Rallye Monte Carlo 2014.

 

Dramatischer Auftakt, Wetterchaos und der erste Sieg der Saison.

 

Volkswagen Motorsport feiert den ersten Sieg der WRC-Saison 2014. Sébastien Ogier und Co-Pilot Julien Ingrassia sind die Gewinner der Rallye Monte Carlo 2014. Der Klassiker zum Auftakt hatte auch in diesem Jahr alles zu bieten, was Fans erwarten: einen furiosen Auftakt, Wetterkapriolen und eine grandiose Aufholjagd des amtierenden Weltmeisters.

 

Die „Monte“ erwischte die Rallyepiloten kalt – im wahrsten Sinne des Wortes: Plötzlich einsetzender Winter in den französischen Seealpen und Starkregen in den Tälern machten den ersten Rallyetag zur Herausforderung. Die drei Volkswagen Piloten Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen wählten anhand der Wetterdaten zunächst die fast profillosen Asphaltreifen. Unerwarteter Schnee auf der Strecke machte dem Trio zu schaffen: Nach den ersten drei Wertungsprüfungen lag das Duo Ogier/Ingrassia nur auf Rang neun, da die Konkurrenz bei der Reifenwahl ein besseres Händchen bewiesen hatte.

Ab der fünften WP zeigten Séb und Julien dann aber ihre Klasse. Die beiden starteten eine fantastische Aufholjagd, gewannen insgesamt sieben WPs, übernahmen schon ab Mitte der Rallye die Führung im Gesamtklassement – die sie bis zum Ende stetig ausbauten. Am finalen Rallye-Samstag schlug der Winter dann noch einmal richtig zu. Der zweite Durchgang der legendären WP am Col de Turini musste sogar abgesagt werden. Auf der Strecke lag so viel Schnee, dass die Prüfung wegen steckengebliebener Rallye-Cars unmöglich war. „Was für ein perfekter Saisonauftakt! Das Team hat einen fantastischen Job gemacht. Ich bin überglücklich. Die Rallye Monte Carlo bei diesen schwierigen Bedingungen zu gewinnen, ist ein großartiges Gefühl“, freute sich der strahlende Sieger Ogier.

 

Teamkollege Jari-Matti Latvala und Beifahrer Miikka Anttila kämpften sich von der 18. auf die fünfte Position der Gesamtwertung vor. Während der Rallye lagen sie drei Mal unter den Top Drei der WP-Ergebnisse, drei Mal fuhren sie die Bestzeit – unter anderem in der finalen Powerstage, bei der wichtige Extrapunkte vergeben werden.  „Ich bin wirklich zufrieden mit Platz fünf. Dieses Ziel hatten wir uns von Anfang an gesetzt, nun habe ich endlich meine schwarze Serie bei der Rallye Monte Carlo beendet“, sagte Latvala. „Die Prüfungen in den Bergen waren ein hartes Stück Arbeit, und es hat sich gelohnt. Wir haben wichtige Punkte eingefahren. Besonders über die drei Extra-Zähler in der Powerstage freue ich mich.“

 

Auch das dritte Volkswagen Gespann Andreas Mikkelsen und Mikko Markkula landete mit einem siebten Platz in den Punkten und kassierte sechs WM-Zähler. Ein starkes Ergebnis für die erste Teilnahme an der Rallye Monte Carlo. „Eine unfassbar anstrengende Rallye für uns. Es gab so viele Bedingungen, unter denen wir noch nie angetreten sind. Wir sind wie viele andere mit Slicks im Schnee und mit Spikes im Regen gefahren. Definitiv war die Reifenwahl enorm schwierig. Aber ich habe sehr viel bei der Rallye Monte Carlo gelernt. Ich bin sehr froh, dass wir sie in den Punkten beendet haben“, lautete das Fazit des erschöpften Mikkelsen nach der Ankunft im Ziel.


Furiose Aufholjagd: erster Sieg bei der Rallye Monte Carlo. Das Video.


Rallye Monte Carlo 2014: Endergebnis

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:55:14.4 0.0  
2 B. Bouffier / X. Panseri 3:56:33.3 +1:18.9  
3 K. Meeke / P. Nagle 3:57:08.7 +1:54.3  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:59:08.3 +3:53.9  
5 J. Latvala / M. Anttila 4:01:22.7 +6:08.3  
6 E. Evans / D. Barritt 4:03:51.8 +8:37.4  
7 A. Mikkelsen / M. Markkula 4:06:56.7 +11:42.3  
8 J. Melichárek / E. Melichárek 4:17:10.6 +21:56.2  
9 M. Gamba / N. Arena (S 2000) 4:19:05.1 +23:50.7  
10 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC2) 4:20:57.5 +25:43.1  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Monte Carlo des Jahres 2014 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Können, Präzision und eine Prise Wahnsinn.
Onboard mit Sébastien Ogier und Julien Ingrassia. Das Video.

Dienstag, 21.01.2014


14:50 Uhr (MEZ)

„Mein Vater hat mich für verrückt gehalten“.

 

Die Rallye Monte Carlo aus der Sicht von Sieger Sébastien Ogier.

 

Was für eine unglaubliche Rallye! Dass wir nach dem Schlamassel vom Donnerstagmorgen doch noch den Sieg geschafft haben, zeigt mal wieder, warum die Rallye Monte Carlo so legendär und faszinierend ist – und dass man bei der „Monte“ nie aufgeben darf.


Als wir am Donnerstag gegen 6:00 Uhr unsere Reifenwahl trafen, war weit und breit noch kein Schnee zu sehen und auch mein Eisspion Nicolas Vouilloz hatte nur von feuchter Fahrbahn berichtet. Also ließen wir vier superweiche Slicks aufziehen und packten einen Ersatzslick ein. Kaum waren wir aus dem Servicepark raus, rief mich mein Vater François an und sagte: „Bist du verrückt, hier oben fängt es gerade an zu schneien!“ Ich meinte nur: „Klasse, hättest du nicht ’ne halbe Stunde früher anrufen können?“ Aber ehrlich gesagt, wenn man wie ich in dieser Gegend aufgewachsen ist, hätte man auch von selbst darauf kommen können.

 

„Zum Glück hat mein Polo R WRC den Aufprall ohne Schaden überstanden.“
Auf dem Weg zur Prüfung hatten wir noch perfekte Bedingungen, doch keine hundert Meter nach dem Start war plötzlich alles anders. Als wir in der ersten Kurve auf Glatteis gegen eine Brücke rutschten, dämmerte mir langsam, dass wir ein Problem haben. Zum Glück hat mein Polo R WRC den Aufprall ohne Schaden überstanden. Wir haben im Vergleich zum letzten Jahr verstärkte Komponenten in Radaufhängungen und Lenkung. Ohne die wäre die Rallye für uns wohl hier schon beendet gewesen!


Die dritte WP war noch schlimmer. Vom Col de Perty bergab war die Strecke etwa sechs Kilometer lang verschneit. Zeitweise sind wir mit Tempo 30 geschlichen. Zum Glück hatte die Konkurrenz bei der Reifenwahl den gleichen Fehler gemacht. Nur Bryan Bouffier hatte zwei Winterreifen dabei, die er aber eigentlich gegen Aquaplaning auf nasser Piste verwenden wollte. Er hat die „Monte“ ja schon einmal gewonnen und kennt sich daher mit den Straßenverhältnissen sehr gut aus. Respekt vor seiner Leistung, die ihn auf Rang zwei gebracht hat.

 

„Was Robert Kubica gezeigt hat, war große klasse.“
Gratulation auch an Kris Meeke für den dritten Platz! Und auch, was Robert Kubica gezeigt hat, war große klasse. Er ist definitiv eine Bereicherung für die Weltmeisterschaft. Besonders auf Asphalt ist sein Speed enorm, da merkt man seine Formel-1-Vergangenheit. Schade, dass er nicht bis ins Ziel gekommen ist, er hätte es verdient gehabt. Und natürlich auch schade, dass Hyundai so früh raus war. Aber ihre Splitzeiten waren gut, ich bin gespannt, wie stark sie in Schweden sind.


Am Donnerstag nachmittag waren Julien und ich Gesamtsiebte, knapp 1.20 Minuten hinter Bouffier. Da war uns klar, dass wir ein hartes Stück Arbeit vor uns haben. Aber wir wussten: Noch ist nichts verloren! Wir setzten uns mit dem Team zusammen und motivierten uns gegenseitig. Wir hatten so eine Jetzt-erst-recht-Stimmung. Es war aber klar, dass wir uns jetzt keine Fehler mehr erlauben durften.

 

„Die Schneemassen auf dem Col de Turini waren der Wahnsinn.“
Schritt für Schritt haben wir uns wieder Richtung Spitze gearbeitet und kamen am Freitagabend als Führende nach Monaco. Damit hatten wir für die Abschlussetappe am Samstag den Vorteil, Reifenwahl und Tempo auf Bryan und Kris abstimmen zu können, die jeweils direkt vor uns starteten. Der Servicepark lag übrigens direkt am Yachthafen – eine coole Kulisse. Trotzdem waren die letzten vier WPs kein Spaziergang. Die Schneemassen auf dem Col de Turini (WP 12 und 14) waren der Wahnsinn. Und auf der Powerstage sah man vor lauter Regen und Nebel kaum den Asphalt. Ich war wirklich erschöpft, als wir ins Ziel kamen. Aber glücklich!


Im Rückblick war diese „Monte“ ein ganz außergewöhnliches Erlebnis für mich. Zwar habe ich die Rallye 2009 schon einmal gewonnen, aber damals war sie Teil der Intercontinental Rally Challenge (IRC), zu dieser Zeit praktisch die zweite Liga. Als WM-Lauf ist das Ganze doch noch einmal eine andere Nummer. Allein schon, den Siegerpokal von Fürst Albert vor dem Schloss in Monaco überreicht zu bekommen, ist ein großartiges Erlebnis.

 

„Dieser Sieg ist einer der schönsten meiner Karriere.“
Und dann ist da natürlich noch mein Heimatort: Gap. Dass die Rallye in Gap startete, war für mich natürlich etwas ganz Besonderes. Früher, als kleiner Junge, habe ich dort mit meinem Vater die Rallye-Helden bewundert und davon geträumt, selbst einmal dazuzugehören. Neben meinem Vater, meiner Mutter Chantal und meiner Schwester Virginie waren auch viele, viele Verwandte und Freunde da, um mich anzufeuern. Daran habe ich auf dem Siegerpodest im Fürstenpalast gedacht und deshalb ist dieser Sieg einer der schönsten meiner Karriere.

Sonntag, 19.01.2014


Samstag, 18.01.2014


Schnee, Schweiß und ein Bier.
Dramatischer Auftakt und eine furiose Aufholjagd: erster Sieg bei der Rallye Monte Carlo. Das Video.


Aktuelle Bilder (24)
23:55 Uhr (MEZ)


Stand nach 15 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:55:14.4 0.0  
2 B. Bouffier / X. Panseri 3:56:33.3 +1:18.9  
3 K. Meeke / P. Nagle 3:57:08.7 +1:54.3  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:59:08.3 +3:53.9  
5 J. Latvala / M. Anttila 4:01:22.7 +6:08.3  
6 E. Evans / D. Barritt 4:03:51.8 +8:37.4  
7 A. Mikkelsen / M. Markkula 4:06:56.7 +11:42.3  
8 J. Melichárek / E. Melichárek 4:17:10.6 +21:56.2  
9 M. Gamba / N. Arena (S 2000) 4:19:05.1 +23:50.7  
10 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC2) 4:20:57.5 +25:43.1  

23:58 Uhr (MEZ)

Was für ein perfekter Saisonauftakt!“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Was für ein perfekter Saisonauftakt! Das Team hat einen fantastischen Job gemacht. Ich bin überglücklich. Die Rallye Monte Carlo bei diesen schwierigen Bedingungen zu gewinnen, ist ein großartiges Gefühl. Ich wollte hier bei meiner Heimrallye unbedingt gewinnen. Den Sieg werde ich gebührend feiern – mit meiner Familie, meiner Freundin Andrea und der ganzen Volkswagen Mannschaft.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich bin wirklich zufrieden mit Platz fünf. Dieses Ziel hatten wir uns von Anfang an gesetzt, nun habe ich endlich meine schwarze Serie bei der Rallye Monte Carlo beendet. Die Streckenbedingungen waren teilweise sehr, sehr schwierig und genauso die Reifenwahl, bei der wir zu Beginn nicht richtig lagen. Wir haben wichtige Punkte eingefahren. Besonders über die drei Extra-Zähler in der Powerstage freue ich mich. Jetzt gehen wir mit großer Zuversicht die Rallye Schweden an.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Eine unfassbar anstrengende Rallye für uns. Es gab so viele Bedingungen, unter denen wir noch nie angetreten sind. Wir sind wie viele andere mit Slicks im Schnee und mit Spikes im Regen gefahren. Definitiv war die Reifenwahl enorm schwierig. Aber ich habe sehr viel bei der Rallye Monte Carlo gelernt. Ich bin sehr froh, dass wir sie in den Punkten beendet haben. Das war von Beginn an unser Ziel und ich bin immer noch platt, wie schwer es zu erreichen war.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Ich bin heute sehr stolz auf die gesamte Mannschaft. Fahrer, Beifahrer, Ingenieure, Mechaniker haben einen herausragenden Job gemacht. Sébastien Ogier war einfach Meisterklasse, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen haben ebenfalls einen großartigen Job gemacht. Alle drei Polo R WRC in den Punkten zu haben und als Team erstmals die legendäre ‚Monte‘ gewonnen zu haben ist ein herausragender Erfolg.“


22:10 Uhr (MEZ)

Viel besser hätte die Saison 2014 für das erfolgsverwöhnte Duo Volkswagen Motorsport und Sébastien Ogier gar nicht beginnen können. Bei der traditionsreichen Rallye Monte Carlo feierte der Franzose einen souveränen Auftaktsieg und unterstrich damit sein klar formuliertes Ziel, den Weltmeister-Titel verteidigen zu wollen. Ganz nebenbei war es für den 30-Jährigen nach den neun Erfolgen im vergangenen Jahr der zehnte Rallye-Sieg im Polo R WRC. Die neue Saison begann also gleich mit einem kleinen Jubiläum für Ogier und Volkswagen Motorsport.

 

Für den zehnten Triumph benötigte das Erfolgs-Duo insgesamt nur 14 Rallyes. Den ersten Sieg hatte Ogier vor nicht einmal einem Jahr, am 10. Februar 2013, bei der Rallye Schweden gefeiert. Bei der „Monte“ hatte es in der vergangenen Saison zum Auftakt bereits zu einem starken zweiten Platz hinter Rekord-Weltmeister Sébastien Loeb gereicht.

 

Bei der diesjährigen Rallye Monte Carlo konnten die Volkswagen Piloten zusammen außerdem zehn der 15 Wertungsprüfungen gewinnen. Während Ogier auf sieben Teilabschnitten die Bestzeit fuhr, konnte Teamkollege Jari-Matti Latvala immerhin drei WP-Siege verbuchen. Mit diesem Schnitt kann es Anfang Februar in Schweden gerne weitergehen.

 


22:00 Uhr (MEZ)

Ogier und Ingrassia gewinnen die Rallye Monte Carlo – Latvala Sieger der Power Stage.

Was für ein toller Erfolg für Volkswagen Motorsport! Sébastien Ogier und Co-Pilot Julien Ingrassia holen für das Team den ersten Sieg bei der Rallye Monte Carlo. Nach einem schwierigen Auftakt am Donnerstag startete Séb eine grandiose Aufholjagd, kämpfte sich zurück an die Spitze und gab die Führung bis zum Schluss nicht mehr ab.

„Das war ein hartes Wochenende. Auf den letzten Kilometern war es auch noch neblig“, berichtete der amtierende Weltmeister bei der Zieleinfahrt. Die Strapazen haben sich auf jeden Fall gelohnt – ein Sieg bei der „Monte“ ist der Traum eines jeden Rallye-Piloten.

Teamkollege Jari-Matti Latvala holte die Bestzeit auf der finalen Power Stage (Sospel–Breil–sur–Roya 2) und damit drei Extrapunkte. Ogier brauchte nur 0,2 Sekunden länger und kassierte als Zweitschnellster zwei zusätzliche Zähler.

Hut ab auch vor der Leistung des Privatfahrers Bryan Bouffier, der im Ford seinen zweiten Platz halten konnte. Auch Citroën-Mann Kris Meeke ließ nichts mehr anbrennen und steht als Drittplatzierter auf dem Podium. Mads Østberg (Citroën) wurde Vierter, Latvala landete auf Gesamtrang fünf. Andreas Mikkelsen kam hinter Ford-Fahrer Elfyn Evans auf den siebten Platz.
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


21:00 Uhr (MEZ)

Ein Königreich für einen Schneepflug.

Rallye-Autos im Stau – das gibt es nicht alle Tage. Im zweiten Durchgang der legendären Wertungsprüfung am Col de Turini (La Bollène Vésubie–Moulinet) ging plötzlich gar nichts mehr: Der als Erster in die Prüfung gestartete Jaroslav Melichárek (Ford) blieb im Schnee stecken und blockierte die Strecke.

Auch Andreas Mikkelsen steckte fest: „Etwa einen Kilometer vor der Passhöhe am Col de Turini gab es kein Weiterkommen mehr, alle standen im Stau. Die Zuschauer haben es schließlich geschafft, Melicháreks Auto aus dem Schnee zu ziehen“, berichtete der Norweger.

Auch Teamkollege Jari-Matti Latvala war verblüfft: „Es liegen Unmengen Schnee auf der Strecke. Ich frage mich, wie die frontgetriebenen Fahrzeuge den Pass hochkommen wollen.“

Die Veranstalter reagierten und sagten die WP kurzerhand ab. Alle Fahrzeuge passieren den 23,4 Kilometer langen Abschnitt nun unter Gelb, eine Zeitnahme findet nicht statt.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


17:50 Uhr (MEZ)

Und jetzt das Ganze bei Dunkelheit.

 

Die Wertungsprüfungen des Nachmittags werden am Abend noch einmal gefahren.

 

Die erste Schleife über die beiden Wertungsprüfungen des Samstags brachte keine Veränderungen im Gesamtklassement. Alle Top-Fahrer waren sich in ihrer Reifenwahl einig. „Wir sind mit vier Spikereifen die Prüfung über den Col de Turini gefahren und haben anschließend auf zwei Winterreifen hinten gewechselt“, erklärte Spitzenreiter Sébastien Ogier (Polo R WRC #1).

 

Weil Attacken des Zweitplatzierten Bryan Bouffier ausblieben, konzentrierten sich Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia darauf, ihren Aufschrieb für die Wertungsprüfung Sospel–Breil-sur-Roya zu optimieren. Die wird um 21:05 Uhr zum Abschluss als sogenannte Power Stage noch einmal gefahren, dabei werden Extra-Punkte vergeben. „Wenn ich an den Zwischenzeiten sehe, dass wir eine Chance auf die Bestzeit haben, werde ich versuchen, die drei Punkte für den WP-Sieg zu holen“, sagte Ogier.

 

Anders als der Teamkollege montierte Jari-Matti Latvala die Spike- und Winterreifen auf seinem Polo R WRC #2 über Kreuz. „Ich habe mir davon ein etwas stabileres Fahrverhalten versprochen“, verriet der Finne. An einer Stelle rutschte sein Polo R WRC trotzdem leicht gegen eine Mauer. „Zum Glück wurde dabei nur der Stoßfänger leicht beschädigt.“ Erstaunlicherweise kamen die Fahrer mit den Winter- bzw. Spikereifen auf der nassen Piste recht gut zurecht. „Nur wenn richtig Wasser auf der Straße steht, tritt Aquaplaning auf“, beschrieb Latvala, der seinen Vorsprung vor den beiden Ford-Piloten Elfyn Evans und Mikko Hirvonen leicht ausbauen konnte.

 

Für Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) geht das Lernprogramm weiter. „Gerade bin ich einmal im Hellen über den Col de Turini gefahren. Jetzt bin ich mal gespannt, wie das Ganze bei Dunkelheit aussieht“, blickte der Norweger voraus auf die abschließende Schleife. Einfach wird’s jedenfalls nicht – auf dem Col de Turini schneit es noch immer.


Stand nach 13 von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:44:32.7 0.0  
2 B. Bouffier / X. Panseri 3:45:33.9 +1:01.2  
3 K. Meeke / P. Nagle 3:46:22.3 +1:49.6  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:48:05.7 +3:33.0  
5 J. Latvala / M. Anttila 3:50:41.2 +6:08.5  
6 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:52:03.4 +7:30.7  
7 E. Evans / D. Barritt 3:52:05.4 +7:32.7  
8 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:55:55.5 +11:22.8  
9 J. Melichárek / E. Melichárek 4:03:03.1 +18:30.4  
10 M. Gamba / N. Arena (S 2000) 4:07:07.4 +22:34.7  

16:25 Uhr (MEZ)

Mehr als eine Minute Vorsprung für Ogier:

noch 40 Kilometer bis zum Auftaktsieg.

 

Auf der 16,55 Kilometer langen WP 13 (Sospel–Breil-sur-Roya 1), die am Abend zum Abschluss der Rallye Monte Carlo bei Dunkelheit noch einmal als Power Stage gefahren wird, gewann Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 seine siebte Wertungsprüfung beim Saisonstart rund um das Fürstentum. Der Weltmeister aus Frankreich verwies Kris Meeke (Citroën) mit 3,5 Sekunden Rückstand auf Rang zwei, Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) landete nur drei Zehntelsekunden hinter dem Briten auf dem dritten Platz.

 

In der Gesamtwertung führt Ogier zwei Wertungsprüfungen und 40 Kilometer vor dem Ziel mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute vor Bryan Bouffier (Ford). Meeke belegt mit fast zwei Minuten Rückstand auf den Volkswagen Piloten den dritten Platz. Latvala ist weiterhin Fünfter, Andreas Mikkelen (Polo R WRC #9) liegt auf Position acht.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


15:30 Uhr (MEZ)

Ogier macht das halbe Dutzend voll –

Latvala nur einen Wimpernschlag dahinter.

Neuer Tag, gleiches Bild: Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) dominiert nach anfänglichen Problemen am Donnerstag die Rallye Monte Carlo. Zum Auftakt der letzten Etappe gewann der 30 Jahre alte Franzose die zwölfte von 15 Wertungsprüfungen. Der Erfolg auf der 23,40 Kilometer langen La Bollène-Vésubie – Moulinet 1 ist bereits sein sechster WP-Sieg bei der „Monte“.

 

Nur einen Wimpernschlag (0,3 Sekunden) hinter Ogier kam Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) auf den zweiten Platz, Bryan Bouffier (Ford) wurde Dritter. In der Gesamtwertung führt Ogier weiterhin unangefochten vor Bouffier und Kris Meeke (Citroën). Latvala belegt Rang fünf, Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) ist Achter. Die Fahrer haben bei der Rallye Monte Carlo nur noch drei Wertungsprüfungen mit einer Gesamtstrecke von 56,5 Kilometern vor sich.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


11:27 (MEZ)

Es schneit wieder.


Die Abschlussetappe der Rallye Monte Carlo verspricht noch einmal Überraschungen.

Während im Hafen von Monaco die Autos auf die letzte Etappe vorbereitet werden, hat es in den Bergen oberhalb des Fürstentums angefangen, kräftig zu schneien. „Unter diesen Bedingungen ist meine Startposition optimal“, freute sich Spitzenreiter Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). Der Weltmeister startet am Nachmittag als Neunter in die letzten vier Wertungsprüfungen, hat also acht „Schneepflüge“ vor sich. 

 

Trotzdem glaubt Ogier, dass der Weg zum Sieg kein Spaziergang für ihn wird. „Bryan Bouffier ist sehr stark, auf ihn muss ich aufpassen.“ Der Ford-Privatfahrer geht direkt vor Ogier auf die Strecke. „Ich kann mein Tempo und meine Reifenwahl dadurch auf ihn ausrichten, das ist ein großer strategischer Vorteil“, sagte Ogier.  

 

Auf Unterstützung durch das Wetter muss auch Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) hoffen. Ein Reifenschaden in der fast 50 Kilometer langen WP 9 kostete den Finnen nicht nur über zwei Minuten, sondern brachte auch gleich mehrere Aha-Erlebnisse. „Wir haben den Reifen gewechselt und sind direkt hinter Elfyn Evans wieder losgefahren“, erzählte der Finne. Nach wenigen Kilometern lief der Polo R WRC auf den Fiesta auf. „Leider war die Strecke durch den Regen schon so dreckig, dass ich nicht dicht genug hinter ihm herfahren konnte. Jedes Mal, wenn ich es probiert habe, hat er uns die Windschutzscheibe voll Dreck geworfen, und ich habe nichts mehr gesehen“, beschrieb Latvala. Überholen war auf der engen Piste also unmöglich. In solchen Fällen werden die Beifahrer aktiv. Latvala-Copilot Miikka Anttila bat über Funk die Volkswagen Kommandozentrale, bei den Kollegen von Ford zu intervenieren. Wie sich das unter fairen Sportsleuten gehört, gab die Ford-Teamleitung Evans ein Signal, den deutlich schnelleren Latvala passieren zu lassen. So weit, so gut.

 

Dummerweise musste Latvala einen so großen Abstand halten, dass Evans jedes Mal, wenn er kurz zur Seite fuhr, gefühlt zu lange warten musste. Zudem waren seine Rückspiegel so stark verschmutzt, dass er unmöglich nach hinten schauen konnte. Also fuhr der Brite weiter – direkt vor die Nase von Latvala. Prompt kam wieder eine Aufforderung von seiner Teamleitung, den Polo R WRC passieren zu lassen. „Dieses Spiel haben wir ein paar Mal getrieben, bis es endlich geklappt hat“, berichtete Latvala. Im Ziel der WP sprachen sich die beiden Fahrer aus. „Er konnte wirklich nichts dazu“, nahm Latvala den Konkurrenten in Schutz. „Außerdem hatte ich durch den Reifenschaden schon so viel Zeit verloren, dass es auf die paar Sekunden auch nicht mehr ankam.“

 

Größer war da schon das Problem, dass der Polo R WRC mit der Nummer 2 nach dem Not-Reifenwechsel mit drei Winterreifen und einem Slick an der Vorderachse unterwegs war. „Das Fahrverhalten war sehr gewöhnungsbedürftig“, stapelte Latvala tief. „Linkskurven gingen ganz gut, in Rechtskurven ist ständig das Heck ausgebrochen.“ Latvala geht auf Rang fünf mit über einer Minute Rückstand auf Mads Östberg (Citroën) in die letzte Etappe. „Wenn das Wetter mitspielt, könnte ich noch eine Chance haben.” 

 

Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) wird mit jedem Kilometer schlauer. „Am Anfang der Rallye hatte ich keine Vorstellung davon, wie viel Traktion Slicks auf Schnee oder Winterreifen auf nasser Fahrbahn aufbauen“, sagte der Norweger, der erst einmal bei der Rallye Monte Carlo am Start war, damals aber nicht über die erste Wertungsprüfung hinauskam. „Inzwischen weiß ich, wo das Limit liegt.“ 

 

Mit rund dreieinhalb Minuten Rückstand auf den vor ihm platzierten Mikko Hirvonen (Ford) braucht Mikkelsen auf den vier WPs der Abschlussetappe kein unnötiges Risiko einzugehen. „Diese WPs kenne ich auch noch nicht. Für mich geht es also weiter darum, Erfahrungen zu sammeln und auf jeden Fall ins Ziel zu fahren.“  


05:00 Uhr (MEZ)

Samstag: die Wertungsprüfungen des Tages.

Freitag, 17.01.2014


Bestzeiten-Feuerwerk.
Sébastien Ogier kämpft sich bei schwierigen Bedingungen zurück an die Spitze.
Der Freitag. Das Video.


Aktuelle Bilder (18)
21:56 Uhr (MEZ)


Stand nach elf von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:14:51.3 0.0  
2 B. Bouffier / X. Panseri 3:15:42.4 +51.1  
3 K. Meeke / P. Nagle 3:16:29.9 +1:38.6  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:17:40.2 +2:48.9  
5 J. Latvala / M. Anttila 3:20:55.7 +6:04.4  
6 E. Evans / D. Barritt 3:21:05.8 +6:14.5  
7 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:21:35.0 +6:43.7  
8 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:25:08.2 +10:16.9  
9 J. Melichárek / E. Melichárek 3:30:52.1 +16:00.8  
10 M. Gamba / N. Arena (S 2000) 3:34:52.7 +20:01.4  

20:45 Uhr (MEZ)

Sind mit dem zweiten Tag zufrieden.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Heute hatten wir glücklicherweise eine clevere Wahl der Reifen. Die Bedingungen waren aber durch den starken Regen auch heute wieder extrem schwierig. Insgesamt sind wir mit dem zweiten Tag zufrieden, schließlich haben wir nicht nur den Rückstand verkürzt, sondern liegen vor dem Abschlusstag vor Bryan Bouffier in Führung.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Erneut ein ‚Monte‘-Tag mit Höhen und Tiefen, aber einem versöhnlichen Abschluss. Nach dem Service am Mittag fingen wir uns leider einen Reifenschaden ein und verloren viel Zeit. Die letzte Prüfung des Tages gewonnen und damit wieder Platz fünf erobert zu haben, motiviert uns für den letzten Tag. Die Top Fünf waren von Anfang an unser Ziel und wir sind auf Kurs.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Die Bedingungen auf der Strecke richtig einzuschätzen, war fast unmöglich. Viel Grip hier, stehendes Wasser oder spiegelglatte Passagen dort – alles ändert sich von Meter zu Meter schlagartig. Das haben wir auf der ersten WP des Nachmittags zu spüren bekommen. Mit Slicks hatten wir keine Chance, in einer sehr langsamen Kurve auf einer glitschigen Stelle einen Ausritt zu vermeiden. Zum Glück konnten wir weitermachen, doch wir haben viel Zeit verloren. Die letzte WP in der Dunkelheit sind wir supervorsichtig angegangen. Jetzt freue ich mich, dass ich in Monaco angekommen bin. Morgen stehen die legendären Prüfungen am Col de Turini an – für mich eine Premiere.“


19:30 (MEZ)

Er hat heute Gas gegeben wie kein anderer: Sébastien Ogier. Mit über 47 Sekunden Rückstand auf Ford-Mann Bryan Bouffier war der amtierende Weltmeister heute Morgen in die erste Wertungsprüfung des Tages gestartet. Der Franzose setzte seine bereits gestern gestartete Aufholjagd fort, fuhr mit dem Messer zwischen den Zähnen – und leistete sich auf den fünf WPs keinen Fehler. Das Resultat am Ende des Tages: Ogier liegt nun 51,1 Sekunden vor Bouffier und hat damit heute 1:38,4 Minuten gutgemacht. Eine klasse Leistung, Séb – Hut ab!


18:40 Uhr (MEZ)

Bestzeit für Latvala –
Ogier beendet Tag zwei mit sicherer Führung.

Die finale Wertungsprüfung des heutigen Freitags ist beendet – mit einem doppelten Erfolg für Volkswagen: Jari-Matti Latvala holte die Bestzeit von 13:55,8 Minuten auf dem 20,77 Kilometer langen Abschnitt von Clumanc nach Lambruisse. Knapp dahinter kam Teamkollege Sébastien Ogier ins Ziel. Der Franzose konnte seine Führung auf den Zweitplatzierten Bryan Bouffier (Ford) weiter ausbauen und liegt nun mit 51,1 Sekunden vorn. „Insgesamt ist es viel besser gelaufen als gestern“, lautete das zufriedene Fazit des Führenden.

Citroën-Mann Kris Meeke fuhr die drittbeste Zeit und behält auch im Gesamtklassement den dritten Platz, liegt aber über eineinhalb Minuten zurück.
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


15:30 Uhr (MEZ)

Sauber, Séb! Neue Bestzeit –

Vorsprung weiter ausgebaut.

„Bis jetzt läuft es sehr gut für uns“, freute sich der Führende Sébastien Ogier, nachdem er auf der zehnten Wertungsprüfung (Sisteron–Thoard) erneut die Bestzeit gefahren hatte. Der Franzose bremste allerdings den Optimismus etwas, indem er hinzufügte: „Heute Abend wartet noch eine schwierige WP (Clumanc–Lambruisse, Start um 18:00 Uhr) auf uns.“ Verfolger Bryan Bouffier kam als Zweitschnellster über die Linie, verlor allerdings weitere 11,4 Sekunden und liegt im Gesamtklassement nun bereits 22,6 Sekunden hinter dem amtierenden Weltmeister.

Jari-Matti Latvala manövrierte seinen Polo R WRC in 22:47,1 Minuten durch die verregnete Passage – 43,8 Sekunden langsamer als Spitzenreiter Ogier. Probleme hatte Andreas Mikkelsen, der in einer leicht vereisten Kurve von der Strecke abkam und über vier Minuten einbüßte. Glücklicherweise konnte er seine Fahrt trotzdem fortsetzen. „Wir hatten plötzlich absolut null Grip – ich konnte nichts mehr machen“, berichtete der Norweger geknickt.
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


14:45 Uhr (MEZ)

Der Champion ist zurück:

Séb übernimmt die Führung.

Mit einer weiteren Bestzeit auf dem zweiten Durchgang der längsten Wertungsprüfung (Vitrolles–Faye) hat sich Volkswagen Pilot Sébastien Ogier die Führung geschnappt. Séb kam nach 29:14.1 Minuten ins Ziel, der bisherige Spitzenreiter Bryan Bouffier (Ford) benötigte aufgrund eines Drehers 47 Sekunden länger und rutschte dadurch auf Gesamtrang zwei ab. Ogier liegt nun mit 11,2 Sekunden vor Bouffier. Der Drittplatzierte Kris Meeke (Citroën) hat bereits über eine Minute Rückstand.

 

Séb und Julien erlebten eine kleine Schrecksekunde bei ihrer grandiosen Aufholjagd: Ein Rad ihres Polo R WRC hatte auf der Stage leichten Kontakt mit einem Stein – ernsthaft beschädigt ist aber offenbar nichts. Jari-Matti Latvala musste während der WP einen Reifen wechseln und verlor dadurch rund zweieinhalb Minuten. Andreas Mikkelsen kam mit 31,3 Sekunden Abstand als Drittschnellster ins Ziel dieser WP.

Pech hatte der bisherige Viertplatzierte Robert Kubica (Ford), der nach einem Abflug aufgeben musste.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


12:27 (MEZ)

Erst Glatteis, jetzt Aquaplaning.

Heftiger Regen sorgt weiter für unberechenbare Straßenverhältnisse.

Am Donnerstag waren es Schnee und Eis, am Freitag sorgt Regen für das eine oder andere Aha-Erlebnis bei den Fahrern. „An manchen Stellen steht Wasser auf der Straße, ich hatte öfter mal Aquaplaning“, erzählte Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) bei der Einfahrt in den Mittagsservice. Außerdem bestand die Fahrbahn manchmal aus Teerflecken, in der Rallye-Szene als „black top“ bezeichnet. „Nasser Teer ist so rutschig wie Asphalt“, sagte Latvala, der sich im Laufe des Vormittags auf Gesamtrang sechs verbesserte.


Ein anderes Problem machte Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) zu schaffen. Die Stopp-Kontrolle nach der WP 8 stand gefährlich nahe an der eigentlichen Zieldurchfahrt. „Wir kommen dort im sechsten Gang mit ungefähr Tempo 170 an“, berichtete Ogier. „Der Bremsweg bis zur Kontrolle war zu kurz, ich musste in ein Feld ausweichen.“

 

Zum Glück kamen alle Beteiligten – inklusive Ogiers Polo R WRC – bei diesem Notmanöver mit dem Schrecken davon. Zur Mittagspause ist der Weltmeister bereits Zweiter, nur noch knapp 36 Sekunden hinter Spitzenreiter Bryan Bouffier (Ford). „Bryan fährt eine starke Rallye“, meinte Ogier anerkennend. „Ihn zu schlagen, wird ein hartes Stück Arbeit.“


Wie seine beiden Teamkollegen ging auch Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) in die fast 50 Kilometer lange  WP 7 mit vier Slicks der superweichen Gummimischung. Auf dem Weg zur WP 8 wechselten alle Volkswagen Teams auf die Über-Kreuz-Variante mit zwei Winterreifen und zwei Slicks. „Das war genau richtig“, sagte Mikkelsen, der weiterhin Gesamtneunter ist.


11:30 Uhr (MEZ)

„Ein harter Tag im Büro.“

 

Latvala gibt alles – Ogier und Bouffier liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die „Monte“ entwickelt sich zum Thriller: Die beiden Spitzenreiter Bryan Bouffier (Ford) und Volkswagen Pilot Sébastien Ogier schenken sich nichts. Auf dem 22,68 Kilometer langen Abschnitt zwischen Selonnet und Breziers fuhr Ogier eine wahre Fabelzeit von 14:10.2 Minuten – und wurde um 0,2 Sekunden von Bouffier geschlagen. Im Gesamtklassement bleibt Bouffier damit weiter vorn. Séb bleibt aber dran und hat mit 35,8 Sekunden Rückstand immer noch alle Chancen.

Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala kam mit 13,8 Sekunden Abstand als Fünftschnellster ins Ziel, Andreas Mikkelsen wurde mit 41 Sekunden Abstand Siebter dieser WP. „Es ist sehr rutschig, jede Menge stehendes Wasser auf der Strecke“, kommentierte Latvala das Geschehen, und fügte scherzhaft hinzu: „Das wird ein harter Tag im Büro.“

Für Aufregung sorgte die offensichtlich zu knapp bemessene Auslaufzone am Ende der Stage: Hier kam es gleich mehrfach zum Beinahe-Crash. Sowohl Sébastien Ogier als auch Mads Østberg (Citroën) mussten mit ihren Autos aufs Feld ausweichen, um nicht mit geparkten Fahreugen zu kollidieren.

 

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10:06 (MEZ)

Null-Null-Vouilloz im Einsatz.

Eisspione können über Sieg und Niederlage entscheiden.

Die Aufkleber auf den Autos weisen sie unscheinbar als „Ouvreur“ aus. Im Englischen werden sie „Safety Crews“ oder „Icenote Crews“ genannt, auf Deutsch heißen sie Eisspione – und sie sind die wichtigsten Helfer der Fahrer bei der Rallye Monte Carlo.

 

Die Eisspione dürfen alle Wertungsprüfungen spätestens 70 Minuten – in der Praxis sind es meist rund zwei Stunden – vor dem offiziellen Start noch einmal durchfahren. Ihre Aufgabe: Veränderungen der Straßenverhältnisse gegenüber dem Training zu notieren, meist in einer Kopie des Streckenaufschriebs („Gebetbuch“) ihres jeweiligen Schützlings. Die Übergabe erfolgt meist kurz vor dem Start einer Prüfung, manchmal auch per Telefon.


Die Informationen der Eisspione dienen zusammen mit den Messergebnissen der Wetterspione außerdem als Basis für die Reifenwahl. Dieser verantwortungsvolle Job wird deshalb meist routinierten, häufig selbst noch aktiven Piloten übertragen. Für Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) schlüpft der frühere französische Meister Nicolas Vouilloz in die Rolle von Null-Null-Vouilloz.

 

Für Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) spioniert der ehemalige Ford- und Suzuki-Werkspilot Toni Gardemeister. Und für Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) wirft der Österreicher David Doppelreiter seine Erfahrung mit verschneiten und vereisten Bergstraßen in die Waagschale.


09:45 Uhr (MEZ)

Starker Auftakt in den Freitag:

Séb ist neuer Gesamt-Zweiter.

Die 49 Kilometer lange „Monster-Stage“ (Vitrolles–Faye 1) hätte nicht besser laufen können für Sébastien Ogier: Der Franzose fuhr auf der schwierig zu fahrenden, regennassen Strecke die Bestzeit von 29:00,1 Minuten und nahm dem Führenden Bryan Bouffier (Ford) 11,7 Sekunden ab. Dadurch ist Séb nun neuer Gesamt-Zweiter der Rallye Monte Carlo, Platz drei hält Kris Meeke (Citroën).

Die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen hatten mit dem extrem rutschigen Asphalt zu kämpfen und kamen als Fünft- bzw. Sechstschnellste über die Linie.

 

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05:00 Uhr (MEZ)

Freitag: die Wertungsprüfungen des Tages.

Donnerstag, 16.01.2014


Die Tücken der „Monte“.
Verschneiter Start, starke Aufholjagd. Der Donnerstag. Das Video.


Aktuelle Bilder (18)
18:56 Uhr (MEZ)


Stand nach sechs von 15 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 B. Bouffier / X. Panseri 1:25:36.6 0.0  
2 K. Meeke / P. Nagle 1:26:15.4 +38.8  
3 R. Kubica / M. Szczepaniak 1:26:16.1 +39.5  
4 S. Ogier / J. Ingrassia 1:26:23.9 +47.3  
5 M. Østberg / J. Andersson 1:26:57.3 +1:20.7  
6 E. Evans / D. Barritt 1:27:15.2 +1:38.6  
7 J. Latvala / M. Anttila 1:27:57.4 +2:20.8  
8 M. Hirvonen / J. Lehtinen 1:28:23.5 +2:46.9  
9 A. Mikkelsen / M. Markkula 1:29:42.8 +4:06.2  
10 O. Burri / F. Gordon (S 2000) 1:30:24.0 +4:47.4  

18:40 (MEZ)

Die Aufholjagd hat begonnen.

Sébastien Ogier hat den Rückstand auf die Spitze beinahe halbiert.

Nach dem verkorksten Morgen lief der Nachmittag der ersten Etappe für Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) weitgehend nach Plan. Der Weltmeister hat seinen Rückstand auf den Überraschungsführenden, Bryan Bouffier im privaten Ford, auf knapp 50 Sekunden reduziert und geht als Gesamtvierter in die Übernachtungspause. „Noch ist alles möglich“, sagte Ogier im abendlichen Etappenziel. „Viel hängt vom Wetter morgen ab.“

Ogier startet in die zweite Etappe am Freitag voraussichtlich als Siebter. „Wenn es heute Nacht schneit, habe ich morgen sechs Schneepflüge vor mir.“ Vorteil Ogier. Wenn es allerdings „nur“ regnen sollte, sind die ganze vorne Startenden besser dran. „Durch das Kurvenschneiden wird sehr viel Dreck auf die Fahrbahn geschleudert“, beschrieb Ogier. „Je weiter hinten du fährst, desto rutschiger wird die Strecke.“

Auch Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) kam mit deutlich besserer Laune als noch zur Mittagspause zum abendlichen Service. „Heute Morgen fehlte mir das Selbstvertrauen“, gab der Finne zu, der in der zweiten Schleife eine Bestzeit fuhr (WP 4) und sich auf Rang sieben verbesserte. „Auf der ersten Prüfung habe ich nach ein paar Kilometern das verunfallte Auto von Thierry Neuville am Straßenrand stehen sehen. Das hat mich doch etwas nervös gemacht.“ Auch mit der überraschend verschneiten WP 3 hatte Latvala so seine Probleme. „Ich bin beim Testen nie mit Slicks auf Schnee gefahren. Ich wusste deshalb nicht so genau, wo das Limit liegt. Um auf jeden Fall keinen Fehler zu machen, war ich vielleicht ein bisschen zu vorsichtig.“

Als Neunter kam Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) zurück nach Gap. „Mit Winterreifen die zweite Schleife am Nachmittag zu fahren, war genau die richtige Entscheidung“, fasste der Norweger zusammen. „Die Strecke war so stark verschmutzt, dass mit dem grobstolligen Profil wenigstens ein bisschen Traktion zu finden war.“


17:45 Uhr (MEZ)

Wir haben heute viel gelernt.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Ein klassischer ‚Monte‘-Auftakt mit völlig verrückten Wetterbedingungen. Keiner aus unserem Team hat mit Schnee auf den Prüfungen gerechnet. Leider lagen wir mit unserer Reifenwahl dadurch am Vormittag komplett daneben. Wenn man als erstes Auto mit Slicks über die Strecke muss, ist das alles andere als ein Vorteil. Auch am Nachmittag hatten wir trotz Winterreifen einige haarige Momente, denn die Verhältnisse waren heute extrem unberechenbar. Der Weg bis ins Ziel in Monaco ist noch lang. Das Motto für die nächsten Tage lautet: angreifen, aber nicht mit maximalem Risiko. Denn dann ist die ‚Monte‘ schneller zu Ende, als man denkt.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Da ich mein Ziel, nach vielen Enttäuschungen bei der ‚Monte‘ endlich einmal Punkte zu holen, nicht aus den Augen verlieren wollte, habe ich sehr vorsichtig agiert und morgens leider viel Zeit eingebüßt. Nachmittags lagen wir mit den groben Winterreifen goldrichtig, sie haben auf den teils stark verschmutzten Strecken bestens funktioniert. Wir werden weiter versuchen, das Auto sicher ins Ziel zu bringen und möglichst viele Meisterschaftspunkte zu holen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Wir wollen die Rallye Monte Carlo beenden und möglichst viel Erfahrung hier sammeln, um in der Zukunft mit bei der Musik zu sein. Deshalb sind wir extrem vorsichtig gefahren, was bergab und in den Kurven zeitweise weniger als Schrittgeschwindigkeit bedeutet hat. Auf der Nachmittagsschleife haben wir die Reifenwahl auf Nummer sicher getroffen – Winterreifen und zweimal Spikes im Kofferraum. Damit waren die Wertungsprüfungen deutlich leichter und sicherer zu absolvieren. Wir haben heute viel gelernt.“


17:30 (MEZ)

Eindrucksvoller kann man den Unterschied zwischen rutschen und fahren nicht belegen. Mit Slicks unterwegs, und damit auf der verschneiten WP ohne Traktion, benötigte Sébastien Ogier am Vormittag für die 19,34 Kilometer lange Wertungsprüfung „Montauban sur l´Ouveze–Laborel 1“ 15:25,5 Minuten, um ins Ziel zu kommen.

 

Am Nachmittag dann eine andere Welt. Die Wertungsprüfung wird erneut gefahren, dieses Mal hat Ogier den richtigen Reifensatz aufgezogen. Das Resultat: Ogier ist mit einer Zeit von 11:11,9 Minuten satte 4:16,6 Minuten schneller als am Vormittag und kann die sechste Wertungsprüfung gewinnen.


17:00 (MEZ)

Für alle Fälle über Kreuz.

Abenteuerlich anmutende Reifenkombinationen sind das Allheilmittel gegen Wetterkapriolen.

Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) startete in die Nachmittagsschleife mit zwei Winterreifen und zwei superweichen Slicks am Auto, zwei Winterreifen mit Spikes warteten im Kofferraum auf ihren Einsatz. Was nach schwerer Verwirrung bei der Reifenwahl aussah, war in Wirklichkeit die Absicht, für alle Wetterkapriolen gerüstet zu sein. Die Konkurrenten agierten ähnlich, verzichteten allerdings auf die Spikes.


Gefahren wurden die Reifentypen dann in einer sogenannten Über-Kreuz-Mischung (englisch: crossover). Ogier montierte zum Beispiel für die WP 4 und WP 5 vorne und hinten einen Slick, auf den jeweils gegenüberliegenden Seiten Winterreifen. Mit dieser Kombination kommen Profis sowohl auf trockener oder feuchter Piste als auch auf Schnee zurecht. Genau diese Bedingungen wechselten sich auf beiden Wertungsprüfungen ab.


Dass diese abenteuerlich anmutende Variante funktioniert, liegt an der Eigenart des Antriebsstrangs in einem World Rally Car des Jahrgangs 2014. In Vorder- und Hinterachse arbeiten Sperrdifferenziale, in der Mitte fehlt das Differenzial, der Durchtrieb ist starr. Das bedeutet, dass die Drehzahl der Räder auf beiden Fahrzeugseiten und zwischen Vorder- und Hinterachse nur geringfügig voneinander abweichen können. Gute Traktion von einem Rad wird weitgehend auf alle anderen Räder übertragen, einseitig oder an einer Achse durchdrehende Räder gibt es praktisch nicht.


Im Fall Ogier bedeutete dies: Auf Schnee sorgten die beiden über Kreuz montierten Winterreifen für Vortrieb beziehungsweise bauten Bremskraft auf, die Slicks wurden gewissermaßen nur mitgeschleppt. Auf trockener Straße, wo die Slicks mehr Bodenhaftung generieren, lief das Spiel umgekehrt. „Sicherlich ist diese Mischung nicht ideal“, berichtete Ogier. „Aber da wir nicht vor jeder Prüfung neue Reifen aufziehen dürfen, ist das die beste Lösung.“


16:45 (MEZ)

Versöhnlicher Abschluss am ersten „Monte“-Tag:
erneut zweimal Bestzeit für Volkswagen.

Der amtierende Weltmeister setzt seine Aufholjagd fort: Nach einem durchwachsenen Vormittag läuft es nun wie am Schnürchen für Sébastien Ogier. Auf der sechsten und letzten Wertungsprüfung des heutigen Donnerstags (Montauban–Laborel 2) holte der Franzose mit 11:11.9 Minuten erneut die Bestzeit. Vier Sekunden dahinter fuhr Teamkollege Jari-Matti Latvala auf Rang zwei. Trotz heftigen Regens waren die Zeiten auf dem gut 19 Kilometer langen Abschnitt deutlich schneller als heute Morgen.

Die Gesamtwertung der Rallye Monte Carlo führt weiterhin Bryan Bouffier im Ford an. Auf Rang zwei folgt Citroën-Pilot Kris Meeke mit 38,8 Sekunden Rückstand. Eine knappe Sekunde dahinter liegt der Pole Robert Kubica im Ford. Ogier ist Vierter und hat die Lücke inzwischen auf 47,3 Sekunden verkleinert – es ist also noch alles drin für den Volkswagen Piloten. Teamkollege Latvala liegt auf Rang sieben, hat aber über zwei Minuten Rückstand. Andreas Mikkelsen (neunter Platz) fehlen über vier Minuten auf die Spitze.

 

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15:00 (MEZ)

Der Champion meldet sich zurück: Bestzeit für Séb.

Doppelter WP-Sieg: Die fünfte Wertungsprüfung (Rosans–Ste Marie–La Charce) ging an Sébastien Ogier, der mit seinen Reifen nun besser zurechtkommt und im Polo R WRC #1 mit 11:54.1 Minuten die Bestmarke setzte. Zweitschnellster mit 6,5 Sekunden Abstand wurde Teamkollege Jari-Matti Latvala. Auf Rang drei landete Ford-Mann Bryan Bouffier.

„Die Stage ist für uns gut gelaufen, aber die Strecke ist sehr verschmutzt. Wir setzen jetzt auf die Schneereifen“, berichtete Ogier im Ziel.

Pech hatte Dani Sordo, der seinen Hyundai i20 WRC mit technischem Defekt abstellen musste – Weiterfahrt für heute unmöglich.

In der Gesamtwertung führt nach wie vor Bouffier, Robert Kubica (Ford) ist neuer Zweiter vor Kris Meeke im Citroën. Ogier hat sich mittlerweile auf Platz vier vorgekämpft. Der Rückstand auf die Spitze beträgt allerdings immer noch über eine Minute. Kämpfen, Séb!

 

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14:20 (MEZ)

Starker Start in den Nachmittag:

Latvala setzt die Pace.

Der Reifenwechsel hat sich ausgezahlt: Jari-Matti Latvala hat die Bestzeit auf der vierten Wertungsprüfung der Rallye Monte Carlo gefahren. Im zweiten Durchgang des Abschnitts Orpierre–St. André de Rosans kam der Finne, der nun auf vier Winterreifen unterwegs ist, nach 12:52.5 Minuten ins Ziel. „Ich habe ein gutes Gefühl. Wir haben das Setup geändert, und die Reifen haben perfekt funktioniert. Meine Erfahrung auf verschneitem Untergrund hat mir auf der Stage geholfen“, freute sich Latvala über den Erfolg. Zweiter wurde Dani Sordo im Hyundai, dahinter reihte sich Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica (Ford) ein.

Sébastien Ogier, der nun auf einen Mix aus Asphalt- und Winterreifen setzt (über Kreuz), kam mit 21,8 Sekunden Rückstand als Sechster ins Ziel. „Das war hier vielleicht nicht die beste Reifenwahl, aber auf der nächsten Stage sollte es besser klappen“, erklärte der Franzose im Ziel. Andreas Mikkelsen kam mit einer Minute Rückstand auf die Spitze als Zehnter ins Ziel.

In der Gesamtwertung führt weiterhin Bryan Bouffier (Ford) vor Kris Meeke (Citroën) und Dani Sordo.

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12:45 Uhr (MEZ)

„Wir brauchen jetzt eine perfekte Rallye.“

 

Vom Wetter auf dem falschen Fuß erwischt.


Schon am ersten Morgen hat die Rallye Monte Carlo gezeigt, warum sie als unberechenbar gilt. Gegen das Wetter in den Seealpen haben manchmal auch die besten Eisspione und Meteorologen keine Chance.

Als die Eisspione etwa anderthalb Stunden vor dem Start die ersten drei Wertungsprüfungen noch einmal abfuhren, war die Strecke weitgehend trocken. Mit Regen wurde gerechnet. Also entschieden sich nahezu alle Topfahrer, superweiche Slicks aufziehen zu lassen.

Doch kaum hatten beispielsweise der als Erster startende Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) vier Minuten später den Serviceplatz verlassen, fing es in den Bergen an zu schneien. Die Piloten, die weit hinter dem Volkswagen Duo aus dem morgendlichen Service ausfahren durften, packten in letzter Sekunde noch zwei Winterreifen in den Kofferraum.

In WP 1, wo rund drei Kilometer verschneite Piste lauerten, setzten noch alle auf Slicks. „Wir kamen über ein Kuppe, und plötzlich war die Straße weiß“, erinnerte sich Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) an diesen Schreckmoment.“ Während der Norweger die Situation retten konnte, rutschten einige Konkurrenten von der Strecke. „Manchmal fährst du nur Schritttempo und bist eigentlich immer noch zu schnell“, beschrieb Jari-Matti Latvala.

Die WP 2 war durchweg nass. Erst in WP 3 konnten dann die Teams mit Winterreifen an Bord ihre Trümpfe ausspielen. „Vom Col de Perty bergab war die Strecke praktisch komplett verschneit“, erzählte Sébastien Ogier. „Ich bin einmal absichtlich gegen eine Leitplanke gefahren, weil sonst der Bremsweg nicht ausgereicht hätte.“ Sein Polo R WRC trug von diesem Manöver zum Glück nur einen angekratzten Kotflügel davon.

Die unterschiedlichen Reifenstrategien erklären auch die vergleichsweise riesigen Zeitunterschiede. Während bei anderen Rallyes um Zehntelsekunden gekämpft wird, trennen nach drei Wertungsprüfungen Spitzenreiter Bryan Bouffier (Ford) und Sébastien Ogier auf Rang neun bereits rund 1.20 Minuten. „Normalerweise könnten wir jetzt schon einpacken“, sagte der Weltmeister. „Aber bei der Rallye Monte Carlo bedeutet ein solcher Rückstand noch nicht allzu viel. Aber eins ist auch klar: Wir brauchen jetzt eine perfekte Rallye, um das noch aufzuholen.“


10:40 (MEZ)

Der richtige Reifen macht’s.

Es sind eher ungewohnte Namen, die am ersten Tag der Rallye Monte Carlo im Mittelpunkt stehen: Die dritte Wertungsprüfung (Montauban–Laborel) ging an Ford-Mann Bryan Bouffier, der ordentlich Zeit gutmachte und nun die Gesamtwertung anführt. Ganz knapp dahinter kam Elfyn Evans (Ford) über die Linie, gefolgt von Hyundai-Pilot Dani Sordo. Alle drei waren mit Mischbereifung (Asphalt- und Winterreifen) unterwegs – und profitierten davon.

Die Volkswagen Fahrer hatten auf Asphaltreifen gesetzt und büßten nun auf der teilweise verschneiten Strecke verständlicherweise Zeit ein. Sébastien Ogier kam mit 1:24.4 Minuten Rückstand als Siebter ins Ziel, Andreas Mikkelsen wurde mit 1:56.9 Minuten Abstand auf die Spitze Zehnter. Teamkollege Jari-Matti Latvala verlor sogar über zwei Minuten.

Im Gesamtklassement führt nun Bouffier vor Kris Meeke (Citroën). Sordo ist Dritter. Ogier liegt aktuell auf Rang sieben und hat 1:19.4 Minuten Rückstand. Nach dem nun anstehenden Mittags-Service werden die drei WPs des Vormittags erneut gefahren.

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09:00 Uhr (MEZ)

Latvala holt auf – Ogier hadert mit den Streckenverhältnissen.

Robert Kubica ist weiterhin der schnellste Mann: Auf der zweiten Wertungsprüfung der Rallye Monte Carlo (Rosans–Ste Marie–La Charce) fuhr der Pole im Ford erneut die Bestzeit (12:19.1 Minuten). Mit 4,6 Sekunden Abstand kam Volkswagen Pilot Jari-Matti Latvala als Zweitschnellster ins Ziel. Teamkollege Sébastien Ogier wurde Fünfter. „Da wir als Erste auf die Strecke gehen, haben wir es natürlich schwerer, weil wir nicht wissen, wo auf der Strecke Schnee liegt“, erklärte der Franzose.

In der Gesamtwertung führt Kubica nun mit 36,8 Sekunden vor Ogier. Kris Meeke (Citroën) ist Dritter. Latvala liegt auf Platz sieben, Andreas Mikkelsen ist Zehnter.

 

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08:25 Uhr (MEZ)

Paukenschlag zum Auftakt:

Die „Monte“ überrascht mal wieder alle.

Sie ist einfach unberechenbar, diese Rallye Monte Carlo: Auf der ersten Wertungsprüfung der Saison (Orpierre–St. André de Rosans) wurden die Piloten vom Wetter-Chaos überrascht. Der amtierende Weltmeister Sébastien Ogier musste sich im Polo R WRC #1 mit der drittschnellsten Zeit (18:58.3 Minuten) begnügen. „Verrückte Bedingungen auf der Strecke, ich habe gleich in der ersten Kurve leichten Kontakt mit der Streckenbegrenzung gehabt“, berichtete der Franzose bei der Zieleinfahrt.

Mann des Morgens war völlig überraschend der Pole Robert Kubica, der im Ford die schnellste Zeit fuhr (18:39.2 Minuten). Sehr flott unterwegs war auch Kubicas Teamkollege Bryan Bouffier, der als Zweitschnellster ins Ziel kam.

Jari-Matti Latvala ließ es langsamer angehen, nachdem er den Abflug des neuen Hyundai-Piloten Thierry Neuville mitbekommen hatte. Sowohl der Finne als auch der dritte Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen kamen mit über einer Minute Rückstand ins Ziel.

 

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08:12 Uhr (MEZ)

Qual der Wahl.

 

Volkswagen Piloten stehen vier verschiedene Reifentypen zur Verfügung.

Die Rallye Monte Carlo ist einzigartig auch beim Thema Reifen. Nur beim Saisonauftakt haben die Fahrer die Auswahl aus vier verschiedenen Profiltypen. Die Anzahl der Reifen ist dabei begrenzt. Insgesamt können die Piloten aus einem Pool von 82 Reifen wählen: je 24 Slicks beider Sorten, zehn Winterreifen ohne sowie 24 mit Spikes. Maximal 200 Nägel pro Reifen sind erlaubt. Verwenden dürfen die Fahrer allerdings maximal 40 Stück im Verlauf der Rallye.


Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) vertrauen – wie ihre Konkurrenten in den anderen Werksteams – auf die französische Marke Michelin. In deren Angebot sind fast profillose Slicks in zwei Gummimischungen (Soft und Supersoft) der Dimension 235/40 x 18 Zoll sowie die beiden Sorten Winterreifen der Größe 215/45 x 18.


Acht Reifenwechsel sind vorgesehen. Anders als bei den restlichen Asphalt-Rallyes dürfen dabei jeweils zwei Ersatzreifen in den Kofferraum gepackt werden. Dies lässt Spielraum für zahlreiche Kombinationen. Da stets mehrere Wertungsprüfungen hintereinander mit möglicherweise unterschiedlichen Streckenbedingungen gefahren werden müssen, verlassen die Teams den Service meist mit mindestens zwei unterschiedlichen Reifentypen an Bord. Im Extremfall sind sogar Mischungen aus Slicks mit Spikes denkbar.


05:00 Uhr (MEZ)

Donnerstag: die Wertungsprüfungen des Tages.

Vorberichte


Mittwoch, 15.01.2014


Gänsehaut garantiert.
Die Rallye Monte Carlo steht in den Startlöchern. Das Video.


21:00 Uhr (MEZ)

Ice, ice, Baby.

 

Vor dem Start duellierten sich die Topfahrer bei einem Kart-Rennen auf dem Eis.

 

Ein bisschen Spaß muss sein. Unter diesem Motto lud die Stadt Gap die Spitzenfahrer der Rallye Monte Carlo am Abend vor dem Start zu einem Kart-Rennen auf Eis ein. Vor gut gefüllten Rängen im örtlichen Stadion wurde dabei mit Spikes bereiften Elektro-Karts um jeden Zentimeter und jede Zehntelsekunde genauso erbittert gekämpft wie mit World Rally Cars auf den Wertungsprüfungen. 

 

Von den drei Volkswagen Piloten kam Sébastien Ogier am Weitesten. Der Lokalheld qualifizierte sich für das Finale, musste dort schließlich Sieger Kris Meeke und Landsmann Sébastien Chardonnet den Vortritt lassen. „Das zahl ich ihnen bei der Rallye heim“, versprach Ogier.


16:30 Uhr (MEZ)

Ohne ihre Ansagen läuft es einfach nicht. Die drei Volkswagen Motorsport Co-Piloten im Interview.


Neue Regeln, ein neuer Lauf in Polen und ein neuer Wettbewerber. Die Rallye-Weltmeisterschaft 2014 bringt einige Neuerungen mit sich. Wir haben kurz vor dem Start der Rallye Monte Carlo mit dem aktuellen Weltmeister der Beifahrer-Wertung, Julien Ingrassia, und seinen beiden finnischen Teamkollegen Miikka Anttila und Mikko Markkula gesprochen.

Julien Ingrassia: „Dazu kann ich jetzt eigentlich noch gar keine Aussage machen. Ich denke immer von Rallye zu Rallye, von Kurve zu Kurve. Bei jedem Lauf kann so viel dazwischenkommen. Du kannst auch kurz vor Schluss noch alles verlieren – da ist es schwer, vorab einen Favoriten für einen möglichen Sieg zu nennen.“

 
Miikka Anttilla: „Bei der „Monte“ kann man sich eigentlich schon glücklich schätzen, wenn man es ins Ziel schafft. Ein Platz unter den Top Fünf wäre natürlich super. Was die restlichen Rallyes angeht, rechnen wir in Schweden mit den größten Chancen.“


Mikko Markkula: „Wir haben ja immer noch einen gewissen Rückstand, was die Erfahrung betrifft. Es wäre schon klasse, wenn wir einen Schritt nach vorn machen und bei einigen Läufen um einen Podiumsplatz kämpfen könnten. Es ist schwer, eine Rallye als Favoriten zu benennen – aber ich denke, Schweden liegt Andreas und mir am meisten.“


Julien Ingrassia: „Eigentlich ändert sich für mich als Co-Pilot nicht allzu viel. Ich nehme diese Änderungen einfach so an – ob ich damit einverstanden bin, steht auf einem anderen Blatt Papier.“


Miikka Anttilla: „Durch den Wegfall des Qualifyings werden wir ja nun bei jeder Rallye einen Shakedown haben. Man kann also einen Abschnitt im Renntempo fahren, ohne den Zeitdruck im Nacken zu haben. Ich glaube, für uns wird es etwas leichter werden. Im vergangenen Jahr haben wir ein paar Rallyes schon im Qualifying verloren.“
 

Mikko Markkula: „Ich denke, dass der Wettkampf unter den Fahrern insgesamt fairer wird. Der Shakedown anstelle des Qualifyings ist eine wichtige Chance, Kilometer zu machen und Erfahrungen mit dem Auto zu sammeln – gerade weil die Anzahl der Test-Tage während der Saison ja stark limitiert ist.“


Julien Ingrassia: „Wir sind ja 2009 schon einmal dort gefahren. Ich erinnere mich daran, dass es damals ziemlich sandig war. Die Landschaft im Norden Polens ist sehr reizvoll, und es gab viele Fans am Streckenrand. Was das Wetter betrifft: Es dürfte recht warm werden, da die Rallye im Hochsommer stattfindet. Ein plötzliches Gewitter kann einem natürlich immer dazwischenkommen.“


Miikka Anttilla: „An die finale Super Stage habe ich natürlich keine guten Erinnerungen, weil wir kurz vor dem Ziel das Auto beschädigt hatten und aufgeben mussten. Es wird auf jeden Fall eine interessante Herausforderung – auch weil wir einen Tag in Litauen fahren werden. Und: Die polnischen Fans sind echt fanatisch und gehen richtig mit. Darauf freue ich mich jetzt schon.“
 

Mikko Markkula: „Ich selbst habe keine Erfahrung mit Polen, aber Andreas ist 2009 bereits dort gefahren und hat im Škoda gute Zeiten herausgeholt. Allerdings ist das bereits fünf Jahre her. Wir werden sehen.“


Julien Ingrassia: „Ich freue mich sehr darauf. Ich wünsche Hyundai auf jeden Fall viel Glück und freue mich auf das Duell mit ihnen. Der Einstieg mit einem neuen Auto und einem neuen Team ist nie leicht – aber wir selbst sind ja das beste Beispiel dafür, dass es auch auf Anhieb klappen kann. Wenn mehr Hersteller in die WRC einsteigen, ist das ein gutes Zeichen. Die FIA muss die Serie attraktiv halten, damit es so weitergeht. Und das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden: Wir haben tolle Landschaftsaufnahmen, atemberaubende Videos, Reifenwechsel auf der Strecke – all das ist für die Zuschauer faszinierend. Wo sonst bekommt man so etwas geboten?“


Miikka Anttilla: „Das ist ein gutes Zeichen. Der WRC-Einstieg von Volkswagen war ja überaus erfolgreich und Hyundai möchte jetzt natürlich anschließen. Auch bei Toyota scheint man über das Thema Rallye-WM nachzudenken. Wenn wir irgendwann drei führende Hersteller in der WRC haben, kann sich das auf den Sport nur positiv auswirken.“

 

Mikko Markkula: „Nach allem, was ich gehört habe, nimmt Hyundai die Sache wirklich ernst. Sie haben ein ordentliches Budget und bauen ein starkes Team auf. Ich freue mich auch für Juho Hänninen, mit dem ich früher zusammen gefahren bin. Er hat es wirklich verdient. Das gilt natürlich auch für Thierry Neuville. Ich denke, spätestens zum Ende der Saison wird man einige starke Ergebnisse von Hyundai sehen. Sie werden also ein durchaus ernst zu nehmender Gegner sein. Volkswagen hat es erfolgreich vorgemacht, jetzt folgen die anderen. Für den Sport selbst kann das nur positiv sein.“


11:55 Uhr (MEZ)

Ogier im Shakedown Schnellster.

 

Der Weltmeister beginnt die neue Saison mit einer Bestzeit.

 

Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) hat einen perfekten Start in die neue Saison hingelegt. Beim Shakedown – dem freien Training – vor der Rallye Monte Carlo fuhr der Franzose Bestzeit und war 1,2 Sekunden schneller als Kris Meeke (Citroën). „Unglaublich, wie viele Zuschauer an der Strecke stehen, hier herrscht eine tolle Atmosphäre“, erzählte Ogier, der in der Nähe von Gap aufgewachsen ist.


Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp über null Grad waren die Bedingungen auf der 3,5 Kilometer langen Strecke am Stadtrand von Gap allerdings wenig aussagekräftig für die bevorstehende Rallye. „Die Straße war knochentrocken. Das wird auf den Wertungsprüfungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so sein“, sagte Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), der den Shakedown als Vierter beendete. Tatsächlich sind für die nächsten Tage heftiger Regen und in den Bergen auch bis zu 40 Zentimeter Schnee vorhergesagt.


Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) fuhr die neuntschnellste Zeit. „Ich habe einen Dreher fabriziert, ansonsten gab’s keine besonderen Vorkommnisse“, berichtete der Norweger.


Weil für die Saison 2014 das Qualifying komplett abgeschafft wurde, wird die Startreihenfolge nach WM-Stand festgelegt. Das bedeutet, dass Weltmeister Ogier am Donnerstag (7:28 Uhr) als Erster auf die erste Wertungsprügung geht.


Freitag, 10.01.2014


15:00 Uhr (MEZ)

„Gehe selbstbewusst in die neue Saison.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Die Titelverteidigung ist natürlich unser ganz großes Ziel. Einen Titel zu gewinnen, ist niemals leicht. Ihn erfolgreich zu verteidigen, noch schwerer. Ich bin mir sicher, dass uns die anderen Teams unter Druck setzen werden. Nach dem erfolgreichen Jahr 2013 gehe ich aber selbstbewusst in die neue Saison. Der Polo R WRC hat kleine Verbesserungen bekommen. Er ist beispielsweise noch zuverlässiger geworden. Mit Hyundai kommt 2014 ein neuer Hersteller hinzu, und der Konkurrenzkampf wird damit noch größer. Darauf freue ich mich speziell in Monte Carlo.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Für mich ist der Start in die neue Saison eine ganz andere Situation als noch vor einem Jahr. Damals waren das Team und das Auto neu für uns. Jetzt ist alles vertraut. Die erste Rallye in Monte Carlo ist aber immer eine Herausforderung. Ich wrede versuchen, unter die Top Fünf zu fahren. Eine große Rolle werden die Reifen spielen. Denn der Service-Park liegt nicht in den Bergen. Man muss also spekulieren, wie das Wetter dort ist. Wählt man Schneereifen mit Spikes, Schneereifen ohne Spikes, superweiche Slicks oder weiche Slicks? Aus diesen vier Optionen muss man den perfekten Kompromiss wählen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„2014 das ein oder andere Mal aufs Podium zu fahren, ist das große Ziel. Für mich ist es erst die zweite ‚Monte‘ überhaupt. 2011 bin ich an den Start gegangen und auf der ersten Wertungsprüfung durch einen Unfall ausgeschieden. Also ist die ‚Monte‘ für mich eine komplett neue Erfahrung. Ich werde daher nicht alles auf eine Karte setzen, sondern eher vorsichtig agieren. Mein Ziel ist es, sicher ins Ziel zu kommen und in die Punkte zu fahren.“


Mittwoch, 08.01.2014


12:30 Uhr (MEZ)

Gentlemen, start your engines!

 

Mit der Rallye Monte Carlo beginnt die WM-Saison 2014. Sébastien Ogier geht erstmals mit der Nummer 1 an den Start.

1911 zum ersten Mal durchgeführt, ist die Rallye Monte Carlo die älteste aktuell noch veranstaltete Rallye der Welt. Seit Einführung der Weltmeisterschaft 1973 eröffnet sie – mit wenigen Ausnahmen – jedes Jahr die Jagd auf die offiziellen Titel. Auch 2014 bildet die „Monte“ den Saisonauftakt.


Und eine Herausforderung ist die Rallye Monte Carlo immer. Die schmalen Sträßchen in den Seealpen verlaufen eigentlich immer entweder bergauf oder bergab. Liegt der WP-Start oft im Tal, wo die Wintersonne den Asphalt auf plus zehn Grad aufheizen kann, schrauben die Straßen sich meist mehrere 100 Meter hinauf und verlaufen kurze Zeit später auf der anderen Bergseite im bitterkalten Schatten.


Die Folge sind unberechenbare Streckenverhältnisse. Trockener Asphalt, nasse Fahrbahnen und verschneite oder sogar vereiste Pisten folgen manchmal im schnellen Wechsel. Die Kunst besteht für die Piloten darin, mithilfe der sogenannten Eisspione den richtigen unter den drei verfügbaren Reifentypen – fast profilloser Slick, Winterreifen ohne und mit Spikes – auszuwählen. „Man ist eigentlich nie mit dem richtigen Reifen unterwegs, höchstens mit dem am wenigsten falschen“, beschreibt Weltmeister Ogier.


„Wer bei der Reifenwahl danebengreift, verliert schnell mehrere Minuten“, sagt Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Wer dagegen den Joker an der richtigen Stelle setzt, kann vielleicht in einer einzigen WP den rennentscheidenden Vorsprung herausfahren. Ganz klar, bei der Rallye Monte Carlo wird auch außerhalb des Kasinos mit hohem Einsatz gepokert.


Streckenprofil

Die Unberechenbare.

Eine Herausforderung für die Fahrer.

Die „Monte“ sorgt für einen Mix aus Schnee, Eis, Nässe und trockenem Asphalt.

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Backstage

Texas Hold’em Poker.

Ein glückliches Händchen gesucht.

Beim Reifenpoker wie auch im Kasino zählt: ein Ass im Ärmel ist Gold wert.

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