Rallye Portugal 2014.

 

Achter Sieg hintereinander für Volkswagen Motorsport.

 

Fantastisch, Séb und Julien – mehr geht wirklich nicht! Das Volkswagen Duo fuhr in Portugal einen souveränen Sieg nach Hause. Zusätzlich schnappten sich die beiden Franzosen mit der Bestzeit auf der finalen Power Stage noch drei Extrapunkte für die Fahrer- und Beifahrerwertung. Dadurch führt Weltmeister Ogier nun wieder die WM-Wertung an.

 

Nachdem Ogier auf den ersten Wertungsprüfungen leichte Probleme mit den Reifen und den feuchten Witterungsbedingungen in Portugal hatte, kam der Franzose ab der zweiten Etappe immer besser in Fahrt. Der Mann im Polo R WRC überholte Ford-Pilot Mikko Hirvonen, der ebenfalls eine starke Leistung zeigte, in der Gesamtwertung und gab die Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Am letzten Rallye-Tag hatte Hirvonen dann die Hoffnung auf einen Sieg bereits aufgegeben – und Ogier konnte ganz entspannt dem Sieg entgegen cruisen.

 

Sebastien Ogier war nach seinem Sieg natürlich überglücklich: „Vier Siege in fünf Jahren. Es ist keine Übertreibung: Die Rallye Portugal ist eine meiner absoluten Favoriten! Der Zuspruch und die Unterstützung durch die Fans ist hier etwas Besonderes. Am Schlusstag sind wir mit den weichen Reifen nur so viel Risiko gegangen wie nötig. Trotzdem waren die drei Punkte in der Powerstage natürlich unser Ziel, auch wenn es Jari-Matti mir nicht leicht gemacht hat.

Gleichzeitig warnte der Weltmeister aber auch vor zuviel Übermut angesichts des Ergebnisses – und kündigte ein neues Vorhaben für die Zukunft an: „Der Vorsprung in der Weltmeisterschaft ist nun etwas größer, aber die Konkurrenz schläft nicht – Mikko Hirvonen und Mads Østberg haben das bewiesen. Ich habe gehört, dass Markku Alén mit fünf Portugal-Siegen der ungekrönte König ist. Nächstes Jahr können wir das auch schaffen. Das ist unser Ziel.“

 

Teamkollege Jari-Matti Latvala hatte es an diesem Wochenende nicht leicht: Nach einem Überschlag am Freitag musste der Finne bereits frühzeitig alle Hoffnungen auf einen möglichen Sieg begraben. Glücklicherweise blieben Latvala und Co-Pilot Miikka Anttila unverletzt. Zudem zeigten die Volkswagen Mechaniker eine echte Meisterleistung und machten den havarierten Polo R WRC über Nacht wieder flott, so dass Latvala seine Aufholjagd beginnen konnte. Am Ende holte Latvala auf der Power Stage hinter seinem Teamkollegen noch die zweitschnellste Zeit und nahm zwei Extrazähler mit nach Hause.

 

Das Fazit des Finnen fiel verständlicherweise etwas gedämpft aus: „Nur zwei Punkte für Platz zwei in der Powerstage ist nicht das, was ich von dieser Rallye erwartet habe“, gab der Finne zu, der sich nach einem Unfall am Freitag noch auf Rang 14 nach vorne arbeitete. „Aber die Saison ist zum Glück noch lang, ich habe den Kampf um den Titel natürlich noch nicht aufgegeben.“

 

Und der Dritte im Bunde? Andreas Mikkelsen haderte während der ersten Etappe mit seinem Polo R WRC. Der Norweger fand einfach nicht den richtigen Rhythmus und musste daher extrem vorsichtig fahren, um keinen erneuten Abflug wie in Mexiko zu riskieren. Ein stetiger Zeitverlust auf die Spitze war die Folge. Doch dann kam die Wende: Ab der zweiten Etappe lief es für Mikkelsen immer besser – und am Ende fuhr der Volkswagen Pilot mit einem tollen vierten Platz sogar in die Punkte. Für Andreas ein versöhnliches Ergebnis: „Ich habe eine Weile gebraucht, um meinen Rhythmus zu finden“, beschrieb der Norweger. „Nach der ersten Wertungsprüfung war ich, ehrlich gesagt, ein wenig frustriert. Aber zum Glück ist es mir gelungen, das Tempo im Verlauf der Rallye immer weiter zu steigern.“


Volkswagen Motorsport siegt erneut und zeigt eine starke Teamleistung. Das Video.


Rallye Portugal 2014: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:33:20.4 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:34:03.6 +43.2  
3 M. Østberg / J. Andersson 3:34:32.8 +1:12.4  
4 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:38:10.9 +4:50.5  
5 H. Solberg / I. Minor 3:38:30.6 +5:10.2  
6 M. Prokop / J. Tománek 3:41:47.6 +8:27.2  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 3:41:52.7 +8:32.3  
8 J. Hänninen / T. Tuominen 3:42:12.0 +8:51.6  
9 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 3:43:35.1 +10:14.7  
10 J. Ketomaa / K. Lindström (WRC 2) 3:43:46.7 +10:26.3  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Portugal des Jahres 2014 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 06.04.2014


Power Play in Portugal.
Volkswagen Motorsport siegt auch bei der vierten Rallye des Jahres und zeigt eine starke Teamleistung. Das Video.


Aktuelle Bilder (21)
22:50 Uhr (MESZ)


Stand nach 16 von 16 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:33:20.4 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:34:03.6 +43.2  
3 M. Østberg / J. Andersson 3:34:32.8 +1:12.4  
4 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:38:10.9 +4:50.5  
5 H. Solberg / I. Minor 3:38:30.6 +5:10.2  
6 M. Prokop / J. Tománek 3:41:47.6 +8:27.2  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 3:41:52.7 +8:32.3  
8 J. Hänninen / T. Tuominen 3:42:12.0 +8:51.6  
9 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 3:43:35.1 +10:14.7  
10 J. Ketomaa / K. Lindström (WRC 2) 3:43:46.7 +10:26.3  

16:00 Uhr (MESZ)

„Die Rallye Portugal ist eine meiner absoluten Favoriten!

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Vier Siege in fünf Jahren. Es ist keine Übertreibung: Die Rallye Portugal ist eine meiner absoluten Favoriten! Die ganze Woche lief fantastisch für Julien und mich. Erst die großartige Show beim ‚Fafe Rally Sprint‘ vor mehr als 100.000 Fans und jetzt als Höhepunkt unsere Titelverteidigung bei der Rallye Portugal an der Algarve. Der Zuspruch und die Unterstützung durch die Fans ist hier etwas Besonderes. Am Schlusstag sind wir mit den weichen Reifen nur so viel Risiko gegangen wie nötig. Trotzdem waren die drei Punkte in der Powerstage natürlich unser Ziel, auch wenn es Jari-Matti mir nicht leicht gemacht hat. Der Vorsprung in der Weltmeisterschaft ist nun etwas größer, aber die Konkurrenz schläft nicht – Mikko Hirvonen und Mads Østberg haben das bewiesen. Ich habe gehört, dass Markku Alén mit fünf Portugal-Siegen der ungekrönte König ist. Nächstes Jahr können wir das auch schaffen. Das ist unser Ziel.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Die Rallye Portugal hat wieder einmal bewiesen, dass sie zu Recht als eine der schwierigsten Rallyes überhaupt gilt. Unser Speed war sehr gut und damit hatten wir die Möglichkeit für einen Platz auf dem Podium, aber leider hatte ein vermeintlich kleiner Fehler am Freitag eine ziemlich große Wirkung. Das war sehr enttäuschend und die Chancen auf ein gutes Resultat waren dahin. Darum richteten wir unsere Strategie allein auf die Powerstage aus und haben uns weiche Reifen aufgehoben, um einen Angriff auf die Zusatzpunkte zu starten, was mit Platz zwei auch gelungen ist. In der  Meisterschaft ist der Abstand zu unseren Teamkollegen an der Spitze nun größer geworden, aber die Saison ist noch lang. Für Argentinien können wir in Sachen Performance zuversichtlich sein und werden dort hoffentlich wieder um den Sieg kämpfen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Alles in allem ist die Rallye Portugal nicht so verlaufen, wie ich mir das vorher erhofft hatte, obwohl das Ergebnis am Ende versöhnlich ausgefallen ist. Wir haben uns dazu entschlossen, einen neuen Aufschrieb zu erstellen. Doch der heftige Regen bei der ‚Recce‘ hat die Sicht so sehr erschwert, dass ich dem neuen Aufschrieb nicht so recht vertrauen konnte. Die wechselhaften Bedingungen gerade zu Beginn der Rallye haben mich zusätzlich vorsichtig gemacht. Ich habe viel Zeit verloren, wollte aber auf keinen Fall zu viel riskieren. Das hat sich dann zumindest im Ergebnis ausgezahlt: Rang vier ist das Maximum, das wir so herausholen konnten. Am Sonntag war ich zudem wieder zufrieden mit meiner eigenen Leistung. Der Rhythmus hat gestimmt. Ich freue mich auf die kommende Rallye in Argentinien.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Der vierte Saisonerfolg, viele neue Bestmarken und eine großartige Siegesserie – das, was die gesamte Volkswagen Mannschaft an diesem Wochenende trotz der schwierigen Bedingungen geleistet hat, ist einfach herausragend. Ich bin wahnsinnig stolz auf jeden in der Truppe. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia waren eine Klasse für sich, haben im richtigen Moment Tempo gemacht und verdient gewonnen. Andreas Mikkelsen und Mikko Markkula haben des Beste aus einer schwierigen Situation gemacht und damit Reife bewiesen. Das gleiche gilt für Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila. Sie haben trotz ihres Unfalls am Freitag Schadensbegrenzung betrieben, wichtige Punkte in der Herstellerwertung für uns und für sich selbst Zähler in der Powerstage geholt. Sie dürfen sich bei den Volkswagen Mechaniker dafür bedanken, die mit einer Energieleistung das erst möglich gemacht haben. Auf all das kann man als Motorsport-Direktor nur eines sein: stolz.“


14:30 Uhr (MESZ)

„Argentinien wird schwierig.“

Nach dem Sieg bei der Rallye Portugal muss Sébastien Ogier beim nächsten WM-Lauf wieder als Erster starten.

Die Tabellenspitze ist die Position, die jeder Fahrer im Visier hat. Doch damit verbunden ist in der Saison 2014 auch ein zumindest bei Schotter-Rallyes massiver Nachteil: Der Tabellenführer muss zur jeweils ersten Etappe als Erster starten und den Straßenfeger für die Konkurrenten spielen.


„In Argentinien habe ich noch nie gewonnen“, blickte Portugal-Sieger Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) auf den nächsten WM-Lauf im Mai voraus. „Wenn das Wetter trocken ist, wird das wieder eine sehr schwierige Rallye für mich.“ Auf der anderen Seite war der Weltmeister von derselben Konstellation auch in Portugal nicht zu bremsen. Während der ersten Etappe mit besagtem Handicap gestartet, ließ er sich von Zwischenrang drei nicht nervös machen. Als am Samstag in umgekehrter Reihenfolge gestartet wurde, war Ogier nicht mehr aufzuhalten.


Am Sonntag schonte er während der ersten beiden Wertungsprüfungen seine Reifen, nahm sogar einen geringen Zeitverlust gegenüber Verfolger Mikko Hirvonen (Ford) in Kauf. Mit einer überlegenen Bestzeit auf der abschließenden Powerstage bewies Ogier, dass diese Taktik goldrichtig war.


Mit dem Powerstage-Sieg sicherte er sich die Maximalpunktzahl von 28 und baute seinen Vorsprung in der Tabelle auf 29 Zähler vor Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) aus. „Das war sehr wichtig, damit kann ich die nächsten Rallyes etwas entspannter angehen.“


Latvala war dagegen mit dem Wochenende in Portugal nicht zufrieden. „Nur zwei Punkte für Platz zwei in der Powerstage ist nicht das, was ich von dieser Rallye erwartet habe“, gab der Finne zu, der sich nach einem Unfall am Freitag noch auf Rang 14 nach vorn arbeitete. „Aber die Saison ist zum Glück noch lang, ich habe den Kampf um den Titel natürlich noch nicht aufgegeben.“ Auch in Latvalas Sammlung fehlt der Siegerpokal von der Rallye Argentinien bisher. „Das wird sicher ein interessantes Duell mit Sébastien.“


Nach verhaltenem Start konnte sich Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) schließlich über den im Schlussspurt erzielten vierten Rang freuen. „Ich habe eine Weile gebraucht, um meinen Rhythmus zu finden“, beschrieb der Norweger. „Nach der ersten Wertungsprüfung war ich, ehrlich gesagt, ein wenig frustriert. Aber zum Glück ist es mir gelungen, das Tempo im Verlauf der Rallye immer weiter zu steigern.“


13:15 Uhr (MESZ)

Mit dem heutigen Sieg in Portugal schreibt Volkswagen Motorsport erneut Rallye-Geschichte: Sébastien Ogiers Triumph an der Algarve ist bereits der achte WRC-Sieg in Folge für das Team aus Hannover. 2013 gingen die Siegerpokale aus Australien, Frankreich, Spanien, und Großbritannien an Volkswagen. In diesem Jahr kamen dann die Trophäen aus Monte Carlo, Schweden, Mexiko und jetzt auch aus Portugal hinzu. Mit dem achten WRC-Erfolg in Folge zieht Volkswagen übrigens nun auch mit Konkurrent Citroën gleich, dessen längste Serie ebenfalls mit acht Siegen in Folge aus dem Jahr 2011 datiert.


13:00 Uhr (MESZ)

Ein souveräner Sieg und drei Extrapunkte.

Fantastisch, Séb und Julien – mehr geht wirklich nicht! Das Volkswagen Duo ließ am finalen Rallyetag nichts mehr anbrennen und fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Und als Kirsche auf dem Sahnehäubchen schnappte sich Séb mit einer tollen Bestzeit auf der finalen Power Stage (Loulé 2) auch noch drei Extrapunkte für die Fahrerwertung.

Stark war auf den letzten Kilometern auch Teamkollege Jari-Matti Latvala, der mit der zweitschnellsten Zeit zwei Extrazähler mitnimmt. Immerhin ein kleines Trostpflaster für den Mann aus Finnland, der nach einem Überschlag am Freitag bereits früh alle Siegchancen eingebüßt hatte.

Der Dritte im Bunde der Volkswagen Piloten kann mit seinem Ergebnis ebenfalls zufrieden sein: Andreas Mikkelsen, der anfangs große Probleme hatte, seinen Rhythmus zu finden, kam im Laufe der Rallye immer besser in Fahrt. Am Ende landete der Norweger auf einem starken vierten Platz in der Gesamtwertung – ein mehr als versöhnliches Ergebnis.
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


11:15 Uhr (MESZ)

Das große Finale wartet – Mikkelsen neuer Vierter.

Nur noch eine Wertungsprüfung erwartet die WRC-Piloten – dann ist es geschafft. Nach der 15. WP (S. Brás de Alportel 1) liegt Sébastien Ogier weiter souverän in Führung. Mikko Hirvonen (Ford) kam zwar wieder etwas näher heran, hat aber keine Chancen mehr auf den Sieg.

Erfreulich: Ogiers Teamkollege Andreas Mikkelsen dreht richtig auf und hat Henning Solberg (Ford) in der Gesamtwertung überholt. Nachdem es auf der ersten Etappe so gar nicht laufen wollte, hat der Volkswagen Pilot im Polo R WRC #9 jetzt den vierten Platz im Gesamtklassement erobert. Sauber, Andreas!
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


10:20 Uhr (MESZ)

Séb ganz entspannt auf Siegerkurs.

Der Champion hat den „Cruising-Modus“ aktiviert: Auf der ersten Wertungsprüfung des heutigen Sonntags (Loulé 1) reichte dem Volkswagen Piloten die fünftschnellste Zeit, um seinen ohnehin schon beruhigenden Vorsprung auf Verfolger Mikko Hirvonen (Ford) noch weiter auszubauen. Der Abstand beträgt nun bereits 43,2 Sekunden. Hirvonen hat die Hoffnung auf den Sieg aber nun offenbar aufgegeben und konzentriert sich auf Platz zwei. Die Bestzeit auf dieser WP schnappte sich Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala vor Mads Østberg (Citroën). Andreas Mikkelsen kam als Drittschnellster über die Linie.

Großes Pech dagegen für Dani Sordo: Der Hyundai-Mann, der auf Gesamtrang vier lag, musste seinen i20 mit technischem Defekt abstellen. Dadurch rückt Henning Solberg (Ford) auf Platz vier der Gesamtwertung hinter Østberg. Nur 2,7 Sekunden dahinter liegt Andreas Mikkelsen. Der Norweger im Polo R WRC hat also gute Chancen, noch einen Platz gutzumachen.
 

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07:15 Uhr (MESZ)

Sonntag: die Wertungsprüfungen der dritten Etappe.

Samstag, 05.04.2014


Back for good.
Die zweite Etappe der Rallye Portugal. Das Video.


Aktuelle Bilder (18)
19:45 Uhr (MESZ)

Stand nach 13 von 16 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:03:39.8 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:04:17.9 +38.1  
3 M. Østberg / J. Andersson 3:05:06.5 +1:26.7  
4 D. Sordo / M. Marti 3:05:26.5 +1:46.7  
5 H. Solberg / I. Minor 3:08:09.7 +4:29.9  
6 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:08:24.6 +4:44.8  
7 M. Prokop / J. Tománek 3:11:01.3 +7:21.5  
8 J. Hänninen / T. Tuominen 3:11:10.4 +7:30.6  
9 T. Neuville / N. Gilsoul 3:11:11.2 +7:31.4  
10 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 3:13:04.5 +9:24.7  

20:30 Uhr (MESZ)

„Ein wirklich sehr guter Tag für uns.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Ein wirklich sehr guter Tag für uns, der Polo lief wieder perfekt! Einige Streckenabschnitte waren immer noch feucht und rutschig, aber wir hatten diesmal die perfekte Reifenwahl. Allerdings habe ich auch versucht, nicht zu aggressiv zu fahren und die Reifen bestmöglich zu schonen. Für Julien und mich ist diese Rallye eine gute Chance, in der Weltmeisterschaft den Vorsprung zu vergrößern, deshalb fahren wir nicht volles Risiko und attackieren nicht um jeden Preis. Klar will ich hier in Portugal zum vierten Mal gewinnen, aber Mikko Hirvonen ist sehr schnell unterwegs. Die Führung mag komfortabel aussehen, aber auch diesmal gilt: Um zu gewinnen, müssen wir die Rallye erst beenden.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Unseren Mechanikern gebührt ein großes, großes Dankeschön. Sie haben unseren Polo, der gestern stark beschädigt war, bis Mitternacht mit großem Einsatz repariert. Es war eine schwierige Aufgabe, aber das Team hat uns heute Morgen ein perfektes Auto hingestellt. Die Bestzeit in der dritten Prüfung unterstreicht das. Für uns ging es heute vor allem darum, wieder einen guten Rhythmus zu finden und gleichzeitig Reifen zu sparen, um am Sonntag in der Powerstage angreifen zu können – die Punkte, die es dort zusätzlich gibt, könnten für die Meisterschaft noch sehr wichtig sein. Wir haben heute Nachmittag auf harten Reifen einen Nachteil in Kauf genommen, um weiche Reifen für morgen übrig zu haben.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ein Tag mit zwei Gesichtern für mich. Der Vormittag verlief so, wie die ganze Rallye für mich hätte verlaufen sollen. Ich hatte mehr Vertrauen ins Auto, in meinen Aufschrieb und alles entwickelte sich in die richtige Richtung. Wir haben zwei Positionen gutgemacht, ohne zu viel zu riskieren. Am Nachmittag fiel jedoch die Servolenkung aus und zusätzlich zu meinem Job als Rallye-Fahrer hatte ich einen Strong-Man-Wettbewerb zu absolvieren. Wir haben die Ursache gefunden und behoben, doch mit harten Reifen haben wir keinen rechten Grip gefunden. Nicht die beste Wahl, dennoch bin ich mit dem Tag zufrieden.“


20:00 Uhr (MESZ)

Konter vom Reifen-Flüsterer.

Durch eine perfekte Taktik baute Sébastien Ogier seinen Vorsprung auf knapp 40 Sekunden auf.

Das größte Lob kam von Konkurrent Dani Sordo (Hyundai). Es sei ihm unbegreiflich, meinte der Spanier, wie Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) so schnell fahren könne, ohne seine Reifen zu ruinieren. Tatsächlich gewann der Weltmeister in der Mannschaft von Volkswagen Motorsport alle drei Wertungsprüfungen am Samstagnachmittag. Der Vorsprung auf Verfolger Mikko Hirvonen (Ford) – am Ende der ersten Etappe noch Spitzenreiter – wuchs dabei von knappen 2,4 zur Mittagspause auf beruhigende 38,1 Sekunden an.


„Das Erfolgsgeheimnis war ganz klar das perfekte Einteilen der Reifen“, bestätigte auch Ogier selbst. Der Franzose war in die Nachmittagsrunde mit vier brandneuen Michelin Latitude Cross der weichen Sorte gestartet. Die Konkurrenz hatte dagegen im besten Falle gut gebrauchte Weiche übrig oder musste gleich harte Reifen aufziehen lassen. Auf den immer noch teilweise feuchten Strecken bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen ein klarer Nachteil.


„Die harten Reifen sind gerade einmal handwarm geworden“, beschrieb Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), der ebenfalls mit harten Reifen in den Nachmittag gegangen war. Immerhin verbesserte sich der am Morgen neu gestartete Finne im Laufe des Tages bis auf Gesamtrang 17. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) kam als Sechster ins Etappenziel.


Sogar für die abschließende Etappe am Sonntag hat Sébastien Ogier noch ein paar weiche Reifen übrig, deren Profil diesen Namen auch verdient. „Kann aber sein, dass wir die morgen gar nicht mehr brauchen“, meinte der Spitzenreiter bei der Einfahrt in den Service am Samstagabend. Für den Sonntag wird endlich Portugal-typisch warmes Wetter erwartet – ein Fall für die härtere Gummimischung. Dann stehen noch einmal drei Wertungsprüfungen auf dem Programm, darunter als Finale die „Power-Stage“, bei der noch einmal extra WM-Punkte vergeben werden.


19:30 Uhr (MESZ)

Der Polo R WRC schreibt Geschichte: Am heutigen Rallye-Samstag gewann der 315-PS-Allradler in Portugal auf dem Abschnitt Santa Clara 2 seine 200. Wertungsprüfung. Direkt im Anschluss kamen dann sogar noch zwei weitere WP-Siege dazu. Die beeindruckende Gesamtbilanz: Von insgesamt 309 gefahrenen WPs seit dem ersten Start im Januar 2013 war der Polo 202 Mal das schnellste Fahrzeug – das entspricht einer Erfolgsquote von 65 Prozent.


19:00 Uhr (MESZ)

Ogier erneut eine Klasse für sich.

Plätze eins und zwei für Volkswagen, lautete das Ergebnis der finalen Wertungsprüfung des heutigen Samstags. Auf dem zweiten Durchgang der WP Malhão war erneut keiner schneller als Sébastien Ogier. Auf Platz zwei reihte sich ein weiterer Polo R WRC ein: Teamkollege Jari-Matti Latvala hat seinen Rhythmus gefunden und brauchte nur 4,6 Sekunden länger als Ogier, der die Bestmarke von 13:49.2 Minuten setzte. Verfolger Mikko Hirvonen (Ford) konnte diese Pace nicht mitgehen. Der Finne verlor erneut viel Zeit und liegt nun bereits 38,1 Sekunden zurück.

„Das war ein super Tag für uns, ich bin sehr zufrieden. Bei der Reifenwahl haben wir genau richtig gelegen. Zum Schluss musste ich nicht einmal richtig pushen“, lautete das positive Fazit des Weltmeisters.

Auch Andreas Mikkelsen, der auf Gesamtrang sechs liegt, zeigte sich am Ende der zweiten Etappe zufrieden: „Insgesamt war der Tag okay. Es geht in die richtige Richtung.“

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


17:48 Uhr (MESZ)

Séb weiter auf Kurs – Hirvonen chancenlos.

Sébastien Ogier setzt sich mehr und mehr von Verfolger Mikko Hirvonen (Ford) ab: Auf dem 32 Kilometer langen Abschnitt Santana da Serra 2 ließ der Volkswagen Pilot dem Finnen keine Chance und nahm ihm mit einer Bestzeit von 23:00.6 Minuten weitere elf Sekunden ab. Damit beträgt der Vorsprung nun bereits 20,8 Sekunden. „Die Strecke war schwierig zu fahren, wenngleich es nicht so matschig war wie heute Morgen. Zum Schluss haben wir ordentlich gepusht“, berichtete der Franzose im Polo R WRC.

Teamkollege Jari-Matti Latvala kam als Drittschnellster hinter Hirvonen ins Ziel. Und Andreas Mikkelsen? Der dritte Volkswagen Pilot kommt in Portugal einfach nicht in Fahrt und verlor 36,3 Sekunden auf die Spitze. „Ich hatte praktisch keinen Grip, deswegen haben wir hier wieder viel Zeit liegen lassen“, so der enttäuschte Norweger. Die Servolenkung seines Polo R WRC scheint aber wieder zu funktionieren.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


16:50 Uhr (MESZ)

Fliegender Franzose und

ein Meilenstein für Statistik-Fans.

Sébastien Ogier ist weiter auf der Überholspur: Im zweiten Durchgang der Wertungsprüfung Santa Clara hat der Volkswagen Pilot im Polo R WRC wieder ordentlich angegast – eine tolle Bestzeit von 12:04.7 Minuten war das Ergebnis. Ein historischer Erfolg, denn das war bereits der 200. WP-Sieg des Polo R WRC – auf die nächsten 200!

Damit baut Séb seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Mikko Hirvonen (Ford) auf nun 9,8 Sekunden aus. Auf Gesamtrang drei liegt nach dem Ausfall Ott Tänaks (Ford) nun Citroën-Mann Mads Østberg, der allerdings bereits 45,8 Sekunden Rückstand auf die Spitze hat.

Probleme hatte Teamkollege Andreas Mikkelsen, dessen Servolenkung streikte. Der Norweger verlor auf dieser WP über eine Minute.
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


Stand nach zehn von 16 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:14:45.3 0.0  
2 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:14:47.7 +2.4  
3 M. Østberg / J. Andersson 2:15:20.2 +34.9  
4 D. Sordo / M. Marti 2:15:37.7 +52.4  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 2:16:05.4 +1:20.1  
6 A. Mikkelsen / M. Markkula 2:17:32.1 +2:46.8  
7 H. Solberg / I. Minor 2:17:46.2 +3:00.9  
8 M. Prokop / J. Tománek 2:19:43.3 +4:58.0  
9 J. Hänninen / T. Tuominen 2:20:04.0 +5:18.7  
10 J. Ketomaa / K. Lindström (WRC 2) 2:21:11.7 +6:26.4  

15:00 Uhr (MESZ)

Vier Asse beim Reifen-Poker.

Sébastien Ogier mit taktischen Vorteilen.

Das große Thema beim Mittagsservice am Samstag: Mit welchen Reifen wird zu den Wertungsprüfungen 11, 12 und 13 gestartet? Am Morgen war die weiche Gummimischung definitiv die richtige Wahl. Allerdings haben die meisten Fahrer inzwischen ihr Kontingent dieser Sorte – 16 Stück für die gesamte Rallye – inzwischen aufgebraucht beziehungsweise in einen ziemlich profillosen Zustand versetzt. Nur Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) hat noch mindestens vier Asse in diesem Reifen-Poker auf der Hand. Er war am Freitagmittag mit harten Reifen ausgerückt, während die Konkurrenz hier bereits einen weiteren Satz der weichen Mischung verheizte.


Noch immer sind die Schotterwege an vielen Stellen aufgeweicht. Außerdem sprechen die vergleichsweise niedrige Lufttemperatur um die 20 Grad und der wolkenverhangene Himmel nicht unbedingt dafür, dass die Fahrbahnoberfläche schnell austrocknet.


„Ich muss mir die neuesten Informationen unserer Wetter-Crew anschauen. Vorher kann ich nichts zur Reifenwahl heute Nachmittag sagen“, gab sich Ogier bei der Einfahrt in den Service geheimnisvoll. Mit zwei Bestzeiten (WP 8 und 9) hatte er am Morgen Platz eins zurückerobert. Die Führung steht für ihn allerdings nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. „Ich muss auch an die Weltmeisterschaft denken. Zu viel Risiko macht für mich momentan keinen Sinn. Wenn ich mit dem momentanen Tempo vorne bleiben kann, wäre ich mehr als zufrieden.“


Ogier kann sich auch deswegen Gedanken über die Taktik machen, weil sein direkter Verfolger in der WM-Tabelle bei der Rallye Portugal wohl nicht punkten wird. Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), der nach seinem Unfall vom Freitag neu startete, fuhr am Samstagmorgen zwar bereits eine Bestzeit (WP 10) und machte eine Position nach der anderen gut. 15 Minuten Strafzeit für drei verpasste Wertungsprüfungen am Freitag werden ihn am Ende aber kaum unter den Top Ten ankommen lassen.


„Auf den ersten beiden WP war ich etwas nervös“, gab der Finne zu. „Erst in der dritten Prüfung war ich mit mir zufrieden. Die Streckenbedingungen sind zum Glück etwas einfacher als gestern, die Wechsel zwischen trockener und feuchter Piste sind nicht mehr so häufig.“


Auf Zwischenrang sechs kam Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) zum Mittagsservice. „So ganz langsam finde ich meinen Rhythmus wieder“, sagte der Norweger.


14:20 Uhr (MESZ)

Der Dreikampf wird zum Zweikampf.

Nach dem Vormittags-Stint liegt Sébastien Ogier weiter in Führung. Der Volkswagen Pilot kam auf der 22 Kilometer langen Wertungsprüfung Malhão 1 nur 1,9 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala ins Ziel.

„Insgesamt ein gelungener Vormittag“, freute sich Ogier und fügte erleichtert hinzu: „Endlich haben wir bei der Wahl der Reifen ein gutes Händchen gehabt.“

Pech hatte der Este Ott Tänak (Ford), der nach einem Abflug ausgeschieden ist. Der zuvor Drittplatzierte war das ganze Wochenende über schnell unterwegs gewesen.
 
Ogiers härtester Verfolger Mikko Hirvonen wurde durch Tänaks havariertes Fahrzeug auf der Strecke behindert und verlor viel Zeit, die jedoch wieder gutgeschrieben wird. Auch die nachfolgenden Fahrzeuge mussten auf der Strecke warten.
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


13:00 Uhr (MESZ)

Sauber, Séb! Führung für Volkswagen Motorsport.

„Pedal to the metal“, lautete das Motto des Volkswagen Piloten auf der längsten Wertungsprüfung der Rallye Portugal (Santana da Serra 1). Ogier fuhr den knapp 32 Kilometer langen Abschnitt in 23:10.2 Minuten – Bestzeit! Damit nahm der Franzose dem bisherigen Spitzenreiter Mikko Hirvonen (Ford) 8,7 Sekunden ab und eroberte die Führung in der Gesamtwertung zurück. Der Vorsprung auf Hirvonen beträgt nun 2,4 Sekunden. „Eine gute WP für uns. So kann es weitergehen“, freute sich Ogier im Ziel.

Die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen kamen als Sechst- bzw. Siebtschnellste über die Linie. Nach dieser WP folgt noch die 22 Kilometer lange Malhão 1, bevor die Fahrzeuge zum Mittags-Check in den Servicepark kommen.

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


11:50 Uhr (MESZ)

Die Jagd beginnt.

Der packende Dreikampf um die Führung der Rallye Portugal geht in die nächste Runde: Auf der achten Wertungsprüfung (Santa Clara 1) fuhr Sébastien Ogier die Bestzeit – aber die Konkurrenten sind ihm weiterhin dicht auf den Fersen: Mikko Hirvonen (Ford), der die Gesamtwertung weiterhin anführt, landete nur 0,2 Sekunden hinter dem Volkswagen Piloten, dicht gefolgt vom Gesamtzweiten Ott Tänak. Der Ford-Privatfahrer liefert nach wie vor eine starke Vorstellung ab.

„Kein schlechter Start in den Samstag. Die Strecke ist zwar etwas feuchter als erwartet, aber unsere Gegner haben damit genauso zu kämpfen wie wir“, erklärte Ogier im Ziel.

Teamkollege Jari-Matti Latvala war mit seinem frisch reparierten Polo R WRC ebenfalls schnell unterwegs und kam 5,7 Sekunden hinter Ogier ins Ziel. Andreas Mikkelsen holte die achtschnellste Zeit und belegt Gesamtrang acht.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


11:00 Uhr (MESZ)

Nummer 2 lebt wieder.

Die Volkswagen Mechaniker haben Jari-Matti Latvalas Auto repariert.

Die Mechaniker von Volkswagen Motorsport haben es geschafft: Jari-Matti Latvala kann zur zweiten Etappe der Rallye Portugal starten. Und zwar mit einem Polo R WRC, dem man nur bei genauem Hinsehen die Folgen des Überschlags von WP 5 am Freitag ansieht.


Um 21:06 Uhr am Freitagabend machten sich die Techniker an die Arbeit. Zuvor hatte ein Technischer Kommissar des Veranstalters die Freigabe erteilt – beim Unfall waren keine sicherheitsrelevanten Teile des Fahrzeugs beschädigt worden. Jeweils maximal acht Mann durften gleichzeitig am Auto arbeiten, die anderen bereiteten im Hintergrund einzelne Komponenten vor oder reichten Werkzeug an.


Der beim Unfall stark gestauchte Längsträger vorn links wurde als Erstes gerichtet. Dann erhielt der Polo R WRC neue Kotflügel, eine neue Motorhaube und einen neuen Kühler, neue Lampen sowie unzählige Kleinteile. Arbeiten, die in einer normalen Werkstatt schnell mal mit „Nächste Woche können Sie ihn wieder abholen“ veranschlagt werden. Doch nach nur drei Stunden um punkt 00:06 Uhr am Samstagmorgen roltte der Polo R WRC mit der Startnummer 2 in den Parc fermé – ready to race.


„Unglaublich, was die Mechaniker geleistet haben“, lobte Jari-Matti Latvala. „Dank ihrer fantastischen Arbeit kann ich die Rallye fortsetzen.“ Um 08:34 Uhr Ortszeit holten der Finne und Beifahrer Miikka Anttila ihr Dienstfahrzeug am Parc fermé wieder ab. Nach einem kurzen Check im Service ging’s weiter in Richtung WP 8. Beinahe, als sei nichts gewesen.


09:00 Uhr (MESZ)

Samstag: die Wertungsprüfungen der zweiten Etappe.

Freitag, 04.04.2014


Die Reifenprüfung.
Die erste Etappe der Rallye Portugal. Das Video.


Aktuelle Bilder (12)
16:56 Uhr (MESZ)


Stand nach 7 von 16 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1. M. Hirvonen / J. Lehtinen 1:25:05.6 0.0  
2. O. Tänak / R. Molder 1:25:09.3 +3.7  
3. S. Ogier / J. Ingrassia 1:25:12.1 +6.5  
4. M. Østberg / J. Andersson 1:25:31.2 +4.8  
5. D. Sordo / M. Marti 1:25:31.3 +25.7  
6. T. Neuville / N. Gilsoul 1:25:47.6 +42.0  
7. H. Solberg / I. Minor 1:26:47.9 +1:42.3  
8. A. Mikkelsen / M. Markkula 1:27:21.8 +2:16.2  
9. M. Prokop / J. Tománek 1:28:04.8 +2:59.2  
10. J. Ketomaa / D. Lindstrom (WRC2) 1:28:52.8 +3:47.2  

20:30 Uhr (MESZ)

„Darauf konzentrieren, was vor uns liegt.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Die Bedingungen waren besonders am Morgen nicht einfach, das Grip-Niveau hat permanent gewechselt. Wir haben es vorsichtig angehen lassen, denn als Erster auf der Strecke kann man sich nicht an den Linien von Vorausfahrenden orientieren. Beim zweiten Durchgang waren die WPs zwar deutlich abgetrocknet. Trotzdem waren die harten Reifen nicht die optimale Wahl. Dennoch sind Julien und ich sehr zufrieden, vorn mit dabei zu sein. Insgesamt war es heute ein spannender Tag für die Fans, denn so viele Fahrer derart dicht beieinander gab es lange nicht.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Nachdem es in den vergangenen Tagen viel geregnet hatte, waren die Streckenbedingungen schwer einzuschätzen – wir entschieden uns für harte und weiche Reifen über Kreuz. In einer Linkskurve hatte ich mehr Untersteuern als erwartet und musste eine weite Linie nehmen. Als ich schon wieder auf Kurs war, traf ich rechts ein tiefes Loch, welches das Auto stark aushebelte. Wir fuhren einen Moment lang auf zwei Rädern, trafen einen Wall und überschlugen uns. Natürlich ist es eine Enttäuschung, aber nicht das Ende. Einen solchen Ausfall müssen wir verkraften und uns darauf konzentrieren, was vor uns liegt.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ich hatte schon bessere Rallye-Tage seit ich bei Volkswagen bin. Wir haben uns vor der Rallye dazu entschlossen, einen neuen Aufschrieb zu erstellen. Doch leider hat es während der ‚Recce‘ so stark geregnet, dass wir dabei kaum etwas gesehen haben und der Aufschrieb entsprechend ungenau ist. Die unvorhersehbaren Streckenverhältnisse plus das fehlende hundertprozentige Vertrauen in den Aufschrieb haben mich sehr vorsichtig gemacht. Hier in Portugal bedeutet das einen enormen Zeitverlust. Nach meinen beiden Fehlern in Mexiko wollte ich aber nicht zu viel riskieren.“


20:15 Uhr (MESZ)

Hoffen auf den Rallye-Samstag.

Die erste Etappe verlief nicht ganz nach Plan.

6,5 Sekunden fehlen Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) am Ende der ersten Etappe auf Spitzenreiter Mikko Hirvonen (Ford). „Der heutige Tag ist nicht optimal gelaufen“, fasste der Weltmeister zusammen. Sowohl während der Vormittagsschleife als auch am Nachmittag war er nicht ganz glücklich mit seiner Reifenwahl. „Wir sind nach dem Service mit harten Reifen losgefahren. Leider war die Strecke doch noch an vielen Stellen feuchter als erwartet.“


Der neue Spitzenreiter Hirvonen setzte dagegen auf weiche Reifen – offensichtlich die bessere Entscheidung. Der Finne hat dadurch allerdings weniger Exemplare dieser Sorte für den Rest der Rallye zur Verfügung. „Wenn es noch einmal regnen sollte, haben wir auf jeden Fall einen Vorteil“, analysierte Ogier. Besagte 6,5 Sekunden Rückstand sind für den Franzosen auch so kein Grund, in Panik zu verfallen. „Mikko hat heute auch von seiner relativ späten Startposition profitiert. Morgen ist nur ein Auto zwischen uns, wir haben also praktisch gleiche Bedingungen. Diese Rallye ist noch lange nicht entschieden.“


Eine anders gelagerte, aber ähnlich schwierige Aufgabe haben die Mechaniker von Volkswagen Motorsport am Abend noch vor sich. Sie wollen versuchen, den Polo R WRC von Jari-Mattti Latvala in den vom Reglement erlaubten drei Stunden zu reparieren, damit der Finne am Samstag neu starten kann. „Das war ganz klar mein Fehler“, entschuldigte sich Latvala nach der Rolle bei seinen Technikern. Er war mit einer Misch-Bereifung – vorne rechts und hinten links hart, auf den jeweils gegenüber liegenden Ecken weich – in die Wertungsprüfung 5 gestartet. „Dadurch war das Fahrverhalten etwas ungewohnt, darauf habe ich mich nicht schnell genug eingestellt.“


In einer zu schnell angegangenen Linkskurve untersteuerte das Auto in Richtung Kurvenaußenrand. „Beim Versuch, mein Auto wieder einzufangen, bin ich in ein Loch gerutscht“, erzählte Latvala. Der Polo R WRC wurde dadurch ausgehebelt und landete schließlich hart in einer Böschung. Dabei wurde die Front stark beschädigt. Noch ist das Auto nicht zurück im Service. Erst dann kann entschieden werden, ob eine Reparatur überhaupt möglich ist.


Immer besser in Schwung kommt derweil Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). „Das Selbstvertrauen kommt Schritt für Schritt zurück“, erzählte der Norweger, der es nach einem Unfall beim letzten WM-Lauf in Mexiko etwas ruhiger angehen lässt. Am Ende der ersten Etappe ist er Neunter.


19:20 Uhr (MESZ)

Schlammschlacht in Portugal: Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage landeten bei der Jagd über die aufgeweichten Schotterpisten der Algarve Unmengen von Matsch auf der Scheibe des Polo R WRC. Das bedeutete Dauereinsatz für den Scheibenwischer und die Pumpe im Wischwasserbehälter. Letzterer fasst übrigens exakt fünf Liter – und die reichen normalerweise für eine komplette Rallye. Wenn es hier in Portugal weiterhin so schlammig zugeht, müssen die Mechaniker wohl öfter mal nachschenken …


18:30 Uhr (MESZ)

Ogier übernachtet auf Gesamtrang drei –
Hirvonen neuer Spitzenreiter.

Ein packender Rallye-Tag geht zu Ende. Nach Abschluss der ersten Etappe liegt Volkswagen Pilot Sébastien Ogier auf Gesamtrang drei der Rallye Portugal. Der Franzose musste sich auf der finalen Wertungsprüfung des heutigen Freitags (Almodôvar 2) der starken Konkurrenz geschlagen geben und fuhr die fünftschnellste Zeit. „Als Erster auf die Strecke gehen zu müssen, war heute natürlich nicht unbedingt ein Vorteil. Mal sehen, wie es morgen läuft“, lautete Ogiers Fazit bei der Einfahrt ins Ziel.

Mikko Hirvonen (Ford) holte die Bestzeit und setzte sich an die Spitze der Gesamtwertung. Auch Markenkollege Ott Tänak war stark und ist nun neuer Zweiter. Séb hat mit nur 6,5 Sekunden Abstand auf die Spitze nach wie vor alle Chancen.

Teamkollege Andreas Mikkelsen büßte zwar erneut 24,6 Sekunden auf die Bestzeit ein, zeigte sich aber zuversichtlich: „Ich habe jetzt am Ende des Tages mehr Vertrauen ins Auto“, berichtete der Norweger, der den neunten Platz belegt.

Jari-Matti Latvala, der nach einem Überschlag auf WP 5 (Silves 2) für heute pausieren muss, hofft auf eine mögliche Reparatur seines Polo R WRC, um morgen unter Rally2-Reglement wieder starten zu können.
 

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17:40 Uhr (MESZ)

Packender Kampf um die Führung.

Es bleibt spannend: Die sechste Wertungsprüfung (Ourique 2) ging an Hyundai-Fahrer Thierry Neuville – aber Sébastien Ogier konnte trotz seiner nur fünftschnellsten Zeit die Führung im Gesamtklassement knapp vor Mikko Hirvonen (Ford) halten. Erneut war der Volkswagen Pilot nicht ganz zufrieden mit seiner Reifenwahl: „Die Strecke war jetzt wieder etwas nasser als auf der vorigen WP. Mit den harten Reifen war das eine ziemlich rutschige Angelegenheit. Wer auf weichen Gummis unterwegs ist, hat hier natürlich die besseren Karten“, berichtete der Franzose im Ziel.

Teamkollege Andreas Mikkelsen kämpft nach wie vor mit dem Handling seines Polo R WRC. „Ich hatte massives Untersteuern, in den Kurven macht mir das Auto echt zu schaffen“, so der Norweger, der über 17 Sekunden auf die Spitze einbüßte und nach wie vor auf Gesamtrang neun liegt.
 

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16:40 Uhr (MESZ)

Séb mit Bestzeit – Jari-Matti muss

nach Überschlag für heute aufgeben.

Der Start in den Freitagnachmittag begann für Volkswagen mit Höhen und Tiefen: Während Sébastien Ogier auf dem zweiten Durchgang des Abschnitts Silves die Bestzeit fuhr, hatte Teamkollege Jari-Matti großes Pech: Der Finne überschlug sich mit seinem Polo R WRC am Ausgang einer Kuppe und muss die Rallye für heute beenden. Die gute Nachricht: Sowohl Latvala als auch Copilot Miikka Anttila sind unverletzt. Ob das Auto allerdings wieder flottgemacht und dann am morgigen Samstag unter Rally2-Reglement wieder an den Start gehen kann, ist aktuell noch ungewiss.

In der Gesamtwertung geht es weiterhin ziemlich eng zu: Ogier führt mit fünf Sekunden vor Mikko Hirvonen (Ford), dicht gefolgt von Privatfahrer Ott Tänak. Der Ford-Pilot aus Estland ist nach wie vor schnell unterwegs.

 

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15:00 Uhr (MESZ)

Vorne trotz Vorsicht.

Die Volkswagen Piloten konnten es sich leisten, ein Ersatzrad mehr mitzunehmen als die Konkurrenten.

Sie gingen auf Nummer sicher und liegen trotzdem in Führung. Die Volkswagen Werkspiloten Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) gingen in die drei Wertungsprüfungen am Freitagmorgen mit zwei Ersatzrädern an Bord. Ein Nachteil von rund 25 Kilogramm, denn die Konkurrenz nahm jeweils nur ein Reserverad mit. Trotzdem kam Ogier auf Rang eins zur Mittagspause, Teamkollege Latvala liegt nur 0,4 Sekunden zurück auf Rang zwei. Mikko Hirvonen (Ford) folgt mit weiteren 1,9 Sekunden Abstand.


„Wir konnten beim Testen keine Erfahrungen mit halb trockenen, halb nassen Bedingungen sammeln“, beschrieb Latvala. „Wir waren also nicht ganz sicher, wie lange die weichen Reifen durchhalten.“ Doch die neueste Generation der Michelin Lattitude Cross gab sich keine Blöße. Latvala konnte sogar die WP 4, die deutlich trockener war als die beiden Prüfungen zuvor, mit über sieben Sekunden Vorsprung vor Ogier gewinnen. „Und das, obwohl wir alle drei Wertungsprüfungen am Vormittag mit demselben Satz Reifen bestritten haben“, wie der Finne verriet.


Die Volkswagen Piloten schonten die Ersatzräder. „Vielleicht brauchen wir sie noch“, sagte Latvala. „Immerhin haben wir am Donnerstagabend auf der Super-WP in Lissabon bereits einen Satz der weichen Reifen aufgebraucht.“ Insgesamt stehen den Werksfahrern nur 16 Stück mit weicher Gummimischung zur Verfügung.


Auch Ogier dachte deswegen darüber nach, am Nachmittag mit einer Mischung aus weichen und harten Reifen auszurücken. Dann werden dieselben drei Wertungsprüfungen noch einmal gefahren. Voraussichtlich werden sie allerdings deutlich trockener sein. „Wir müssen erst die letzten Informationen von der Wetter-Crew abwarten. Aber ich werde auf jeden Fall das Fahrwerk härter abstimmen“, sagte der Weltmeister vor dem Mittagessen. „Außerdem gehe ich mal davon aus, dass ich nur ein Ersatzrad mitnehme.“


Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) kam als Gesamt-Neunter zum Mittagsservice am Fußballstadion von Faro. „Ich war sehr vorsichtig“, erzählte der Norweger. „Nach dem Unfall von der Rallye Mexiko fehlt mir noch ein wenig das Selbstvertrauen.“


13:50 Uhr (MESZ)

Bestzeit für Jari-Matti –

Doppelführung für Volkswagen.

Jede Menge Action auf der vierten Wertungsprüfung (Almodôvar 1): Die letzte WP vor dem Mittags-Service brachte einen erneuten Führungswechsel mit sich. Jari-Matti Latvala fuhr eine tolle Bestzeit von 16:31.8 Minuten, Teamkollege Sébastien Ogier landete auf Platz zwei. Der Franzose setzte sich dadurch wieder an die Spitze des Gesamtklassements – dich gefolgt von Latvala, der nur 0,4 Sekunden dahinter liegt.


Nicht optimal lief es für Hyundai-Mann Dani Sordo, der über 19 Sekunde verlor und in der Gesamtwertung von Platz eins auf fünf fiel.

Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica sorgte ein weiteres Mal für Aufregung: Der Pole touchierte einen Stein, verlor ein Rad und flog ab. Kubicas havarierter Ford blockierte die Strecke – und die nachfolgenden Piloten standen im Stau.

Während Séb und Jari-Matti auf dem Vormarsch sind, läuft es für den Dritten im Bunde nach wie vor eher bescheiden: Andreas Mikkelsen kommt bei der Rallye Portugal einfach nicht in Fahrt. Der Norweger verlor erneut viel Zeit und liegt nun schon über eine Minute zurück.

 

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13:00 Uhr (MESZ)

Séb kämpft mit den Reifen –

Sordo übernimmt die Führung.

Die dritte Wertungsprüfung der Rallye Portugal brachte einen Führungswechsel im Gesamtklassement mit sich: Hyundai-Pilot Dani Sordo holte eine weitere Bestzeit auf dem Abschnitt Ourique 1, der von ursprünglich 25,04 auf 20,7 Kilometer verkürzt wurde. Der Spanier ist nun der neue Mann an der Spitze.

Sébastien Ogier, der die viertschnellste Zeit fuhr, haderte bei der Zieleinfahrt mit seinen Reifen: „Es war schwierig zu fahren, an einigen Stellen ist die Strecke sehr matschig. Bei der Reifenwahl haben wir uns heute Morgen ein bisschen verzettelt.“

Im Gesamtklassement liegt Ogier aktuell auf Rang drei hinter Sordo und Ott Tänak (Ford). Der Abstand ist mit 3,4 Sekunden auf die Spitze aber gering. Jari-Matti Latvala ist Zehnter. Andreas Mikkelsen, der nach wie vor sehr vorsichtig fährt, liegt auf dem 13. Platz.

 

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11:50 Uhr (MESZ)

Rutschiger Start in den Freitag –

Sordo-Show macht es spannend.

Jetzt geht’s zur Sache in Portugal: Nach der gestrigen Super Special Stage in Lissabon müssen die WRC-Piloten nun auf dem vom Regen aufgeweichten Schotter zeigen, was sie draufhaben. Die 21,5 Kilometer lange Wertungsprüfung Silves 1 bildete den Auftakt des heutigen Rallye-Freitags – und Hyundai-Pilot Dani Sordo nutzte den Vorteil seines hinteren Startplatzes. Er profitierte von der „Aufräumarbeit“ der Vorausfahrenden, die den losen Schotter von der Strecke fuhren. Bestzeit für den Mann aus Spanien lautete das Ergebnis, doch Sébastien Ogier, der die viertschnellste Zeit fuhr, konnte seine Führung im Gesamtklassement halten. „Es war rutschig auf der Strecke, ich wollte nicht gleich alles riskieren“, berichtete der Volkswagen Pilot.

Der Abstand auf Verfolger Ott Tänak (Ford) beträgt 1,9 Sekunden, Sordo liegt knapp dahinter auf Rang drei.

Ogiers Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen, der diese WP mit viel Vorsicht anging, liegen aktuell auf den Plätzen fünf und 13.

 

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08:45 Uhr (MESZ)

Freitag: die Wertungsprüfungen der ersten Etappe.

Donnerstag, 03.04.2014


Bereit für das Abenteuer an der Algarve.
Der Donnerstag. Das Video.


Aktuelle Bilder (06)
21:09 Uhr (MESZ)


Stand nach 1 von 16 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:52.7 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:54.0 +1.3  
3 A. Mikkelsen / M. Markkula 2:54.9 +2.2  
4 T. Neuville / N. Gilsoul 2:55.6 +2.9  
5 K. Meeke / P. Nagle 2:56.3 +3.6  
6 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:57.0 +4.3  
7 O. Tänak / R. Molder 2:57.2 +4.5  
8 R. Kubica / M. Szczepaniak 2:57.5 +4.8  
8 M. Østberg / J. Andersson 2:57.5 +4.8  
10 J. Hänninen / T. Tuominen 2:58.0 +5.3  

20:00 Uhr (MESZ)

Aller guten Fahrer sind drei:

perfekter Start in die Rallye Portugal.

Die ersten 3,27 Kilometer zum Auftakt der Rallye Portugal hätten für Volkswagen Motorsport kaum besser laufen können. Die Super Special Stage „Lissabon“ gewann Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 vor seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala (#2) und Andreas Mikkelsen (#9). 

 

Der französische Weltmeister fuhr in 2:52.7 Minuten die schnellste Zeit des Starterfeldes und verwies Latvala (+1,3 Sekunden) und Mikkelsen (+2,2 Sekunden) auf die Plätze zwei und drei. Bester WRC-Pilot, der nicht mit einem Polo R WRC auf die Strecke ging, war der Belgier Thierry Neuville (Hyundai) der 2,9 Sekunden hinter Ogier den vierten Rang erreichte.

 

Die Super Special Stage war die erste von insgesamt 16 Wertungsprüfungen bei der Rallye Portugal. Am Freitag und Samstag finden jeweils sechs, am Sonntag noch drei WPs statt.

 

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19:30 Uhr (MESZ)

Ogier löst sein Versprechen ein und übergibt 1.000-Euro-Scheck.

 

Sechs Jahre sind eine lange Zeit, doch Weltmeister Sébastien Ogier hat sein Versprechen, das er 2008 gegeben hat, nicht vergessen. Damals wollte der 24 Jahre alte Nachwuchsfahrer der Intercontinental Rally Challenge an der Recce teilnehmen, um die Strecke für spätere Rennen in der WRC zu studieren. Rallye-Organisator João Passos ließ den Franzosen sogar ohne die erforderliche Gebühr in Höhe von 1000 Euro starten, gab aber die Vorgabe: „Dafür musst du aber bezahlen, wenn du deinen ersten WRC-Titel gewinnst. Dann musst du dir eine Institution aussuchen, an die Du die 1000 Euro spendest.“

 

Ogier steht zu dem Deal von damals und nach seinem WM-Titel im vergangenen Jahr übergab der Volkswagen Pilot nun einen 1.000-Euro-Scheck an die Feuerwehr von Estoril, die 2013 unter anderem gegen das verheerende Feuer von Caramula ankämpfte, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

 

„Natürlich habe ich diese schöne Episode aus den Anfangsjahren meiner Karriere nicht vergessen“, sagte Ogier. „Die Zusage von João hat mir damals sehr geholfen, denn als Junior-Fahrer war mein Budget sehr begrenzt. Und jetzt, sechs Jahre später, können wir beide glücklich darüber sein: Er bekommt seine 1.000 Euro zurück und ich bin stolz, Weltmeister zu sein. Zudem ist es eine große Ehre, den Betrag diesen mutigen Menschen zu übergeben.“


Wir gratulieren Jari-Matti Latvala

herzlich zum 29. Geburtstag.


08:00 Uhr (MESZ)

Donnerstag: die Wertungsprüfung des ersten Tages.

Vorberichte


Mittwoch, 02.04.2014


„Irgendwo kann immer eine Überraschung lauern.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Der Shakedown lief problemlos, der Polo R WRC ist bestens in Form. Wir waren mit weichen Reifen unterwegs. Im Moment sieht es nicht schlecht aus für uns, weil es geregnet hat. Dadurch gibt es nicht mehr so viel losen Schotter auf der Strecke, wenn wir am Freitag als Erste starten. Sicher ein kleiner Vorteil für uns, aber auf der anderen Seite können wir uns nicht an der Linie der anderen Autos orientieren und irgendwo kann immer eine Überraschung lauern.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Handling des Polo R WRC. Die Strecke war immer noch etwas feucht. Mit den weichen Reifen war es aber gut zu fahren. Wenn es von nun an nicht mehr regnet, werden wohl weite Teile der Wertungsprüfungen schnell abtrocknen, besonders im offenen Gelände. Unter den Bäumen könnte es aber weiter feucht bleiben. Die Reifenwahl wird deshalb schwierig. Mit weichen Reifen kann man vielleicht die besseren Zeiten erzielen, wenn es aber nicht feucht genug ist, sind sie aber auch schnell abgefahren. Die richtige Wahl könnte also am Ende den Ausschlag geben.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Der Shakedown wurde heute bei Matsch, auf feuchten Stellen aber auch auf trockenen Passagen ausgetragen und hatte damit von allem etwas zu bieten. Es ging für uns heute darum, wieder in den Rhythmus zu finden und ein Gefühl für die Bedingungen zu entwickeln. Die Strecke wurde von Durchgang zu Durchgang schneller. Alles in allem sind wir mit der Zeit zufrieden, die wir bei unseren beiden Versuchen erzielt haben.“


Schwieriger Shakedown – schneller Finne.

 

Nach dem Regen-Chaos im Training scheint wieder die Sonne.

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) hat im Shakedown vor der Rallye Portugal die Bestzeit gesetzt. Der Finne fuhr mit 3.05,2 Minuten rund zwei Sekunden schneller als Teamkollege Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), der die drittschnellste Zeit setzte. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) belegte Rang zehn.

„Die Bedingungen im Shakedown waren sehr schwierig“, sagte Latvala. „Die Verhältnisse wechselten dauernd zwischen trocken und nass.“ Ursache waren die schweren Regenfällen der letzten Tage, die sogar für Unterbrechungen im Training gesorgt hatten – einige Wertungsprüfungen mit normalerweise harmlosen Wasserdurchfahrten waren schlicht unpassierbar. „Das war eines der anspruchsvollsten Trainings meiner Karriere“, beschrieb Latvala. „Man musste sich unheimlich konzentrieren. An vielen Stellen war die Piste spiegelglatt, an anderen standen riesige Pfützen. Dazu kam die wegen des Nebels stellenweise sehr schlechte Sicht.“

Am Mittwoch besserte sich das Wetter dann deutlich, am Nachmittag schien sogar die Sonne. „An freien Stellen war die Strecke im Shakedown schon komplett trocken. Im Wald war es dagegen noch feucht, einige Pfützen sind auch noch übrig. Dies wird wahrscheinlich auch am Freitag noch so sein“, blickte Ogier auf die Wertungsprüfungen der ersten Etappe voraus. „Die Kunst wird sein, die richtigen Reifen zu wählen.“

Die Werkspiloten haben für die gesamte Rallye inklusive Shakedown nur 16 weiche Reifen zur Verfügung, die auf feuchtem Schotter deutlich mehr Grip aufbauen als die harte Gummimischung. Die Volkswagen Piloten nutzten deswegen die in Portugal zum ersten Mal angewandte Regel aus, mit der die Anzahl der Pflichtrunden im Shakedown von vier auf zwei reduziert wird.

Ein Gutes hat der Regen vom Wochenanfang für Ogier und Latvala. Als WM-Führender und -Zweiter müssen die beiden Volkswagen Piloten zunächst als Erster und Zweiter auf die Strecke – bei Schotter-Rallyes normalerweise ein klarer Nachteil. „Aber der Regen hat praktisch sämtlichen Staub und die kleinen Steine schon von der Piste gespült“, sagte Latvala. „Diese Aufgabe bleibt uns erspart.“


Montag, 31.03.2014


„In diesem Jahr habe ich einen ganz anderen Zugang zum Polo R WRC.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Portugal ist definitiv eine meiner Lieblingsrallys im Kalender. 2010 habe ich hier meinen ersten Sieg in der WRC erzielt, insgesamt haben Julien und ich in den vergangenen vier Jahren hier drei Mal gewonnen. Von daher gehen wir mit gutem Selbstvertrauen in den vierten WM-Lauf. In jedem Fall hat die Rallye Portugal zwei Gesichter: Wenn es dort trocken ist, ist der Untergrund sehr hart und bietet viel Grip. Aber wenn es regnet, wird der Boden weich und matschig und bietet nur sehr wenig Haftung. Normalerweise ist es mir wesentlich lieber, wenn es trocken ist. Aber diesmal müssen wir als Erste auf die Strecke, da wäre etwas Regen am ersten Tag gar nicht schlecht.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich bin noch nie so gut in eine Saison gestartet – 60 Punkte nach drei Rallyes und nur drei Punkte hinter dem WM-Führenden, meinem Teamkollegen Sébastien Ogier. Im vergangenen Jahr habe ich mit dem dritten Platz bei der Rallye Portugal meine erste Podiumsplatzierung mit Volkswagen erreicht. In der Vergangenheit war es eine schwierige Rallye für mich. Durch das gute Resultat 2013 habe ich aber viel Zuversicht getankt. In diesem Jahr habe ich einen ganz anderen Zugang zum Polo R WRC. Wir haben ein funktionierendes Basis-Setup und es geht lediglich darum, Kleinigkeiten zu verbessern. Wie so oft in den vergangenen zehn Jahren fällt mein Geburtstag auf ein Rallye-Wochenende. Ich bin es also schon gewohnt, nicht ausgelassen feiern zu können. Stattdessen ist harte Arbeit angesagt. Ich freue mich aber sehr darauf und möchte mich mit einem Top-3-Ergebnis selbst beschenken.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Im vergangenen Jahr war Portugal meine erste Rallye mit dem Polo R WRC. Darüber hinaus ist sie für Mikko und mich mit Platz sechs gut gelaufen. Es ist schön, mit Volkswagen an diesen Ort zurückzukehren. Die Rallye Portugal ist bekannt für ihre schwer einsehbaren Kurven, die fast blind gefahren werden. Dazu geht es viel auf und ab. Es ist eine sehr schöne Rallye, sie ist aber gleichzeitig ziemlich schwierig für die Fahrer. Die ‚Recce‘ wird deshalb sehr wichtig sein, damit ich mich an das Layout gewöhnen kann. Im Vergleich zur vergangenen Saison haben wir einen Schritt nach vorn gemacht. Wir haben den Speed, um vorn mitzufahren. Für mich ist es jedoch wichtig, an meiner Beständigkeit zu arbeiten. Das Ziel für die kommenden Events sind weitere Podiumsplatzierungen.“


Grande Casino.

 

Die Rallye Portugal wird im Badeort Estoril gestartet.

Nach über einem Jahrzehnt Pause kehrt die Rallye Portugal nach Estoril zurück. Die Startrampe für den vierten Lauf der WM-Saison ist vor dem Casino in dem Badeort vor den Toren von Lissabon aufgebaut.

Die erste Wertungsprüfung (Donnerstag, 19:01 Uhr MEZ) findet vor sogar noch prachtvollerer Kulisse statt – rund um das unter UNESCO-Schutz stehende Hieronymus-Kloster im Vorort Bélem. „Diese WP ist mit den Tausenden von Zuschauern ein tolles Erlebnis mit einer unvergleichlichen Stimmung“, erinnert sich Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), letztes Jahr Sieger der Rallye Portugal.

Die Kloster-Prüfung wird, anders als beim gesamten Rest der Rallye, auf Asphalt gefahren. Reglementgemäß allerdings mit Schotter-Reifen. „Das passt natürlich nicht optimal zusammen“, sagt Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2). „Man muss sich als Fahrer stark darauf konzentrieren, nicht so spät zu bremsen, als hätte man Slicks aufgezogen.“

Davon abgesehen gilt die Rallye Portugal als Gradmesser für den Rest der Saison. Zum ersten Mal wird nämlich nach den winterlichen Alpen bei der Rallye Monte Carlo, Schnee und Eis in Schweden sowie der Höhenluft von Mexiko unter Bedingungen gefahren, die man als Standard bezeichnen würde.

„Die Rallye Portugal ist deswegen meist sehr aussagekräftig zum aktuellen Kräfteverhältnis unter den Teams“, erklärt Volkswagen Motorsportdirektor Jost Capito. Wer in Portugal vorne mitfährt, gibt normalerweise auch in Argentinien, auf Sardinien und in Australien eine gute Figur ab.

Nach dem Auftakt am Donnerstagabend in Lissabon zieht der Rallye-Tross in den Süden um, in die Algarve-Metropole Faro. Auf dem Programm stehen insgesamt 16 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von knapp 340 Kilometern.


Samstag, 29.03.2014


AKTUELLE BILDER (09)
19:40 UHR (MESZ)


Dienstag, 25.03.2014


Sprung-Spektakel zum Auftakt der Rallye Portugal:
Séb und Julien starten beim „Fafe Rally Sprint“.

 

Das lässt sich der Champion dieses Mal nicht entgehen: Nachdem Sébastien Ogier im vergangenen Jahr beim „Fafe Rally Sprint“ wegen einer Grippe kurzfristig absagen musste, ist der amtierende Weltmeister nun beim Vorab-Event der Rallye Portugal am Start. Gemeinsam mit Co-Pilot Julien Ingrassia wird Ogier seinen Polo R WRC über ein 6,3 Kilometer langes Teilstück der historischen Lameirinha-Wertungsprüfung fahren – und die über 100.000 erwarteten Fans begeistern.

 

„Ich freue mich sehr, zum ersten Mal beim ‚Fafe Rally Sprint‘ dabei zu sein“, so Sébastien Ogier. „Ich habe viel von anderen Fahrern und von unseren portugiesischen Mechanikern über die berühmte Sprungkuppe gehört. Dazu habe ich Bilder mit Tausenden von Fans aus dem Jahr 2013 gesehen. Es scheint eine unglaubliche Atmosphäre zu sein und ich liebe den Duell-Charakter. Wir werden vor so vielen Zuschauern natürlich unser Bestes geben.“

 

Die Teams müssen sich beim „Fafe Rally Sprint“ in zwei Qualifikationsrunden ihren Start im Finale erkämpfen. Wer dort die Bestzeit setzt, wird als Sieger gekürt. Darüber hinaus gibt es die inoffizielle, aber bei den Fans äußerst beliebte Weitenmessung an einer der herausforderndsten Sprungkuppen überhaupt. Der Distanz-Rekord, aufgestellt von Armin Schwarz im Škoda Octavia WRC im Jahr 2000, steht bei 73,5 Metern.


Der Fafe Rally Sprint 2014 ist bereits die dritte Auflage des Events, das im Norden Portugals stattfindet. Das gefahrene Teilstück zählte früher zur offiziellen Rallye Portugal, bevor diese rund 600 Kilometer weiter südlich (Faro) verlegt wurde. Neben Weltmeister Ogier haben weitere WRC-Piloten wie Kris Meeke und Mads Østberg (beide Citroën), Vorjahressieger Dani Sordo (Hyundai) sowie die Ford-Fahrer Elfyn Evans und Ott Tänak ihre Teilnahme angekündigt.


Montag, 24.03.2014


„Entschlossenheit bei allem, was er anpackt.“

 

Er hatte schon früh ein Faible für Geschwindigkeit: Als Kind sauste Sébastien Ogier die Skipisten rund um seine Heimatstadt Gap herunter. Doch aller Anfang war schwer – und der kleine Séb musste sich durchbeißen. Sein erster Skilehrer Jean-Louis Milleli, mit dem der amtierende Rallye-Champion bis heute eine Freundschaft pflegt, erinnert sich.

 


Herr Milleli, Sie kennen Sébastien Ogier seit seiner Kindheit und haben ihm das Skifahren beigebracht. Was für einen Eindruck hatten Sie damals von ihm?
Er hat damals als „Küken“ in unserem Skiverein angefangen. In der Gruppe, die ich und mein Freund Bernard trainierten, waren bereits viele Jungs mit mehr Erfahrung. Das war für Sébastien nicht leicht, da es ja um Wettkampf ging. Aber er hat sich sofort reingehängt und schnell auf ein hohes Niveau gekämpft.
 
Wann haben Sie Séb das erste Mal gesehen? Was war das Besondere an dieser Begegnung?
Das muss vor 20 Jahren gewesen sein, da war Séb keine neun Jahre alt. Was mir an ihm auffiel, war seine Schüchternheit als kleiner Junge. Er hat sich dann aber gut integriert und viele Freunde gefunden. Fasziniert hat mich vor allem diese Entschlossenheit, die man noch heute bei allem wiederfindet, was er anpackt. Überhaupt war er ein Junge, der in allen Sportarten talentiert war. Später, als er zwölf oder 14 Jahre alt war, sind wir während eines Urlaubs im Ferienlager zum ersten Mal Kart gefahren. Das war bei ihm wie Liebe auf den ersten Blick: Man hat sofort gesehen, dass es genau sein Ding war.


Hätten Sie ihm auch eine Karriere als Skirennfahrer nahegelegt?
Na ja, man legt ja niemandem eine Karriere nahe. Sie kommt von allein. Ein Kind entwickelt sich dahin, wo es die meisten Erfolge hat. Das passiert ganz natürlich.

Hat das Skifahren seine Karriere als Rallye-Fahrer Ihrer Meinung nach beeinflusst? Gibt es Parallelen zwischen beiden Sportarten?
Es gibt viele Parallelen. Zum Beispiel die Risikobereitschaft und den Mut, den man braucht, um so schnell zu fahren. In Frankreich gab es mehrere Skifahrer, die dann auch Rennfahrer wurden. Ich glaube aber nicht, dass das Skifahren seine Karriere direkt beeinflusst hat. Vielleicht hat es ihm geholfen, ein Gefühl für die Ideallinie zu bekommen. Dazu kommt, dass eine Karriere im Skisport meistens schon weit vor dem 18. Lebensjahr beginnt, wohingegen man fürs Autofahren erst einmal einen Führerschein braucht – abgesehen vom Kartsport.

Verbringen Sie jetzt immer noch Zeit miteinander? Wenn ja, was machen Sie dann am liebsten?
Wir kommen leider selten dazu. Sébastien hat einen prall gefüllten Terminkalender. Aber wir haben beispielsweise vergangenen Dezember seinen Geburtstag hier bei uns gefeiert. Und 2012 hat er an einer Rundwanderung auf Korsika teilgenommen, die ich organisiert habe.

Was war Ihr schönstes gemeinsames Erlebnis?
Ich bin heute Präsident des Sportclubs, aus dem Sébastien kommt. 2012, als er noch für Škoda fuhr, konnten wir mit 30 Kindern die Sardinien-Rallye miterleben. Wir haben einen Bus gemietet und waren die ganze Zeit vor Ort. Die Kinder durften sich alles anschauen – wir hatten ein tolles Ferienprogramm. Das hat uns allen damals viel Spaß gemacht.


Streckenprofil

Harte Probe für die Reifen.

40 Prozent mehr Verschleiß.

Die Wertungsprüfungen der Rallye Portugal finden teils auf weitläufigen, teils auf sehr engen, winkligen Schotterpisten statt.

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Backstage

Der Aufschrieb in der Übersicht.

Nur nicht vom Kurs abkommen.

Portugal ist eine klassische Seefahrernation. Doch ein Kompass nützt den WRC-Piloten wenig.

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