Rennen 2013.

Das verrückteste Rennen des Jahres.

 

Die Jagd durch die Asphaltschluchten Macaus, dem "Monte Carlo des Ostens", lockt alljährlich Tausende Fans an den Guia Circuit. Mit einem wilden Mix aus langen Geraden und spektakulären Kurven bietet der enge Stadtkurs viel Potenzial für heiße Rennaction.

Zeitplan

 

Hinweis: Angaben im Zeitplan entsprechen der Ortszeit in Macau (MEZ plus sieben Stunden).

Donnerstag, 14.11.2013      
10:55–11:40 Uhr Freies Training (45 Minuten)    
14:40–15:10 Uhr Qualifying (30 Minuten)    
Freitag, 15.11.2013      
11:00–11:45 Uhr Freies Training (45 Minuten)    
14:45–15:15 Uhr Qualifying (30 Minuten)    
Samstag, 16.11.2013      
14:00–14:50 Uhr Qualifikations Rennen (10 Runden)    
Sonntag, 17.11.2013      
15:30–16:30 Uhr Rennen (15 Runden)    

Streckeninfo

Rennergebnis

Gesamtergebnis

Position Name (Nation) Team Zeit Runden
1 Alex Lynn (GB) Prema Dallara-Mercedes 37m37.975s 15
2 Antonio Felix da Costa (P) Carlin Dallara-Volkswagen +1.173 15
3 Pipo Derani (BR) Fortec Dallara-Mercedes +6.795 15
4 Alexander Sims (D) T-Sport Dallara-Nissan +8.203 15
5 Jordan King (GB) Carlin Dallara-Volkswagen +9.573 15
6 Jazeman Jaafar (MAL) Carlin Dallara-Volkswagen +15.547 15
7 Carlos Sainz Jr (E) Carlin Dallara-Volkswagen +16.976 15
8 Tom Blomqvist (GB) Fortec Dallara-Mercedes +26.160 15
9 Nicholas Latifi (CDN) Carlin Dallara-Volkswagen +29.288 15
10 Esteban Ocon (F) Prema Dallara-Mercedes +30.914 15
11 Yuhi Sekiguchi (J) Mucke Dallara-Mercedes +32.854 15
12 Yuichi Nakayama (J) TOM'S Dallara-Toyota +33.790 15
13 Will Buller (GB) Fortec Dallara-Mercedes +34.265 15
14 Harry Tincknell (GB) Carlin Dallara-Volkswagen +36.532 15
15 Katsumasa Chiyo (J) B-Max Dallara-Toyota +36.902 15
16 Antonio Giovinazzi (I) Double R Dallara-Mercedes +37.584 15
17 Nelson Mason (CDN) Zeller Dallara-Mercedes +39.877 15
18 Dennis van de Laar (NL) Mucke Dallara-Mercedes +1:01.651 15
19 Ed Jones (UAE) Fortec Dallara-Mercedes +1:29.025 15
NOT CLASSIFIED        
Lucas Wolf (D) URD Dallara-Mercedes 14
Kevin Korjus (EST) Double R Dallara-Mercedes 13
Raffaele Marciello (I) Prema Dallara-Mercedes 9
Stefano Coletti (I) Eurointernational Dallara-Mercedes 7
Sun Zheng (CN) Double R Dallara-Mercedes 6
Lucas Auer (A) Prema Dallara-Mercedes 0
John Bryant-Meisner (S) Fortec Dallara-Mercedes 0
Sean Gelael (RI) Double R Dallara-Mercedes 0
Felix Rosenqvist (S) Mucke Dallara-Mercedes 0

Schnellste Runde: Jordan King (GB) 2:11.547 =167.48 km/h

Sonntag, 17.11.2013


António Félix da Costa schafft beim 60. Grand Prix von Macau den Sprung aufs Podium.

Seit vielen Jahren gilt der ‚Macau Grand Prixʻ als wichtigstes Formel-3-Rennen der Welt. Wer hier gut abschneidet, hat sicherlich gute Karten für weitere Schritte auf der Karriereleiter des Motorsports. Auch bei der 60. Auflage des prestigeträchtigen Rennens auf dem Straßenkurs in der ehemaligen portugiesischen Kolonie war Volkswagen als Motorenlieferant aktiv. Fünf der sechs Fahrer des britischen Carlin-Teams, die mit Volkswagen-Formel-3-Power an den Start gingen, schafften beim 15 Runden langen Rennen den Sprung unter die ersten zehn. Vorjahressieger António Félix da Costa schaffte als Zweiter erneut den Sprung aufs Podium.

„Macau ist einzigartig“, schwärmt António Félix da Costa. „Wenn du mit 30 der besten Formel-3-Fahrer in der Startaufstellung stehst, der traditionelle chinesische Drachentanz aufgeführt wird, der Gouverneur allen Fahrern persönlich die Hand gibt, dann die vollen Tribünen ... einfach Gänsehaut pur.“ Nicht umsonst rechnet der Portugiese seinen Sieg im Vorjahr zu seinen bisher größten Erfolgen im Motorsport. Nach den beiden Siegen des Italieners Edoardo Mortara in den Jahren 2008 und 2009 war es bereits der dritte Erfolg für Volkswagen als Motorenlieferant in Macau in vier Jahren. „In diesem Jahr bin ich nicht mehr in der Formel 3 gefahren, aber natürlich habe ich sofort ‚Ja’ gesagt, als Teamchef Trevor Carlin fragte, ob ich wieder in Macau fahren wolle“, so der 22-Jährige. „Ich glaube, dass alle Fahrer gerne wieder nach Macau zurückkehren, und erst recht mit der Startnummer eins auf dem Auto.“

Neben Félix da Costa gingen auch der Spanier Carlos Sainz jr., die Briten Harry Tincknell und Jordan King, der Kanadier Nicholas Latifi sowie der Malaysier Jazeman Jaafar in Macau mit Volkswagen Formel-3-Motoren an den Start. „Dieses Rennen hat einen sehr hohen Stellenwert“, betont Sainz, der Sohn des zweimaligen Rallye-Weltmeisters. „Schau dir die Liste der Fahrer an, die hier bereits gewonnen haben: Senna, Schumacher, Coulthard ... Eine bessere Visitenkarte für die weitere Motorsport-Karriere kann man sich kaum vorstellen.“ Während ihre Teamkollegen Félix da Costa, Sainz, Tincknell und Jaafar alle schon mindestens einmal in Macau gefahren sind, bedeutete das diesjährige Rennen für Jordan King und Nicholas Latifi die Premiere auf dem Straßenkurs. Latifi schildert seinen Eindruck: „Einfach der Wahnsinn. Aber nicht nur die Rennstrecke, eine abenteuerliche Mischung aus einem Vollgas-Anteil und einer winkeligen Passage durch die Hügel in der Stadt, sondern auch die Casino-Stadt Macau muss man gesehen haben, um es zu glauben!“

Zum Hauptgewinn und damit der Wiederholung des Vorjahreserfolgs reichte es für das Carlin-Team diesmal nicht, aber mit Platz zwei für António Félix da Costa, Jordan King, Jazeman Jaafar und Carlos Sainz jr. auf den Positionen fünf bis sieben sowie Nicholas Latifi auf Rang neun schafften fünf der Sechs Carlin-Fahrer den Sprung in die Top Ten, was ein mehr als beachtliches Teamergebnis war. Harry Tincknell kam als 14. über die Ziellinie. „Natürlich hätte ich gerne wieder gewonnen, aber zumindest war ich das ganze Wochenende über in der Lage, um die Spitze mitzufahren“, kommentierte António Félix da Costa nach dem Rennen. „Somit bin ich diesmal auch mit Platz zwei zufrieden.“ Der Fünftplatzierte Jordan King war der beste Debütant bei der 60. Auflage des Macau Grand Prix und erhielt dafür eine spezielle Auszeichnung. „Natürlich will ich im kommenden Jahr wieder hier fahren“, räumte er ein. „Macau hat irgendwie eine magische Anziehungskraft.“


Samstag, 16.11.2013


Zweite Startreihe für Félix da Costa beim Grand Prix in Macau.

António Félix da Costa (P) wird am Sonntag aus der zweiten Reihe in den Formel-3-Grand Prix von Macau starten. Der Vorjahressieger verbesserte sich beim Qualifikationsrennen um einen Platz und zeigte sich im Anschluss zufrieden mit seiner Leistung: „Das war heute eine gute Leistung. Ich war froh, dass ich mich zwischenzeitlich bis auf Platz drei nach vorn arbeiten konnte, allerdings waren ein paar andere Jungs mir gegenüber etwas im Vorteil, da sie auf frischeren Reifen unterwegs waren. Aber für morgen sieht es gut aus. Jetzt können wir uns zusammensetzen, die Daten analysieren und uns auf das Rennen vorbereiten.“

Teamkollege Jordan King (GB) konnte seine Startposition beim ereignisreichen Zehn-Runden-Sprint ebenfalls verbessern. Der frischgebackene Meister der britischen F3-Meisterschaft startet am Sonntag vom siebten Platz aus in das Rennen, zeigte im Ziel jedoch gemischte Gefühle. „Ich bin mit dem Rennen heute zufrieden, bin aber auch ein wenig enttäuscht, Alexander Sims nicht überholt zu haben. Ich bin fast das ganze Rennen so nah an ihm dran gewesen, aber es ist einfach so schwierig, zu überholen, dass ich keine Chance hatte, ein Manöver zu starten. Trotzdem ist es ein gutes Rennen für mich gewesen. Jetzt freue ich mich darauf, morgen von Platz sieben zu starten und dann zu sehen, was wir ausrichten können.“

Eine noch größere Aufholjagd gelang allerdings Carlos Sainz jr. (E). Der Sohn des zweimaligen Rallye-Weltmeisters und „Dakar“-Siegers Carlos Sainz, im Zeittraining am Freitag von einem Elektrik-Defekt an seinem Dallara F312 eingebremst, verbesserte sich um fünf Plätze und komplettiert als Neunter das Volkswagen Trio in den Top Ten.

Jazeman Jaafar (MAL) beendete Qualifikationslauf als Zwölfter, einen Platz vor Nicholas Latifi (CDN). Harry Tincknell (GB) kam hingegen nicht ins Ziel. Der junge Brite kollidierte am Start mit einem stehen gebliebenen Konkurrenten und fiel aus.


Freitag, 15.11.2013


Dem Chaos getrotzt – Volkswagen Fahrer mit erfolgreichem Zeittraining in Macau.

Trotz zahlreicher Zwischenfälle und Unterbrechungen haben vier von sechs Volkswagen Fahrern das Zeittraining zum legendären Formel-3-Grand-Prix in Macau unter den ersten zehn beendet.

António Félix da Costa (Team Carlin) auf Platz fünf zeigte sich trotz der zum Teil chaotischen Umstände zufrieden: „Aufgrund der vielen roten Flaggen kann man leicht die Geduld verlieren, aber im Auto muss man die Ruhe bewahren – und das ist es, was wir getan haben. Die Aufwärmrunden und die roten Flaggen richtig abzupassen, war eine großartige Leistung des gesamten Teams. Ich habe immer gesagt, dass man innerhalb der Top Fünf um den Sieg fahren kann, deshalb weiß ich nun, dass wir morgen und am Sonntag mitkämpfen können – es ist noch alles offen.“

Hinter Félix da Costa platzierten sich weitere drei Carlin-Teamkollegen innerhalb der ersten fünf Startreihen für das Qualifikationsrennen am Samstag. Jazeman Jaafar (MAL; 2.12,225 Min.), Harry Tincknell (GB; 2.12,409 Min.) und Jordan King (GB; 2.12,616 Min.) belegen die Startplätze acht bis zehn, Nachwuchstalent Nicholas Latifi (CDN) zahlte bei seinem Macau-Debüt Lehrgeld und belegt mit einer Zeit von 2.13,551 Min. nur den 16. Platz.

Weniger Glück hatte Carlos Sainz Jr. (E). Er wurde durch Elektronikprobleme an seinem Dallara F312 eingebremst, am Ende musste sich der Sohn von Rallye-Legende Carlos Sainz mit dem 14. Startplatz zufriedengeben. Dennoch zeigte sich der Spanier motiviert: „Während der Qualifikation ist im Auto die gesamte Elektrik ausgefallen. Deshalb konnte ich in der zweiten Hälfte des Zeittrainings nicht mehr mitfahren. Ich werde nun von Platz 14 starten. Da heißt es: ‚Kopf hoch‘.“

 

Die Poleposition erfuhr sich Raffaele Marciello (Prema Powerteam). Kurz vor Schluss des Zeittrainings hatte der diesjährige Meister der Formel 3-Europameisterschaft Glück mit einer freien Runde und fuhr mit 2.11,555 Min. die Tagesbestzeit.


Montag, 11.11.2013



Macau: die Volkswagen Siege beim Formel-3-Grand-Prix

Jahr Fahrer (Nation) Fahrzeug
1984 John Nielsen (DK) Ralt RT3 Volkswagen
1985 Maurício Gugelmin (BR) Ralt RT30 Volkswagen
1986 Andy Wallace (GB) Reynard 863 Volkswagen
1989 David Brabham (AUS) Ralt RT33 Volkswagen
1990 Michael Schumacher (D) Reynard 903 Volkswagen
2009 Edoardo Mortara (I) Dallara F309 Volkswagen
2010 Edoardo Mortara (I) Dallara F309 Volkswagen
2012 António Félix da Costa (P) Dallara F312 Volkswagen