DIE RENNSERIE.

Hier geht’s richtig rund.

 

Rallycross ist das ultimative Spektakel für die Fans! Denn im Gegensatz zur Rallye-Weltmeisterschaft finden alle Läufe auf Rundkursen statt – und die Fans sind ganz nah dran an der Action. Letztere gibt es in dieser aufstrebenden Sportart reichlich: Gefahren wird nicht gegen die Uhr, sondern im direkten Wettbewerb. Und wenn die bis zu 600 PS starken Renner so richtig Stoff geben, bebt die Erde. Die Rennen finden auf verschiedenen Untergründen statt: auf Schotter, Asphalt oder einem Mix aus beidem. Es treten Teams mit jeweils zwei Autos an.

 

Die FIA Rallycross-Serie besteht in der Saison 2016 aus einer Weltmeisterschaft (World RX) und einem europäischen Wettbewerb (Euro RX). Die Weltmeisterschaft setzt sich aus zwölf einzelnen Events zusammen, die in Portugal, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Spanien, Belgien, Kanada, Frankreich, Deutschland (Estering und Hockenheimring), Lettland und Argentinien abgehalten werden.

 

Fahrzeugkategorien

In der Rallycross-Weltmeisterschaft treten ausschließlich Fahrzeuge der höchsten Kategorie „Supercar“ an. Die rund 600 PS starken Boliden verfügen über Allradantrieb und beschleunigen in unter zwei Sekunden auf Tempo 100. Für den rasanten Vortrieb sorgen Motoren mit maximal zwei Liter Hubraum und Turboaufladung.

Die europäische Meisterschaft ist in verschiedene Fahrzeugklassen aufgeteilt. Neben den Supercars kommen hier auch Autos der Kategorie „Super1600“ mit Frontantrieb und 1,6 Liter Hubraum zum Einsatz. Eine weitere Klasse bilden die „Touring Cars“, die über Heckantrieb und zwei Liter Hubraum verfügen. Schließlich gibt es noch die Spezialkategorie „RX Lites“. Diese Fahrzeuge haben rund 300 PS, Mittelmotor und Allradantrieb. Sie werden jedoch nicht bei allen Events der Meisterschaft gefahren.

 

Reglement

Jedes Event besteht aus einem freien Training, vier Qualifying-Sessions, zwei Halbfinal-Läufen und einem Finale. Punkte können in drei verschiedenen Sessions gesammelt werden: im Qualifying, im Halbfinale und im Finale.

Im Qualifying treten bis zu fünf Autos gleichzeitig an. Der schnellste Fahrer erhält 50 Qualifying-Punkte. Die Vergabe für die weiteren Plätze erfolgt nach dem Schema 45–42–40–39. Nach dem alle vier Qualifyings absolviert sind, erfolgt die finale Punktevergabe, die sich nach den Qualifying-Punkten richtet: Die Top 16 mit den meisten Qualifying-Punkten erhalten Final-Punkte nach dem Schema 16–15–14–13–12–11–10–9–8–7–6–5–4–3–2–1.

Die besten zwölf Fahrer der Qualifying-Läufe kommen ins Halbfinale. In den beiden Rennen über sechs Runden fahren je sechs Autos gegeneinander. Die Plätze eins bis drei sind fürs Finale qualifiziert. Der jeweils schnellste Fahrer erzielt hier sechs Punkte, der sechste und letzte Platz wird mit einem Punkt entlohnt.

Das Finale wird ebenfalls über sechs Runden mit sechs Fahrzeugen gefahren. Hier verläuft die Punktevergabe wie folgt: 8–5–4–3–2–1. Bei einem kompletten Rallycross-Event können maximal 30 Punkte erzielt werden (16 + 6 + 8). Der Fahrer mit den meisten Punkten ist der Sieger des Wochenendes. Für die Teamwertung werden die von beiden Fahrern gesammelten Punkte addiert.

 

Joker-Runde

Hierbei handelt es sich um eine Alternativroute, die auf jeder Strecke vorhanden ist und von jedem Fahrer pro Rennen einmal gefahren werden muss. Zu welchem Zeitpunkt im Rennen die Joker-Runde gefahren wird, kann frei entschieden werden. Hier zählt die richtige Taktik, denn auf der Joker-Runde gibt es in der Regel freie Fahrt und dadurch die Möglichkeit, sich an der Konkurrenz vorbeizuschieben.