DAS REGLEMENT.

Nuancen entscheiden.

Die Formel 3 ist die hohe Schule unter den Nachwuchsserien. Wer sich hier durchbeißen will, muss mehr zu bieten haben als einen Bleifuß. Hier ist neben Fahrtalent auch technisches Verständnis gefordert. Anders als in den meisten anderen Nachwuchsklassen gibt es in der Formel 3 keine Einheitsautos. Jeder Rennstall hat die Möglichkeit, seine Fahrzeuge weiterzuentwickeln – aber immer mit einem knapp 30-seitigen Reglement in der Hand, das enge Grenzen setzt.

 

Der Motor.

Für den Motor gilt ein Limit von zwei Litern Hubraum und vier Zylindern ohne Aufladung. Die Basis für Zylinderblock und Zylinderkopf muss ein Serienmotor ein, der innerhalb von zwölf Monaten mindestens 2.500 Mal gebaut wurde. Materialien wie Magnesium oder Keramik sind nicht zulässig.

 

Das Chassis.

Hier haben die Teams grundsätzlich die freie Wahl – vorausgesetzt, das Chassis erfüllt die FIA-Crashtest-Richtlinien. Darüber hinaus muss der Unterboden eine exakt 300 Millimeter breite Holzplanke („skid block“) aufweisen. Diese soll verhindern, dass sich einzelne Konstrukteure durch eine besondere Form des Unterbodens Vorteile beim sogenannten „ground effect“ verschaffen. Die Fahrzeugbreite ist auf 1,85 Meter limitiert.

 

Die Kraftübertragung.

Das Auto darf maximal zwei angetriebene Räder und sechs Vorwärtsgänge besitzen. Halbautomatische und automatische Getriebe sowie eine Traktionskontrolle sind verboten. Der Radstand muss mindestens 2,00 Meter, die Spurweite mindestens 1,20 Meter betragen.