Rang eins in der Gesamtwertung vor Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) – auch wenn der Finne, der auf der WP 10 Sechster wurde, rund 40 Sekunden schneller war als Ogier. Bester Volkswagen Pilot war allerdings Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Der Norweger benötigte noch einmal fünf Sekunden weniger als Latvala und zementierte als Vierter seinen dritten Platz in der Gesamtwertung.

 

Den Sieg auf der zehnten Wertungsprüfung schnappte sich Ford-Pilot Robert Kubica vor Kris Meeke und Sébastien Loeb (beide Citroën). In der Gesamtwertung führt Ogier mit weiterhin mehr als einer Minute Vorsprung vor Latvala. Weitere 45 Sekunden dahinter komplettiert Mikkelsen das derzeit perfekte Ergebnis für Volkswagen Motorsport.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


09:45 Uhr (MEZ)

Vorsprung durch Wissen.


Nach Geheimniskrämerei klingt nur ihr Name. Eisspione spielen ein wichtige Rolle bei der Monte.

Als Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) am Freitag auch durch perfekte Reifenwahl Konkurrent Sébastien Loeb (Citroën) unter Druck setzte, bedankte er sich anschließend ausdrücklich bei seinen Eisspionen. So ganz nebenbei rückte damit eine Berufsgruppe ins Rampenlicht, die ganz entscheidenden Anteil an Erfolg oder Misserfolg bei der Rallye Monte Carlo hat.

 

Im Prinzip alle Teams vertrauen auf Eisspione. Die im Französischen „Ouvreur“ und im Englischen „Icenote Crews“ genannten Mannschaften dürfen alle Wertungsprüfungen kurz vor dem offiziellen Start durchfahren. In einer Kopie des Streckenaufschriebs ihres jeweiligen Schützlings notieren sie jede Veränderung der Straßenverhältnisse im Vergleich zum Training. Die Übergabe erfolgt entweder an exakt definierten Stellen, denn eigentlich ist ja jede Hilfe von außen vom Reglement verboten, oder infolge des Zeitdrucks auch häufig per Telefon.

 

Dieser verantwortungsvolle Job wird routinierten, häufig selbst noch aktiven Piloten übertragen. Für Ogier spioniert seit Jahren der frühere französische Meister Nicolas Vouilloz. Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) vertraut dem ehemaligen Ford- und Suzuki-Werkspiloten Toni Gardemeister. Und für Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) ist der norwegische Routinier Bernt Kollevold im Einsatz.

 

Die Informationen der Eisspione dienen zusammen mit den Messergebnissen der Wetterspione außerdem als Basis für die Reifenwahl. Je nach Zeitplan müssen die Notizen deshalb gelegentlich schon etwa zwei Stunden vor dem Start einer Wertungsprüfung am Serviceplatz angekommen sein.

 

Zwei Stunden sind in den Alpen eine lange Zeit. So fing es am Freitagnachmittag erst an zu schneien, als die Eisspione bereits die Wertungsprüfungen 6 bis 8 abgehakt hatten. Alle drei Volkswagen Piloten hatten Glück – weil sie ohnehin mit einer vergleichsweise konservativen Strategie unterwegs waren, brachte sie der Wetterumschwung nicht aus dem Tritt.


09:30 Uhr (MEZ)

WP 9 aus Sicherheitsgründen gestrichen.

 

Schon wieder werden bei der Rallye Monte Carlo nicht alle 15 Wertungsprüfungen ausgetragen. Wie in den vergangenen beiden Jahren wird auch 2015 mindestens eine WP ausfallen. Der 19,93 Kilometer lange Teilabschnitt Prunières – Embrun 1 zum Start in den Samstag wurde allerdings nicht aufgrund der Witterungsbedingungen gestrichen, sondern weil sich auf den letzten Kilometern zu viele Fans befinden und dadurch die Sicherheitslage nicht ausreicht.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


06:00 Uhr (MEZ)

Samstag: die Wertungsprüfungen des dritten Tages.

Freitag, 23.01.2015


Volkswagen Trio bleibt fehlerlos und rast zur Dreifach-Führung. Der Freitag. Das Video.


Aktuelle Bilder (19)
Letztes Update: 20:58 Uhr (MEZ)


Stand nach 8 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1:52:07.4 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 1:53:52.8 +1:45.4  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 1:54:42.2 +2:34.8  
4 O. Tänak / R. Mõlder 1:54:51.8 +2:44.4  
5 M. Østberg / J. Andersson 1:55:10.3 +3:02.9  
6 E. Evans / D. Barritt 1:55:22.6 +3:15.2  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 1:55:37.3 +3:29.9  
8 D. Sordo / M. Martí 1:56:10.4 +4:03.0  
9 M. Prokop / J. Tománek 1:57:07.0 +4:59.6  
10 H. Solberg / I. Minor 1:58:46.3 +6:38.9  

19:20 Uhr (MEZ)

Eisspione sorgen für die richtige Mischung.

 

Die deutliche Führung von Sébastien Ogier kam auch dank der Helfer im Hintergrund zustande.

 

Trotz aller Erleichterung war da auch ein klein wenig Bedauern. „Ich hätte das Duell mit Sébastien Loeb gerne fortgesetzt“, sagte Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) beim Abendessen im Servicepark. Doch nach einem Ausrutscher des Citroën-Piloten, der sechs Minuten kostete, liegt Ogier nach acht von 15 Wertungsprüfungen einsam an der Spitze der Rallye Monte Carlo. Fast zwei Minuten beträgt sein Vorsprung vor Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) komplettiert das Volkswagen Spitzen-Trio.

 

„Der Schlüssel waren die perfekten Informationen unserer Eisspione und der Wetter-Crew“, lobte Ogier seine Helfer. „Wir hatten genau die richtigen Reifen.“ Während der Weltmeister mit der Crossover-Mischung Winterreifen mit Spikes/Super-Soft-Slicks in die Nachmittagsschleife ging, entschied sich Konkurrent Loeb für eine riskantere Strategie und nahm Winterreifen ohne Spikes und Slicks mit. Die nach eigener Aussage falsche Entscheidung – schon vor Loebs Ausrutscher in der letzten Prüfung des Tages hatte Ogier seinen Landsmann von der Spitze der Gesamtwertung verdrängt.

 

Besonders genießen konnte Ogier die Wertungsprüfung „Les Costes – St Julien en Champsaur“, die ganz in der Nähe seines Geburtsortes vorbeiführte. „Ich kenne die Strecke sehr gut und konnte ein wenig mehr als sonst auf die Zuschauer achten. Es war ein tolles Gefühl, so viele bekannte Gesichter zu sehen.“

 

Für Jari-Matti Latvala kam Rang zwei im Zwischenklassement völlig überraschend. „Meine Strategie war von Anfang an auf Sicherheit ausgelegt“, fasste der Finne zusammen. „Wir haben uns immer für die weniger riskante Reifen-Kombination entschieden. Jetzt als Zweiter ins Etappenziel zu kommen, ist besser als erwartet.“

 

Ebenfalls besser als erhofft lief es für Andreas Mikkelsen. „Wenn man bedenkt, dass ich vergleichsweise wenig Erfahrungen mit der Rallye Monte Carlo habe, ist es bisher wirklich optimal gelaufen“, sagte der Norweger, der eine heiße zweite Rallye-Hälfte vor sich hat. Gleich vier Konkurrenten folgen Mikkelsen mit weniger als einer Minute Abstand, Ott Tänak (Ford) liegt nur 9,6 Sekunden zurück. „Rang drei will ich natürlich verteidigen, aber verrückte Risiken werde ich nicht eingehen.“

 

Trotz einer kommoden Führung ist die Rallye für Sébastien Ogier längst nicht entschieden. „Am Samstag kommen zwei lange Prüfungen, auf denen viel passieren kann“, blickte er auf die 51,70 Kilometer lange WP 10 und die mit 36,85 Kilometern auch nicht viel kürzere WP 12 von Sisteron nach Thoard voraus. „Vor allem auf der Sisteron-WP warten noch einige Abschnitte mit Eis und Schnee auf uns. Ich darf auf keinen Fall die Konzentration verlieren.“


17:20 Uhr (MEZ)

Der erste Tag der Rallye Monte Carlo war noch nicht hundertprozentig nach den Vorstellungen der Volkswagen Piloten verlaufen: Mit den Plätzen zwei (Sébastien Ogier), drei (Jari-Matti Latvala) und sieben (Andreas Mikkelsen) war nach den ersten beiden Wertungsprüfungen am Donnerstagabend noch Luft nach oben. Doch schon sechs WPs später sieht die Welt für die Fahrer im Polo R WRC schon wieder nahezu perfekt aus.

 

Nach starken Leistungen konnten sich die Volkswagen Piloten am Ende des zweiten Tages der Monte allesamt nach vorne arbeiten: Weltmeister Ogier führt nun vor Teamkollege Latvala, der sich auf Rang zwei verbesserte. Und auch Mikkelsen ist als Dritter auf Podiumskurs. Der Norweger überholte Ott Tänak und Elfyn Evans (beide Ford). Außerdem profitierte er von den Ausrutschern von Sébastien Loeb und Kris Meeke (beide Citroën).


16:50 Uhr (MEZ)

Dreifach-Führung für Volkswagen –

großes Pech für Loeb.

Das große Duell der beiden Top-Favoriten scheint beendet: Volkswagen Pilot Sébastien Ogier konnte seinem Verfolger Sébastien Loeb auf der achten und letzten Wertungsprüfung des heutigen Rallye-Freitags (Les Costes – St. Julien en Champsaur 2) ganze sechs Minuten abnehmen, denn der Citroën-Pilot hatte großes Pech. Nach einem Crash konnte er seinen stark beschädigten DS3 WRC mit Mühe noch ins Ziel der über 25 Kilometer langen WP retten.

Der klare Profiteur dieses Malheurs heißt Sébastien Ogier, der die Rallye nun mit 1:45 Minuten vor seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen (weitere 49 Sekunden zurück) anführt. Letzterer konnte ebenfalls einen Platz gutmachen, da auch der vor ihm liegende Kris Meeke (Citroën) auf der Strecke ausgefallen war. Volkswagen Motorsport beendet den zweiten Rallye-Tag dadurch mit einer Dreifach-Führung.

 

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16:00 Uhr (MEZ)

Führungswechsel! Ogier neuer Spitzenreiter.

Jetzt führt plötzlich ein neuer Seb die Rallye Monte Carlo an: Sébastien Ogier konnte dem bisherigen Spitzenreiter Sébastien Loeb auf der siebten Wertungsprüfung (Aspres-lès-Corps – Chauffayer 2) ganze 16 Sekunden abnehmen. Der Volkswagen Pilot zog vorbei und liegt nun mit acht Sekunden vor Loeb. Klasse, Seb!

Auf Platz drei liegt Jari-Matti Latvala, Andreas Mikkelsen hält den sechsten Platz der Gesamtwertung.

Die Bestzeit schnappte sich ein weiteres Mal Robert Kubica (Ford). Für den Polen läuft zwar am zweiten Tag weiterhin alles wie am Schnürchen, in der Tabelle liegt er nach seinem gestrigen Ausfall allerdings über zehn Minuten zurück.

 

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15:20 Uhr (MEZ)

Der Franzosen-Fight setzt sich fort.

Wow, was für ein Schlagabtausch zweier Rallye-Stars! Sébastien Ogier und Citroën-Veteran Sébastien Loeb kämpfen um die Gesamtführung der Rallye Monte Carlo. Die erste WP des heutigen Nachmittags (La Salle en Beaumont – Corps 2) ging an Loeb, der knapp schneller als die Volkswagen Piloten Jari-Matti Latvala und Sébastien Ogier war. Dadurch erhöht sich seine Führung im Gesamtklassement auf nun 6,6 Sekunden – aber Ogier bleibt als Zweiter in Schlagdistanz und lauert nur darauf, dass sich der Altmeister einen Fauxpas leistet.

Latvala bleibt Gesamtdritter mit 1:14.2 Minuten Rückstand auf die Spitze. Andreas Mikkelsen liegt weiterhin auf Platz sechs.

 

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Stand nach 5 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Loeb / D. Elena 1:11:41.4 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 1:11:44.4 +3.0  
3 J. Latvala / M. Anttila 1:12:52.1 +1:10.7  
4 O. Tänak / R. Mõlder 1:13:16.4 +1:35.0  
5 E. Evans / D. Barritt 1:13:29.8 +1:48.4  
6 K. Meeke / P. Nagle 1:13:30.2 +1:48.8  
7 A. Mikkelsen / O. Fløene 1:13:32.8 +1:51.4  
8 M. Østberg / J. Andersson 1:13:42.5 +2:01.1  
9 T. Neuville / N. Gilsoul 1:14:09.9 +2:28.5  
10 D. Sordo / M. Martí 1:14:25.8 +2:44.4  

13:30 Uhr (MEZ)

Duell über die Distanz.

Der Zweikampf zwischen Sébastien Ogier und Sébastien Loeb läuft mit komplett unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) wusste nicht so genau, ob er sich freuen oder ärgern sollte. Knappe drei Sekunden lag der amtierende Weltmeister nach den ersten fünf Wertungsprüfungen hinter seinem Vorgänger Sébastien Loeb (Citroën). „Aber das ist eigentlich Zufall“, analysierte Ogier bei der Einfahrt in die Mittagspause. „Wir fahren im Prinzip zwei unterschiedliche Rallyes.“


Tatsächlich fanden die beiden Konkurrenten aufgrund ihrer Startposition stark unterschiedliche Streckenbedingungen vor. Beispiel WP 3. Die 15,84 Kilometer lange Strecke zwischen La Salle en Beaumont und Corps war weitgehend vereist. „Hier hast du schon zu Fuß Probleme“, beschrieb Ogiers Beifahrer Julien Ingrassia. Die beiden Franzosen starteten am Freitagmorgen als Dritte. Die unangenehme Aufgabe, die Strecke zu eröffnen, fiel Sébastien Chardonnet (Citroën) und Robert Kubica (Ford) zu, die beide am Donnerstag ausgefallen und nach Rally2-Reglement neu gestartet waren.


Trotzdem fanden Ogier und auch die direkt hinter ihm gestarteten Teamkollegen Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) eine extrem glatte Ideallinie vor. Anders der von Position 14 losfahrende Loeb. Ihm bot sich eine schon teilweise frei gefahrene Spur. Obwohl er wie die drei Volkswagen Piloten ringsum auf Winterreifen mit Spikes setzte, war er 15 Sekunden schneller als Sébastien Ogier auf WP-Rang zwei.


Ein dramatisch anderes Bild bot die WP 5. Hier wartete eine weitgehend trockene Piste auf die Teams. Unter diesen Bedingungen ist eine vordere Startposition fast immer ein Vorteil, weil mit jedem Auto durch das Kurvenschneiden mehr – in diesem Fall auch noch nasse – Erde auf die Fahrbahn geschleudert wird. Prompt fuhr der als Zweiter startende Robert Kubica die Bestzeit. Ogier wurde Zweiter, volle 21,3 Sekunden schneller als Loeb.


Unter dem Strich trennten die beiden Siegfavoriten nach fünf Prüfungen besagte drei Sekunden. „Ich bin gespannt, ob das heute Nachmittag so bleibt“, meinte Ogier.


Latvala belegte Zwischenrang drei. Der Finne setzte für die Prüfungen vier und fünf auf eine so genannte „Crossover“-Reifenwahl: je ein Winterreifen mit  Spikes vorne rechts und hinten links, an den jeweils gegenüberliegenden Ecken Winterreifen ohne Spikes. „Für die eisigen Passagen braucht man die Spikes, vor allem beim Bremsen“, beschrieb Latvala, der nur in WP 3 vier Spikes-Reifen verwendete. „In dieser WP war aber der dichte Nebel das größere Problem.“


Pech für Ogier. „Ich hätte Nebel auf WP 5 gebrauchen können. Die kenne ich noch aus den Anfangstagen meiner Karriere. Hier hätte ich einen Vorteil gehabt.“ Für alle anderen Topfahrer war WP 5 dagegen völlig neu. Der Nebel machte auch Andreas Mikkelsen zu schaffen. „Man muss wirklich zu 100 Prozent seinem Aufschrieb vertrauen.“ Der Norweger erreichte den Mittagsservice als Siebter der Gesamtwertung.


12:10 Uhr (MEZ)

Wie gewonnen …

… so zerronnen: Der Abstand zwischen den beiden Sébastiens ist erheblich geschmolzen. Rallye-Veteran Loeb büßte auf WP 5 (Les Costes – St. Julien en Champsaur 1) 22 Sekunden seines Vorsprungs ein. Dadurch liegt Ogier im Polo R WRC jetzt nur noch drei Sekunden hinter seinem Rivalen. Die Nachmittags-Schleife, bei der die drei WPs des heutigen Vormittags erneut gefahren werden, verspricht also Spannung pur.

Die Bestzeit schnappte sich erneut Robert Kubica (Ford), der offensichtlich ein perfektes Setup gefunden hat. Ogier landete mit 0,8 Sekunden Rückstand nur knapp hinter dem Polen, Platz drei dieser WP ging an Teamkollege Jari-Matti Latvala. Andreas Mikkelsen fuhr die sechstschnellste Zeit.

Die Gesamtwertung vor dem nun anstehenden Mittags-Service: Loeb liegt knapp vor Ogier, Platz drei hält Latvala, allerdings mit bereits über einer Minute Rückstand. Mikkelsen belegt aktuell Platz sieben.

 

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11:30 Uhr (MEZ)

Gebirgsjäger auf vier Rädern.

Die Jagd durch die französischen Alpes Maritimes geht weiter: Auf der vierten Wertungsprüfung (Aspres-lès-Corps – Chauffayer 1), die in dieser Form seit 1994 nicht mehr gefahren wurde, kämpften sich die Piloten bis auf eine Höhe von 1.099 Metern – und es geht noch höher hinauf! Nebel und Eis auf der Strecke machen ihnen dabei weiterhin das Leben schwer. Weltmeister Sébastien Ogier versuchte, seine Michelin-Schneereifen zu schonen und fuhr mit drei Sekunden Rückstand die zweitschnellste Zeit hinter Robert Kubica, der den knapp 26 Kilometer langen Abschnitt überraschend als Schnellster absolvierte.

Jari-Matti Latvala konnte mit Platz drei knapp hinter Ogier zufrieden sein. Andreas Mikkelsen musste die Spikereifen schonen und verlor als Zehntschnellster über eine halbe Minute.

Die Gesamtwertung führt Sébastien Loeb weiterhin an. Der Citroën-Mann verlor allerdings vier Sekunden. Sein Vorsprung auf Verfolger Ogier beträgt nun 24,3 Sekunden.

 

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10:50 Uhr (MEZ)

Zwei Rallye-Asse auf Augenhöhe.

Mon Dieu, was für ein Auftakt in den zweiten Tag der Rallye Monte Carlo. Was sich gestern Abend bereits angedeutet hatte, setzt sich fort: Das Duell der Rallye-Stars Sébastien Ogier gegen Namensvetter Loeb (Citroën) fasziniert, denn die beiden Franzosen schenken einander nichts. Nachdem gestern beide je eine Wertungsprüfung für sich entscheiden konnten, ließ es Volkswagen Pilot Sébastien Ogier auf der ersten WP des heutigen Freitags (La Salle en Beaumont – Corps 1) etwas vorsichtiger angehen – und das zu Recht: Glatteis und Nebel machten die knapp 16 Kilometer lange Strecke zu einer riskanten Partie. Loeb kam mit den schwierigen Bedingungen offensichtlich besser klar und holte die Bestzeit.

Jari-Matti Latvala wollte ebenfalls kein zu hohes Risiko eingehen. Der Finne kam als Zwölftschnellster mit 42,7 Sekunden Abstand hinter Loeb über die Linie. „Kein Grund, bereits jetzt alles zu riskieren. Es kommen noch bessere Wertungsprüfungen“, erklärte der Vizemeister von 2014.

Teamkollege Andreas Mikkelsen kam mit den Konditionen gut zurecht und fuhr die viertschnellste Zeit. Im Gesamtklassement führt Loeb aktuell mit 28 Sekunden vor Ogier. Latvala liegt auf Rang fünf, knapp dahinter Mikkelsen auf sechs.

 

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06:00 Uhr (MEZ)

Freitag: die Wertungsprüfungen des zweiten Tages.

Donnerstag, 22.01.2015


Stars auf dem Schleudersitz vor dem Start der Rallye Monte Carlo. Der Donnerstag. Das Video.


Aktuelle Bilder (15)
Letztes Update: 23:40 Uhr (MEZ)


Stand nach 2 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Loeb / D. Elena 30:08.2 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 30:21.5 +13.3  
3 J. Latvala / M. Anttila 30:44.3 +36.1  
4 O. Tänak / R. Mõlder 30:46.8 +38.6  
5 E. Evans / D. Barritt 30:55.6 +47.4  
6 K. Meeke / P. Nagle 31:08.0 +59.8  
7 A. Mikkelsen / O. Fløene 31:08.1 +59.9  
8 T. Neuville / N. Gilsoul 31:15.0 +1:06.8  
9 M. Østberg / J. Andersson 31:16.9 +1:08.7  
10 H. Solberg / I. Minor 31:25.8 +1:17.6  

23:59 Uhr (MEZ)

Das fängt ja gut an.

Die ersten beiden Prüfungen verlangten den Fahrern bereits alles ab.

Für Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) war es der „vielleicht schwierigste Start in die Rallye Monte Carlo, den ich je erlebt habe“. Tatsächlich hatten es die ersten beiden, bei Dunkelheit gefahrenen Wertungsprüfungen in sich. WP 1 war weitgehend zugeschneit oder mit Eis bedeckt, WP 2 größtenteils trocken oder höchstens nass, mit ganz wenigen Eis-Flecken. Welche Reifen nimmt man für diese Konstellation?

 

Die Top-Fahrer, darunter alle Volkswagen Piloten, waren sich einig und ließen jeweils vier Spike-Reifen aufziehen. „Anders wäre die erste WP nicht zu schaffen gewesen“, sagte Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). „Auch so ging es manchmal nur im Zeitlupentempo vorwärts.“

 

Mit diesen Bedingungen kam der siebenmalige Monte-Sieger Sébastien Loeb (Citroën), der ebenfalls auf vier Spike-bewehrte Winterreifen setzte, auch dank seiner späten Startposition (14) am besten zurecht. Auch der als Zwölfter gestartet Ott Tänak (Ford) profitierte von einer stellenweise schon freigefahrenen Spur und erzielte die zweitschnellste Zeit. „Ich hätte schneller fahren können, wollte aber kein zu hohes Risiko eingehen“, sagte Ogier, dem die drittbeste Zeit notiert wurde.

 

In WP 2 schlugen die Volkswagen Piloten zurück. „Mit Spike-Reifen auf Asphalt zu fahren, ist kein Spaß“, sagte Ogier. „Vor allem in schnellen Kurven und beim Bremsen wird das Auto sehr unruhig.“ Dennoch erzielte der Vorjahressieger die Bestzeit und halbierte den Rückstand auf Loeb nahezu.

 

Um das Fahrverhalten seines Polo R WRC etwas zu stabilisieren, wechselte Andreas Mikkelsen als Einziger aus der Spitzengruppe auf der Verbindungsetappe zwischen WP 1 und WP 2 an der Hinterachse auf zwei Winterreifen ohne Spikes. „Das hat gut funktioniert“, freute sich der Norweger, der im Polo R WRC des Jahrgangs 2014 die fünftschnellste Zeit fuhr.

 

Jari-Matti Latvala war zwar noch vor Loeb Zweitschnellster, erlebte in WP 2 aber zusätzliche Adrenalinschübe. „Auf einmal zog ein kräftiges Lüftchen durch das Cockpit. Ich habe erst Miikka im Verdacht gehabt, er hätte sein Fenster nicht geschlossen.“ Doch Beifahrer Anttila war schuldlos. Tatsächlich hatte sich ein Befestigungsbolzen der Heckklappe gelockert, die sich dadurch im Fahrtwind leicht bewegte. Die Reparatur war für die Volkswagen Mechaniker innerhalb der zur Verfügung stehenden 45 Minuten Servicezeit ein Kinderspiel.


23:00 Uhr (MEZ)

Es war ein Auf und Ab am ersten Tag der Rallye Monte Carlo. Die ersten beiden Wertungsprüfungen der Saison 2015 hatten zwar nur eine Gesamtlänge von insgesamt 40,99 Kilometern, doch die hatten es in sich: Denn die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt lag auf beiden Teilabschnitten bei mehr als 500 Metern – zusammengenommen waren es am ersten Tag der Monte Höhendifferenzen von insgesamt 1.064 Metern.

 

Der Start der WP 1 fand auf einer Höhe von 596 Metern über dem Meeresspiegel statt. Nach nicht einmal 13,5 Kilometern befanden sich die Fahrer dann allerdings auf 1.102 Metern Höhe, ehe es wieder bergab in Richtung Ziel ging (820 Meter). Auf der zweiten WP, die auf 693 Metern startete, ging es sogar noch höher hinauf: Der höchste Punkt des Tages befand sich auf 1.214 Metern, ehe es wieder hinab auf 664 Meter ging.


22:15 Uhr (MEZ)

Weltmeisterliche Antwort.

 

Welch eine Leistung von Sébastien Ogier. Nachdem sich der Volkswagen Pilot aufgrund des Nachteils als erster Starter auf der ersten Wertungsprüfung noch mit dem dritten Platz zufrieden geben musste, schlug der Weltmeister auf der WP 2 zurück. Die 19,68 Kilometer lange Norante – Digne-les-Bains fuhr Ogier in einer eigenen Sphäre: Nach 13:57.1 Minuten erreichte der Titelverteidiger im Polo R WRC #1 das Ziel – da konnte die Konkurrenz nicht mithalten.

 

Lediglich Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) kam in die Nähe des Champions: Mit 10,7 Sekunden Rückstand kam der Finne als Zweitschnellster ins Ziel. Sébastien Loeb (Citroën) war 17,6 Sekunden langsamer als Ogier und wurde Dritter. Auch der dritte Volkswagen Pilot, Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), konnte mit seiner Leistung zufrieden sein: Der Norweger belegte knapp hinter Elfyn Evans (Ford) den fünften Rang.

 

In der Gesamtwertung lauern die Volkswagen Piloten Ogier und Latvala nach den ersten beiden von insgesamt 15 Wertungsprüfungen auf den Plätzen zwei und drei knapp hinter Loeb. Mikkelsen belegt nach dem ersten Tag der Rallye Monte Carlo 2015 Rang sieben.

 

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21:10 Uhr (MEZ)

Rutschpartie in der Dunkelheit.

 

Welch ein spektakulärer Start in die WRC-Saison 2015! Auf der ersten Wertungsprüfung der Rallye Monte Carlo wechselten sich Nässe, Eis und Schnee auf dem Asphalt ständig ab – eine massive Herausforderung für die Fahrer. Dennoch schafften die Volkswagen Piloten auf der 21,31 Kilometer langen WP 1 Entrevaux – Rouaine einen soliden Auftakt.

 

Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 lag mit einer hervorragenden Zeit von 16:24.4 Minuten lange in Führung. Für die Fahrer, die erst deutlich später starten mussten, wurden die Bedingungen allerdings immer besser – dennoch reichte es für den Franzosen am Ende zu Rang drei. Der erste WP-Sieg der Monte ging an Sébastien Loeb (Citroën), Ott Tänak (Ford) wurde Zweiter.

 

Vizeweltmeister Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) benötigte für die erste Wertungsprüfung des Jahres 16:36.5 Minuten und belegte den achten Platz. Teamkollege Andreas Mikkelsen (#9), der noch mit dem Vorjahres-Polo unterwegs ist, kam als 13. ins Ziel.

 

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18:15 Uhr (MEZ)

„Absolutes Vertrauen in den Aufschrieb nötig.“

Die drei Volkswagen Werkspiloten erwarten eine besonders anspruchsvolle Rallye Monte Carlo.

Dieses Mal will er nicht vergessen, seinen Vater anzurufen. Vor genau einem Jahr startete Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) in die Wertungsprüfungen rund um seinen Heimatort Gap mit nicht optimalen Reifen – wofür er sich nachträglich Schelte von seinem Vater einfing. „Ich werde ihn dieses Mal um Rat fragen“, versprach Ogier vor dem Start, der ab 18:30 Uhr vor dem Casino in Monte Carlo über die Bühne geht. „Und wenn nicht, hoffe ich, dass es am Ende trotzdem so ausgeht wie letztes Jahr.“ Damals gewann Ogier – auch ohne die Hilfe seines Vaters.


Allgemein erwarten die Piloten eine schwierigere Monte als in der vergangenen Saison. „Einige der neuen Prüfungen sind sehr anspruchsvoll“, beschrieb Ogier. „Da sind viele Stellen dabei, wo du absolutes Vertrauen in deinen Aufschrieb haben musst.“ Insgesamt sind rund zwei Drittel der Wertungsprüfungen so lange nicht mehr gefahren worden, dass auch Routiniers wie Ogier oder Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) nicht auf Erfahrungen aus der Vergangenheit aufbauen können.
„Für mich ist das ein Vorteil“, sagte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Der Norweger hat weniger Monte-Starts auf dem Buckel als die meisten seiner Konkurrenten. „Wir haben im Training bei vielen Prüfungen alle mit einem leeren Blatt Papier angefangen. Meine geringere Erfahrung ist dadurch ein kleinerer Nachteil als sonst.“


Neue Wertungsprüfungen stellen die Teams immer vor besondere Herausforderungen. Hinzu kommt – typisch für die Rallye Monte Carlo – der Unsicherheitsfaktor Wetter. „Auf einigen Prüfungen hat es geschneit, seitdem wir sie im Training gefahren sind“, berichtete Latvala. „Unsere Aufzeichnungen stimmen also nicht mehr zu 100 Prozent.“ Umso wichtiger ist die Aufgabe der Eisspione, die kurz vor dem Start alle Wertungsprüfungen noch einmal abfahren und Veränderungen am Streckenzustand an ihre Schützlinge weitergeben. Schließlich hat nicht jeder einen Vater, der ganz in der Nähe wohnt.


11:00 Uhr (MEZ)

Donnerstag: die Wertungsprüfungen des ersten Tages.

Vorberichte


21:00 Uhr (MEZ)

Mittwoch, 21.01.2015

Wenn aus Asphalt plötzlich Schotter wird.

 

Shakedown geriet zur Schlammschlacht. Sébastien Ogier schnellster Volkswagen Pilot.

 

Das Wetter zeigte sich zum Auftakt der Rallye Monte Carlo von seiner wechselhaften Seite. Schien am Morgen noch die Sonne, zogen um die Mittagszeit Regenschauer über Gap. Die Folge: Die als Shakedown abgesteckte Wertungsprüfung am Stadtrand verwandelte sich schon nach wenigen Autos in eine Schlammpiste. „Das war eigentlich eine Schotter-Prüfung“, bemängelte nicht nur Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). Der Vorjahressieger beschränkte sich auf die vorgeschriebenen drei Durchgänge – einer mehr als noch 2014 – und erzielte die drittschnellste Zeit.

 

Nur eine Zehntelsekunde langsamer war Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) auf Rang vier. Der Norweger gönnte sich vier Durchgänge über die 3,52 Kilometer lange Test-WP und probierte dabei auch die für die Rallye Monte Carlo berüchtigte Crossover-Variante bei der Reifenwahl aus: zwei Slicks und zwei Schneereifen über Kreuz an Vorder- und Hinterachse.

 

Nicht ganz zufrieden war Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) mit dem Verlauf des Warm-ups. „Mein Auto war mir auf der extrem glatten Strecke etwas zu nervös. Deswegen habe ich verschiedene Fahrwerksabstimmungen ausprobiert.“ Latvala fuhr den Shakedown fünf Mal, auf immer schlechter werdender Strecke war aber keine Verbesserung mehr möglich. Der Finne belegte Rang elf.

 

Die Bestzeit im Shakedown sicherte sich Sébastien Loeb (Citroën), der seine erste WM-Rallye nach mehr als einem Jahr Pause bestreitet. Sein Teamkollege Kris Meeke war Zweitschnellster.


15:05 Uhr (MEZ)

Fünf ist Trumpf.

Fünf verschiedene Reifentypen stehen zur Wahl. Jeder Fahrer hat 82 Reifen zur Wahl, darf davon aber maximal 34 nutzen.

Früher war der Aufwand gigantisch. Nach jeder Wertungsprüfung wurden neue Reifen aufgezogen, bei der Rallye Monte Carlo hatten die Fahrer dazu die Auswahl aus mehr als einem Dutzend verschiedener Typen. Die Reifenlieferanten karrten Tausende von Pneus kreuz und quer durch die Alpen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei, nicht zuletzt aus Kostengründen wurden die Wahlmöglichkeiten auf einen Bruchteil reduziert, für die Saison 2015 erneut.


Heute stehen bei der Rallye Monte Carlo jedem Fahrer eines World Rally Car nur insgesamt 82 Reifen zur Verfügung. Volkswagen Motorsport-Partner Michelin hat für jeden der drei Polo R WRC fünf Typen im Angebot: acht Asphalt-Reifen der harten Gummimischung (H4), 16 weiche (S4) und 24 der für die „Monte“ neuen Variante Super-Soft (SS4), außerdem zehn Schnee-Reifen ohne und 24 mit Spikes. Im Vergleich mit den langen Nägeln für die Rallye Schweden sind die Spikes beim Saisonauftakt allerdings geradezu winzig. Nur zwei Millimeter Stahl dürfen aus der Reifenoberfläche herausschauen, die Zahl der Spikes ist auf rund 200 begrenzt.


Begrenzt ist auch die Anzahl der Reifen, die jeder Fahrer aus seinem 82er-Kontingent tatsächlich verwenden darf. Wechsel sind nicht nach jeder Prüfung, sondern nur noch im Servicepark erlaubt. Daraus ergibt sich eine Gesamtmenge von maximal 34 Reifen, inklusive Ersatzräder – nicht gerade viel für 15 Wertungsprüfungen.


14:30 Uhr (MEZ)

Seb vs. Seb:

meisterhaftes Duell zum Saisonauftakt.

Zwei Superstars der Rallye-Szene treffen beim Saisonstart in Monte Carlo erneut aufeinander: Volkswagen Pilot Sébastien Ogier, der im Polo R WRC auf die Jagd nach WM-Titel Nummer drei geht, und Citroën-Veteran Sébastien Loeb, neunmaliger WRC-Champion. Das Duell der schnellen Franzosen verspricht Spannung pur für die Zuschauer, denn schenken werden sich die beiden Lenkrad-Asse mit Sicherheit nichts.
 
Ogier, dem im vergangenen Jahr sein erster „Monte“-Sieg gelang, will diesen Erfolg bei seiner „Heimrallye“ natürlich wiederholen. Der Einsatz von Gaststarter Loeb macht dem zweimaligen Weltmeister allerdings keine Sorgen: „Ich denke, dass er genauso stark fährt, wie man es von ihm gewohnt ist. Er hat zwar ein Jahr lang keine Rallye bestritten, aber er war ja weiter im Rennsport aktiv. Es wird spannend für das Rennen, aber ich erwarte keinen zusätzlichen Druck“, erklärte Ogier.
 
Loeb kann bereits auf sieben Siege bei dem prestigeträchtigen Event zurückblicken. Der Elsässer nahm 2014 an keiner Rallye teil, vertraut aber auf sein Talent und auf seine langjährige Erfahrung: „Meine Ambition ist es, mein Bestes zu geben. Ich bin ein Jahr lang keine Rallye gefahren, muss hier also nicht gewinnen. Andererseits will ich immer alles geben, sobald ich am Start stehe. Ich werde mich also gut vorbereiten, und wir werden sehen, wohin das führt.“

Die beiden Favoriten bleiben also cool. Für die Wetterbedingungen in den französischen Alpes-Maritimes trifft zu dieser Jahreszeit Ähnliches zu – auf die Fans wartet jedoch ein weiteres Mal ein heißes Duell zweier Spitzenfahrer, die auch bei Eis und Schnee um jede Zehntelsekunde fighten werden.


Freitag, 16.01.2015

Feuertaufe bei Eiseskälte.

Die Wettbewerbspremiere des neuen Polo R WRC findet in den winterlichen Alpen statt.

Mit einem letzten Test in der vergangenen Woche hat sich Volkswagen Motorsport auf den Start in die Saison 2015 vorbereitet, die legendäre Rallye Monte Carlo. Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) kann die Wettbewerbspremiere des neuen Polo R WRC kaum erwarten: „Das neue Auto ist in vielen Details verbessert worden. Aber auch unsere Konkurrenten haben über den Winter nicht geschlafen. Wo wir genau stehen, wissen wir frühestens nach den ersten Wertungsprüfungen der Rallye Monte Carlo.“


Für den Vorjahressieger steht besonders das Comeback des siebenmaligen Monte-Siegers Sébastien Loeb im Mittelpunkt: „Ich freue mich auf das Duell mit ihm.“ Dass einige der neuen Wertungsprüfungen in der Nähe seiner Heimat Gap liegen, hat für Ogier einen zusätzlichen Reiz. „Einige Straßen kenne ich aus meiner Jugend. Ich bin mal gespannt, wie sie sich mit einem World Rally Car fahren lassen.“


Während Ogier ganz klar den Sieg im Visier hat, backt Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) etwas kleinere Brötchen. „Ich bin auf Schnee schnell und inzwischen auch auf Asphalt. Nur die Kombination aus beidem liegt mir nicht so“, sagt der Finne mit Blick auf die erwarteten schwierigen Streckenverhältnisse. „Aber für mich ist ein Sieg bei der Rallye Monte Carlo auch nicht ganz so wichtig wie für einen Franzosen. Ich habe mehr die gesamte Saison im Blick.“


Teamkollege Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) geht als Einziger mit einem Vorjahresauto an den Start. „Aber das ist speziell bei der Rallye Monte Carlo kein Nachteil“, glaubt der Norweger. „Erstens ist auch der 2014er-Polo R WRC ein Siegauto. Und zweitens kommt es bei der Rallye Monte Carlo wie bei keinem anderen WM-Lauf auf die richtige Reifenwahl und manchmal auch ein wenig Glück an.“ Mikkelsen peilt eine Verbesserung seines siebten Rangs von 2014 an.


Traditionell stellt die Rallye Monte Carlo auch die Logistiker von Volkswagen Motorsport vor besondere Aufgaben. Der zentrale Servicepark wird ab Wochenanfang in Gap aufgebaut, am Mittwoch wird in der Nähe der Shakedown durchgeführt. Am Donnerstag findet im 200 kurvenreichen Alpenstraßen oder 300 Autobahn-Kilometer entfernten Monte Carlo eine offizielle Präsentation der Rallye-WM 2015 statt, bevor am Abend (ab 18:30 Uhr) vor dem Casino die Teilnehmer über die Startrampe rollen. Von dort geht es über zwei Wertungsprüfungen zurück nach Gap, in dessen Umgebung die Prüfungen am Freitag und Samstagmorgen stattfinden.


Am Samstagnachmittag verlagert sich der gesamte Tross, inklusive Servicepark, erneut nach Monte Carlo. Nach einer kurzen Schleife durch die Seealpen liegt die Zielankunft am Sonntagmittag (ab 13:49 Uhr) am Palast des Prinzen. Insgesamt stehen nur 15 Wertungsprüfungen auf dem Programm, die es mit einer Länge von 355 Kilometern jedoch in sich haben.


Montag, 12.01.2015

Saisonauftakt auf unbekanntem Terrain.

Mon Dieu, die diesjährige „Monte“ wird zum Überraschungsei für die WRC-Piloten. Denn die Veranstalter vom Automobile Club de Monaco haben für die 2015er-Ausgabe der Auftakt-Rallye zahlreiche Veränderungen am Streckenverlauf vorgenommen. Gegenüber 2014 sind über 75 Prozent der Strecke neu. Rallye-Fans können dennoch beruhigt sein: Die „Klassiker“ am Col de Turini werden auch in diesem Jahr gefahren.

Neuland für die Fahrer und Beifahrer sind die beiden Auftakt-WPs am Donnerstagabend (Entrevaux – Rouaine und Norante – Digne les Bains). Beide Prüfungen werden bei Dunkelheit gefahren, was bei widrigem Winterwetter eine besondere Herausforderung darstellen könnte.

Komplett neu sind auch die drei Wertungsprüfungen des Freitags, die jeweils zweimal gefahren werden. Die Etappe führt den WRC-Tross nördlich der Stadt Gap (Servicepark) in die Regionen Hautes-Alpes und Isère. Alle drei Prüfungen (La Salle en Beaumont – Corps 1, Aspres lès Corps – Chauffayer 1, Les Costes – Saint Julien en Champsaur 1) liegen geografisch dicht beieinander. Zusammen ergeben sie einen Run von insgesamt 67 Kilometern. Man darf gespannt sein, wer auf dem unbekannten Terrain am besten zurechtkommt.

Am Samstag und Sonntag stehen traditionelle Stages wie Sisteron – Thoard und die legendäre WP am Col de Turini (La Bollène Vésubie – Sospel) auf dem Programm.

Nicht nur die Streckenführung lockt mit vielen Neuheiten, auch die Regeln der Rallye Monte Carlo wurden angepasst: So ist im Falle eines Unfalls mit Beschädigung des Fahrzeugs in diesem Jahr auch das Neustarten am Folgetag nach Rally2-Reglement zugelassen.

Streckenprofil

Die Unberechenbare.

Eine Herausforderung für die Fahrer.

Die „Monte“ sorgt für einen Mix aus Schnee, Eis, Nässe und trockenem Asphalt.

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