Rallye Spanien 2013.

 

Volkswagen Motorsport holt Konstrukteurs-WM in der WRC – Ogier und Latvala mit Doppelsieg.

 

Was für ein Triumph! Volkswagen Motorsport hat neben dem Fahrer- und Beifahrertitel auch den Konstrukteurstitel der Rallye-Weltmeisterschaft gewonnen – und das in der Debütsaison. Mit dem Doppelsieg von Sébastien Ogier und Teamkollege Jari-Matti Latvala bei der Rallye Spanien war das Triple perfekt: Bereits vor dem finalen Saisonlauf in Großbritannien liegt Volkswagen in der Herstellerwertung uneinholbar in Führung.

 

Action gab es beim vorletzten Durchgang in Spanien reichlich: Nachdem Sébastien Ogier am Samstag zunächst durch einen Reifenschaden ausgebremst wurde und zwischenzeitlich auf Rang sechs zurückfiel, legte der Franzose im Anschluss eine grandiose Aufholjagd hin und kämpfte sich mit einem Feuerwerk an Bestzeiten zurück an die Spitze. Am Sonntag entwickelte sich im spanischen Staubnebel ein packendes Duell zwischen Ogier und seinem Teamkollegen Latvala, der die Rallye lange Zeit anführte. Gegen den anstürmenden Ogier konnte sich der Finne dann allerdings nicht zur Wehr setzen: Ein technisches Problem kurz vor Ende der Rallye kostete wertvolle Zeit. Und ein wenig Glück war natürlich auch im Spiel: Konkurrent und Lokalmatador Dani Sordo (Citroën), der stark in die Rallye gestartet war und zwischendurch auf Rang zwei der Gesamtwertung lag, fiel am letzten Tag durch einen technischen Defekt aus.

 

Große Freude bei Weltmeister Sébastien Ogier: „Was für eine unglaubliche Rallye, was für eine fantastische Saison! Unser Team hat den WM-Titel so sehr verdient. Ich bin unglaublich stolz, Teil der Volkswagen Mannschaft zu sein. Und natürlich bin ich auch überglücklich, dass Julien und ich hier in Spanien noch den Sieg klargemacht haben. Ich habe vorher versprochen, dass ich alles versuche – und das hat funktioniert.“

 

Auch Teamkollege Jari-Matti Latvala war mit dem Ergebnis hochzufrieden: „Ich freue mich sehr für das Team. Volkswagen hat den WM-Titel in diesem Jahr mehr als verdient. Der Polo R WRC ist ein echtes Weltmeister-Auto. Auch wenn wir heute am Ende ein paar technische Probleme hatten, hat er uns wieder ins Ziel gebracht und wir haben mit dem Team den ersten Doppelsieg in der Rallye-WM überhaupt geholt.“

 

Die dritte Fahrer/Beifahrer-Paarung von Volkswagen Motorsport konnte am Sonntag ebenfalls Glanzpunkte setzen: Andreas Mikkelsen/Mikko Markkula gelangen zwei Prüfungsbestzeiten. Doch leider machte dem Team ein Aufhängungsschaden kurz vor Schluss einen Strich durch die Rechnung.

 

Andreas Mikkelsen: „Volkswagen ist Weltmeister! Ich freue mich unglaublich für die Mannschaft, die in dieser Saison einfach großartig war. Das ist einfach eine super Truppe. Ich wollte ihr heute ebenfalls das ein oder andere Geschenk machen und habe versucht, so gut wie möglich abzuschneiden. Leider konnten wir die letzte Wertungsprüfung dann nicht mehr fahren. Dennoch: Ich bin nicht unzufrieden mit der Rallye Spanien.“

 


Der perfekte Triumph.
Doppelsieg bei der Rallye Spanien – Volkswagen Motorsport gewinnt den Konstrukteurs-Titel der Rallye-WM. Das Video.


Rallye Spanien 2013: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:33:21.2 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:33:54.1 +32.9  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:34:34.9 +1:13.7  
4 T. Neuville / N. Gilsoul 3:34:55.1 +1:33.9  
5 E. Novikov / I. Minor 3:35:22.2 +2:01.0  
6 M. Østberg / J. Andersson 3:35:47.2 +2:26.0  
7 M. Prokop / M. Ernst 3:38:17.0 +4:55.8  
8 H. Paddon / J. Kennard 3:40:16.9 +6:55.7  
9 R. Kubica / M. Baran (WRC 2) 3:44:35.3 +11:14.1  
10 A. Al-Kuwari / K. Duffy 3:46:48.0 +13:26.8  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Spanien des Jahres 2013 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 27.10.2013



Stand nach 15 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:33:21.2 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:33:54.1 +32.9  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:34:34.9 +1:13.7  
4 T. Neuville / N. Gilsoul 3:34:55.1 +1:33.9  
5 E. Novikov / I. Minor 3:35:22.2 +2:01.0  
6 M. Østberg / J. Andersson 3:35:47.2 +2:26.0  
7 M. Prokop / M. Ernst 3:38:17.0 +4:55.8  
8 H. Paddon / J. Kennard 3:40:16.9 +6:55.7  
9 R. Kubica / M. Baran (WRC 2) 3:44:35.3 +11:14.1  
10 A. Al-Kuwari / K. Duffy 3:46:48.0 +13:26.8  

19:00 Uhr (MESZ)

„Alle Titel in einer Saison – einfach unglaublich.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7


„Ich freue mich sehr für das Team. Volkswagen hat den WM-Titel in diesem Jahr mehr als verdient. Der Polo R WRC ist ein echtes Weltmeister-Auto. Auch wenn wir heute am Ende ein paar technische Probleme hatten, hat er uns wieder ins Ziel gebracht und wir haben mit dem Team den ersten Doppelsieg in der Rallye-WM überhaupt geholt. Ich hätte gern bis zum Ende mit Sébastien Ogier um den Laufsieg gekämpft. Denn bis kurz vor Schluss hatten wir ein faires Duell ohne jede taktische Vorgabe. Ich freue mich dennoch über den zweiten Rang. Er gibt mit Selbstvertrauen vor der kommenden Rallye Großbritannien in Wales, die definitiv eine meiner Lieblingsrallyes ist. Ich kann es kaum erwarten, sie anzugehen.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8

„Was für eine unglaubliche Rallye, was für eine fantastische Saison! Unser Team hat den WM-Titel so sehr verdient. Ich bin unglaublich stolz, Teil der Volkswagen Mannschaft zu sein. Und natürlich bin ich auch überglücklich, dass Julien und ich hier in Spanien noch den Sieg klar gemacht haben. Ich habe vorher versprochen, dass ich alles versuche – und das hat funktioniert. Dabei war es extrem schwierig am frühen Morgen. Durch die Staubwolken der vorausfahrenden Autos war es wie im dichtesten Nebel – null Sicht. Zeitweise mussten wir mitten auf den Vollgaspassagen abbremsen, weil man gar nichts mehr gesehen hat. In Frankreich haben wir schon ein starkes Comeback hingelegt und sind als Weltmeister abgereist. Jetzt haben wir auch in Spanien eine furiose Aufholjagd geschafft – und sind wieder Weltmeister!“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Alle drei WM-Titel in einer Saison zu gewinnen, ist einfach unglaublich. Man darf nicht vergessen, dass wir mit dem Polo R WRC die erste Saison in der Rallye-WM bestreiten. Umso höher ist dieser Erfolg zu bewerten. Der Gewinn der Fahrer- und Beifahrer-Weltmeisterschaft war für das gesamte Team ein absoluter Höhepunkt. Speziell Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben sich bei ihrer Heimrallye vor drei Wochen damit einen Traum erfüllt. Die Hersteller-Weltmeisterschaft ist hingegen für einen Automobilkonzern die wichtigere, denn sie beweist, dass nicht nur ein Fahrer Extra-Klasse ist, sondern auch das Produkt selbst.“


Aktuelle Bilder (15)
21:07 Uhr (MEZ)


18:30 Uhr (MEZ)

Ein hartes Stück Arbeit.

 

Es ist sein achter Sieg in der laufenden Saison. Und vielleicht der, für den er am härtesten arbeiten musste. „Nach dem Reifenschaden vom Freitag war klar, dass es nicht einfach werden würde“, schaute Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) zurück. Dass es ihm gelingen würde, einen Rückstand von fast 50 Sekunden aufzuholen, wagte er zu diesem Zeitpunkt kaum zu glauben. „Das ging nur, weil am Sonntag praktisch eine neue Rallye gestartet wurde.“

 

Mit der Startposition vier schlugen Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia auf den Schotter-Wertungsprüfungen zwar Kapital aus einer relativ sauberen Ideallinie. „Im dichten Staub zu fahren, war allerdings kein Vergnügen.“ Außerdem fing sich Ogier noch einen weiteren Plattfuß ein (WP 10). „Zum Glück war das Ziel nur noch vier Kilometer entfernt und wir haben praktisch keine Zeit verloren.“  Auch unerwartet hoher Reifenverschleiß machte dem französischen Duo zu schaffen.

 

Am Nachmittag war die Sichtbehinderung deutlich geringer und Ogier setzte seine Aufholjagd fort. Nach der Zieldurchfahrt bedankte er sich bei seinem Team. „Klar denkt man als Fahrer immer erst mal an sich selbst“, sagte der Franzose. „Aber ohne die Unterstützung durch meine Mannschaft würde ich jetzt nicht hier stehen. Sie hat mir ein Auto hingestellt, dass während der ganzen Saison perfekt funktioniert hat.“

 

Auch Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) dachte an seine Mannschaft. „Ich fahre seit zehn Jahren in der Rallye-WM. Und jetzt bin ich zum ersten Mal Teil eines Weltmeister-Teams. Das ist ein tolles Gefühl.“ Eine Schrecksekunde am Ziel der WP 14 hatte er da schon längst verarbeitet. „Als wir an der Stopp-Kontrolle nach dem Ziel angehalten haben, züngeln plötzlich ein paar Flammen aus den Luftöffnungen der Motorhaube“, beschrieb Latvala. „Zum Glück haben die Streckenposten blitzschnell reagiert und die Feuerlöscher gezückt.“

 

Latvala fuhr zunächst aus der Kontrollzone heraus, in der sämtliche Arbeiten am Auto verboten sind. Kurze Zeit später war der Fehler gefunden: eine gelöste Verbindung im Kraftstoffsystem. Der mechanisch begabte Copilot Miikka Anttila fixierte die Verschraubung, und weiter ging die Fahrt. „Zum Glück wurde nichts im Motorraum beschädigt. Eigentlich ein Wunder bei den vielen Kabeln und Sensoren an dieser Stelle.“

 

Mehr Pech hatte Andreas Mikkelsen. Der Norweger musste seinen Polo R WRC nach der vorletzten Wertungsprüfung abstellen. „Das Auto hat ein Fahrverhalten wie eine Schlange“, meldete er per Telefon in den Servicepark. Schnell war eine gebrochene Halterung der Radaufhängung als Ursache gefunden. Eine Reparatur mit Bordmitteln wäre wohl möglich, auf jeden Fall aber zu zeitaufwändig gewesen.


Erfolgsnummern.

Nach dem Reifenschaden am Samstag sah es für Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 gar nicht gut aus: Mit einem Rückstand von 46,5 Sekunden auf die Spitze beendete der Weltmeister die zweite Etappe – startete am Sonntag aber eine unwiderstehliche Aufholjagd. Das beeindruckende Ergebnis am Ende: Sieg bei der Rallye Spanien mit einem Vorsprung von 32,9 Sekunden auf seinen zweitplatzierten Teamkollegen Jari-Matti Latvala (#7). Auf den letzten sechs Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 138,54 Kilometern war der Franzose also 1:19,4 Minute schneller – pro Kilometer fuhr er damit mehr als eine halbe Sekunde heraus.

 

Die starken Leistungen von Ogier und Latvala sicherten Volkswagen Motorsport vorzeitig die Konstrukteurs-WM – und ganz nebenbei den ersten Doppelsieg bei der Rallye-WM. Durch die zusätzliche Maximalausbeute von 43 Punkten aus Spanien steht das Team vor dem letzten Renn-Wochenende in Großbritannien bereits bei uneinholbaren 382 Punkten. Im Schnitt haben Ogier und Latvala pro Rallye knapp 32 Punkte geholt, eine herausragende Leistung.


15:10 Uhr (MEZ)

Volkswagen Motorsport holt Konstrukteurs-WM!

Ogier und Latvala mit Doppelsieg in Spanien.

 

Welch ein Triumph: Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 und Jari-Matti Latvala (#7) ließen auf der letzten Wertungsprüfung der Rallye Spanien (Terra Alta 2) nichts mehr anbrennen und brachten den ersten Doppelsieg für Volkswagen Motorsport sicher nach Hause. Damit steht bereits vor der letzten Rallye in Großbritannien (13. bis 17. November) fest: Volkswagen Motorsport ist neuer Konstrukteurs-Weltmeister!

 

Fahrer-Weltmeister Ogier stellte auch auf den letzten 35,68 Kilometern seine Ausnahmestellung unter Beweis und verwies die beiden Ford-Piloten Mads Østberg und Thierry Neuville auf die Plätze zwei und drei. In der Gesamtwertung der Rallye Spanien landete Mikko Hirvonen (Citroën) hinter den beiden Volkswagen Piloten als Dritter auf dem Podest.

 

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14:05 Uhr (MEZ)

Ogier in Führung – Latvala in Sorge.

 

So langsam gehen einem die Superlative aus: Auf der WP 14 (Pesells 2) fuhr Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 erneut in einer eigenen Sphäre und die Konkurrenz damit in Grund und Boden. Für die 26,59 Kilometer benötigte der Franzose 6,5 Sekunden weniger als der zweitschnellste Mads Østberg (Ford). Lokalmatador Dani Sordo (Citroën) musste seinen Wagen mit einem Defekt abstellen und kam nicht ins Ziel. Für Ogier war es der dritte WP-Erfolg hintereinander an diesem Sonntag, der siebte bei der Rallye Spanien und exakt der 100. in dieser Saison – fantastische Zahlen für den Volkswagen Piloten.

 

Der Weltmeister geht damit auch in der Gesamtwertung in Führung und verdrängt Teamkollege Jari-Matti Latvala auf den zweiten Rang. Für den Finnen wiegt allerdings viel schwerer, dass sein Polo R WRC #7 kurz nach der Zieldurchfahrt plötzlich in Flammen stand. Die Marshals reagierten schnell und löschten den Brand, Latvala und Co-Pilot Miikka Anttila kamen nicht zu Schaden. Ob die beiden auf die letzte Wertungsprüfung gehen können, war zunächst unklar.

 

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Herzlichen Glückwunsch, Séb!


13:25 Uhr (MEZ)

Die heiße Phase beginnt: Ogier erobert Platz zwei.

Jetzt will er es wissen: Sébastien Ogier fährt weiter mit dem Messer zwischen den Zähnen – und rückt seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala immer mehr auf die Pelle. Im zweiten Durchgang der sieben Kilometer kurzen Wertungsprüfung „Gandesa“ fuhr Ogier erneut Bestzeit und überholte Dani Sordo (Citroën) im Gesamtklassement. Nur noch gute zehn Sekunden trennen ihn jetzt von Spitzenreiter Latvala. Da es keine Teamorder geben wird, lautet das Motto für beide Volkswagen Piloten „Feuer frei“. Wir dürfen uns also auf zwei heiße verbleibende WPs freuen.

 

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11:59 Uhr (MEZ)

Keine Teamorder – Sébastien Ogier will Aufholjagd am Nachmittag fortsetzen.

 

Mit Riesenschritten rückt Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) näher an die Spitze heran. Die hält ausgerechnet Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7). Ein typischer Fall für einen Nichtangriffspakt? Nicht bei Volkswagen Motorsport. Es gibt keine Stallorder, lautete die Ansage aus der Teamleitung. Die drei WPs am Nachmittag, eine Wiederholung der Vormittagsschleife, werden einen fairen Kampf um den Sieg erleben.


Am Vormittag war Ogier – Vierter in der Startreihenfolge – rund 0,5 Sekunden pro Kilometer schneller als Latvala. „Klar, er hat einen Vorteil durch die höhere Startposition“, sagte Latvala. „Aber stärker beeindruckt mich, wie wenig er sich von der schlechten Sicht beeinflussen lässt.“ Tatsächlich sorgte dichter Staub, am frühen Morgen auch noch in Kombination mit der tief stehenden Sonne, für extrem schlechte Sichtverhältnisse. „Unter solchen Bedingungen muss dein Aufschrieb zu 100 Prozent passen“, beschrieb Ogier. „Wenn der Beifahrer vorliest, die nächste Kurve kommt in 100 Metern, dann muss sie auch nach 100 Metern kommen. Und nicht nach 90 oder 110.“


Am Nachmittag, wenn alle Prüfungen bereits einmal vom kompletten Teilnehmerfeld durchfahren wurden, wird der Straßenfeger-Effekt deutlich kleiner sein. Jari-Matti Latvala als Erster auf der Piste wird also nicht ganz so viel Zeit verlieren. Immerhin war der Finne am Morgen schneller als der direkt hinter ihm gestartete Dani Sordo (Citroën).


„Ich muss immer noch etwa 0,2 Sekunden pro Kilometer schneller sein“, rechnete Ogier vor, der mit einem Rückstand von 14,4 Sekunden in die rund 70 Kilometer lange Nachmittagsschleife geht. Der gejagte Latvala hat allerdings bereits angekündigt, sich nicht mit letztem Risiko zu verteidigen. „Ich kann noch Vize-Weltmeister werden. Da ist ein zweiter Platz hilfreicher als ein Ausfall.“


Mit zwei Bestzeiten am Morgen nutzte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) den Vorteil der Startposition elf perfekt aus. Eine dritte Bestzeit vermasselte sich der Norweger durch einen Ausrutscher. „Im dichten Staub habe ich eine Kurve zu spät gesehen. Wir sind durch einen Graben gerumpelt. Aber zum Glück hat das Auto nichts abbekommen und wir haben es zurück auf die Strecke geschafft.“


10:00 Uhr (MEZ)

Der fliegende Franzose.

Sébastien Ogier hat offenbar den Nachbrenner gezündet: Der Franzose fliegt – anders kann man die Zauber-Zeiten des Volkswagen Piloten nicht beschreiben. Den knapp 36 Kilometer langen Abschnitt „Terra Alta“, der heute Nachmittag ein zweites Mal gefahren wird, bewältigte Ogier in 23:34.3 Minuten, satte 10,7 Sekunden schneller als der Zweitschnellste Mads Østberg (Ford). Das Resultat: Im Gesamtklassement hat sich Ogier nun bis auf 2,9 Sekunden an den Zweitplatzierten Dani Sordo (Citroën) herangekämpft. Der Rückstand auf Spitzenreiter Jari-Matti Latvala beträgt nur noch 14,4 Sekunden. Seit dem Start heute Morgen hat Ogier damit über eine halbe Minute aufgeholt – Hut ab. Das könnte heute noch ein hochspannender Nachmittag werden …

 

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08:50 Uhr (MEZ)

Mikkelsen auf der Überholspur.

Die Schotter-Prüfungen der Rallye Spanien entpuppen sich als Blindflug – aber Andreas Mikkelsen kämpfte sich erneut als Schnellster durch den Staub. Zweifellos profitierte der Norweger auf der elften Wertungsprüfung „Pesells“ davon, dass die zuvor gestarteten Piloten bereits die Strecke freigefegt hatten. Doch die Leistung spricht für sich: gut neun Sekunden schneller als Sébastien Ogier, der Zweiter wurde. Letzterer bezeichnete die Bedingungen auf der Strecke als „verrückt“, und fügte hinzu: „Man muss sich vollkommen auf den Aufschrieb verlassen können. Teilweise siehst du die Hand vor Augen nicht.“

Im Gesamtklassement konnte Jari-Matti Latvala seinen Vorsprung auf Dani Sordo (Citroën), der erneut Zeit einbüßte, nun auf knapp zehn Sekunden ausbauen. Teamkollege Ogier rückte durch einen Reifenschaden von Thierry Neuville (Ford) auf Rang drei vor. Mikko Hirvonen (Citroën) ist Vierter, Neuville mit nun über einer Minute Rückstand Fünfter.

 

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08:00 Uhr (MEZ)

In den Staub!

Schotter, Staub und jede Menge Schweißperlen auf der Stirn – so könnte man die erste Wertungsprüfung des heutigen Sonntags wohl am ehesten zusammenfassen. Die Sicht auf der ersten Schotter-WP der Rallye Spanien, dem sieben Kilometer kurzen Abschnitt „Gandesa 1“, war miserabel – da waren sich alle Piloten einig. Unmengen von Staub und die aufgehende Sonne machten den Fahrern zu schaffen. Die Messlatte setzte Andreas Mikkelsen, der mit 4:31 Minuten eine überlegene Bestzeit fuhr: ganze vier Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Sébastien Ogier. Hier zeigte sich deutlich der Vorteil, als Letzter auf die Schotter-Strecke zu gehen. Teamkollege Jari-Matti Latvala wurde Viertschnellster.

Im Gesamtklassement liegt Latvala nach wie vor vorn. Der Finne führt jetzt mit 3,1 Sekunden Vorsprung auf Dani Sordo (Citroën), der auf diesem Abschnitt Zeit verlor und nur die sechstbeste Zeit schaffte. Thierry Neuville (Ford) ist Dritter, Ogier Vierter.

 

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06:25 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen des Tages.

Samstag, 26.10.2013


Aktuelle Bilder (24)
23:51 Uhr (MESZ)


Stand nach 9 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 2:06:08.9 0.0  
2 D. Sordo / C. Del Barrio 2:06:10.5 +1.6  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 2:06:38.2 +29.3  
4 S. Ogier / J. Ingrassia 2:06:55.4 +46.5  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:07:06.7 +57.8  
6 E. Novikov / I. Minor 2:07:06.8 +57.9  
7 M. Østberg / J. Andersson 2:08:37.3 +2:28.4  
8 M. Prokop / M. Ernst 2:09:15.6 +3:06.7  
9 H. Paddon / J. Kennard 2:09:17.5 +3:08.6  
10 R. Kubica / M. Baran (WRC 2) 2:10:16.5 +4:07.6  

20:00 Uhr (MESZ)

„Wir werden voll auf Angriff fahren.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Natürlich bin ich zufrieden, die Rallye Spanien nach zwei Tagen anzuführen. Doch nun steht der Wechsel von Asphalt auf Schotter an. Das ist keine leichte Situation, denn als Führender muss man die Strecke eröffnen und ich säubere so für die nachfolgenden Autos die Ideallinie. Trotzdem haben wir heute in keiner Sekunde taktiert, sondern stattdessen versucht, einen kleinen Vorsprung herauszufahren. Ich hoffe, dass mir das Wetter morgen zusätzlich hilft und die Feuchtigkeit wenigstens in der Früh für mehr Grip sorgt.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Der Tag lief für uns ganz gut, bis zur sechsten Prüfung. Bei Kilometer 15 haben wir uns vorn links leider einen Plattfuß eingefangen. Damit sind wir zwar bis zum Ende der Prüfung gekommen, aber das hat uns mehr als 50 Sekunden gekostet. Und auch wenn eine hintere Startposition auf Schotter morgen ein Vorteil ist, war das bestimmt keine Strategie! In jedem Fall wird es morgen schwer, noch ganz nach vorn zu fahren – aber ich gebe niemals auf. Wir werden definitiv voll auf Angriff fahren.“ 

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Ungefähr bei Mitte der ersten Wertungsprüfung bin ich untersteuernd von der Strecke gerutscht. Nur ganz leicht, doch ich habe in einer Senke einen großen Stein getroffen. Die Aufhängung hinten rechts ist daraufhin gebrochen und wir haben viele Teile am Auto gewechselt. Leider haben wir es nicht rechtzeitig geschafft, am Start der nächsten Prüfung zu stehen. Jetzt kommen morgen die Schotterprüfungen auf uns zu, für die wir aufgrund des Ausfalls eine gute Startposition am Ende des WRC-Feldes haben.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Ein bisschen Pech – in der Rallye-Weltmeisterschaft macht das einen riesigen Unterschied aus. Das hat man heute am Beispiel von Sébastien Ogier gesehen. Sein Reifenschaden hat ihn von der ersten auf die sechste Position zurückgeworfen. Umso herausragender war heute die Leistung von Jari-Matti Latvala, der in jeder Situation abgeklärt und fehlerfrei geblieben ist. Er liegt vor den Schotterprüfungen morgen vorn, muss sie aber auch eröffnen. Das ist keine leichte Aufgabe und ganz sicher kein Vorteil. Nach dem Wechsel von Asphalt auf Schotter ist am Sonntag einfach noch alles möglich. Es lohnt sich also in jedem Fall, die Rallye-WM morgen zu verfolgen.“


Motivationswerte.

Die Dominanz von Sébastien Ogier wird auch bei einem Blick auf die Power Stages dieser Saison auf beeindruckende Art und Weise untermauert: Bei der Rallye Spanien fand heute die elfte Power Stage des Jahres statt, bei der es wie immer drei zusätzliche WM-Punkte für den Sieger, zwei für den Zweitplatzierten und einen für den Dritten gab.

 

Ogier sicherte sich den zweiten Platz und damit zwei zusätzliche Punkte in der Fahrer-WM. Sollte der Franzose am morgigen Sonntag ins Ziel kommen, hätte er sich 28 der bislang maximal möglichen 33 Extrapunkte geholt. Bei jeder Power Stage fuhr der Weltmeister in die Top3: Siebenmal gewann er, dreimal war er Zweitschnellster und einmal landete Ogier auf Rang drei. Auch in dieser Kategorie ist der Franzose diese Saison eine Klasse für sich.

 

Auch den Sieg bei der Rallye Spanien hat Ogier noch nicht abgeschrieben. Vor den letzten sechs Wertungsprüfungen hat der Volkswagen Pilot nach seinem Reifenschaden auf Rang vier zwar 46,5 Sekunden Rückstand auf seinen führenden Teamkollegen Jari-Matti Latvala. Doch auf der abschließenden dritten Etappe wechselt der Untergrund: Vom Asphalt geht es auf Schotter. Da ist es ein Vorteil, nicht als Erster starten zu müssen. Man darf also gespannt sein, welche Zahlen sich der Franzose morgen erfahren wird.


19:15 Uhr (MESZ)

Wenn Mechaniker am Rad drehen.

 

Die Aufgabenliste sieht beeindruckend aus. Um die Polo R WRC von Asphalt- auf Schotter-Konfiguration für den Sonntag umzubauen, werden beim abendlichen Schlussservice das komplette Fahrwerk, die Antriebswellen sowie die Differenziale an Vorder- und Hinterachse gewechselt. Anschließend steht das Auto deutlich hochbeiniger da. Außerdem werden auch die Bremsen getauscht, weil unter die Schotter-Räder mit 15 Zoll Durchmesser die großen Scheiben nicht passen, die mit den 18-Zoll-Asphalt-Felgen gefahren werden.

 

In einer normalen Werkstatt ein klarer Fall für: „Wir rufen Sie nächste Woche an, wenn wir fertig sind.“ Die Mechaniker von Volkswagen Motorsport haben pro Polo R WRC exakt 75 Minuten Zeit. Und zwar jeweils nur maximal acht, durch farbige Armbinden gekennzeichnete Mechaniker, die direkt am Auto arbeiten dürfen. Die Kollegen dürfen höchsten Aufgaben im Hintergrund ausführen oder Werkzeug und Ersatzteile anreichen. „Wenn man alle Arbeiten gründlich vorbereitet, ist das kein Problem“, sagt Gerard Jan de Jongh, der als Fahrzeugingenieur die Arbeiten am Polo R WRC von Sébastien Ogier überwacht. „Rumtrödeln darf man allerdings auch nicht.“

 

Sicherheitsrelevante Teile dürfen theoretisch außerhalb des 75-Minuten-Zeitfensters getauscht werden. Aber sogar den Wechsel der Windschutzscheibe am Auto von Jari-Matti Latvala am Freitagabend, die durch einen Stein beschädigt war, schafften die Mechaniker innerhalb der offiziellen Servicezeit.

 

Während am Samstagabend an den Autos von Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala nacheinander gearbeitet wurde, stand der Polo R WRC von Andreas Mikkelsen bereits ziemlich einsam im Parc fermé, in dem schließlich alle Fahrzeuge über Nacht abgestellt werden müssen. Den Norweger hatten die Mechaniker schon am Nachmittag abgefertigt – immerhin ein positiver Aspekt an dessen Ausfall. 


18:00 Uhr (MESZ)

Kurz und knapp: Latvala weiter vorn.

 

Zum Abschluss der zweiten Etappe gingen die Fahrer am Samstagabend auf die 2,24 Kilometer kurze WP 9 (Salou). Wie erwartet gab es auf der kurzen Distanz kaum Veränderungen im Gesamt-Klassement. Das Feld blieb eng zusammen, die sieben schnellsten Fahrer trennte im Ziel sogar nur eine Sekunde.

 

Dennoch konnte Volkswagen Motorsport am Ende einen weiteren Teilerfolg feiern: Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) gewann die Etappe vor Thierry Neuville (Ford) und Dani Sordo (Citroën) – direkt hinter dem Spanier folgte Sébastien Ogier (Polo R WRC #8), der nur 0,7 Sekunden langsamer war als sein Teamkollege auf Platz eins.

 

Latvala geht damit als Führender auf die letzte Etappe, auf der noch sechs Wertungsprüfungen warten. Sordo und Neuville folgen auf den Plätzen zwei und drei vor Ogier, der aber weiterhin gute Chancen auf einen Podestplatz hat.

 

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16:45 Uhr (MESZ)

Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen.

Drei Zusatz-Zähler auf der Power Stage.

 

Acht von 15 Wertungsprüfungen sind absolviert und die Top-Piloten liefern sich bei der Rallye Spanien weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf der Power Stage (Colldejou 2) lagen die fünf schnellsten Fahrer nach 26,48 Kilometern weniger als fünf Sekunden auseinander. Die drei Extrapunkte für die WM-Wertung sicherte sich Thierry Neuville (Ford), doch auch Volkswagen Motorsport sammelte drei Zähler – alles unter der Voraussetzung, dass die Piloten am morgigen Sonntag auch ins Ziel kommen.

 

Sébastien Ogier steuerte seinen Polo R WRC #8 auf den zweiten Platz und erhält dafür ebenso viele WM-Punkte, Jari-Matti Latvala (#7) wurde mit nur 0,4 Sekunden Abstand Dritter und erhält ein Zusatz-Pünktchen. In der Gesamtwertung konnte der Finne seine knappe Führung vor Dani Sordo (Citroën) ein wenig ausbauen, Ogier hat auf Rang vier mit 16,6 Sekunden Rückstand auf Neuville weiterhin einen Podiumsplatz im Visier.

 

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15:24 Uhr (MESZ)

Nervenkitzel am Nachmittag:

Eine Zehntelsekunde entscheidet.

Noch knapper geht es kaum: Jari-Matti Latvala hat Dani Sordo (Citroën) auf der siebten Wertungsprüfung (El Priorat 2) um eine Zehntelsekunde geschlagen und ist nun neuer Gesamtführender der Rallye Spanien. Der Finne kam auf dem 42 Kilometer langen Abschnitt als Zweitschnellster hinter Teamkollege Sébastien Ogier ins Ziel, der die Bestzeit fuhr. „Ich habe ein gutes Gefühl, auch wenn ich im Vergleich zum ersten Durchgang heute Vormittag etwas Zeit eingebüßt habe. Das liegt aber auch an den höheren Temperaturen, durch die es mehr Untersteuern gibt“, berichtete Latvala nach der WP.

Sébastien Ogier, der in der vorigen WP 6 (Colldejou 1) aufgrund eines Reifenschadens viel Zeit verloren hatte, kämpft sich jetzt wieder heran: „Ich habe hart gepusht und einen guten Rhythmus gefunden“, erklärte Ogier im Ziel. In der Gesamtwertung liegt der Volkswagen Pilot nun auf Rang vier.

 

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13:59 Uhr (MESZ)

Kein Joker mehr im Ärmel – im Taktik-Poker haben Ogier und Latvala die schlechteren Karten.

Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) flüchtete sich in Sarkasmus. „Das war meine Art, mir einen taktischen Vorteil zu verschaffen“, sagte der Franzose nach dem Reifenschaden in WP 6, der ihn fast eine Minute kostete. Denn dass die Spitzenfahrer irgendwann im Laufe des Tages versuchen würden, Zeit zu verschenken, war erwartet worden. Schließlich will keiner am Sonntag als Erster losfahren, wenn es auf die Schotter-Wertungsprüfungen geht.

Tatsächlich haben Ogier und Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) im Positionen-Poker die schlechteren Karten. Hauptkonkurrent Dani Sordo (Citroën) fährt am Samstag nämlich hinter ihnen. Der Spanier kann also auch alle Schachzüge des Volkswagen Duos parieren. Sollten Ogier oder Latvala das Tempo absichtlich verlangsamen, kann der von seinem Team mit Zwischenzeiten versorgte Sordo jederzeit reagieren. „Ich befürchte, ich habe keinen Joker mehr im Ärmel“, scherzte Latvala.

Festgelegt wird die Startreihenfolge für die Schlussetappe nach der WP 8. „Bis dahin kann ich nur versuchen, einen möglichst großen Vorsprung herauszufahren“, sagte Ogier beim Mittagsservice. Nach seiner Schätzung braucht man rund eine Minute Vorsprung, um am Sonntag von der Spitze zu gewinnen. „Oder Hilfe von oben“, ergänzte Latvala. Auf feuchter Piste ist der Nachteil der vorderen Startpositionen deutlich kleiner.

Die Nachmittagsschleife am Samstag läuft ohne Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Bei einem Ausrutscher (WP 4) beschädigte sich der Norweger die Radaufhängung. Mit Bordwerkzeug und im Kofferraum mitgeführten Ersatzteilen konnten Mikkelsen und Beifahrer Mikko Markkula den Schaden zwar beheben. Allerdings dauerte die Notreparatur am Straßenrand zu lange. „Wir hatten leider die komplette Karenzzeit aufgebraucht und waren noch nicht am Start der nächsten WP“, beschrieb Mikkelsen. Er fuhr zurück in den Servicepark und wird am Sonntag nach Rally2-Regeln neu starten.


12:30 Uhr (MESZ)

Ist die Luft raus? Ogier fällt durch Reifenschaden

auf Platz sechs zurück.

Spanische Steine haben ihre Tücken – diese leidvolle Erfahrung musste nach Andreas Mikkelsen nun auch Sébastien Ogier machen: Der Franzose schlitzte sich auf der Wertungsprüfung Colldejou 1 den linken Vorderreifen seines Polo R WRC auf und verlor über 50 Sekunden auf die Spitze. Gut, dass jetzt Mittagsservice ist und die Mechaniker den Polo checken und reparieren können.

Für den Teamkollegen Jari-Matti Latvala läuft es dagegen wie geschmiert: Der Finne kam als Schnellster ins Ziel. Besonders pikant: Latvala teilt sich die Führung bei der Rallye Spanien mit Dani Sordo (Citroën) – beide Piloten sind in der Gesamtwertung exakt zeitgleich. Spannender könnte es kaum zugehen. Thierry Neuville (Ford) klettert auf Rang drei, Ogier rutscht durch den Zeitverlust auf den sechsten Gesamtrang ab. Noch ist für den Weltmeister aber nichts verloren, denn morgen wird auf Schotter gestartet – und dann könnte sich ein späterer Startplatz sogar als Vorteil erweisen.

 

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11:14 Uhr (MESZ)

Ein viel zu früher Feierabend.

Schade, Andreas und Mikko! Das Team Mikkelsen/Markkula (Polo R WRC #9) muss für heute aufgeben. Das Volkswagen Duo hatte sich auf der Auftakt-Wertungsprüfung des heutigen Samstags (Riudecanyes 2) die hintere Aufhängung beschädigt. Ein Versuch, das Auto mit dem Bordwerkzeug auf der Strecke wieder flottzumachen, ist leider gescheitert. Das Team ist nun unterwegs in den Servicepark und wird morgen unter Rally2-Reglement wieder an den Start gehen.

 

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11:00 Uhr (MESZ)

Dreikampf an der Spitze.

Asphaltspezialist Dani Sordo (Citroën) ist gut drauf: Der Spanier legte auf der längsten Wertungsprüfung der Rallye Spanien (El Priorat) eine Bestzeit von 23:22.4 Minuten hin und ist neuer Gesamtzweiter. Als Zweitschnellster kam Sébastien Ogier ins Ziel, der im Gesamtklassement mit 6,5 Sekunden Vorsprung vorne liegt. Teamkollege Jari-Matti Latvala fuhr die drittschnellste Zeit und rutschte auf Gesamtrang drei ab. Mit sieben Sekunden Rückstand ist er aber immer noch dicht dran – es bleibt also spannend. Der Finne zeigte sich im Ziel nicht unzufrieden mit dem Resultat: „Eine beeindruckende WP, hat wirklich Spaß gemacht. Der Asphalt ist teilweise neu, da ist das Bremsen nicht so einfach”, kommentierte Latvala das Geschehen.
 

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09:40 Uhr (MESZ)

Latvala und Sordo schenken sich nichts –
Pech für Mikkelsen.

Der Start in den Rallye-Samstag begann mit einem spannenden Duell: Jari-Matti Latvala und Dani Sordo (Citroën) kamen zeitgleich als Schnellste ins Ziel der Wertungsprüfung Riudecanyes 2. Beide fuhren eine Zeit von 10:26.2 Minuten – knapp zehn Sekunden schneller als beim ersten Durchgang am gestrigen Abend. Auch der Führende Sébastien Ogier war deutlich flotter unterwegs, kam aber mit 3,2 Sekunden Rückstand als Drittschnellster ins Ziel. In der Gesamtwertung führt der Weltmeister immer noch mit 5,6 Sekunden vor Teamkollege Latvala.

Großes Pech hatte Andreas Mikkelsen, der in einer langsamen Kurve einen Stein traf und sich die hintere Aufhängung beschädigte. Der Norweger verlor fast eine Minute auf die Spitze. Ob er weiterfahren kann, ist derzeit noch offen.

 

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08:25 Uhr (MESZ)

Die Wertungsprüfungen des Tages.

Freitag, 25.10.2013


Aktuelle Bilder (12)
23:43 Uhr (MESZ)


Stand nach 3 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 34:39.9 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 34:48.7 +8.8  
3 D. Sordo / C. Del Barrio 34:52.5 +12.6  
4 T. Neuville / N. Gilsoul 34:59.0 +19.1  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 35:07.2 +27.3  
6 A. Mikkelsen / M. Markkula 35:07.7 +27.8  
7 E. Novikov / I. Minor 35:08.4 +28.5  
8 M. Østberg / J. Andersson 35:47.6 +1:07.7  
9 H. Paddon / J. Kennard 35:48.9 +1:09.0  
10 M. Prokop / M. Ernst 35:52.9 +1:13.0  

23:59 Uhr (MESZ)

„Ich will die Rallye einfach genießen.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Mit diesem ersten Abend können wir sehr zufrieden sein, denn es ist nicht leicht, bei Dunkelheit in eine Rallye zu starten und sofort schnell zu sein. Um bei dieser Rallye Erfolg zu haben, muss man konstant schnell sein. Das bleibt unser Ziel für den Samstag, der komplett auf Asphalt gefahren wird, bevor wir am Sonntag auf Schotter-Pisten wechseln. Diese Umstellung ist, wie die Dunkelheit heute Abend, eine der besonderen Herausforderungen hier in Spanien.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Das war ein guter Start in die Rallye für uns. Die erste Prüfung heute Abend bin ich noch etwas verhalten angegangen, aber danach haben wir einen perfekten Job gemacht. Ich will die Rallye hier in Spanien einfach genießen und meinen Spaß haben – und das geht am besten, wenn ich flat-out unterwegs bin. Mein Ziel für morgen ist es, so viel Vorsprung wie möglich herauszufahren, um am Sonntag beim Wechsel auf Schotter gute Chancen auf den Sieg zu haben.“ 

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ich bin die ersten beiden Prüfungen vielleicht ein bisschen zu vorsichtig angegangen, vor allem in den schnellen Abschnitten. Dennoch habe ich sie genossen. Die Abstimmung des Polo ist perfekt – definitiv das beste Asphalt-Auto, das ich je gefahren bin. Die dritte Prüfung habe ich schon immer gemocht und auch heute lief sie super. Unser Rhythmus hat gestimmt und nun hoffe ich, dass wir morgen ebenfalls einen guten Tag haben werden.“


23:45 Uhr (MESZ)

Licht bis zum Ende des Tunnels.

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) kam aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. „Wertungsprüfungen bei Nacht sind einfach klasse“, strahlte der Norweger bei der Einfahrt in den Schlussservice am Freitagabend. „Der Lichtkegel bildet einen Tunnel direkt vor dem Auto. Man wird durch nichts abgelenkt, das ist totale Konzentration.“

 

Auch für die Beifahrer hat die Fahrt durch die Nacht ihre ganz besondere Faszination. „Du kommst dir vor wie in einem Kokon. Im schwach beleuchteten Cockpit fühlt es sich beinahe an, als seist du zusammen mit deinem Fahrer alleine auf der Welt“, beschrieb Julien Ingrassia, Copilot von Sébastien Ogier (Polo R WRC #8), den Nachtflug. Für Ingrassia nimmt das Ganze gelegentlich sogar fast spirituelle Ausmaße an. „In der Dunkelheit musst du den Aufschrieb noch viel präziser vorlesen als im Hellen. Ich bin dabei so konzentriert, dass ich manchmal das Gefühl habe, als würde ich mich selbst von außen betrachten.“

 

Ogier bestätigte: „Bei Dunkelheit bist du nur schnell, wenn du zu hundert Prozent auf deinen Aufschrieb vertraust. Der kleinste Zweifel kostet dich Sekunden.“ Spannend wird der Vergleich zwischen WP 3, der letzten am Freitag, und WP 4, der ersten Prüfung am Samstagmorgen. Beide sind identisch, die Fahrzeiten können also direkt miteinander verglichen werden. Die Teams hatten bei den ersten drei Wertungsprüfungen der Rallye Spanien vor allem auch deshalb großen Spaß, weil perfektes Wetter für glasklare Sicht sorgte. „Im Nebel oder im Staub bei einer Schotter-WP ist das eine ganz andere Angelegenheit“, sagte Mikkelsen.

 

Unschön ist allerdings, wenn sich unvernünftige Fans im Schutze der Nacht verstecken. Wie offensichtlich der, der einen Stein auf das Auto von Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) warf. „Der Einschlag hat mir einen gehörigen Schrecken eingejagt“, gab der Finne zu. Zum Glück hielt die Scheibe dem Einschlag stand. „Ein kleiner Sprung links unten hat mich nicht weiter gestört.“


23:30 UHR (MESZ)

Dunkelziffern.

Stille Nacht? Eilige Nacht! Auf den ersten Kilometern der Rallye Spanien hat Weltmeister Sébastien Ogier seinen Konkurrenten im wahrsten Sinne des Wortes die Rückleuchten gezeigt. In totaler Dunkelheit fuhr der Franzose drei WP-Bestzeiten in Folge, seine Durchschnittsgeschwindigkeit bei diesem Hattrick betrug beeindruckende 106,10 km/h.

 

Ganz klar eine Frage des Könnens. Und der Sicht. Für Letzteres sorgten gleich acht Scheinwerfer an der Front des Polo R WRC, die in etwa die Lichtstärke eines Flughafen-Leuchtfeuers haben dürften. Je heller, desto schneller … 


23:15 Uhr (MESZ)

Gute Nacht! Ogier startet mit Hattrick – Doppelführung für Volkswagen Motorsport.

 

Drei Wertungsprüfungen, drei Siege für Sébastien Ogier – ein wahrlich weltmeisterlicher Auftakt für den Volkswagen Piloten im Polo R WRC #8 auf der ersten Etappe der Rallye Spanien. Nach den beiden deutlichen Erfolgen auf den ersten beiden Stages wurde es für den Franzosen auf der 16,35 Kilometer langen WP 3 (Riudecanyes 1) allerdings richtig eng.

 

Ogier gewann mit einer Zeit von 10:35.9 Minuten vor Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7), der mit nur einem Zehntel Rückstand einen Wimpernschlag langsamer war. Andreas Mikkelsen (#9) belegte dank einer starken Leistung Rang drei und sorgte für einen perfekten Tagesabschluss für Volkswagen.

 

Durch den starken Auftritt am Freitagabend geht Volkswagen Motorsport mit einer Doppelführung auf die zweite Etappe am Samstag: Ogier führt vor Latvala, auf Rang drei folgt Lokalmatador Dani Sordo (Citroën), der bereits 12,6 Sekunden Rückstand auf den Franzosen hat. Andreas Mikkelsen auf Position sechs rundet das starke Mannschaftsergebnis ab.

 

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21:15 Uhr (MESZ)

Kein Einbruch in der Dunkelheit.

 

Auch auf der zweiten Wertungsprüfung der Rallye Spanien hatte Sébastien Ogier den besten Durchblick in der Dunkelheit. Der Volkswagen Pilot fuhr wie schon zum Auftakt in seinem Polo R WRC #8 die schnellste Zeit der gesamten Konkurrenz. Für die 24,14 Kilometer lange WP 2 (El Montmell) benötigte der Weltmeister 12:40.4 Minuten.

 

Damit verwies Ogier erneut Dani Sordo (Citroën) und Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) auf die Plätze zwei und drei. Auch Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 schaffte die gleiche Platzierung wie auf der ersten Wertungsprüfung – der Norweger wurde erneut Sechster.

 

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20:40 Uhr (MESZ)

Ogier glänzt in der Finsternis.

 

Der Weltmeister ist weiterhin hungrig, das machte Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 der Konkurrenz gleich zum Auftakt der Rallye Spanien deutlich. Der Volkswagen Pilot gewann am Freitagabend die erste Wertungsprüfung (Querol) über 21,26 Kilometer vor Lokalmatador Dani Sordo (Citroën) und Teamkollege Jari-Matti Latvala.

 

Der Finne hätte eine noch bessere Zeit hinlegen können, die Windschutzscheibe seines Polo R WRC #7 wurde nach eigener Aussage aber von Zuschauern mit Steinen beworfen. „Das ist alles andere als lustig, wenn man im Auto sitzt“, beschwerte sich Latvala nach der WP. Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 rundete den guten Start für Volkswagen Motorsport mit der sechstschnellsten Zeit ab.

 

Auf der ersten Etappe der Rallye Spanien finden noch zwei weitere Wertungsprüfungen in der Dunkelheit statt. WP 2 und WP 3 haben eine Gesamtlänge von rund 40 Kilometern, bevor am Samstag und Sonntag wieder tagsüber gefahren wird. Volkswagen Motorsport hat an diesem Wochenende die Möglichkeit, vorzeitig die Konstrukteurs-WM für sich zu entscheiden.

 

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18:24 Uhr (MESZ)

Die Wertungsprüfungen des Tages.


12:30 Uhr (MESZ)

Die Ruhe vor dem Sturm.

Während in Barcelona die letzten Vorbereitungen für den Showstart laufen, bleibt für Fahrer und Beifahrer noch ein wenig Zeit zum Relaxen. „Die drei Prüfungen heute Nacht werden sehr anstrengend, da will ich topfit sein“, sagt Sébastien Ogier (Polo R WRC #8). Außerdem schauen sich die Teams im Hotelzimmer noch ein letztes Mal gemeinsam die im Training aufgenommenen Videos von der Strecke an. „Speziell im Dunkeln ist es gut, wenn man die entscheidenden Stellen genau im Gedächtnis hat“, beschreibt Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7).

Kurz vor 14:00 Uhr müssen sich die drei Fahrer-Paarungen von Volkswagen Motorsport auf die Reise nach Barcelona machen. Rund 110 Kilometer beträgt die Distanz. Um 18:00 Uhr rollt dann der erste Teilnehmer über die Startrampe vor der prachtvollen Kathedrale von Barcelona. Tausende von Fans verabschieden dort die Teams, für die am Freitagabend noch drei Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 62 Kilometern auf dem Programm stehen.

Donnerstag, 24.10.2013


Aktuelle Bilder (15)
18:35 Uhr (MESZ)


17:30 Uhr (MESZ)

„Ich will auf jeden Fall gewinnen“:
Top Drei trennen nur wenige Zehntel.

Besonders repräsentativ war er nicht, der Shakedown vor der Rallye Spanien. Das Freie Training bestand aus einer nur zwei Kilometer kurzen und mit Schikanen gespickten Strecke am Stadtrand von Salou. „Ganz anders als die Wertungsprüfungen am Freitag und am Samstag, wo es praktisch keine Geraden gibt“, beschrieb Sébastien Ogier (Polo R WRC #8), der im Shakedown die drittschnellste Zeit fuhr, drei Zehntelsekunden langsamer als Dani Sordo (Citroën). „Zum Glück haben wir bei einem Test letzte Woche uns ausgiebig auf die Rallye vorbereiten können.“


Die Rallye Spanien fehlt Sébastien Ogier noch in seiner inzwischen schon beeindruckenden Sammlung von Siegen. „Ich denke, es wird eine interessante Rallye, die ich auf jeden Fall gewinnen will. Ich werde vom Start weg voll attackieren“, kündigte der frischgebackene Weltmeister an.


Während der Shakedown zumindest ein wenig Einstimmung auf die Asphalt-WPs an der Costa Dorada brachte, müssen sich die Fahrer für die Schotter-Prüfungen am Sonntag auf ihre Erfahrung verlassen. „Der Wechsel von Asphalt auf Schotter ist vor allem ein mentales Problem“, gab Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) zu, im Shakedown eine winzige Zehntelsekunde schneller als Teamkollege Ogier. „Du fährst zwei Tage lang auf Pisten mit relativ viel Grip. Am Start der ersten Schotter-WP musst du dich also wirklich darauf konzentrieren, dass ab jetzt alles anders ist. Wenn du die erste Kurve so anbremst, wie zuvor auf Asphalt, wird das mit Sicherheit nicht gut ausgehen.“


Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC belegte im Shakedown Rang vier und komplettierte damit das gute Mannschaftsergebnis von Volkswagen. Bei der als Asphalt-Veranstaltung gewerteten Rallye Spanien fand kein Qualifying statt. Gestartet wird am Freitagabend zu den ersten drei Wertungsprüfungen nach WM-Stand.


11:00 Uhr (MESZ)

Die Generalprobe läuft.

Jetzt ist die letzte Gelegenheit zum Feinschliff, bevor es ernst wird: Am heutigen Donnerstag können Sébastien Ogier (Polo R WRC #8), Jari-Matti Latvala (#Polo R WRC #7) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) ihr Einsatzgerät im Shakedown noch einmal auf Herz und Nieren checken und finale Abstimmungen vornehmen. Die Rallye-Piloten fahren dazu auf einem gut zwei Kilometer langen Asphaltabschnitt in der Küstenstadt Salou. Der Shakedown läuft von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Die gefahrenen Zeiten haben keinen Einfluss auf die morgige Startorder. Da die Rallye Spanien auf Asphalt gestartet wird, gibt es kein Qualifying. Die Reihenfolge richtet sich nach dem WM-Stand. Weltmeister Sébastien Ogier geht also morgen als erster auf die Strecke, gefolgt von Thierry Neuville (Ford) und Jari-Matti Latvala. Der Zeremoniestart findet um 18:00 Uhr statt. Dabei werden die Fahrzeuge vor der beeindruckenden Kulisse der Kathedrale von Barcelona von der Startrampe rollen. Im Anschluss müssen sich die Piloten sich bei völliger Dunkelheit durch drei Nachtprüfungen quälen.

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Vorberichte


Montag, 21.10.2013


12:00 Uhr (MESZ)

Der Mix macht’s.

Die Rallye Spanien, die am Freitag um 18 Uhr vor der grandiosen Kathedrale im Stadtzentrum von Barcelona gestartet wird, ist einzigartig im WM-Kalender. Nur hier werden Schotter- und Asphalt-Wertungsprüfungen miteinander gemischt.


Am Freitagabend bei Dunkelheit und am Samstag wird in der Nähe des Rallye-Zentrums Salou auf kurvenreichen Nebenstraßen gefahren. Der Asphalt ist relativ glatt. „Außerdem werden viele Kurven sehr stark geschnitten“, beschreibt Sébastien Ogier (Polo R WRC #8). Der frischgebackene Weltmeister hat zumindest am Freitag den Vorteil, dass er als Erster auf die Strecke darf. „Dann ist die Strecke noch weitgehend sauber.“


Am Sonntag geht es für die abschließenden sechs Wertungsprüfungen dann auf die Schotter-Pisten bei Gandesa. Königsprüfung ist dabei die knapp 36 Kilometer lange „Terra Alta“, die zwei Mal gefahren wird. „Entschieden wird die Rallye deswegen erst am Sonntag“, glaubt Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7). Der Finne macht Jagd auf Tabellenrang zwei. 18 Punkte beträgt sein Rückstand vor dem Start auf Thierry Neuville (Ford).


Insgesamt stehen bei der Rallye Spanien 15 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 355 Kilometern auf dem Programm. Ziel ist am Sonntag in Salou vor den Toren des Freizeitparks Port Aventura.


Freitag, 18.10.2013


15:30 Uhr (MESZ)

Willkommen zurück, Mikko!

Mikko Markkula ist zurück im Cockpit: Der Finne wird bei der Rallye Spanien wieder als Copilot an der Seite von Andreas Mikkelsen sitzen. Der 32-Jährige hatte sich in Finnland eine Wirbelfraktur zugezogen und musste deshalb auf die Rallyes in Deutschland, Australien und Frankreich verzichten. Jetzt ist der Intercontinental-Rally-Challenge-Champion von 2010 wieder topfit.


Mittwoch, 16.10.2013


11:00 Uhr (MESZ)

Punktlandung in Spanien?
Konstrukteurs-Titel zum Greifen nah.

Die Fahrer-Weltmeisterschaft ist bereits entschieden – mit ihrem Triumph bei der Rallye Frankreich haben Sébastien Ogier und Julien Ingrassia den Traum vom Titelgewinn in der Rallye-Weltmeisterschaft wahr gemacht. Jetzt fehlt noch der Gewinn der Konstrukteurs-Wertung, damit der Erfolg für Volkswagen Motorsport im Debütjahr perfekt wird. Und die Chancen dafür stehen mehr als gut: Mit 339 Punkten hat Volkswagen Motorsport in der Hersteller-Wertung einen beruhigenden Vorsprung auf Verfolger Citroën (259 Punkte). Bereits bei der kommenden Rallye Spanien kann das Team aus Hannover „den Sack zumachen“.

Volkswagen wird bereits in Spanien Konstrukteurs-Weltmeister der WRC, wenn …

… Sébastien Ogier und Teamkollege Jari-Matti Latvala zusammen mindestens sechs Punkte in der Hersteller-Wertung holen. Dafür reicht entweder ein einzelner siebter Platz eines Fahrers in der Gesamtwertung oder ein achter plus ein zehnter Platz.

 

Selbst wenn Citroën in Spanien sowie bei der anschließenden Rallye Wales jeweils Erster und Zweiter würde (und Volkswagen in Wales punktlos bliebe), lägen beide Teams am Ende der Saison mit 345 Punkten gleichauf. In diesem Fall gewinnt laut Reglement das Team, das mehr Siege eingefahren hat – und der Titel ginge an Volkswagen.

… Citroën die Rallye Spanien nicht gewinnt. Auch wenn sowohl Sébastien Ogier als auch Jari-Matti Latvala keine Punkte holen, muss Citroën beide Fahrzeuge auf Platz eins und zwei ins Ziel bringen, um sich noch eine theoretische Chance auf den Titel zu bewahren. Bei der Rallye Wales müssten die Franzosen dann ebenfalls die maximale Punktzahl holen – bei gleichzeitigem Totalausfall beider Volkswagen Piloten.


Montag, 14.10.2013


12:00 Uhr (MESZ)

„Mehr Motivation geht nicht.“ Interview mit Jost Capito, Volkswagen Motorsport Direktor.


Herr Capito, in Frankreich konnten Sébastien Ogier und Julien Ingrassia ihren Traum vom WM-Titel vorzeitig verwirklichen. Zudem gelang dem Duo dort bereits der achte Saisonsieg. Wenn Sie an die bisherigen Siege in der Rallye-WM 2013 zurückdenken – welcher ist der wichtigste?
Jeder einzelne Erfolg war ein ganz besonderer Moment. Unser erster Sieg in Schweden war definitiv der emotionalste. Der folgende in Mexiko angesichts der Höhenlage mit einer der größten Ingenieursleistungen. Der von den Mechanikern am härtesten erkämpfte Erfolg war der in Portugal und ohne jede Frage die größte Teamleistung. Der Sieg in Griechenland war die größte Erleichterung, der allen auch anhand dieses Ergebnisses bewiesen hat, dass wir die beiden besten Fahrer der Rallye-WM verpflichtet haben. Der Triumph in Finnland ist der mit dem höchsten Prestige, der in Italien ist der mit der routiniertesten Leistung der gesamten Mannschaft. Und der Erfolg in Australien war mit 21 gewonnenen Wertungsprüfungen von insgesamt 22 der dominanteste.

Sie haben am Anfang der Saison Podiumsresultate als Ziel ausgegeben. Wann war der Moment gekommen, diese Ziele nach oben zu korrigieren?
Gleich im ersten Jahr Titel in der Rallye-WM zu feiern – eine der komplexesten Aufgaben für Fahrer, Beifahrer, Ingenieure und Mechaniker –, davon haben wir nicht einmal geträumt. Im Premierenjahr aus eigener Kraft das Podium zu erreichen, war und ist immer noch ein hochgestecktes Ziel. Als wir in Portugal schon unsere dritte Rallye in Folge gewonnen und mit Sébastien Ogier beinahe die optimale Punktausbeute erreicht hatten, während unseren Gegnern Fehler unterliefen – von da an haben wir natürlich auch den WM-Titel angepeilt.

Wie hält man als Motorsport-Direktor die Motivation hoch?
Man darf nicht vergessen, dass wir mit dem Polo R WRC die erste Saison in der Rallye-WM bestreiten. Für jeden einzelnen im Team ist jede Rallye eine noch nie dagewesene Herausforderung, der sich jeder von uns mit Respekt und größtmöglicher Willenskraft stellt. Wir haben uns ein Jahr lang mit Autos unserer Konzernschwester Škoda auf unsere Premiere vorbereitet. Jeder kennt die Abläufe, ist gleichzeitig aber auch hungrig darauf, in der Top-Klasse WRC zu zeigen, was in uns steckt. Mehr Motivation geht nicht.

Wie haben Sie es geschafft, mit dem Polo R WRC in derart kurzer Zeit das Maximum zu erreichen?
Erst einmal ist die Entwicklung des Polo R WRC noch lange nicht zuende. Doch die Basis ist schon jetzt konkurrenz- und sogar siegfähig. Das ist mehr, als wir erwartet hatten. Bei der Entstehung des Polo R WRC haben viele Parteien perfekt zueinandergefunden und gemeinsam dieses ehrgeizige Projekt gemeistert. Nicht nur die Motorsport-Abteilung bei uns in Hannover, sondern auch die Entwicklungsabteilungen für die Serienfahrzeuge in Wolfsburg haben viel dazu beigetragen.

Beinahe alle Ziele des Dreijahresplans sind schon vor Ablauf der ersten Rallye-WM-Saison erreicht. Wie geht es weiter?
Volkswagen hat gute Chancen, schon 2013 den Herstellertitel zu gewinnen. Das zu erreichen ist aber noch ein langer Weg. Diese Weltmeisterschaft ist für einen Automobilkonzern die wichtigste, denn sie beweist, dass nicht nur ein Fahrer eine Klasse für sich ist, sondern auch das Produkt selbst. Diesen Titel zu gewinnen, hat jetzt oberste Priorität. Und bei Volkswagen laufen jetzt schon die Vorbereitungen auf Hochtouren, die bereits feststehenden Fahrer- und Beifahrertitel im kommenden Jahr zu verteidigen.


Streckenprofil

BRISANTE MISCHUNG.

Erst Asphalt, dann fast komplett Schotter.

Die Rallye de España ist die einzige WM-Rallye mit gemischtem Untergrund.

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Länderprofil

Spanien in Zahlen.

Ausgewählte Fakten zum Gastgeberland der WRC.

Geographie, Klima, Wirtschaft, Auto und Verkehr: Spanien im Portrait.

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