Das Gesetz der Serie.
Zwei Konzepte – ein Ziel: maximale Kraft. Seit 2012 startet Volkswagen in der Formel 3 mit zwei verschiedenen Motorenkonzepten. Neben dem bewährten, seit 2007 höchst erfolgreich eingesetzten Triebwerk kommt nun auch der Volkswagen Power Engine zum Einsatz – exklusiv im ATS Formel-3-Cup. Das Grundprinzip ist identisch: Beide Zweiliter-Reihen-Vierzylinder-Aggregate basieren auf Volkswagen Triebwerken aus der Serienproduktion.
Der Volkswagen Power Engine.
Der Anspruch ist hoch. Laut Reglement für den ATS Formel-3-Cup sollen die Motoren nicht nur ordentlich Power haben, sondern auch absolutes Durchhaltevermögen beweisen. Über eine komplette Saison, 10.000 Kilometer. Ohne kostspielige Revision nach jedem Rennen. Volkswagen hat die Herausforderung angenommen – mit robusteren, auch aus der Serie stammenden Bauteilen wie einem Grauguss-Motorblock. Zweites wichtiges Charakteristikum des neuen Motorenkonzeptes ist das Push-to-pass-System. Per Knopfdruck können die Fahrer 20 zusätzliche PS abrufen – um dann mit 240 PS urplötzliche Überholvorgänge zu starten. Möglich wird dieses durch eine spezielle Motorsoftware, die über zwei verschiedene Kennfelder verfügt und so kurzzeitig für mehr PS sorgt.
Der Volkswagen Formel-3-Motor.
Weiterhin im permanenten Einsatz: der extrem erfolgreiche Volkswagen Formel-3-Motor. Sieben Fahrertitel und 127 Siege in nur vier Jahren sprechen für sich. Hier heißt die Herausforderung für die Techniker: optimale Leistung herausholen – bei einem sehr engen technischen Reglement. Zum Beispiel macht ein Luftmengenbegrenzer mit nur 26 Millimeter Durchmesser den Motoren das Atmen schwer. Aber auch hier mussten die Entwickler nur ins Regal greifen: Der FSI-Motor aus der Serie ist dank Kurbelgehäuse und Zylinderkopf aus Aluminium ideal für den Renneinsatz in der Formel 3 Euro Serie, der FIA Formel-3-Europameisterschaft und der Britischen Formel-3-Meisterschaft.