DIE RENNSERIE.

Rasante Rallye-Rundreise von Florida bis Vegas.

In der US-amerikanischen Global Rallycross-Meisterschaft (GRC) treffen Top-Fahrer auf Spitzenmaterial. Rallycross-Asse wie Tanner Foust, Travis Pastrana und Ken Block treten mit 600 PS starken Rennboliden gegeneinander an und bringen die Fans zum Kreischen. Die GRC ist nichts für Weicheier – denn auf den Rundkursen, die aus einem Schotter-Asphalt-Mix bestehen, wird mit harten Bandagen gekämpft. Kein Wunder, dass viele der Fahrer sich ihre Sporen bereits in anderen Extremsportarten wie BMX oder Skateboarding verdient haben. Jedes GRC-Team schickt zwei Fahrzeuge ins Rennen.

Fahrzeuge
GRC-Autos basieren auf Seriefahrzeugen, haben jedoch außer der Modellbezeichnung und der Karosserieform nichts mit ihnen gemeinsam. Die Fahrzeuge bringen rund 600 PS auf alle vier Räder und sprinten in unter zwei Sekunden auf 100 km/h. Eine Traktionskontrolle gibt es nicht, dafür einen Rennkäfig und verschiedene Versteifungen der Karosserie – denn die Boliden müssen nicht nur diverse Rempler der Gegner, sondern auch bis zu 30 Meter weite Sprünge überstehen.

Reglement
Ein GRC-Event besteht aus einem Qualifying, vier Einzelrennen und einem Finale. Im Qualifying wird das Feld in kleine Gruppen aufgeteilt, die jeweils zehn Minuten lang um die schnellste Rundenzeit fahren. Die Einzelrennen erstrecken sich über sechs Runden. Je vier Fahrzeuge treten gegeneinander an. Die Fahrer auf den ersten beiden Plätzen qualifizieren sich fürs Finale, der Sieger bekommt einen Extra-Bonuspunkt für die Meisterschaftswertung.

Alle Fahrer, die es nicht geschafft haben, sich direkt über die Einzelrennen fürs Finale zu qualifizieren, haben zusätzlich die Chance auf die „Letzte-Chance-Qualifikation“. In diesem finalen Entscheidungsrennen können sich zwei weitere Fahrer fürs Finale qualifizieren. Am Finalrennen nehmen dann insgesamt zehn Autos teil.

Die ersten 16 Plätze eines GRC-Events erhalten Punkte für die Meisterschaft. Die Punktevergabe erfolgt nach dem Schema 20–17–15–13–12–11–10–9–8–7–6–5–4–3–2–1.

Joker-Runde
Eine Besonderheit ist die „Joker-Runde“. Es handelt sich dabei um eine Abkürzung, die auf jedem GRC-Rundkurs vorhanden ist und von jedem Fahrer pro Rennen einmal gefahren werden muss. Zu welchem Zeitpunkt im Rennen die Joker-Runde gefahren wird, kann frei entschieden werden. Hier zählt die richtige Taktik: So können sich Piloten mit etwas Glück entweder gleich zu Beginn des Rennens vom Verfolgerfeld absetzen oder vielleicht auch kurz vor Schluss noch entscheidende Plätze gutmachen und der Konkurrenz ein Schnäppchen schlagen.

Penalty Box
Wer sich auf der Strecke danebenbenimmt, muss dafür büßen: Im Falle einer Regelverletzung (etwa ein Frühstart oder grobe Unsportlichkeit auf der Strecke) müssen Renn-Rüpel ihre Fahrzeuge auf einem 50 Meter langen Abschnitt neben der Strecke parken – und zwar so lange, bis die Rennleitung sie wieder freigibt.