Rallye Grossbritannien 2013.

 

Der perfekte Saisonabschluss: Séb gewinnt die Rallye Großbritannien – Jari-Matti auf Platz zwei.

 

Triumphaler Abschluss einer großartigen Saison: Die Weltmeister Sébastien Ogier und Copilot Julien Ingrassia haben auch die Rallye Großbritannien gewonnen. Das Erfolgsduo kämpfte sich vier Tage lang durch schwierigste Bedingungen und behauptete souverän die Führung. „Einfach fantastisch, ich bin so glücklich“, strahlte Ogier bei der Einfahrt ins Ziel der Rallye. „Einen Riesendank an das gesamte Team, das Auto hat perfekt funktioniert. Jetzt, wo die Saison zu Ende ist, war es im Rückblick wirklich ein unglaubliches Jahr. Die Mannschaft hat in unserem Debütjahr einen großartigen Job gemacht, mir ein grandioses Auto hingestellt und diesen fantastischen Erfolg dadurch ermöglicht. Ich hoffe, dass wir den Titel 2014 verteidigen können!“

 

Die Rallye Großbritannien war für die Piloten kein Zuckerschlecken: Der schlammige Untergrund und schlechte Sichtverhältnisse forderten Fahrer und Copiloten aufs Härteste. Eine weitere Besonderheit kam erschwerend hinzu: Stand schon am Freitag lediglich ein sogenannter „Remote Service“ auf dem Programm, bei dem nur sehr eingeschränkte Reparaturen mit Bordmitteln erlaubt waren, mussten die Teams am Samstag und Sonntag tagsüber sogar ganz ohne Service auskommen. Lediglich am Samstagabend gab es den regulären 45-Minuten-Service. „Bloß nichts kaputt machen!“ lautete also die oberste Devise – die zu befolgen allerdings nicht allen gelang: So legte Citroën-Mann Mikko Hirvonen bereits am Freitag einen spektakulären Überschlag hin. Auch Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica fiel nach einem Crash aus.

 

Sébastien Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala landete auf einem hervorragenden zweiten Platz in der Gesamtwertung der Rallye Großbritannien. Nachdem er zu Beginn der Rallye noch etwas Probleme hatte, den richtigen Rhythmus zu finden, drehte der Finne am Samstag und Sonntag immer mehr auf und versuchte, den Führenden Sébastien Ogier unter Druck zu setzen – der daraufhin allerdings ebenfalls das Tempo erhöhte. „Ein zweiter Platz beim Saisonfinale ist an sich ein versöhnliches Ergebnis, aber ich hatte mir für meine ‚zweite Heimrallye‘ mehr erhofft. Unser Tempo war grundsätzlich okay, aber mir sind leider zu viele kleine Fehler unterlaufen, um Sébastien Ogier wirklich unter Druck setzen zu können. Ich war wirklich hungrig, diese Rallye zum dritten Mal hintereinander zu gewinnen, aber Séb hat hier eine perfekte Leistung geboten – so ist er kaum zu schlagen. Wenn ich auf meine erste Saison mit Volkswagen zurückblicke, war es sicher ein Auf und Ab, aber nun fühle ich mich im Polo R WRC pudelwohl“, lautete Latvalas Fazit nach der Rallye.

 

Auch das Team Andreas Mikkelsen/Mikko Markkula war bei der Rallye Großbritannien sehr gut unterwegs: Mit seinen zwei Bestzeiten am Rallye-Samstag zeigte Mikkelsen erneut sein Potenzial. Am Ende konnten die beiden einen guten fünften Platz im Gesamtklassement der Rallye verbuchen. „Alles in allem bin ich zufrieden mit der Rallye Großbritannien. Doch nach dem guten Tag gestern hatte ich mir natürlich insgesamt mehr erhofft. Nachdem ich gestern Platz vier erkämpft hatte und nur 20 Sekunden hinter Thierry Neuville lag, habe ich heute versucht, von Beginn an so viel Druck wie möglich zu machen. Doch dabei sind mir Fehler unterlaufen und ich habe mich zweimal gedreht. Platz fünf ist in der Rallye-Weltmeisterschaft ganz sicher kein schlechtes Ergebnis, auf das man immer stolz sein kann. Wir können viele positive Dinge aus unserer Saison mitnehmen und ich freue mich schon jetzt auf 2014. Dann wollen wir zeigen, was in uns steckt.“

 

Nach 13 von 13 Läufen der Rallye-Weltmeisterschaft steht Sébastien Ogier, der bereits bei der Rallye Frankreich den WM-Titel in der Tasche hatte, mit 290 Punkten an der Spitze der Fahrerwertung. Jari-Matti Latvala (162 Punkte) erreichte Platz drei hinter dem Ford-Piloten Thierry Neuville. Andreas Mikkelsen, der erst mit der Rallye Portugal in die Saison startete, steht mit 50 Zählern auf Platz zehn. 


Sébastien Ogier gewinnt die Rallye Großbritannien, Jari-Matti auf Platz zwei.
Das Video.


Rallye Grossbritannien 2013: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:03:36.7 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:03:58.5 +0:21.8  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 3:05:01.2 +1:24.5  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:05:24.9 +1:48.2  
5 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:05:40.1 +2:03.4  
6 M. Prokop / M. Ernst 3:11:14.2 +7:37.5  
7 D. Sordo / C. Del Barrio 3:12:03.6 +8:27.9  
8 E. Evans / D. Barritt (WRC2) 3:14:49.8 +11:13.1  
9 J. Ketomaa / T. Suominen (WRC2) 3:15:52.9 +12:16.2  
10 M. Higgins / C. Williamson (WRC2) 3:16:57.7 +13:21.0  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Großbritannien des Jahres 2013 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 17.11.2013



Aktuelle Bilder (18)
19:50 Uhr (MEZ)


Stand nach 22 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:03:36.7 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:03:58.5 +0:21.8  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 3:05:01.2 +1:24.5  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:05:24.9 +1:48.2  
5 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:05:40.1 +2:03.4  
6 M. Prokop / M. Ernst 3:11:14.2 +7:37.5  
7 D. Sordo / C. Del Barrio 3:12:03.6 +8:27.9  
8 E. Evans / D. Barritt (WRC2) 3:14:49.8 +11:13.1  
9 J. Ketomaa / T. Suominen (WRC2) 3:15:52.9 +12:16.2  
10 M. Higgins / C. Williamson (WRC2) 3:16:57.7 +13:21.0  

18:07 Uhr (MEZ)

„Es war ein unglaubliches Jahr.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Ein zweiter Platz beim Saisonfinale ist an sich ein versöhnliches Ergebnis, aber ich hatte mir für meine ‚zweite Heimrallye‘ mehr erhofft. Unser Tempo war grundsätzlich okay, aber mir sind leider zu viele kleine Fehler unterlaufen, um Sébastien Ogier wirklich unter Druck setzen zu können. Ich war wirklich hungrig, diese Rallye zum dritten Mal hintereinander zu gewinnen, aber Séb hat hier eine perfekte Leistung geboten – so ist er kaum zu schlagen. Wenn ich auf meine erste Saison mit Volkswagen zurückblicke, war es sicher ein Auf und Ab, aber nun fühle ich mich im Polo R WRC pudelwohl.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Das ist der perfekte Abschluss für eine perfekte Saison. Ich bin sehr glücklich und stolz auf diesen Sieg, denn die Rallye Großbritannien ist eine der schwierigsten im Kalender. Und in den letzten Jahren lief es hier nicht immer optimal für mich. Wir haben heute nur noch versucht, den Vorsprung zu verwalten und ins Ziel zu bringen. Jetzt, wo die Saison zu Ende ist, war es im Rückblick wirklich ein unglaubliches Jahr. Die Mannschaft hat in unserem Debütjahr einen großartigen Job gemacht, mir ein grandioses Auto hingestellt und diesen fantastischen Erfolg dadurch ermöglicht.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Alles in allem bin ich zufrieden mit der Rallye Großbritannien. Doch nach dem guten Tag gestern hatte ich mir natürlich insgesamt mehr erhofft. Nachdem ich gestern Platz vier erkämpft hatte und nur 20 Sekunden hinter Thierry Neuville lag, habe ich heute versucht, von Beginn an so viel Druck wie möglich zu machen. Doch dabei sind mir Fehler unterlaufen und ich habe mich zweimal gedreht. Platz fünf ist in der Rallye-Weltmeisterschaft ganz sicher kein schlechtes Ergebnis, auf das man immer stolz sein kann. Wir können viele positive Dinge aus unserer Saison mitnehmen und ich freue mich schon jetzt auf 2014. Dann wollen wir zeigen, was in uns steckt.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Man kann eine ohnehin schon traumhafte Rallye-WM-Saison wie unsere kaum besser beenden. Doppelsieg, alle drei Fahrer in den Top Fünf – die Rallye Großbritannien war für uns die erfolgreichste Rallye der Saison. Wir können wohl für die Saison 2014 von allen drei Volkswagen Fahrern viel erwarten. Ich bin zudem sehr stolz auf unsere gesamte Mannschaft. In der gesamten Saison 2013 hatten wir keinen einzigen Motorschaden zu beklagen und haben kein einziges Chassis durch einen Unfall verloren. Das ist außergewöhnlich.“


Zahlen des Tages.

Was für eine tolle Saison: Volkswagen Motorsport hat in seiner Debütsaison alle drei Weltmeistertitel der WRC geholt – und das Rallye-Jahr 2013 zusätzlich mit einem Sieg ausklingen lassen. Für die Fans der Statistik: Der finale Triumph bei der Rallye Großbritannien war bereits der zehnte in der Saison 2013 für das Team aus Wolfsburg. Der erste Sieg wurde im Februar im kalten Schweden gefeiert. Es folgten weitere in Mexiko, Portugal, Griechenland, Italien, Finnland, Australien, Frankreich und Spanien.

Für jeden Sieg bekommen die Fahrer 25 Zähler aufs Punktekonto. Klar, dass in einer so erfolgreichen Saison einiges zusammenkommt: Stolze 502 Punkte konnten Séb, Jari-Matti und Andreas ergattern. Weiter so, Jungs – im nächsten Jahr knacken wir die 600!


15:20 Uhr (MEZ)

Der perfekte Saisonabschluss: Séb gewinnt die Rallye Großbritannien – Jari-Matti auf Platz zwei.

Triumphaler Abschluss einer großartigen Saison: Die Weltmeister Sébastien Ogier und Copilot Julien Ingrassia haben auch die finale Rallye Großbritannien gewonnen. Das Erfolgsduo kämpfte sich über vier Tage durch schwierigste Bedingungen und behauptete souverän die Führung.

 

„Einfach fantastisch, ich bin so glücklich“, strahlte Ogier bei der Einfahrt ins Ziel der Rallye. „Einen Riesendank an das gesamte Team, das Auto hat perfekt funktioniert. Eine tolle Saison für mich. Ich hoffe, dass wir den Titel 2014 verteidigen können!“

Eine tolle Leistung zeigten auch die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila, die sich über einen hervorragenden zweiten Platz im Gesamtklassement freuen können. Latvala holte zudem auf der finalen Wertungsprüfung „Great Orme“ mit 2:38.5 Minuten die letzte Bestzeit der Saison.

Auch das Team Andreas Mikkelsen/Mikku Markkula war bei der Rallye Großbritannien sehr gut unterwegs: Mit seinen beiden Bestzeiten am Rallye-Samstag zeigte Mikkelsen erneut ein Potenzial. Am Ende konnten die beiden einen guten fünften Platz im Gesamtklassement der Rallye verbuchen.


13:40 Uhr ( MEZ)

Erfolgreich auf der kurzen Rutschpartie.

 

„Sehr, sehr rutschig“, das war die Standard-Antwort aller Piloten nach der WP 20 (Kinmel Park 1). Am besten kamen die Volkswagen Piloten mit den schwierigen Bedingungen auf dem 2,18 Kilometer kurzen Teilstück zurecht: Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) gewann die drittletzte Wertungsprüfung der Saison haudünn vor Jari-Matti Latvala (#7). Natürlich bleiben die beiden Teamkollegen damit auch an der Spitze der Gesamtwertung bei der Wales Rally GB.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


12:50 Uhr (MEZ)

Novum kurz vor dem Saisonende.

 

Überraschendes Ergebnis bei der Power Stage der Wales Rally GB. Auf der 7,52 Kilometer langen WP 19 (Clocaenog 2) ging das Führungsduo Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) und Jari-Matti Latvala (#7) nicht mit letzter Konsequenz auf die Jagd nach den drei Extrapunkten in der WM-Wertung, um den Doppelsieg zum Saisonabschluss nicht unnötig zu gefährden. Mit den Plätzen vier und fünf verteidigten die Volkswagen Piloten ihre unangefochtenen Spitzenpositionen, sorgten aber bei der letzten Rallye der Saison für ein Novum.

 

Erstmals gab es keine Zusatzpunkte für Volkswagen Motorsport. Die Power Stage gewann Thierry Neuville vor Evgeny Novikov und Mads Østberg (alle Ford). Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) versuchte noch einmal, Østberg auf Rang vier der Gesamtwertung anzugreifen, verlor aber weitere wertvolle Sekunden.

 

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11:30 Uhr (MEZ)

Zuversichtlich auf die Zielgerade.

 

Das Spitzenduo lässt auf den letzten Kilometern der Saison nichts mehr anbrennen. Es steuert einem Doppelsieg für Volkswagen Motorsport und damit einem perfekten Abschluss der Saison entgegen: Auf der 14,12 Kilometer langen WP 18 (Penllyn) kamen Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 auf Rang fünf und Teamkollege Jari-Matti Latvala (#7) als Drittplatzierter erneut vor ihrem ersten Verfolger Thierry Neuville (Ford) ins Ziel. Damit bauten die beiden ihre Führung bei der Wales Rally GB noch einmal aus: Der Belgier liegt inzwischen mehr als eine Minute hinter dem Zweitplatzierten Latvala – ein Rückstand, der auf den letzten vier Wertungsprüfungen unter normalen Umständen nicht mehr aufgeholt werden kann.

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) und Mads Østberg (Ford) liefern sich derweil einen spannenden Kampf um Platz vier bei der letzten Rallye des Jahres: Der Norweger vom Team Volkswagen Motorsport beendete die WP 18 hauchdünn hinter seinem Landsmann auf Rang zwei und liegt auch in der Gesamtwertung nur knapp (1,9 Sekunden) hinter Østberg. Noch bleiben Mikkelsen 16,46 Kilometer auf den letzten vier Wertungsprüfungen, um den Rückstand aufzuholen. 

 

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10:30 Uhr (MEZ)

Ogier gibt auch auf den letzten Kilometern der Saison den Ton an.

 

Letzter Tag der Rallye-Weltmeisterschaft 2013 – und es beginnt wie so oft in dieser so erfolgreichen Saison für Volkswagen Motorsport: Auf der 17. Wertungsprüfung der Wales Rally GB (Dyfnant 2) war Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #8 nicht zu schlagen. Der Franzose benötigte für die 21,34 Kilometer nur 12:22.8 Minuten und war damit einen Hauch schneller als der Zweitplatzierte Mads Østberg (Ford) und Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) auf Rang drei.

 

Die beiden Volkswagen Piloten konnten damit auch ihre Doppelführung in der Gesamtwertung vor Thierry Neuville (Ford) noch einmal ausbauen. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) hingegen war lange Zeit schnellster Fahrer im Feld und auf dem besten Weg, Neuville weitere Zeit abzunehmen und damit den Druck auf den Drittplatzierten zu erhöhen. Doch kurz vor dem Ziel riskierte der Norweger etwas zu viel und verlor wertvolle Sekunden.

 

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09:39 Uhr (MEZ)

Wer driftet, verliert: von der Kunst, mit Schotter-Reifen auf Asphalt schnell zu sein.

Die Wertungsprüfung Great Orme ist nicht nur deswegen etwas Besonderes, weil sie den Schlusspunkt unter die WM-Saison 2013 setzt. Die schmale, kurvenreiche Küstenstraße rund um den Kalksteinfelsen ganz im Norden von Wales ist außerdem asphaltiert – eher ungewöhnlich bei einer Schotter-Rallye. Die Teams müssen die 4,58 Kilometer lange Prüfung deswegen auch mit Schotter-Reifen bestreiten. Diese sind mit ihrem grobstolligen Profil und den vergleichsweise hohen Seitenwänden alles andere als ideal für befestigten Untergrund.

„Die Kunst ist, möglichst sauber zu fahren, wie auf der Rennstrecke“, beschreibt Sébastien Ogier (Polo R WRC #8), der als Führender in die letzte Etappe der Wales Rally GB geht. „Die Schotter-Reifen bauen auf Asphalt sehr wenig Seitenführungskraft auf. Jeder Drift kostet richtig Zeit.“ Und endet möglicherweise am unnachgiebigen Bordstein, der praktisch die gesamte Strecke auf beiden Seiten einrahmt. Great Orme hat in der Vergangenheit schon manche Radaufhängung geknackt.

Ausnahmsweise sind in dieser Situation möglichst stark abgefahrene Reifen hilfreich. „Je weniger Profil noch vorhanden ist, umso weniger gibt der für Asphalt eigentlich zu weiche Reifen in diesem Bereich nach“, erklärt Andreas Miklkelsen (Polo R WRC #9). Wer seine Schotter-Reifen auf den 56 WP-Kilometern bis zum Start von Great Orme in Slicks umgearbeitet hat, sollte einen kleinen Vorteil haben.

Zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten bieten die verstellbaren Stoßdämpfer der Polo R WRC. „Vor Great Orme drehe ich die Dämpfer auf die härteste Stufe“, verrät Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7). „Dadurch werden die Wankbewegungen der Karosserie deutlich reduziert.“

Dieser Schuss kann allerdings auch nach hinten losgehen, wie Latvala bei der ebenfalls asphaltierten Prüfung Chirk Castle am Samstag feststellen musste. Bis der Finne dran war, hatten vorausfahrende Konkurrenten durch Abkürzen über das Gras am Streckenrand die Piste schon stark verschmutzt. „Die harte Fahrwerkseinstellung hat bei diesen Bedingungen viel Traktion gekostet.“


09:00 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen des Tages.

Samstag, 16.11.2013


Aktuelle Bilder (16)
23:56 Uhr (MESZ)


Stand nach 16 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:33:47.6 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:34:07.9 +20.3  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 2:35:02.0 +1:14.4  
4 A. Mikkelsen / M. Markkula 2:35:22.0 +1:34.4  
5 M. Østberg / J. Andersson 2:35:29.3 +1:41.7  
6 M. Prokop / M. Ernst 2:40:29.6 +6:42.0  
7 D. Sordo / C. Del Barrio 2:41:33.1 +7:45.5  
8 E. Evans / D. Barritt (WRC2) 2:43:08.1 +9:20.5  
9 J. Ketomaa / T. Suominen (WRC2) 2:44:07.9 +10:20.3  
10 M. Higgins / C. Williamson (WRC2) 2:44:42.6 +10:55.0  

19:15 Uhr (MEZ)

„Besonders stolz bin ich auf Andreas Mikkelsen.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7


„Wir hatten uns vorgenommen, heute noch einmal anzugreifen und Druck auf Séb auszuüben. Leider liefen die Prüfungen am Morgen nicht wie erhofft. Später lief es besser für uns und wir haben drei Prüfungen gewonnen, aber Séb und Julien waren kaum langsamer und konnten ihren Vorsprung auf uns verteidigen. Am Sonntag liegen nur noch rund 50 Kilometer Wertungsprüfung vor uns und unter normalen Umständen ist es nicht mehr möglich, den Rückstand wettzumachen. Dennoch werde ich versuchen das Tempo und den Druck hoch zu halten.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8

„Das war eine saubere Leistung ohne große Fehler. Für uns ging es darum, den Abstand zu unserem Teamkollegen Jari-Matti konstant zu halten, und das hat perfekt funktioniert. Daher haben wir nicht zu viel riskiert und sind die vielen neuen Prüfungen eher vorsichtig angegangen. 20 Sekunden Vorsprung sind zwar einigermaßen beruhigend, aber wenn Jari-Matti morgen noch einmal Tempo macht, müssen wir hellwach sein. Denn sonst ist man, ehe man sich versieht, draußen – und ich will diesmal definitiv das Ziel sehen. Dann wäre es der perfekte Abschluss für eine perfekte Saison.“ 

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Ein absolut großartiger Tag für uns. Unsere Zeiten waren gut, zwei davon waren Bestzeiten – ich bin also mehr als nur zufrieden. Besonders deshalb, weil wir heute absolut fehlerfrei gefahren und sauber durchgekommen sind. Ich habe mich heute von der ersten Minute an wohl im Polo gefühlt. Es war aber nicht leicht, das Grip-Niveau richtig einzuschätzen, da sich besonders rutschige Abschnitte mit solchen abgewechselt haben, auf denen mehr Grip war. Ich denke, wir haben vor allem am Vormittag einen guten Rhythmus dafür gefunden.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Der Job des Motorsport-Direktors war heute ohne jeden Zweifel ein Traumjob. Wir haben mit Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala nicht nur die besten Rallye-Piloten unter Vertrag, sondern mit dem Polo R WRC auch ein sehr schnelles und zuverlässiges World Rally Car. Besonders stolz bin ich heute auf Andreas Mikkelsen. Ihm hatten wir heute Morgen gesagt, dass wir von ihm erwarten, als Vierter den Tag zu beenden. Das war sicher keine leichte Aufgabe. Doch schon auf der ersten WP des Tages hat er so viel Druck gemacht, dass er diesen vierten Platz erobert und in den folgenden Prüfungen den Abstand ausgebaut hat. Mehr konnte man heute von allen drei Duos nicht verlangen.“


Zahlen des Tages.

Nach mehr als zehn Monaten und insgesamt 13 Rallyes geht es am Sonntag auf die letzten 51,92 Kilometer der Rallye-Weltmeisterschaft 2013. Schon vor den letzten sechs Wertungsprüfungen bei der Wales Rally GB steht fest, dass sich die Debütsaison für Volkswagen Motorsport zu einer historischen Erfolgsgeschichte entwickelt hat: Das Team gewann die Hersteller-Weltmeisterschaft, Sébastien Ogier den Fahrer- und Julien Ingrassia (Polo R WRC #8) den Beifahrer-Titel. Zudem hat Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #7 am letzten Tag der Saison noch die Möglichkeit, Vize-Weltmeister zu werden.

 

Und auch Andreas Mikkelsen hat sich im Polo R WRC #9 seit seinem Debüt in Portugal hervorragend entwickelt. Der 24 Jahre junge Norweger konnte bereits bei seiner dritten Rallye in Griechenland seine ersten Wertungsprüfungen gewinnen. Durch seine starke Leistung am heutigen Samstag mit zwei weiteren WP-Erfolgen konnte Mikkelsen die Gesamtanzahl auf acht erhöhen. Und natürlich können am morgigen letzten Tag der WRC-Saison noch weitere Erfolge hinzukommen.


17:10 Uhr (MEZ)

Mit Doppelführung ins Finale. 

 

Auf der letzten Wertungsprüfung des Samstags ging es gleich noch einmal auf die 2,06 Kilometer kurze Chirk Castle und erneut nahmen sich die Spitzenfahrer kaum Zeit ab: Alle sieben WRC-Piloten lagen innerhalb von zwei Sekunden. Und wie schon auf der WP 15 (Chirk Castle 1) verpasste Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) den WP-Sieg nur um 0,3 Sekunden. Diesmal war Thierry Neuville (Ford) einen Wimpernschlag schneller als der Norweger.

 

Dennoch zog Mikkelsen ein positives Fazit: „Es war ein großartiger Tag. Ich bin sehr zufrieden, wir haben ein paar gute Zeiten hingelegt.“ Das Führungs-Duo Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) und Jari-Matti Latvala (#7) landete auf den Rängen fünf und sechs, bleibt in der Gesamtwertung vor den letzten sechs Wertungsprüfungen der Saison aber weiter unangefochten an der Spitze der Wales Rally GB. Mikkelsen hat zudem weiter die Chance, vom vierten auf den dritten Platz vorzufahren und damit für ein Podest mit ausschließlich Volkswagen Piloten zu sorgen – es wäre der perfekte Abschluss für eine historische Saison.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


15:50 Uhr (MEZ)

Mikkelsen verpasst dritten WP-Sieg um einen Wimpernschlag.

 

Auf der vorletzten Wertungsprüfung des Tages hat Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) seinen dritten Stage-Sieg des Tages nur um drei Zehntelsekunden verpasst. Der Norweger musste sich auf der 2,06 Kilometer kurzen Chirk Castle 1 nur Dani Sordo (Citroën) geschlagen geben.

 

Auf der rutschigen WP wollte das Führungs-Duo Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) und Jari-Matti Latvala (#7) kein übermäßiges Risiko eingehen. Auf den Plätzen vier und sieben büßten sie kaum Zeit auf ihre Verfolger ein. Die gleiche WP wird zum Abschluss des Samstags gleich noch ein zweites Mal absolviert.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


14:46 Uhr (MEZ)

Weiter auf der Überholspur.

Starker Start in den Nachmittag: Jari-Matti Latvala hat die Bestzeit auf der 14. Wertungsprüfung Dyfnant 1 geholt. Knapp dahinter landete Ford-Pilot Mads Østberg, gefolgt von Andreas Mikkelsen und Sébastien Ogier. Letzterer büßte 7,9 Sekunden auf die Spitze ein, blieb dabei aber cool: „Das passt schon. Wir mussten den Aufschrieb noch einmal checken, das hat eben etwas Zeit gekostet. Kein Problem für uns“, erklärte der Franzose im Ziel.
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


12:30 Uhr (MEZ)

Jetzt nur nichts kaputt machen.


Service ist bei der Rallye Großbritannien ein seltenes Gut. Stand schon am Freitag lediglich ein sogenannter „Remote Service“ auf dem Programm, bei dem nur sehr eingeschränkte Reparaturen mit Bordmitteln erlaubt sind, müssen die Teams während der zweiten und dritten Etappe tagsüber sogar ganz ohne Service auskommen. Nur zum Tanken stoppen die Autos am Samstag drei Mal und am Sonntag zwei Mal. Am Samstagabend gibt es außerdem den regulären 45-Minuten-Service.


Am Samstag müssen sieben Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 98,42 Kilometern ohne technische Probleme überstanden werden. Am Sonntag sind es fünf WP über 51,92 Kilometer. „Entscheidend ist dabei, auf die Reifen aufzupassen“, sagte Sébastien Ogier (Polo R WRC #8), der als Führender den dritten Tankstopp am Samstag erreichte.


Ogier und seine Teamkollegen Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) nahmen die maximal zulässige Anzahl von zwei Ersatzrädern mit auf die Tour. Angesichts von Temperaturen knapp unter 10 Grad und weitgehend feuchten Pisten, entschieden sie sich dabei für die weiche Mischung.


World Rally Cars nutzen die Reifen an der Vorderachse meist etwas stärker ab als die hinteren. Die normale Vorgehensweise ist deshalb, nach einigen Wertungsprüfungen die beiden Ersatzräder vorne zu montieren. „Je nach Zustand der Reifen wechselt man anschließend noch weitere Male immer so, dass an der Vorderachse die besser erhaltenen Reifen montiert sind“, erklärte Jari-Matti Latvala.


So weit die Theorie. Die wird spätestens in dem Moment hinfällig, in dem ein Reifenschaden das geplante Wechselschema durcheinanderwirft.
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


12:10 Uhr (MEZ)

Bestzeiten-Hattrick, die Zweite.

Die Volkswagen Armada hat das Kunststück vom gestrigen Freitag wiederholt: Plätze eins, zwei und drei auf einer Wertungsprüfung. Im zweiten Durchgang der 14,58 Kilometer langen WP Gartheiniog fuhr Jari-Matti Latvala mit 8:47.8 Minuten die schnellste Zeit, gefolgt von Sébastien Ogier (+0,7 Sekunden) und Andreas Mikkelsen, der weitere 1,2 Sekunden mehr benötigte. Ford-Pilot Thierry Neuville kam als Viertschnellster mit immerhin schon 6,1 Sekunden Rückstand auf die Spitze über die Linie – ein klares Zeichen für die Dominanz des Polo R WRC.

„Ich komme immer besser zurecht. Der Aufschrieb passt“, freute sich Latvala bei der Einfahrt ins Ziel. „Heute Morgen hatte ich noch Probleme, den richtigen Rhythmus zu finden, aber jetzt läuft’s.“
 

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10:39 Uhr (MEZ)

Der fliegende Norweger.

Andreas Mikkelsen hat den Nachbrenner gezündet: Auch auf der zweiten Wertungsprüfung am Samstag, Dyfi 1, war keiner schneller als der Norweger. Teamkollege Sébastien Ogier verpasste die Bestzeit allerdings nur um 0,2 Sekunden. „So kann das weitergehen“, freute sich Mikkelsen bei der Zieleinfahrt. „Trotzdem müssen wir auf der Hut sein. Die Gripverhältnisse wechseln ständig. Bloß keinen Fehler machen.“

Jari-Matti Latvala kam mit 3,3 Sekunden Rückstand auf die Spitze als Viertschnellster über die Linie.

 

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10:00 Uhr (MEZ)

Andreas Mikkelsen startet mit Bestzeit

in den Rallye-Samstag.


Sauber, Andreas! Mit einer Zeit von 8:42.9 Minuten holte der Norweger die Bestzeit auf der Auftakt-Wertungsprüfung des heutigen Samstags, dem knapp 15 Kilometer langen Abschnitt Gartheiniog 1. Teamkollege Sébastien Ogier, der die Rallye weiterhin anführt, kam nur 1,2 Sekunden dahinter als Zweitschnellster über die Ziellinie. Hier machte sich der Vorteil der früheren Startposition Mikkelsens bemerkbar, da die Strecke immer schlechter wird, je mehr Autos passieren. Durch die Bestzeit kletterte das Duo Mikkelsen/Markkula in der Gesamtwertung auf Rang vier.

 

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09:39 Uhr (MEZ)

Oberstes Ziel am heutigen Samstag:

„Das Auto heil ins Ziel bringen.“

Der Sieg bei der Rallye Großbritannien wird wohl zwischen Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) ausgefahren. Nach der ersten Etappe und rund der Hälfte der geplanten Wertungsprüfungskilometer haben sich die beiden Volkswagen Piloten schon um fast 40 Sekunden vom Verfolgerfeld abgesetzt.


„Startposition zwei war am Freitag perfekt. Vielleicht wäre ganz vorne noch besser gewesen. Aber so konnte ich etwas entspannter fahren, weil ich mich an den Spuren von Jari-Matti Latvala orientieren konnte“, fasste Ogier zusammen, der mit 20,1 Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Latvala in die Übernachtungspause ging. „Der Samstag wird hoffentlich noch besser. Dann starte ich von Position zehn direkt hinter Jari-Matti. Ich kann mich also wieder nach seinen Zwischenzeiten richten.“


Nach einhelliger Meinung aller Fahrer wird es während des dritten Tages vor allem darauf ankommen, ernsthafte technische Probleme zu vermeiden. „Es gibt den ganzen Tag über keinen richtigen Service“, erklärte Ogier. „Oberstes Ziel wird es also sein, das Auto nicht zu beschädigen.“ Beim sogenannten „Remote Service“ zur Mittagszeit sind lediglich stark eingeschränkte Reparaturen mit an Bord mitgeführten Ersatzteilen erlaubt. Bedenken hat der Franzose höchstens, weil einige der Wertungsprüfungen komplett neu für ihn sind. „Aber ich habe mir alle noch einmal auf den Video-Aufzeichnungen aus dem Training angeschaut.“


Ein wenig besser vorbereitet geht Jari-Matti Latvala in den dritten Tag des Saisonfinales. „Ich habe meine Karriere in der britischen Meisterschaft begonnen. Daher kenne ich die für die anderen neuen Prüfungen ein bisschen.“ Groß dürfte der Vorteil aber nicht sein. „Damals sind wir ohne Training und ohne Aufschrieb gefahren. Das hat für einige Aha-Erlebnisse gesorgt. Außerdem ist das Ganze mehr als zehn Jahre her.“


Dass er 20 Sekunden auf Teamkollege Ogier aufholen kann, hält der Finne für extrem schwierig, aber möglich. „Ich habe gegen Séb heute so viel Zeit verloren, weil ich zu viele Fehler gemacht habe“, gab er unumwunden zu. „Gegen den Weltmeister kann man aber nur gewinnen, wenn man fehlerfrei fährt.“


Ein ähnlich ambitioniertes Ziel hat sich Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) für den Samstag gesetzt. „Ich will mich auf Platz vier verbessern.“ Dazu hat der Norweger seinen genau dort geführten Landsmann Mads Østberg (Ford) im Visier. „4,8 Sekunden beträgt sein Vorsprung. Das müsste zu schaffen sein.“


09:00 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen des Tages.

Freitag, 15.11.2013


Aktuelle Bilder (25)
23:53 Uhr (MEZ)


Stand nach 9 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1:34:48.0 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 1:35:08.1 +20.1  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 1:35:50.6 +1:02.6  
4 M. Østberg / J. Andersson 1:36:18.8 +1:30.8  
5 E. Novikov / I. Minor 1:36:22.5 +1:34.5  
6 A. Mikkelsen / M. Markkula 1:36:23.6 +1:35.6  
7 M. Prokop / M. Ernst 1:39:44.2 +4:56.2  
8 E. Evans / D. Barritt (WRC2) 1:41:18.2 +6:30.2  
9 D. Sordo / C. Del Barrio 1:41:42.6 +6:54.6  
10 M. Higgins / C. Williamson (WRC2) 1:41:44.6 +6:56.6  

18:40 Uhr (MEZ)

„Jari-Matti und Séb machen derzeit einfach einen großartigen Job.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Es war nicht ganz einfach, die Streckenverhältnisse richtig einzuschätzen – einige Stellen, die wir für rutschig hielten, boten guten Grip, bei anderen war es hingegen genau anders herum. Als erstes Auto auf der Strecke hatten wir zudem keine Bremsspuren, an denen wir uns orientieren konnten. Daher war es schwierig, auf Anhieb einen guten Rhythmus zu finden. Ich habe zwar hier und da etwas Zeit liegen lassen, hoffe aber, morgen früh noch einmal angreifen zu können. Wir haben gerade erst Halbzeit und dementsprechend kann noch eine Menge passieren.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Das ist wieder eine typische Rallye Großbritannien, so viel steht jetzt schon fest. Man kann sehr leicht mit einem Fehler abfliegen, in der Vergangenheit habe ich die Erfahrung oft genug gemacht. Die Bedingungen sind schwierig, vor allem auf der Prüfung ‚Myherin‘ hat das Grip-Niveau sich oft geändert. Deshalb sind wir nicht immer volles Risiko gefahren. Am Morgen war ich selbst überrascht von meiner Zeit – zum Glück war es eine positive Überraschung. Eine tolle Atmosphäre war auf ‚Sweet Lamb‘, ich bin sicher die vielen Zuschauer hatten ihren Spaß. Man kann fast die komplette Strecke einsehen, mit vielen spektakulären Sprüngen oder der Wasserdurchfahrt.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Alles in allem ein guter Rallye-Tag für uns. Die Bedingungen waren heute nicht einfach, die Wertungsprüfungen sehr rutschig. Ich hatte mit Untersteuern zu kämpfen und musste meist vehement mit der Handbremse nachhelfen, um das Auto richtig anzustellen. Das hat natürlich hier und da Zeit gekostet. Doch selbst auf den Wertungsprüfungen, auf denen wir sauber, schnell und fehlerfrei durchgekommen sind, hat es für die Top-Zeiten nicht ganz gereicht. Jari-Matti und Séb machen derzeit einfach einen großartigen und beeindruckenden Job. Hut ab.“


Zahlen des Tages.

Bereits zum fünften Mal in der Saison 2013 beendet Volkswagen Motorsport einen Rallye-Tag mit einer Doppelführung. Die Premiere war in Portugal, als das Duo Ogier und Latvala zum ersten Mal auf den Plätzen eins und zwei übernachtete. Das gleiche Spiel wiederholte sich am ersten Tag der Rallye Deutschland – auch wenn der Ausgang des „Heimspiels“ dann weniger erfolgreich war. Bei der Rallye Spanien standen die beiden nach Tag eins ganz oben in der Tabelle. Am folgenden Tag fing sich Ogier einen Reifenschaden ein, und Latvala übernahm die Führung. Der Franzose startete jedoch eine sensationelle Aufholjagd, überholte seinen Teamkollegen an Tag drei und sorgte für die vierte Doppelführung der Saison.

Wie eng es in der WRC zugeht, zeigt auch ein Blick auf die Durchschnittsgeschwindigkeiten: Trotz 11,5 Sekunden Abstand zwischen Ogier und Mikkelsen auf der siebten Wertungsprüfung des heutigen Freitags war der Franzose auf dem gut 32 Kilometer langen Streckenabschnitt im Schnitt gerade einmal 1,15 km/h schneller.


16:30 Uhr (MEZ)

Ein perfekter Abschluss: Volkswagen Piloten übernachten auf den Plätzen eins und zwei.

Ein Mann kämpft sich durch den Schlamm: Sébastien Ogier trotzt in seinem Polo R WRC den widrigen Bedingungen der Rallye Großbritannien. Der Franzose schloss die finale Wertungsprüfung des heutigen Freitags, den zweiten Durchgang im Abschnitt „Myherin“, mit einer weiteren Bestzeit ab. „Gar nicht so leicht, noch eine saubere Linie zu finden“, erklärte Ogier, der mit 18:27.6 Minuten Schnellster war. Tiefe Furchen im ohnehin schon matschigen Untergrund machten den Piloten zu schaffen. Das bekam auch Teamkollege Jari-Matti Latvala zu spüren, der nach einem Beinahe-Abflug auf der gut 32 Kilometer langen Stage mit 2,2 Sekunden Rückstand als Zweitschnellster ins Ziel kam.

Andreas Mikkelsen kam als Viertschnellster ins Ziel – und zollte den Führenden Respekt: „Hut ab! Die Herren Ogier und Latvala machen hier einen tollen Job“, freute sich Mikkelsen für seine Teamkollegen.

Auch die vorige Wertungsprüfung „Sweet Lamb 2“ hatte Ogier mit Bestzeit abgeschlossen. Damit hat auf fünf von sechs heute gefahrenen WPs ein Volkswagen Pilot die Bestzeit geholt. Das Resultat ist eine komfortable Doppelführung, mit der das Team aus Hannover den heutigen Tag abschließt: Ogier liegt mit 20,1 Sekunden Vorsprung vor Latvala. Thierry Neuville (Ford) rangiert weitere 42,5 Sekunden hinter dem Finnen auf dem dritten Platz im Gesamtklassement. Mikkelsen ist Sechster und liegt nach wie vor knapp hinter Evgeny Novikov (Ford).

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


15:25 Uhr (MEZ)

Bestzeiten-Hattrick in der Schlammschlacht.

Plätze eins, zwei und drei für Volkswagen – ein klasse Start in den Freitagnachmittag. Auf den letzten Metern hat Sébastien Ogier seinem Polo R WRC noch einmal richtig die Sporen gegeben. Das Resultat: Bestzeit auf der siebten Wertungsprüfung („Hafren 2“). Was die Streckenbedingungen betrifft, bläst der Franzose ins gleiche Horn wie sein Teamkollege Jari-Matti Latvala, der mit 1,7 Sekunden Rückstand die zweitschnellste Zeit fuhr: „Es ist sehr rutschig da draußen, ich hatte viel Untersteuern in den Kurven. Im letzten Abschnitt konnten wir aber gut pushen.“

Eine starke Leistung zeigte auch Andreas Mikkelsen, der die drittschnellste Zeit fuhr. Der Norweger liegt in der Gesamtwertung auf Platz sechs nur noch 0,1 Sekunden hinter dem Russen Evgeny Novikov.

Ogier führt mit 15,2 Sekunden auf Latvala, der als Dritter einen beruhigenden Vorsprung auf Thierry Neuville (Ford, +34 Sekunden) hält.

 

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12:25 Uhr (MEZ)

Doppelführung zur Mittagspause:

Latvala erobert Platz zwei.

„Ich habe wirklich hart gepusht“, erklärte Jari-Matti Latvala nach der 32,13 Kilometer langen Wertungsprüfung „Myherin“. Das hat sich ausgezahlt: Der Finne fuhr eine überlegene Bestzeit von 18:16.0 Minuten und ist jetzt neuer Gesamt-Zweiter der Rallye Großbritannien. Vor dem Start lag Latvala noch eine Sekunde hinter Thierry Neuville (Ford), der auf diesem Abschnitt allerdings mit Traktionsproblemen zu kämpfen hatte und dadurch viel Zeit einbüßte.

Auch der Führende Sébastien Ogier verlor Zeit und kam mit 4,6 Sekunden Rückstand auf Latvala ins Ziel. Andreas Mikkelsen wurde Sechster und liegt in der Gesamtwertung aktuell auf Rang sechs.

Citroën-Pilot Mikko Hirvonen hatte einen heftigen Überschlag und kann den heutigen Tag abhaken. Zum Glück blieben Hirvonen und sein Beifahrer Jarmo Lehtinen unverletzt.

 

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11:30 Uhr (MEZ)

Spuren lesen im Schlamm.


Diesen Vorteil konnte Sébastien Ogier auf der ersten Wertungsprüfung des heutigen Tages nutzen, da er als Zweiter hinter Teamkollege Jari-Matti Latvala startete. Mit einem dicken Vorsprung von 9,7 Sekunden vor Thierry Neuville (Ford) fuhr der Franzose über die Ziellinie der 32 Kilometer langen WP „Hafren“. „Ich habe Jari-Mattis Reifenspuren gesehen und die Linie genutzt, das hat geholfen“, erklärte der Führende. Latvala kam als Drittschnellster mit zwölf Sekunden Rückstand ins Ziel. „Nicht die beste Zeit, aber mal sehen, wie sich die Dinge heute noch entwickeln“, fasste der Finne das Geschehen zusammen.


Andreas Mikkelsen kam als Siebter mit 23,9 Sekunden Rückstand ins Ziel. In der Gesamtwertung führt Ogier mit 12,9 Sekunden vor Neuville, Latvala folgt weitere 4,3 Sekunden dahinter auf Rang drei.

 

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11:00 Uhr (MEZ)

Schotter ist nicht gleich Schotter.

Bei den zurückliegenden Schotter-Rallyes passierte nach dem Qualifying stets dasselbe: Die Schnellsten entschieden sich für eine Startposition möglichst weit hinten. Doch in Wales lief alles anders – Qualifying-Sieger Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) zog Startplatz zwei. Und erntete damit sogar noch Verwunderung, weil jeder damit gerechnet hatte, dass er nach dem Rugby-Ball mit der 1 greifen würde.


Der Grund für die um 180 Grad gedrehten Vorlieben ist das spezielle Wetter in Wales, das starken Einfluss auf die Streckenverhältnisse hat. Bei den Schotter-Rallyes in Mexiko, Griechenland oder Italien schien die Sonne, die Wertungsprüfungen waren knochentrocken. Unter diesen Bedingungen wird – zumindest eine Zeit lang – die Ideallinie mit jedem darüberfahrenden Auto sauberer, weil loser Schotter beiseitegeräumt wird.


In Wales sind die Wertungsprüfungen dagegen weitgehend feucht, nach dem Regen vom Donnerstag an vielen Stellen sogar knöcheltief aufgeweicht. Statt die Ideallinie zu säubern, reißen die über 300 PS starken Allradler die Fahrbahnoberfläche regelrecht auf. Dieser Effekt ist noch dramatischer, wenn frischer Regen die Pisten noch mehr in Matsch verwandelt. „Die Spurrinnen werden mit jedem Auto tiefer“, beschreibt Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7), der sich deswegen sogar für die Startposition eins entschied.


Auf der anderen Seite sind die Spuren von vorausfahrenden Konkurrenten für Rallye-Fahrer immer auch eine gewisse Hilfe. Speziell dann, wenn wie in den walisischen Wäldern das Gripniveau ständig wechselt, man jederzeit von einer unerwartet rutschigen Passage überrascht werden kann. „Wenn die Spuren des Vordermanns in den Straßengraben laufen, dann ist das immer ein Alarmsignal“, sagt Sébastien Ogier. Womit auch klar ist, warum der Franzose freiwillig „nur“ die zweite Startposition wählte.


09:00 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen des Tages.

Donnerstag, 14.11.2013


Aktuelle Bilder (23)
23:30 Uhr (MEZ)


Stand nach 3 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 14:28.3 0.0  
2 T. Neuville / N. Gilsoul 14:31.5 +3.2  
3 J. Latvala / M. Anttila 14:33.5 +5.2  
4 M. Hirvonen / J. Lehtinen 14:44.5 +16.2  
5 M. Østberg / J. Andersson 14:53.0 +24.7  
6 A. Mikkelsen / M. Markkula 14:56.1 +27.8  
7 R. Kubica / M. Ferrara 15:03.7 +35.4  
8 E. Novikov / I. Minor 15:05.8 +37.5  
9 E. Evans / D. Barritt (WRC2) 15:35.2 +1:06.9  
10 M. Prokop / M. Ernst 15:35.9 +1:07.6  

23:40 Uhr (MEZ)

„Wir haben uns einen engen Kampf geliefert.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7


„Nach dem Qualifying habe ich den ersten Startplatz gewählt und diese Entscheidung war offenbar richtig – ich konnte das Tempo von Sébastien Ogier und Thierry Neuville, die sich entschieden hatten, später zu starten, gut mitgehen. Wir drei an der Spitze haben uns bis jetzt einen engen Kampf geliefert. Die Nachtprüfungen waren dabei ziemlich knifflig, Abschnitte mit gutem Grip wechselten sich mit sehr rutschigen Stellen ab. Die ersten beiden Prüfungen liefen für uns richtig gut, auf der dritten war es etwas rutschiger. Ich glaube aber, dass Startplatz eins auch morgen eine gute Wahl sein wird.“

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8

„Ein prima Start für uns in die Rallye. Ich kann alles sehr entspannt angehen, was mir hier entgegenkommt. Denn die Rallye Großbritannien gehört normalerweise nicht zu meinen Favoriten. Es ist extrem einfach, mit einem Fehler auszufallen. Es war heute in der Dunkelheit nicht einfach, zudem ist es auf den matschigen Schotterpisten extrem rutschig. In jedem Fall werden die nächsten Tage eine spezielle Herausforderung. Besonders am Samstag und Sonntag sind wir den ganzen Tag unterwegs ohne einen Mittagsservice, was vor allem Auto und Reifen beansprucht.“ 

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Für mich ist der Start bei der Rallye Großbritannien so, als würde ich nach Hause zurückkehren. Hier habe ich meine Karriere begonnen. Die Bedingungen sind allerdings auch besonders schwierig und ich muss meinen Fahrstil im Polo R WRC auf den glitschigen Abschnitten noch anpassen. Ich mag Nachtprüfungen wirklich sehr und mit einem World Rally Car sind sie einfach ein fantastisches Erlebnis. Ich bin zufrieden mit meinem Beginn hier in Wales, auch wenn ich speziell auf der zweiten Prüfung Zeit verloren habe. Aber ich freue mich schon auf die kommenden drei Rallye-Tage.“


Zahlen des Tages.

Exakt 302 Tage ist es her, als Volkswagen Pilot Sébastien Ogier im Schnee von Monte Carlo seine erste Wertungsprüfung der Saison gewinnen konnte. Es war der Start in ein herausragendes Jahr für den Franzosen, aber der Sieg von damals ist inzwischen zehn Monate her und längst Schnee von gestern. Zum Start der Wales Rally GB feierte Ogier bereits die WP-Erfolge 102 und 103 in diesem Jahr – und 19 weitere Möglichkeiten kommen in den nächsten drei Tagen noch hinzu.

Auch Teamkollege Jari-Matti Latvala geht in Wales weiter auf Punktejagd. Am Donnerstag legte er gleich einen Schnaps-Start hin. Für die 6,95 Kilometer lange erste Wertungsprüfung (Gwydyr) benötigte der Volkswagen Pilot am Donnerstagabend exakt 4:44.4 Minuten. Ganz eindeutig eine Zahl, die auch für einen Finnen zum Anstoßen einlädt – aber darauf werden Fahrer, Beifahrer und Team sicher noch bis Sonntag warten. Dann nämlich soll im Idealfall die Vize-Weltmeisterschaft hinter dem bereits als Titelträger feststehenden Teamkollegen Sébastien Ogier eingefahren sein – und das wäre ja auch kein schlechter Grund zum Feiern.


22:00 Uhr (MEZ)

Nach eins und eins kommt zwei.

 

Um 0,4 Sekunden hat Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) den rundum perfekten Start in die Wales Rally GB verpasst. Nach zwei Siegen auf den ersten beiden Wertungsprüfungen musste sich der Volkswagen Pilot auf der 7,52 Kilometer langen WP 3 (Clocaenog 1) auf den letzten Metern des Donnerstags hauchdünn Thierry Neuville (Ford) geschlagen geben.

 

In der Gesamtwertung wird Ogier aber trotzdem als Führender in den Freitag starten. Mit 14:28.3 Minuten liegt der 29-Jährige nach drei von 22 Wertungsprüfungen 3,2 Sekunden vor Neuville. Mit weiteren zwei Sekunden Rückstand folgt Teamkollege Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #7, der auf der WP 3 nach zuvor zwei zweiten Plätzen Dritter wurde. Andreas Mikkelsen (#9) belegt in der Gesamtwertung einen guten sechsten Rang.

 

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21:00 Uhr (MEZ)

Weltmeisterlich in Wales.

 

Volkswagen Motorsport unterstreicht auf den ersten Wertungsprüfungen der Wales Rally GB die weltmeisterliche Form. Nach dem Doppelsieg zum Auftakt waren Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) und Jari-Matti Latvala (#7) auch auf der WP 2 unschlagbar. Für die 10,51 Kilometer lange Penmachno benötigte Weltmeister Ogier 5:18.9 Minuten, Teamkollege Latvala konnte als Einziger mithalten und war nur 0,9 Sekunden langsamer als der Franzose.

 

Auf Rang drei folgte erneut Thierry Neuville (Ford), Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) fiel etwas zurück und rutschte im Gesamtklassement auf den sechsten Platz ab. Zum Ende des Tages folgt noch die dritte von insgesamt 22 Wertungsprüfungen, Clocaenog 1 über 7,52 Kilometer, dann haben die Fahrer für heute Feierabend. 

 

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20:35 Uhr (MEZ)

Doppelführung in der Dunkelheit.

 

Auch bei der letzten Rallye des Jahres läuft es für Volkswagen Motorsport zum Auftakt nach Plan: Trotz der bereits feststehenden Weltmeister-Titel für Sébastien Ogier, Beifahrer Julien Ingrassia und das Team in der Konstrukteurs-Wertung gehen die Piloten in ihren Polo R WRC bei der Wales Rally GB ans Limit.

 

Die erste Wertungsprüfung Gwydyr über 6,95 Kilometer gewann Ogier (Polo R WRC #8) mit 1,3 Sekunden Vorsprung vor Jari-Matti Latvala (#7). Andreas Mikkelsen (#9) rundete das nahezu perfekte Ergebnis für Volkswagen Motorsport auf Rang vier ab. Nur Thierry Neuville (Ford) drängte sich in der Dunkelheit als Dritter zwischen das Trio.

 

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14:50 Uhr (MEZ)

„Mal was anderes ausprobieren“:
Latvala zieht die 1, Ogier die 2.

Die Volkswagen Piloten Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) und Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) starten an der Spitze des Feldes in die ersten Wertungsprüfungen der Wales Rally GB. Ogier hatte als Trainingsschnellster die erste Wahl, entschied sich aber freiwillig für Startposition zwei. „Jeder hat damit gerechnet, dass ich die eins nehme. Aber ich wollte einfach mal was anderes ausprobieren“, begründete der Franzose mit einem Augenzwinkern.

 

Teamkollege Latvala zog dagegen die erste Startposition. „Ich denke, es wird weiter regnen und die Pisten werden richtig matschig“, sagte der Finne. „Dann wäre die erste Startposition ein Vorteil.“ Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) geht als Neunter in die erste Etappe.


12:20 Uhr (MEZ)

Ogier schlägt Neuville um Haaresbreite.

Spannender Auftakt zur Wales Rally GB. Für Sébastien Ogier (Polo R WRC #8) und Thierry Neuville (Ford) blieben im Qualifying die Uhren bei derselben Zeit stehen: 1.52,7 Minuten. Erst die genauere Kontrolle der Stoppung zeigte, dass Ogier ganz knapp die Nase vorn hatte – er war sieben Hundertstelsekunden schneller als Neuville. „Ich war bei dieser Rallye in der Vergangenheit immer gut, aber irgendwie hat es noch nie mit dem Sieg geklappt“, sagte Ogier. „Ich hoffe, dieses Mal ist es so weit.“


Bei typisch britischem Regenwetter waren die beiden 1,8 Sekunden schneller als Evgeny Novikov (Ford). Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #7) folgte mit 2,1 Sekunden Rückstand auf Rang vier. Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC (#9) belegte Rang neun. Um 14:30 Uhr (MEZ) müssen sich die Fahrer entscheiden, von welcher Startposition aus sie die drei Wertungsprüfungen am heutigen Donnerstag in Angriff nehmen wollen.


10:00 Uhr (MEZ)

Die Wertungsprüfungen des Tages.


09:30 Uhr (MESZ)

Mikkelsen hat 4.000 neue Beifahrer – Polo R WRC des Norwegers erstmals im Fan-Look.

 

Andreas Mikkelsen und Copilot Mikko Markkula sind bei der Rallye Großbritannien nicht alleine an Bord ihres Polo R WRC mit der Startnummer 9. Die Karosserie zieren beim Saisonfinale knapp 4.000 Fotos von Rallyefans, die über das Internet gesammelt wurden. „Diese Geste ist eine Verbeugung vor den Fans von Volkswagen, die uns und unsere Teamkollegen das ganze Jahr über unterstützt haben“, erklärte Mikkelsen.

Vorberichte


Dienstag, 12.11.2013


16:15 Uhr (MEZ)

„Ich fühle mich im Polo R WRC wohler als je zuvor.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #7

„Die Rallye Großbritannien ist wie eine zweite Heimrallye für mich. Ich bin 2002 in Wales zum ersten Mal in der Rallye-WM gestartet. Trotz des oftmals schlechten und herausfordernden Wetters habe ich großartige Erinnerungen an die Rallye. Das Profil der Prüfungen und der Rhythmus sind einmalig. Ich mag schnelle Strecken – und dies ist definitiv eine schnelle Rallye. Ich freue mich riesig auf die Rallye und kann sie ganz entspannt angehen. Natürlich möchte ich ums Podium kämpfen, weil es immer noch um den zweiten und dritten Platz in der Fahrer-Wertung geht. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir keinen Druck haben, weil wir uns bereits die Hersteller-Weltmeisterschaft gesichert haben. Ich werde so schnell wie möglich fahren und die letzte Rallye in dieser Saison einfach genießen.“

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #8
„Ich bin mir sicher, dass wir die Rallye Großbritannien genießen werden. Denn sie ist die erste Rallye des Jahres, bei der wir keinen Druck verspüren. Keine Taktik, nur Vollgas von der ersten Minute an. Volkswagen hat die Hersteller-Wertung gewonnen, Julien und ich die Fahrer- und Beifahrer-Wertung. Die Rallye gehörte nie zu meinen Lieblingsveranstaltungen, aber mit zunehmender Erfahrung wächst auch mein Selbstvertrauen hier. Einige Dinge sind eher unwirtlich: die niedrigen Temperaturen, Regen, Nebel und Matsch auf den Straßen in den Wäldern von Wales. Das klingt wie das Rallye-Paradies für meine Teamkollegen – und ich muss ihnen zustimmen. Es gibt womöglich keine bessere Art, die Saison zu beenden, als mit einem Sieg bei der Rallye in Wales. Das ist also mein Ziel.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Die Rallye Großbritannien ist ein besonderer Ort für mich. Ich war 17, als ich angefangen habe, Rallyes zu fahren. Ich habe aber die meisten Erfahrungen ein Jahr später und 2010 gesammelt, als wir in Wales die SWRC gewonnen haben. Es gibt für uns ein paar neue Wertungsprüfungen. Das spielt mir jedoch sehr in die Karten. Vor allem die Wertungsprüfung ‚Great Orme‘, die in diesem Jahr wieder auf dem Plan steht. Seit 2006 halten wir bei dieser Prüfung den Rekord. Ein großartiges Gefühl, an diesen speziellen Ort zurückzukehren. Es wäre super, wenn wir zum Abschluss der Saison ein gutes Resultat erzielen würden. Zurzeit fühle ich mich im Polo R WRC wohler als jemals zuvor.“


Freitag, 08.11.2013


12:00 Uhr (MEZ)

Latvala auf der Jagd – der Finne kann beim Saisonfinale noch Vize-Weltmeister werden.

Volkswagen, Sébastien Ogier und Julien Ingrassia sind schon Weltmeister. Jetzt geht es um den Ehrentitel des Vize-Champions. Diese Position kann Jari-Matti Latvala beim Saisonfinale in Großbritannien noch erreichen. Vor der Wales Rally GB, wie der britische WM-Lauf offiziell heißt, beträgt sein Rückstand auf den momentanen Tabellenzweiten Thierry Neuville (Ford) exakt 14 Punkte. „Schwierig, aber machbar“, fasst Latvala zusammen.

Vertraut man der Statistik, stehen die Chancen für den Finnen im Team von Volkswagen Motorsport gar nicht so schlecht. Es müsste nur eine Wiederholung des Ergebnisses aus dem vergangenen Jahr gelingen. Damals landeten Latvala und Beifahrer Miikka Anttila ihren insgesamt zweiten Sieg in Großbritannien, Neuville wurde nur Siebter. Ein identischer Ausgang würde Latvala jetzt zum Vize-Weltmeister küren.

Allerdings werden die Karten dieses Mal gleich in mehrerer Hinsicht neu gemischt. Nicht nur, dass Latvala inzwischen einen Polo R WRC fährt. Außerdem fand die Wales Rally GB 2012 im vergleichsweise milden September statt. Jetzt ist sie zurückgekehrt zu ihrem traditionellen November-Termin. Stürmisches Spätherbstwetter mit waagerecht fallendem Regen oder dichtem Nebel, oft knöcheltief aufgeweichte Wertungsprüfungen und früh hereinbrechende Dunkelheit machen in Verbindung mit stellenweise sehr hohem Tempo die Wales Rally GB zu einer ganz besonderen Herausforderung. „Trotzdem ist sie eine meiner Lieblingsrallyes“, sagt Latvala.

2012 musste sich Latvala auf dem Weg zum Sieg auch noch nicht mit Sébastien Ogier beschäftigen. Der Franzose fuhr damals einen Škoda Fabia in der Kategorie Super 2000. Eine Fahrzeugklasse, die er zwar nach Belieben beherrschte, die aber eben nicht für den Gesamtsieg in Frage kam.


Zu welchen Leistungen Ogier auf den schmierigen Wertungsprüfungen in Wales fähig ist, zeigte vielleicht besser das Jahr 2008. Damals startete er gemeinsam mit Beifahrer Julien Ingrassia zum ersten Mal in einem World Rally Car (WRC) – und fuhr auf den teilweise sogar vereisten Pisten der etablierten Konkurrenz auf Anhieb um die Ohren. „Der Sieg in Großbritannien fehlt mir noch in meiner Sammlung“, hat der Weltmeister angekündigt.

Für Andreas Mikkelsen, der wie gewohnt einen dritten Polo R WRC pilotiert, gehört die Rallye Großbritannien zu den WM-Läufen, mit denen er die meiste Erfahrung hat. 2007 feierte der Norweger hier sogar seine persönliche WM-Premiere. Sein bisher bestes Ergebnis – 2010 Gesamtzehnter im Super-2000-Fahrzeug – will er dieses Mal unbedingt übertreffen.

Auf dem Programm stehen 22 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von rund 312 Kilometern. Einige der kürzeren, darunter das Finale am sogenannten „Great Orme“, sind asphaltiert. Weil die Wales Rally GB aber offiziell eine Schotter-Veranstaltung ist, muss auch hier mit Schotter-Reifen gefahren werden. Eine gute Show, zum Beispiel auf den von Zuschauer stark frequentierten Prüfungen in den Parks, ist also garantiert.


Freitag, 01.11.2013


10:20 Uhr (MEZ)

„Wir versuchen das Optimum zu treffen.“ Interview mit Will Pickford, Technischer Motorsport Manager bei Castrol.


Herr Pickford, Volkswagen Motorsport hat gleich in seiner Debütsaison in der Rallye-Weltmeisterschaft alle drei möglichen Titel geholt. Inwieweit war Castrol als technischer Partner in die Entwicklung des WRC-Polo eingebunden?
Das technische Motorsport-Team von Castrol war bereits lange vor dem Debüt intensiv in das Motoren-Entwicklungsprogramm des Polo R WRC eingebunden und hat ein spezielles Racing-Öl von Volkswagen Motorsport unter Höchstbelastung testen lassen.

Unterscheidet sich das Öl für den Polo R WRC von Serienölen im freien Verkauf?
Die speziellen Racing-Öle werden ausschließlich für den Motorsport entwickelt, da sie weder verlängerte Ölwechselintervalle ermöglichen noch die Standards eines Straßenautos erfüllen müssen. Dadurch kann das Öl optimal auf die Anforderungen ‚Power‘ und ‚Protection‘ (Schutz) unter Extrembedingungen ausgerichtet werden. Allerdings ist dies genau die Philosophie, die auch in die Entwicklung des Serienprodukts Castrol EDGE einfließt: die besten verfügbaren Technologien nutzen, um das beste Öl für die jeweilige Anforderung zu formulieren.

Werden für die verschiedenen Rallye-Einsätze auch verschiedene Öle benutzt? Es gibt zum Teil ja extreme Temperaturunterschiede von minus 12 Grad bei der Rallye Monte Carlo bis hin zu 32 Grad plus bei der Rallye Italien.
Wir haben grundsätzlich zwei verschiedene Motorenöle für die Anwendung in der WRC im Einsatz. Das hilft dem Team, die Leistung des Motors bei heißen und kalten Rennbedingungen zu optimieren. Zusätzlich wird die Effektivität der Motorkühlung bei jedem Event vom Team überprüft und entsprechend abgestimmt.

Was waren die Herausforderungen bei der Entwicklung des Öls? Wie lange dauert so etwas?
Die größte Herausforderung ist es, ein Öl zu entwickeln, das die Leistungsfähigkeit des Motors unter extremen Betriebsbedingungen maximiert, ohne die Haltbarkeit zu gefährden. Hier handelt es sich um einen klassischen Zielkonflikt und wir versuchen das Optimum zu treffen. Bei der Entwicklung eines Racing-Öles ist es entscheidend, die Balance zwischen minimalem Reibungswiderstand und hinreichender Standfestigkeit im Rennen zu treffen. Das haben wir in umfangreichen Prüfstands- und Praxistests mit Volkswagen Motorsport vor Saisonbeginn geschafft. Die gemeinsame Schmierstoffentwicklung mit dem WRC-Team hat rund sechs bis neun Monate gedauert.

Mit einer Leistung von 315 PS bei gerade einmal 1,6 Litern Hubraum ist der WRC-Polo ein Paradebeispiel für den aktuellen Downsizing-Trend bei den Motoren. Verändert das Downsizing die Anforderungen an das Motoröl?
Eine große Veränderung, die mit dem Downsizing-Trend einhergeht, ist die Verkleinerung der Ölwanne, was dazu führt, dass insgesamt weniger Öl verwendet wird. Dadurch steigen die Anforderungen an das vorhandene Öl in mehrerer Hinsicht: Die relativ hohe spezifische Leistung dieser Motoren führt zum Beispiel zu einer erhöhten Wärmeabgabe an den Schmierstoff, zu höheren Druckbelastungen an den Lagern sowie zu vermehrtem Kraftstoffeintrag ins Öl. All diese Faktoren wiederum verringern die Lebensdauer des Schmierstoffes.

 

Gibt es ein Reglement, das vorschreibt, wie viel Liter Öl zu einem WRC-Lauf mitgebracht werden dürfen?
Schmierstoffe unterliegen – anders als die Motoren oder auch der Kraftstoff – keinerlei technischen oder sportlichen Regulierungen. Als Konsequenz ergibt sich daraus ein gehöriges Leistungssteigerungspotenzial, das wir versuchen, zu unseren Gunsten zu nutzen.

 

Was passiert bei zu niedrigem Ölstand während einer laufenden WP? Gibt es Servicefahrzeuge, die im Notfall helfen?
Es besteht bei den Rennen kein übermäßiger Ölverbrauch, sodass ein Nachfüllen normalerweise nicht erforderlich ist. Alle Flüssigkeitsstände werden bei den planmäßigen Serviceterminen zwischen den Wertungsprüfungen überprüft.

 

Wie oft wird das Öl während einer laufenden Rallye gewechselt?
Das Öl wird jeweils bei den turnusmäßigen Serviceterminen nach den jeweiligen Rallyes gewechselt. Dies ist auch erforderlich, da sich in der Regel überproportional viel Kraftstoff im Motorenöl ansammelt. Das liegt daran, dass das in den WRC-Polo zum Einsatz kommende Anti-Lag-System (ALS) für den Turbolader zur Ölverdünnung führt und damit die Arbeitsviskosität und Belastbarkeit des Öles reduziert wird. Mit einem Ölwechsel wird der Kraftstoff entfernt und die Viskosität wiederhergestellt.

 

Werden spezielle Ölfilter benutzt? Falls ja, inwiefern unterscheiden sich diese von Serientypen?
Nein, wir benutzen ganz normale Pkw-Ölfilter.

 

Wird das Öl (analog zur Formel 1) vor einem Kaltstart auf Betriebstemperatur erwärmt?
Nein, das ist bei WRC-Rennen nicht möglich und deshalb auch eine Herausforderung für den Schmierstoff, da der Motor und das Öl über viel breitere Temperaturbereiche arbeiten müssen.


Streckenprofil

DIE SCHLAMMSCHLACHT.

Weitere Aussichten: Matsch, Matsch, Matsch.

Die Fahrt durch die walisischen Wälder wird schnell zum „Blindflug“.

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Länderprofil

Großbritannien in Zahlen.

Ausgewählte Fakten zum Gastgeberland der WRC.

Geographie, Klima, Wirtschaft, Auto und Verkehr: Großbritannien im Portrait.

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