Rallye Schweden 2014.

 

Doppelsieg in Schweden: Latvala macht das Triple perfekt, Mikkelsen erstmals auf dem Podium.

 

Er ist der neue Schneekönig: Volkswagen Pilot Jari-Matti Latvala gewinnt die Rallye Schweden. Für den Finnen ist es bereits der dritte Erfolg bei der Winter-Rallye. Eine ganz starke Vorstellung lieferte auch Teamkollege Andreas Mikkelsen ab, der mit seinem zweiten Platz für einen frenetisch gefeierten Doppelsieg sorgte. Sebastien Ogier, der nach einem Ausrutscher das Feld von hinten aufräumen musste, kämpfte sich zurück auf einen guten sechsten Platz.

 

Bei schwierigen Bedingungen – Tauwetter, Schnee und Regen bildeten einen schwierigen Mix – erwies sich der Polo R WRC ein weiteres Mal als schnellstes Auto. 43 von 69 möglichen Top-3-Zeiten, davon 18 Prüfungsbestzeiten sowie die zeitweilige Dreifachführung – Schweden war auch 2014 Wohlfühl-Terrain für Volkswagen.

 

Sébastien Ogier, der am Ende des zweiten Tages vor Mikkelsen und Latvala in Führung lag, musste nach einem Ausrutscher in eine Schneewehe einen herben Zeitverlust einstecken. Die Teamkollegen lieferten sich im Anschluss ein packendes Duell um die Spitze – bei der am Ende Latvala die Nase vorn hatte. Der spannende Fight hielt die Fans beinahe über die gesamte Distanz in Atem. Erst der abschließende Rallye-Samstag brachte die endgültige Entscheidung: Durch einen minimalen Fahrfehler verlor Verfolger Andreas Mikkelsen die entscheidenden Sekunden auf Latvala. Dann wurde es nochmal eng: Citroën-Mann Mads Østberg witterte seine Chance auf Platz zwei und setzte Mikkelsen ordentlich unter Druck – doch der Norweger blieb cool und rettete seinen Vorsprung ins Ziel.

Jari-Matti Latvala war nach seinem Sieg außer sich vor Freude – und zollte auch seinem Teamkollegen Respekt: „Großartig, die Rallye Schweden zum dritten Mal zu gewinnen. Dieser Sieg bedeutet mir besonders viel, weil ich schon 2008 hier meinen ersten Triumph überhaupt gefeiert habe. Andreas Mikkelsen hat es uns nicht leicht gemacht, er ist eine starke Rallye gefahren und steht hochverdient auf dem Podium. Dass wir fair gegeneinander kämpfen durften und es keine Stallregie gibt, ist großartig und in dieser Form einmalig. Nicht nur deshalb fühle ich mich sehr wohl bei Volkswagen.“

 

Auch Andreas Mikkelsen freute sich über seinen tollen zweiten Platz: „Zum ersten Mal auf dem Podium! Dieses Resultat habe ich mir so sehr gewünscht. Es erreicht zu haben, und das direkt vor meiner Haustüre, ist der Hammer. Hier bei der Rallye Schweden, bei den wohl schwierigsten Bedingungen seit Jahren, einen Durchbruch in der WM geschafft zu haben, macht mich besonders stolz.“

 

Sébastien Ogier, der trotz seines Rückstands in die Punkte fuhr, nahm es sportlich: „Der sechste Platz ist ein versöhnlicher Abschluss für uns. Klar, Julien und ich hätten gern unseren Erfolg vom Vorjahr wiederholt, aber nach meinem Fehler am Freitag sind acht Punkte ein optimales Resultat. Und mit insgesamt zehn Bestzeiten haben wir gezeigt, dass im nächsten Jahr wieder mit uns zu rechnen ist. Gratulation an Jari-Matti und Miikka, die genau wie Andreas und Mikko eine fantastische Leistung gezeigt haben. So haben wir im Team wieder einen Grund zu feiern. Und in der Weltmeisterschaft ist es spannend.“


Finnisch-norwegischer Doppelsieg bei der Rallye Schweden. Das Video.


Rallye Schweden 2014: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 3:00:31.1 0.0  
2 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:01:24.7 +53.6  
3 M. Østberg / J. Andersson 3:01:30.6 +59.5  
4 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:02:58.0 +2:26.9  
5 O. Tänak / R. Molder 3:03:31.6 +3:00.5  
6 S. Ogier / J. Ingrassia 3:05:01.0 +4:29.9  
7 H. Solberg / I. Minor 3:05:18.6 +4:47.5  
8 P. Tidemand / O. Fløene 3:06:09.3 +5:38.2  
9 C. Breen / S. Martin 3:09:26.5 +8:55.4  
10 K. Meeke / P. Nagle 3:11:49.1 +11:18.0  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Schweden des Jahres 2014 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Samstag, 08.02.2014


Skandinavische Schneekönige.
Souveräner finnisch-norwegischer Doppelsieg bei der Rallye Schweden.
Das Video.


Aktuelle Bilder (26)
23:45 Uhr (MEZ)


Stand nach 24 von 24 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 3:00:31.1 0.0  
2 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:01:24.7 +53.6  
3 M. Østberg / J. Andersson 3:01:30.6 +59.5  
4 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:02:58.0 +2:26.9  
5 O. Tänak / R. Molder 3:03:31.6 +3:00.5  
6 S. Ogier / J. Ingrassia 3:05:01.0 +4:29.9  
7 H. Solberg / I. Minor 3:05:18.6 +4:47.5  
8 P. Tidemand / O. Fløene 3:06:09.3 +5:38.2  
9 C. Breen / S. Martin 3:09:26.5 +8:55.4  
10 K. Meeke / P. Nagle 3:11:49.1 +11:18.0  

19:30 Uhr (MEZ)

„Dieser Sieg bedeutet mir besonders viel.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Der sechste Platz ist ein versöhnlicher Abschluss für uns. Klar, Julien und ich hätten gern unseren Erfolg vom Vorjahr wiederholt, aber nach meinem Fehler am Freitag sind acht Punkte ein optimales Resultat. Gratulation an Jari-Matti und Miikka, die genau wie Andreas und Mikko eine fantastische Leistung gezeigt haben. So haben wir im Team wieder einen Grund zu feiern. Und in der Weltmeisterschaft ist es spannend.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Großartig, die Rallye Schweden zum dritten Mal zu gewinnen. Dieser Sieg bedeutet mir besonders viel, weil ich schon 2008 hier meinen ersten Triumph überhaupt gefeiert habe. Andreas Mikkelsen hat es uns gestern nicht leicht gemacht, er ist eine starke Rallye gefahren und steht hochverdient auf dem Podium. Dass wir fair gegeneinander kämpfen durften und es keine Stallregie gibt, ist großartig und in dieser Form einmalig. Nicht nur deshalb fühle ich mich sehr wohl bei Volkswagen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Zum ersten Mal auf dem Podium! Dieses Resultat habe ich mir so sehr gewünscht. Es erreicht zu haben, und das direkt vor meiner Haustüre, ist der Hammer. Die Bedingungen mit viel Schneematsch und mit dem herausgetretenen Schotter, der die zweite Schleife bestimmte, waren alles andere als leicht. Ich habe lange am Sieg geschnuppert – das hat sich großartig angefühlt. Nach einem kleinen Fehler habe ich den Druck auf meinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala nicht mehr hochgehalten. Stattdessen habe ich mich darauf konzentriert, den Abstand zum Drittplatzierten Mads Østberg zu kontrollieren. Am Ende wurde es noch einmal eng. Doch wir haben Rang zwei am Ende gut verteidigt. Hier bei der Rallye Schweden, bei den wohl schwierigsten Bedingungen seit Jahren, einen Durchbruch in der WM geschafft zu haben, macht mich besonders stolz.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Wir haben die besten Rallye-Fahrer der Welt unter Vertrag, und die hatten hier in Schweden mit dem Polo R WRC das schnellste und zuverlässigste Auto. Wir wussten das schon immer, jetzt kann man es leicht am Ergebnis ablesen. Jari-Matti Latvala hat sich den Sieg mit einer perfekten Leistung, aber auch mit einem harten Kampf verdient. Den hat er sich mit Andreas Mikkelsen geliefert, der uns alle überzeugt hat. Hut ab vor den beiden. Aber auch vor Sébastien Ogier. Zehn Bestzeiten und seine starke Aufholjagd sprechen für sich. Ich bin wahnsinnig stolz auf das Ergebnis und auf die Mannschaft, deren harte Arbeit sich auch diesmal ausgezahlt hat.“


16:20 Uhr (MEZ)

Alle neune, Jari-Matti Latvala! Der Mann des Tages feiert heute den neunten WRC-Sieg seiner Karriere. Gleichzeitig ist der Finne der bislang jüngste Fahrer, der je einen Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft erringen konnte: Gerade einmal 22 Lenze zählte Jari, als er 2008 seinen ersten Triumph in Schweden holte. Es folgten Siege in Italien, Neuseeland, Finnland, zweimal in Wales, Griechenland – und noch zwei weitere in Schweden. Wir sind sicher, dass er bis zum Ende der Saison 2014 ein zweistelliges Sieger-Konto vorweisen kann – weiter so, Jari-Matti!


16:18 Uhr (MEZ)

Rallye-Legende Per Eklund erklärt:

 

„Das war ein großartiges Finale einer fantastischen Rallye. Bei der Power-Stage sind alle noch einmal richtig voll gefahren, immerhin gab es noch ein paar Punkte extra. Jari-Matti Latvala ist den ganzen Tag kontrolliert gefahren, obwohl die Verhältnisse ähnlich schwierig waren wie gestern. Und ich freu mich ganz besonders, dass Andreas Mikkelsen am letzten Tag keinen groben Fehler mehr gemacht hat, obwohl Mads Østberg ordentlich Druck ausgeübt hat und bis auf wenige Sekunden herangekommen ist. Na ja, die Aufholjagd von Sebastien Ogier war natürlich sensationell. Er ist eben der Weltmeister! Mein Fazit: Diese Rallye war ein Motorsport-Highlight. Gerade aus sportlicher Sicht war sie besonders wertvoll.“

 

Zur Person: Per „Pekka“ Eklund ist ein echter Rallye-Veteran. 1976 gewann er die Rallye Schweden gemeinsam mit seinem Co-Piloten Björn Cederberg in einem Saab 96 V4. Für volkswagen-motorsport.com kommentiert Per die Action zum Abschluss eines jeden Rallye-Tages.


16:15 Uhr (MEZ)

Geschafft! Jari-Matti gewinnt in Schweden –
Andreas holt Platz zwei.

Er ist der neue Schneekönig von Schweden: Jari-Matti Latvala holt den Sieg! Der Finne ließ auf den letzten Kilometern nichts mehr anbrennen und verteidigte souverän seine Führung. Zusätzlich kassiert der Volkswagen Pilot zwei Extrapunkte, da er in der finalen Powerstage die zweitschnellste Zeit fuhr. „Dreimal die gleiche Rallye zu gewinnen – das ist wirklich etwas ganz Besonderes. 2008 habe ich hier meinen ersten Sieg geholt, und der letzte in Griechenland ist ja schon etwas her. Deswegen ist es für mich auch eine unglaubliche Erleichterung“, so der strahlende Sieger im Ziel.

Der zweite Mann des Tages heißt definitiv Andreas Mikkelsen, der mit einem tollen zweiten Platz zum ersten Mal in seiner WRC-Karriere auf dem Podium steht. Der Norweger bewies im letzten Teil der Rallye Nerven wie Drahtseile und ließ sich auch von seinem härtesten Verfolger Mads Østberg (Citroën), der die Powerstage gewann, nicht aus der Ruhe bringen. „Absolut fanstastisch! Ich bin wirklich überglücklich. Danke an meine Fans und meine Familie für die Unterstützung“, freute sich Andreas Mikkelsen bei der Einfahrt ins Ziel.

Hut ab auch vor der Leistung des amtierenden Weltmeisters Sébastien Ogier, der sich nach seinem gestrigen Pech und einem herben Zeitverlust bis auf den sechsten Gesamtrang zurückkämpfte und acht Zähler in der Fahrer-Weltmeisterschaft mitnimmt.

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14:30 Uhr (MEZ)

Klar zum großen Finale.

Nur noch die letzte Powerstage erwartet die Rallye-Piloten in Schweden – und es sieht sehr gut aus für Volkswagen: Jari-Matti Latvala liegt souverän in Führung und kontrolliert das Geschehen. Auch sein Teamkollege Andreas Mikkelsen ist auf Erfolgskurs: Der Norweger, der auf den letzten Wertungsprüfungen von Verfolger Mads Østberg (Citroën) unter Druck gesetzt wurde, hat jetzt wieder ein paar Kohlen mehr ins Feuer geschmissen und seinen Vorsprung ausgebaut.

Und was macht der amtierende Champ Sébastien Ogier? Der Franzose fuhr die schnellste Zeit auf der WP 23 (Vargåsen 2) und hat sein Ziel – den sechsten Platz im Gesamtklassement – mittlerweile erreicht: Er ist an Henning Solberg (Ford) vorbeigezogen. Wird „Mr. Powerstage“ auch die Extrapunkte in der letzten WP einkassieren?

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13:51 Uhr (MEZ)

Latvala schnuppert Siegesluft –
Mikkelsen unter Druck.


Go, Jari-Matti, noch zwei Wertungsprüfungen und du hast es geschafft. Nur noch 50 Kilometer trennen den Volkswagen Piloten von seinem Triumph. Es wäre der dritte Sieg, den der Finne in Schweden holt. Latvala liegt nach der 22. WP (Torntorp 2) mit 47,2 Sekunden Vorsprung in Führung. Unterdessen spitzt sich das Duell um Platz zwei zu: Citroën-Mann Mads Østberg gibt ordentlich Gas und rückt dem Zweitplatzierten Andreas Mikkelsen immer dichter auf die Pelle. Der Abstand beträgt nun noch 11,6 Sekunden. Kämpfen, Andreas!

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12:30 Uhr (MEZ)

Schafft Jari-Matti das Triple?


Latvala steht kurz vor seinem dritten Schweden-Sieg – und zwei Norweger kämpfen um Platz zwei

Nur noch drei Wertungsprüfungen – WP 21 wurde abgesagt – trennen Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) von seinem dritten Sieg bei der Rallye Schweden nach 2008 und 2012. Die Mittagspause am Samstag erreichten Latvala und Beifahrer Miikka Anttila mit einer vergleichsweise beruhigenden Führung von knapp 43 Sekunden vor den Teamkollegen Andreas Mikkelsen/Mikko Markkula (Polo R WRC #9). „Aber noch ist es nicht vorbei. Ich habe hier schon einmal kurz vor dem Ziel deutlich geführt. Dann habe ich mir einen Reifenschaden eingefangen, und plötzlich wurde es noch mal ganz schön eng“, erinnerte sich Latvala.


Tatsächlich sind die Wertungsprüfungen aufgrund des warmen Wetters inzwischen in einem so schlechten Zustand, dass Reifenschäden kaum überraschend wären. „An vielen Stellen ist auf der Ideallinie nur noch Schotter, manchmal sogar große Steine“, beschrieb Latvala, der am Vormittag alle Bestzeiten fuhr. Dennoch ist die Ideallinie die einzige Option. „Solange man auf dieser Spur bleibt, ist alles gut. Ein wenig abseits davon lässt der Grip schlagartig nach.“


Ein Lied davon kann Andreas Mikkelsen singen. Der Norweger war mit einem Rückstand von nur 3,6 Sekunden in die Abschlussetappe gestartet. In der WP 18 kostete ihn ein Dreher dann aber über eine halbe Minute. „Die Kühleröffnungen waren mit Schnee verstopft. Deswegen ist die Motortemperatur angestiegen und die Elektronik hat auf Notprogramm gewechselt“, erzählte Mikkelsen. Dann läuft der Turbomotor des Polo R WRC nur noch mit begrenzter Leistung, um die Temperaturen im vertretbaren Bereich zu halten. Durch den Zeitverlust sitzt Mikkelsen nun Landsmann Mads Østberg (Citroën) im Nacken – der Volkswagen Junior hat knapp 17 Sekunden Vorsprung. „Das Duell mit Mads wird noch spannend“, schaute Mikkelsen auf den Samstagnachmittag voraus.


Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), der durch ein ähnliches Missgeschick wie Mikkelsen am Freitag über drei Minuten verloren hatte, ist inzwischen schon wieder Gesamtsiebter. Zu Rang sechs – Henning Solberg im privaten Ford – fehlen ihm noch knapp 28 Sekunden. „Schade, dass die WP 21 abgesagt wurde“, sagte Ogier. „So habe ich natürlich noch weniger Zeit, Henning noch einzuholen.“ Der Franzose konzentriert sich ansonsten darauf, die drei Zusatzpunkte für den Sieg auf der Power-Stage (WP 24) zu holen.


11:53 Uhr (MEZ)

Hinweis!

Aufgrund von Verspätungen im Ablauf wird die Wertungsprüfung 21 nicht gefahren. Alle weiteren WPs finden wie geplant statt.


11:42 Uhr (MEZ)

Jari-Matti will es wissen.

He’s on fire! Jari-Matti Latvala hat auch die schwierige Schneepiste „Värmullsåsen 1“ in Bestzeit gemeistert. Der Finne zauberte eine Zeit von 8:47.2 Minuten in den Schnee – und davon gab es auf dem kurvigen Abschnitt reichlich. Mads Østberg (Citroën) fuhr die zweitschnellste Zeit, knapp dahinter landete Andreas Mikkelsen. Der Norweger liegt noch 16,6 Sekunden vor dem Citroën-Piloten. Der Nachmittag dürfte also Spannung pur versprechen – schafft Mikkelsen es, den zweiten Platz im Gesamtklassement zu halten?

Sébastien Ogier, der absolut am Limit fuhr und einen Beinahe-Abflug hatte, hält weiterhin Platz sieben. „Die Strecke ist nicht einfach zu fahren, aber ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Mein Ziel bleibt weiterhin Platz sechs“, erklärte der Franzose.

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10:02 Uhr (MEZ)

Mission Doppelsieg geht weiter.

Durchatmen ist angesagt: Trotz seines Abflugs konnte Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen seine Fahrt fortsetzen – der Polo R WRC ist offenbar nicht ernsthaft beschädigt. Die Wertungsprüfung Nr. 19 (Vargåsen 1), bei der die legendäre Sprungkuppe „Colin’s Crest“ gefahren wird, ging erneut an Jari-Matti Latvala. Etwas überraschend: Hyundai-Mann Thierry Neuville gaste ordentlich an und fuhr die zweitschnellste Zeit. Auch Citroën-Pilot Mads Østberg will es offenbar wissen und wurde Dritter dieser WP. Mikkelsen landete knapp dahinter.

Die Gesamtwertung: Latvala führt nun mit knapp 37 Sekunden auf Mikkelsen, der 18,2 Sekunden vor Østberg liegt. Sébastien Ogier hat Pontus Tidemand (Ford) mittlerweile kassiert und ist jetzt Siebter.

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09:30 Uhr (MEZ)

Jari-Matti weiter auf Kurs – Mikkelsen im Pech.

Die 18. Wertungsprüfung (Torntorp 1) – ein Highspeed-Abschnitt über 19 Kilometer – hatte es in sich: Jede Menge lockerer Schnee auf der Strecke machte den Piloten zu schaffen. Jari-Matti holte vor Séb die Bestzeit. Großes Drama dagegen bei Andreas Mikkelsen: Der Norweger setzte seinen Polo R WRC mit Schmackes in eine Schneebank. Mikkelsen konnte seine Fahrt zwar fortsetzen, verlor aber viel Zeit und liegt nun über eine halbe Minute hinter Latvala. Der Vorsprung auf den Drittplatzierten Mads Østberg (Citroën) beträgt immer noch 19,3 Sekunden.

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08:44 Uhr (MEZ)

Jari-Matti startet mit Bestzeit in den Samstag.

Der finale Tag der Rallye Schweden läuft – und für den Gesamtführenden Jari-Matti Latvala beginnt er perfekt: Der Finne sicherte sich die Bestzeit auf der 17. Wertungsprüfung (Hara 1) vor Mads Østberg (Citroën) und Mikko Hirvonen (Ford). „Es liegt viel Schnee, man muss sehr konzentriert fahren“, berichtete Latvala im Ziel. Für den Volkswagen Piloten war es übrigens der 300. WP-Sieg seiner Karriere.

Latvalas Teamkollege Andreas Mikkelsen schaffte nur die viertschnellste Zeit und verlor in der Gesamtwertung wieder etwas an Boden. Der Abstand beträgt nun 7,5 Sekunden. Sébastien Ogier, der aufgrund seiner Gesamtposition früher in die WP starten musste, hatte dadurch mehr lockeren Schnee auf der Strecke und erwischte nur die neuntbeste Zeit. Der Franzose kämpft sich aber weiter durchs Feld und liegt nun auf Gesamtrang neun, eine gute halbe Minute hinter Pontus Tidemand (Ford).

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08:30 Uhr (MEZ)

Glückwunsch zum 300. WP-Sieg, Jari-Matti!

Mit der Bestzeit auf der Wertungsprüfung Hara 1 feiert Jari-Matti Latvala den 300. WP-Sieg seiner Karriere. Herzlichen Glückwunsch – und auf die nächsten 300, Jari-Matti!


07:44 Uhr (MEZ)

McRaes Riesen-Satz.

 

Die Sprungkuppe „Colin’s Crest“ lockt Tausende von Fans an.

 

Sprungkuppen gibt es viele in der Rallye-WM. Ein paar davon sind legendär. Zum Beispiel ein eigentlich relativ kleiner Hügel in der Nähe des portugiesischen Städtchens Fafe. Weil aber die Anlaufgeschwindigkeit über 100 km/h beträgt, liegt der Weitsprung-Rekord hier bei über 70 Metern.


Die Wertungsprüfung bei Fafe ist kein Bestandteil der Weltmeisterschaft mehr, seitdem die Rallye Portugal an die Algarve im Süden des Landes umgezogen ist. Aktueller Spitzenreiter ist deswegen der ebenfalls mit hoher Geschwindigkeit absolvierte „Yellow House Jump“ während der Rallye Finnland, wo die Mutigsten auch über 50 Meter weit fliegen.    


Nach dem früheren Weltmeister Colin McRae ist die spektakulärste Sprungkuppe der Rallye Schweden benannt. Der 2007 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommene Schotte begeisterte hier regelmäßig mit besonders weiten Sprüngen die Zuschauer. Jedes Jahr pilgern allein an diesen nur rund 200 Meter langen Streckenabschnitt knapp Zehntausend Fans. Um sich die besten Plätze zu sichern, übernachten besonders Hartgesottene hier mitten im Wald – auch bei minus 20 Grad.


Seit 2008 vergeben die Organisatoren der Rallye Schweden den „Colin’s Crest Award“ an den Piloten, der den weitesten Sprung auf die Eisbahn knallt. Der aktuelle Rekord wird von Youtube-Superstar Ken Block (2011) und einem norwegischen Nachwuchsfahrer namens Marius Aasen (2010) gehalten – beide landeten erst bei der 37-Meter-Marke.


Die Wertungsprüfung selbst trägt den bezeichnenden Namen „Hügel der Wölfe“, auf Schwedisch Vargåsen. Etwa auf der Hälfte der knapp 25 Kilometer langen, am Samstag als WP 19 und WP 23 gefahrenen Strecke liegt Colin’s Crest.


„Man kommt mit ungefähr Tempo 120, 130 an“, beschreibt Rallye-Schweden-Spitzenreiter Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und verrät auch gleich den entscheidenden Trick, den Riesen-Satz heil zu überstehen. „Man muss das Auto schon vor dem Sprung leicht anstellen. Wenn du nämlich schnurgerade über Colin’s Crest fliegst, landest du links neben der Piste.“


06:00 Uhr (MEZ)

Samstag: die Wertungsprüfungen des Tages.

Freitag, 07.02.2014


Skandinavisches Duell: Jari-Matti und Andreas im Zweikampf um die Spitze, Ogier im Pech. Der Freitag. Das Video.


Aktuelle Bilder (18)
20:45 Uhr (MEZ)

Stand nach 16 von 24 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 1:48:47.6 0.0  
2 A. Mikkelsen / M. Markkula 1:48:51.2 +3.6  
3 M. Østberg / J. Andersson 1:49:30.6 +43.0  
4 M. Hirvonen / J. Lehtinen 1:49:50.3 +1:02.7  
5 O. Tänak / R. Molder 1:49:56.3 +1:08.7  
6 K. Meeke / P. Nagle 1:51:18.8 +2:31.2  
7 H. Solberg / I. Minor 1:51:34.6 +2:47.0  
8 P. Tidemand / O. Fløene 1:51:36.0 +2:48.4  
9 S. Ogier / J. Ingrassia 1:52:26.0 +3:38.4  
10 E. Evans / D. Barritt 1:52:29.4 +3:41.8  

20:15 Uhr (MEZ)

„Es wäre großartig, hier zum dritten Mal zu siegen.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„That’s Rally! Auf der ersten Wertungsprüfung sind wir bei Kilometer zwölf in einen Schneewall gerutscht. Das war eine langsame Kurve, vielleicht war ich etwas zu unkonzentriert. Ich habe den Kurveneingang verpasst und schon steckten wir fest. Ein blöder Fehler, aber das kann passieren. Danke an die Fans, die uns herausgeholfen haben. Jetzt haben wir natürlich nichts mehr zu verlieren. Die Bedingungen sind nicht einfach, aber wir geben unser Bestes, um noch wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaft zu sammeln. Das realistische Ziel für Julien und mich ist jetzt Platz sechs. Ich wünsche aber unserem Team, dass Andreas und Jari-Matti am Ende ganz vorn landen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Die Rallye Schweden anzuführen, ist natürlich ein tolles Gefühl. Gleichzeitig liegt noch eine Menge Arbeit vor uns: Der Samstag ist der längste Tag und bis zur Zielrampe in Karlstad wird es darum gehen, möglichst schonend mit den Spike-Reifen umzugehen. Auf Schotter brechen die Spitzen sehr schnell ab und dann verliert man sehr viel Bodenhaftung. Wir werden den Zweikampf mit Andreas Mikkelsen morgen fortsetzen – denn die Rallye Schweden zum dritten Mal zu gewinnen, wäre großartig.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ein großartiger Tag für uns, und ich bin absolut glücklich, wie die Rallye Schweden für uns läuft. Ich stand in der Rallye-WM noch nie auf dem Podium. Und ich würde die Rallye so gern genau dort beenden. Aber ich bin ein waschechter Rallye-Fahrer und der Sieg ist in Reichweite. Ich habe heute versucht, den Druck auf meinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala aufrechtzuerhalten, aber gleichzeitig nicht zu viel zu riskieren. Das war ein echter Balanceakt, der uns ganz gut gelungen ist.“


20:15 Uhr (MEZ)

Hochprozentig geht es für das Team von Volkswagen Motorsport bei der Rallye Schweden zu. Von den bisherigen 16 Wertungsprüfungen gewann Sébastien Ogier neun, Andreas Mikkelsen vier und Jari-Matti Latvala eine. Unterm Strich gingen damit 14 der 16 WPs an das Team Volkswagen Motorsport – das ergibt einen Anteil von 87,5 Prozent. Interessanter Fakt: Latvala hat als aktuell Führender der Rallye Schweden erst eine Wertungsprüfung gewonnen. Dem Finnen fehlt damit nur noch ein weiter Erfolg, um auf insgesamt 300 WP-Sieg in seiner Rallye-Karriere zu kommen.


20:00 Uhr (MEZ)

Rallye-Legende Per Eklund erklärt:

 

„Das war ein harter Rallye-Tag. Die Wetterverhältnisse haben dafür gesorgt, dass es heute fahrerisch sehr anspruchsvoll war. Es war leicht vereist, aber überall kam der Schotter durch. Allerdings nur auf der Ideallinie. Wenn du auch nur einen Zentimeter von der Linie abgewichen bist, bist du in große Schwierigkeiten gekommen. Zum Glück hat Sébastien Ogier bei seinem Ausritt nicht viel beschädigt. Geschockt hat ihn das nicht, denn jetzt scheint er zu fliegen. Eine unglaubliche Aufholjagd! Gewinnen werden aber Jari-Matti Latvala oder Andreas Mikkelsen. Wer macht morgen den entscheidenden Fehler weniger?“

 

Zur Person: Per „Pekka“ Eklund ist ein echter Rallye-Veteran. 1976 gewann er die Rallye Schweden gemeinsam mit seinem Co-Piloten Björn Cederberg in einem Saab 96 V4. Für volkswagen-motorsport.com kommentiert Per die Action zum Abschluss eines jeden Rallye-Tages.


19:30 Uhr (MEZ)

Der Polo galoppiert auf der Pferderennbahn:

Dreifach-Erfolg für Volkswagen Motorsport.

 

Zum Abschluss des Freitags ging es bei der 16. Wertungsprüfung der Rallye Schweden zum zweiten Mal auf die 1,9 Kilometer kurze „Super Special Stage“ Karlstad 2. Wie schon zum Start am Mittwochabend traten auf der Pferderennbahn in Karlstad immer zwei Fahrer gegeneinander an – diesmal kam es sogar zu einem teaminternen Duell zwischen zwei Volkswagen Piloten: Der Gesamt-Führende Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 fuhr gegen den Zweitplatzierten Andreas Mikkelsen (#9), Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) bekam es mit Yazeed Al Rajhi (Ford) zu tun. 

 

Am Ende legten die drei Volkswagen Piloten die schnellsten Zeiten auf der WP16 hin: Mikkelsen (1:36.7 Minuten) gewann vor Ogier (+0,5 Sekunden) und Latvala (+1,2 Sekunden). In der Gesamtwertung bleiben Latvala und Mikkelsen vor den letzten acht Wertungsprüfungen am Samstag mit einem Abstand von nur 3,6 Sekunden gemeinsam an der Spitze. Mads Østberg (Citroën) folgt auf Rang drei mit einem Abstand von bereits 43 Sekunden. Ogier hat sich nach seinem Ausrutscher bereits auf Rang neun nach vorne gearbeitet.

 

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17:40 Uhr (MEZ)

Reifen-Prüfung.

 

Wer diese Rallye Schweden gewinnen will, muss sich beherrschen können.

 

Es regnet weiter rund um Hagfors, keine Spur von Schnee und fallenden Temperaturen. „Unter diesen Bedingungen werden die Wertungsprüfungen am Sonntag kaum etwas mit Winter-Rallye zu tun haben“, befürchtete Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #1), der als Führender zum Service vor der abschließenden Wertungsprüfung auf der Pferderennbahn in Karlstad kam. „Schon heute sind wir beim jeweils zweiten Durchgang häufig auf Schotter statt auf Eis und Schnee gefahren.“

 

Die Profis sind sich deswegen einig: Bei der Abschlussetappe am Samstag werden die Reifen eine entscheidende Rolle spielen. Wer mit seinen Spikes nicht sorgsam umgeht und gelegentlich auf ungestümes Vollgas mit durchdrehenden Rädern beim Beschleunigen und stehende Räder beim Bremsen verzichtet, wird später viel Zeit verlieren.

 

Beispiel Jari-Matti Latvala. Der Finne pflegt einen vergleichsweise spektakulären Fahrstil mit ausgeprägten Drifts. „Ich habe den ganzen Nachmittag über attackiert. Dabei habe ich meine Reifen offensichtlich ruiniert.“ Die Folge: Auf der vorletzten WP des Tages, dem weniger als zwei Kilometer langen „Hagfors Sprint“, verlor der Finne ganze 8,2 Sekunden auf den Schnellsten, Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). „Das darf mir morgen nicht noch einmal passieren“, nahm sich Latvala vor.

 

Ogier hatte sich seine Reifen perfekt eingeteilt. „Ich hatte die optimale Ausgangsposition, um die Rallye zu gewinnen. Aber was hilft’s, wenn man einen dummen Fehler macht“, ärgerte er sich noch immer über seinen Ausrutscher in WP 8. Die Wiederholung seines Sieges vom Vorjahr kann der Franzose sich deswegen abschminken. „Realistisch ist noch Rang sechs drin.“ Auf diese Position hat Ogier einen Rückstand von knapp über einer Minute. Bei 141 noch zu fahrenden WP-Kilometern eine Aufgabe, die sich nur ein Weltmeister stellen kann.

 

Rundum zufrieden war dagegen Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) mit dem Verlauf der zweiten Etappe. „Natürlich will man als Rallye-Fahrer immer gewinnen“, sagte der Norweger, der knapp hinter Teamkollege Latvala Zweiter ist. „Aber hey, ich habe noch nie bei einem WM-Lauf auf dem Podium gestanden. Damit wäre ich mehr als glücklich.“


16:35 Uhr (MEZ)

Ogier weiter auf der Überholspur –
Latvala am Limit.

Jari-Matti Latvala geht als Führender in den nun anstehenden Nachmittags-Service, bevor heute Abend um 19 Uhr noch einmal die kurze „Super Special Stage“ in Karlstad gefahren wird. Der Finne hatte auf der letzten Wertungsprüfung, dem 1,9 Kilometer kurzen Abschnitt „Hagfors Sprint 2“, mit den abgefahrenen Reifen seines Polo R WRC zu kämpfen und büßte Zeit auf seinen Verfolger Andreas Mikkelsen ein. Letzterer ist weiter auf Podiums-Kurs – oder schnappt sich der Norweger am Ende sogar noch den Gesamtsieg? Alles ist möglich, denn sein Rückstand auf Latvala beträgt nur 4,8 Sekunden.

Schnellster Mann auf den Wertungsprüfungen 14 (Rämmen 2) und 15 (Hagfors) war erneut jeweils Sébastien Ogier, der sich nun den sechsten Platz im Gesamtklassement als neues Ziel gesetzt hat.

 

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15:13 Uhr (MEZ)

Volkswagen Piloten nicht zu schlagen.

Plätze eins, zwei und drei für Volkswagen, lautete das Ergebnis der 13. Wertungsprüfung der Rallye Schweden. Sébastien Ogier hat trotz seines Rückstands auf die Spitze richtig Spaß im Cockpit seines Polo R WRC. Der Franzose lässt es weiter krachen und holt eine Bestzeit nach der anderen. Jari-Matti Latvala fuhr wieder die zweitschnellste Zeit und baute seine Führung in der Gesamtwertung auf den teaminternen Verfolger Andreas Mikkelsen leicht aus. Der Abstand beträgt nun 7,5 Sekunden. „Mit meiner Zeit war ich jetzt nicht besonders glücklich. Ich mache mir ein bisschen Sorgen um die Reifen“, erklärte Mikkelsen im Ziel.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


14:00 Uhr (MEZ)

Séb mit Spitzenzeit – Jari-Matti hält die Führung.

Mit einer tollen Bestzeit von 8:55.1 Minuten hat Sébastien Ogier den zweiten Teil des Rallye-Freitags eingeläutet. Die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen landeten im zweiten Durchgang der Wertungsprüfung Lesjöfors auf den Plätzen zwei und drei. „Ich hatte ein gutes Gefühl während der Stage. Der Abschnitt war nicht leicht zu fahren, aber in Ordnung. Wir werden jetzt nicht zu viel riskieren“, berichtete Jari-Matti Latvala im Ziel. Der Finne hält nach wie vor die Gesamtführung der Rallye Schweden. Andreas Mikkelsen ist mit 6,6 Sekunden Abstand aber immer noch in Schlagdistanz.

Pech hatte Robert Kubica (Ford), der durch einen Abflug viel Zeit einbüßte. Hyundai-Mann Juho Hänninen musste seinen i20 WRC nach einem Crash abstellen – damit sind beide Hyundai für heute raus.

 

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13:06 Uhr (MEZ)

Dank an die Fans.

Sébastien Ogier muss den Kampf um den Sieg seinen Teamkollegen überlassen.

 

Sébastien Ogier ist ein Mann der offenen Worte, auch wenn es um eigene Fehler geht. „Es war auf einem vergleichsweise langsamen Abschnitt, vielleicht war ich deswegen einen Moment lang unkonzentriert“, fasste der Franzose den Augenblick in Wertungsprüfung 8 zusammen, in dem er alle Chancen auf einen zweiten Sieg bei der Rallye Schweden einbüßte. Der Polo R WRC mit der Startnummer 1 schlug mit dem Heck an einer Schneewand an, wurde herumgeschleudert und blieb schließlich mit der Front im Schnee stecken. „Zum Glück waren an dieser Stelle sehr viele Fans, die uns zurück auf die Strecke geschoben haben. Ohne die wäre unsere Rallye an dieser Stelle beendet gewesen. Mein Dank gilt also den Zuschauern.“


Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia verloren trotzdem rund viereinhalb Minuten und liegen im Zwischenklassement zur Mittagspause am Freitag auf Rang 13. Damit haben die beiden jetzt nur noch ein Ziel: „Die drei Zusatzpunkte, die es für den Sieg auf der Power-Stage am Samstag gibt.“  


Um den Gesamtsieg beim zweiten WM-Lauf der Saison 2014 kämpfen damit weiterhin zwei Volkswagen Werkspiloten. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) führt knapp vor Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). „Die Spurrinnen werden immer tiefer“, beschrieb Latvala die Auswirkungen der sogar noch einmal gestiegenen Temperaturen und des Regens auf die Pisten. „Solange man in der Spur bleibt, ist das Gripniveau sehr hoch. Aber sobald man nur ein wenig davon abweicht, lässt die Traktion dramatisch nach. Dann bricht das Heck schlagartig aus.“


Angesichts der schlechter werdenden Streckenbedingungen schonte Andreas Mikkelsen seine Spike-Reifen. „Ich habe jetzt für jeden noch ausstehenden Reifenwechsel vier brandneue Reifen in meinem Kontingent. Ich bin für den Zweikampf mit Jari-Matti gerüstet.“


Unsinnige Risiken will Mikkelsen im Duell mit dem finnischen Teamkollegen allerdings nicht eingehen. „Mein Ziel ist hier das Podium. Wenn Jari-Matti das Tempo noch einmal anziehen kann, werde ich sicherlich nicht mit 110 Prozent Einsatz versuchen, ihm zu folgen.“ 


11:45 Uhr (MEZ)

Spannendes Teamduell an der Spitze –
Jari-Matti geht als Führender in die Mittagspause.

Ein packendes Teamduell fasziniert die Zuschauer der Rallye Schweden. Der Kampf um die Spitze spielt sich aktuell zwischen den Volkswagen Piloten Jari-Mattii Latvala und Andreas Mikkelsen ab. Auf der zehnten Wertungsprüfung (Rämmen 1) holte Sébastien Ogier die Bestzeit vor Latvala, Mads Østberg und Andreas Mikkelsen. Latvala überholte dadurch Mikkelsen in der Gesamtwertung.


Der auf WP 10 folgende, nur knapp 1,9 Kilometer kurze Abschnitt (Hagfors Sprint 1) ging an Ford-Fahrer Henning Solberg, Ogier fuhr die zweitschnellste Zeit.

„Ich bin mit dem Vormittag zufrieden. Wir kämpfen nach wie vor um die Führung und hatten einen sauberen ersten Tagesabschnitt“, lautete das positive Fazit von Andreas Mikkelsen.

In der Gesamtwertung liegt Mikkelsen zur Halbzeit des heutigen Freitags nur 1,6 Sekunden hinter Latvala. Der heutige Nachmittag verspricht also Spannung pur.

 

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10:22 Uhr (MEZ)

Dreifacher WP-Sieg für Volkswagen –
der Weltmeister kämpft sich zurück.

Sébastien Ogier fährt nach seinem herben Zeitverlust in der Auftakt-WP des heutigen Freitags mit dem Messer zwischen den Zähnen: Auf der neunten Wertungsprüfung (Fredriksberg 1) war keiner schneller als der Franzose. Von seinem Rückstand, der zu Beginn der Stage über viereinhalb Minuten betrug, hat Ogier schon über 15 Sekunden abgeknabbert. Eine starke Leistung zeigten auch die Teamkollegen Andreas Mikkelsen und Jari-Matti Latvala, die auf dem 18 Kilometer langen Abschnitt die zweit- und drittschnellste Zeit fuhren.

Andreas war mit seiner Performance zufrieden: „Wir haben neue Reifen aufgezogen – das war die richtige Entscheidung. Bei der Rallye Schweden sind die richtigen Reifen das A und O.“ Der Norweger führt nach wie vor die Gesamtwertung an. Jari-Matti liegt 3,3 Sekunden zurück. Mads Østberg (Ford) ist Dritter.

 

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09:20 Uhr (MEZ)

Jari-Matti mit Top-Zeit – Pech für Séb.

Der Start in den Rallye-Freitag verlief für Volkswagen mit Höhen und Tiefen: Während Jari-Matti Latvala auf der 15 Kilometer langen Wertungsprüfung „Lesjöfors 1“ eine tolle Bestzeit in den schwedischen Schnee zauberte, blieb Teamkollege Sébastien Ogier in selbigem stecken und musste seinen Polo R WRC unter großem Zeitverlust aus einer Schneewehe befreien. „Ein Fahrfehler, der uns über viereinhalb Minuten gekostet hat. Jetzt müssen wir das Feld von hinten aufräumen – aber das wird natürlich hart“, berichtete der enttäuschte Ogier bei der Einfahrt ins Ziel.

Durch den Zeitverlust rutscht der als Führender in die WP gestartete Ogier in der Gesamtwertung weit nach hinten. Teamkollege Andreas Mikkelsen, der hinter Latvala die zweitschnellste Zeit fuhr, führt nun wieder die Gesamtwertung an. Latvala liegt nur 0,6 Sekunden dahinter auf Rang zwei. Mads Østberg (Ford) ist Dritter. Pech hatte Hyundai-Mann Thierry Neuville, der einen Stein traf und seinen beschädigten i20 WRC abstellen musste.

 

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09:15 Uhr (MEZ)

Aufgeheizte Stimmung.

Auch ohne extreme Kälte erfordert die Rallye Schweden spezielle Vorbereitung.

 

Zurzeit ist es in Schweden zwar vergleichsweise lauschig warm. Aber auch bei Temperaturen „nur“ um den Gefrierpunkt erfordert die einzige Schnee-Rallye im WM-Kalender andere Vorbereitungen als beispielsweise eine Rallye im hochsommerlichen Glutofen von Mexiko.


„Wichtig ist es, den Körper unter allen Umständen warm zu halten“, beschreibt Willy Verhoeven, der sich bei Volkswagen Motorsport um das leibliche Wohl der Fahrer kümmert. Zusätzlich zu den warmen Jacken und den vom Veranstalter vorgeschriebenen zwei Schneeschaufeln ist deshalb im Cockpit auch eine Decke aus dünner Metallfolie untergebracht. Außerdem erhalten die Polo R WRC eine Heizung, auf die bei Rallyes in warmen Ländern aus Gewichtsgründen verzichtet wird. Sobald sie aus dem Cockpit klettern, streifen die Fahrer robuste Überschuhe aus Filz über. Mit den dünnen Fahrerschuhen würden wohl schon auf dem Weg vom Service zum Mittagessen die Zehen erfrieren. Die Beifahrer dürfen ausnahmsweise normale Winterstiefel statt der zwar feuerfesten, aber gegen Kälte kaum schützenden Fahrerschuhe tragen.    


Auch der Polo R WRC wird gegen die Kälte gewappnet. „Die Öle für Motor, Getriebe und Differenziale sind auf die niedrigen Temperaturen ausgelegt“, erläutert Gerard Jan de Jongh, Renningenieur von Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). Die Aufnahmen für die Wagenheber in den Seitenschwellern können ebenso abgedeckt werden wie die Verschlüsse der Heckhaube, um ein Verkleben mit Eis zu verhindern.


Der große Einlass über der Windschutzscheibe, der normalerweise relativ staubfreie Frischluft ins Cockpit leitet, wird fest verschlossen. Die Frontscheibe selbst kann elektrisch beheizt werden, damit Fahrer und Beifahrer auch bei klirrender Kälte den Durchblick behalten. Das gilt auch für die vorderen Türfenster. Schließlich brauchen Rallye-Fahrer im Drift auch freie Sicht zur Seite.


06:00 Uhr (MEZ)

Freitag: die Wertungsprüfungen des Tages.

Donnerstag, 06.02.2014


Eins, zwei und drei: Volkswagen Motorsport beendet den zweiten Tag der Rallye Schweden auf den ersten drei Plätzen. Der Donnerstag. Das Video.


Aktuelle Bilder (20)
19:35 Uhr (MEZ)


Stand nach sieben von 24 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 39:56.5 0.0  
2 A. Mikkelsen / M. Markkula 40:02.3 +5.8  
3 J. Latvala / M. Anttila 40:08.7 +12.2  
4 O. Tänak / R. Molder 40:11.3 +14.8  
5 M. Østberg / J. Andersson 40:19.0 +22.5  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 40:19.0 +22.5  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 40:28.5 +32.0  
8 J. Hänninen / T. Tuominen 40:38.5 +42.0  
9 P. Tidemand / O. Fløene 40:41.1 +44.6  
10 K. Meeke / P. Nagle 40:43.1 +46.6  

19:45 Uhr (MEZ)

„Das war heute definitiv mein bester Tag.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Bei einer Winterrallye wie in Schweden als Erste die Strecke eröffnen zu müssen, ist immer schwer. Ich war mir deshalb nicht sicher, welche Position wir am Abend einnehmen würden. Alles in den Top Drei wäre super gewesen. Dass es jetzt sogar die Führung ist, macht mich wirklich extrem glücklich. Wir gehen jetzt optimistisch in den zweiten Tag.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„In den schnellen, flüssig zu fahrenden Abschnitten bin ich heute sehr gut zurechtgekommen. Doch in den kurzen, winkeligen Prüfungen habe ich leider zu viel Zeit verloren. Da hatte ich Schwierigkeiten, ausreichend Grip und einen guten Rhythmus zu finden. Morgen ist ein neuer Tag und ich habe mit Platz drei eine gute Ausgangsposition. Vielleicht kann ich an der Reihenfolge an der Spitze noch etwas ändern.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Das war heute definitiv mein bester Tag, seit ich bei Volkswagen bin. Drei Prüfungen gewonnen, in Führung gelegen – und das direkt vor meiner Haustür. Dazu die vielen norwegische Flaggen der Fans, meine Familie und Freunde, die mir vor Ort die Daumen drücken. Ich habe zwar vor der letzten WP des Tages knapp geführt, mich aber dazu entschlossen, Reifen für morgen früh zu sparen und ein bisschen Zeitverlust in Kauf zu nehmen. Mein Ziel ist es nach wie vor, auf das Podium zu fahren.“


19:20 Uhr

Drei Männer – ein Ziel.

Am Freitag geht der teaminterne Dreikampf um den Sieg in die zweite Runde.

Die Situation ist neu. Zum ersten Mal kämpfen gleich alle drei Volkswagen Werkspiloten um den Sieg. „Die Testfahrten im Dezember haben sich wirklich gelohnt“, verriet Vorjahressieger Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) im Ziel der ersten Etappe das Geheimnis hinter der starken Mannschaftsleistung. „Wir haben viel an der Fahrwerksabstimmung gearbeitet, das machte sich heute bemerkbar.“


Der Weltmeister kam als Führender zurück nach Hagfors. „Andreas und Jari-Matti machen mir das Leben wirklich nicht leicht“, fasste Ogier den Tag zusammen.  Nervös wirkte er trotzdem nicht. „Ich gehe am Freitag als Letzter der Toppiloten auf die Strecke, ich kann mein Tempo also an die Konkurrenz anpassen.“


Um für die zweite Etappe optimal gerüstet zu sein, hat der Franzose zwei seiner am Donnerstag verwendeten Reifen geschont. „Wir dürfen morgen früh nur vier neue Reifen mitnehmen. Zusammen mit den zwei nur leicht gebrauchten habe ich praktisch sechs taufrische Reifen an Bord.“ Vor dem ersten Reifenwechsel stehen am Freitag vier Wertungsprüfungen mit knapp 58 Kilometer Länge auf dem Programm.


Die gleiche Taktik wandte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) an, der mit 5,8 Sekunden Rückstand auf Ogier als starker Zweiter im Etappenziel einlief. Zeitweise führte der erst 24 Jahre alte Norweger sogar. „Für mich war es ein toller Moment, die Spitze ausgerechnet auf einer Wertungsprüfung in meiner Heimat zu übernehmen“, blickte er zurück. Bedingungslose Attacke auf Spitzenreiter Ogier hat sich Mikkelsen für Freitag nicht vorgenommen. „Mein Ziel ist es nicht, diese Rallye zu gewinnen. Wir fahren unser Tempo weiter. Dann sollte auf jeden Fall ein Platz auf dem Podium drin sein.“


Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) rundet das Volkswagen Trio an der Spitze der Gesamtwertung ab. „Ich bin mit dem Tag nicht ganz zufrieden“, räumte der Finne ein. „Ich habe ein wenig Schwierigkeiten beim Schalten gehabt. Irgendwie hakte der Ganghebel vor allem beim Herunterschalten manchmal. Aber das werden meine Mechaniker in den Griff bekommen.“


12,2 Sekunden Rückstand auf Teamkollege und Spitzenreiter Ogier sind für Latvala kein unlösbares Problem. „Nur wenn es 20 Sekunden oder mehr wären, würde ich mir jeglichen Sieggedanken abschminken.“ Sieht so aus, als würde der teaminterne Dreikampf am Freitag fortgesetzt.


18:20 Uhr (MEZ)

Bei der Rallye Schweden müssen die WRC-Autos ein paar Extra-Kilos mitschleppen – und zwar in den Reifen: Die Spikes vom Typ „X-Ice North 2 WRC“ können laut Reglement mit maximal 384 Nägeln bestückt werden. Letztere werden aus Wolfram gefertigt und dürfen pro Stück maximal vier Gramm wiegen, das macht ein Zusatzgewicht von bis zu 1,54 Kilo pro Reifen und 6,14 Kilo pro Reifensatz.


Rallye-Legende Per Eklund erklärt:

 

„Was für ein fantastischer Kampf an der Spitze. Für die Zuschauer ist das großartig, die Stimmung an der Strecke ist unglaublich. Die große Überraschung ist natürlich Andreas Mikkelsen. Er fährt die Rallye seines Lebens. Mein Eindruck: Die Volkswagen Piloten kontrollieren alles. Ich glaube aber, sie könnten noch einen Tick schneller. Mal sehen, wie das Wetter morgen wird. Das könnte alles wieder durcheinanderwerfen.“

 

Zur Person: Per „Pekka“ Eklund ist ein echter Rallye-Veteran. 1976 gewann er die Rallye Schweden gemeinsam mit seinem Co-Piloten Björn Cederberg in einem Saab 96 V4. Für volkswagen-motorsport.com kommentiert Per die Action zum Abschluss eines jeden Rallye-Tages.


17:50 Uhr (MEZ)

Was für ein toller Rallye-Tag:
Volkswagen auf den Plätzen eins, zwei und drei.

Das gab es bislang noch nie: Volkswagen Motorsport belegt nach einem tollen zweiten Tag der Rallye Schweden die Gesamtplätze eins, zwei und drei. Sébastien Ogier konnte mit einer Bestzeit auf der finalen Wertungsprüfung des heutigen Donnerstags die Führung im Gesamtklassement zurück erobern. Andreas Mikkelsen fiel auf Platz zwei zurück, zeigte sich bei der Zieleinfahrt aber nicht allzu betrübt: „Wir haben etwas Zeit eingebüßt, weil wir mit abgefahrenen Reifen unterwegs waren. Dafür haben wir morgen frisches Material zur Verfügung und können wieder voll angreifen.“ Jari-Matti Latvala verlor ebenfalls Zeit auf der WP, hält aber den dritten Gesamtplatz vor dem Esten Ott Tänak (Ford).

 

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16:18 Uhr (MEZ)

Wow! Andreas schnappt sich die Führung –
Séb und Jari-Matti auf zwei und drei.

Hat Andreas Mikkelsen seinen Polo R WRC heimlich mit Raketenantrieb nachgerüstet? Mit einer weiteren Bestzeit auf der Wertungsprüfung 6 (Finnskogen 2) schnappte sich der Norweger die Gesamtführung. Teamkollege Sébastien Ogier liegt mit 0,2 Sekunden nur einen Hauch dahinter, gefolgt von Jari-Matti Latvala. Volkswagen liegt nun also auf den Plätzen eins, zwei und drei.

Sébastien Ogier, der als Erster in die Wertungsprüfung starten musste und nur 0,7 Sekunden länger brauchte als Mikkelsen, hatte zu kämpfen: „Keine optimale Linie im Schnee, dazu ist mir das Heck ein paar Mal ausgebrochen, das hat Zeit gekostet“, erklärte der Franzose.

 

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15:40 Uhr (MEZ)

Pure Spannung im Schnee.

Das war eine ganz enge Kiste: Auf dem zweiten Durchgang der Wertungsprüfung „Kirkener“ sah zunächst alles nach einer erneuten Bestzeit für Andreas Mikkelsen aus – doch dann drehte Ott Tänak (Ford) so richtig auf und fuhr mit 5:36.1 Minuten die schnellste Zeit. Ebenfalls schnell unterwegs war Hyundai-Mann Thierry Neuville, der nur 0,5 Sekunden länger brauchte. Mikkelsen landete auf Rang drei – aber für den Norweger wäre mehr drin gewesen, wie er bei der Zieleinfahrt berichtete: „Ein kleiner Fahrfehler hat uns Zeit gekostet, ich habe einen Schneehaufen gestreift.“

Die Gesamtwertung führt nach wie vor Sébastien Ogier an, aber Mikkelsen ist seinem Teamkollegen dicht auf den Fersen: Der Norweger liegt nur 0,5 Sekunden zurück – und die Rallye Schweden entwickelt sich zu einem spannenden Teamduell. Auf Rang drei folgt mit 5,3 Sekunden Abstand Tänak, Jari-Matti Latvala liegt knapp dahinter.

 

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13:50 Uhr (MEZ)

Heimvorteil Mikkelsen: Andreas holt die Bestzeit.

Mit einer Fabelzeit von 8:58.9 Minuten hat sich Andreas Mikkelsen den Sieg auf der vierten Wertungsprüfung der Rallye Schweden (Finnskogen 1) gesichert. Auch dieser Streckenabschnitt führt durch Norwegen – und Andreas nutzte seinen „Heimvorteil“ aus. Der Norweger nahm dem Gesamtführenden Sébastien Ogier über sieben Sekunden ab. Ein Zweikampf mit Tradition: „Ich habe mir hier bereits früher im Škoda S2000 ein hartes Duell mit Séb geliefert“, erinnerte sich Mikkelsen im Ziel. Eine starke Performance zeigte auch Ford-Mann Henning Solberg, der die zweitschnellste Zeit fuhr.


Mikkelsens Teamkollege Jari-Matti Latvala war zwar ebenfalls flott unterwegs, musste sich allerdings mit 2,3 Sekunden Rückstand und Rang drei zufriedengeben.

Im Gesamtklassement arbeitete sich Mikkelsen durch die tolle Leistung auf Rang zwei vor und liegt nun nur noch 1,6 Sekunden hinter Ogier. Die Rallye Schweden bleibt spannend – und wir bleiben dran!

 

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13:10 Uhr (MEZ)

Schneller Abstecher nach Norwegen –
dreifacher WP-Sieg für Volkswagen.

Jetzt hat es geklappt mit dem Bestzeiten-Hattrick: Plätze eins, zwei und drei für Volkswagen, lautete das Resultat der zweiten Wertungsprüfung des heutigen Donnerstags (Kirkener 1). Auf dem gut sieben Kilometer kurzen Abschnitt, der in Norwegen liegt, war Sébastien Ogier erneut das Maß der Dinge. Die Teamkollegen Andreas Mikkelsen und Jari-Matti Latvala folgten als Zweit- und Drittschnellste.


„Die WP ist gut für uns gelaufen“, berichtete Ogier bei der Zieleinfahrt und kündigte an: „Wir werden jetzt pushen.“ Weiter so, Séb!

Im Gesamtklassement konnte Ogier die Führung ausbauen. Latvala machte durch seine starke Zeit einen Platz gut und schob sich an Ott Tänak vorbei auf Platz drei.

 

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11:44 Uhr (MEZ)

Starker Start in den Donnerstag:
Séb übernimmt die Führung.

Sébastien Ogier hat sich gleich zum Auftakt des ersten kompletten Rallye-Tags die Führung geschnappt. Auf dem sieben Kilometer langen Abschnitt „Torsby 1“ fuhr der Franzose im Polo R WRC #1 die Bestzeit von 4:38.1 Minuten. Zweitschnellster war der Este Ott Tänak (Ford), der 2,6 Sekunden länger brauchte. Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala kam nur eine Zehntelsekunde dahinter als Drittschnellster über die Linie. Andreas Mikkelsen wurde Vierter. Kurzzeitig hatte es sogar nach einem Bestzeiten-Hattrick für Volkswagen ausgesehen – aber Tänak funkte dazwischen.


„Es ist ganz schön rutschig da draußen. Der Start war zwar nicht ganz perfekt, aber es liegt noch eine lange Rallye vor uns“, fasste Ogier das Geschehen auf der ersten Wertungsprüfung des heutigen Tages zusammen.


Im Gesamtklassement liegt Ogier drei Sekunden vor Mikkelsen. Tänak liegt eine weitere Sekunde dahinter auf Rang drei, Latvala folgt mit knappem Abstand auf Platz vier.

 

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11:10 Uhr (MEZ)

Spike-Reifen und Schotter – keine gute Kombination.

Das warme Wetter stellt die Fahrer vor unerwartete Herausforderungen.

 

Die Rallye Schweden ist die einzige Veranstaltung im WM-Kalender, die komplett auf Eis und Schnee ausgefahren wird. Deswegen sind hier ausschließlich Spike-Reifen erlaubt. Die Regeln für ihre Konstruktion füllen im Reglement gleich mehrere Seiten. So sind pro zehn Zentimeter Reifenfläche maximal 20 Spikes zugelassen. Daraus ergibt sich eine Höchstzahl von 384 pro Reifen. Die Nägel selbst dürfen höchstens 20 Millimeter lang sein, nicht schwerer als vier Gramm und müssen eine zylindrische Form aufweisen. Der Durchmesser darf an der Basis maximal neun Millimeter sein und muss an der Spitze mindestens 2,5 Millimetern betragen.


Beim Reifentyp „X-Ice North 2 WRC“, den Volkswagen Motorsport Partner Michelin mit zur Rallye Schweden gebracht hat, ragen die Nägel exakt 6,5 Millimeter aus dem Gummi heraus. Der Reifen hat die Größe 195/65 R 15, ist also im Vergleich zu einem bei Asphalt-Rallyes verwendeten Slick im Format 215/45 R 18 zwei Zentimeter schmaler. Der X-Ice North 2 WRC wird außerdem in zwei verschiedenen, asymmetrisch aufgebauten Versionen für die rechte und linke Fahrzeugseite gefertigt. Das Profil ist relativ grobstollig. Die Idee dahinter: Der Reifen soll losen Schnee beiseitefegen und sich durch die Schneedecke bis auf die vereiste Fahrbahn durchdrücken. Hier können sich die aus dem ultraharten Metall Wolfram gefertigten Spikes dann regelrecht verbeißen.


So weit die Theorie. In der Praxis der Rallye Schweden 2014 führt das unerwartet warme Wetter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt dazu, dass bei den Reifentechnikern der Adrenalinpegel steigt. „Für solche Bedingungen sind die Spike-Reifen nicht gebaut“, erläutert Michelin-Mann Alessandro Barlozzi. Die größte Gefahr ist, dass die Reifen die Nägel verlieren. Auf Schotter arbeitet der Gummi stärker als auf Eis und Schnee, erwärmt sich außerdem mehr. Immerhin wird jeder einzelne Nagel bei Tempo 120 km/h rund 17 Mal pro Sekunde in die Fahrbahn gepresst, bei der Landung nach einem Sprung gelegentlich mit einem Mehrfachen des Fahrzeuggewichtes.


„Außerdem sind Spike-Reifen nicht so gut gegen Beschädigungen geschützt wie Schotter-Reifen“, ergänzt Barlozzi. Während die bei Schotter-Rallyes verwendeten Reifen durchaus einige Kilometer mit wenig oder sogar gar keiner Luft überstehen, kommen die Fahrer bei einem Plattfuß in Schweden kaum um den sofortigen Reifenwechsel herum.

 

Zwar dürfen immer zwei Ersatzräder mitgenommen werden. Bei den sechs planmäßigen Reifenwechseln im Verlauf der Rallye dürfen allerdings jeweils nur vier Räder ausgetauscht werden. Maximal 28 Reifen stehen pro Auto zur Verfügung.  „Man hat also immer mindestens zwei Gebrauchte dabei“, erklärt Volkswagen Werkspilot Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). „Wer die Rallye Schweden gewinnen will, muss sich seine Reifen gut einteilen.“


06:00 Uhr (MEZ)

Donnerstag: die Wertungsprüfungen des Tages.

Mittwoch, 05.02.2014


Aktuelle Bilder (14)
23:10 Uhr (MEZ)


Stand nach einer von 24 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 A. Mikkelsen / M. Markkula 1:33.4 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 1:34.2 +0.8  
3 O. Tänak / R. Molder 1:35.6 +2.2  
4 J. Latvala / M. Anttila 1:35.8 +2.4  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 1:36.0 +2.6  
6 H. Solberg / I. Minor 1:36.4 +3.0  
7 J. Hänninen / T. Tuominen 1:36.6 +3.2  
7 M. Østberg / J. Andersson 1:36.6 +3.2  
9 T. Neuville / N. Gilsoul 1:36.8 +3.4  
10 K. Meeke / P. Nagle 1:37.3 +3.9  

21:35 Uhr (MEZ)

Rallye-Legende Per Eklund erklärt:

 

„Die erste kurze WP ist natürlich nicht entscheidend, sie kann aber wichtig für das Selbstvertrauen sein. Und deshalb freu ich mich ganz besonders für Andreas Mikkelsen, er hat diesen Erfolg wirklich verdient. Klar, er hat auch ein wenig Glück gehabt: Während die WP lief, hatte es angefangen zu schneien. Die Volkswagen Piloten mussten ziemlich zum Schluss ran, und da kam schon der Schotter durch den Schnee. Das hat sicherlich ein paar Zehntel gebracht. Und so waren auch Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala ganz vorn dabei.“

 

Zur Person: Per „Pekka“ Eklund ist ein echter Rallye-Veteran. 1976 gewann er die Rallye Schweden gemeinsam mit seinem Co-Piloten Björn Cederberg in einem Saab 96 V4. Für volkswagen-motorsport.com kommentiert Per die Action zum Abschluss eines jeden Rallye-Tages.


21:00 Uhr (MEZ)

Doppelführung nach der ersten WP:

Alle Volkswagen Piloten gewinnen ihre Duelle.

 

Welch ein starker Auftakt für Volkswagen Motorsport bei der Rallye Schweden. Zum Aufwärmen ging es am Mittwochabend auf die 1,9 Kilometer kurze „Super Special Stage‟ Karlstad 1, bei der immer zwei Fahrer gegeneinander antraten. Dabei kam es zu interessanten Duellen für die drei Volkswagen Piloten: Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 fuhr gegen den Polen Robert Kubica (Ford), Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) trat gegen Mikko Hirvonen (Ford) an und Andreas Mikkelsen (#9) bekam es mit Lokalmatador Pontus Tidemand (Ford) zu tun – am Ende gewannen alle drei Volkswagen Piloten ihre Duelle.

 

Überraschend war allerdings die Reihenfolge: Schnellster auf der WP1 war Mikkelsen (1:33.4 Minuten) vor Ogier (+0,8 Sekunden). Latvala landete auf einem ebenfalls starken vierten Rang (+2,4 Sekunden). Nur der Ford-Pilot Ott Tänak auf Platz drei konnte die Dominanz der Volkswagen Piloten durchbrechen. Am Donnerstag geht die Rallye dann mit sechs weiteren Wertungsprüfungen richtig los.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


12:05 (MEZ)

Mit gebremstem Tempo.

 

Während des Shakedown ging es vor allem darum, die Reifen zu schonen.

Das ungewöhnlich warme Wetter bestimmte das Ergebnis des Shakedown vor der Rallye Schweden. „Für uns ging es nur darum, die Reifen zu schonen“, erzählte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) nach diesem Freien Training. Denn jeder Fahrer darf maximal 28 Spike-Reifen während der Rallye verwenden, der Shakedown am Mittwochmorgen zählte bereits zu diesem Kontingent. Auch diese kurze Strecke wies nur noch wenig Eis und Schnee auf, weitgehend wurde auf Schotter gefahren.
Für diese Bedingungen sind die in Schweden einzig zugelassenen Spike-Reifen nicht konstruiert. Die Gummimischung ist zu weich, die Nägel reißen aus. Deswegen beschränkten sich die meisten Piloten darauf, maximal einen der vorgeschriebenen vier Durchgänge mit vollem Tempo zu bestreiten.


Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) zählte zu dieser Gruppe. Der Finne fuhr mit 1.56,2 Minuten eine der schnellsten Zeiten – rund sieben Sekunden schneller als Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), der komplett auf die Zeitenjagd verzichtete. „Ich habe seit der Rallye Monte Carlo nicht mehr im Cockpit gesessen. Ich wollte das Gefühl für das Fahren auf Schnee und Eis auffrischen“, begründete Latvala seine abweichende Taktik.

 

Er lieferte außerdem wertvolle Erkenntnisse für die Reifentechniker – die einzig zugelassenen Spike-Reifen kamen mit der nicht planmäßigen Belastung überraschend gut zurecht. „Auf Schotter bauen die Spike-Reifen extremen Grip auf“, beschrieb Latvala. „Die Kunst wird allerdings sein, sie nicht nach fünf Kilometern schon zerstört zu haben.“


Der einzige Fahrer, dem die schlechten Streckenverhältnisse möglicherweise sogar in die Karten spielen, ist Sébastien Ogier. Der Sieger der Rallye Monte Carlo muss zumindest während der ersten Etappe als Erster auf die Strecke. „Unter den derzeitigen Bedingungen ist mein Nachteil nicht ganz so groß, als wenn frischer Schnee auf der Piste liegen würde“, blickte der Franzose voraus. Denn in dem Fall müsste er Schneepflug spielen und würde pro Kilometer eine Sekunde und mehr verlieren.


06:00 Uhr (MEZ)

Mittwoch: die Wertungsprüfungen des Tages.

Vorberichte


Dienstag, 04.02.2014


Rallye on the rocks.
Eiskalte Vorfreude. Am Mittwoch startet die Rallye Schweden. Das Video.


Freitag, 31.01.2014


16:05 Uhr (MEZ)

Das war wahrscheinlich die beste Rallye in meiner bisherigen Karriere.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Die Rallye Schweden ist eine meiner Lieblings-Rallyes im Kalender. Im vergangenen Jahr haben wir hier für Volkswagen unseren ersten Sieg geholt und uns ein tolles Duell mit Sébastien Loeb geliefert. Das war wahrscheinlich die beste Rallye in meiner bisherigen Karriere. Wir waren die gesamte Zeit, genau wie Loeb, am absoluten Limit und mussten in jeder Minute 100 Prozent Leistung abrufen. Am Ende hat es sich ausgezahlt und wir haben diese extreme Herausforderung gewonnen. 2014 haben sich die Vorzeichen etwas geändert. Jetzt sind wir es, die jeder schlagen will. Skandinavier sind hier traditionell schwer zu schlagen. Das ist ‚Südeuropäern‘ bisher erst zweimal gelungen. Ich werde also verstärkt ein Auge auf Mikko Hirvonen und Mads Østberg bei Citroën haben, vor allem aber auf meine beiden Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen. Es wird sicher nicht einfach, aber ich würde hier zu gern noch einmal gewinnen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich freue mich wahnsinnig auf Schweden, den Schnee und die langen, schnellen Geraden. Letztes Jahr war der Volkswagen Polo R WRC noch ziemlich neu für mich und wir haben das Auto nicht perfekt abgestimmt. In diesem Jahr kennen wir das Auto richtig gut und ich fühle mich am Steuer pudelwohl. Anders als in den vergangenen beiden Jahren habe ich diesmal kaum Druck und fahre völlig entspannt nach Schweden, weil ich nach Platz fünf bei der ‚Monte‘ bereits eine gute Ausgangsposition eingenommen habe. Und wenn man Spaß an einer Rallye hat, ist der Erfolg programmiert. Jetzt hoffe ich, dass wir mindestens um einen Podestplatz kämpfen werden.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ich möchte mich in der Saison 2014 verbessern und hin und wieder aufs Podium fahren. Für mich ist die Rallye Schweden jedes Jahr eine ganz wichtige Rallye, weil ich mich dort zu Hause fühle. Ich erhoffe mir außerdem, dass das zweite Jahr einfacher wird. Ich kann nun mit meinen eigenen Jungs vom vergangenen Jahr weiter zusammenarbeiten und unsere Arbeit weiter verbessern. Für mich ist das Fahren auf Eis und Schnee etwas ganz Natürliches, damit bin ich aufgewachsen. Und ich hoffe, dass wir diesmal richtig viel Schnee haben werden. Der kleine Abstecher der Rallye Schweden in mein Heimatland Norwegen ist für mich natürlich etwas Besonderes. Vielleicht drücken mir bei der ‚Torsby‘ ja ein paar Landsleute mehr die Daumen.“


Donnerstag, 30.01.2014


Spuren im Schnee.

 

Die „Schweden“ ist die einzige Schnee-Rallye im WM-Kalender.

Bei der Rallye Monte Carlo Mitte Januar wurde die Wertungsprüfung über den berühmten Col de Turini abgebrochen, weil erst ein Vorausfahrzeug und schließlich sogar ein allradangetriebenes Rallye-Auto im frisch gefallenen Schnee stecken blieb. Bei der bevorstehenden Rallye Schweden sind solche Probleme kaum zu befürchten – hier gehören Schneemassen zum Alltag.

 

„In Schweden wird mit anderen Reifen gefahren als bei der ,Monte‘. Vor allem die Spikes sind viel länger, damit kommt ein World Rally Car auch durch tieferen Schnee“, erklärt Volkswagen Werkspilot Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), der sich als Finne bei arktischen Temperaturen pudelwohl fühlt und die Rallye Schweden schon zweimal gewonnen hat (2008 und 2012).


Vergangenes Jahr schnappte ihm ausgerechnet der eigene Teamkollege den dritten Sieg vor der Nase weg. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) feierte damals den ersten Sieg für WM-Einsteiger Volkswagen schon bei der zweiten Rallye. „Die Rallye Schweden ist eine meiner Lieblings-Rallyes im Kalender“, sagt der Weltmeister aus Frankreich, der den Saisonauftakt in Monte Carlo gewonnen hat und nun als Tabellenführer nach Schweden kommt. „Im vergangenen Jahr haben wir uns ein tolles Duell mit Sébastien Loeb geliefert. Das war wahrscheinlich die beste Rallye in meiner bisherigen Karriere.“

 

Logisch, dass Ogier und Latvala auch dieses Mal zu den Siegfavoriten gehören. Auch nicht zu unterschätzen ist Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Der Norweger, in der Heimat mit Schnee-Rallyes groß geworden, hofft auf den Vorteil seiner relativ hohen Startposition zur ersten Etappe. Dann wird nach WM-Stand gestartet – auf frischem Schnee ein Nachteil für Tabellenführer Ogier. Er wird im Gegensatz zu den Teamkollegen Latvala (Startposition drei) und Mikkelsen (sechs) keinen Konkurrenten vor sich haben, der die Ideallinie schneepflugartig säubert.


Die Rallye Schweden wird am Mittwochabend (20:04 Uhr) mit der Super-WP auf der Pferderennbahn von Karlstad gestartet. Anschließend verlagert sich der Schwerpunkt auf den Flugplatz im rund 80 Kilometer weiter nördlich gelegenen Hagfors, wo der Serviceplatz aufgebaut ist. Insgesamt stehen bis Samstagnachmittag (Ziel um 17:27 Uhr) 24 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 324 Kilometern auf dem Programm.    


Montag, 27.01.2014


„Er ist der energiegeladenste Mensch, den ich jemals kennengelernt habe“.

 

Kaum einer kennt Jari-Matti Latvala so gut wie sein Cousin Jaakko Liesmäki, mit dem er seine Kindheit verbrachte. In unserem Interview erzählt Jaakko von gemeinsamen Rutschpartien auf einem Rodelberg und wann er bemerkte, dass Jari-Matti das Zeug zum Rallye-Profi hat.



Welche Erinnerungen hast du an Jari-Matti?
Als wir Kinder waren, haben wir viel Zeit miteinander verbracht. Er war eigentlich damals schon ähnlich drauf wie jetzt: immer voller Energie und sehr aufgeschlossen gegenüber allem, was neu für ihn war. Die Leidenschaft für Autos und alles, was damit zu tun hat, war auf jeden Fall schon damals vorhanden. Das gilt auch für den Rallye-Sport – schon als kleiner Junge hat er sich brennend dafür interessiert.

Was war euer schönstes gemeinsames Erlebnis?
Es gab da diesen kleinen Rodelberg in der Nähe des Hauses unserer Großmutter. Den sind wir jeden Winter mit Karacho hinuntergedonnert – ein Riesenspaß. Jari-Matti war auch damals schon motorisiert: Er hatte so ein kleines Spielzeugauto mit Benzinmotor, in das man sich reinsetzen konnte. Damit sind wir viel rumgefahren. Und mit gerade mal acht Jahren bekam er dann von seinem Vater sein erstes richtiges Rallye-Auto, einen alten Ford Escort. Jari konnte kaum die Pedale erreichen. Wir sind damit auf einer umzäunten Piste in der Nähe des Grundstücks seiner Eltern gefahren, das war unser eigener privater Rallye-Kurs. Natürlich sind wir irgendwann im Graben gelandet. Wir hatten ganz schön die Hosen voll, aber die Sache ist zum Glück glimpflich ausgegangen.

Woran und wann hast du gemerkt, dass er richtig schnell Auto fahren kann?
Seine Leidenschaft und sein Talent waren für mich eigentlich schon sehr früh erkennbar. Dass er das Zeug zum Profi hat, habe ich gemerkt, als er mit 16 Jahren seine ersten finnischen Rallye-Sprints fuhr. Er gewann auf Anhieb fast alle Läufe. Danach ist er ja nach England gegangen. Von dem Zeitpunkt an wusste ich: Der Jari-Matti hat das Zeug zum Profi.


Würdest du gerne einmal mit ihm tauschen?
Eigentlich nicht. Ich weiß ja, dass der Job auch sehr hart ist. Er ist natürlich ständig unterwegs und hat wenig Zeit. Deswegen sehen wir uns jetzt auch nicht mehr so oft. Für mich wäre das nichts, aber ich habe auch nicht diese absolute Leidenschaft für den Sport wie Jari-Matti. Ich denke, er genießt jede Minute – selbst dann, wenn es mal nicht optimal läuft. 


Was macht ihr am liebsten, wenn ihr gemeinsam Zeit miteinander verbringt?
Wenn wir es tatsächlich mal schaffen, hat er natürlich immer viel zu erzählen. Und meistens machen wir Sport. Das kann z. B. Bowling sein, oder Skilanglauf – irgendeine Art von Wettbewerb muss es bei ihm aber immer sein. Auf Skiern fährt er mir aber meistens davon!

Was zeichnet Jari-Matti als Menschen aus?
Seine Begeisterungsfähigkeit, seine Aufgeschlossenheit und vor allem seine Energie. Er ist der energiegeladenste Mensch, den ich jemals kennengelernt habe – immer auf der Suche nach Wettbewerb und neuen Herausforderungen. Daran hat sich seit seiner Kindheit nichts geändert.

Welche Träume hat er? Was wollte er schon immer mal machen?
Neben dem Rallye-Sport gehört ja Reisen zu seinen großen Leidenschaften. Ich glaube, wenn er etwas mehr Zeit hätte, würde er um die ganze Welt reisen – und das Tempo dabei selbst bestimmen. Ein Stopp hier und da, wo es ihm gefällt. In der Praxis ist das natürlich für ihn nicht drin. Aber ich denke, er ist so weit ganz zufrieden.

Wie fährt Jari-Matti privat? Ist er da genauso sportlich unterwegs wie im WRC-Auto oder eher gemütlich?
Ein Draufgänger ist er bestimmt nicht. Abseits vom Rallye-Sport fährt er ganz normal und hält sich immer an die Regeln. Er kann das perfekt trennen. Sobald er im Rallye-Auto sitzt, ist er dann ein komplett anderer Mensch.


Streckenprofil

Vollgas auf Schnee und Eis.

Winterrallye bei Minustemperaturen.

Auf speziellen Reifen mit langen Spikes rauschen die Piloten durch die verschneiten Wälder.

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Backstage

Kein Wikinger, keine Chance.

Alle Gewinner der Rallye Schweden seit 1950.

Bei der Rallye Schweden triumphieren in der Regel Skandinavier – oder Franzosen.

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