Rallye Frankreich 2013.

 

Schampus und strahlende Gesichter: Ogier krönt seinen WM-Titel mit dem Heimsieg.

 

Sébastien Ogier ist Rallye-Weltmeister 2013 und Sieger der Rallye Frankreich! Die Titelentscheidung ist gefallen: Die neuen Champions der WRC-Saison 2013 heißen Sébastien Ogier und Julien Ingrassia. Volkswagen Motorsport feiert den neuen Weltmeister Sébastien Ogier, der sich zusätzlich den Heimsieg in Frankreich geschnappt hat.

 

Bis zum Samstag spitzte sich das Rennen um den Sieg bei der Rallye Frankreich auf den spannendsten Showdown in der Rallye-WM-Geschichte zu. Und am Sonntag vergrößerte Volkswagen mit dem siebten Laufsieg von Ogier/Ingrassia sowie Platz drei für Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila den Vorsprung in der Herstellerwertung auf 80 Zähler.

 

Nach dem bitteren Aus des Ex-Champions Sébastien Loeb (Citroën) und einem Reifenschaden von Thierry Neuville (Ford), der zwischenzeitlich die Rallye anführte, war der Weg frei zum Gesamtsieg. Ogier, der sich bereits zu Beginn der Rallye bei der Power Stage den Titel in der Fahrerwertung gesichert hatte, legte eine tolle Aufholjagd hin und zeigte der Welt, dass er ein würdiger Champion ist.

 

„Ich bin überglücklich. Ein Wochenende voller Emotionen. Heute Vormittag habe ich auf der ersten Stage richtig gepusht, und das hat sich ausgezahlt. Danach musste ich das Auto einfach nur ins Ziel bringen. Es ist einfach perfekt gelaufen“, freute sich der strahlende Sieger und neue Weltmeister.

 

Hut ab auch für den Teamkollegen Jari-Matti Latvala, der ebenfalls eine fantastische Leistung zeigte und dafür mit dem dritten Platz im Gesamtklassement belohnt wurde. „Gegen Sébastien hatte ich keine Chance“, gab sogar Teamkollege Jari-Matti Latvala zu. Doch der Finne hatte sowieso andere Ziele. „Nach dem Unfall von Sébastien Loeb war es unsere einzige Aufgabe, Punkte für die Hersteller-WM zu holen.“

 

Was er mit Rang drei perfekt erledigte. „Das war die erste Rallye seit einiger Zeit, in der ich nicht einen einzigen Fehler gemacht habe. Das nimmt doch eine Menge Druck von meinen Schultern“, analysierte Latvala. „Ich glaube, das ist sogar die erste Rallye, bei der ich auf dem Podium stehe und nicht einen einzigen haarigen Moment überstehen musste.“ In der Meisterschaftswertung bleibt der Finne Dritter.

 

Andreas Mikkelsen hatte mit Abstimmungsproblemen und den widrigen Streckenbedingungen zu kämpfen und landete am Ende auf Gesamtplatz sieben. „Für meine erste Asphalt-Rallye im Polo bin ich ganz zufrieden“, sagte Mikkelsen. „Aber mir ist auch klar, dass ich noch eine Menge zu lernen habe.“

 

 

Auch Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor, war begeistert: „Die Rallye Frankreich war ein großer Erfolg. Zum einen für den Rallye-Sport, zum anderen für Volkswagen. Mehr Spannung als an den vergangenen vier Tagen geht nicht. Vor dem Finaltag hatten noch vier Fahrer gleichwertige Chancen auf den Sieg. Am Ende haben sich die neuen Weltmeister verdient durchgesetzt – Sébastien Ogier und Julien Ingrassia. Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben für die Herstellerwertung wertvolle Punkte beigetragen. Nun hat Volkswagen in Spanien alle Chancen, auch hier den Titel zu holen. Mehr kann man sich als Volkswagen Motorsport-Direktor nicht wünschen.“

 


70 Stunden Adrenalin.
Die unvergessliche Rallye Frankreich. Das Video.


Rallye Frankreich 2013: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:53:07.6 0.0  
2 D. Sordo / C. Del Barrio 2:53:19.8 +12.2  
3 J. Latvala / M. Anttila 2:53:27.1 +19.5  
4 T. Neuville / N. Gilsoul 2:54:21.7 +1:14.1  
5 E. Novikov / I. Minor 2:56:18.5 +3:10.9  
6 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:56:45.3 +3:37.7  
7 A. Mikkelsen / P. Nagle 2:57:11.8 +4:04.2  
8 M. Østberg / J. Andersson 2:57:42.8 +4:35.2  
9 R. Kubica / M. Baran (WRC2) 3:02:39.0 +9:31.4  
10 R. Dumas / D. Giraudet 3:05:03.4 +11:55.8  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Frankreich des Jahres 2013 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 06.10.2013




Schampus und strahlende Gesichter:

Ogier krönt seinen WM-Titel mit dem Heimsieg!

 

Das Fazit zur Rallye Frankreich könnte nicht besser ausfallen: Volkswagen Motorsport feiert den neuen Weltmeister Sébastien Ogier, der sich zusätzlich den Heimsieg in Frankreich geschnappt hat. Nach dem bitteren Aus des Ex-Champions Sébastien Loeb (Citroën) in der WP 15 (Vignoble de Cleebourg 1) und einem Reifenschaden von Thierry Neuville (Ford) in der gestrigen Etappe, der zwischenzeitlich die Rallye anführte, war der Weg frei zum Gesamtsieg. Ogier, der sich bereits zu Beginn der Rallye den Titel in der Fahrerwertung gesichert hatte, legte eine tolle Aufholjagd hin und zeigte der Welt, dass er ein würdiger Champion ist.


„Ich bin überglücklich. Ein Wochenende voller Emotionen. Heute Vormittag habe ich in der ersten Stage richtig gepusht, und das hat sich ausgezahlt. Danach musste ich das Auto einfach nur ins Ziel bringen. Es ist einfach perfekt gelaufen“, freute sich der strahlende Sieger und neue Weltmeister.


Hut ab auch für den Teamkollegen Jari-Matti Latvala, der ebenfalls eine fantastische Leistung zeigte und dafür mit dem dritten Platz im Gesamtklassement belohnt wurde. Andreas Mikkelsen hatte mit Abstimmungsproblemen und den widrigen Streckenbedingungen zu kämpfen und landete am Ende auf Gesamtplatz sieben.


Stand nach 20 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:53:07.6 0.0  
2 D. Sordo / C. Del Barrio 2:53:19.8 +12.2  
3 J. Latvala / M. Anttila 2:53:27.1 +19.5  
4 T. Neuville / N. Gilsoul 2:54:21.7 +1:14.1  
5 E. Novikov / I. Minor 2:56:18.5 +3:10.9  
6 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:56:45.3 +3:37.7  
7 A. Mikkelsen / P. Nagle 2:57:11.8 +4:04.2  
8 M. Østberg / J. Andersson 2:57:42.8 +4:35.2  
9 R. Kubica / M. Baran (WRC2) 3:02:39.0 +9:31.4  
10 R. Dumas / D. Giraudet 3:05:03.4 +11:55.8  

17:00 Uhr (MESZ)

„Hätte nie geglaubt, diese Rallye noch gewinnen zu können.“


Den Versuch von Julien Ingrassia, ihm die Maske eines mexikanischen Ringers überzuziehen, konnte Jost Capito während der Pressekonferenz gerade noch abwehren. Erst beim anschließenden Mannschaftsfoto musste sich der Volkswagen Motorsportdirektor geschlagen geben. „Julien darfst du keine Sekunde aus den Augen lassen, er führt ständig irgendwas im Schilde.“


Ingrassia hatte allen Grund zum Übermut. Gemeinsam mit Sébastien Ogier hatte er nicht nur den Weltmeister-Titel gewonnen, sondern auch die Heimrallye. Dabei sah es anfangs überhaupt nicht danach aus. „Am ersten Tage habe ich keinen Rhythmus gefunden. Am Abend hatten wir fast 30 Sekunden Rückstand, und ich hätte niemals geglaubt, diese Rallye noch gewinnen zu können“, blickte Ogier zurück. „Aber dann habe ich mir gedacht: Ich kann mich doch nicht einfach kampflos geschlagen geben. Also habe ich meinen inneren Reset-Knopf gedrückt und angefangen, schnell Auto zu fahren.“


Zwar halfen Fehler von zwei Konkurrenten mit – Reifenschaden bei Thierry Neuville (Ford), Unfall von Sébastien Loeb (Citroën) –, aber die anderen zwei wehrten sich nach Kräften gegen Ogiers Attacke. Aber auf den klitschnassen Strecken am Sonntagmorgen war gegen Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia kein Kraut gewachsen. Mit einer Fabelzeit in der ersten Prüfung der Abschlussetappe, exakt 8,4 Sekunden schneller als Verfolger Dani Sordo (Citroën), setzte sich das französische Duo an die Spitze. Dort blieb es bis ins Ziel.


„Gegen Sébastien hatte ich heute keine Chance“, gab sogar Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) zu. Doch der Finne hatte sowieso andere Ziele. „Nach dem Unfall von Sébastien Loeb war es unsere einzige Aufgabe, Punkte für die Hersteller-WM zu holen.“ Was er mit Rang drei perfekt erledigte. „Das war die erste Rallye seit einiger Zeit, in der ich nicht einen einzigen Fehler gemacht habe. Das nimmt doch eine Menge Druck von meinen Schultern“, analysierte Latvala. „Ich glaube, das ist sogar die erste Rallye, bei der ich auf dem Podium stehe und nicht einen einzigen haarigen Moment überstehen musste.“ In der Meisterschaftswertung bleibt der Finne Dritter.


Auf Endrang sieben kamen Andreas Mikkelsen und Beifahrer Paul Nagle (Polo R WRC #9) ins Ziel. „Für meine erste Asphalt-Rallye im Polo bin ich ganz zufrieden“, sagte Mikkelsen. „Aber mir ist auch klar, dass ich noch eine Menge zu lernen habe.“ Nächste Gelegenheit dazu: die Rallye Spanien vom 24. bis 27. Oktober.

 


15:30 UHR (MESZ)

Dominanz in Zahlen.

Der neue Weltmeister hat die Saison auf fantastische Art und Weise dominiert. Der Erfolg beim Heimrennen in Frankreich war bereits der siebte Rallye-Sieg von Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) in dieser Saison. Nur viermal grüßte der Volkswagen Pilot nicht vom obersten Treppchen des Podests.
 
Beeindruckend ist auch die Anzahl der gewonnenen Wertungsprüfungen: Insgesamt 93 WP-Siege konnte Ogier 2013 bislang feiern. Die magische Zahl 100 kann der 29-jährige Franzose bereits bei der kommenden Rallye in Spanien (24. –27. Oktober) erreichen. Es gibt also auch nach dem vorzeitigen Titelgewinn noch große Ziele.


13:20 Uhr (MESZ)

Noch 13,69 Kilometer bis zum Heimsieg.

 

Es könnte das perfekte Wochenende für Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) und Volkswagen Motorsport werden. Auf der drittletzten Wertungsprüfung der Rallye Frankreich (Vignoble de Cleebourg 2) ging der Führende der Gesamtwertung kein Risiko ein und verwaltete souverän seinen Vorsprung vor Dani Sordo (Citroën) und Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7).

 

Mit exakt zehn Sekunden Vorsprung auf Sordo geht Ogier am Nachmittag auf die letzten beiden Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 13,69 Kilometern. Reicht das zum erhofften Heimsieg? Und bringt Latvala den zweiten Podestplatz für Volkswagen Motorsport nach Hause? Die Antworten darauf gibt es am Nachmittag an dieser Stelle.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


11:40 Uhr (MESZ)

Ogier im Stile eines Weltmeisters.

 

Die letzte Etappe der Rallye Frankreich wird geradezu dominiert von Sébastien Ogier im Polo R WRC (#8). Die ersten drei Wertungsprüfungen des Tages gingen allesamt an den Volkswagen Piloten. Hatte sich am Samstag noch ein hoch spannender Vierkampf um den Sieg angedeutet, fliegt der 29-Jährige der Konkurrenz heute davon. Es sind nur noch drei Wertungsprüfungen zu absolvieren – und weniger als 30 Kilometer bis zum möglichen Heimsieg für den Franzosen.

 

Auch ein Doppelsieg für Volkswagen Motorsport ist noch möglich. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) auf Rang drei macht mächtig Druck auf den Zweitplatzierten Dani Sordo (Citroën). Für Spannung ist also weiterhin gesorgt.

 

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09:45 Uhr (MESZ)

Perfekter Start für Ogier.

Bitteres Aus für Loeb.

 

Dramatischer Auftakt in die letzte Etappe der Rallye Frankreich: Auf der WP 15 (Vignoble de Cleebourg 1) erwischte Volkswagen Pilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) einen herausragenden Start und legte auf den 14,6 Kilometern die mit Abstand beste Zeit hin. Damit übernahm der 29-Jährige die Führung in der Gesamtwertung von Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7), der hinter Dani Sordo (Citroën) auf den dritten Rang zurückfiel.

 

Richtig schlecht lief es für Sébastien Loeb: Auf der ersten Wertungsprüfung am Sonntag endete die Rallye Frankreich für den Rekord-Weltmeister vorzeitig. Der neunmalige Champion legte seinen Citroën aufs Dach. Damit kann der 39-Jährige heute nicht mehr ins Renngeschehen eingreifen.

 

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09:10 Uhr (MESZ)

Spionieren und informieren.

 

Ihre Arbeit ist Gold wert. „Ohne meine Schotter-Spione würden mir wichtige Informationen fehlen“, sagt Sébastien Ogier (Polo R WRC #8). Und Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) ergänzt: „Die Führung bei der Rallye Frankreich habe ich auch der perfekten Arbeit der Schotter-Spione zu verdanken.“

 

Wie bei Asphalt-Rallyes üblich, dürfen die sogenannten „Safety Crews“ oder „Gravel Crews“ kurz vor dem Start noch einmal sämtliche Wertungsprüfungen abfahren. Sie notieren eventuelle Veränderungen der Strecke im Vergleich zum Training. „Unsere Gravel Crew fährt mit einer Kopie meines Aufschriebs“, beschreibt Latvala-Beifahrer Miikka Anttila. „Darin notieren sie zum Beispiel Kurven, in denen Dreck auf die Fahrbahn geschleudert wurde.“

 

Wie die von den Gravel Crews gesammelten Infos an die Teams weitergegeben werden dürfen, ist genau vorgeschrieben. Weil Hilfe von außen abseits der Serviceplätze grundsätzlich verboten ist, ist die Rückgabe der Aufschrieb-Kopien an die Beifahrer nur an exakt definierten Stellen erlaubt. „Wir machen das Ganze deshalb per Telefon“, erläutert Anttila, für den der frühere Weltklasse-Pilot Toni Gardemeister spioniert. „Damit überbrücke ich lange Verbindungsetappen.“

 

Denn die von den Gravel Crews gesammelten Informationen sind manchmal sehr umfangreich. „Hier in Frankreich ist die Situation extrem, weil durch den Regen die Verschmutzung der Fahrbahn viel stärker ist als normal. In manchen Kurven fahren wir nicht mehr auf Asphalt, sondern auf Schlamm.“

Samstag, 05.10.2013


Aktuelle Bilder (28)
23:35 Uhr (MESZ)


Stand nach 14 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 2:18:58.3 0.0  
2 D. Sordo / C. Del Barrio 2:18:58.7 +0.4  
3 S. Ogier / J. Ingrassia 2:18:59.8 +1.5  
4 S. Loeb / D. Elena 2:19:03.3 +5.0  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 2:20:08.7 +1:10.4  
6 E. Novikov / I. Minor 2:21:14.7 +2:16.4  
7 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:21:41.4 +2:43.1  
8 M. Østberg / J. Andersson 2:21:55.5 +2:57.2  
9 A. Mikkelsen / P. Nagle 2:22:17.5 +3:19.2  
10 M. Prokop / M. Ernst 2:24:23.5 +5:25.2  

20:15 Uhr (MESZ)

Die spannendste Rallye des Jahres!

Welch eine Spannung, welch eine Dramatik! Die Rallye Frankreich hat sich am Samstag zu einem echten Thriller entwickelt. Nach 256,6 absolvierten Kilometern trennen den Führenden Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) und den Viertplatzierten Sébastien Loeb (Citroën) gerade einmal fünf Sekunden. Dani Sordo (Citroën) auf Rang zwei liegt mit 0,4 Sekunden Rückstand nur einen Wimpernschlag hinter Latvala und gleichzeitig nur 1,1 Sekunden vor Sébastien Ogier (Polo R WRC #8).
 
Spannender könnte die Ausgangsposition vor der letzten Etappe nicht sein. Die Fahrer haben noch sechs Wertungsprüfungen mit einer Länge von insgesamt 56,58 Kilometern vor sich. Kann Latvala die Spitzenposition verteidigen? Schafft Volkswagen Motorsport vielleicht sogar einen Doppelsieg? Am Sonntagnachmittag wissen wir die Antworten.

 

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20:00 Uhr (MESZ)

„Die Fans können sich auf einen echten Showdown freuen.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Ich glaube, das ist die knappste Rallye, die ich bislang erlebt habe. An der Spitze geht es unglaublich eng zu. Es ist natürlich ein tolles Gefühl, die Rallye Frankreich über Nacht anzuführen, aber gewonnen haben wir noch nichts. Morgen dürfte es ganz entscheidend sein, die richtigen Reifen aufzuziehen. Wer bei der Reifenwahl falsch liegt, verschenkt vielleicht schon morgens den Sieg. Es wird für alle ein spannender Schlusstag, das steht jetzt schon fest.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Das war ein nahezu perfekter Tag für uns. Ich hätte nicht gedacht, dass wir an diesem Wochenende noch einmal zurück ins Rennen kommen. Morgen können sich die Fans auf einen echten Showdown freuen. Vier Fahrer innerhalb nur weniger Sekunden – das wird ein großartiger Kampf um die Spitze. Der Sieg wäre natürlich die Kirsche auf dem Kuchen – aber das Wichtigste ist: Den Kuchen haben wir schon!“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ich hatte schon bessere Tage in der Rallye-WM. Die Bedingungen waren heute extrem schwierig. Feuchte und trockener Asphalt haben sich abgewechselt, teilweise lag Matsch auf der Strecke. Nach einer Änderung der Abstimmung kam ich am Nachmittag etwas besser zurecht – alles in allem hatte ich mir den Tag allerdings anders vorgestellt.“


18:20 Uhr (MESZ)

Latvala geht als Führender auf die Schlussetappe.

 

Welch eine Spannung bei der Rallye Frankreich! Auf der letzten Wertungsprüfung des Samstags (Mulhouse) konnte Volkswagen Motorsport einen Doppelsieg feiern: Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 gewann auf der 4,65 Kilometer kurzen Strecke mit einer halben Sekunden Vorsprung auf Jari-Matti Latvala (#7).

 

Doch der Finne war der eigentliche Gewinner des Samstags: Der Volkswagen Pilot übernahm nach der 14. Stage die Führung in der Gesamtwertung der Rallye Frankreich vor Dani Sordo (Citroën), dicht dahinter lauert Ogier.

 

Sébastien Loeb (Citroën) folgt auf Rang vier und musste sich im Duell der Super-Sébs heute vorerst geschlagen geben. Aber Vorsicht: Auch der Rekord-Weltmeister ist noch in Schlagdistanz, hat nur fünf Sekunden Rückstand auf den Führenden Latvala. Der Sonntag verspricht also Hochspannung pur!

 

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16:00 Uhr (MESZ)

Superstars im Synchronflug.

 

Wie eng es bei der Rallye Frankreich zugeht, belegte die WP 13 (Soultzeren – Pays Welche 2) noch einmal auf beeindruckende Art und Weise: Die vier schnellsten Fahrer lagen am Ende der knapp 20 Kilometer langen Wertungsprüfung gerade einmal 0,8 Sekunden auseinander. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) und Sébastien Loeb (Citroën) waren sogar exakt zeitgleich, Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) kam mit einer Zehntelsekunde Rückstand ins Ziel. Der Sieger der Stage hieß diesmal aber Thierry Neuville (Ford).

 

Die Volkswagen Piloten Latvala und Ogier rücken dem Erstplatzierten Dani Sordo (Citroën) in der Gesamtwertung der Rallye Frankreich immer näher auf die Pelle – Loeb bleibt in Lauerstellung. Zwischen diesen vier Piloten ist auf den letzten Wertungsprüfungen noch alles möglich.

 

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15:30 Uhr (MESZ)

Ogier gleicht aus:

Es steht 4 : 4 im Duell Séb vs. Séb.

 

Spannung, Dramatik, Unterhaltung! Bei der Rallye Frankreich spitzt sich der Kampf um den Sieg weiter zu. Auf der WP 12 (Vallée de Munster 2) schaffte erneut Volkswagen Pilot Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 die schnellste Zeit. Damit überholte der Franzose nicht nur seinen Landsmann Sébastien Loeb in der Gesamtwertung sondern kletterte auch auf den dritten Rang hinter Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7).

 

Im Duell um die meisten WP-Siege bei der Heimrallye glich der 29-Jährige außerdem aus: Ogier und Loeb haben nach zwölf von 20 Wertungsprüfungen jeweils vier Stages für sich entschieden. Es ist und bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Super-Sébs. Und auch Spitzenreiter Dani Sordo liegt nur noch wenige Sekunden vor den beiden Franzosen.

 

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14:40 Uhr (MESZ)

Spannender Vierkampf um die Spitze.

 

So viele Fahrer haben lange nicht mehr um den Sieg bei einer Rallye gekämpft. Auf der WP 11 (Hohlandsbourg – Firstplan 2) war es wieder Sébastien Ogier (Polo R WRC #8), der die schnellste Zeit hinlegte – vor Sébastien Loeb. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) landete auf Rang vier, Andreas Mikkelsen (#9) wurde Siebter.

 

In der Gesamtwertung liegen die schnellsten vier Piloten nach etwas mehr als der Hälfte der Rallye Frankreich nur rund fünf Sekunden auseinander – Ogier lauert gerade einmal 0,7 Sekunden hinter Loeb. Das verspricht noch ein höchst spannendes Wochenende zu werden.

 

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13:50 Uhr (MESZ)

Service mit beschränkter Handlung.


Anders als am Freitag wartet am Samstag kein vollwertiger Service auf die Rallye-Autos. Auf dem Messegelände von Colmar, rund 75 Kilometer im Süden des Rallye-Zentrums, steht lediglich ein sogenannter „Remote Service“ auf dem Plan. Was in dieser 15-minütigen Pause erlaubt ist, schreiben die Regularien quasi millimetergenau vor. So dürfen lediglich Ersatzteile verbaut werden, die bereits an Bord des Rallye-Autos transportiert wurden. Von außen dürfen nur Reifen, Wasser, Bremsflüssigkeit und bei bevorstehender Dunkelheit die Zusatzlampen zugeführt werden.

 

Immerhin: Es ist gestattet, die Bordelektronik an einen Computer anzuschließen – und das Rallye-Auto zu putzen. Dies alles darf von maximal vier Mechanikern erledigt werden. „Viel umbauen kann man beim Remote Service nicht“, erklärte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Der Norweger will allerdings die Einstellung von Stoßdämpfern und Stabilisatoren ändern. Eine Arbeit, die mit Bordmitteln bequem erledigt werden kann. „Mein Auto hat am Morgen für meinen Geschmack zu stark untersteuert“, sagte Mikkelsen. „Deswegen habe ich ein wenig Tempo herausgenommen.“ Er fiel dadurch auf Zwischenrang neun hinter Landsmann Mads Østberg (Ford) zurück. „Mads hole ich mir wieder“, lautet Mikkelsens Plan für den Nachmittag.


12:50 Uhr (MESZ)

Attacke mit Ansage:
Volkswagen Duo auf dem Vormarsch.

„Wenn es am Samstag nass ist, greife ich an“, hatte Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) am Ende der ersten Etappe angekündigt. Tatsächlich hatte nächtlicher Regen für durchweg feuchte Pisten gesorgt. „Aquaplaning war keine Gefahr, weil nirgendwo Wasser gestanden hat“, sagte der Finne bei der Einfahrt in den mittäglichen Service in Colmar. „Unter diesen Bedingungen habe ich mich richtig wohlgefühlt.“


Nur die erste Wertungsprüfung verlief für Latvala nicht optimal. „Der Start hat sich um zehn Minuten verzögert. Dadurch sind die Reifen wieder abgekühlt, die ich wie immer auf dem letzten Kilometer vor dem Start warm gefahren habe. Mit kalten Reifen auf nasser Strecke habe ich es vorsichtig angehen lassen, vielleicht etwas zu vorsichtig.“ Doch die beiden anderen WP des Samstagmorgen liefen perfekt. Latvala überholte Dani Sordo (Citroën) und arbeitete sich immer näher an Spitzenreiter Thierry Neuville (Ford) heran.


Immer mehr in Schwung kommt auch Sébastien Ogier (Polo R WRC #8). „Gestern habe ich keinen Rhythmus gefunden. Aber das sieht heute zum Glück anders aus“, erzählte der frischgebackene Weltmeister. Mit zwei Bestzeiten verkürzte er ebenfalls den Abstand zu Spitzenreiter Neuville auf jetzt noch 23,4 Sekunden.


Gleichzeitig spitzte sich das Duell mit Lokalheld Sébastien Loeb (Citroën) zu. Kurzfristig hatte Ogier den entthronten Weltmeister sogar überholt, musste sich dann aber wieder hinter ihm einreihen. „Das wird ein interessanter Nachmittag“, war Ogier sicher.


Die große Frage für die bevorstehenden vier Prüfungen dreht sich – wieder einmal – um die Reifen. Während am Vormittag die Streckenverhältnisse klar waren, wird für die zweite Schleife mit abtrocknender Strecke gerechnet. „Ich denke, das wird die entscheidende Phase der Rallye“, meinte Jari-Matti Latvala. Welche Reifen er auswählen würde, ließ sich der Finne vor dem Service nicht entlocken.


11:30 Uhr (MESZ)

Loeb legt nach im Duell der „Super-Sébs“.

Er hat sichtlich Spaß an seiner Abschieds-Rallye: Sébastien Loeb fuhr die schnellste Zeit auf der zehnten Wertungsprüfung (Soultzeren-Pays Welche), sein Namensvetter und frischgebackener Weltmeister Sébastien Ogier wurde Dritter. Dadurch fällt Ogier in der Gesamtwertung wieder auf Rang fünf hinter Loeb zurück. „Alles in allem war es trotzdem ein erfolgreicher Vormittag“, erklärte der Volkswagen Pilot.

Teamkollege Jari-Matti Latvala zeigt weiterhin starke Leistungen: Der Finne kam als Zweitschnellster ins Ziel. Mit 13,1 Sekunden Rückstand auf Thierry Neuville (Ford) im Gesamtklassement hat er Chancen auf den Sieg bei der Rallye Frankreich.

 

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11:00 Uhr (MESZ)

… und der zweite Streich folgt sogleich.

Sébastien Ogier legt nach: Der Franzose war auch auf der zweiten Wertungsprüfung des Samstags (Vallée de Munster 1) nicht zu schlagen. „Jetzt versuche ich zu pushen. Es wird aber nicht leicht, den Rückstand wieder aufzuholen“, lautete der Kommentar des neuen Weltmeisters. Ford-Pilot Thierry Neuville wurde Zweiter. Jari-Matti Latvala fuhr die drittschnellste Zeit und ist nun neuer Zweiter der Gesamtwertung hinter Neuville – gut gemacht! Dani Sordo (Citroën) liegt auf Rang drei, Ogier ist Vierter.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


10:00 Uhr (MESZ)

Der Weltmeister meldet sich zurück.

Der neue Champion zeigt, was in ihm steckt: Nachdem Sébastien Ogier am gestrigen Freitag durch eine falsche Reifenwahl etwas langsamer unterwegs war, fuhr der Franzose auf der ersten Wertungsprüfung des heutigen Samstags (Hohlandsbourg-Firstplan 1) gleich die Bestzeit vor Thierry Neuville (Ford). Jari-Matti Latvala war ebenfalls schnell unterwegs und wurde Dritter. Probleme mit der immer nasser werdenden Strecke hatte dagegen Andreas Mikkelsen, der über 30 Sekunden einbüßte.

 

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Freitag, 04.10.2013


Aktuelle Bilder (14)
20:45 Uhr (MESZ)


Stand nach 7 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 T. Neuville / N. Gilsoul 1:08:56.5 0.0  
2 D. Sordo / C. Del Barrio 1:09:06.4 +9.8  
3 J. Latvala / M. Anttila 1:09:08.3 +11.8  
4 S. Loeb / D. Elena 1:09:08.7 +12.2  
5 S. Ogier / J. Ingrassia 1:09:25.2 +28.7  
6 E. Novikov / I. Minor 1:10:00.1 +1:03.6  
7 A. Mikkelsen / P. Nagle 1:10:22.9 +1:26.4  
8 M. Hirvonen / J. Lehtinen 1:10:30.0 +1:33.5  
9 M. Østberg / J. Andersson 1:10:34.0 +1:37.5  
10 M. Prokop / M. Ernst 1:11:32.8 +2:36.3  

19:20 Uhr (MESZ)

Latvala und die neue Liebe zum Asphalt.

 

Schon als Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) bei der Rallye Deutschland zeitweise in Führung lag, staunte die Konkurrenz. Sollte der Schotter-Spezialist aus Finnland plötzlich auch auf festem Belag zu den Schnellsten gehören? Dass diese Leistung keine Eintagsfliege war, beweist JML, wie er meist abgekürzt wird, gerade bei der Rallye Frankreich.

 

Am Ende der ersten Etappe ist er starker Dritter und bestplatzierter Volkswagen Pilot. „Sicher hätte ich noch ein wenig schneller fahren können“, verriet er. „Aber die primäre Aufgabe hier ist es, Punkte in der Markenwertung zu holen.“ Und diesen Job erfüllt Latvala derzeit perfekt. Denn die beiden vor ihm platzierten Fahrer – Thierry Neuville (Ford) und Dani Sordo (Citroën) – sind nicht für das Citroën-Werksteam punktberechtigt, mit dem Volkswagen Motorsport um den Titel in der Hersteller-Wertung kämpft. Alle direkten Konkurrenten im Titel-Duell der Teams liegen momentan also hinter Latvala.

 

Dabei lief der Nachmittag nicht einmal perfekt für den Finnen und Beifahrer Mikka Anttila. „Wir sind die erste Wertungsprüfung nach dem Service mit zwei weichen und zwei harten Reifen gefahren“, berichtete Latvala. „Weil die Strecke weitgehend trocken war, haben wir für die nächsten beiden WP dann auf vier harte Reifen gewechselt. Das war die richtige Entscheidung. Ich habe aber Stoßdämpfer und Stabilisator nicht weit genug in Richtung hart verstellt. Dadurch war das Fahrwerk besonders in den ganz schnellen Passagen zu weich.“

 

Hier machte sich bemerkbar, dass Latvala den Polo R WRC noch zu wenig auf trockenem Asphalt gefahren ist. „Es war beim Testen meistens nass, damit kenne ich mich besser aus.“ Deswegen hätte JML nichts dagegen, wenn es am Samstag wie angekündigt stark regnen würde.

 

Nicht so glücklich war dagegen Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) mit seiner Reifenwahl. „Weiche Reifen waren am Nachmittag nicht optimal“, sagte der Franzose, der erstaunlicherweise kein allzu großer Fan von Asphalt-Wertungsprüfungen ist. „Vielleicht habe ich deswegen noch keinen richtigen Rhythmus gefunden.“ Ogier ist am Ende der Freitagsetappe Fünfter.

 

Völlig neue Erfahrungen machte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), im Zwischenklassement Siebter. „Ich fahre den Polo zum ersten Mal bei einer Asphalt-Rallye“, erzählte der Norweger, der auf die Rallye Deutschland wegen einer Verletzung von Beifahrer Mikko Markkula verzichten musste. „Jeder Kilometer bringt mir mehr Vertrauen in das Auto.“


18:45 Uhr (MESZ)

Es schwirren einem viele Dinge durch den Kopf.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Wir können mit Rang drei bislang sehr zufrieden sein. Unser Polo hat sich von der ersten Prüfung an sehr gut angefühlt und wir haben uns darauf konzentriert, einen guten Rhythmus zu finden. Für uns ist ganz entscheidend, auf der sicheren Seite zu bleiben und unser Ziel zu verfolgen, wichtige Punkte für die Hersteller-Meisterschaft einzufahren. Natürlich wäre es ebenso nett, hier richtig anzugreifen – aber ich habe mit noch keinem Team die Hersteller-Wertung gewonnen und dieser mögliche zweite Titel wäre eine tolle Belohnung für die ganze Mannschaft.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Ehrlich gesagt hatte ich heute Morgen Schwierigkeiten, richtig wach in die Prüfungen zu starten. Zum einen habe ich nicht wirklich gut geschlafen, denn nach so einem Tag schwirren einem ganz schön viele Dinge durch den Kopf. Am Nachmittag ging es dann deutlich besser, leider hatten wir aber nicht die optimale Reifenwahl. Das soll aber keine Entschuldigung sein und vor allem nicht die Leistung der Konkurrenz schmälern. Besonders Thierry hat eine sehr starke Leistung gezeigt, Respekt!“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Im Trockenen begann der Tag richtig gut, auf der zweiten Wertungsprüfung des Tages begann es auf den letzten Kilometern stark zu regnen. Allein auf dem letzten Abschnitt habe ich zwölf Sekunden verloren – und hatte keine Chance dagegen etwas zu tun. Die Reifenwahl war nicht die beste: Wir waren auf harten Reifen unterwegs, als weiche besser gewesen wären. Und auf weichen, als die harten die bessere Wahl waren. Dennoch: Mit unserer Leistung bin ich zufrieden.“


17:00 Uhr (MESZ)

Des einen Freud, des anderen Leid.

Pech für Sébastien Loeb, Glück für Jari-Matti Latvala: Auf der finalen Wertungsprüfung des heutigen Freitags (Vosges 2) verlor Ex-Champion Loeb viel Zeit und wurde nur Fünfter. Der Franzose büßte damit seinen zweiten Platz im Gesamtklassement ein, wodurch Latvala nun neuer Dritter ist.

Teamkollege und Titelträger Sébastien Ogier übernachtet auf Gesamtrang fünf, Andreas Mikkelsen auf sieben.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


16:00 Uhr (MESZ)

Neuville auf der Überholspur – Latvala bleibt dran.

Führungswechsel bei der Rallye Frankreich: Thierry Neuville (Ford) holte die Bestzeit auf der sechsten Wertungsprüfung (Massif des Grands Crus 2) und ist nun neuer Spitzenreiter. Doch Volkswagen Pilot Jari-Matti Latvala machte ebenfalls Druck und kam nur 1,9 Sekunden hinter dem Belgier als Zweiter ins Ziel. Sébastien Ogier wurde Vierter, Andreas Mikkelsen Siebter.

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


15:10 Uhr (MESZ)

Mit Vollgas in den Nachmittag.

„Ich habe richtig Gas gegeben, die Reifenwahl war perfekt“, zeigte sich Sébastien Ogier nach der ersten Wertungsprüfung (Klevener 2) des heutigen Freitagnachmittags zufrieden. Zum WP-Sieg hat es für den Franzosen allerdings nicht gereicht – den schnappte sich Thierry Neuville (Ford) mit einer Zeit von 6:02.8 Minuten.

Bester Volkswagen Pilot wurde Jari-Matti Latvala, der auf dieser Stage Fünftschnellster (+3,2 Sekunden) wurde. Teamkollege Ogier folgte nur 0,1 Sekunden dahinter auf Rang sechs. Andreas Mikkelsen komplettierte das Volkswagen Trio auf Platz sieben mit 4,2 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Die Gesamtwertung nach WP 5: Sébastien Loeb führt vor Neuville, auf Rang drei liegt Dani Sordo (Citroën). Latvala ist Vierter, Ogier Fünfter. Mikkelsen belegt Platz sieben.

 

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14:10 Uhr (MESZ)

„Den ersten Tag als Weltmeister nicht verpatzen.“

Nach der ersten Hälfte der ersten Etappe nur Fünfter – eine ziemlich ungewohnte Situation für Sébastien Ogier (Polo R WRC #8). „Ich wollte meinen ersten Tag als Weltmeister nicht mit einem Fehler verpatzen. Deshalb war ich wohl ein wenig zu vorsichtig“, begründete der Franzose den 22-Sekunden-Rückstand auf Spitzenreiter Sébastien Loeb (Citroën).


Ein weiterer Grund dürfte die unruhige und kurze Nacht gewesen sein. „Mir ging so viel durch den Kopf, ich bin erst sehr spät eingeschlafen“, blickte Ogier zurück. Mehr als ein Glas Champagner gönnte sich der frischgebackene Weltmeister am Donnerstagabend sowieso nicht. „Wie das ganze Team konzentriere ich mich jetzt erst einmal auf die Rallye. Richtig gefeiert wird erst am Sonntag.“ Für den Nachmittag hat er auf jeden Fall schon angekündigt: „Mein Ziel bliebt es, mit Sébastien Loeb um den Sieg zu kämpfen. Wenn das noch klappen soll, muss ich mir schleunigst was einfallen lassen.“


Besser in Schwung kam am Vormittag Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7). „Ich habe im Vergleich zur Rallye Deutschland die Bremsen meines Autos umbauen lassen. Dadurch habe ich viel größeres Selbstvertrauen gefunden“, verriet der Finne, der nach vier Wertungsprüfungen starker Gesamtzweiter ist, knappe 3,7 Sekunden hinter Loeb.


Teamkollege Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) wurde in der zweiten Prüfung des Tages von einsetzendem Regen überrascht. „Ein klarer Nachteil gegenüber den vor mir gestarteten Konkurrenten, aber so ist das nun mal im Rallye-Sport.“ Der Norweger ging als Achter in die Mittagspause.


12:00 Uhr (MESZ)

Latvala jagt Loeb.

Starke Leistung von Jari-Matti Latvala: Der Finne fuhr im Polo R WRC auf der vierten Wertungsprüfung (Vosges) auf Rang drei und war dabei nur 0,9 Sekunden langsamer als Spitzenreiter Sébastien Loeb (Citroën, 19:08.7 Minuten) und Thierry Neuville (Ford), der zeitgleich mit Latvala ins Ziel kam. Damit ist Latvala nun neuer Zweiter des Gesamtklassements.

Sébastien Ogier lässt es dagegen etwas ruhiger angehen – den Titel kann dem Franzosen keiner mehr nehmen, und die Streckenverhältnisse geben allen Grund zur Vorsicht: „Ich werde jetzt nicht pushen, da ich keinen Ausfall riskieren will“, kommentierte Ogier. Er kam als Fünftschnellster mit 20,2 Sekunden Rückstand ins Ziel. Teamkollege Andreas Mikkelsen wurde Achter (+29,9 Sekunden).

Die Gesamtwertung: Loeb führt mit 3,7 Sekunden Vorsprung auf Latvala, Neuville ist Dritter, Sordo (Citroën) liegt auf Rang vier. Ogier folgt auf Rang fünf, Mikkelsen auf acht.

 

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10:50 Uhr (MESZ)

Risikofaktor Regen.

Es ist feucht im Elsass, und die Streckenbedingungen werden schwieriger. Die dritte Wertungsprüfung (Massif des Grands Crus) konnte Sébastien Loeb (Citroën) mit einer Zeit von 7:46.6 Minuten für sich entscheiden. Thierry Neuville (Ford) wurde Zweiter mit 1,4 Sekunden Rückstand, gefolgt von Dani Sordo (Citroën, +1,8 Sekunden). Bester Volkswagen Pilot war Jari-Matti Latvala auf Rang vier (+2,0 Sekunden). Direkt dahinter folgt Sébastien Ogier (+3,0 Sekunden). Teamkollege Andreas Mikkelsen hatte Probleme mit der immer nasser werdenden Strecke und verlor rund 20 Sekunden auf die Spitze.

Die Gesamtwertung: Sordo führt, dicht gefolgt von Loeb. Ogier ist Dritter, Latvala Vierter, Mikkelsen liegt auf Rang sieben.

 

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10:00 Uhr (MESZ)

Start in den Freitag: Loeb setzt die Pace.

Den WM-Titel hat Sébastien Ogier sich bereits auf der gestrigen Powerstage geschnappt – jetzt kann der Franzose die Rallye Frankreich in vollen Zügen genießen. Auf der ersten Wertungsprüfung des heutigen Freitags (Klevener 1) fuhr Ogier auf Rang vier. Teamkollege Jari-Matti Latvala wurde Dritter, Dani Sordo (Citroën) Zweiter. Den WP-Sieg holte sich Ex-Champion Sébastien Loeb (Citroën). Andreas Mikkelsen belegte den fünften Rang.

In der Gesamtwertung führt aktuell Sordo vor Ogier (+1,1 Sekunden), gefolgt von Loeb (+2,0 Sekunden). Latvala ist Vierter (+2,8 Sekunden), Mikkelsen Fünfter (+3,0 Sekunden).

 

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Donnerstag, 03.10.2013


100 Dezibel im Servicepark.
Ogier und Ingrassia feiern ihren WM-Titel. Das Video.


Aktuelle Bilder (13)
20:15 Uhr (MESZ)


Stand nach 1 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 D. Sordo / C. Del Barrio 3:20.8 0.0  
2 T. Neuville / N. Gilsoul 3:21.5 +0.7  
3 S. Ogier / J. Ingrassia 3:21.6 +0.8  
4 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:22.2 +1.4  
5 A. Mikkelsen / P. Nagle 3:22.3 +1.5  
6 J. Latvala / M. Anttila 3:23.4 +2.6  
7 S. Loeb / D. Elena 3:23.7 +2.9  
8 E. Novikov / I. Minor 3:24.5 +3.7  
9 M. Prokop / M. Ernst 3:27.1 +6.3  
10 R. Kubica / M. Baran (WRC2) 3:28.2 +7.4  

Erfolgs-Nummern: Zahlen zum Titelgewinn.

Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben ihren Traum vom WM-Titel bei der Rallye Frankreich vorzeitig wahr gemacht. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Vom Start in Monte Carlo bis zum finalen Triumph in Frankreich waren tausende Kilometer und viele Wertungsprüfungen zu fahren. Hier die Zahlen zum WM-Triumph der WRC-Saison 2013.

Keine schlechte Ausbeute

Der Volkswagen Polo R WRC holte 244 von 467 möglichen Top-3-Platzierungen bei Wertungsprüfungen – das entspricht einer Quote von 52,25 Prozent.

Polo R WRC voll in seinem Element

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 130,75 km/h stellte Sébastien Ogier auf der legendären WP „Ouninpohja“ bei der Rallye Finnland einen neuen Rekord auf.

Extreme Gegensätze

Die kürzeste und längste Wertungsprüfung der Saison hatte die Rallye Mexiko zu bieten. So war die spektakuläre Tunnel-WP „Guanajuato Street Stage“ nur 1,05 Kilometer kurz, auf der WP „Guanajuatito“ musste der Polo  R WRC dagegen auf ganzen 54,85 Kilometern zeigen, was in ihm steckt.


22:30 Uhr (MESZ)

Volkswagen Motorsport schreibt Geschichte.

... und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Die neuen Champions Sébastien Ogier und Julien Ingrassia holen zum ersten Mal in ihrer Karriere den WM-Titel. Dazu ist das Team im Polo R WRC der erste neue Rallye-Weltmeister seit fast zehn Jahren. Die lange Dominanz der neunfachen Meister Sébastien Loeb und Co-Pilot Daniel Elena ist damit beendet. Gleichzeitig ist es zuvor noch keinem Team gelungen, in der Debütsaison eines Herstellers auf Anhieb die Meisterschaft zu holen. Besser hätte es nun wirklich nicht laufen können – weiter so, Jungs!


Sébastien Ogier:

„Ein Traum wird wahr!“ 


19:00 (MESZ)

Sébastien Ogier und Julien Ingrassia

sind Weltmeister 2013!

 

Die Titelentscheidung ist gefallen: Die neuen Champions der WRC-Saison 2013 heißen Sébastien Ogier und Julien Ingrassia. Verfolger Thierry Neuville (Citroën) schaffte es nicht, auf der Powerstage Strasbourg den Sieg und die nötigen drei Punkte einzufahren. Der Belgier wurde nur Zweiter hinter Dani Sordo (Citroën). Ex-Champion Sébastien Loeb wurde Siebter. Damit liegt das Duo Ogier/Ingrassia, das sich auf Rang drei platzierte, nun uneinholbar in Führung und hat den Titel der Fahrer-WM in der Tasche. Herzlichen Glückwunsch, Séb und Julien!

 

Die Teamkollegen bei Volkswagen, Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila sowie Andreas Mikkelsen/Paul Nagle, erwischten ebenfalls einen guten Start in die Rallye Frankreich. Sie beendeten die Powerstage als Sechste und Fünfte.

 

Sébastien Ogier, Polo R WRC #8

„Ich bin einfach überglücklich! Ich könnte die ganze Welt umarmen, das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Den Weltmeistertitel ausgerechnet in Frankreich zu gewinnen, ist ein Traum, der in Erfüllung geht. In den letzten Tagen habe ich versucht, nicht zu viel daran zu denken, um keinen Fehler zu machen. Jetzt ist die Erleichterung riesig. Ohne unser großartiges Team bei Volkswagen wäre dieser Erfolg niemals möglich gewesen. Egal, ob Trucky, Mechaniker oder Renningenieur, bei allen möchte ich mich bedanken. Eins ist sicher – wir werden es noch mächtig krachen lassen!“


Julien Ingrassia, Polo R WRC #8

„Vielleicht der schönste Tag in meinem Leben, in meiner Karriere bestimmt. Wenn mir am Anfang der Saison jemand gesagt hätte, dass Séb und ich so früh vor Saisonende Weltmeister sind – den hätte ich sofort für verrückt erklärt.“


16:39 Uhr (MESZ)

Die Spannung steigt: Warten auf die Power Stage.

Die heutige Power Stage wird in umgekehrter Reihenfolge gestartet. Das bedeutet: Die WRC-Fahrzeuge kommen nach allen anderen Klassen an die Reihe. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) geht um 18:36 Uhr an den Start, Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) um 18:42 Uhr. Der WM-Führende Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) hat um 18:48 Uhr die Chance, sich vorzeitig den Titel zu schnappen.


12:00 Uhr (MESZ)

Der Shakedown vor dem Showdown:
Ogier und Loeb schenken sich nichts.

Der Shakedown, das freie Training, vor der Rallye Frankreich lief ohne Probleme für die drei Volkswagen Crews Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (Polo R WRC #7), Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (Polo R WRC #8) und Andreas Mikkelsen/Paul Nagle (Polo R WRC #9). Schrecksekunde: Nach wenigen Metern sahen sich Ogier/Ingrassia mit einer skurrilen Hürde konfrontiert. Auf ihrem ersten Durchgang fuhren unmittelbar vor ihnen hydraulische Poller aus der Fahrbahndecke, die im Alltag als Straßenabsperrungen verwendet werden. Das Team wartete ab, bis die Poller wieder eingefahren waren, ehe sie die Fahrt fortsetzten. „Irgendein Kollege hat eine Schikane verschoben, deswegen war mein letzter Durchgang nicht mehr optimal“, berichtete Tabellenführer Ogier, der den Shakedown mit der fünftschnellsten Zeit beendete – auf die Zehntelsekunde zeitgleich mit dem amtierenden Weltmeister Sébastien Loeb (Citroën).

 

Teamkollege Latvala wurde Vierter, Mikkelsen absolvierte den Shakedown auf Rang sieben. Die Bestzeit sicherte sich Dani Sordo (Citroën). „Das Ergebnis des Shakedown ist nebensächlich“, erläuterte Ogier. „Für uns ging es hauptsächlich um einen Funktionstest. Erst heute Abend bei der Powerstage wird’s ernst.“


Für die Powerstage im Stadtzentrum von Straßburg, einen Steinwurf vom Europäischen Parlament entfernt, hat der Veranstalter inzwischen die Startreihenfolge festgelegt. Demnach gehen die beiden „Super-Sébs“ Ogier und Loeb als Vorletzter und Letzter auf die Strecke. Direkt vor den beiden startet Thierry Neuville (Ford), der als Einziger Sébastien Ogier theoretisch in der WM-Gesamtwertung noch einholen kann. Spätestens um 18:45 Uhr steht fest, ob Sébastien Ogier schon heute Titelverteidiger Sébastien Loeb entthront hat.

Vorberichte


Montag, 30.09.2013


15:50 Uhr (MESZ)

Duell der Super-Sébs: Ogier und Loeb treffen

zum letzten Mal bei einer WM-Rallye aufeinander.


Die wichtigste Entscheidung fällt wohl schon am Donnerstagabend. Denn zum ersten Mal bildet bei einem WM-Lauf die so genannte Powerstage nicht den Abschluss, sondern den Auftakt. Bei der Rallye Frankreich geht es schon bei der ersten Wertungsprüfung (Donnerstag, 16:30 Uhr) um Extra-Punkte. Im Stadtzentrum von Straßburg, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Europäischen Parlament, will sich Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) den einen Zähler holen, der ihm noch zum Weltmeistertitel fehlt. Dann wäre er endgültig auch mathematisch nicht mehr einzuholen.


Anschließend könnte Ogier sich ganz auf das Prestigeduell mit dem neunmaligen Weltmeister Sébastien Loeb (Citroën) konzentrieren. „Es ist schon merkwürdig, dass die erste Wertungsprüfung so große Bedeutung hat“, blickte der Volkswagen Werkspilot voraus. „Für mich wäre es das perfekte Wochenende, wenn ich erst den Titel und danach den Zweikampf mit Loeb gewinnen würde.“


Von Volkswagen Motorsportdirektor Jost Capito hat er dafür freie Bahn bekommen. „Wir führen in der Markenwertung mit 48 Punkten“, sagte Capito. „Bei drei noch ausstehenden Rallyes sind wir nicht darauf angewiesen, dass Séb sichere Punkte holt.“ Voraussichtlich treffen die beiden „Super-Sébs“ Ogier und Loeb beim gemeinsamen Heimspiel zum letzten Mal bei einer WM-Rallye aufeinander. Planmäßig will der geborene Elsässer Loeb vor der eigenen Haustür seinen Abschied aus der Weltmeisterschaft geben. Er sieht seine Zukunft bei Rundstreckenrennen.


Freitag, 27.09.2013


14:00 Uhr (MESZ)

„Der letzte Schritt ist nur noch eine Frage der Zeit.“
Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Gern würde ich in Frankreich – wie schon im vergangenen Jahr – wieder auf dem Podium stehen. Die Rallye Frankreich ähnelt in Teilen der Rallye Deutschland: Asphalt, technisch anspruchsvolle Streckenabschnitte, dann auch wieder schnellere Passagen und einige Prüfungen durch Waldgebiete. Die Strecken durch die Weinberge sind jedoch insgesamt etwas schneller als in Deutschland. Wir werden den Polo R WRC deshalb so ähnlich wie bei der Rallye Deutschland abstimmen, lediglich die Stoßdämpfer werden in Frankreich etwas härter eingestellt sein. Als Team haben wir das Ziel, in der Hersteller-Wertung den Vorsprung auszubauen – und das zu erreichen, steht für uns im Vordergrund.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Australien war eine tolle Rallye für Volkswagen und für mich persönlich natürlich auch. Trotzdem war das Gefühl direkt im Ziel etwas seltsam: Wir hatten gewonnen, aber den frühzeitigen Gewinn der Weltmeisterschaft um einen Punkt verpasst. Doch schnell war allen klar, dass der letzte Schritt nur noch eine Frage der Zeit ist. Es ist möglich, dass wir den fehlenden Punkt in Frankreich schon auf der Power Stage holen, mit der die Rallye eröffnet wird. Insgesamt ist schon jetzt klar, dass es am Ende eine ganz besondere Saison wird. Was wir erreicht haben, ist fantastisch. Wenn wir in der Fahrer- und Herstellerwertung am Ende Erster sein sollten, wäre das sicher eine magische, perfekte Saison gewesen.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ich freue mich auf die Rallye Frankreich. Ich bin schon zwei Mal dort gestartet, mir liegen die schnellen Asphaltprüfungen ganz gut. Es geht dort etwas schneller zu als bei der Deutschland-Rallye und wenn es regnet, wird es auch extrem rutschig. Mein Ziel ist es vor allem, mehr Kilometer und Erfahrung im Polo R WRC auf Asphalt zu sammeln. Deshalb werde ich sicher nicht maximal attackieren, sondern erst einmal versuchen, einen guten Rhythmus zu finden.“


„Die richtigen Spieler aufstellen“: Interview mit Ralf Arneke, Werkstattleiter und Crew-Chief.

 

Ohne ihn läuft nichts im Servicepark: Ralf Arneke ist der Mann für die Organisation der Mechaniker-Teams und sorgt dafür, dass alle drei Polo R WRC topfit für die harten Einsätze in der Rallye-Weltmeisterschaft sind. Im Interview spricht er über seine Rolle als Werkstattleiter und Crew-Chief, über Teamgeist und die Herausforderung WRC.


Was sind Ihre wesentlichen Aufgaben im Team Volkswagen Motorsport?
Ich bin dafür verantwortlich, alle Mechaniker-Teams in der Werkstatt und bei Test- sowie WRC-Einsätzen so zusammenzustellen, dass alle Aufgaben fehlerfrei abgearbeitet werden können. Das Ganze muss natürlich auch unter höchstem Zeitdruck funktionieren.

Man kann sich das Ganze vielleicht am ehesten so vorstellen: Ich bin der Trainer einer Fußballmannschaft und muss die richtigen Spieler aufstellen, damit wir das Spiel gewinnen können. Rallye ist auf jeden Fall ein Teamsport, bei dem alle Hand in Hand zusammenarbeiten müssen, deswegen passt dieser Vergleich ganz gut.

Wie bereiten Sie sich auf einen WRC-Einsatz vor?
Vorab stelle ich alle wichtigen Informationen für die drei Car-Chiefs zusammen, die ihrerseits die Mechaniker-Teams führen. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir alle notwendigen Zeitpläne besprechen (technische Abnahme, Shakedown, Showstart, Servicemeeting etc.). Das ist wichtig, damit uns im straffen WRC-Zeitplan später kein Fehler unterläuft. Außerdem sorge ich dafür, dass alle wichtigen Homologationsunterlagen und Fahrzeugpapiere mit zur Rallye gebracht werden.

Wie trainieren Sie Ihre Mannschaft für die zeitkritischen Service-Einsätze bei WRC-Rallyes?
Alle Teams üben den Einbau wichtiger Komponenten in Workshops, die in unserer Zentrale Hannover stattfinden. Beim Rollout der Fahrzeuge in Ehra-Lessin werden zusätzlich Getriebe und Hinterachsdifferenziale auf Zeit gewechselt, um eine gewisse Routine zu erreichen. Auch hier ein Beispiel: Einen kompletten Getriebewechsel schaffen unsere Jungs in zwölf Minuten – und zwar vom Aufbocken des Autos bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich das neue Getriebe zum ersten Mal wieder dreht.

Wie erhalten Sie die Motivation des Teams, wenn es bei einer Rallye mal nicht so gut läuft?
Bisher war das für mich eigentlich immer recht einfach, die Jungs bei der Stange zu halten, weil wir mit Ausnahme der Rallye Deutschland unsere Erwartungen immer weit übertroffen haben. Aber auch wenn es mal nicht optimal läuft, kämpfen unsere Leute um jeden einzelnen Punkt in der Fahrer- und Herstellerwertung – denn natürlich wollen wir beide Titel für Volkswagen holen.

Sie waren auch schon bei den Einsätzen für die Rallye Dakar für das Mechaniker-Team verantwortlich. Worin unterscheidet sich die Arbeit in der WRC davon?
Die Rallye Dakar und die WRC haben nicht sehr viel gemeinsam. Das fängt schon damit an, dass es die Dakar ja nur ein Mal im Jahr gibt. In der Rallye-Weltmeisterschaft sind wir 13 Mal pro Jahr für Volkswagen Motorsport am Start. Das ist natürlich eine ganz andere Frequenz – und bedeutet viel mehr Arbeit für das Team.

Ein weiterer Punkt sind natürlich die exakten Servicezeiten, die wir bei einer Rallye einhalten müssen: Wir haben morgens 15 Minuten, mittags 30 und abends 45 Minuten Zeit für den Service am Fahrzeug. Das ist natürlich eine ganz andere Nummer als bei der Dakar. Damals konnten wir – wenn nötig – auch mal die ganze Nacht durchschrauben.

Und es gibt noch einen Unterschied: Die heutigen WRC-Autos sind alle homologiert, das heißt, wir dürfen nicht einfach irgendwelche neuen Bauteile anbringen. Alle Teile müssen vorab durch die FIA freigegeben werden. Es ist also insgesamt alles wesentlich strenger reglementiert.


Dienstag, 24.09.2013


17:20 Uhr (MESZ)

Paul Nagle bei der Rallye Frankreich am Start.

 

Paul Nagle wird auch bei der Rallye Frankreich an der Seite von Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) sitzen und die Rolle des Copiloten übernehmen. Die Ärzte haben Mikko Markkula, der sich während der Rallye Finnland an zwei Brustwirbeln verletzt hatte, noch kein grünes Licht für einen erneuten Rallye-Einsatz gegeben.

Bei der Rallye Australien platzierte sich das neue Duo Mikkelsen/Nagle auf einem hervorragenden sechsten Gesamtrang. Willkommen zurück, Paul!


16:00 Uhr (MESZ)

„Das wird wahrscheinlich das aufregendste Ereignis des ganzen Jahres“:

Interview mit Julien Ingrassia.

Julien, Du und Sébastien habt, nachdem der Sieg bei der Rallye Australien sicher war, noch im Auto den Gewinn der Fahrer- und Beifahrer-WM gefeiert. Dann kam über Funk die Info, dass ihr „nur“ die Rallye gewonnen habt. Was ging Dir in dieser Situation durch den Kopf?
Um ehrlich zu sein, als wir über die Ziellinie gefahren waren, sah ich schon, dass Séb glücklicher als normal war, und natürlich fielen wir uns in die Arme. Aber tief in meinem Inneren warnte mich noch etwas. Ich hatte das Gefühl, dass nicht alles perfekt war. Kurz danach meldete sich unser Funkgerät und Sven erzählte uns die ganze Geschichte. Es war wie ein Schwarz-Weiß-Bild für mich, wie eine Zeitschleife. Und dann wurde mir klar, dass wir den Titel bei der Rallye Frankreich holen müssen.

Jetzt könnt ihr den Titel bei der Rallye Frankreich klarmachen. Zudem kommt es zum direkten Duell mit dem amtierenden Rekordweltmeister Sébastien Loeb, der wahrscheinlich seine letzte Rallye fährt. Sind diese Umstände für euch als Franzosen nicht das Größte?
Das wird wahrscheinlich das aufregendste Ereignis des ganzen Jahres. Ich hoffe, dass alles so läuft, dass wir die beste Show für die Zuschauer und die Medien in aller Welt liefern können: keine technischen oder wettkampfrechtlichen Querelen – einfach ein großartig heftiger Kampf Mann gegen Mann auf der Bühne. Diese Rallye wird für mich auch die allerletzte Gelegenheit sein, gegen meinen Freund Daniel Elena (Beifahrer von Sébastien Loeb; Hinweis der Redaktion) anzutreten. Er ist jetzt seit meinen ersten Schritten in der WRC 2008 an meiner Seite, er hat mir in so vielen Situationen geholfen, aber in erster Linie ist er eine der wichtigsten Persönlichkeiten in unserem Sport. Es gab niemals einen Konflikt zwischen uns, und ich weiß jetzt schon, dass wir nach jedem Abschnitt bei der Rallye Frankreich 2013 ein Lächeln im Gesicht haben werden.

 

Von der Theorie zur Praxis. Was sind Deine wichtigsten Aufgaben während der Vorbereitung und während der Rallye selbst?
Da gibt es viele Aufgaben, die zusammenkommen. Vor der Rallye schaue ich mir erst einmal den Aufschrieb vom Vorjahr an. Dann lese ich mir die Regularien der jeweiligen Rallye durch, und dann bereite ich die Recce vor, die für mich etwa 50 Prozent der gesamten Rallye ausmacht. Während der Rallye bin ich natürlich der Navigator. Die Schwierigkeit besteht für Dich als Copilot darin, die richtigen Pacenotes genau zum richtigen Zeitpunkt zu geben. Und natürlich musst Du bis zum letzten Checkpoint 100 Prozent Konzentration aufbringen. Auf einer 50-Kilometer-Stage fällt das schon schwerer. Die Hitze im Cockpit, man schwitzt, wird durchgeschüttelt – und betet, dass die Reifen durchhalten.


Erzähle uns etwas über die Kommunikation im Cockpit. Gibt es bestimmte Codes zwischen Dir und Séb, mit denen Ihr euch verständigt?
Séb und ich arbeiten ja schon seit acht Jahren zusammen – da braucht es keine speziellen Codes mehr. Es hat sich im Laufe der Jahre eine gewisse Routine zwischen uns entwickelt. Jeder weiß, dass er sich auf den anderen verlassen kann. Natürlich gibt es gewisse Gewohnheiten, die beide kennen. Manchmal verstehen wir uns blind, d. h., ich merke zum Beispiel an der Stimmlage von Sébastien, was ich am Aufschrieb verändern muss. Das ist dann eine Art höherer Kommunikation, die sich einfach aus der Routine ergibt, weil wir uns beide sehr gut kennen.

Wie bist du zum Job des Copiloten gekommen?
Ich habe mit einem Freund zusammen damit angefangen, als wir Studenten waren. Wir waren damals etwa 20 Jahre alt. Mein Kumpel hatte den Plan, sein eigenes Rallyeauto aufzubauen. Als das Auto fertig war, habe ich mich dann einfach als Copilot angeboten. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, und irgendwann wusste ich: Mein Platz ist auf der rechten Seite. Ich hatte keine Angst und habe immer vollen Einsatz gezeigt. Irgendwann bekommst du dann erste Anrufe von anderen Fahrern, ob du frei bist. Die Fahrer werden schneller, die Autos auch. Und so habe ich mich dann langsam nach oben gearbeitet.

Wie unterscheidet sich die Zusammenarbeit mit Séb von der mit anderen Fahrern, mit denen du früher im Auto gesessen hast?
Was mich an ihm von Anfang an beeindruckt hat, ist sein unbegrenzter Wille zum Sieg, seine Entschlossenheit und seine Akribie. Jedes Detail ist für ihn wichtig. Wir haben recht schnell bestimmte Prozesse entwickelt, die wir teilweise noch heute unverändert anwenden. So schauen wir uns zum Beispiel vor jedem Rallyetag noch einmal zusammen die Videos der Recce-Phase an, die wir mit der Inboard-Kamera gemacht haben. Das machen wir schon seit 2006 so, um uns die Strecke besser einzuprägen.

 

Welche Rallye magst du besonders, welche liegt dir am wenigsten?
Schwer zu sagen, weil die WRC ja international ausgerichtet wird und es so viele verschiedene Locations gibt. Jede davon hat ihre eigene Faszination. Die Winterrallye in Schweden zum Beispiel ist sehr beeindruckend. Neuseeland und Australien sind klasse, weil sie so weit weg sind und man auf der anderen Seite des Planeten fährt. Dann ist da natürlich noch Finnland mit seinen tollen Sprüngen. Auch die Asphaltrallyes in Deutschland und Frankreich haben ihren ganz besonderen Reiz. In der Vergangenheit sind wir ja auch in Jordanien gefahren. Mit Vollgas durch die Wüste, das war schon toll. Kurz gesagt: Keine Rallye ist wie die andere, und einen absoluten Favoriten gibt es für mich nicht.


Was ist dein persönliches Traumauto?
Mir gefallen viele Autos. Ein alter MG wäre vielleicht etwas. Natürlich nicht für den Alltag, nur so zum gelegentlichen Cruisen am Wochenende. Aber wenn ich die freie Wahl hätte, würde ich mich wohl für einen Bugatti Veyron entscheiden. Das ist schon ein Traumauto.

Wie entspannst du nach einer Rallye?
Am besten hilft ein kühles Bier (lacht)! Außerdem fahre ich gerne Fahrrad, zum Beispiel eine kleine Mountainbike-Tour in den Bergen.

Apropos Mountainbiken. Du hast dir im Juli bei einem Fahrradunfall einen komplizierten Schlüsselbeinbruch zugezogen und musstest operiert werden. Wie geht es deiner Schulter jetzt?
Es hat lange gedauert, wieder fit zu werden, denn – wie Du bereits gesagt hast – es war kein einfacher Bruch (der Knochen war in vier Teile gebrochen). Ich habe gleich bei der Rallye Finnland einen Schutz aus Carbon getragen. Bis November 2014 habe ich neun Schrauben und eine Titanplatte in mir, deshalb muss ich während der Rallyes noch den Schutz tragen. Ich kann inzwischen wieder fast alle Bewegungen mit der Schulter machen, und nach der Rallye Frankreich sollte der Knochen wieder wirklich konsolidiert sein – dann fange ich das echte Training wieder an.

Streckenprofil

SAVOIR ROULER.

Mal breit und eben. Mal schmal und wellig.

Die „Rallye de France-Alsace“ zählt zu den drei reinen Asphaltrallyes in der WRC.

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Länderprofil

Frankreich in Zahlen.

Ausgewählte Fakten zum Gastgeberland der WRC.

Geographie, Klima, Wirtschaft, Auto und Verkehr: Frankreich im Portrait.

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