Rallye Großbritannien 2014.

 

Ogier und Ingrassia feiern beim Finale in Wales ihren achten Saisonsieg.

 

Das Dutzend ist voll: Volkswagen Motorsport hat bei der 13. und letzten Rallye der Saison den zwölften Sieg gefeiert und damit eine herausragende Saison standesgemäß abgeschlossen. Das Weltmeister-Duo Sébastien Ogier und Julien Ingrassia gewann in Wales mit deutlichem Vorsprung vor Mikko Hirvonen (Ford), Mads Østberg (Citroën) wurde Dritter.

 

Ogier erwischte einen perfekten Auftakt und konnte sich im Polo R WRC #1 bei rutschigen Streckenbedingungen bereits am ersten Tag der Rallye Großbritannien einen Vorsprung vor der Konkurrenz herausfahren. Nur Teamkollege Jari-Matti Latvala konnte anfangs mithalten, rutschte aber am zweiten Tag von der Strecke und somit war der Weg zum achten Saisonsieg für den Weltmeister aus Frankreich frei.

 

Immerhin feierte Latvala am dritten Tag einen versöhnlichen Abschluss: Durch den Sieg auf der Power Stage sicherte sich der Finne drei Extra-Punkte für die WM-Wertung. Andreas Mikkelsen hatte ebenfalls einen extrem starken Tag in Wales: Nach Ausrutschern am Freitag und Sonntag feierte der Norweger am Samstag die beste Rallye-Etappe seiner Karriere: Fünf WP-Siege und vier zweite Plätze.

Sébastien Ogier: „Das ist natürlich die schönste Art, eine Saison abzuschließen: mit einem Sieg. Wir hatten keinen Druck, weil die WMbereits entschieden war, und wollten die Rallye Großbritannien nur genießen. Insgesamt war es erneut eine großartige Saison für Julien und mich mit einem phantastischen Team im Rücken. “

 

Jari-Matti Latvala: „Ich kann sehr zufrieden auf die Saison 2014 zurückblicken: Zum ersten Mal habe ich ernsthaft um den WM-Titel gekämpft und konnte die Entscheidung lange offen halten. Dazu habe ich meine erste Asphalt-Rallye gewonnen, das war ein wichtiger Meilenstein für mich. Das Duell mit Sébastien Ogier war extrem spannend – daran werde ich in der kommenden Saison anknüpfen.“

 

Andreas Mikkelsen: „Leider ist die Saison nicht wie erhofft zu Ende gegangen. Ich hätte dem Team gern etwas Besseres abgeliefert als zweiAusrutscher. Wir können trotzdem stolz auf unsere Saison sein. Mit fünf Podiumsresultaten haben wir unsere eigene Erwartung übertroffen, Platz drei in der Fahrer-WM hinter unseren Teamkollegen ist das beste sportliche Ergebnismeiner Karriere.“

 

Jost Capito: „Zwölf Siege in einer Saison – wir blicken wahrlich auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Wir können stolz auf das sein, was wir geleistet haben und genießen jeden Moment in der Rallye-WM. Auch die Rallye Großbritannien war ein echter Erfolg – Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben bei ihrem achten Saisonsieg alles richtig gemacht. Auf den Lorbeeren ausruhen werden wir uns aber keinesfalls.“


Volkswagen Motorsport feiert beim Schlussakt den zwölften Saisonsieg. Das Video.


Rallye Großbritannien 2014: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:03:08.2 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:03:45.8 +37.6  
3 M. Østberg / J. Andersson 3:04:11.8 +1:03.6  
4 T. Neuville / N. Gilsoul 3:04:23.1 +1:14.9  
5 E. Evans / D. Barritt 3:04:32.5 +1:24.3  
6 K. Meeke / P. Nagle 3:05:11.2 +2:03.0  
7 O. Tänak / R. Mõlder 3:05:37.9 +2:29.7  
8 J. Latvala / M. Anttila 3:05:55.7 +2:47.5  
9 M. Prokop / J. Tománek 3:06:51.5 +3:43.3  
10 H. Paddon / J. Kennard 3:06:56.7 +3:48.5  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Großbritannien des Jahres 2014 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 16.11.2014


Volkswagen Motorsport feiert beim Schlussakt in Wales den zwölften Saisonsieg.
Die Höhepunkte der Rallye Großbritannien im Video.


Aktuelle Bilder (11)
18:15 Uhr (MEZ)


Stand nach 23 von 23 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:03:08.2 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:03:45.8 +37.6  
3 M. Østberg / J. Andersson 3:04:11.8 +1:03.6  
4 T. Neuville / N. Gilsoul 3:04:23.1 +1:14.9  
5 E. Evans / D. Barritt 3:04:32.5 +1:24.3  
6 K. Meeke / P. Nagle 3:05:11.2 +2:03.0  
7 O. Tänak / R. Mõlder 3:05:37.9 +2:29.7  
8 J. Latvala / M. Anttila 3:05:55.7 +2:47.5  
9 M. Prokop / J. Tománek 3:06:51.5 +3:43.3  
10 H. Paddon / J. Kennard 3:06:56.7 +3:48.5  

18:30 Uhr (MEZ)

Erleichtert und ein bisschen müde.

Für Sébastien Ogier war der Weg zum Sieg alles andere als ein Spaziergang.

Der Sieg erschien auf den ersten Blick einfach. Aber Sébastien Ogier beschrieb die Rallye Großbritannien 2014 als einer der schwierigsten, die er bisher erlebt habe. „Das war mal wieder eine richtig schwierige Rallye. Nur mein erster Start 2008 war noch schlimmer. Damals hat es sogar geschneit“, sagte der Weltmeister nach der Zielankunft. Und trotz des spätestens ab Wertungsprüfung 9 deutlichen Vorsprungs vor dem Verfolgerfeld war der Weg zu Saisonsieg Nummer acht alles andere als ein Spaziergang. „Die Bedingungen waren extrem schwierig. Unsere Aufgabe war es, das Risiko zu reduzieren, ohne zu langsam zu werden oder die Konzentration zu verlieren. Das war eine Herausforderung für sich.“


Beifahrer Julien Ingrassia ergänzte scherzend: „Wir fahren bei dieser Rallye durch eine tolle Gegend, die wir eigentlich nur bei schlechtem Wetter kennen. Ich würde Wales gerne mal im Hochsommer erleben.“


Eine gewisse Erleichterung, dass die im Januar in Monte Carlo begonnene Saison nun beendet ist, konnten Ingrassia und Ogier nicht abstreiten. „Ich bin jetzt wirklich ein bisschen müde“, gab Ogier zu, der auf den verdienten Urlaub allerdings noch ein paar Wochen warten muss. „Jetzt stehen erst einmal einige Weltmeister-Feiern an, die ich genießen werde. Und natürlich die Testfahrten für die Rallye Monte Carlo.“


Auch Volkswagen-Motorsportdirektor Jost Capito Capito warf einen Blick voraus. „Der Saisonauftakt 2015 ist nur 65 Tage entfernt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf vollen Touren.“ Capito nutzte auch die Gelegenheit, sich von Mikko Hirvonen und Beifahrer Jarmo Lehtinen zu verabschieden, die nach 13 Jahren der Weltmeisterschaft den Rücken kehren. „Ich habe eine großartige Zeit mit Mikko und Jarmo bei Ford gehabt, in der wir unter anderem zwei Weltmeisterschaften gewonnen haben. Ich werde die beiden vermissen.“


18:10 Uhr (MEZ)

Wir genießen jeden Moment in der Rallye-WM.

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Das ist natürlich die schönste Art, eine Saison abzuschließen: mit einem Sieg. Wir hatten keinen Druck, weil die WM bereits entschieden war, und wollten die Rallye Großbritannien nur genießen. Freitag mussten wir richtig Vollgas geben und hatten einen engen Kampf um die Führung mit meinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala. Als Jari-Matti am Samstag einen Fehler hatte, war der Charakter der Rallye für uns natürlich komplett verändert. Ich musste das Auto nur noch ins Ziel bringen. Das ist bei den typischen Bedingungen in Wales alles andere als eine leichte Aufgabe. Insgesamt war es erneut eine großartige Saison für Julien und mich mit einem phantastischen Team im Rücken. Jetzt stehen noch ein paar Tests und offizielle Feiern an, bevor es in den Weihnachtsurlaub geht. Ein Wort zu Mikko Hirvonen: Ich freue mich sehr für ihn, dass er seine letzte WM-Rallye auf dem Podium beendet. Er hatte ein tolle Karriere, wir werden ihn als Gegner vermissen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich kann sehr zufrieden auf die Saison 2014 zurückblicken: Zum ersten Mal habe ich ernsthaft um den WM-Titel gekämpft und konnte die Entscheidung lange offen halten. Dazu habe ich meine erste Asphalt-Rallye gewonnen, das war ein wichtiger Meilenstein für mich. Das Duell mit Sébastien Ogier war extrem spannend – daran werde ich in der kommenden Saison anknüpfen. Die Rallye Großbritannien lief nicht wie erhofft, denn mein klares Ziel war, hier in Wales um den Sieg zu kämpfen. Abgesehen von dem Ausrutscher war unser Tempo sehr gut, daher freue ich mich schon jetzt auf das nächste Jahr.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Leider ist die Saison nicht wie erhofft zu Ende gegangen. Ich hätte dem Team gern etwas Besseres abgeliefert als zwei Ausrutscher. Aber die Bedingungen waren besonders schwierig und bei der Rallye Großbritannien passieren Fehler schneller als anderenorts. Ich bin enttäuscht, denn ich denke, dass wir in Sachen Tempo mit unseren Teamkollegen mitgehalten haben und mit um den Sieg hätten kämpfen können. Wir können trotzdem stolz auf unsere Saison sein. Mit fünf Podiumsresultaten haben wir unsere eigene Erwartung übertroffen, Platz drei in der Fahrer-WM hinter unseren Teamkollegen ist das beste sportliche Ergebnis meiner Karriere. Ich freue mich auf ein bisschen Erholung in den kommenden Wochen, aber auch auf die neue Saison 2015. Dann gilt es von Beginn an mit um Siege und Podiumsplätze zu kämpfen. Das ist mein Ziel.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Zwölf Siege in einer Saison – wir blicken wahrlich auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Wir können stolz auf das sein, was wir geleistet haben und genießen jeden Moment in der Rallye-WM. Auch die Rallye Großbritannien war ein echter Erfolg – Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben bei ihrem achten Saisonsieg alles richtig gemacht. Hut ab dafür. Jari-Matti Latvala, Miikka Anttila, Andreas Mikkelsen und Ola Fløene hatten dagegen nicht den Saisonabschluss, den sie sich gewünscht hatten, können aber ebenfalls stolz auf das Erreichte sein. Auf den Lorbeeren ausruhen werden wir uns aber keinesfalls. In 65 Tagen beginnt mit der Rallye Monte Carlo die 2015er-Saison und wir wollen wieder bestmöglich präpariert sein. Die Vorbereitungen laufen nicht erst seit gestern auf Hochtouren.“


14:20 Uhr (MEZ)

Ein Glück, dass wir diese Punkte nicht in Flensburg, sondern in der Fahrer-Weltmeisterschaft auf dem Konto haben: Ganze 635 Zähler haben die drei Volkswagen Fahrer in der WRC-Saison 2014 gesammelt. Zum Vergleich: In der Vorsaison brachten sie es auf insgesamt 502 Punkte. Doppel-Weltmeister Sébastien Ogier steht 2014 mit 267 Zählern ganz oben in der Tabelle. 218 Punkte kann der Zweitplatzierte Jari-Matti Latvala vorweisen. Ein tolles Ergebnis für den Finnen, der sich in dieser Saison deutlich gesteigert hat und bis zur vorletzten Rallye um die WM-Krone mitkämpfen konnte. Hut ab auch vor Andreas Mikkelsen (150 Punkte), der 2014 so richtig aufgedreht hat und seine Punktzahl gegenüber 2013 sogar verdreifacht hat.


13:50 Uhr (MEZ)

Ogier triumphiert, Latvala gewinnt Power Stage.


Hervorragender Abschluss für Volkswagen Motorsport bei der Rallye Großbritannien. Auf der abschließenden Power Stage Brenig 2 fuhr Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 seinen achten Saisonsieg ganz locker nach Hause. Auf die Zusatzpunkte war der Champion aus Frankreich gar nicht mehr aus.

 

Dafür aber Teamkollege Jari-Matti Latvala. Der Finne im Polo R WRC #2 gab auf den letzten 10,81 Kilometern noch einmal alles und gewann die Power Stage mit einer Zeit von 7:04.7 Minuten. In der Gesamtwertung landete Latvala auf dem achten Platz, sodass er noch einmal sieben WM-Zähler sammeln konnte.

 

Ogier feierte hingegen einen ungefährdeten Sieg – den achten in dieser erneut herausragenden Saison. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Mikko Hirvonen, der seine letzte Rallye absolvierte, betrug nach 23 Wertungsprüfungen 37,6 Sekunden. Mads Østberg (Citroën) wurde Dritter.

 

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12:45 Uhr (MEZ)

Latvala bereit für die Power Stage.


Der Finne ist on fire: Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) zeigt im Endspurt der Rallye Großbritannien noch einmal, dass er um jeden Punkt kämpft. Auf der vorletzten Wertungsprüfung Alwen 2 feierte der Volkswagen Pilot seinen dritten WP-Sieg hintereinander. In 5:44.7 Minuten ließ der Finne auf dem 10,04 Kilometer langen Teilabschnitt die gesamte Konkurrenz hinter sich. In der Gesamtwertung wird Latvala voraussichtlich auch nach der 23. und letzten Wertungsprüfung auf dem achten Platz bleiben.

 

Das Ziel des Volkswagen Piloten sind aber die drei Extrapunkte auf der abschließenden Power Stage. Teamkollege Sébastien Ogier ist hingegen darauf bedacht, seinen Polo R WRC #1 sicher ins Ziel zu bringen. Mit der elftschnellsten Zeit hatte der Franzose zwar 10,9 Sekunden Rückstand auf Latvala, führt in der Gesamtwertung aber weiterhin mit deutlichem Abstand vor der Konkurrenz.

 

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11:40 Uhr (MEZ)

Finnischer Doppelsieg im Park.


Vor den letzten beiden Wertungsprüfungen des Jahres ging es für die Rallye-Piloten zweimal auf den nur 2,21 Kilometer kurzen Teilabschnitt Kinmel Park. Und die beiden Volkswagen Fahrer zeigten vor den begeisterten Fans in Wales noch einmal, zu was sie und ihre Polo R WRC in der Lage sind.

 

Auf der ersten Runde siegte Jari-Matti Latvala in 1:41.9 Minuten vor seinem Teamkollegen Sébastien Ogier (+0,9 Sekunden). Im zweiten Durchgang war der Finne mit einer Zeit von 1:40.5 Minuten noch einmal schneller und feierte damit einen Doppelsieg im Park – Weltmeister Ogier wurde in 1:41.8 Minuten Vierter.

 

Nur noch rund 20 Wertungs-Kilometer haben die Rallye-Piloten in dieser Saison vor sich – und alles sieht nach dem achten Saisonsieg für Sébastien Ogier aus. In der Gesamtwertung hat der Franzose als Führender einen Vorsprung von mehr als 45 Sekunden auf seine ersten Verfolger Mikko Hirvonen (Ford) und Kris Meeke (Citroën).

 

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10:40 Uhr (MEZ)

Latvala giert nach Punkten, Mikkelsen erneut im Pech.


Von wegen entspannter Schlusstag: Auf der WP 19 Alwen 1 wollte Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 zu viel und rutschte an einer extrem schmierigen Stelle von der Strecke – nur wenige Kurven vor dem Ziel des 10,04 Kilometer langen Teilabschnitts. Für den Volkswagen Piloten, der sich große Hoffnungen auf die Zusatzpunkte der Power Stage gemacht hatte, ist die Saison damit vorzeitig beendet.

 

Deutlich besser läuft es für die Teamkollegen des Norwegers: Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) beendete Alwen 1 mit der drittschnellsten Zeit und war dabei nur 3,1 Sekunden langsamer als WP-Sieger Mads Østberg (Citroën). Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) geht weiterhin kein unnötiges Risiko ein. Der Franzose wurde auf der WP 19 Neunter, fährt aber dennoch seinem achten Saisonsieg entgegen.

 

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10:10 Uhr (MEZ)

Entspannt auf die letzten Kilometer.


Der letzte Tag der Rallye-Saison 2014 ist angebrochen – und die Volkswagen Piloten können unbeschwert auf die letzten Kilometer gehen. Spitzenreiter Sébastien Ogier hat einen beruhigenden Vorsprung auf die Konkurrenz und ließ es auf der ersten WP des Tages, der 10,81 Kilometer langen Brenig 1, ruhig angehen: Trotz eines Rückstands von mehr als zehn Sekunden auf WP-Sieger Mads Østberg (Citroën) verteidigte der Franzose im Polo R WRC #1 seine deutliche Führung in der Gesamtwertung.

 

Ogiers Teamkollegen Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Andreas Mikkelsen (#9) fahren hingegen weiterhin um die WP-Siege mit: Mikkelsen landete mit einem Rückstand von nur 1,4 Sekunden hinter Østberg auf dem zweiten Platz, Latvala wurde Vierter (+2,7 Sekunden).

 

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06:00 Uhr (MEZ)

Sonntag: die Wertungsprüfungen des dritten Tages.

Samstag, 15.11.2014


Gemischte Gefühle. Die Volkswagen Piloten erleben Freud und Leid auf der zweiten Etappe der Rallye Großbritannien. Das Video.


Aktuelle Bilder (18)
21:05 Uhr (MEZ)


Stand nach 17 von 23 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:33:19.3 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:34:17.4 +58.1  
3 K. Meeke / P. Nagle 2:34:20.8 +1:01.5  
4 M. Østberg / J. Andersson 2:35:00.5 +1:41.2  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 2:35:03.8 +1:44.5  
6 E. Evans / D. Barritt 2:35:11.7 +1:52.4  
7 O. Tänak / R. Mõlder 2:35:52.6 +2:33.3  
8 J. Latvala / M. Anttila 2:36:47.4 +3:28.1  
9 H. Solberg / I. Minor 2:36:56.7 +3:37.4  
10 M. Prokop / J. Tománek 2:37:13.8 +3:54.5  

21:20 Uhr (MEZ)

Homerun für Ogier.


Nur noch 46 Kilometer trennen den Weltmeister von Saisonsieg Nummer acht.


Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) kann sich auf Saisonsieg Nummer acht vorbereiten. Nach der zweiten Etappe führt der Weltmeister mit 58,1 Sekunden vor Mikko Hirvonen (Ford). „Das dürfte es gewesen sein. Morgen muss ich mein Auto nur noch ins Ziel bringen“, sagte der Franzose. Dennoch nimmt er die noch verbleibenden 46 Kilometer ernst. Wie eigentlich immer schaut sich Ogier gemeinsam mit Beifahrer Julien Ingrassia noch einmal die Video-Aufnahmen von der Besichtigung der Wertungsprüfungen an. „Dieses Mal werde ich allerdings weniger auf Verbesserungen achten. Es wird hauptsächlich darum gehen, gefährliche Stellen zu markieren.“

 

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) hat für den Sonntag dagegen das Ziel, sich mit einer guten Leistung aus der Saison 2014 zu verabschieden. Der Finne gab zu, nach der Mittagspause am Samstag ein wenig die Motivation verloren zu haben. „Durch meinen Fehler von heute morgen habe ich keine Chance mehr auf eine Spitzenplatzierung. Das ist natürlich frustrierend“, sagte er. Erst bei Dunkelheit drehte er noch einmal auf und sicherte sich die letzte Bestzeit des Tages: „Offensichtlich habe ich die zusätzliche Herausforderung gebraucht.“ Der Schlussspurt reichte immerhin zur Verbesserung auf Gesamtrang acht.

 

Einen stressigen Samstagnachmittag erlebte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Wegen Problemen mit der Gegensprechanlage konnte er zeitweise die Ansagen von Beifahrer Ola Fløene nicht hören. »Die erste Prüfung kannte ich zum Glück fast auswendig. In der nächsten hat Ola den Aufschrieb so gehalten, dass ich ihn lesen konnte«, beschrieb der Volkswagen Junior die mutige Lösung. Mit einer Notreparatur wurde die Verständigung zwischen Fahrer und Beifahrer dann wenigstens halbwegs wieder hergestellt. Prompt gelang dem norwegischen Duo eine weitere Bestzeit. Im Gesamtklassement werden sie nach Ende der zweiten Etappe auf Rang 44 geführt.


20:00 Uhr (MEZ)

Zwei Füße sind einer zu wenig.


Warum auch die besten Rallyefahrer der Welt gelegentlich den Motor abwürgen.


Führerscheinneulingen würde man so etwas verzeihen. Aber den besten Rallyefahrern der Welt? „Ich habe beim Anbremsen einer Kurve den Motor abgewürgt“, beschrieb Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) den Auslöser seines Ausrutschers auf der WP 9. Was auf den ersten Blick wie ein Anfängerfehler aussieht, ist in der Antriebstechnik der World Rally Cars begründet, die in einem Serienfahrzeug unmögliche Fußarbeit erfordert. Abgewürgte Motoren sind in der Rallye-WM deswegen gar nicht so selten.


Dazu ein Blick in die Technik eines World Rally Cars: Die Kupplung wird normalerweise nur zum Anfahren benötigt. Anschließend erlauben die Getriebe Gangwechsel ohne Kupplung. Das hat dazu geführt, dass seit mehr als zwei Jahrzehnten nahezu alle Topfahrer mit dem linken Fuß bremsen. „Weil man gleichzeitig den rechten Fuß immer auf dem Gaspedal lässt, kann man viel schneller zwischen Gasstößen und Bremsimpulsen wechseln“, sagte Latvala.


Dumm ist nur, wenn beim Bremsen etwas schiefgeht, zum Beispiel wenn der Druck auf dem Bremspedal höher ist, als die Reifen Grip aufbauen können. Dann bleiben die Räder schlagartig stehen, da ABS laut Reglement verboten ist. Und aufgrund der Verbindung über den Antriebsstrang stoppt auch der Motor. Im Normalfall würde ein schneller Tritt auf das Kupplungspedal die Situation entschärfen. Aber der linke Fuß steht gerade auf der Bremse – eine ausweglose Situation. Ist noch genug Straße vorhanden, rettet ein Lösen der Bremse meist die Situation. Die Räder laufen wieder an, der Motor wird gestartet. Das Prinzip kennt jeder Autofahrer vom Anschieben eines Fahrzeugs mit „toter“ Batterie: zweiter Gang rein und Kupplung kommen lassen.


Jari-Matti Latvala hatte an jenem Abzweig auf der WP 9 das Pech, dass der Untergrund für diesen Ausweg zu glatt war. Er nahm zwar den Fuß von der Bremse, aber die Räder hatten nicht ausreichend Bodenhaftung, um den Widerstand des gestoppten Motors zu überwinden. Der 1,6-Liter-Vierzylinder des Polo R WRC blieb stumm. Und als der Finne dringend die Motorkraft brauchte, um mit Hilfe des Allradantriebs den drohenden Ausrutscher noch zu vermeiden, liefen die Befehle des Gaspedals ins Leere. „Wir haben uns rückwärts in einen Graben gedreht“, berichtete er. „Zum Glück haben uns Zuschauer wieder zurück auf die Piste geschoben.“ Diese Aktion dauerte allerdings rund drei Minuten.


19:40 Uhr (MEZ)

Das Saisonende der Rallye-Weltmeisterschaft 2014 rückt immer näher. Nur noch sechs Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 46,12 Kilometern haben die Fahrer vor sich. Die besten Aussichten auf einen in allen Belangen erfolgreichen Jahresabschluss hat Sébastien Ogier. Durch seinen Sieg bei der Rallye Spanien hatte sich der Volkswagen Pilot im Polo R WRC #1 bereits vorzeitig erneut den WM-Titel gesichert. Nun stehen die Chancen sehr gut, die Saison standesgemäß mit einem Sieg zu beenden – es wäre der achte in diesem Jahr.

 

Vor der letzten Etappe in Wales hat Ogier einen Vorsprung von 58,1 Sekunden auf den Zweitplatzierten Mikko Hirvonen. Theoretisch könnte der Franzose also mehr als eine Sekunde pro Kilometer oder fast zehn Sekunden pro Wertungsprüfung auf den Ford-Piloten verlieren – und wäre trotzdem noch vorne.


19:04 Uhr (MEZ)

Latvalas Rückkehr in die Erfolgsspur.

Er hat seine gute Laune wieder. Pünktlich zum Abschluss der zweiten Etappe in Wales hat sich Jari-Matti Latvala zurückgemeldet. Nach seinem ärgerlichen Ausrutscher am Morgen fuhr der Volkswagen Pilot im Polo R WRC #2 auf der 18. Wertungsprüfung Bestzeit. Für die 19,98 Kilometer lange Dyfnant 2 benötigte Latvala 11:50.6 Minuten und verdrängte seinen Teamkollegen Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) auf den zweiten Platz. Weltmeister Sébastien Ogier war exakt fünf Sekunden langsamer als der WP-Sieger und landete auf dem fünften Rang.

 

In der Gesamtwertung kletterte Latvala erneut einen Platz nach oben: Der Finne ist nun schon Achter und kann sich auf den letzten sechs Wertungsprüfungen am Sonntag weiter verbessern. An der Spitze liegt Ogier weiterhin mit großem Vorsprung vor der Konkurrenz. Mikko Hirvonen (Ford) und Kris Meeke (Citroën) haben auf den Plätzen zwei und drei rund eine Minute Rückstand auf den Volkswagen Piloten.

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


18:05 Uhr (MEZ)

Gib mir fünf!

Hätte, wenn und aber – nach der heute überragenden Leistung von Andreas Mikkelsen schmerzt der Ausrutscher am Freitag umso mehr. Auf der Wertungsprüfung Aberhirnant 2 fuhr der Norweger im Polo R WRC #9 bereits seine fünfte Bestzeit des Tages. Für die 13,87 Kilometer lange WP 16 benötigte der Volkswagen Pilot 7:48.2 Minuten. Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) landete hinter Mikko Hirvonen (Ford) auf dem dritten Rang, Weltmeister Sébastien Ogier kam im Polo R WRC #1 nur 7,3 Sekunden hinter Mikkelsen ins Ziel und wurde Siebter.

 

Der Franzose kann es weiterhin ganz ruhig und ohne Risiko angehen lassen. Denn vor der letzten Wertungsprüfung des Samstags führt Ogier in der Gesamtwertung mit gut einer Minute vor seinen Verfolgern. Hirvonen und Kris Meeke (Citroën) streiten sich um die Plätze zwei und drei. Latvala verbesserte sich um eine Position auf Rang neun.

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


17:00 Uhr (MEZ)

No risk – und trotzdem fun.

Sébastien Ogier fährt weiter einem ungefährdeten Sieg bei der Rallye Großbritannien entgegen. Der Volkswagen Pilot im Polo R WRC #1 genießt seinen deutlichen Vorsprung in der Gesamtwertung und ging auch auf den Wertungsprüfungen 14 und 15 kein unnötiges Risiko ein. Spaß hatte der Franzose aufgrund der etwas besseren Bedingungen aber dennoch: „Man kann mit dem Auto spielen und muss nicht mit dem Lenkrad kämpfen.“

 

Ogier beendete die 8,25 Kilometer lange WP 14 Clocaenog East 2 als Vierter, die 13,74 Kilometer lange WP 15 Clocaenog Main 2 als Achter. Noch besser lief es für Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9. Der Norweger drückt weiter auf die Tube und beendete die WP 14 nur 1,4 Sekunden hinter Kris Meeke (Citroën) auf dem zweiten Platz. Auch auf der 15. Wertungsprüfung musste sich der Volkswagen Pilot nur einem WRC-Fahrer geschlagen geben: Mikko Hirvonen (Ford) gewann knapp vor Mikkelsen. Der dritte Volkswagen Pilot im Bunde, Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), landete auf den Rängen elf und zehn.

 

In der Gesamtwertung führt Ogier nach einer Fahrzeit von 2:13:28.2 Stunden weiterhin mit mehr als einer Minute vor Hirvonen und Meeke. Latvala liegt auf dem zehnten Rang und kann damit ebenfalls noch auf WM-Punkte beim Saisonfinale in Wales hoffen.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


Stand nach 13 von 23 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:00:22.6 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 2:01:32.7 +1:10.1  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:01:33.4 +1:10.8  
4 K. Meeke / P. Nagle 2:01:34.1 +1:11.5  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 2:01:56.1 +1:33.5  
6 E. Evans / D. Barritt 2:02:11.3 +1:48.7  
7 O. Tänak / R. Mõlder 2:02:52.3 +2:29.7  
8 H. Solberg / I. Minor 2:03:04.7 +2:42.1  
9 M. Prokop / J. Tománek 2:03:36.8 +3:14.2  
10 J. Latvala / M. Anttila 2:03:56.0 +3:33.4  

15:30 Uhr (MEZ)

Mikkelsen fährt mit der Strategie „All for Ola“.

 

Schreck für Jari-Matti Latvala, Entspannung für Sébastien Ogier.

Das teaminterne Duell ist wohl entschieden. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) liegt zur Mittagspause am Samstag einsam und alleine an der Spitze, die aus drei Konkurrenten bestehende Verfolgergruppe hat bereits mehr als eine Minute Rückstand. „Der Ausrutscher von Jari-Matti heute Morgen hat alles verändert“, sagte der Weltmeister bei der Einfahrt in die Servicepause. „Ich muss jetzt nicht mehr um jede Sekunde kämpfen, sondern kann entspannter fahren.“ Ein Spaziergang werden die am Nachmittag anstehenden vier Wertungsprüfungen trotzdem nicht. „Die Bedingungen sind immer noch extrem schwierig. Eine Sekunde Konzentrationsschwäche und du liegst im Graben.“


So wie Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) am Morgen nach etwa der Hälfte der Wertungsprüfung 9. „Ich habe wirklich mit vollem Risiko attackiert, um Sébastien einzuholen. Beim Anbremsen von einem Rechtsabzweig war die Piste viel glatter als erwartet. Ich habe mich regelrecht erschrocken“, gab der zu diesem Zeitpunkt mit nur 6,6 Sekunden Rückstand zweitplatzierte Finne zu. Mit blockierten Rädern rutschte der Polo R WRC in Richtung Graben. Latvala drehte das Auto zwar im letzten Moment noch mit der Handbremse herum, konnte aber den Ausrutscher nicht mehr verhindern.


„Dummerweise lag unser Auto mit dem Heck an der Böschung an, sodass die Zuschauer nicht schieben konnten“, nahm Beifahrer Miikka Anttila den Faden auf. „Unter meinem Kommando haben sie dann am Vorderwagen solange hin und her gezerrt, bis die Vorderräder irgendwann genügend Grip hatten und Jari-Matti aus dem Graben herausfahren konnte.“ Der Heckflügel blieb dabei auf der Strecke – und über drei Minuten. „Ohne Heckflügel war mein Auto auf den schnellen Abschnitten sehr schwierig zu fahren. Später habe ich noch an einem Stein einen Stoßdämpfer beschädigt, heute ist wirklich nicht mein Tag“, meinte Latvala. Der Finne ist momentan Gesamtzehnter.


Unter dem Motto „All for Ola“ ist der nach Ausfall am Freitag neu gestartete Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) unterwegs. Um seinem Copiloten Ola Fløene noch den dritten Rang in der Beifahrer-WM zu sichern, müssen zwei Dinge passieren: Mikkelsen/Fløene müssen die „Powerstage“ am Sonntag gewinnen, um die dafür ausgelobten drei Meisterschaftspunkte zu ergattern. Zweitens müsste Mikko Hirvonen (Ford) nicht unter den Top Ten ins Ziel kommen. Dessen Beifahrer Jarmo Lehtinen ist momentan Dritter in der Beifahrer-Wertung, zwei Punkte vor Fløene.


Teil eins des Plans könnte funktionieren, Mikkelsen war am Samstagmorgen mit vier von fünf möglichen Bestzeiten schnellster Fahrer im Feld. Für Teil zwei sieht es allerdings schlecht aus. Hirvonen gehörte am Vormittag zu der Dreiergruppe, die um Rang zwei kämpft.


13:50 Uhr (MEZ)

Volle Power im Park.

Eine kleine Überraschung brachte die „Park-Prüfung“ vor der nun anstehenden Mittagspause: Auf dem gut zwei Kilometer kurzen Abschnitt „Chirk Castle“ schnappte sich Rallye-Veteran Henning Solberg (Ford) die Bestzeit knapp vor Youngster Andreas Mikkelsen. Der Norweger im Polo R WRC ist nach wie vor in glänzender Form und war nur 0,2 Sekunden langsamer als sein Landsmann.

In der Gesamtwertung liegt Seb nach wie vor mit mehr als einer Minute Vorsprung vorn. Erster Verfolger ist nun Mads Østberg (Citroën), der an Mikko Hirvonen vorbeigezogen ist und nun knapp vor dem Ford-Mann liegt.

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


12:30 Uhr (MEZ)

Zu Gast bei Seiner Lordschaft.

Prüfungen in hochherrschaftlichen Parks haben eine lange Tradition bei der Rallye Großbritannien.

Sie gehörten früher zu den Besonderheiten der Rallye Großbritannien – kurze Wertungsprüfungen in den normalerweise eher verschlafenen Parks rund um beeindruckende Herrenhäuser oder Schlösser. 1971 erfand der Royal Automobil Club (RAC) die sogenannten „Spectator Stages“. Die Idee dahinter: Die Rallye auch für Fans zu öffnen, die vor kilometerlangen Fußmärschen bei strömendem Regen über knöcheltief aufgeweichte Waldwege zu obskuren Zuschauerpunkten zurückschreckten.


In manchen Jahren lief der gesamte erste Tag der damals noch den Namen RAC Rally tragenden Veranstaltung in den Parks, die zu diesem Zweck von staatlichen Stellen wie dem National Trust oder privaten Besitzern geöffnet wurden. Die Idee funktionierte. Castle Comb, Sutton Park, Margam Park oder auch die Rennstrecken von Oulton Park, Donington und sogar Silverstone lockten Tausende von Fans an.


Die Fahrer hatten dagegen ein gespaltenes Verhältnis zu den nur wenige Kilometer langen WPs, die zu allem Überfluss auch noch meist asphaltiert waren. Sie nannten die Sprints abschätzig „Micky-Maus-Prüfungen“. Tatsächlich bargen die Park-Prüfungen zahlreiche Fallen. Vom Kurvenschneiden extrem schmierige Asphaltwege, tiefe Wasserlöcher oder unnachgiebige Streckenbegrenzungen erwischten manchen Siegfavoriten, noch bevor es auf die „richtigen“ Schotter-Prüfungen im Kielder Forest oder anderen finsteren Wäldern ging.


Mit dem Umzug nach Wales vor mehr als einem Jahrzehnt wurden die Park-Prüfungen weniger, für ein paar Jahre verschwanden sie sogar ganz aus dem Programm. 2013 feierten sie ein Comeback mit den WPs in Chirk Castle und Kinmel Park. Die Organisatoren gehen dabei einen Schritt weiter als in den 1980ern und bieten rund um die eigentliche Prüfung ein komplettes „Rally Fest“ mit Schießbuden, Karussells und weiteren Attraktionen.


Die Fans finden’s klasse. 2013 wurden die Park-Prüfungen geradezu überrannt, ein heilloses Verkehrschaos und Verspätungen waren die Folge. Daraus haben die Veranstalter gelernt. Die Zahl der Eintrittskarten wurde für 2014 begrenzt, ein Verkehrsleitsystem erarbeitet. Im Radio liefen Aufrufe, nur hinzufahren, wenn man bereits ein Ticket hat – die Park-Prüfungen „Chirk Castle“ am Samstag und „Kinmel Park“ am Sonntag sind ausverkauft.


12:10 Uhr (MEZ)

Des einen Freud …

… des anderen Leid: Während Andreas Mikkelsen hier gerade so richtig aufdreht, kämpft Jari-Matti Latvala mit einem angeschlagenen Auto. Mikkelsen war auf der zwölften Wertungsprüfung (Dyfnant 1) zum vierten Mal in Folge am heutigen Samstag der schnellste Mann. „Das Auto fährt sich toll, es macht wirklich Spaß hier“, strahlte der Norweger im Ziel.

Rallye-Leader Sébastien Ogier, der kein Risiko mehr eingehen muss, kam mit 6,3 Sekunden Abstand als Neunter dieser WP ins Ziel. Teamkollege Latvala hofft nach seinem Pech am heutigen Vormittag auf den Mittags-Service, um den beschädigten Polo R WRC wieder flottzumachen.

 

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11:15 Uhr (MEZ)

Mikkelsen macht das Triple –
der Leader bleibt locker.

Nach seinem gestrigen Pech ist einer jetzt richtig hart am Gas in Großbritannien: Andreas Mikkelsen, der heute unter Rally2-Bedingungen gestartet ist, hat bereits seine dritte Bestzeit am heutigen Tag gefahren. Auf der WP 11 (Aberhirnant 1) kam der Norweger im Polo R WRC #9 6,8 Sekunden vor dem Zweitschnellsten Mads Østberg (Citroën) über die Linie – eine Top-Leistung. Durch seinen gestrigen Zeitverlust bleibt Mikkelsen aber leider weit außerhalb der Top Ten.

Der Gesamtführende Sébastien Ogier, der nach Jari-Matti Latvalas Zeitverlust nun über eine Minute Vorsprung in der Gesamtwertung hat, nimmt logischerweise Druck weg und lässt die Sache etwas ruhiger angehen. Unterdessen reißt die Pechsträhne für Latvala nicht ab – offenbar hat der Finne sich nun auch noch die vordere rechte Aufhängung seines Polo R WRC beschädigt. Der WM-Zweite kam 13,4 Sekunden langsamer als Mikkelsen ins Ziel.

 

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10:00 Uhr (MEZ)

Der Frust des Finnen.

Das hatte sich Jari-Matti Latvala anders vorgestellt: Bereits die erste Wertungsprüfung des heutigen Rallye-Samstags (Clocaenog East 1) wurde dem Finnen im Volkswagen Polo R WRC zum Verhängnis. Das World Rally Car des Finnen rutschte in einer Kurve geradeaus in den Graben – ein heftiger Zeitverlust von über drei Minuten war die Folge. Als ob das nicht schon genug gewesen wäre, brach auf der direkt im Anschluss folgenden zehnten Wertungsprüfung (Clocaenog Main 1) auch noch der Heckspoiler nach einem Ausrutscher ins Gebüsch. „Ohne Spoiler ist das Auto extrem hart zu fahren. Angreifen können wir so natürlich nicht“, erklärte ein enttäuschter Jari-Matti im Ziel.

Der große Profiteur dieses Dramas heißt natürlich Sébastien Ogier. Der Spitzenreiter liegt nun mit über einer Minute auf Mikko Hirvonen (Ford), der hier seine Abschiedsvorstellung in der WRC gibt, in Führung. Auf Rang drei folgt der Brite Kris Meeke (Citroën), gefolgt von dessen Teamkollegen Mads Østberg.

 

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06:00 Uhr (MEZ)

Samstag: die Wertungsprüfungen des zweiten Tages.

Freitag, 14.11.2014


Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala liefern sich ein packendes Teamduell unter widrigen Bedingungen.
Der Freitag. Das Video.


Aktuelle Bilder (20)
20:49 Uhr (MEZ)


Stand nach 8 von 23 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1:26:28.9 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 1:26:35.5 +6.6  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 1:27:42.7 +1:13.8  
4 K. Meeke / P. Nagle 1:27:50.4 +1:21.5  
5 M. Østberg / J. Andersson 1:27:51.1 +1:22.2  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 1:28:02.8 +1:33.9  
7 E. Evans / D. Barritt 1:28:19.2 +1:50.3  
8 O. Tänak / R. Mõlder 1:28:58.3 +2:29.4  
9 H. Solberg / I. Minor 1:29:08.4 +2:39.5  
10 M. Prokop / J. Tománek 1:29:18.7 +2:49.8  

20:15 Uhr (MEZ)

Das Duell geht weiter.

Nur 6,6 Sekunden trennen die beiden Teamkollegen nach der ersten Etappe.

Das Volkswagen interne Duell begeistert noch immer die unzähligen Fans an den Wertungsprüfungen der Rallye Großbritannien. 2 : 2 ging das Duell um Bestzeiten am Freitagnachmittag zwischen Spitzenreiter Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Verfolger Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) aus. Latvala verkürzte damit seinen Rückstand zum Teamkollegen auf nur noch 6,6 Sekunden. Der Rest des Feldes liegt bereits über eine Minute zurück.


„Der Nachmittag war lange nicht so angenehm wie der Vormittag“, schränkte Ogier ein. „Die Prüfungen waren beim zweiten Durchgang so stark aufgebrochen, dass es ein harter Kampf am Lenkrad war. Mit Auto fahren hat das fast nichts mehr zu tun.“


Die Ideallinie war außerdem an vielen Stellen extrem glatt geworden, weil kaum noch loser Schotter den festen Untergrund bedeckte. „Die Spur wirkt wie poliert. Dadurch tritt starkes Untersteuern auf“, beschrieb Latvala. Der Finne hatte Glück, den Tag heil überstanden zu haben. „Ich habe heute Morgen nach dem Motto ‚Alles oder nichts‘ attackiert. Dabei war ich wohl ein wenig zu aggressiv. Nicht nur, dass ich einen ‚big moment‘ hatte. Ich habe dadurch auch Zeit verloren. Erst als ich mich etwas zurückgenommen habe, wurden die Zeiten besser.“


Einem weiteren Rätsel ist der Finne aber noch nicht auf die Spur gekommen. „Wenn ich meine Zwischenzeiten mit denen von Sébastien vergleiche, verliere ich meist in der zweiten Hälfte der Prüfungen Zeit. Mir ist nicht klar, wieso“, verriet Latvala bei der Einfahrt zum Schlussservice am Abend.


Ogier ist zuversichtlich, den knappen Vorsprung auf Teamkollege Latvala am Samstag verteidigen zu können. „Das wird bestimmt harte Arbeit, aber ich habe noch ein paar Reserven“, sagte der Weltmeister, bevor er zum Debriefing mit den Ingenieuren ging.


Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), für den die erste Etappe nach einem Ausrutscher nach Wertungsprüfung zwei beendet war, startet am Samstag mit repariertem Auto neu. Er wird dann allerdings mit 30 Strafminuten für sechs verpasste Wertungsprüfungen belastet ins Rennen gehen.


17:30 Uhr (MEZ)

Die WM-Titel sind vergeben, bei der letzten Rallye des Jahres in Großbritannien geht es um nichts mehr. Von wegen! Wer gedacht hat, dass die Veranstaltung in Wales zu einem Langweiler wird, der lag ordentlich daneben. Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala liefern sich einen mitreißenden und hochspannenden Kampf um den prestigeträchtigen Sieg zum Saisonabschluss.

 

Die beiden Volkswagen Piloten gewannen von den acht Wertungsprüfungen auf der ersten Etappe jeweils vier – deswegen ist dieser ausgeglichene Zwischenstand unsere heutige Zahl des Tages. Nachdem Ogier am Vormittag in dieser Kategorie noch 3 : 1 geführt hatte, schlug Latvala am Nachmittag mit dem gleichen Ergebnis zu seinen Gunsten zurück.

 

Wie sehr die beiden Volkswagen Piloten die Rallye Großbritannien am ersten Tag dominierten, zeigt nicht nur die Tatsache, dass sie alle Wertungsprüfungen gewonnen, sondern auch wie sie dies getan haben. Der Vorsprung gegenüber der Konkurrenz war auf jedem Teilabschnitt beeindruckend: Der erste Fahrer, der nicht in einem Polo R WRC unterwegs ist, hat in der Gesamtwertung bereits einen Rückstand von mehr als einer Minute.


16:45 Uhr (MEZ)

Kampfansage von Jari-Matti Latvala.

Was am Morgen noch nach einem Alleingang von Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) aussah, hat sich am Freitagnachmittag zu einem mitreißenden Zweikampf entwickelt: Teamkollege Jari-Matti Latvala (#2) bietet dem Weltmeister wie so oft in dieser Saison die Stirn – ein teaminternes Duell um den Sieg bei der Rallye Großbritannien ist im vollen Gange.

 

Nach dem Sieg auf der WP 7 konnte Latvala auch die abschließende achte Wertungsprüfung für sich entscheiden. In 8:07.5 Minuten fuhr der Finne auf der 12,86 Kilometer langen Maesnant 2 die schnellste Zeit. Ogier landete mit einem Rückstand von zwei Zehntelsekunden auf dem zweiten Rang, Kris Meeke (Citroën) wurde Dritter.

 

In der Gesamtwertung liegt Weltmeister Ogier mit einer Zeit von 1:26:28.9 Stunden weiterhin knapp vor Verfolger Latvala – der Rückstand beträgt allerdings nur 6,6 Sekunden. Auf dem dritten Platz folgt Mikko Hirvonen. Der Ford-Pilot hat bei der letzten Rallye seiner Karriere allerdings schon einen Rückstand von mehr als einer Minute auf das Volkswagen Duo.

 

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16:20 Uhr (MEZ)

Es geht weiter hin und her.

Am ersten Tag der Rallye Großbritannien geht es hin und her zwischen Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (#2). Zwar verteidigte der Franzose auch nach der siebten Wertungsprüfung seine knappe Führung in der Gesamtwertung vor dem Finnen. Bei den WP-Siegen wechseln sich die beiden Volkswagen Piloten aber ab.

 

Der viermalige WP-Sieger Ogier musste sich Latvala auf der 23,55 Kilometer langen Hafren Sweet Lamb 2 zum dritten Mal an diesem Tag geschlagen geben. Der Finne fuhr auf dem vorletzten Teilabschnitt der ersten Etappe in 14:00.7 Minuten die schnellste Zeit. Ogier kam mit einem Rückstand von nur vier Zehntelsekunden ins Ziel. Citroën-Pilot Kris Meeke wurde Dritter.

 

Mit einer Zeit von 1:18:21.2 Stunden liegt Ogier in der Gesamtwertung 6,8 Sekunden vor Latvala. Mikko Hirvonen (Ford) auf dem dritten Platz hat bereits weitere 1:04.4 Minuten Rückstand auf den Finnen.

 

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15:05 Uhr (MEZ)

In einer eigenen Liga.

Ogier, Ogier, Latvala, Ogier, Latvala, Ogier – so heißen die bisherigen WP-Sieger am ersten Tag der Rallye Großbritannien. Auf den ersten sechs von insgesamt 23 Wertungsprüfungen haben die Volkswagen Piloten und der Polo R WRC konstant herausragende Leistungen gezeigt. Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala konnten sich entsprechend deutlich von der Konkurrenz absetzen.

 

Nach dem Sieg auf der 21,90 Kilometer langen WP 6 namens Dyfi 2 führt Ogier in der Gesamtwertung mit 1:04:20.1 Stunden knapp vor seinem Teamkollegen. Latvala, der auch auf dem sechsten Teilabschnitt Zweiter wurde, hat einen Rückstand von 7,2 Sekunden auf den Weltmeister.

 

Hinter den beiden Volkswagen Piloten, die zuletzt fünfmal hintereinander die ersten beiden WP-Plätze unter sich ausmachten, klafft bereits eine große Lücke. Durch Platz drei auf der sechsten Wertungsprüfung verbesserte sich Mikko Hirvonen (Ford) auch in der Gesamtwertung auf den dritten Rang – der Rückstand auf Ogier beträgt aber bereits mehr als eine Minute.

 

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14:30 Uhr (MEZ)

Das Kopf-an-Kopf-Rennen geht weiter.

 

Welch ein spektakulärer Start in den Freitagnachmittag bei der Rallye Großbritannien: Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) büßte auf der fünften Wertungsprüfung Gartheiniog 2 nach „ein paar kleineren Fehlern“ 5,7 Sekunden auf seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala ein. Der Finne fuhr auf dem 14,58 Kilometer langen Teilabschnitt in 8:48.6 Minuten die schnellste Zeit. Citroën-Pilot Kris Meeke (+6,2 Sekunden) kam hinter den beiden Volkswagen Piloten als Dritter ins Ziel.

 

Ogier liegt in der Gesamtwertung nach fünf von 23 Wertungsprüfungen weiterhin in Führung. Der Vorsprung vor seinem Teamkollegen Latvala beträgt nun aber nur noch 3,8 Sekunden. Der Drittplatzierte Mads Østberg (Citroën) hat bereits einen Rückstand von mehr als 40 Sekunden auf das Volkswagen Duo an der Spitze.

 

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12:45 Uhr (MEZ)

„Der Vormittag ist perfekt gelaufen für mich.“

Zur Mittagspause beträgt der Vorsprung vor dem Verfolgerfeld schon eine halbe Minute.

Das die gesamte Saison andauernde Duell zwischen Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (#2) geht auch beim Finale in Wales weiter. Nach vier Wertungsprüfungen führt der Weltmeister aus Frankreich mit 9,5 Sekunden vor seinem finnischen Teamkollegen. Mads Østberg (Citroën) auf Rang drei liegt bereits 40,1 Sekunden zurück.


„Der Vormittag ist perfekt gelaufen für mich“, sagte Ogier. „Die Bedingungen sind unglaublich schwierig. Der Grip wechselt von Kurve zu Kurve.“ Starker Regen in der Nacht hatte die Schotterwege kräftig aufgeweicht und stellenweise in wahre Matschlöcher verwandelt. „Ich habe zu viele Fehler gemacht“, gab dagegen Latvala zu. „Schon in der ersten Prüfung habe ich mit hoher Geschwindigkeit ein Schlagloch getroffen. Wir hatten Glück, dass wir uns nicht überschlagen haben.“ Drei WPs später verbremste sich der Finne. „Ich habe den Notausgang gebraucht. Das hat noch einmal drei, vier Sekunden gekostet.“


Weniger Glück hatte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Der Volkswagen Junior ging hinter einer Kuppe die Kurve zu schnell an. „Wir sind gegen eine Böschung gerutscht, dabei wurde eine Vorderradaufhängung beschädigt“, erzählte der Norweger, für den Tag eins der Wales Rally GB damit beendet war. Der Neustart am Samstag ist geplant.


Für Mikkelsens Beifahrer Ola Fløene geht es noch um Rang drei in der WM-Wertung der Beifahrer. Weil Fløene erst seit der Rallye Italien seinem Landsmann den Aufschrieb vorliest, hat er weniger Punkte auf dem persönlichen Konto als Mikkelsen, der bereits als WM-Dritter in der Fahrerwertung feststeht. In die Rallye Großbritannien ging Fløene mit zwei Zählern Rückstand auf Jarmo Lehtinen, den Beifahrer von Mikko Hirvonen (Ford). Mikko Markkula, bei den ersten fünf Rallyes der WM-Saison 2014 Co-Pilot von Mikkelsen, ist übrigens immer noch WM-Neunter.


Stand nach 4 von 23 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 42:34.1 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 42:43.6 +9.5  
3 M. Østberg / J. Andersson 43:14.2 +40.1  
4 M. Hirvonen / J. Lehtinen 43:18.7 +44.6  
5 K. Meeke / P. Nagle 43:26.4 +52.3  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 43:27.0 +52.9  
7 E. Evans / D. Barritt 43:40.5 +1:06.4  
8 O. Tänak / R. Mõlder 44:05.5 +1:31.4  
9 H. Paddon / J. Kennard 44:14.4 +1:40.3  
10 M. Prokop / J. Tománek 44:15.3 +1:41.2  

11:25 Uhr (MEZ)

Packendes Duell zwischen den Volkswagen Piloten.

Das konnte Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Nachdem Teamkollege Jari-Matti Latvala (#2) die dritte Wertungsprüfung für sich entscheiden konnte, schlug der Weltmeister auf der WP 4 zurück. Für die 12,86 Kilometer lange Maesnant 1 benötigte der Franzose 7:52.6 Minuten und war bereits zum dritten Mal an diesem Tag nicht zu schlagen.

 

Latvala musste sich in dem teaminernen Duell wieder einmal knapp geschlagen geben – der Finne kam mit einem Rückstand von 2,8 Sekunden ins Ziel. Rang drei belegte Citroën-Pilot Kris Meeke (+6,3 Sekunden).

 

In der Gesamtwertung führt Ogier mit einer Zeit von 42:34.1 Minuten vor Latvala (+9,5 Sekunden). Mads Østberg (Citroën) auf dem dritten Rang hat bereits mehr als eine halbe Minute Rückstand auf die Volkswagen Piloten.

 

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11:05 Uhr (MEZ)

Latvala lässt Ogier nicht davonziehen.

Auf den ersten beiden Wertungsprüfungen sah es schon nach einem Alleingang von Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 aus. Doch Teamkollege Jari-Matti Latvala (#2) gibt sich bei der Rallye Großbritannien natürlich noch lange nicht geschlagen. Auf der dritten Wertungsprüfung schaffte der Finne seine erste Bestzeit des Tages. Für die 23,55 Kilometer lange WP Hafren Sweet Lamb 1 benötigte Latvala 13:39.1 Minuten und war damit 2,2 Sekunden schneller als Ogier.

 

Die drittschnellste Zeit fuhr Mads Østberg (Citroën), der allerdings weitere zehn Sekunden Rückstand auf den Franzosen hatte. Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen konnte bei der WP 3 leider nicht mehr an den Start gehen. Nach seinem Ausrutscher auf der zweiten Wertungsprüfung wird der Norweger erst am Samstag wieder unter Rally2-Bedingungen antreten.

 

In der Gesamtwertung liegt Ogier mit einer Zeit von 34:41.5 Minuten knapp vor Teamkollege Latvala (+6,7 Sekunden). Østberg hat auf dem dritten Rang bereits mehr als eine halbe Minute Rückstand auf den führenden Volkswagen Piloten.

 

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09:50 Uhr (MEZ)

Ogier und Latvala weiter stark, Mikkelsen im Pech.

Es läuft weiterhin perfekt für den Weltmeister: Auch auf der zweiten Wertungsprüfung der Rallye Großbritannien sorgte Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 für die Bestzeit. Für die 21,90 Kilometer lange WP Dyfi 2 benötigte der Volkswagen Pilot 12:25.9 Minuten. Damit war der Franzose 4,3 Sekunden schneller als Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), der die zweitschnellste Zeit fuhr. Ford-Pilot Mikko Hirvonen (+13,1 Sekunden) wurde Dritter.

 

Großes Pech hatte hingegen der dritte Volkswagen Pilot: Andreas Mikkelsen leistete sich bei schwierigen Bedingungen einen Ausrutscher und verlor mehr als zweieinhalb Minuten auf die beiden Teamkollegen. Ob der Polo R WRC #9 des Norwegers stärker beschädigt ist, war zunächst unklar.

 

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09:15 Uhr (MEZ)

Der Champion setzt ein erstes Zeichen.

Auf ins Saisonfinale! Bei der Rallye Großbritannien gehen die WRC-Piloten auf die letzten 23 Wertungsprüfungen des Jahres 2014. Und besser hätte die Veranstaltung in Wales für das Team Volkswagen Motorsport gar nicht beginnen können: Weltmeister Sébastien Ogier fuhr auf der 14,58 Kilometer langen WP Gartheiniog 1 gleich die Bestzeit.

 

Der Franzose im Polo R WRC #1 benötigte auf dem rutschigen Untergrund 8:34.3 Minuten und kam 4,5 Sekunden vor Teamkollege Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) ins Ziel. Jari-Matti Latvala (#2) komplettierte als Drittplatzierter den perfekten Auftakt für Volkswagen Motorsport. Der Finne hatte nur eine Zehntelsekunde Rückstand auf Mikkelsen.

 

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06:00 Uhr (MEZ)

Freitag: die Wertungsprüfungen des ersten Tages.

Donnerstag, 13.11.2014


Endspurt in Wales! Die Volkswagen Motorsport Piloten freuen sich auf das Saisonfinale bei der Rallye Großbritannien. Das Video.


13:00 Uhr (MEZ)

Perfektes Warm-up – drei Polo R WRC vorn.

Mikkelsen Schnellster beim Shakedown vor den Teamkollegen Ogier und Latvala.

Das Volkswagen Trio ist offenbar perfekt vorbereitet auf das Saisonfinale. Beim Shakedown vor der Rallye Großbritannien fuhr Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) die Bestzeit (2.01,3 Minuten). Die Teamkollegen Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) belegten zeitgleich (2.01,6 Minuten) die Ränge zwei und drei. Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica (Ford) wurde Vierter (2.02,2 Minuten).


„Ich habe zwei verschiedene Fahrwerksabstimmungen ausprobiert“, berichtete Mikkelsen. „Die zweite hat mir besser gefallen.“ Der Blick auf die Zeitenliste bestätigte dieses Gefühl – Mikkelsen fuhr die Bestzeit im dritten von vier Durchgängen über die 3,22 Kilometer lange Strecke.


Auch Latvala gönnte sich vier Runden. „Beim Testen vor der Rallye war es weitgehend trocken, deswegen bin ich mit einer relativ harten Fahrwerksabstimmung gefahren. Doch inzwischen sind die Waldwege ziemlich matschig. Dafür muss das Fahrwerk weicher abgestimmt werden. Das habe ich im Shakedown ausprobiert.“


Und noch etwas war dem Finnen aufgefallen: „Die Grip-Verhältnisse ändern sich öfter, als ich das gewohnt bin. In fast jeder Kurve muss man sich neu darauf einstellen.“ Latvala gehört in Sachen Wales Rally GB zu den erfahrensten Piloten. „Seit 2002 bin ich hier jedes Jahr gestartet, diese Rallye gehört zu meinen Lieblingsrallyes.“


Sébastien Ogier beschränkte sich als Einziger der Volkswagen Piloten auf das vom Reglement vorgeschriebene Minimum von zwei Durchgängen. „Die Abstimmung von meinem Auto passt perfekt. Es gab keinen Grund, noch öfter zu fahren. Ich habe lieber meine Reifen geschont“, sagte der Weltmeister.


Die Wales Rally GB wird am Donnerstagabend mit dem Showstart in Conwy (ab 19:00 Uhr Ortszeit) offiziell gestartet. Die erste Wertungsprüfung steht am Freitagmorgen um 08:44 Uhr deutscher Zeit auf dem Programm.


09:00 Uhr (MEZ)

Donnerstag: der Shakedown.

Vorberichte


Montag, 10.11.2014


14:24 Uhr (MEZ)

„Eine Stufe höher auf dem Podest stehen.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Bei der Rallye Spanien haben wir das wichtigste Saisonziel erreicht und damit ist auch der Druck verschwunden. Ich möchte die letzte Rallye der Saison genießen und dazu gehört ein gutes Resultat. Durch unsere Tests in Wales haben wir uns perfekt auf die komplexen Bedingungen eingestellt. Die Rallye Großbritannien ist in der Hinsicht nämlich sehr speziell. Vor allem das unvorhersehbare Wetter macht die Rallye kompliziert und zu einer großen Herausforderung. Erfahrungsgemäß möchte jeder Fahrer bei der letzten Rallye des Jahres ein möglichst starkes Saisonfinish hinlegen, bevor man dann in die wohlverdiente Pause geht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Jari-Matti in Wales sehr gerne seinen dritten Sieg feiern möchte.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Im vergangenen Jahr wurde ich hinter meinem Teamkollegen Sébastien Ogier Zweiter, in diesem Jahr möchte ich eine Stufe höher auf dem Podest stehen. Das wäre wirklich ein schöner Abschluss der Saison. Ich mag die Rallye Großbritannien, gerade weil sie so anspruchsvoll ist. Die Wertungsprüfungen sind sehr schnell, sehr flüssig zu fahren. Sie führen durch Wälder, in denen häufig sehr viel Nebel hängt, der die Sicht beeinträchtigt. Zu dieser Jahreszeit regnet es dort sehr häufig, was die Schotterpisten oft zu richtigen Schlammlöchern macht. In der Vergangenheit hatten wir bei der Rallye sogar einmal Schnee, dann wird es noch rutschiger. Da die Rallye so anspruchsvoll ist, kann man mit einer guten Fahrt sehr viel Zeit gutmachen. Die Rallye Großbritannien ist der ideale Saisonabschluss.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ich möchte diese Saison mit einem Top-Resultat abschließen. Die Rallye Großbritannien liegt mir besonders am Herzen, weil meine Rallye-Karriere hier 2006 begann und es für mich seitdem eine Art Heim-Rallye ist. Ich fühle mich in Wales pudelwohl und bin mit den schwierigen Bedingungen bestens vertraut. Deswegen bin ich optimistisch, dass ich in Wales vielleicht sogar den ersten Rallye-WM-Sieg meiner Karriere feiern werde. Trotzdem werde ich nicht alles riskieren und meinen ersten Sieg erzwingen. Früher oder später wird dieser schon ganz von allein kommen. Aber bei der aktuellen Situation in der Meisterschaft werde ich etwas mehr riskieren als üblich. Jedoch muss ich in Wales auch an meinen Beifahrer Ola Fløene denken, der in der Beifahrer-Wertung noch mit zwei Punkten Rückstand auf Jarmo Lehtinen, dem Beifahrer von Mikko Hirvonen, an Position vier steht. Das werden wir hoffentlich noch ändern.“


Freitag, 07.11.2014


16:00 Uhr (MEZ)

Feuer frei fürs Finale.

 

Alle WM-Entscheidungen sind bereits gefallen. In Großbritannien geht es nur noch um eins – um den Sieg.

Die Pflicht ist abgehakt. Jetzt geht es um die Kür. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) steht als Weltmeister* bereits fest, auch die Positionen zwei und drei in der Endwertung sind durch Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) bereits unverrückbar besetzt. Taktik spielt bei der Rallye Großbritannien am nächsten Wochenende also keine Rolle. Nur der Sieg zählt beim Saisonfinale.


Eine brisante Ausgangssituation für eine der schwierigsten Rallyes der Saison. Die Ende November grundsätzlich vom Regen aufgeweichten Schotterpfade in Wales – deswegen auch der offizielle Veranstaltungstitel Wales Rally GB – sind dabei nicht das einzige Problem, mit dem die Teams fertig werden müssen. Für zusätzliche Adrenalinschübe sorgen Nebel sowie der im Vergleich zu anderen Rallyes späte Sonnenaufgang und die früh einsetzende Dämmerung. „Zusammen mit den hohen Geschwindigkeiten ergibt dies eine wirklich anspruchsvolle Mischung“, sagt Vorjahressieger Ogier.


Der Franzose ist ebenso einer der Favoriten wie Teamkollege Latvala, in den Jahren 2011 und 2012 Sieger der Rallye Großbritannien. In diesen illustren Kreis gehört außerdem Mikko Hirvonen (Ford). Der Finne gewann die Rallye 2009 schon einmal und verabschiedet sich Ende der Saison aus der Weltmeisterschaft. Alle drei werden bedingungslos auf Sieg fahren – mit allen damit verbundenen Risiken.


Womit am Ende Andreas Mikkelsen als „lachender Vierter“ über die Zielrampe im morbiden Badeort Llandudno ganz im Norden von Wales rollen könnte. Drei Mal war der 25 Jahre alte Norweger in dieser Saison bereits Zweiter, zwei weitere Male stand er als Dritter mit auf dem Podium. Der erste WM-Sieg ist für den Volkswagen Motorsport Junior eindeutig nur noch eine Frage der Zeit. Zumal Mikkelsen die Rallye Großbritannien nach bisher vier Starts sehr gut kennt. 2013 belegte er im Polo R WRC Rang fünf. „Diese Rallye gehört zu meinen Favoriten. Ich mag die schwierigen Bedingungen und das hohe Tempo.“


Der 13. WM-Lauf der Saison 2014 ist relativ kompakt. Am Donnerstag steht neben dem Shakedown nur der Showstart im malerischen Seebad Colwyn Bay auf dem Programm. Freitag (erste WP um 07:44 Uhr Ortszeit) und Samstag (07:52 Uhr) spielt sich das Geschehen hauptsächlich in den tiefen Wäldern ab, mit streckenweise modifizierten WP-Klassikern wie Sweet Lamb, Dyfi, Clocaenog oder Dyfnant. Am Sonntag werden kurze, für Zuschauer leicht zugängliche Prüfungen in den Parks gefahren, zusammen nur 46 Kilometer lang. Insgesamt sind 23 Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 305 Kilometern vorgesehen. Die Zielrampe steht mitten auf der aus diesem Anlass gesperrten Hauptstraße von Llandudno, Ankunft am Sonntag ab 13:20 Uhr.


Streckenprofil

Die „Matschrallye“.

Waldmarathon unter erschwerten Bedingungen.

Offiziell wird die Rallye Großbritannien als Schotterrallye geführt. Der Begriff „Matschrallye“ würde aber deutlich besser passen.

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Backstage

Nichts für Warmduscher.

Rugby ist der Nationalsport in Wales.

Wie im Rallye-Sport sind beim Rugby Teamplay, Tempo und Ausdauer gefragt. Doch auch schiere Muskelkraft kann nicht schaden.

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