Rallye Mexiko 2014.

 

Souveräner Doppelsieg und fünf Extrapunkte in Mexiko.

 

Was für ein Triumph für Volkswagen Motorsport: Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben ihren Vorjahressieg bei der Rallye Mexiko 2014 wiederholt. Drei Etappen lang kämpfte sich das französische Duo durch dünne Höhenluft, Hitze und Staub. Die amtierenden Weltmeister bewiesen aufs Neue ihre Klasse – und konnten am finalen Rallye-Sonntag ganz oben auf dem Podium die Korken knallen lassen. Auch die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila ließen nichts anbrennen – und wurden dafür mit einem tollen zweiten Platz belohnt. Dritter wurde Hyundai-Mann Thierry Neuville, der allerdings über vier Minuten Rückstand auf die Spitze hatte.  

 

„Wiederholungstäter“ Sébastien Ogier startete weltmeisterlich in den dritten WM-Lauf der Saison und sicherte sich die Bestzeit auf der spektakulären Monster Street Stage durch die zentralmexikanische Stadt Guanajuato. Im Anschluss lieferte sich der Volkswagen Pilot ein packendes Duell mit Mads Østberg (Citroën), der zwischenzeitlich die Gesamtwertung anführte. Im weiteren Verlauf konnte der Norweger allerdings nicht mit dem wie entfesselt fahrenden Ogier mithalten und verlor an Boden. Séb setzte sich an die Spitze und gab die Führung bis zum Ende der Rallye nicht mehr ab. Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen waren dann die drei Extrapunkte für die Fahrer-Weltmeisterschaft, die sich Ogier durch die Bestzeit in der letzten Power Stage schnappte. Nicht ins Geschehen eingreifen konnten die Konkurrenten Kris Meeke (Citroën) und Mikko Hirvonen (Ford), die ihre Autos früh beschädigten und dadurch weit zurückfielen.

Und was sagt der Sieger? „Mexiko ist wirklich ein fantastisches Land für uns! Ich mag die Rallye und die Rallye mag mich offenbar auch. 2008 habe ich hier meinen ersten Sieg als Junior geholt, vergangenes Jahr den Gesamtsieg mit Volkswagen und jetzt stehe ich wieder ganz oben auf dem Podium – ein großartiges Gefühl. Unser gesamtes Team hat übers Wochenende einen sensationellen Job gemacht und der Polo R WRC war einmal mehr bei extremen Bedingungen super zuverlässig, super schnell“, freute sich Ogier nach der Zieleinfahrt am Sonntag.

 

Jari-Matti Latvala holte nicht nur den zweiten Platz im Gesamtklassement, sondern auch zwei Zusatz-Zähler für die zweitschnellste Zeit in der Power Stage. Dementsprechend happy war der Finne mit seinem Ergebnis und lobte das Team für seinen tollen Einsatz: „Mit dem zweiten Platz bin ich wirklich sehr zufrieden. Nachdem wir zu Beginn die Strecke eröffnen mussten und der Abstand zur Spitze dadurch recht groß war, war ein Platz auf dem Podium das erklärte Ziel. Die Rallye Mexiko war ein hartes Stück Arbeit und auch für die Autos sehr fordernd. Der Polo hat die Strapazen in der Höhe und der Hitze bestens gemeistert und auch unser Team hat einen perfekten Job gemacht. Danke dafür.“

 

Pech hatte dagegen der dritte im Bunde der Volkswagen Fahrer: Andreas Mikkelsen, der bei der Rallye Schweden einen tollen zweiten Platz holte, verlor viel Zeit durch einen Aufhängungsschaden und einen Überschlag. „Eine harte Rallye für uns. Gleich zweimal früh auszufallen ist natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Ich habe einfach zu viele Fehler gemacht. Dank der großartigen Arbeit meiner Mechaniker habe ich am Sonntag noch ein paar Kilometer Erfahrung bei der Rallye Mexiko gesammelt, damit wir im kommenden Jahr wieder angreifen können. Alles in allem haben wir hier viel gelernt, leider auf die harte Tour. Ich werde in den kommenden Tagen tief in die Analyse einsteigen und mich bestmöglich auf die kommende Rallye in Portugal vorbereiten“, fasste der Norweger das Geschehen zusammen.

 

Durch seinen Sieg übernimmt Sébastien Ogier die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft. Teamkollege Latvala liegt nur drei Zähler dahinter auf Rang zwei. Auf dem dritten Rang folgt mit deutlichem Abstand Citroën-Pilot Mads Østberg.


Sébastien Ogier und Julien Ingrassia sichern sich die Gewinner-Souvenirs. Das Video.


Rallye Mexiko 2014: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:27:41.8 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 4:28:54.4 +1:12.6  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 4:33:10.4 +5:28.6  
4 E. Evans / D. Barritt 4:34:31.1 +6:49.3  
5 M. Prokop / J. Tománek 4:37:36.2 +9:54.4  
6 B. Guerra / B. Rozada 4:40:39.4 +12:57.6  
7 C. Atkinson / S. Prevot 4:42:57.2 +15:15.4  
8 M. Hirvonen / J. Lehtinen 4:44:48.6 +17:06.8  
9 M. Østberg / J. Andersson 4:53:23.4 +25:41.6  
10 Y. Protasov / P. Cherepin 4:56:00.0 +28:18.2  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Mexiko des Jahres 2014 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 09.03.2014


Sombreros und Cowboystiefel.
Sébastien Ogier und Julien Ingrassia sichern sich auch 2014 die Gewinner-Souvenirs. Die Rallye Mexiko. Das Video.


Aktuelle Bilder (23)
23:58 Uhr (MEZ)


Stand nach 22 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:27:41.8 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 4:28:54.4 +1:12.6  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 4:33:10.4 +5:28.6  
4 E. Evans / D. Barritt 4:34:31.1 +6:49.3  
5 M. Prokop / J. Tománek 4:37:36.2 +9:54.4  
6 B. Guerra / B. Rozada 4:40:39.4 +12:57.6  
7 C. Atkinson / S. Prevot 4:42:57.2 +15:15.4  
8 M. Hirvonen / J. Lehtinen 4:44:48.6 +17:06.8  
9 M. Østberg / J. Andersson 4:53:23.4 +25:41.6  
10 Y. Protasov / P. Cherepin 4:56:00.0 +28:18.2  

23:01 Uhr (MEZ)

„Unser Team hat einen perfekten Job gemacht.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Mexiko ist wirklich ein fantastisches Land für uns! Ich mag die Rallye und die Rallye mag mich offenbar auch. 2008 habe ich hier meinen ersten Sieg als Junior geholt, vergangenes Jahr den Gesamtsieg mit Volkswagen und jetzt stehe ich wieder ganz oben auf dem Podium – ein großartiges Gefühl. Unser gesamtes Team hat übers Wochenende einen sensationellen Job gemacht und der Polo R WRC war einmal mehr bei extremen Bedingungen super zuverlässig , super schnell.  Nach meinem Fehler in Schweden war ich hungrig auf diesen Sieg! Auch wenn wir jetzt beim nächsten Lauf in Portugal den Straßenfeger für die Konkurrenz spielen müssen – die Punkte für die WM zählen mehr als alles andere.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Mit dem zweiten Platz bin ich wirklich sehr zufrieden. Nachdem wir zu Beginn die Strecke eröffnen mussten und der Abstand zur Spitze dadurch recht groß war, war ein Platz auf dem Podium das erklärte Ziel. Die Rallye Mexiko war ein hartes Stück Arbeit und auch für die Autos sehr fordernd. Der Polo hat die Strapazen in der Höhe und der Hitze bestens gemeistert und auch unser Team hat einen perfekten Job gemacht. Danke dafür. Für Miikka und mich war es die bislang beste Mexiko-Rallye, wir sind fehlerfrei durchgekommen und zum ersten Mal Zweite geworden. In der Meisterschaft liegen wir weiterhin fast gleichauf mit unseren Teamkollegen, ohne in Portugal wieder von Startplatz eins losfahren zu müssen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Eine harte Rallye für uns. Gleich zweimal früh auszufallen ist natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Ich habe einfach zu viele Fehler gemacht. Dank der großartigen Arbeit meiner Mechaniker habe ich am Sonntag noch ein paar Kilometer Erfahrung bei der Rallye Mexiko gesammelt, damit wir im kommenden Jahr wieder angreifen können. Alles in allem haben wir hier viel gelernt, leider auf die harte Tour. Ich werde in den kommenden Tagen tief in die Analyse einsteigen und mich bestmöglich auf die kommende Rallye in Portugal vorbereiten. Wir werden gestärkt antreten und dort hoffentlich wieder um einen Podestplatz fahren.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Ein Doppelsieg bei diesen schwierigen Bedingungen und angesichts der neuen Regeln zur Startreihenfolge ist mehr als wir vor der Rallye Mexiko erwartet hatten. Ich ziehe den Hut vor Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und unseren Ingenieuren, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Die fahrerische Leistung war von beiden ohne jeden Zweifel überragend. Doch der Doppelsieg ist auch ein Erfolg der Mannschaft dahinter. Egal ob Fahrwerks- oder Motorenabteilung, die Polo R WRC waren perfekt auf die schwierigen Bedingungen vorbereitet.“


21:50 Uhr (MEZ)

Kein Problem mit Startposition eins.

 

„Mexiko“-Sieger Sébastien Ogier hofft bei der Rallye Portugal auf Hilfe von oben.

 

Mit dem Sieg bei der Rallye Mexiko hat Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) wieder die Führung in der Fahrerwertung übernommen. Neben einem Paar Cowboystiefel und einem riesigen Sombrero – die traditionellen Siegprämien in der Schuh-Hochburg León – erhält der Franzose dafür aber auch ein mit Nachteilen verbundenes Geschenk: Er muss beim nächsten WM-Lauf in Portugal (3. bis 6. April) zumindest während der Auftaktetappe als Erster auf die Strecke. Wie schon auf den Schotter-Strecken von Mexiko eigentlich ein Handicap.

 

„Darüber mache ich mir jetzt erst einmal keine Gedanken“, winkte Ogier im Ziel der Rallye Mexiko ab. „Abgesehen davon hat es in Portugal während der Rallye schon häufiger geregnet. Dann wäre Startposition eins sogar ein Vorteil.“ Und falls doch die Sonne scheint? In Mexiko hat Ogier von Startposition zwei gewonnen. Dasselbe in Portugal von einem Platz weiter vorn zu schaffen, wäre eine neue Herausforderung.

 

Rundum zufrieden war auch Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) mit seinem zweiten Rang. „Bei der Rallye Mexiko habe ich in der Vergangenheit schon viel Pech gehabt. Rang zwei ist mein bisher bestes Ergebnis – was will ich mehr?“ Der jetzt in der Tabelle auf Rang zwei geführte Finne denkt sowieso eher taktisch. „Unter normalen Umständen sollte Startposition zwei in Portugal ein Vorteil sein.“

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) wurde nach dem Neustart am Sonntag als 19. gewertet. „Ich muss mich bei meinen Mechanikern bedanken“, sagte der Norweger. „Sie haben die Folgen des Überschlags gestern beseitigt und mir ein perfektes Auto hingestellt.“


20:40 Uhr (MEZ)

14 der 22 Wertungsprüfungen hat Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) bei der Rallye Mexiko gewonnen – eine beeindruckende Zahl. Und der letzte WP-Erfolg war noch einmal ein ganz besonderer: Zum einen sammelte der Weltmeister bei der abschließenden Power Stage drei zusätzliche Punkte in der WM-Wertung und zog damit wieder an seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala (#2) vorbei an die Spitze. Zum anderen war es für den Franzosen der 250. Sieg auf einer Wertungsprüfung in seiner Karriere. Für diese fantastische Leistung benötigte Ogier nur sechs Jahre – in einem derart kurzen Zeitraum hat das noch kein WRC-Fahrer vor ihm geschafft. Auch dazu: herzlichen Glückwunsch!


20:10 Uhr (MEZ)

Doppelsieg in Mexiko –  fünf zusätzliche WM-Punkte für Ogier und Latvala.

Welch ein Triumph für Volkswagen Motorsport bei der Rallye Mexiko: Weltmeister Sébastien Ogier wiederholte im Polo R WRC #1 seinen Vorjahres-Erfolg und feierte damit bei der dritten Rallye des Jahres seinen zweiten Sieg. „Schweden“-Gewinner Jari-Matti Latvala (#2) auf dem zweiten Platz machte den Doppelsieg für Volkswagen Motorsport perfekt. Thierry Neuville schaffte es als Dritter erstmals mit Hyundai auf das Podium – sein Rückstand auf Latvala betrug allerdings mehr als vier Minuten.

 

Für zusätzliche Freude sorgte der erfolgreiche Abschluss auf der Power Stage El Brinco 2: Ogier schaffte in 4:34.2 Minuten die schnellste Zeit auf der 8,25 Kilometer langen WP 22 und sicherte sich damit drei zusätzliche Punkte in der WM-Fahrerwertung. Latvala (+1,8 Sekunden) erhält zwei Zusatz-Zähler, Ford-Pilot Mikko Hirvonen (+4,9 Sekunden) einen.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


19:04 Uhr (MEZ)

Kein unnötiges Risiko vor der Power Stage.

Der Doppelsieg bei der Rallye Mexiko ist Volkswagen Motorsport eigentlich nicht mehr zu nehmen – nun geht es auf der abschließenden Power Stage noch um drei zusätzliche WM-Punkte für die Fahrer. Auf dem vorletzten Teilabschnitt gingen Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Teamkollege Jari-Matti Latvala (#2) deswegen kein unnötiges Risiko ein und schonten noch einmal ihre Reifen.

 

Der Sieg auf der 11,63 Kilometer langen WP 21 Derramadero ging an Mads Østberg im Citroën (7:07.5 Minuten) – vor dem Spitzenduo Latvala (+3,3 Sekunden) und Ogier (+1,1 Sekunden). In der Gesamtwertung liegen der Franzose mit einer Gesamtfahrzeit von 4:23:07.6 Stunden und der Finne (+1:10.8 Minuten) weiter unangefochten vor Hyundai-Pilot Thierry Neuville (+5:22.2 Minuten) in Führung.

 

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18:10 Uhr (MEZ)

Mit Doppelführung auf die letzten 20 Kilometer.

Guanajuatito – hört sich niedlich an, ist aber mit 55,92 Kilometern die längste Wertungsprüfung der Rallye Mexiko. Den deutlich in Führung liegenden Volkswagen Piloten Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (#2) ging es auf der Marathon-Strecke vor allem darum, den Vorsprung auf die Konkurrenz zu halten und ihre Reifen für die abschließende Power Stage zu schonen. Und dennoch fuhren die beiden Teamkollegen lange Zeit um den Sieg auf der WP 20 mit.

 

Der Sieg ging am Ende an Mads Østberg im Citroën, der nach 35:45.8 Minuten ins Ziel kam. Direkt dahinter reihte sich das Volkswagen Trio Ogier (+5,7 Sekunden), Latvala (+13,6 Sekunden) und Andreas Mikkelsen (+31,0 Sekunden) ein. Mit diesem hervorragenden Mannschafts-Ergebnis geht es nun auf die letzten beiden Wertungsprüfungen.

 

Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn Weltmeister Ogier und Teamkollege Latvala den Doppelsieg für Volkswagen Motorsport noch aus der Hand geben sollten: Der Franzose führt 20 Kilometer vor dem Ziel mit 1:11.9 Minuten vor dem Finnen. Latvala wiederum hat weitere vier Minuten Vorsprung auf Thierry Neuville (Hyundai).

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


16:30 Uhr (MEZ)

Nach dem 13. Sieg auf die Marathon-Prüfung.

Aller guten Dinge sind drei: Auf der Super Special 5 gingen die Piloten zum dritten Mal an diesem Wochenende auf den 2,21 Kilometer langen Rundkurs. Die schnellste Zeit über zwei Runden (4,42 Kilometer) erzielte Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 in 3:22.0 Minuten – es war der 13. WP-Sieg bei der Rallye Mexiko für den Volkswagen Piloten.

 

Die deutlich größere Überraschung schaffte Teamkollege Andreas Mikkelsen (#9), der nach zwei Unfällen an den Vortagen erstmals auf den Rundkurs ging und mit nur 1,6 Sekunden Rückstand auf Ogier die zweitbeste Zeit schaffte. Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 (+3,7 Sekunden) wurde Sechster.

 

Vor der längsten und damit auch vorentscheidenden Wertungsprüfung Guanajuatito (55,92 Kilometer) führt Ogier in der Gesamtwertung (3:40:04.2 Stunden) deutlich vor Teamkollege Latvala (+1:04.0 Minuten) und Neuville (+4:39.5 Minuten). 


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15:40 Uhr (MEZ)

Sonntag: die Wertungsprüfungen der vierten Etappe.


Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala führen die Rallye Mexiko an. Die zweite Etappe der Rallye Mexiko. Das Video.


Aktuelle Bilder (30)
06:13 Uhr (MEZ)

Stand nach 18 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:36:42.2 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:37:42.5 +1:00.3  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 3:41:19.2 +4:37.0  
4 E. Evans / D. Barritt 3:42:06.2 +5:24.0  
5 M. Prokop / J. Tománek 3:44:44.7 +8:02.5  
6 B. Guerra / B. Rozada 3:47:15.8 +10:33.6  
7 C. Atkinson / S. Prevot 3:49:00.5 +12:18.3  
8 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:52:51.6 +16:09.4  
9 K. Meeke / P. Nagle 3:54:01.1 +17:18.9  
10 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC2) 3:54:17.2 +17:35.0  

02:40 Uhr (MEZ)

„Wir wollen Sombreros und Cowboystiefel.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Ein fantastischer Tag für uns! Der Polo funktioniert absolut perfekt, zuverlässig wie ein Uhrwerk. Julien und ich haben nun einen komfortablen Vorsprung, um die Konkurrenz zu kontrollieren. Aber darauf werden wir uns definitiv nicht ausruhen. Die Rallye Mexiko ist eine der härtesten im Kalender, bis zum Schluss kann auf dem groben Schotter viel passieren. Vor allem, weil uns morgen mit ‚Guanajuatito‘ die längste Prüfung noch bevorsteht. 55,92 Kilometer Vollgas über Stock und Stein und das bei 40 Grad Hitze im Cockpit. Um das gut zu überstehen, musst du alle Kräfte mobilisieren und im Kopf voll fokussiert sein. Aber eins ist klar, wir wollen auf dem Podest wieder Sombreros und Cowboystiefel als Trophäe. Und wenn uns morgen nicht plötzlich ein geschlossenes Viehgatter aufhält, sieht’s gut aus für uns.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich bin mit Position zwei heute sehr zufrieden. Sébastien Ogier hatte schon heute Morgen so viel Vorsprung, dass wir ihn unter normalen Umständen nicht mehr einholen konnten. Gleichzeitig hat die Rallye Mexiko erneut ihre harte Seite gezeigt: Viele Teams hatten große Probleme und mussten aufgeben. Unser Polo lief auch auf den sehr rauen Abschnitten tadellos. Die Arbeit im Cockpit war bei den hohen Temperaturen ziemlich anstrengend und die Prüfung ‚Otates‘ war eine der längsten, die ich je gefahren bin. Gemessen an unseren Erwartungen – schließlich mussten wir gestern die Strecken eröffnen und hatten damit einen handfesten Nachteil – und auch im Hinblick auf die Meisterschaft wäre Position zwei in jedem Fall ein tolles Ergebnis.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„An zwei Tagen hintereinander frühzeitig auszuscheiden, macht natürlich keinen guten Eindruck. Es sieht vielleicht so aus, als wäre ich heute zu viel Risiko eingegangen. Aber genau das habe ich nicht getan. Ich war sogar ausgesprochen vorsichtig. Doch in einer Linkskurve haben wir beim Schneiden ein tiefes Loch getroffen, es hat uns ausgehebelt und wir haben uns überschlagen. Das war natürlich das Ende für heute. Eigentlich lautete der Plan, möglichst viele Kilometer zu absolvieren und uns damit auf das kommende Jahr vorzubereiten. Um dabei etwas zu lernen, muss man natürlich trotzdem ein ordentliches Tempo anschlagen. Das wird auch die Maßgabe sein, wenn wir morgen für die abschließenden Prüfungen noch einmal unter Rally2-Reglement zurückkehren.“


02:30 Uhr (MEZ)

Showdown auf der Powerstage.

 

Volkswagen Piloten konzentrieren sich auf die letzten Wertungsprüfung am Sonntag.

 

Man muss kein Hellseher sein, um für die Abschlussetappe am Sonntag kein mit letztem Einsatz geführtes Duell zwischen Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) zu erwarten. Exakt eine Minute und drei Zehntelsekunden trennen die beiden Volkswagen Piloten nach 18 absolvierten Wertungsprüfungen. Thierry Neuville (Hyundai) auf Rang drei liegt schon mehr als viereinhalb Minuten hinter Spitzenreiter Ogier.

 

„Séb ist schon zu weit weg. Ihn zu jagen, macht keinen Sinn“, sagte Latvala im Etappenziel am Samstag. „Mein Ziel für morgen ist deshalb der Sieg auf der Powerstage.“ Auf der zum Abschluss anstehenden El Brinco 2 stehen drei zusätzliche WM-Punkte für den Schnellsten zur Disposition.

 

Genau den gleichen Plan hegt Sébastien Ogier. „Ich habe meinen Vorsprung heute leicht ausgebaut. Der Tag ist also perfekt für uns gelaufen. Ich hoffe, morgen geht es genauso weiter – und endet mit dem Sieg auf der Powerstage.“ Am Sonntag startet der Vorjahressieger wieder als letzter der Top-Piloten, kann sein Tempo also erneut nach der Konkurrenz richten. „Die Aufgabe wird sein, den richtigen Mittelweg zwischen Rhythmus und Sicherheit zu finden. Auch wenn man zu langsam fährt, läuft man Gefahr, Fehler zu machen.“ 

 

Einen Schreckmoment musste Ogier aber doch am Samstag überstehen. Wenige Meter vor dem Ziel der letzten Wertungsprüfung erwischte er ein Schlagloch etwas unglücklich und zog sich beinahe einen Reifen von der Felge. „Zum Glück war die Prüfung nur kurz und wir haben keine Zeit verloren“, sagte der Franzose.

 

Zur Abschlussetappe am Sonntag tritt auch Andreas Mikkelsen wieder an. Die Volkswagen Mechaniker haben den Polo R WRC #9 nach dem Überschlag von der WP 13 wieder nahezu in Neuzustand versetzt.


02:05 Uhr (MEZ)

Spektakuläre Super Specials.

Kurz vor Feierabend gab es noch einmal eine Schrecksekunde für den Weltmeister: Auf den letzten Metern der WP 18 wurde Sébastien Ogier in einer Kurve von einem Loch in der Straße überrascht und konnte einen Unfall nur mit einem spektakulären Manöver verhindern: Der Volkswagen Pilot fuhr einen kurzen Moment auf zwei Rädern, konnte den Polo R WRC #1 aber auf der Strecke halten.

 

Trotz eines kleinen Zeitverlustes baute Ogier seinen Vorsprung an der Spitze noch einmal aus: Nach den Super Specials 3 und 4 über jeweils 2,21 Kilometer führt der Franzose mit einer Gesamt-Fahrzeit von 3:36:42.2 Stunden deutlich vor seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 (+1:00.3 Minuten) und Hyundai-Pilot Thierry Neuville (+4:37.0 Minuten).

 

Bei den kurzen Wertungsprüfungen 17 und 18 ging es natürlich deutlich enger zu: Die Super Special 3 gewann Latvala in 1:40.0 Minuten vor Teamkollege Ogier (+0,5 Sekunden) und Neuville (+1,1 Sekunden). Citroën-Pilot Kris Meeke sicherte sich den WP-Sieg auf der Super Special 4 in 1:41.2 Minuten vor Ogier (+0,8 Sekunden) und Mikko Hirvonen im Ford (+1,9 Sekunden).

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


00:40 Uhr (MEZ)

Jetzt schlägst‘s Zwölf: Ogier fliegt von Sieg zu Sieg.


Neue Wertungsprüfung, das bekannte Bild: Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) hat auf der 16. Wertungsprüfung seinen fünften WP-Sieg hintereinander und den zwölften Erfolg bei der diesjährigen Rallye Mexiko insgesamt gefeiert. Für die 8,25 Kilometer langen El Brinco 1 benötigte der Volkswagen Pilot 4:40.2 Minuten und verwies Ford-Pilot Mikko Hirvonen (+0,3 Sekunden) hauchdünn auf den zweiten Platz. Dritter wurde Ogiers Teamkollegen Jari-Matti Latvala (+2,3 Sekunden).

 

In der Gesamtwertung ist das Bild weiterhin unverändert: Ogier (3:33:19.7 Stunden) führt mit inzwischen fast einer Minute Vorsprung vor Latvala. Der Rückstand von Thierry Neuville (Hyundai) auf den Spitzenreiter beträgt derweil mehr als viereinhalb Minuten.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.

Samstag, 08.03.2014


23:59 Uhr (MEZ)

Es ist schon beeindruckend, mit welch einer Konstanz Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (#2) bislang bei der Rallye Mexiko unterwegs sind. Nach zuletzt vier WP-Doppelsiegen hintereinander haben die Volkswagen Piloten einen schier uneinholbaren Vorsprung auf die Konkurrenz herausgefahren – vorausgesetzt, sie kommen ohne Zwischenfälle durch die restlichen Wertungsprüfungen.

 

Nach rund dreieinhalb Stunden Gesamt-Fahrzeit führt Ogier (3:28:39.5 Stunden) mit 56 Sekunden vor Latvala – dann kommt lange Zeit nichts. Nach den Rückschlägen für Mads Østberg (Radaufhängung), Mikko Hirvonen (Generatorproblem), Kris Meeke (Radaufhängung) und Robert Kubica (Überschlag nach Unfall) belegt Hyundai-Pilot Thierry Neuville den dritten Rang – mit einem Rückstand von 4:28.2 Minuten, das sind 268 Sekunden!

 

Auf den restlichen sieben Wertungsprüfungen über zusammengerechnet knapp 93 Kilometer müsste Neuville also fast drei Sekunden pro Kilometer auf Ogier aufholen, wenn er ihn noch von der Spitzenposition verdrängen möchte.


23:30 Uhr (MEZ)

Vierter Doppelsieg hintereinander.

Die Dominanz von Volkswagen Motorsport bei der Rallye Mexiko hat am Samstag beeindruckende Ausmaße angenommen: Bei den vier langen Wertungsprüfungen des Tages über zweimal 30,33 Kilometer, 53,69 Kilometer und zuletzt 43,06 Kilometer zeigte sich die Überlegenheit des Polo R WRC gegenüber der Konkurrenz: Auf allen Teilabschnitten feierten Sébastien Ogier (#1) und Teamkollege Jari-Matti Latvala Doppelsiege – der Weltmeister gewann dabei stets vor dem WM-Dritten der vergangenen Saison.

 

Auf der WP 15 Otatitos siegte Ogier mit einer Zeit von 30:19.8 Minuten – 3,7 Sekunden vor Latvala. Auf dem dritten Platz folgte Mikko Hirvonen im Ford. Auch in der Gesamtwertung liegen die Volkswagen Piloten deutlich vorn: Hinter Ogier (3:28:39.5 Stunden) und Latvala (+56,2 Sekunden) folgt Thierry Neuville (Hyundai) auf Rang drei mit einem Rückstand von annähernd viereinhalb Minuten auf den Führenden.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


22:05 Uhr (MEZ)

Der zehnte Streich des Weltmeisters.

 

Es läuft weiterhin alles nach Plan für Weltmeister Sébastien Ogier. Auf der 14. Wertungsprüfung Ibarrilla 2 feierte der Franzose im Polo R WRC #1 bereits seinen zehnten WP-Erfolg an diesem Wochenende. Für das 30,33 Kilometer lange Teilstück benötigte der Volkswagen Pilot 17:30.0 Minuten – 3,5 Sekunden weniger als Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), der die zweitschnellste Zeit schaffte. Mikko Hirvonen (Ford) wurde Dritter.

 

In der Gesamtwertung liegt Ogier mit einer Fahrzeit von 2:58:19.7 Stunden weiterhin unangefochten an der Spitze, Latvala folgt mit einem Rückstand von 52,5 Sekunden. Mehr als drei Minuten hinter dem Finnen belegt Thierry Neuville (Hyundai) den dritten Rang.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


20:30 Uhr (MEZ)

Zu heiß für Eskimos.

 

Die Hitze ist für die Volkswagen Piloten jetzt der härteste Gegner.

 

Nach dem Ausfall von Mads Østberg (Citroën) können es Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) etwas ruhiger angehen lassen. Thierry Neuville (Hyundai) auf Rang drei liegt schon fast vier Minuten zurück. Bei 49 Sekunden Abstand zwischen den beiden Volkswagen Piloten ist auch das teaminterne Duell weitgehend entschieden. „Ich bin in der perfekten Position, mein Tempo zu kontrollieren“, sagte Ogier bei der Einfahrt in den Mittagsservice. „Aber die Rallye ist noch lang, die Konzentration darf nicht nachlassen.“

 

Die Temperaturen von weit über 30 Grad machten Latvala zu schaffen. „Ich bin ja eigentlich ein Eskimo, der bei diesem Wetter schmelzen müsste“, scherzte der Finne. Besonders die 53 Kilometer lange Wertungsprüfung Otates mit ihren stellenweise extrem kurvenreichen und langsamen Streckenabschnitten sorgte für zusätzliche Belastung. „Ich musste einmal sogar die linke Hand vom Lenkrad nehmen und Dehnungsübungen machen“, beschrieb Latvala.

 

In einer Kompression wurde der Polo R WRC des Finnen so stark zusammen gestaucht, dass die Windschutzscheibe brach. Da eine intakte Scheibe als sicherheitsrelevant gilt, durften die Volkswagen Mechaniker den fälligen Austausch im Parc fermé vor der Einfahrt in die Mittagspause durchführen. „Vor dieser Kompression hatte ich die Ansage von ‚bremsen‘ auf ‚stark bremsen‘ geändert“, verriet Beifahrer Miikka Anttila.

 

Ob Andreas Mikkelsen zur dritten Etappe am Sonntag neu starten kann, steht noch nicht fest. Der Polo R WRC #9 wurde beim Überschlag kräftig beschädigt. Die Techniker müssen nun gründlich prüfen, ob die Reparatur in den erlaubten drei Stunden machbar ist. „Ich habe bei relativ geringer Geschwindigkeit eine Kurve zu stark geschnitten“, gab Mikkelsen zu. „Dabei habe ich wohl ein Loch getroffen. Jedenfalls hat es mein Auto schlagartig ausgehebelt, ich hatte keine Chance mehr.“


Stand nach 13 von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:40:49.7 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:41:38.7 +49,0  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 2:44:41.3 +3:51.6  
4 E. Evans / D. Barritt 2:44:52.4 +4:02.7  
5 M. Prokop / J. Tománek 2:46:45.1 +5:55.4  
6 B. Guerra / B. Rozada 2:48:41.5 +7:51.8  
7 C. Atkinson / S. Prevot 2:50:19.2 +9:29.5  
8 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC2) 2:53:51.2 +13:01.5  
9 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:56:38.5 +15:48.8  
10 K. Meeke / P. Nagle 2:57:31.7 +16:42.0  

19:04 Uhr (MEZ)

Alle Tore offen: mit Doppelsieg zur Doppelführung.

Otates – da kommen Erinnerungen hoch: Vor einem Jahr erlebte Sébastien Ogier sein Gatter-Gate, als er diese ebenso spektakuläre wie anspruchsvolle Wertungsprüfung aufgrund eines geschlossenen Tores auf der Strecke unterbrechen musste. Auch in diesem Jahr hatte die 53,69 Kilometer lange WP 13 einiges zu bieten: Robert Kubica legte seinen Ford bereits zum zweiten Mal an diesem Wochenende aufs Dach, Volkswagen Pilot Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) passierte kurz darauf das gleiche Missgeschick.

 

Deutlich besser lief es mal wieder für seine Teamkollegen Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (#2), die auf der zweitlängsten WP der Rallye Mexiko ihre Ausnahmestellung unter Beweis stellten. Mit einer Zeit von 36:40.1 Minuten schaffte der Weltmeister aus Frankreich die beste Zeit und war dabei exakt zwei Sekunden schneller als Latvala. Erst mit einem Abstand von 17,6 Sekunden folgte Mikko Hirvonen (Ford) als drittbester WRC-Pilot.

 

In der Gesamtwertung führt Weltmeister Ogier (2:40:49.7 Stunden) nun vor Latvala (+49,0 Sekunden), da Mads Østberg seinen Citroën auf der WP 12 zu stark beschädigt und es bei Otates nicht rechtzeitig an den Start geschafft hatte. Neuer Drittplatzierter ist nun Thierry Neuville (Hyundai) – allerdings beträgt der Rückstand auf Latvala bereits mehr als drei Minuten.  

 

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17:25 Uhr (MEZ)

Dreierpack zum Start in den Samstag.

Perfekter Auftakt für Volkswagen Motorsport: Auf der ersten Wertungsprüfung der Rallye Mexiko am Samstag waren die Polo R WRC von Sébastien Ogier (#1), Jari-Matti Latvala (#2) und Andreas Mikkelsen (#9) nicht zu schlagen: Auf der 30,33 Kilometer langen Ibarrilla 1 gewann der Weltmeister bereits seine achte WP in Mexiko – Latvala (+4,5 Sekunden) und Mikkelsen (+10,9 Sekunden) machten den Volkswagen Hattrick an der Spitze perfekt.

 

In der Gesamtwertung führt Ogier inzwischen mit 41,2 Sekunden Vorsprung auf Mads Østberg (Citroën). Der Norweger kam auf der WP 12 nur mit der fünftbesten Zeit ins Ziel und beschädigte außerdem sein Auto. Latvala rückt dadurch näher an Østberg heran und hat in der Gesamtwertung nur noch 5,8 Sekunden Rückstand.

 

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17:00 Uhr (MEZ)

Mittendrin statt ganz vorne.

 

So wurde die Startposition von Andreas Mikkelsen festgelegt.

 

Nach dem Ausfall vom Freitag ist Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) wieder mit dabei. Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die Regeln des sogenannten Rally2-Verfahrens (Neustart nach Ausfall) zu werfen. Im Gegensatz zu 2013 werden die neu gestarteten Teams nicht mehr ganz vorn, sondern im Anschluss an die Fahrer mit Priorität 1 einsortiert.

 

Mikkelsen verließ den Serviceplatz in León am Morgen als Zehnter, direkt hinter dem Gesamtführenden, Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). Ihm folgten die am Freitag ebenfalls ausgefallenen Kris Meeke (Citroën) und Mikko Hirvonen (Ford). Nicht geändert hat sich die Strafzeit, die für jede nicht gefahrene Wertungsprüfung vergeben wird: fünf Minuten. Als Besonderheit wurden allerdings die beiden Super-WP auf der Rennstrecke von León (WP 10 und 11) nur mit jeweils 2:30 Minuten Strafzeit gewertet.

 

Insgesamt summierte sich die Strafzeit von Andreas Mikkelsen dadurch auf 40 Minuten: 7 x 5:00 Minuten plus 2 x 2:30 Minuten. Die Fünf-Minuten-Strafe wird jeweils in Relation zum WP-Sieger errechnet. Der Rückstand von Mikkelsen auf Teamkollege Ogier, der nicht alle WP gewonnen hatte, betrug deswegen nicht exakt 40 Minuten, sondern nur 39:51,1 Minuten.


16:30 Uhr (MEZ)

Neun Monate auf Welttournee.

 

Bei Übersee-Rallyes kommt eine eigenständige Serviceplatz-Struktur zum Einsatz.

 

Das Camp von Volkswagen Motorsport sieht in Mexiko anders aus als gewohnt. Und das nicht nur, weil der Servicepark aus der bisher genutzten Messehalle „Poliforum“ auf den Parkplatz davor verlagert wurde. Wie in Argentinien und Australien auch, dienen nicht auf eigener Achse angereiste Sattelzüge und Auflieger als Basis, sondern schlichte Seecontainer. 

 

Volkswagen Motorsport verwendet bei den drei Übersee-Rallyes sieben 40-Fuß-Container als Struktur. „Darin wird jeder Kubikzentimeter genutzt“, sagt Logistikmanager Lutz Meyer. Ein Container ist als Küche ausgebaut, ein zweiter beherbergt das Büro für Teamleitung und Ingenieure. Die anderen rund zwölf Meter langen, mit Planen in Teamfarben eingekleideten Stahlkästen dienen als Materiallager. Insgesamt hat Volkswagen Motorsport etwa 82 Tonnen per Schiff nach Mexiko verfrachtet. Unterwegs sind die Container seit dem 3. Februar.

 

Von Mexiko reisen die Container direkt nach Argentinien, von dort aus nach Australien. Mitte November kam das Übersee-Setup von der 2013er-Welttournee zurück nach Deutschland. In der kurzen Winterpause wurden zahlreiche Verbesserungen umgesetzt. „So haben wir jetzt eine eigene Stromversorgung für die Computer“, deutet Meyer allzu häufig auftretende Probleme mit der vor Ort vorhandenen Technik an.

 

Weil monatelange Abwesenheit von der Teambasis für die Rallye-Autos keine Option ist, reisten die Polo R WRC von Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen – plus rund 18 Tonnen Material – erst eine Woche vor der Rallye per Luftfracht zunächst nach Mexiko City und von dort auf dem Lkw weiter nach León. Volkswagen Motorsport verwendet dazu maßgeschneiderte Luftfracht-Container, in die jeweils ein Auto millimetergenau hineinpasst. „Die werden in Hannover verschlossen und komplett vom Zoll abgefertigt“, erklärt Meyer. Erst am Zielort werden die Polo R WRC wieder ausgepackt. Dadurch soll verhindert werden, dass die wertvolle Fracht zwischendurch beim Umladen beschädigt wird.

 

Da besonders bei der Verladung auf Schiffe nicht allzu zimperlich mit den Containern umgegangen wird, wurden einige Details besser vor Beschädigungen geschützt. „Außerdem haben wir einige Dinge so geändert, dass Auf- und Abbau schneller durchzuführen sind.“ Beispiele dafür sind die neuen Aufhängungen für die Lampen über den Arbeitsbereichen für die drei Polo R WRC. Die werden nun einfach in vorgefertigte Halterungen eingeklinkt. 


15:53 Uhr (MEZ)

Samstag: die Wertungsprüfungen der zweiten Etappe.


Ogier in Führung, Latvala auf Platz drei. Die erste Etappe der Rallye Mexiko.
Das Video.


Aktuelle Bilder (16)
03:10 Uhr (MEZ)


03:00 Uhr (MEZ)

„Platz drei ist eine positive Überraschung.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Der Tag lief deutlich besser als erwartet. Ich dachte, es wird deutlich schwieriger aufgrund der frühen und damit schlechten Startposition für uns. Der Schotter ist extrem rutschig, dazu ist es sehr heiß im Cockpit – man kann sehr leicht einen Fehler machen. Wir haben mit Platz eins mehr, als wir erwarten konnten, und die beste Ausgangsposition, hier erneut zu gewinnen. Doch ich denke, es wird ab jetzt ein spannender Kampf mit Mads Østberg und mit meinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala. Kompliment an die Jungs von unserer Motorenabteilung: Wir waren heute auf fast 2.800 Meter Höhe und der Turbo-Motor im Polo R WRC ist wie schon im vergangenen Jahr eine Klasse für sich.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Auf Platz drei zu liegen ist ehrlich gesagt eine positive Überraschung. Es war alles andere als eine Spazierfahrt, heute die Prüfungen zu eröffnen. Speziell die 44 Kilometer lange Wertungsprüfung ‚El Chocolate‘ war extrem weich und rutschig, die Gefahr für einen folgenschweren Fehler groß. Wir haben versucht, schnell und konzentriert zu fahren, um unsere Chancen für den Rest der Rallye zu wahren. Das hat sich ausgezahlt. Morgen ist unsere Ausgangslage deutlich besser. Dann spielen andere den Straßenkehrer, so wie wir heute. Aber der Weg zum Platz auf dem Podium ist immer noch lang. Auf jeden Fall werde ich versuchen, auch Druck nach vorn auszuüben.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Eigentlich hatte ich ein gutes Gefühl und einen guten Rhythmus. Alles lief also gut. Doch dann kam eine Linkskurve, die etwas mehr zugemacht hat, als ich erwartet hatte. Den Fehler habe ich schon vor zwei Tagen bei der Recce gemacht. Mein Aufschrieb war an dieser Stelle wohl etwas zu optimistisch. Ich bin herausgerutscht, quer gekommen und haben hinten rechts einen Stein getroffen. Das hat ausgereicht, dass das Rad komplett abgerissen wurde. Damit mussten wir für heute aufgeben. An solchen Unfällen merkt man, dass Erfahrung nicht zu ersetzen ist. Das mussten wir bei unserer„Mexiko“-Premiere feststellen. Schade, aber wir werden morgen unter Rally2-Reglement wieder starten. Jetzt wollen wir möglichst viel Erfahrung zu sammeln, damit wir im kommenden Jahr hier wieder voll angreifen können.“


Stand nach elf von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1:46:25.3 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 1:46:51.4 +26.1  
3 J. Latvala / M. Anttila 1:47:07.8 +42.5  
4 E. Evans / D. Barritt 1:48:54.0 +2:28.7  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 1:48:55.5 +2:30.2  
6 M. Prokop / J. Tománek 1:49:56.4 +3:31.1  
7 B. Guerra / B. Rozada 1:51:31.3 +5:06.0  
8 C. Atkinson / S. Prevot 1:52:58.1 +6:32.8  
9 R. Kubica / M. Szczepaniak 1:53:10.8 +6:45.5  
10 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC2) 1:54:04.4 +7:39.1  

02:10 Uhr (MEZ)

Konzentration ist alles.

 

Sébastien Ogier will seinen Fehler von der Rallye Schweden vermeiden.

 

Entgegen allen Prognosen war die Startposition zwei nicht schlecht genug, um Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) daran zu hindern, in Führung zu gehen. „Vor allem wegen der Hitze war es ein harter Tag, der für uns aber optimal gelaufen ist. Ich denke, dass mein geradliniger Fahrstil den Bedingungen hier in Mexiko mit der relativ geringen Motorleistung entgegenkommt“, sagte der Weltmeister im Etappenziel.

 

Entsprechend dem Zwischenklassement wird die Startreihenfolge am Samstag umgedreht, Ogier fährt also als letzter der Topfahrer und kann sein Tempo nach den Konkurrenten richten. Die größte Gefahr sieht er deshalb auch bei sich selbst. „In Schweden habe ich auch in Führung gelegen und mir dann einen Fehler geleistet, weil ich unkonzentriert war. So etwas darf mir nicht noch einmal passieren.“

 

Weitgehend zufrieden war auch Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) nach den ersten elf Wertungsprüfungen. „Wir haben das Beste aus der Situation gemacht. Auch im zweiten Durchgang über die Wertungsprüfungen war noch sehr viel loser Schotter auf der Ideallinie“, meinte der WM-Tabellenführer, der den ganzen Tag über als Erster in die Wertungsprüfungen starten musste. „Das war alles andere als ein bequemer Tag im Büro, ich musste hinter dem Lenkrad ganz schön hart arbeiten.“

Für den Samstag hat sich der Finne ein klares Ziel gesetzt: „Mads Østberg sollte zu schaffen sein.“ Der Abstand zum Norweger beträgt 16,4 Sekunden. Mehr ist wohl nicht mehr drin. „Séb ist leider schon zu weit weg.“ Zur zweiten Etappe der Rallye Mexiko wird Volkswagen Motorsport wieder in voller Mannschaftsstärke antreten – der Polo R WRC von Andreas Mikkelsen wurde repariert und ist bereit für den Neustart. 


01:30 Uhr (MEZ)

Super und speziell: Ogier führt zur Halbzeit.

Der Abschluss des Freitags hatte bei der Rallye Mexiko mit den Super Specials 1 und 2 noch einmal einiges zu bieten: Robert Kubica legte seinen Ford aufs Dach, konnte aber glücklicherweise unverletzt aus dem Auto steigen. Chris Atkinson passierte kurz darauf fast dasselbe, der Australier rettete seinen Hyundai aber auf spektakuläre Weise.

 

Deutlich besser lief es beim zweimal 2,21 Kilometer langen Tagesabschluss für die beiden Volkswagen Piloten: Weltmeister Sébastien Ogier fuhr im Polo R WRC #1 auf der WP 10 bereits seine siebte Bestzeit bei der Rallye Mexiko. Teamkollege Jari-Matti Latvala (#2) musste sich auf der abschließenden WP 11 Mads Østberg (Citroën) nur um 0,7 Sekunden geschlagen geben und wurde Zweiter.

 

Nach der Hälfte aller Wertungsprüfungen – allerdings sind erst knapp 150 von insgesamt rund 390 Kilometern absolviert – führt Weltmeister Ogier in der Gesamtwertung mit 1:46:25.3 Stunden vor Østberg (+26,1 Sekunden) und Teamkollege Latvala (+42,5 Sekunden).

 

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00:01 Uhr (MEZ)

Finnische Freude: mit Schnapszahl zum ersten Erfolg.

In der schwedischen Kälte ging es deutlich einfacher, in der mexikanischen Hitze musste Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) bis zur neunten Wertungsprüfung auf den ersten WP-Sieg warten. Doch nach der 2,60 Kilometer langen Parque Gto Bicentenario 2 war das erste Erfolgserlebnis des Finnen bei der Rallye Mexiko perfekt. Mit der Schnapszahl-Zeit von 2:22.2 Minuten verwies der Volkswagen Pilot seinen Teamkollegen Sébastien Ogier (+0,5 Sekunden) auf den zweiten Platz. Dritter wurde Robert Kubica (Ford) – noch vor Thierry Neuville (Hyundai) und Mads Østberg (Citroën).

 

Vor den letzten beiden Wertungsprüfungen am Freitag, den Super Specials 1 und 2 über jeweils 2,21 Kilometer, führt Ogier in der Gesamtwertung mit einer Zeit von 1:42:59.4 Stunden inzwischen deutlich vor der Konkurrenz. Es folgen Østberg (+23,1 Sekunden), der erneut wertvolle Zeit auf den Weltmeister verlor, und Teamkollege Latvala (+40,3 Sekunden) auf den Plätzen zwei und drei.

 

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Freitag, 07.03.2014


23:59 Uhr (MEZ)

In der Hitze von Mexiko findet nicht nur die wahrscheinlich härteste Rallye des Jahres statt. Der Teilabschnitt El Chocolate, der am Freitag gleich zweimal gefahren wurde, ist gleichzeitig die höchstgelegene Wertungsprüfung der Saison. Für die Volkswagen Piloten und deren Konkurrenten ging es hinauf auf bis zu 2.739,20 Meter über dem Meeresspiegel. Zum Vergleich: Das ist nur gut 220 Meter niedriger als der Gipfel der Zugspitze (2.962 Meter), Deutschlands höchster Erhebung.

Die Höhe bringt nicht nur Probleme für die Piloten mit sich, die bei Temperaturen von bis zu 40 Grad in ihren Autos zusätzlich unter dem geringeren Sauerstoffgehalt der Luft leiden. Auch die Motoren werden stärker beansprucht, die Verbrennung läuft nicht mehr so effizient wie auf Meereshöhe. Zu allem Überfluss ist El Chocolate mit 44,03 Kilometern eine der  längsten Wertungsprüfungen der Rallye Mexiko: Jeweils rund eine halbe Stunde dauert die Schwerstarbeit für Mensch und Maschine.


23:15 Uhr (MEZ)

Das halbe Dutzend ist voll.

Der Weltmeister ist auf Kurs: Auf der achten Wertungsprüfung feierte Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 bereits seinen sechsten WP-Sieg bei der Rallye Mexiko. Auf der 15,59 Kilometer langen Las Minas 2 ließ der Franzose mit einer Zeit von 11:06.1 Minuten die Konkurrenz hinter sich. Jari-Matti Latvala (#2) wurde mit einem Rückstand von 3,1 Sekunden Zweiter und machte den Doppelsieg für Volkswagen Motorsport perfekt. Mads Østberg (Citroën) wurde Dritter.

 

In der Gesamtwertung baute Ogier (1:40:36.7 Stunden) seinen Vorsprung vor Østberg auf mehr als 20 Sekunden aus. Latvala machte gleich zwei Plätze gut und belegt nun den dritten Rang. Der Finne profitiert dabei von zwei Ausfällen: Mikko Hirvonen (Ford) und Kris Meeke (Citroën) hatten Probleme mit ihren Autos und kamen nicht ins Ziel.

 

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22:40 Uhr (MEZ)

Der Weltmeister bleibt in der Hitze cool – und geht in Führung.

Dünne Höhenluft, Temperaturen von bis zu 40 Grad im Auto, jede Menge Staub und eine kräftezehrende Wertungsprüfung über 44,03 Kilometer – all diese Schwierigkeiten schienen Weltmeister Sébastien Ogier nicht zu stören: Mit einer überragenden Zeit von 29:29.0 Minuten absolvierte der französische Volkswagen Pilot im Polo R WRC #1 die WP 7 El Chocolate 2 und übernahm mit dem deutlichen Sieg auch die Führung in der Gesamtwertung.

 

Citroën-Pilot Kris Meeke (+7,8 Sekunden) und Mikko Hirvonen im Ford (+11,3 Sekunden) kamen mit deutlichem Abstand hinter Ogier auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel. Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 kam mit einer Zeit von 29:46.9 Minuten auf den fünften Rang.

 

In der Gesamtwertung führt Weltmeister Ogier nach einer Fahrzeit von knapp anderthalb Stunden mit 13,7 Sekunden vor Mads Østberg (Citroën), der auf der WP 7 nur auf den vierten Platz kam. Latvala belegt Rang fünf, hat das Podium aber weiterhin fest im Blick.

 

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22:10 Uhr (MEZ)

Fehler passierte schon im Training.

 

Andreas Mikkelsen zum Ausfall auf der WP 3.

 

Andreas Mikkelsen nimmt die Schuld für den Ausfall am Morgen auf seine Kappe. „Ich war in einer Linkskurve, die am Ende zumacht, einfach zu schnell“, beschrieb der Norweger. „An dieser Stelle war mein Streckenaufschrieb nicht ganz korrekt. Ein Fehler, der definitiv schon im Training passiert ist.“


Der Polo R WRC mit der Startnummer 9 rutschte von der Strecke und traf einen Stein. Verlierer dieses Duells: die hintere rechte Radaufhängung. „Eine Weiterfahrt war leider nicht möglich“, so Mikkelsen.


Inzwischen ist der Polo R WRC zurück im Servicepark. Die Techniker gehen davon aus, dass die Reparatur möglich ist. Laut Reglement stehen ihnen dafür allerdings maximal drei Stunden zur Verfügung. Dabei dürfen nicht mehr als acht Mechaniker – plus Fahrer und Beifahrer – gleichzeitig am Auto arbeiten. 


21:45 Uhr (MEZ)

Nur noch eine Sekunde: Ogier erhöht den Druck.

Perfekter Start für den Weltmeister in den Freitagnachmittag, an dem die vier Wertungsprüfungen des Morgens noch einmal absolviert werden. Der Nachteil für die als Erstes startenden Volkswagen Piloten ist nun nicht mehr allzu groß – die Schotterstrecken sind schließlich schon etwas freigeräumt. Mit einer Bestzeit von 7:33.7 Minuten, fast sieben Sekunden schneller als am Vormittag, gewann Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 den Teilabschnitt Los Mexicanos 2.

 

Mads Østberg (Citroën) landete mit 2,1 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Rang. Der Vorsprung des Norwegers auf Ogier schrumpft damit nach exakt einer Stunde Gesamt-Fahrzeit auf 1,2 Sekunden. Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 fuhr auf der WP 6 hinter Mikko Hirvonen (Ford) die viertschnellste Zeit und belegt auch in der Gesamtwertung nach sechs von 22 Wertungsprüfungen Platz vier.

 

Gute Nachrichten gab es nach der Mittagspause auch für Andreas Mikkelsen. Der Norweger, der am Vormittag mit einem Aufhängungs-Schaden an seinem Polo R WRC #9 ausfiel, kann am Samstag unter Rally-2-Reglement wieder starten.

 

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19:37 Uhr (MEZ)

Besser als erwartet.

 

Zeitverlust für Ogier und Latvala hält sich in Grenzen.

 

Vorsichtig positive Stimmung bei Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) beim Mittagsservice am Freitag. „Es läuft besser als erwartet“, fasste Ogier die vier Wertungsprüfungen des Vormittags zusammen. Der Vorjahressieger liegt mit nur 3,3 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Mads Østberg (Citroën) auf Rang zwei.

„Wir haben hier weniger mit losem Schotter als vielmehr mit einer dicken Staubschicht auf der Strecke zu kämpfen“, beschrieb der Weltmeister. „Vor allem beim Herausbeschleunigen aus Kurven drehen die Räder sehr stark durch. Trotzdem nutzt sich das Profil nur sehr wenig ab.“ Für den Nachmittag, wenn dieselben vier WP noch einmal gefahren werden und die abgefahrene Piste für alle Piloten nahezu identische Verhältnisse bietet, hat Ogier eine Aufholjagd angekündigt.

Auch Teamkollege Latvala litt weniger als befürchtet unter dem Nachteil, jeweils als Erster auf die Strecke zu müssen. „Ich habe damit gerechnet, auf Schotter pro Kilometer bis zu einer halben Sekunde zu verlieren“, erklärte der Finne. 19,2 Sekunden Rückstand bei rund 70 WP-Kilometern sind besser – noch nicht einmal 0,3 Sekunden pro Kilometer.

Latvala hofft, sich am Nachmittag sogar noch besser schlagen zu können. „Weil die Teilnehmer aus den unteren Klassen eine andere Linie fahren als wir, werde ich wieder keine saubere Ideallinie vorfinden. Aber zumindest der Staub dürfte inzwischen verschwunden sein.“ 


Stand nach fünf von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 M. Østberg / J. Andersson 52:24.6 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 52:27.9 +3.3  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 52:35.9 +11.3  
4 J. Latvala / M. Anttila 52:43.8 +19.2  
5 K. Meeke / P. Nagle 52:49.6 +25.0  
6 R. Kubica / M. Szczepaniak 53:25.2 +1:00.6  
7 E. Evans / D. Barritt 53:39.0 +1:14.4  
8 M. Prokop / J. Tománek 53:58.3 +1:33.7  
9 T. Neuville / N. Gilsoul 54:00.8 +1:36.2  
10 B. Guerra / B. Rozada 55:00.5 +2:35.9  

18:30 Uhr (MEZ)

Doppelsieg für Volkswagen Motorsport: auf Tuchfühlung in die Mittagspause.

Das 2,60 Kilometer lange Teilstück Parque Gto Bicentenario 1 bildete bei der Rallye Mexiko den Abschluss der Vormittags-Session am Freitag. Die Volkswagen Piloten zeigten in ihren Polo R WRC noch einmal eine hervorragende Performance: Weltmeister Sébastien Ogier (#1) gewann die WP 5 in 2:23.3 Minuten mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,4 Sekunden vor seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala (#2).

 

Der Gesamt-Führende Mads Østberg (Citroën) erlebte eine enttäuschende Wertungsprüfung und schaffte nur die fünftschnellste Zeit. Damit konnte Ogier seinen Rückstand auf den Norweger in der Gesamtwertung auf einen Schlag halbieren. Østberg führt mit einer Gesamtzeit von 52:24.6 Minuten nur noch 3,3 Sekunden vor dem Weltmeister, Latvala belegt hinter Mikko Hirvonen (Ford) den vierten Platz, bleibt aber in Tuchfühlung zum Spitzentrio.

 

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18:16 Uhr (MEZ)

Dünne Luft.

 

Die große Höhe in den Bergen rings um León kostet Motorleistung.

 

Was beim Menschen für Probleme mit den Ohren und der Atmung sorgt, geht auch an Motoren nicht spurlos vorüber – große Höhe. Seitdem die Safari-Rallye in Kenia nicht mehr zum WM-Kalender zählt, hält die Rallye Mexiko sämtliche Höhenrekorde. Nahezu ständig wird jenseits von 2.000 Meter Höhe gefahren, die höchste Stelle liegt im Verlauf der am Freitag gefahrenen Wertungsprüfung „El Chocolate“ bei über 2.700 Metern. Selbst auf dem Serviceplatz in León pendelt der Höhenmesser um die 1.800-Meter-Marke.

Mit der Höhe nimmt der Sauerstoffgehalt in der Luft ab. Damit kommen nicht nur Bergsteiger ins Schnaufen. Auch die Verbrennung im Motor läuft nicht mehr so effizient wie auf Meereshöhe – die Leistungsausbeute sinkt. Die 1,6-Liter-Motoren der World Rally Cars verlieren rund ein Viertel ihrer Pferdestärken. Andererseits sorgt der geringere Luftwiderstand dafür, dass Turbolader deutlich höhere Drehzahlen erreichen als bei anderen Rallyes. Zu hohe Drehzahlen könnten zu Schäden führen. Die Lader sind allerdings vom Reglement vorgeschriebene Standardteile. Es gibt nur einen Typ, der in Schweden auf nahezu Meereshöhe wie auch in den mexikanischen Bergen gleichermaßen funktionieren muss.  

Die einzige Lösung für dieses Dilemma liegt in der von Rallye zu Rallye unterschiedlichen Programmierung der Motorelektronik. „Das Ziel ist es, die Standfestigkeit des Turboladers weiterhin zu gewährleisten, gleichzeitig aber so wenig Leistung wie möglich zu verlieren“, beschreibt Donatus Wichelhaus, Leiter der Motorenentwicklung bei Volkswagen Motorsport, die Strategie für die Rallye Mexiko.

Die Regeln der Weltmeisterschaft verbieten Testfahrten außerhalb von Europa. Deswegen müssen die Ingenieure auf Simulationen und vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit bauen. In diesem Punkt ist Volkswagen Motorsport perfekt aufgestellt. Immerhin gewann Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) im letzten Jahr die Rallye Mexiko.


17:50 Uhr (MEZ)

Volkswagen Piloten als Straßenfeger.

Jari-Matti Latvala und Sébastien Ogier wussten, was sie auf den ersten Wertungsprüfungen bei der Rallye Mexiko erwartet: Die beiden Führenden in der WM-Gesamtwertung müssen als Erste starten und säubern ebenso unfreiwillig wie unvermeidbar die Schotterstrecken für ihre Kontrahenten. Dennoch befinden sich die Volkswagen Piloten nach den ersten vier Abschnitten in einer guten Ausgangsposition.

 

Auf der vierten Wertungsprüfung Las Minas 1 über 15,59 Kilometer war Latvala im Polo R WRC #2 mit einer Zeit von 11:24.0 nur 5,8 Sekunden langsamer als WP-Sieger Mads Østberg im Citroën und fuhr damit die viertbeste Zeit. Weltmeister Ogier (#1) war sogar einen Wimpernschlag (0,3 Sekunden) schneller als sein Teamkollege und wurde hinter Mikko Hirvonen (Ford) Dritter.

 

In der Gesamtwertung konnten die Volkswagen Piloten verhindern, dass der Abstand auf den Gesamt-Führenden Østberg (49:58.0 Minuten) zu groß wird: Ogier belegt mit nur 6,6 Sekunden Rückstand den zweiten Platz, Latvala (+22,1 Sekunden) ist nach den ersten vier von insgesamt 22 Wertungsprüfungen Vierter.

 

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17:10 Uhr (MEZ)

Der Weltmeister zeigt seine Schokoladenseite.

Auf der 44,03 Kilometer langen El Chocolate 1 trennt sich erstmals bei der Rallye Mexiko die Spreu vom Weizen: Staub, Hitze, Schotter – das alles auf rund 2.700 Meter Höhe bei durchaus dünner Luft und über einen Zeitraum von mehr als einer halben Stunde. Umso beeindruckender war die Leistung von Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2, der als erster Starter auf der schmutzigen Strecke in 30:18.7 Minuten einen bemerkenswerten fünften Platz erreichte und nur 13,9 Sekunden auf den Sieger der WP 3 verlor.

 

Der hieß Mads Østberg: Der norwegische Citroën-Pilot gewann El Chocolate in 30:04.8 Minuten, war aber nur drei Sekunden schneller als Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1, der auf einem starken zweiten Rang landete. Pech hatte hingegen Andreas Mikkelsen: Der Norweger kam nach wenigen Kilometern von der Strecke ab und beschädigte seinen Polo R WRC #9 – für ihn ist der Tag bereits früh beendet.

 

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16:20 Uhr (MEZ)

Sehenswerter Blindflug.

Nach dem abendlichen Quickie auf dem Stadtparcours in Guanajuato ging die Rallye Mexiko am Freitagmorgen Ortszeit so richtig los. Die zweite Wertungsprüfung Los Mexicanos 1 hatte ein Länge von 9,88 Kilometern – und den größten Teil der trockenen Schotterstrecke absolvierten die Fahrer aufgrund der starken Staubentwicklung im Blindflug. Am besten kam Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 mit den schwierigen Bedingungen zurecht. In 7:40.2 Minuten gewann der französische Volkswagen Pilot die WP 2 vor Citroën-Pilot Mads Østberg (+0,6 Sekunden).

 

Das erneut starke Ergebnis für Volkswagen Motorsport rundeten Andreas Mikkelsen (#9) auf dem dritten Platz und Jari-Matti Latvala (#2) auf dem fünften Rang ab. Besonders für „Schweden“-Sieger Latvala war die Wertungsprüfung eine Herausforderung, da er als erster Starter den meisten Schotter auf der Strecke hatte.

 

In der Gesamtwertung führt Ogier nach seinen zwei Erfolgen vor Teamkollege Mikkelsen. Hinter Østberg auf Rang drei folgt Lavala auf dem vierten Platz.

 

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13:00 Uhr (MEZ)

Freitag: die Wertungsprüfungen der ersten Etappe.


Weltmeisterlicher Auftakt.
Sébastien Ogier führt die Rallye Mexiko an. Der erste Tag. Das Video.


Aktuelle Bilder (27)
12:10 Uhr (MEZ)


Stand nach einer von 22 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 52.9 0.0  
2 O. Tänak / R. Molder (WRC2) 53.2 +0.3  
3 A. Mikkelsen / M. Markkula 53.3 +0.4  
4 K. Meeke / P. Nagle 53.5 +0.6  
5 J. Latvala / M. Anttila 53.7 +0.8  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 54.0 +1.1  
7 M. Østberg / J. Andersson 54.2 +1.3  
8 M. Hirvonen / J. Lehtinen 54.3 +1.4  
9 R. Kubica / M. Szczepaniak 54.6 +1.7  
10 L. Bertelli / M. Dotta (WRC2) 55.2 +2.3  

03:33 Uhr (MEZ)

Sensationelle Stimmung – überzeugender Auftakt.

Fantastische Fans, beeindruckende Atmosphäre, starkes Ergebnis. Die ersten 1,01 Kilometer der Rallye Mexiko waren für die Volkswagen Piloten ein echtes Erlebnis. Die Monster Street Stage durch die zentralmexikanische Stadt Guanajuato gewann Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) in 52,9 Sekunden vor dem Ford-Piloten Ott Tänak (53,2 Sekunden).

 

Teamkollege Andreas Mikkelsen (#9), der nur eine Zehntelsekunde hinter dem Esten landete, wurde Dritter. Hinter dem Citroën-Piloten Kris Meeke auf Rang vier (53,5 Sekunden) erzielte „Schweden“-Sieger Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 die fünftschnellste Zeit (53,7 Sekunden).
 

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03:00 Uhr (MEZ)

Freitag: die Wertungsprüfung des ersten Tages.

Donnerstag, 06.03.2014


20:40 Uhr (MEZ)

Latvala Schnellster im Shakedown.

 

Nur Kris Meeke sprengt Volkswagen Trio an der Spitze der Zeitenliste.

Bestzeit für Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) im Freien Training (Shakedown) vor der Rallye Mexiko. Der Finne verbesserte sich im vierten Durchgang auf 3:53,6 Minuten und war damit 1,1 Sekunden schneller als Kris Meeke (Citroën). Auf Platz drei und vier folgen die beiden anderen Volkswagen Piloten, Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9).


„Ich habe im vierten Durchgang Tempo herausgenommen, um meine Reifen zu schonen“, sagte Ogier. Laut Reglement sind alle Topfahrer verpflichtet, vier Durchgänge im Shakedown zu fahren. Weil die dabei benutzten Reifen aber auch während der Rallye verwendet werden dürfen, schalteten viele Piloten zumindest im letzten „run“ auf reifenschonende Fahrweise um. Für Latvala ging es vor allem auch darum, die richtige Fahrwerksabstimmung für seine ungünstige Startposition eins zu finden. Er wird am meisten vom losen Schotter auf der Piste betroffen sein. Eine Situation, die auf der vielfach genutzten Shakedown-Strecke nur schwer zu simulieren war. „Darauf haben wir uns deshalb schon beim letzten Test in Spanien vorbereitet“, verriet Latvala.


Nicht viel besser ist Sébastien Ogier dran, der als Zweiter ins Rennen geht. „Mein Ziel für die erste Etappe wird sein, die Spitzenreiter nicht zu weit davonziehen zu lassen“, blickte der Franzose voraus. „Dann habe ich vielleicht die Chance, während der zweiten und dritten Etappe den Rückstand wieder aufzuholen.“


Für Andres Mikkelsen wird es dagegen vor allem darum gehen, die Wertungsprüfungen kennenzulernen – der norwegische Junior startet zum ersten Mal in Mexiko. „Diese Rallye ist die letzte im WM-Kalender, die ich noch nicht kenne. Ich werde entsprechend vorsichtig an die Sache herangehen.“


17:00 Uhr (MEZ)

Tunnel-Blick.

 

Nach dem Start der Rallye Mexiko geht’s erst einmal in den Untergrund.

Wenigstens hier bedeutet die Startposition eins für Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) keinen Nachteil – die Wertungsprüfung  „Guanajuato Street Stage“ direkt nach dem Start zur Rallye Mexiko führt nicht einen Meter über Schotter. Hier muss der Tabellenführer ausnahmsweise nicht den Straßenfeger für die Konkurrenz spielen.


Wobei „kein Schotter“ in diesem Fall nicht unbedingt „Asphalt“ bedeutet. Die knapp über einen Kilometer lange WP hat gleich mehrere Arten Festbelag zu bieten: neben Asphalt auch Beton und Kopfsteinpflaster. „An einigen Stellen ist es richtig glatt“, weiß Latvala.


Zum Beispiel im Untergrund von Guanajuato. Die heute als Weltkulturerbe unter UNESCO-Schutz stehende Altstadt ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Früher wurde hier nach Silber gebuddelt, zeitweise deckte die Mine „La Valenciana“ mehr als die Hälfte des weltweiten Silberbedarfs. Im 18. Jahrhundert war Guanajuato eine der reichsten Städte Amerikas. Heute dienen die längst aufgegebenen, stellenweise mit prachtvollen Wandmalereien verzierten Stollen als Straßen. Oder als Wertungsprüfung für den einzigen WM-Lauf auf dem nordamerikanischen Kontinent.


Guanajuato, rund 2.000 Meter hoch gelegener Namensgeber des Bundesstaates und neben der Millionenstadt León zweiter Dreh- und Angelpunkt der Rallye Mexiko, hat normalerweise rund 70.000 Einwohner. Am Donnerstagabend zum Start verdoppelt sich diese Zahl beinahe. In den engen Gassen zwischen den farbenfrohen Kolonialstil-Häusern findet eine der größten Partys des Jahres statt. An vielen Stellen entlang der WP-Strecke übertönt Rock- oder Disco-Musik aus mannshohen Lautsprechern die Motoren der Rallye-Autos.


Mit nur knapp über einem Kilometer Länge ist die „Guanajuato Street Stage“ sportlich nichts Besonderes. Die Atmosphäre ist allerdings weltweit einmalig.


16:40 Uhr (MEZ)

Ehre, wem Ehre gebührt.

 

Schon vor dem Start wurden die Volkswagen Piloten gefeiert.

Der Feierabendverkehr im von rund 1,5 Millionen Menschen bewohnten León ist schon an normalen Tagen, sagen wir mal, ziemlich zähfließend. Am Mittwochabend war rund um den Triumphbogen in der „Allee der Helden“ an ein Vorwärtskommen zeitweise überhaupt nicht zu denken.


Volkswagen Mexiko hatte zu einer öffentlichen Präsentation des Werksteams geladen. Stargäste: Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Eine riesige Videowand, über die Bilder von der letztjährigen Rallye Mexiko flimmerten, und das Dröhnen lauter Musik heizten die Stimmung weiter an.


Hunderte von Fans ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, Vorjahressieger Ogier und seine Teamkollegen willkommen zu heißen. „Wir sind mit dem Autogramme-Schreiben kaum nachgekommen“, erzählte Ogier. „Mexikanische Rallye-Fans sind etwas ganz Besonderes, ihre Begeisterung ist gigantisch“, ergänzte  Latvala, bevor er zusammen mit seinen Teamkollegen und Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito zum nächsten Termin hetzte – einem offiziellen Empfang bei der Bürgermeisterin von León, Barbara Botello.

Vorberichte


Montag, 03.03.2014


Höhenluft und Marathon-Prüfungen.

 

Die Rallye Mexiko ist Schwerstarbeit für Fahrer und Autos.

Nach den Eis- und Schnee-Kapriolen der Rallye Monte Carlo und dem überraschend milden Winter in Schweden steht nun die erste waschechte Schotter-und-sommerliche-Temperaturen-Veranstaltung des Jahres an – die Rallye Mexiko. Für ihr zehnjähriges Jubiläum als Teil der Weltmeisterschaft haben sich die Organisatoren ein paar Neuheiten einfallen lassen. So wird der Servicepark aus einer – klimagekühlten – Messehalle ins für Fans besser zugängliche Freie verlegt. Ein großes Zeltdach soll jetzt den Sonnenschutz übernehmen.


Die Gesamtlänge der Wertungsprüfungen (WP) ist leicht angestiegen auf knapp 400 Kilometer. Gleich fünf der insgesamt 22 WP sind länger als 40 Kilometer. Den Vogel schießt dabei erneut die WP Guanajuatito ab, die auf die Marathondistanz von fast 56 Kilometer verlängert wurde.


Als sei dies noch nicht genug Belastung für die Rallye-Autos, kommt in Mexiko noch die dünne Luft hinzu. In den Bergen rings um León klettert die Strecke häufig auf deutlich mehr als 2.000 Meter Höhe. Hauptsächlich aufgrund des geringeren Sauerstoffgehaltes in der Luft büßen die Turbomotoren bis zu 20 Prozent Leistung ein. „Deswegen geht in Mexiko fast jede Kurve voll“, scherzt Vorjahressieger Sébastien Ogier (Polo R WRC #1).   


Die zumindest in Sachen Atmosphäre spektakulärste Wertungsprüfung führt allerdings ausschließlich über Asphalt – die „Street Stage Guanajuato“ direkt nach dem Start am Donnerstagabend (nach deutscher Zeit am Freitagmorgen um 3 Uhr). Angefeuert von mehr als 50.000 Fans, wird über knapp einen Kilometer durch die Straßen der historischen, als Weltkulturerbe eingestuften Altstadt von Guanajuato gedriftet. Zum Teil sogar unterirdisch – die Wertungsprüfung führt durch einen Bergwerksstollen, in dem früher Silber abgebaut wurde.  


Richtig ernst wird es aber erst am Freitag, wenn es auf die Schotter-Prüfungen in der Sierra de Lobos und der Sierra Guanajuato geht. Ausgerechnet Schweden-Sieger Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) hat hier einen Nachteil – der aktuelle Tabellenführer muss als Erster auf die Strecke gehen. Da die Bergpfade in Mexiko mit einer dicken Schicht aus Staub und kleinen Steinen bedeckt sind, wird der Finne mit geringem Grip zu kämpfen haben. Jedes Auto säubert die Ideallinie ein wenig, die nachfolgenden Teilnehmer profitieren davon. „Ein Platz auf dem Podium wäre am Ende für mich deswegen schon ein Erfolg“, blickt Latvala voraus.


Direkt hinter Latvala und Beifahrer Miikka Anttila starten Sébastien Ogier und Copilot Julien Ingrassia. Zumindest während der ersten Etappe – an den Folgetagen wird jeweils nach aktuellem Zwischenklassement gestartet – haben Andreas Mikkelsen/Mikko Markkula (Polo R WRC #9) einen kleinen Vorteil. Die Zweitplatzierten der Rallye Schweden gehen zunächst als jeweils Vierte auf die Strecke. Volkswagen Junior Mikkelsen fährt die Rallye Mexiko allerdings zum ersten Mal. Ein Erfahrungsrückstand, der auch im Training nicht aufzuholen ist. Dabei dürfen nämlich alle Wertungsprüfungen lediglich zweimal mit geringem Tempo besichtigt werden. „Um für nächstes Jahr besser gerüstet zu sein“, sagt Mikkelsen, „will ich unbedingt ins Ziel kommen und alle Wertungsprüfungen im Wettbewerbstempo fahren.“


Freitag, 28.02.2014


15:24 Uhr (MEZ)

„Das Ziel für dieses Jahr ist natürlich, den Sieg aus der vergangenen Saison zu wiederholen.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Ich mag die Rallye Mexiko. Das Ziel für dieses Jahr ist natürlich, den Sieg aus der vergangenen Saison zu wiederholen. Die zum Teil langen Wertungsprüfungen in Mexiko sind für uns immer eine große Herausforderung. Wir starten als Zweite mit dem Wissen, dass die Straßenverhältnisse mit jedem Auto besser werden. Meine Ausgangssituation ist mit Sicherheit besser als die meines Teamkollegen Jari-Matti Latvala, aber die Jungs hinter uns werden noch bessere Bedingungen haben. Wir werden also am ersten Tag das Maximum herausholen müssen, um nicht früh alle Chancen einzubüßen. Eine unserer Stärken im vergangenen Jahr war der Motor des Polo R WRC. Wir hatten mit den Bedingungen, der dünnen Luft und dem damit verbundenen Leistungsverlust, weniger Probleme als unsere Konkurrenten. Doch die Karten sind für 2014 neu gemischt worden.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Der Sieg in Schweden war ein besonderer Moment für mich und hat mir natürlich eine Extraportion Selbstvertrauen gegeben. Auf die anstehende Schotter-Rallye in Mexiko mit ihren schwierigen Bedingungen haben wir uns mit Testfahrten in Spanien sorgfältig vorbereitet. Durch die wegfallende Qualifikation muss ich in Mexiko als Erster auf die Piste, was natürlich ein Handicap ist. Die Regeln sind aber, wie sie sind. Die Freude, als WM-Führender nach Mexiko zu reisen, überwiegt auf jeden Fall. Ich nehme es sportlich und werde das Beste aus den Gegebenheiten machen. Wenn alles perfekt läuft, ist sogar ein Sieg möglich, aber das ist nicht mein Hauptziel. Wir wollen Punkte holen. Eine Podiumsplatzierung wäre schon super.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Schweden war ein perfektes Wochenende. Wir haben um den Rallye-Sieg gekämpft und der zweite Platz war im Endeffekt ein großartiges Ergebnis für Mikko und mich. Wenn man einmal auf dem Podium stand, möchte man das natürlich wiederholen. Man darf aber auch den Sinn für die Realität nicht verlieren. Jetzt freuen wir uns auf Mexiko, was absolutes Neuland für uns ist. Da ich die Rallye noch nicht im Wettbewerb gefahren bin, wird es für uns nicht einfach. Immerhin konnte ich im vergangenen Jahr an der ‚Recce‘ teilnehmen und somit erste Eindrücke sammeln. Mein Ziel sind die Top Fünf. Ich bin jedenfalls körperlich und mental frisch für das Rallye-Wochenende.“


11:00 Uhr (MEZ)


„Er war schon von Kindheit an eine Sportskanone.“

 

Es gibt wohl kaum jemanden, der Andreas Mikkelsen so gut kennt, wie er: Roy Snellingen (41) ist der Personal Trainer des norwegischen Rallye-Profis. Er war schon gemeinsam mit Andreas unterwegs, als dieser noch in der Wiege lag. Im Interview spricht er über gemeinsame Erinnerungen und die Zusammenarbeit mit dem jungen Volkswagen Werkspiloten.



Seit wann kennst du Andreas, und wie habt ihr euch kennengelernt?
Ich kannte ihn schon als Baby. Ich war damals gerade 16 Jahre alt und dabei, meine Karriere im Motocross zu starten. Wir sind damals zusammen mit seiner Familie nach Kalifornien geflogen. Ich kann mich heute noch daran erinnern, wie er in seiner Babyschale an der Wand des Flugzeugs hing.

Was war euer schönstes gemeinsames Erlebnis?
Andreas hat als Kind lange in der Schweiz gewohnt, wir haben uns erst wieder gesehen, als er schon 12 war. Das war der Zeitpunkt, an dem wir angefangen haben, zusammenzuarbeiten. Ich habe ihn in den Motocross-Sport eingeführt, und nebenbei war er zwei Jahre später schon Mitglied der norwegischen Ski-Nationalmannschaft. Wir hatten eine tolle gemeinsame Zeit – aber am besten war das Fischen. Wir sind zu den Fjorden oder Seen gefahren, haben uns entspannt und uns einfach gut unterhalten. Das war auch immer eine gute Gelegenheit, über mögliche Probleme im Sport und die Weiterentwicklung zu sprechen. Wir haben also das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden.

Ihr teilt beide die Leidenschaft für den Motocross-Sport. Geht ihr hin und wieder auch gemeinsam auf Tour?
Seine Zeit ist ja durch den Einsatz in der Rallye-Weltmeisterschaft sehr begrenzt, und die Verletzungsgefahr wäre für ihn ein zu hohes Risiko. Es gibt also im Moment leider keine gemeinsamen Touren auf zwei Rädern – aber jedes Mal, wenn wir uns sehen, werden die alten Geschichten wieder aufgewärmt. Wir haben viele schöne Erinnerungen, die wir teilen.


Wie genau läuft das Training ab? Worüber sprecht ihr, und wie bereitet ihr euch auf eine Rallye vor?
Als er seine Leidenschaft für den Motorsport entdeckt hatte, haben wir angefangen, so ziemlich alles zu trainieren: Neben Motocross sind wir viel Kart gefahren, dazu kam Training auf Rundstreckenkursen und natürlich offroad im Rallye-Auto. Das haben wir etwa bis zu seinem 20. oder 21. Lebensjahr gemacht. Als es dann ernsthaft in Richtung Rallye-Sport ging, haben wir Entwicklungspläne entworfen. Diese Pläne bilden die Basis für das Coaching. Jede Rallye wird im Nachhinein ausgewertet, im Anschluss werden dann neue Entwicklungsziele definiert. Was das physische Training betrifft, musste ich Andreas nie zu etwas zwingen – er ist einfach von Natur aus ein sehr sportlicher Typ, der sehr ehrgeizig und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist.


Stichwort Entwicklung: Aktuell läuft es ja bestens. Die erste Podiumsplatzierung in Schweden war ein tolles Resultat.
Auf jeden Fall. Es zeigt, dass unsere Vorbereitung sich auszahlt und wir die richtige Taktik gewählt haben. Ich selbst versuche mich während der Rallyes immer ein wenig im Hintergrund zu halten und Andreas und Mikko nicht zu sehr zu beeinflussen. Ich beobachte alles, und zwischen den Events findet dann die gemeinsame Auswertung statt. Vor der Rallye Schweden haben wir uns klare Ziele gesetzt – und die haben wir erreicht.

Fährst du selbst auch Rallye, oder reicht dir die Action auf zwei Rädern?
Eigentlich nicht, ich sehe mich als professionellen Motocross-Fahrer. Ehrlich gesagt, steige ich mittlerweile äußerst ungern zu Andreas ins Auto. Es macht mir einfach Angst. Das hat natürlich nichts mit seiner Person zu tun. Keine Frage, Andreas ist ein fantastischer Fahrer. Aber ich kann einfach schlecht auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, weil ich immer die volle Kontrolle haben will.

Was zeichnet Andreas besonders aus, und wie hast du gemerkt, dass er ein spezielles Talent besitzt?
Er war schon von Kindheit an eine Sportskanone. Egal, was er auch angefangen hat – immer zählte er zu den Besten. Das hat mich damals schon fasziniert. Besonders die Tatsache, dass er es in die Ski-Nationalmannschaft geschafft hat – denn die Konkurrenz in Norwegen ist nicht ohne. Im Motocross war es das Gleiche: Nach kurzer Zeit war er auch hier im Nationalteam. Er ist einfach ein Multitalent und lernt sehr schnell. Meiner Ansicht nach gibt es drei verschiedene Formen von Talenten. Es gibt Typen, die das Talent einfach mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Dann gibt es die „Arbeiter“, die vielleicht nicht ganz so viel Talent mitbringen, dafür aber enorm fleißig und ehrgeizig sind. Und schließlich gibt es die „Kämpfer“, die im Wettbewerb über sich hinauswachsen und einen enormen Siegeswillen entwickeln. Das Optimum liegt irgendwo dazwischen. Andreas ist einerseits ein Naturtalent, andererseits hat er die Fähigkeit, hart an sich zu arbeiten, und schließlich besitzt er auch den Siegeswillen. Kurz gesagt: Die richtige Mischung macht’s.


Dienstag, 25.02.2014


„In Finnland haben die Leute schon hohe Erwartungen an mich.“

 

Jari-Matti Latvala hat bei der Rallye Schweden seinen ersten Saisonsieg im Polo R WRC gefeiert. Der Finne übernahm dadurch zusammen mit Co-Pilot Miikka Anttila zum ersten Mal in seiner Karriere die Gesamtführung in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft. Bei der Rallye Mexiko möchte Latvala die Führung vor seinem Teamkollegen Sébastien Ogier verteidigen. Im Interview spricht der WM-Führende unter anderem über den Kampf zwischen ihm und dem aktuellen Weltmeister, über seinen neuen Mentaltrainer, sein großes Idol Henri Toivonen und seinen ganz großen Traum.



Jari-Matti, Gratulation zum ersten Sieg in dieser Saison. Wie fühlst Du dich nach diesem Triumph?
Der Sieg in Schweden war ein besonderer Moment für mich. Es ist die einzige Rallye in der Rallye-WM, die ich drei Mal gewonnen habe. 2008 habe ich in Schweden außerdem meinen ersten WRC-Erfolg gefeiert. Während der Rallye Schweden gab es aber auch kritische Momente. Zum Beispiel am Freitag, als ich auf der Wertungsprüfung ‚Hagfors Sprint‘ Zeit verloren habe und Andreas bedrohlich nah herankam. Am Samstag lief aber alles nach Plan und wir haben den Sieg klargemacht. Ich war nach der Rallye Schweden überglücklich.

Weißt Du, was Du mit Björn Waldegård, Stig Blomqvist, Tommi Mäkinen, Kenneth Eriksson und Marcus Grönholm gemeinsam hast?
Lass mich kurz überlegen. Ich denke, wir haben die Rallye Schweden mehr als zwei Mal gewonnen. Das ist schon eine besondere Gesellschaft.

In Mexiko kommt die erste Schotter-Rallye der Saison auf Dich zu. Wie bereitet man sich darauf vor?
Wir haben uns für die Rallye Mexiko zwei Tage in Spanien vorbereitet. An einem Tag saß ich am Steuer, am anderen Sébastien. Séb kann sich auf neue Bedingungen wahnsinnig schnell einstellen. Schneller als ich. Ich brauche ein bisschen Anlauf auf Schotter. Deshalb nutze ich oftmals den Shakedown, um mich an den Untergrund zu gewöhnen. Genauso war es bei der Rallye Großbritannien in der vergangenen Saison. Wenn ich zwei Monate nicht auf Schotter unterwegs war, merke ich das sofort.


Was erwartest Du von der Rallye Mexiko?
Natürlich gibt mir der Sieg Extraselbstvertrauen. Zugleich muss man als Führender aber auch Realist bleiben. Wenn man sich in Mexiko einen Fehler erlaubt, hat man mit dem Sieg nur noch wenig zu tun. 2012 bin ich mit einem Sieg in Schweden nach Mexiko gereist. Damals hatte ich ein super Gefühl für die Rallye Mexiko, bin dann aber leider ausgeschieden. Man muss einfach sehen, dass man so viele Punkte wie möglich mitnimmt. Es ist nicht meine stärkste Rallye, aber natürlich: Ein Sieg ist möglich, aber nicht mein Hauptziel. Ein Podiumsplatz wäre schon super.


Du bist der neue Führende in der Rallye-WM. Gibt es nun einen großen Kampf zwischen Dir und Sébastien Ogier?
Das hoffe ich. Aber eines ist sicher: Séb wird schon in Mexiko verdammt hungrig auf den Sieg sein. Ich möchte natürlich ebenfalls Weltmeister werden. Das ist mein ganz großer Traum. Dafür braucht man ein perfektes Gesamtpaket und daran arbeite ich. Es gibt aber auch noch andere Fahrer, die diesen Traum haben, und deswegen schauen wir erst einmal von Rallye zu Rallye. Séb ist richtig stark. Wenn man ihn schlagen möchte, muss man konstant seine Leistung bringen, auf allen Untergründen.

Du arbeitest in dieser Saison mit einem Mentaltrainer. Was hat sich für Dich dadurch verändert?
Ich höre mehr auf mein Gefühl. In der Vergangenheit wollte ich manche Rallyes unbedingt gewinnen. Das ist dann oft schiefgegangen – ich wollte zu viel. In solchen Momenten ist das Selbstvertrauen gleich null. Mein Mentaltrainer hat mir beigebracht, dass man auf sein Gefühl hören muss. Ist dieses nicht optimal, sollte man besser einen Gang zurückschalten. Ein weiterer Punkt ist, dass ich mit Miikka, meinem Beifahrer, wesentlich mehr kommuniziere. Wir haben jetzt eine Strategie, einen Plan. Die Zusammenarbeit könnte nicht besser sein. Er interveniert, wenn ich mal wieder zu viel will. Das war zu Beginn unserer gemeinsamen Karriere noch nicht der Fall.

Dein Landsmann Marcus Grönholm wurde 2002 Rallye-Weltmeister. Wird es nicht langsam wieder Zeit für einen finnischen Weltmeister?
Es bedeutet schon ein bisschen Druck für mich, dass seit zwölf Jahren kein finnischer Fahrer mehr Weltmeister geworden ist. Über 20 Jahre verteilt, wurde ein Finne immer wieder mal Rallye-Weltmeister. In Finnland haben die Leute schon hohe Erwartungen an mich, auch wenn der Rallye-Sport ein wenig an Popularität eingebüßt hat. Sollte ich den Titel holen, würde sicherlich auch wieder die Beliebtheit des Sports in Finnland steigen.

 

Du bist ein großer Fan von Henri Toivonen. Möchtest Du auch für ihn Weltmeister werden?
Es gibt ein paar Parallelen in Henris Karriere und meiner. Er gewann als junger Fahrer seine erste Rallye und wurde dann immer erfahrener. In seinem Todesjahr 1986 gewann er die Rallye Monte Carlo und führte lange Zeit bei der Rallye Schweden. Er hatte einen super Saisonstart. Auch wenn er mein Idol ist, ist es nicht so, dass ich für ihn Weltmeister werden will. Für mich war er der tapferste Fahrer zu seiner Zeit. Niemand konnte ein Auto der Gruppe B so fahren wie er. Manchmal wollte er einfach zu viel.


Streckenprofil

Schotterpisten in dünner Luft.

Rallye-Action auf 2.700 Meter Höhe.

Im mexikanischen Hochgebirge geht so manchem Turbo-Motor die Luft aus.

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Backstage

Höhenflug mit Hindernissen.

Der höchste Punkt der Rallye Mexiko im Vergleich.

Das höchste Gebäude der Welt – das 828 Meter hohe Burj Khalifa in Dubai – müsste man mehr als dreimal übereinander stapeln.

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