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DAS MAKING-OF.

ALLES ÜBER DIE ENTWICKLUNG UND DAS TESTPROGRAMM DES POLO R WRC.

DIE ENTWICKLUNG DES

POLO R WRC.

Der Weg vom Concept Car zum World Rally Car.

Und plötzlich ist er da. Bei der Frankfurter IAA im Herbst 2011 präsentiert sich der Polo R WRC erstmals der Öffentlichkeit. Im glitzernden Scheinwerferlicht erfolgt der Startschuss für den Weg in die Rallye-Weltmeisterschaft. Der intern „Polo R WRC Concept Car“ genannte Prototyp ist allerdings ein „Zwitter“. Unter seiner Karosserie steckt noch viel Technik des Fabia Super 2000, mit dem die Konzerntochter Skoda bereits im Rallyesport vertreten ist.

Bild zeigt die Entwicklungsstufe Polo R WRC Concept Car.

Stufe 1

DYNAMIK NIMMT

FORM AN.

Bild zeigt die Entwicklungsstufe Polo R WRC Concept Car.

ANTRIEB: HERZBLUT.

Weil das technische Reglement der Kategorien „World Rally Car“ und „Super 2000“ in vielen Bereichen identisch ist, will Volkswagen die Rallye-WM bereits 2012 nutzen, um möglichst schnell möglichst viele Komponenten des zukünftigen Polo R WRC testen zu können. Die Aufmerksamkeit der Ingenieure richtet sich besonders auf Fahrwerk und Antriebsstrang. Statt des 2,0-Liter-Saugers aus dem Fabia kommt bereits eine erste Variante des 1,6-Liter-TSI-Turbomotors von Volkswagen zum Einsatz.

Bild zeigt die Entwicklungstufe Polo R WRC Concept Car.

POLO R WRC CONCEPT CAR.

TO BE CONTINUED.

Bild zeigt die Entwicklungstufe Polo R WRC Concept Car.

Bild zeigt die Entwicklungstufe Polo R WRC Concept Car.

Bild zeigt die Entwicklungstufe Polo R WRC Concept Car.

Bild zeigt die Entwicklungstufe Polo R WRC Concept Car.

ZURÜCK IN FREIER

WILDBAHN.

Im Frühjahr 2012 entsteht, basierend auf den Erkenntnissen mit dem „Polo R WRC Concept Car“, das sogenannte „Polo R WRC Test Car“. Jetzt ist auch das Chassis eine Eigenkonstruktion von Volkswagen Motorsport – der erste komplett in Hannover gebaute Polo R WRC ist fertig. Wieder rückt das Testteam aus. Der neu verpflichtete Werkspilot Sébastien Ogier, Entwicklungsfahrer Dieter Depping und der zweimalige Weltmeister Carlos Sainz wechseln sich am Lenkrad ab. Es geht ins tief verschneite Norwegen, auf die staubigen Schotterpisten Spaniens und Portugals sowie auf die Asphaltstraßen in Deutschland und Frankreich. Tausende von Testkilometern spult der Polo R WRC ab.

Bild zeigt die Entwicklungsstufe Polo R WRC Test Car.

Stufe 2

AUF DER TESTSTRECKE:

Der Polo R WRC

in Spanien.

Auf der Teststrecke:

Der Polo R Wrc

in den Weinbergen.

DIE NÄCHSTE EVOLUTIONS-

STUFE WIRD GEZÜNDET.

Natürlich kann sich ein World Rally Car auch in den dunkelsten finnischen Wäldern nicht verstecken – und deshalb geraten die Rallye-Fans im September 2012 erneut in Aufregung. Auf den Schotterpisten in der Nähe von Jamsä springt eine nächste Evolutionsstufe des Polo R WRC mit Highspeed über die unzähligen Kuppen. Gut getarnt – und daher äußerlich nur erkennbar an kantigeren Kotflügelverbreiterungen, geänderten Lufteinlässen auf der Motorhaube und einem neuen Heckflügel. Die Aerodynamiker von Volkswagen Motorsport haben offensichtlich ganze Arbeit geleistet.

Bild zeigt die Entwicklungsstufe Polo R WRC Test Car.

Stufe 3

GEHEIMNISTRÄGER.

Dass sich auch unter der weitgehend aus Kohlefaser-Kevlar-Verbundstoff gefertigten Karosserie eine Menge getan hat, wissen nur die Teammitglieder. Schließlich will man sich von der Konkurrenz nicht zu früh in die Karten schauen lassen. Anfang November werden weitere Geheimnisse gelüftet – zwangsläufig: Volkswagen Motorsport muss die technische Dokumentation des Polo R WRC beim Weltmotorsportverband FIA in Paris einreichen. Denn nur so ist die erforderliche Homologation bis zum 1. Januar 2013 zu schaffen. Rechtzeitig zum Saisonstart bei der Rallye Monte Carlo.

Bild zeigt die Entwicklungsstufe Polo R WRC Test Car.

DAS POLO R WRC

TESTPROGRAMM.

Nichts dem Zufall überlassen.

Erfahrung haben die Ingenieure, Mechaniker und Logistiker von Volkswagen Motorsport ja schon. Schließlich hat die Mannschaft drei Mal hintereinander die Rallye Dakar gewonnen. Allerdings haben die Rallyes der Weltmeisterschaft mit dem Wüstenmarathon nur ungefähr so viel gemeinsam wie ein Touareg mit einem Polo. Um auf jedes noch so kleine Detail der WM-Strecken optimal vorbereitet zu sein, wenn es ab 2013 um Meisterschaftspunkte geht, bestreitet Volkswagen Motorsport deshalb schon 2012 bis auf eine Ausnahme alle WM-Läufe.

 

Bild zeigt die Entwicklungsstufe Polo R WRC Test Car.

Testprogramm

WISSEN, WORAUF ES

ANKOMMT.

Da der Polo R WRC erst zur Rallye Monte Carlo 2013 startberechtigt ist, setzt das Team zwei Fabia Super 2000 der Konzerntochter Skoda ein. Mit Zweilitersaugmotor und kleineren Spoilern gehören sie in eine andere Kategorie als die World Rally Cars. Gesamtsiege? Sind nicht drin. Aber darum geht es auch nicht. „Ergebnisse sind Nebensache“, beschreibt Motorsport-Direktor Jost Capito. „Es geht darum, die bei jeder WM-Rallye spezifischen Abläufe kennenzulernen.“ Wie funktioniert das Training bei der Rallye Argentinien? Wie schützt man Mensch und Material optimal vor der Kälte bei der Rallye Schweden? Wo positioniert man am besten die Wetterspione bei der Rallye Spanien? Auf diese Weise lernt jedes Teammitglied schon ein Jahr im Voraus, worauf es ab 2013 ankommt.

AUCH DER NACHWUCHS

MUSS SICH BEWEISEN.

Schließlich nutzt Volkswagen Motorsport die Saison 2012, um auch den Nachwuchs zu testen. Abwechselnd pilotieren der Norweger Andreas Mikkelsen und der Niederländer Kevin Abbring den zweiten Skoda. Bei der Rallye Deutschland kommt sogar ein dritter Fabia zum Einsatz. Gesteuert wird er von der deutschen Nachwuchshoffnung Sepp Wiegand. Und auch er macht seine Sache hervorragend: Mit seinem Co-Piloten, "Dakar"-Sieger Timo Gottschalk, liegt er als bester Deutscher auf einem sensationellen elften Platz in der Gesamtwertung – bis ihn ein Aufhängungsschaden stoppt.

Die Generalprobe.

Drei Tage im November 2012. Das riesige Areal des Volkswagen Testgeländes in Ehra-Lessien erbebt unter dem mächtigen Brüllen des Polo R WRC. Hier simulieren die Volkswagen Werkspiloten den "Ernstfall" – einen kompletten WM-Lauf.

Mit 200 Sachen

der Herbstsonne entgegen.