Rallye Argentinien 2014.

 

Doppelsieg für Volkswagen bei der Rallye Argentinien.

 

Mit einem Doppelsieg hat Volkswagen Motorsport bei der Rallye Argentinien das bislang beste Teamergebnis gefeiert. Jari-Matti Latvala schnappte sich den Sieg, Teamkollege und amtierender Weltmeister Sébastien Ogier wurde Zweiter, Andreas Mikkelsen holte einen tollen vierten Platz. Für Volkswagen war es der neunte WRC-Sieg in Folge – das ist ein neuer Rekord!

 

Vom Start weg entwickelte sich in Argentinien ein packendes Duell um den Sieg – und das bei erbarmungslosen äußeren Bedingungen. Den besseren Beginn erwischten dabei die Weltmeister Sébastien Ogier und Julien Ingrassia, die die ersten beiden Wertungsprüfungen für sich entschieden. Doch Latvala und Co-Pilot Miikka Anttila konterten. Bis zum Ende des ersten Rallye-Tages wechselte die Führung weitere zwei Male zwischen Latvala und Ogier. Samstag und Sonntag standen dagegen im Zeichen von Latvala, der das Duell gegen Ogier an diesen beiden Tagen 8:1 für sich entschied. Der Zweikampf Ogier vs. Latvala prägt nach fünf von 13 Saison-Rallyes auch den Kampf um die Weltmeisterschaft. Latvala verkürzte mit seinem Sieg den Rückstand in der WM auf 24 Punkte.

 

Die Aufholjagd des Wochenendes gelang Andreas Mikkelsen/Mikko Markkula. Das norwegisch-finnische Volkswagen Duo musste am Eröffnungstag der Rallye Argentinien angesichts eines abgesprungenen Riemens der Lichtmaschine einen Rückschlag verkraften – pures Pech. Doch die beiden ließen sich nicht entmutigen und kämpften sich am Samstag und Sonntag eindrucksvoll zurück. In der Summe der puren Fahrzeit – ohne die Strafzeit vom Freitag – hätten Mikkelsen/Markkula locker einen Platz auf dem Podium erreicht.

Die abschließende Powerstage, auf denen Extra-Punkte für die besten drei Duos in Fahrer- und Beifahrerwertung vergeben werden, war erneut Sébastien-Ogier-Revier. Der Weltmeister schlug auf dem zweiten Durchgang von „El Condor“ Mikko Hirvonen (Ford) um 10,5 Sekunden und um eine weitere Zehntelsekunde Volkswagen Teamkollege Jari-Matti Latvala. Damit gingen vier der sechs Extra-Zähler nach Wolfsburg. Volkswagen Fahrer und Beifahrer sicherten sich in 18 Rallyes bereits 27 Mal Extra-Punkte.

 

Sébastien Ogier: „Diese Rallye Argentinien hatte die schwierigsten Bedingungen, die ich seit langem erlebt habe. Die Streckenverhältnisse waren extrem hart für die Piloten und Autos, deshalb bin ich mit dem zweiten Platz absolut zufrieden. Glückwunsch an Jari-Matti, der eine starke Leistung gezeigt hat und diesen Sieg verdient.“

 

Jari-Matti Latvala: „Ich bin natürlich überglücklich, die Rallye Argentinien gewonnen zu haben. Es ist schon einige Jahre her, dass ein Finne diese Rallye gewonnen hat. Der Zweikampf mit Sébastien Ogier und Julien Ingrassia war großartig. Mein Co-Pilot Miikka Anttila hat großen Anteil an unserem Erfolg, denn seine Ansagen haben uns sicher über die teils extrem schwierigen Prüfungen geführt.

 

Andreas Mikkelsen: „Ich habe mich noch nie so sehr über Platz vier gefreut. Nachdem wir am Freitag mit einem kleinen technischen Problem die letzte Prüfung nicht beenden konnten und so fünf Minuten Zeitstrafe kassiert hatten, haben wir fortan versucht, das Beste daraus zu machen. Mehr war einfach nicht drin und ich bin mit unserer Leistung richtig zufrieden.


Volkswagen Motorsport feiert den neunten WRC-Sieg in Folge. Das Video.


Rallye Argentinien 2014: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 4:41:24.8 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 4:42:51.7 +1:26.9  
3 K. Meeke / P. Nagle 4:47:19.5 +5:54.7  
4 A. Mikkelsen / M. Markkula 4:47:43.1 +6:18.3  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 4:49:50.6 +8:25.8  
6 R. Kubica / M Szczepaniak 4:51:32.8 +10:08.0  
7 E. Evans / D. Barritt 4:51:57.0 +10:32.2  
8 M. Prokop / J. Tománek 4:53:28.7 +12:03.9  
9 M. Hirvonen / J. Lehtinen 5:01:19.6 +19:54.8  
10 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 5:04:35.0 +23:10.2  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Argentinien des Jahres 2014 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 11.05.2014


Volkswagen Motorsport gewinnt die Rallye Argentinien und feiert den neunten WRC-Sieg in Folge. Das Video.


Aktuelle Bilder (27)
18:10 UHR ORTSZEIT / 23:10 Uhr MESZ


Stand nach 14 von 14 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 4:41:24.8 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 4:42:51.7 +1:26.9  
3 K. Meeke / P. Nagle 4:47:19.5 +5:54.7  
4 A. Mikkelsen / M. Markkula 4:47:43.1 +6:18.3  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 4:49:50.6 +8:25.8  
6 R. Kubica / M Szczepaniak 4:51:32.8 +10:08.0  
7 E. Evans / D. Barritt 4:51:57.0 +10:32.2  
8 M. Prokop / J. Tománek 4:53:28.7 +12:03.9  
9 M. Hirvonen / J. Lehtinen 5:01:19.6 +19:54.8  
10 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 5:04:35.0 +23:10.2  

17:00 Uhr Ortszeit / 22:00 Uhr MESZ

„Haben gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Diese Rallye Argentinien hatte die schwierigsten Bedingungen, die ich seit langem erlebt habe. Die Streckenverhältnisse waren extrem hart für die Piloten und Autos, deshalb bin ich mit dem zweiten Platz absolut zufrieden. Glückwunsch an Jari-Matti, der eine starke Leistung gezeigt hat und diesen Sieg verdient. Ich bin sogar froh, dass die Leute merken: Es ist nicht so einfach zu gewinnen, wie es manchmal den Anschein hat. Julien und ich haben über das gesamte Wochenende alles gegeben, aber besonders am Schluss waren die Schotterpisten so rutschig und voller Schlamm, dass wir nur noch auf Ankommen gefahren sind. Besonders ‚El Condor‘ zu bezwingen war ein echtes Abenteuer. Trotzdem ist es immer wieder überwältigend, die Prüfung vor so vielen frenetischen Fans in Angriff zu nehmen. Ich freue mich aufs nächste Jahr, dann werde ich erneut einen Anlauf starten, um in Argentinien auch mal ganz oben auf dem Podium zu stehen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich bin natürlich überglücklich, die Rallye Argentinien gewonnen zu haben. Es ist schon einige Jahre her, dass ein Finne diese Rallye gewonnen hat. Der Zweikampf mit Sébastien Ogier und Julien Ingrassia war großartig. Mein Co-Pilot Miikka Anttila hat großen Anteil an unserem Erfolg, denn seine Ansagen haben uns sicher über die teils extrem schwierigen Prüfungen geführt. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten viel analysiert und an uns gearbeitet, was sich hier ausgezahlt hat. Großer Dank gilt auch dem ganzen Volkswagen Team, denn unser Polo war stets perfekt vorbereitet und hat den hohen Belastungen bis zum Schluss standgehalten. Dieser Sieg bedeutet mir persönlich sehr viel, denn wir haben diese knifflige Rallye aus eigener Kraft gewonnen und damit gezeigt, dass mit uns in der Weltmeisterschaft weiterhin zu rechnen ist.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ich habe mich noch nie so sehr über Platz vier gefreut. Nachdem wir am Freitag mit einem kleinen technischen Problem die letzte Prüfung nicht beenden konnten und so fünf Minuten Zeitstrafe kassiert hatten, haben wir fortan versucht, das Beste daraus zu machen. Mehr war einfach nicht drin und ich bin mit unserer Leistung richtig zufrieden. Nachdem wir am Samstag sogar schneller als erhofft Platz vier herausgefahren hatten, haben wir es am Sonntag etwas vorsichtiger angehen lassen. Viel Schlamm, dichter Nebel – die letzten WPs waren eine echte Herausforderung. Dennoch haben wir noch einmal viel Zeit gut gemacht und den Rückstand auf Platz drei verkürzt. Alles in allem sind wir mehr als zufrieden.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Einfach überragend. Wir hatten uns für diese Rallye viel vorgenommen. Doch wir haben am Ende die eigenen Erwartungen weit übertroffen. Erster, Zweiter und Vierter zu werden ist der bislang größte Erfolg von Volkswagen bei einer WM-Rallye. Was beim Blick auf das Ergebnis vielleicht nach einer einfachen Sache ausgesehen haben mag, war harte Arbeit. Fahrer und Beifahrer haben ohne jede Ausnahme einen fantastischen Job gemacht und konnten sich jederzeit darauf verlassen, dass ihre Polo R WRC in Top-Zustand den Service verlassen. Ganz besonders freut mich der Sieg von Jari-Matti Latvala. Er hat diesen Erfolg mit großer mentaler Stärke gegen Sébastien Ogier geholt, der nicht umsonst der aktuelle Weltmeister ist. Auch er hat eine großartige Leistung abgeliefert. Und mit Andreas Mikkelsen haben wir einen Mann der Zukunft unter Vertrag. Das wussten wir schon lange, bei dieser Rallye hat er es mit der besten Schotter-Rallye seiner Karriere allen bewiesen.“


13:50 Uhr Ortszeit / 18:50 Uhr MESZ

Mit ihrem Triumph bei der Rallye Argentinien feiern Jari-Matti Latvala und Copilot Miikka Anttila ihren zehnten Sieg in der Königsklasse des Rallye-Sports. Seine Sieg-Premiere erlebte Latvala bereits im Jahr 2008, als er mit dem Triumph in Schweden als bislang jüngster WRC-Pilot überhaupt eine Rallye gewann. Es folgten Siege in Italien (2009), Neuseeland und Finnland (2010), Wales (2011), Schweden und noch einmal Wales (2012). 2013 trat der Finne dann erstmals mit Volkswagen an und schnappte sich den Sieg in Griechenland. In diesem Jahr gewann er zum dritten Mal in Schweden – und nun auch in Argentinien. Die Statistik zeigt: Der Finne ist auf dem richtigen Weg. Folgt 2014 etwa der erste WRC-Titel?


13:48 Uhr Ortszeit / 18:48 Uhr MESZ

Jari-Matti gewinnt in Argentinien –
neunter WRC-Sieg in Folge für Volkswagen.

Ein fantastisches Wochenende für Volkswagen Motorsport: Jari-Matti Latvala und Copilot Miikka Anttila haben den Sack zugemacht und die Rallye Argentinien gewonnen. Der Triumph der Finnen war zugleich der neunte WRC-Sieg in Folge für Volkswagen – ein neuer Rekord.

Teamkollege Sébastien Ogier sicherte sich mit Julien Ingrassia den zweiten Platz und die Bestzeit auf der finalen Power Stage. Damit sammeln die amtierenden Weltmeister zugleich drei wichtige Extrazähler für die Fahrer- und Beifahrerwertung. Latvala schaffte die drittschnellste Zeit und nimmt einen Extrapunkt mit.

Andreas Mikkelsen und Mikko Markkula zeigten während des gesamten Wochenendes eine starke Leistung. Das norwegisch-finnische Duo hatte am Freitag Pech, als sich der Keilriemen des Polo R WRC löste. Ohne diesen Zwischenfall wäre für das Team wohl noch mehr drin gewesen. Doch auch so reichte es für einen hervorragenden vierten Platz im Gesamtklassement.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


12:16 Uhr Ortszeit / 17:16 Uhr MESZ

Nur noch ein paar Kilometer!

Durchhalten, Jari-Matti, nur noch 16 Wertungskilometer trennen dich vom Sieg in Argentinien. Die anstehende Power Stage El Cóndor bildet den Schlussakkord der Schlammschlacht im Land der Gauchos. Nach der vorletzten WP (Giulio Césare–Mina Clavero 2) sieht es weiterhin gut aus für Volkswagen: Latvala führt souverän vor Sébastien Ogier, der nun das Tempo herausgenommen hat und auf Nummer sicher geht. Kris Meeke (Citroën) liegt weiterhin auf Rang drei, Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC belegt den vierten Gesamtplatz.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


11:25 Uhr Ortszeit / 16:25 Uhr MESZ

„Das war wie Fahren auf Glatteis.“

Die Wertungsprüfungen des Sonntags gehören zum Schwierigsten, was viele Piloten jemals erlebt haben.

Mit Nebel haben für die beiden Wertungsprüfungen „Mina Clavero“ und „El Condor“ am Sonntag alle gerechnet. Tatsächlich betrug die Sichtweite stellenweise weniger als 50 Meter.


Aber der heftige Regen, der noch immer über die mehr als 2.000 Meter hohen Berge in den Ausläufern der Anden zieht, hat vor allem die Wertungsprüfung „El Cóndor“ zusätzlich in eine Schlammpiste verwandelt. Die Bezeichnung „Nebel des Grauens“ war da noch eine Untertreibung.


„Das gehört definitiv zum Schwierigsten, was ich in meiner Kariere bisher gefahren bin. Das war wie Fahren auf Glatteis“, sagte Spitzenreiter Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) abgekämpft im Ziel der Prüfung. Und Teamkollege Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) ergänzte: „Hier geht es nur noch darum, überhaupt durchzukommen.“


Zum Vergleich: Jari-Matti Latvala erzielte auf „El Cóndor“ eine Zeit von 15.07,6 Minuten. Damit war er ziemlich exakt zwei Minuten langsamer als 2013 bei schönem Wetter. Die von Latvala gefahrene Zeit entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 64 km/h – für WM-Verhältnisse geradezu Schneckentempo.


11:00 Uhr Ortszeit / 16:00 Uhr MESZ

Matsch-Matador Latvala hat alles im Griff.

Dichter Nebel, aufgeweichte Schlammpisten – die Rallye Argentinien 2014 ist nichts für zarte Gemüter. Gut, dass Volkswagen Pilot Jari-Matti Latvala weiterhin beweist, dass er Nerven wie Drahtseile hat. Der Finne kontrolliert das Geschehen auf den letzten Kilometern. Die zwölfte Wertungsprüfung (El Cóndor-Copina) ging zwar erneut an Ford-Mann Mikko Hirvonen, Latvala fuhr aber mit 9,8 Sekunden Abstand die zweitschnellste Zeit und baute seinen Vorsprung auf den zweitplatzierten Sébastien Ogier auf über eine Minute aus.

„Das war wirklich kein Spaß“, kommentierte Latvala die soeben gefahrene WP. „Der Nebel war eigentlich gar nicht so das Problem, aber der viele Matsch auf der Strecke macht uns zu schaffen. Wenn es auf der Power Stage genau so aussieht, werde ich dort nicht mehr alles riskieren.“

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


09:40 Uhr Ortszeit / 14:40 Uhr MESZ

„Jari-Matti hat den Sieg verdient.“

Jetzt nur keinen Fehler machen, Jari-Matti! Der Volkswagen Pilot befindet sich nach der ersten Wertungsprüfung des heutigen Sonntags (WP 11, Giulio Cessare–Mina Clavero) weiter auf Siegerkurs. Auf dem 22 Kilometer langen Abschnitt fuhr der Finne im Polo R WRC zwar nur die drittschnellste Zeit, konnte seinen Vorsprung auf Teamkollege Sébastien Ogier aber weiter ausbauen. Er beträgt nun bereits über 47 Sekunden. Hut ab vor Mikko Hirvonen, der auf dieser WP bei schwierigen Bedingungen einen wahren Husarenritt hinlegte. Der Ford-Mann erzielte im dichten Nebel auf der vom Regen aufgeweichten Strecke die Bestzeit von 18:28.1 Minuten. Andreas Mikkelsen kam mit 36 Sekunden Abstand als Zweitschnellster über die Linie.

Unterdessen hat sich Ogier offenbar bereits mit Platz zwei abgefunden: „Wir haben jetzt nicht mehr gepusht. Ich versuche, das Auto ins Ziel zu bringen. Jari-Matti hat den Sieg verdient.“

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


04:00 Uhr Ortszeit / 09:00 Uhr MESZ

Nebel des Grauens.

 

Schlechte Sichtverhältnisse machen die Wertungsprüfung „El Condor“ zu einem Fall für starke Nerven.

 

Die Wertungsprüfung „El Condor“, die am Sonntag zweimal gefahren wird, ist schon bei strahlendem Sonnenschein beeindruckend. Meist ist die Piste sehr schmal, als Streckenbegrenzung lauern äußerst unnachgiebige Felsen. Gelegentlich geht es über hölzerne Hängebrücken, die in Europa noch nicht einmal die Zulassung für Fußgänger kriegen würden. Das Ganze auf rund 2.000 Meter Höhe.

 

Kommt dann auch noch Nebel hinzu, ist „El Condor“ endgültig zum Fürchten. Und neblig ist es hier eigentlich immer. Vor allem, wenn es wie dieses Mal geregnet hat und die Luft entsprechend mit Feuchtigkeit gesättigt ist. „Im Nebel fahren macht nicht wirklich Spaß“, gesteht Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). „Aber wir können es uns nun mal nicht aussuchen. Wir müssen damit fertig werden.“ Langsam fahren ist für Rallye-Profis natürlich keine Option. Ogiers Geheimnis für die Bestzeitenjagd bei zehn Meter Sichtweite: „Du musst deinem Aufschrieb noch mehr vertrauen als sonst.“

 

Beifahrer Julien Ingrassia ändert seine Ansagen im Nebel nur wenig. „Manchmal wiederhole ich die Distanzen zwischen zwei Kurven, wenn diese etwas länger auseinanderliegen.“ Ansonsten hilft das eigentlich naheliegende Erfassen von markanten Stellen im Gelände im Aufschrieb auch nicht weiter. „Wenn der Nebel entsprechend dicht ist, siehst du diese Punkte sowieso nicht“, sagt Ingrassia.

 

Das Positive an „El Condor“ ist, dass die Prüfung zumindest den routinierteren Piloten seit Jahren bekannt ist. „Viele Passagen kenne ich inzwischen auswendig“, beschreibt Spitzenreiter Jari-Matti Latvala. Laut seinem Copiloten Miikka Anttila ist ausgerechnet „El Condor“ eine der Wertungsprüfungen, die im Nebel nicht allzu kompliziert sind. „Auf dieser Prüfung folgt eine Kurve auf die andere, ich habe praktisch keine Pause beim Vorlesen. Schwieriger ist es, wenn es zwischendurch über lange Geraden geht. Dann das richtige Timing für die Ansagen zu finden, ist eine Kunst.“

 

Ähnlich sieht das Pilot Latvala. „Neben Kuppen sind lange Geraden bei null Sicht besonders unangenehm. Den richtigen Bremspunkt zu erwischen, ist ganz schön heikel.“ Der Finne gibt zu, deshalb bei Nebel meist etwas früher zu bremsen als bei guter Sicht. „Dadurch hat man im Notfall ein paar Reserven.“


01:05 Uhr Ortszeit / 06:05 Uhr MESZ

Sonntag: die Wertungsprüfungen der dritten Etappe.

Samstag, 10.05.2014


Jari-Matti Latvala dominiert die zweite Etappe der Rallye Argentinien und liegt klar in Führung. Das Video.


Aktuelle Bilder (19)
23:25 Uhr Ortszeit / 04:25 Uhr MESZ

Stand nach zehn von 14 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 3:33:19.1 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 3:33:50.3 +31.2  
3 K. Meeke / P. Nagle 3:37:06.1 +3:47.0  
4 A. Mikkelsen / M. Markkula 3:39:02.1 +5:43.0  
5 T. Neuville / N. Gilsoul 3:40:00.0 +6:40.9  
6 R. Kubica / M Szczepaniak 3:40:33.5 +7:14.4  
7 E. Evans / D. Barritt 3:41:11.1 +7:52.0  
8 M. Prokop / J. Tománek 3:41:40.0 +8:20.9  
9 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 3:49:39.7 +16:20.6  
10 M. Østberg / J. Andersson 3:53:54.9 +20:35.8  

20:35 Uhr Ortszeit / 01:35 Uhr MESZ

„Es gibt Tage, da läuft es einfach.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Wir haben heute alles versucht, um den Rückstand zu verringern. Aber Jari-Matti hat eine starke Leistung gezeigt, er hat wirklich einen guten Job gemacht. Und bei uns lief es leider nicht optimal. Auf der achten Prüfung löste sich die Lauffläche eines Reifens und die abfliegenden Gummiteile haben dann unseren Kotflügel beschädigt. Wir werden untersuchen, wie das passieren konnte. Außerdem hatte ich kurz vorher einen Dreher, der zusätzlich Zeit gekostet hat. Noch ist die Rallye nicht verloren, morgen kann immer noch viel passieren bei diesen extrem harten Bedingungen. Aber am Ende wäre auch ein zweiter Platz in Argentinien ein gutes Resultat für Julien und mich im Kampf um die WM.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Das war heute sicher einer meiner besten Tage in der Rallye-Weltmeisterschaft überhaupt, auch wenn mir zwischendurch ein Dreher unterlaufen ist. Die Dramatik zeigt, wie groß der Kampf um die Spitze heute war. Ich muss mich bei Miikka bedanken, sein Aufschrieb war genial und er hat mich in der neunten Prüfung einwandfrei durch den Nebel gelotst, dazu hat mir das Team einen perfekten Polo hingestellt. Es gibt Tage, da läuft es einfach – und diese Gelegenheit muss man nutzen.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Das Ziel für den Rest der Rallye war heute Morgen noch, im Laufe der verbleibenden Rallye auf Platz vier zu fahren. Gleich auf der ersten Prüfung des Tages haben wir viel Zeit gutgemacht. Ab dann habe ich es etwas ruhiger angehen lassen, aber dennoch schon vor der Mittagspause Platz vier erobert. Auf der letzten langen Prüfung des Tages kam Nebel auf – hier bin ich dann besonders vorsichtig gewesen, um mir keinen Plattfuß oder noch Schlimmeres einzuhandeln. Alles in allem haben wir den Rückstand auf Platz drei heute halbiert und mehr als zwei Minuten aufgeholt. Mit dieser Leistung kann man zufrieden sein.“


20:20 Uhr Ortszeit / 01:20 Uhr MESZ

Zwischenzeiten – Fluch und Segen.

 

Das Duell zwischen Latvala und Ogier ist nichts für schwache Nerven.

 

Im Cockpit sind Rallye-Piloten nicht ganz alleine. Ein klein wenig Verbindung zur Außenwelt hält der kleine Monitor auf der Mittelkonsole zwischen Fahrer und Beifahrer. Hier werden zum Beispiel die Zwischenzeiten der Konkurrenz eingeblendet. Was gelegentlich für zusätzliche Adrenalinschübe sorgt. Jari-Matti Latvala und Co-Pilot Miikka Anttila können ein Lied davon singen. Sie waren in WP 8 eigentlich ganz gut unterwegs. „Die Zwischenzeiten sahen uns zwei Sekunden vor Sébastien und Julien“, sagt Latvala. Dann leistete sich der Finne einen winzigen Fehler und der Polo R WRC #2 drehte sich. „Plötzlich lagen wir vier Sekunden hinten“, erinnert sich Anttila. Bei der nächsten Zwischenzeit wies der Monitor dann wieder einen Vorsprung für die beiden Finnen aus. „Da wussten wir, dass sich Séb ebenfalls gedreht haben musste.“ 

 

Doch das Drama war noch nicht beendet. Ein paar Kilometer später würgte Latvala den Motor ab – ironischerweise in derselben Kurve, in der sich zuvor Ogier/Ingrassia (Polo R WRC #1) gedreht hatten. „Wir lagen also auf einmal wieder ein paar Sekunden hinten“, sagt Latvala. Als Nächstes wiesen die Zwischenzeiten auf eine verlangsamte Fahrt der französischen Teamkollegen hin. „Das war der Moment, wo wir uns etwas entspannt haben“, verrät Beifahrer Anttila. Im Ziel nach knapp 40 Kilometern trennten die beiden Polo R WRC exakt drei Sekunden. „Das war mit Sicherheit eine der aufregendsten Prüfungen meiner Karriere“, fasst Latvala zusammen.

 

Für Sébastien Ogier begann der Ärger hier aber erst. Der Grund für sein reduziertes Tempo war ein Reifenschaden. Der irgendwann in Fetzen herumwirbelnde Gummi beschädigte den linken Kotflügel und in der Folge auch die Frontschürze. Dadurch funktionierte die ausgeklügelte Kühlluftführung in der Front des Polo R WRC nicht mehr richtig. „Die Motortemperatur stieg an, und in langsamen Passagen hat die Steuerelektronik sogar auf Notprogramm geschaltet“, erklärt Ogier. Dann läuft der 1,6-Liter-Turbomotor nur noch mit reduzierter Leistung. Der Franzose gibt aber unumwunden zu, dass dies nicht der alleinige Grund für den am Ende der zweiten Etappe knapp 30 Sekunden betragenden Rückstand auf den Teamkollegen war. „Jari-Matti ist heute sehr stark gefahren. Auch ohne mein Problem wäre es schwierig gewesen, ihn einzuholen.“

 

Völlig problemlos verlief der Nachmittag der Samstagsetappe nur für Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). Der Norweger verbesserte sich um drei Positionen und rückte sogar in Schlagdistanz zu Kris Meeke (Citroën) auf Rang drei. Rund zwei Minuten sind genau die Zeitspanne, die beispielsweise durch einen Reifenschaden das Ergebnis noch ändern könnten. 

Bedingungslose Jagd auf den Briten wird Mikkelsen auf den vier Wertungsprüfungen am Sonntag allerdings nicht machen: „Kris ist in der Meisterschaft nicht mein Gegner. Für mich ist wichtiger, dass ich vor Mads Østberg ins Ziel komme.“


20:05 Uhr Ortszeit / 01:05 Uhr MESZ

„1, 2 oder 3? Du musst dich entscheiden, drei Felder sind frei“, so heißt es in einem bekannten Lied. Bei der Rallye Argentinien lautet das Motto von Volkswagen Motorsport eher: „1, 2 und 3! Du musst dich nicht entscheiden, die drei Plätze sind vergeben“ – und zwar an Weltmeister Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen.

 

Die drei Teamkollegen haben bei sechs der bisherigen zehn Wertungsprüfungen die schnellsten, zweitschnellsten und drittschnellsten Zeiten mit ihren Polo R WRC absolviert. Bei 14 Rallyes mit drei Volkswagen Piloten seit April 2013 ist dem Team dieses Kunststück nun insgesamt 21 Mal geglückt.

 

Argentinien ist bislang ein gutes Pflaster beziehungsweise ein guter Schotter für Ogier, Latvala und Mikkelsen: Bei neun von zehn Wertungsprüfungen fuhr ein Polo R WRC die Bestzeit: Einmal gewann Mikkelsen (#9), dreimal Ogier (#1) und fünfmal Latvala (#2). Am Sonntag stehen zum Abschluss der fünften Rallye des Jahres noch vier WPs an.


20:00 Uhr Ortszeit / 01:00 Uhr MESZ

Safety first zum Abschluss der zweiten Etappe.

Die Rallye Argentinien bleibt auch zum Abschluss der zweiten Etappe fest in der Hand der Volkswagen Piloten: Auf der WP 10, der 6,04 Kilometer kurzen Super Special Stage, Parque Temático 2, gingen Weltmeister Sébastien Ogier, der Führende Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen allerdings kein unnötiges Risiko mehr ein.

 

Bei miserablen Wetterbedingungen fuhr Latvala in 5:03.5 Minuten die drittschnellste Zeit. Damit war er exakt eine Sekunde langsamer als WP-Sieger Thierry Neuville (Hyundai) und liegt nur 0,2 Sekunden hinter dem Zweitplatzierten Mads Østberg (Citroën). Mikkelsen landete 0,7 Sekunden hinter Latvala auf dem fünften Rang, weiter 0,6 Sekunden dahinter wurde Ogier Sechster.

 

Vor den letzten vier Wertungsprüfungen über insgesamt 76,78 Kilometer am Sonntag führt Latvala mit einer Gesamtzeit von 3:33:19.1 Stunden vor Ogier (+31.2 Sekunden). Mehr als drei Minuten hinter dem Weltmeister folgt Kris Meeke (Citroën) vor Mikkelsen auf dem vierten Rang.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


17:15 Uhr Ortszeit / 22:15 Uhr MESZ

Latvala feiert Sieg-Hattrick.

Jari-Matti Latvala ist bei der Rallye Argentinien nicht zu bremsen. Auf der neunten Wertungsprüfung Amboy–Yacanto 2 feierte der finnische Volkswagen Pilot im Polo R WRC #2 seinen dritten WP-Sieg hintereinander. Auf dem 39,16 Kilometer langen Teilabschnitt kam Latvala in 22:48.3 Minuten mit der Bestzeit ins Ziel. Platz zwei ging an Mikko Hirvonen (Ford) in 22:48.6 Minuten vor Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 (22:54.0 Minuten).

 

Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 beendete die neunte Wertungsprüfung nach 23:07.1 Minuten auf Rang sechs. In der Gesamtwertung machte der Norweger auf dem vierten Platz aber mehr als 30 Sekunden auf Kris Meeke (Citroën) gut. Latvala führt weiter vor Ogier (+29.9 Sekunden), Meeke hat bereits mehr als drei Minuten Rückstand auf das Volkswagen Spitzenduo. 

 

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16:00 Uhr Ortszeit / 21:00 Uhr MESZ

Drama, Baby, Drama.

Jetzt geht's zur Sache: Der Start in den Samstagnachmittag hätte kaum dramatischer verlaufen können. Die Volkswagen Fahrer Jari-Matti Latvala und Sébastien Ogier lieferten sich auf Wertungsprüfung 8 (San Agustín–Villa Del Dique 2) einen faszinierenden Zweikampf um die Bestzeit. Am Ende hatte Latvala knapp die Nase vorn – und das trotz eines Drehers auf der Strecke. Der Finne ist nach wie vor in absoluter Bestform.

 

Selbiges gilt für Teamkollege Ogier, der allerdings auf den letzten Kilometern einen Reifenschaden hatte und dadurch Zeit einbüßte. Besonders spektakulär: Es gab keinen Kontakt mit einem Stein oder Ähnlichem. Bei der Zieleinfahrt zeigte sich, dass der Pneu zwar das Profil eingebüßt, aber keine Luft verloren hatte – ein echtes Phänomen.

Und der Dritte im Bunde? Andreas Mikkelsen ist nach wie vor schnell unterwegs. Der Norweger fuhr die zweitschnellste Zeit hinter Latvala und landete knapp vor Ogier. Im Gesamtklassement konnte Latvala seinen Vorsprung auf Ogier auf gut 24 Sekunden ausbauen. Kris Meeke (Citroën) folgt mit deutlichem Abstand auf Platz drei, Mikkelsen hält Rang vier.

 

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13:15 Uhr Ortszeit / 18:15 Uhr MESZ

Jari-Mattis Gespür für Sand.
 
Im Duell der Volkswagen Piloten spielen persönliche Vorlieben eine große Rolle.


Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) haben zu den vom Regen der letzten Wochen ausgespülten Wertungsprüfungen in Argentinien komplett gegensätzliche Meinungen. „Der mal sandige, mal sehr raue Charakter der Strecke passt sehr gut zu meinem Fahrstil“, analysierte Latvala, der am Samstagmorgen seine Führung vor dem Teamkollegen auf 21,2 Sekunden ausgebaut hat. „Man muss genau wissen, wann man attackieren kann und wann man besser ein wenig Tempo herausnimmt.“


„Ich mag diese brutalen Pisten gar nicht“, widersprach Ogier. „Ich kann nicht attackieren, weil ich keinen richtigen Rhythmus finde.“ Um die Konkurrenz in Schach zu halten, reicht es trotzdem. Kris Meeke (Citroën) auf Rang drei hat bereits mehr als anderthalb Minuten Rückstand auf den Weltmeister.


Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), der nach dem Ausfall vom Freitag am Samstag neu gestartet war, schaffte derweil das Kunststück, sich innerhalb von zwei Wertungsprüfungen um drei Positionen zu verbessern. Der Norweger ist trotz seiner Fünf-Minuten-Zeitstrafe für den Restart bereits wieder Vierter. „Mehr ist aus eigener Kraft nicht drin.“


Ein Aha-Erlebnis hatte Mikkelsen mit Aquaplaning allerdings in einer Wasserdurchfahrt. „Die Piste ging nach links weiter, mein Auto wollte nach rechts“, erzählte Mikkelsen ungerührt. „Zum Glück war an dieser Stelle genügend Platz, um zu korrigieren.“
Über Mittag hat es sich eingeregnet am Fuße der Anden. Für die zweite Schleife sind deswegen weiche Reifen gefragt.

 

Während bei einigen Konkurrenten die weichere Gummimischung langsam zur Mangelware wird, können die Volkswagen Piloten aus dem Vollen schöpfen. „Wir haben am Freitag anfangs gebrauchte Reifen aus dem Skakedown verwendet und sind am Nachmittag sogar harte Reifen gefahren“, beschrieb Latvala. „Wir haben genügend weiche Reifen für den Rest der Rallye.“


10:40 Uhr Ortszeit / 15:40 Uhr MESZ

Drei Top-Zeiten aus einem Hause.

Plätze eins, zwei und drei für Volkswagen, lautete das Ergebnis der siebten Wertungsprüfung der Rallye Argentinien (Amboy–Yacanto). Auf dem gut 39 Kilometer langen Abschnitt schnappte sich Jari-Matti Latvala die Bestzeit, die Teamkollegen Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen landeten knapp dahinter auf den Plätzen zwei und drei.

„Diese WP ist besser gelaufen als die vorige“, berichtete Weltmeister Ogier im Ziel und fügte hinzu: „Wir hatten allerdings keine wirklich saubere Linie. Stattdessen sind wir voll auf Angriff gefahren und haben auf den sandigen Abschnitten viel Vollgas gegeben. Ich denke, die anderen sind auf ähnlichen Strategien unterwegs.“

Durch seine Bestzeit baute Jari-Matti Latvala seine Führung im Gesamtklassement weiter aus. Der Vorsprung auf Ogier beträgt nun gut 21 Sekunden. Kris Meeke (Citroën) folgt mit fast zweieinhalb Minuten Abstand auf Platz drei, Mikkelsen ist Vierter.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


09:37 Uhr Ortszeit / 14:37 Uhr MESZ

Andreas drückt auf die Tube –
Jari-Matti baut die Führung aus.

Andreas Mikkelsen ist zurück – und wie! Nachdem er auf der finalen Wertungsprüfung des gestrigen Freitags viel Zeit durch einen abgerutschten Keilriemen eingebüßt hatte, gibt der Norweger nun wieder richtig Gas. Das zahlt sich aus: Auf der WP 6 (San Agustín–Villa Del Dique) war keiner schneller als der Mann im Polo R WRC #9. Für Mikkelsen war es der 13. WP-Sieg mit Volkswagen. Teamkollege Jari-Matti Latvala kam mit 4,8 Sekunden Rückstand als Zweitschnellster über die Linie.

Mikkelsen war mit den ersten 40 Kilometern des Rallye-Samstags zufrieden: „Eine saubere Fahrt durch die WP, es gab keinerlei Probleme und wir haben einen guten Rhythmus gefunden“, freute sich der Mann aus Oslo.

Nicht ganz so glücklich war der amtierende Champion Sébastien Ogier, der die drittschnellste Zeit fuhr: „Das ist nicht perfekt gelaufen. Es waren viele Steine auf der Strecke, sodass wir nicht richtig pushen konnten. Wir werden versuchen, die Führung zurückzuerobern – aber nicht um jeden Preis. Es geht schließlich um die WM.“

Im Gesamtklassement sieht es gut aus für Volkswagen: Latvala führt mit 18 Sekunden vor Ogier. Citroën-Mann Kris Meeke ist Dritter, liegt allerdings mit 1:43 Minuten Rückstand auf die Spitze schon recht abgeschlagen zurück.

 

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09:20 Uhr Ortszeit / 14:20 Uhr MESZ

Neun Monate auf Welttournee.

 

Die Übersee-Rallyes sind eine Mammutaufgabe für die Logistikabteilung.

Drei Rallyes im WM-Kalender finden – von Europa aus gesehen – in Übersee statt: Mexiko, Argentinien und Australien. Bei diesen Veranstaltungen verzichten die Teams auf den zum Beispiel in Deutschland, Spanien oder Italien üblichen, sehr aufwendigen Aufbau des Servicebereichs. Aber auch das reduzierte Setup hat es in sich. Volkswagen Motorsport schickt dazu sieben überhohe 40-Fuß-Container mit rund 82 Tonnen Material per Schiff auf Weltreise.


„Die Container haben Anfang Februar unsere Teambasis in Richtung Mexiko verlassen“, beschreibt Logistikmanager Lutz Meyer. Nach dem dortigen WM-Lauf Anfang März reiste die Fracht nach Carlos Paz zur Rallye Argentinien. Das war der einfache Teil. Die nächste Etappe nach Australien wird kompliziert – die Gesundheitsbehörden Down Under sind die strengsten weltweit. Besondere Sorgen bereitet ihnen der Erreger der für Rinder gefährlichen Maul- und Klauenseuche. Dummerweise fühlt der sich in argentinischer Erde so richtig wohl. „Deshalb müssen wir das komplette Equipment praktisch klinisch rein vorweisen“, erklärt Meyer. Finden die Inspektoren im Quarantänebereich des australischen Überseehafens Brisbane nur den kleinsten Erdkrümel, wird’s kritisch für die Weiterreise des Materials zur Rallye in Coffs Harbour.


Ist das Innere der Container mit Druckluft, Staubsauger, Reinigungsmitteln und notfalls sogar Pinseln noch relativ einfach zu säubern, erfordern zum Beispiel die vier Trainingsautos  erhöhten Aufwand. Während die Rallye Argentinien noch läuft, haben die Mechaniker von Volkswagen Motorsport deshalb längst begonnen, den Trip nach Australien vorzubereiten. Dazu wurden als Erstes die vier Golf R, die ihre Aufgabe als Trainingsautos in Argentinien bereits hinter sich haben, teilweise zerlegt. Nur so können auch die letzten Winkel hinter Stoßfängern, im Innenraum oder im Motorraum perfekt gereinigt werden. „Zum Glück kennen wir die Prozedur bereits, sie ist eigentlich schon Routine“, sagt Logistikmanager Meyer.  

        
Gelegentlich schlagen die australischen Behörden aber auch an völlig unerwarteten Orten zu. So wird der ebenfalls mitreisende Crafter in einem Container unter anderem mithilfe von Holzbalken fixiert. „Für dieses Holz müssen wir ein Reinheitszertifikat vorweisen. Dazu haben wir die Balken hier in Argentinien extra noch einmal imprägnieren lassen“, erzählt Meyer. Geht alles gut, kommen die sieben Container rechtzeitig zur Rallye Australien Mitte September in Coffs Harbour an. Von dort geht die Fracht dann wiederum per Schiff zurück nach Deutschland, wo die Übersee-Ausrüstung Mitte November erwartet wird – mehr als neun Monate nach der Abreise.


01:05 Uhr Ortszeit / 06:05 Uhr MESZ

Samstag: die Wertungsprüfungen der zweiten Etappe.

Freitag, 09.05.2014


Latvala und Ogier liefern sich auf der ersten Etappe einen packenden Zweikampf an der Spitze. Das Video.


Aktuelle Bilder (10)
18:50 Ortszeit / 23:50 Uhr (MEZ)

Stand nach fünf von 14 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 1:57:36.3 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 1:57:54.0 +17.7  
3 K. Meeke / P. Nagle 1:58:43.7 +1:07.4  
4 E. Evans / D. Barritt 2:01:24.4 +3:48.1  
5 R. Kubica / M Szczepaniak 2:01:24.6 +3:48.3  
6 M. Prokop / J. Tománek 2:01:48.5 +4:12.2  
7 A. Mikkelsen / M. Markkula 2:02:56.2 +5:19.9  
8 T. Neuville / N. Gilsoul 2:03:12.5 +5:36.2  
9 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 2:03:13.1 +5:36.8  
10 Y. Protasov / P. Cherepin (WRC 2) 2:05:58.3 +8:22.0  

19:30 Uhr Ortszeit / 00:30 Uhr MESZ

„Miikka hat einen perfekten Job gemacht.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Das war der erwartet harte Auftakt in die Rallye Argentinien. Aber ich bin mit meiner Platzierung nach dem ersten Tag sehr zufrieden. Wir haben einen guten Job gemacht, vor allem wenn man sieht, wie viele Konkurrenten ausgefallen sind. Auf der abschließenden WP des Tages hatte ich einige Probleme, was den Grip anging. Insgesamt lief der Tag aber problemlos. Unser Polo R WRC ist gut drauf und zuverlässig trotz der teilweise brutalen Bedingungen. Die 17 Sekunden Rückstand auf Jari-Matti machen mir keine Angst. Ich bin optimistisch, dass wir am Samstag aufholen. Für Julien und mich zählt hier nur eins: Wir wollen die Rallye Argentinien gewinnen!“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Der Tag lief für uns sehr gut, vor allem auf der über 50 Kilometer langen Prüfung. Ich habe mich in meinem Polo pudelwohl gefühlt und konnte die Strecke richtig genießen. Danke an Miikka, er hat auf dem Beifahrersitz einen perfekten Job gemacht. Die Rückschläge bei anderen Teams zeigen, wie schwierig die Rallye in diesem Jahr ist. Heute hat sie stark der ‚Akropolis‘ geähnelt, bei der es immer darauf ankommt, nicht nur schnell zu sein, sondern nur dann ans Limit zu gehen, wenn die Strecke es wirklich erlaubt. Es ist natürlich schön, die Rallye Argentinien über Nacht anzuführen, aber es ist noch ein langer Weg bis ins Ziel. Wir werden uns weiterhin auf unsere Arbeit konzentrieren und unser Bestes geben.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ich bin natürlich enttäuscht. Ich fühlte mich im Auto und mit meinem Aufschrieb sehr wohl und wir hatten einen guten Rhythmus. Wir haben nicht zu viel riskiert, waren aber dennoch schnell unterwegs. Wir waren von Beginn an vorn dabei und haben uns mit unseren Teamkollegen einen guten Kampf um die Top-Plätze geliefert. Leider ist uns wenige Kilometer vor dem Ende der abschließenden WP des Tages der Riemen der Lichtmaschine abgesprungen. Man kann es an den Ergebnissen ablesen: Der Polo R WRC ist das Auto, dass es hier in Argentinien zu schlagen gilt. Wir hatten leider einfach Pech.“


18:30 Uhr Ortszeit / 23:30 Uhr MESZ

Eine Frage des Aufschriebs.

 

Für Latvala ist bessere Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg.

Bei der zweiten Etappe der Rallye Argentinien läuft alles auf ein teaminternes Duell zwischen Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) hinaus. Der Finne führt 17,7 Sekunden vor dem Franzosen, der nächste Verfolger – Kris Meeke im Citroën – liegt schon weiter als eine Minute zurück. „Mein Rückstand macht mich nicht nervös“, sagte Ogier vor der Einfahrt in den abendlichen Schlussservice. „Ich habe heute Zeit verloren, weil ich als Erster auf die Strecke musste. Morgen haben Jari-Matti und ich nahezu identische Bedingungen.“

Weil bei der zweiten Etappe die Startreihenfolge der Topfahrer gemäß Zwischenergebnis umgedreht wird, haben die beiden Volkswagen Piloten voraussichtlich mindestens ein halbes Dutzend Konkurrenten vor sich.    

„Wenn ich eins von Séb lernen kann, dann, nicht auf andere Fahrer zu schielen“, analysierte Latvala. Der Franzose ist anerkanntermaßen Meister darin, sich perfekt den jeweiligen Umständen anpassen zu können. Wenn’s nicht richtig läuft, darf man halt nicht attackieren, lautet einer seiner Grundsätze.  

Das Geheimnis seines Tempos vom Freitag sieht Latvala, der wie Ogier die 52 Kilometer lange WP 5 mit zwei harten Reifen an der Vorderachse und zwei weichen hinten bestritten hatte, in einer optimierten Vorbereitungsphase. „Ich habe meinen Aufschrieb im Vergleich zu letztem Jahr geändert“, verriet er. „Bei der Streckenbesichtigung diktiere ich meinem Beifahrer Miikka Anttila nun viel detaillierter den Verlauf und die Biegung von Kurven.“ Außerdem hatte er die Abstimmung von Fahrwerk und Antriebsstrang so ändern lassen, dass sein Polo R WRC agiler in Kurven einlenkt. Beide Maßnahmen führten offensichtlich dazu, dass Latvala entspannter als bisher am Lenkrad drehen kann. „Ich habe mich noch nie so wohl gefühlt wie heute.“


17:20 Uhr Ortszeit / 22:20 Uhr MESZ

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Nach dem überwältigenden Premieren-Jahr 2013, an dessen Ende die ersten WM-Titel von Volkswagen Motorsport, Sébastien Ogier und Julien Ingrassia standen, rasen die Franzosen auch in dieser Saison von Sieg zu Sieg. Auf der zweiten Wertungsprüfung der Rallye Argentinien, der Santa Catalina–La Pampa 1, fuhren die Weltmeister bereits zum 150. Mal im Polo R WRC die schnellste WP-Zeit in der Rallye-Weltmeisterschaft.

 

Da Ogier und Ingrassia am Nachmittag auch noch die zweite Fahrt auf der Strecke (Santa Catalina–La Pampa 2) gewannen, kommen sie nun seit ihrer WRC-Premiere für Volkswagen Motorsport im Januar 2013 auf insgesamt 151 Siege – und das bei insgesamt 317 absolvierten Teilabschnitten. Im Schnitt gewinnt das französische Duo damit fast jede zweite Wertungsprüfung (48 Prozent).


16:30 Uhr Ortszeit / 21:30 Uhr MESZ

Gute Zeiten, schlechte Zeiten.


Welch ein spannendes Finale auf der ersten Etappe der Rallye Argentinien: Zum Abschluss des Freitags gingen die Fahrer ein zweites Mal auf die 51,88 Kilometer lange Ascochinga–Agua de Oro 2 – und für die drei Volkswagen Piloten hätte es auf dieser Wertungsprüfung kaum unterschiedlicher laufen können.

 

Weltmeister Sébastien Ogier hatte kleine Probleme mit seinem Polo R WRC #1, kam in 38:15.5 Minuten aber immerhin auf dem starken zweiten Platz ins Ziel. Besser war nur Teamkollege Jari-Matti Latvala, der eine der besten Leistungen der bisherigen Saison zeigte: Für seine perfekte Fahrt benötigte der Finne nur 37:57.3 Minuten. Damit übernahm Latvala auch wieder die Führung in der Gesamtwertung vor Ogier.

 

Pech hatte hingegen Andreas Mikkelsen. Der Norweger lag bei den Zwischenzeiten lange nur knapp hinter Latvala, musste seinen Polo R WRC dann aber mit einem technischen Problem abstellen. Mikkelsen war aber nicht der einzige Fahrer, für den auf der WP 5 frühzeitig Schluss war. Auch die Hyundai-Piloten Thierry Neuville und Dani Sordo kamen nicht ins Ziel. Nach Mads Østberg (Citroën) und Mikko Hirvonen (Ford), die bereits am Vormittag ausgeschieden waren, summiert sich die Zahl der Ausfälle auf der ersten Etappe der Rallye Argentinien damit auf fünf Fahrer.

 

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15:20 Uhr Ortszeit / 20:20 Uhr MESZ

Trio mit vier Siegen.


Auch nach der Mittagspause am Freitag zeigen die Volkswagen Piloten weiter starke Leistungen bei der Rallye Argentinien. Auf der vierten von 14 Wertungsprüfungen feierten die drei Fahrer im Polo R WRC einen beeindruckenden Dreifach-Erfolg. Besonders Weltmeister Sébastien Ogier (#1) hatte nach der 27,09 Kilometer langen Santa Catalina–La Pampa 2 Grund zur Freude.

 

Der Franzose gewann die WP 4 in 18:10.0 Minuten und holte sich mit seinem dritten WP-Sieg an diesem Wochenende die Führung in der Gesamtwertung von Jari-Matti Latvala (#2) zurück. Der Finne benötigte 18:13.8 Minuten (+3,8 Sekunden) und landete auf dem zweiten Rang. Andreas Mikkelsen (#9) direkt dahinter (18:15.2 Minuten) machte den Dreifach-Erfolg perfekt.

 

In der Gesamtwertung liegen die drei Volkswagen Piloten in der gleichen Reihenfolge an der Spitze. Der erste Fahrer, der keinen Polo R WRC steuert, ist Thierry Neuville (Hyundai) auf dem vierten Rang. Der Belgier hat bereits 36,7 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Ogier und 16,3 Sekunden Rückstand auf den Drittplatzierten Mikkelsen. 

 

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13:05 Uhr Ortszeit / 18:05 Uhr MESZ

Rallye on the rocks.

 

Latvala will unnötiges Risiko vermeiden.

Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) kam zwar mit einer knappen Führung auf Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) zurück nach Villa Carlos Paz. Aber der Finne kündigte vor der Einfahrt in den Mittagsservice an, dass ein Duell mit dem Teamkollegen nicht sein Plan sei. „Ich fahre mein eigenes Tempo“, erläuterte der Finne, der nach dem Pech der zurückliegenden Rallye Portugal vor allem auf der Suche nach Selbstvertrauen ist. „Die beiden Prüfungen heute Nachmittag werde ich wahrscheinlich sogar noch etwas vorsichtiger angehen.“
 
Dann wird allgemein erwartet, dass die zum zweiten Mal befahrenen Strecken noch härter sein werden als am Morgen. Außer dem kompletten WM-Feld haben inzwischen nämlich auch die Teilnehmer einer nationalen Rallye die Piste weiter aufgerissen. „Die größte Gefahr geht von Steinen aus, die mitten auf der Ideallinie liegen“, beschreibt Latvala.

Sébastien Ogier konnte mit dem knappen Rückstand gut leben. „Mir war schon vorher klar, dass wir als Erste auf der Strecke Zeit verlieren werden“, erläuterte der Weltmeister. „Auf der ersten WP heute war es nicht so gravierend, weil die Piste an vielen Stellen noch feucht war. Die zweite WP war komplett trocken, deswegen haben wir rund zehn Sekunden eingebüßt.“

Richtig war nach Ogiers Ansicht seine Entscheidung, als Einziger der drei Volkswagen Piloten nur mit einem Ersatzrad loszufahren. „Die erste WP war so weich, dass praktisch kein Verschleiß an den Reifen zu verzeichnen war. Das Ersatzrad habe ich eigentlich nur mitgenommen, um bei einem Plattfuß gewappnet zu sein.“    

Zufriedenheit auch bei Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), der das Volkswagen interne Führungstrio nach zwei der vier am Freitag geplanten Prüfungen komplettiert. „Ich habe durch die nachlassende Unterstützung der Servolenkung ein wenig Zeit verloren“, beschrieb der Norweger. Nach einem Treffer gegen einen Stein musste er für rund die Hälfte der über 50 Kilometer langen WP Ascochinga–Agua de Oro mit diesem Handicap leben. „Aber ich bin noch dicht an Jari-Matti und Sébastien dran. Dort will ich heute Nachmittag bleiben.“


11:20 Uhr Ortszeit / 16:20 Uhr MESZ

Latvala schnappt sich die Führung auf der Marathon-WP.


Einer der härtesten Teile ist geschafft – der erste Durchgang der 51 Kilometer langen Wertungsprüfung Ascochinga–Agua De Oro liegt hinter den WRC Piloten. Für Volkswagen läuft es weiterhin gut: Jari-Matti Latvala legte einen wahren Husarenritt hin und holte eine überlegene Bestzeit. Er übernimmt dadurch die Gesamtführung bei der Rallye Argentinien. Teamkollege Sébastien Ogier kam mit gut zehn Sekunden Rückstand über die Linie und liegt auf Gesamtrang zwei. Andreas Mikkelsen ist Dritter. Wermutstropfen: Der Polo R WRC machte auf der WP Bekanntschaft mit einem Stein, der die Servolenkung außer Kraft setzte. Die letzten 20 Kilometer musste Mikkelsen dann ohne Unterstützung lenken – den nächsten Besuch im Fitnessstudio kann sich der Volkswagen Pilot wohl sparen …


Weltmeister Ogier zog im Ziel ein positives Fazit: „Die Stage ist gut gelaufen. An einigen Stellen war die Strecke noch etwas feucht, anderswo dann wiederum sehr trocken. Wir haben etwas Zeit eingebüßt, trotzdem bin ich zufrieden.“


Bester Konkurrent ist aktuell Thierry Neuville (Hyundai). Der Belgier hat jedoch technische Probleme am i20 zu beklagen und trotz Gesamtplatz vier bereits 32,4 Sekunden Rückstand auf Latvala.

 

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10:10 Uhr Ortszeit / 15:10 Uhr MESZ

Jede Menge Drama und drei Mal Volkswagen

auf den Plätzen eins, zwei und drei.

Die Auftakt-Wertungsprüfung des heutigen Freitags (Santa Catalina–La Pampa) hatte es in sich. Durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage war die Strecke stark ausgewaschen und eine echte Schlagloch-Piste. Die Volkswagen Piloten brachten ihre Polo R WRC dennoch sicher ins Ziel – und zwar mit Bestzeit: Plätze eins, zwei und drei lautete das Ergebnis der WP. Sébastien Ogier war auf den 27 Kilometern nicht zu schlagen. Teamkollege Jari-Matti Latvala folgte mit 2,8 Sekunden Abstand, weitere 1,6 Sekunden dahinter Andreas Mikkelsen.

Sébastien Ogier war mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir haben schon während der Recce festgestellt, dass dieser Abschnitt schwierig zu fahren ist“, berichtete der Franzose und fügte hinzu: „Tatsächlich ist es für uns jetzt besser gelaufen als erwartet. Als Erster auf die Strecke gehen zu müssen, war jetzt doch nicht so schlecht.“

Dramatisch verlief der Start in den Rallye-Freitag für die Konkurrenten: Sowohl Mikko Hirvonen (Ford) als auch Mads Østberg (Citroën) schieden nach Unfällen bereits auf den ersten Kilometern aus. Hyundai-Mann Dani Sordo hat Motorprobleme und versucht, seinen waidwunden i20 wieder flottzumachen.

 

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09:05 Uhr Ortszeit / 14:05 Uhr MESZ

Klappe zu.

 

Mit speziellen Vorrichtungen wappnen sich Rallye-Autos gegen die zahlreichen Wasserdurchfahrten.

Wasserdurchfahrten sind ein charakteristisches Merkmal der Rallye Argentinien. Durch die Regenfälle der letzten Woche hat sich die Anzahl für die diesjährige Ausgabe vervielfacht. Gezählt hat sie keiner so genau, Schätzungen schwanken zwischen 50 und 75. „Wo bisher nur trockene Senken waren, fließt jetzt auf einmal Wasser“, beschrieb Weltmeister Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) nach der Streckenbesichtigung. An einigen Stellen müssen sich die Teams durch 50 Meter lange Mini-Seen kämpfen.

So romantisch die kleinen Bäche auf den Betrachter wirken, so problematisch sind sie für Rallye-Autos. Mit Tempo 150 gekreuzt, entwickeln auch zehn Zentimeter Wassertiefe die Kraft eines Dampfstrahlers. Frontspoiler und vordere Kotflügel sind am stärksten gefährdet und werden gelegentlich regelrecht abgerissen.

„Außerdem sollte natürlich kein Wasser in den Ansaugtrakt des Motors gelangen“, ergänzt Franҫois-Xavier Demaison, für die Technik der Polo R WRC verantwortlicher Ingenieur. Die Dienstfahrzeuge von Ogier, Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Andreas Mikkelsen (Polo R WC #9) sind deswegen mit Klappen vor dem Luftfilter ausgerüstet.

Sie vor den Wasserdurchfahrten zu schließen, ist Job der Beifahrer. „Ich habe dazu zwei Fußschalter auf meiner Seite“, beschreibt Miikka Anttila, Copilot von Jari-Matti Latvala. „Der eine schließt elektrisch die Klappe im Ansaugtrakt, der andere schaltet die Scheibenwischer ein.“

Die Klappen müssen allerdings nicht bei jeder Wasserdurchfahrt geschlossen werden. „Ich habe mir die entsprechenden Stellen in meinem Streckenaufschrieb mit einer blauen Wellenlinie markiert“, erläutert Julien Ingrassia, der seinem Piloten Sébastien Ogier noch zusätzliche Informationen übermittelt. „Manche Wasserdurchfahrten sind sehr flach und werden mit vollem Tempo gefahren. Andere haben steile Ein- und Ausfahrten. Für die muss häufig stark abgebremst werden.“

Überraschungen sind trotzdem drin. Wenn in einer Senke mehr Wasser steht als erwartet, sind manchmal die Zuschauer die Ursache – sie bauen gerne kleine Dämme, um Wasserpegel und Show zu steigern.


01:05 Uhr Ortszeit / 06:05 Uhr MESZ

Freitag: die Wertungsprüfungen der ersten Etappe.

Donnerstag, 08.05.2014


Volkswagen Motorsport belegt nach der ersten Wertungsprüfung die Plätze eins, drei und fünf. Das Video.


Aktuelle Bilder (11)
18:30 Uhr Ortszeit / 23:30 Uhr MESZ

Stand nach einer von 14 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 4:51.7 0.0  
2 M. Østberg / J. Andersson 4:54.7 +3.0  
3 A. Mikkelsen / M. Markkula 4:55.2 +3.5  
4 M. Hirvonen / J. Lehtinen 4:55.8 +4.1  
5 J. Latvala / M. Anttila 4:55.9 +4.2  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 4:57.1 +5.4  
7 D. Sordo / M. Marti 4:58.9 +7.2  
8 K. Meeke / P. Nagle 5:01.0 +9.3  
9 J. Ketomaa / K. Lindström (WRC 2) 5:01.2 +9.5  
10 N. Fuchs / F. Mussano (WRC 2) 5:01.8 +10.1  

18:30 Uhr Ortszeit / 23:30 Uhr MESZ

„Der Start ist uns schon einmal gut gelungen.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Vier Wochen ohne Rallye ist zu lang für einen Rallye-Fahrer, deshalb bin ich sehr froh in Argentinien zu sein. Die Rallye wird sehr anspruchsvoll, so viel steht fest. Durch den Regen in den vergangenen Wochen sind die Pisten stark ausgewaschen und brutal für Auto und Reifen. Besonders morgen früh heißt es noch mehr, konzentriert zu sein, denn schon auf den ersten beiden Prüfungen ‚Santa Catalina‘ und ‚Ascochingo‘ könnte eine Vorentscheidung fallen, wer bei der Rallye vorn dabei bleibt und wer nicht. Aber Julien und ich sind startklar für die Herausforderung.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Die erste Prüfung war für die Zuschauer sehr spektakulär, für uns aber nur ein kurzes Aufwärmtraining. Die Rallye Argentinien geht Freitag erst richtig los und ich erwarte, dass es eine der härtesten Ausgaben bislang wird. Die Regenfälle in der letzten Zeit haben die Pisten stark ausgewaschen und auf einigen Abschnitten sehr raue Oberfläche hinterlassen. Abseits der Fahrspur zeigen sich nun noch mehr Steine und Felsbrocken, die zu treffen man tunlichst vermeiden sollte. Eine weitere Herausforderung ist die Reifenwahl, denn bei den steigenden Temperaturen fällt die Entscheidung zwischen weicher und harter Mischung der Michelin-Reifen nicht leicht. Somit sind alle Zutaten für eine aufregende und spannende Rallye im Topf.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Cleverness. Das wird bei dieser Rallye Argentinien das Schlüsselwort sein. Bei der ‚Recce‘ haben wir gesehen, dass die WPs in diesem Jahr einen ganz anderen Charakter haben als vergangene Saison – obwohl über vier Fünftel der Distanz gleich sind. In den vergangenen Wochen hat es viele Stürme und schlechtes Wetter gegeben. Die Prüfungen sind sehr ausgewaschen und sind dadurch sehr hart zum Material. Man muss also die richtige Balance finden, dort attackieren, wo man attackieren kann, und es dort ruhig angehen, wo es angesagt ist. Die ersten vier Kilometer heute sagen wenig über das aus, was uns die kommenden drei Tage noch erwartet. Aber der Start ist uns schon einmal gut gelungen.“


17:00 Uhr Ortszeit / 22:00 Uhr MESZ

Ogier rockt im Parque.

„Ich will diese Rallye unbedingt gewinnen“, hatte Weltmeister Sébastien Ogier im Vorfeld der Rallye Argentinien gesagt. Schließlich ist das Rennen rund um Córdoba eines der wenigen, bei denen der Volkswagen Pilot in seiner Karriere bisher noch nie triumphieren konnte. Das soll sich an diesem Wochenende ändern – und der Auftakt bei der fünften Rallye des Jahres verlief schon einmal nach Plan.

 

Für die erste von insgesamt 14 Wertungsprüfungen, die 6,04 Kilometer langen Super Special Stage – Parque Temático 1, benötigte Ogier im Polo R WRC #1 nur 4:51.7 Minuten und ließ die Konkurrenz damit deutlich hinter sich. Mads Østberg (Citroën) war Zweitschnellster und benötigte drei Sekunden mehr als der Franzose.

 

Den starken Auftakt für Volkswagen Motorsport rundeten Andreas Mikkelsen und Jari-Matti Latvala ab. Der Norweger Mikkelsen im Polo R WRC #9 fuhr in 4:55.2 Minuten die drittschnellste Zeit. Latvala (#2) benötigte nur sieben Zehntel mehr als sein Teamkollege und belegte in 4:55.9 Minuten den fünften Rang.

 

Am Freitagnachmittag (MESZ) geht es bei der Rallye Argentinien mit der zweiten Wertungsprüfung (Santa Catalina – La Pampa 1) weiter. Für die Volkswagen Piloten ist es die Jagd auf den fünften Sieg in dieser Saison – dreimal triumphierte bisher Ogier, einmal Latvala.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


12:15 Uhr Ortszeit / 17:15 Uhr MESZ

Taktik bestimmt Shakedown.

 

Volkswagen Trio mit Minimalprogramm.

„Reifen schonen“ hieß die Devise bei Volkswagen im Shakedown vor der Rallye Argentinien. Alle Topfahrer müssen mit einem Kontingent von 28 Reifen der weichen und 16 der harten Mischung haushalten – das umgekehrte Verhältnis zu beispielsweise der zurückliegenden Rallye Portugal.

Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) beschränkte sich deswegen ebenso wie Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) auf die vorgeschriebenen zwei Durchgänge. Ogier ging sogar noch einen Schritt weiter und ließ eine Mischung aus harten und weichen Reifen aufziehen. „Ich muss am Freitag als Erster auf die Strecke. Deswegen kann ich vielleicht nicht immer vier weiche Reifen verwenden“, erläuterte der Tabellenführer. „Ich wollte herausfinden, wie sich der Reifenmix anfühlt.“

Ogier erzielte die fünftschnellste (2.32,5 Minuten), Mikkelsen die sechstschnellste Zeit (2.32,6 Minuten). Innerhalb des Volkswagen Trios fuhr nur Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) die 4,59 Kilometer lange Shakedown-Strecke am Stadtrand von Carlos Paz dreimal. „Meine Ingenieure haben mich gebeten, noch etwas auszuprobieren“, erklärte der Finne, der als Drittschnellster dieses Freie Training beendete (2.32,0 Minuten). Dani Sordo (Hyundai) erzielte die Bestzeit (2.31,3 Minuten) erst im vierten Durchgang.


Den Reifen wird allgemein eine entscheidende Rolle für den Verlauf der Rallye zugesprochen. Durch starken Regen in den letzten Wochen ist die Provinz Córdoba zwar deutlich grüner als in den letzten Jahren. Allerdings hat der Regen auf den Wertungsprüfungen viel losen Sand weggespült und sie dadurch härter gemacht. „Der Streckenverlauf ist zwar weitgehend identisch zu 2013. Aber durch den Regen und auch Straßenbauarbeiten hat sich die Piste an einigen Stellen stark verändert. Manchmal ist sie kaum wiederzuerkennen“, berichtete Ogier nach der Besichtigungsrunde.

„Gefahr geht hier von Steinen aus, die von vorausfahrenden Kollegen ausgegraben und auf die Fahrbahn geschleudert werden“, ergänzte Latvala. „Man sollte deswegen immer ein wenig Reserve haben, um notfalls ausweichen zu können.“


09:20 Uhr Ortszeit / 14:20 Uhr MESZ

Donnerstag: die Wertungsprüfung des ersten Tages.

Vorberichte


Montag, 05.05.2014


Highspeed-Tango im Land der Gauchos.

Die Rallye Argentinien ist bei Fans und Aktiven gleichermaßen beliebt.

Spektakuläre Landschaft, die gelegentlich auf über 2.000 Meter ansteigt und stellenweise an den Mond erinnert. Begeisterte Fans, die häufig schon während des Trainings am Rand der Wertungsprüfungen zelten. Extrem anspruchsvolle Wertungsprüfungen, die längste davon in den Sierras Chicas zwischen Ascochinga und Agua de Oro knapp 52 Kilometer lang. Die Rallye Argentinien ist nicht von ungefähr ein Favorit der meisten Piloten. „Definitiv in den Top Five“, bekräftigt beispielsweise Jari-Matti Latvala, der am Donnerstag (22:35 Uhr deutscher Zeit) mit dem Polo R WRC mit der Startnummer 2 über die Startrampe im Ferienort Villa Carlos Paz rollen wird.


Dieses Jahr stehen 14 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 405 Kilometern auf dem Programm, mehr als bei den meisten anderen WM-Rallyes. Die drei Etappen unterscheiden sich dabei deutlich. Am Freitag geht es über die holprigen Schotterpfade im Punilla-Tal nördlich von Córdoba und am Samstag mit hohem Tempo über die vergleichsweise weichen Wertungsprüfungen bei Santa Rosa de Calamuchita im Süden, bevor am Sonntag die Klassiker in den Anden anstehen. Weil in Argentinien auf der Südhalbkugel der Erde gerade Herbst ist, kann es hier sogar schneien. Charakteristisch sind außerdem die zahlreichen Wasserdurchfahrten.


Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat sich am Streckenverlauf nur wenig geändert. Die legendäre Prüfung „El Cóndor“, benannt nach dem hier heimischen Riesengeier, wird wiederum als „Power-Stage“ gewertet, für die es extra WM-Punkte gibt. Ein weiterer Klassiker, die WP „Giulio Césare–Mina Clavero“, führt allerdings zum ersten Mal seit 2002 wieder bergab.  

Weil Testfahrten außerhalb von Europa außerdem verboten sind, hat Volkswagen Motorsport einen hauptsächlich mit Blick auf die Rallye Italien durchgeführten Test auf der Mittelmeerinsel Sardinien auch dazu genutzt, sich auf den argentinischen WM-Lauf vorzubereiten.


Alle drei Piloten, Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen, kamen zum Einsatz. Mikkelsen biss dabei die Zähne besonders zusammen. Der Norweger, einer der Hauptdarsteller in der am 6. Mai anlaufenden nächsten Staffel der Action-Sport-Dokumentation „Wild Ones“ (in Deutschland auf ProSieben), litt noch unter den Nachwirkungen einer gerade überwundenen Grippe.


So wenig sich am Streckenverlauf geändert hat, eins wird mit Sicherheit neu sein – der Name des Siegers. Keiner der Fahrer auf der Teilnehmerliste hat die Rallye Argentinien schon einmal gewonnen.


Freitag, 02.05.2014


„Ich will diese Rallye unbedingt gewinnen.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Wir haben uns auf Sardinien auf die Rallye Argentinien vorbereitet. Dort hatten wir einen ähnlich sandigen Untergrund, wie wir ihn in Südamerika vorfinden werden. Auch wenn die Streckenbeschaffenheit in Argentinien ein wenig weicher ist, haben wir bei den Tests viel gelernt. Ich habe die Rallye Argentinien noch nie gewonnen. 2011 war ich knapp dran und auch vergangenes Jahr hat es nicht ganz zum Sieg gereicht. Das sind Gründe, warum ich in Argentinien unbedingt gewinnen möchte. Vom Ablauf her ist die Rallye fast identisch mit der letzjährigen und das kann schon ein kleiner Vorteil für uns sein. Trotzdem kann sich eine Schotter-Rallye von einem zum anderen Jahr stark verändern. Bei der ‚Recce‘ werden wir daher besonders konzentriert sein, um die vielen minimalen Veränderungen im Aufschrieb zu berücksichtigen.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich freue mich auf Argentinien. Dort bin ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal für Volkswagen auf das Podium gefahren. Die Rallye kommt meinem Fahrstil entgegen, ist für den Fahrer aber nicht einfach. Vor allem bei der zweiten Durchfahrt der Prüfungen kann es schnell passieren, dass man einen großen Stein trifft, sobald man ans Limit geht. Man muss also immer ein wenig Luft lassen, um notfalls noch reagieren zu können. Mit einem Podiumsplatz wäre ich sehr zufrieden. Die Wertungsprüfungen sind im Vergleich zum vergangenen Jahr größtenteils unverändert, es gibt nur kleine Unterschiede. Einzig ‚Mina Clavero‘ am letzten Tag wird entgegen der letztjährigen Fahrtrichtung gefahren. Das ist etwas völlig Neues für uns und wird eine Herausforderung sein. Zuletzt in Portugal lief es für uns nicht ganz so gut. Jetzt gilt es, keine Fehler mehr zu machen und so konstante Leistungen zu zeigen wie bei den ersten drei Rallyes des Jahres.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Es ist ein gutes Gefühl, zu einer Rallye zu reisen, die ich aus den vergangenen beiden Jahren sehr gut kenne. 2012 habe ich mir im Škoda Fabia Super 2000 lange Zeit einen schönen Schlagabtausch mit Sébastien Ogier geliefert. Im vergangenen Jahr haben wir bei der Jagd nach guten Zeiten das Material ein wenig zu hart rangenommen, uns aber am Finaltag trotzdem noch in die Punkteränge zurückgekämpft. Während in meiner Debütsaison im Polo R WRC Einzelergebnisse nicht so sehr im Vordergrund standen, möchte ich mich in diesem Jahr steigern. Das bedeutet auf die Rallye Argentinien bezogen: sauber durchzukommen und möglichst weit vorn zu landen. Ein echter Höhepunkt wird im wahrsten Sinne des Wortes die abschließende Powerstage sein: Der Startpunkt von ‚El Cóndor–Copina‘ ist die höchste Stelle bei der Rallye Argentinien. Von dort stürzen wir uns durch Serpentinen ins Tal hinab. Darauf freue ich mich ganz besonders, denn hier sind Mut und Präzision am Lenkrad gefragt.“


Dienstag, 29.04.2014


„Julien ist ein sehr verlässlicher Mensch.“

 

Beste Freunde seit der Schulzeit. Boris Moulaire und Julien Ingrassia kennen sich seit fast 20 Jahren, bauten einst ein gemeinsames Rallye-Auto auf. In unserem Interview spricht der Franzose unter anderem über Ingrassias lange Haare und gemeinsame Freizeitaktivitäten.



Boris, wie lange kennst du Julien mittlerweile, und wie habt ihr euch kennengelernt?
Wir kennen uns mittlerweile seit fast 20 Jahren. Wir gingen auf dasselbe Gymnasium, das Lycée Vauvenargue in Aix-en-Provence, und ein gemeinsamer Freund hat uns einander vorgestellt.

Was war euer lustigstes gemeinsames Erlebnis?
Beruflich gesehen war das die Siegerehrung der Meisterschaft im Elsass vergangenes Jahr. Privat würde ich sagen, der Tag, an dem er sich die langen Haare abgeschnitten hat. Das muss so im Jahr 2000 gewesen sein. Ich war einer der Ersten, die ihn so gesehen haben. Wir mussten alle ein wenig grinsen.

Was zeichnet Julien als Menschen aus? Was ist das Besondere an ihm?
Ganz klar: Er ist ein Organisationstalent und hat einen ausgeprägten Sinn dafür, Dinge zu antizipieren. Julien ist ein sehr verlässlicher Mensch, jemand, auf den man zählen kann. Dabei hat er immer einen Blick für andere, ist gesellig und sehr kommunikativ.


Du hast dir damals privat ein eigenes Rallye-Auto aufgebaut und Julien als Beifahrer gewählt. Wie ist es dazu gekommen, und wie waren eure ersten Einsätze?
Wir haben schon immer viel über das Rallyefahren gesprochen, das ist unsere gemeinsame Leidenschaft. Als ich mir damals das Auto aufbaute, hat Julien allerdings nie gesagt, dass er Lust hätte, einmal Copilot zu sein. Als er dann bei einer Rallye für jemand anderen Beifahrer war und ich als Assistent arbeitete, habe ich ihn gefragt, ob er nicht mein Copilot sein wolle. Unsere erste Rallye war dann die Ronde de la Durance in Südfrankreich. Ein klassisches Rallye-Format über zwei Tage mit einem Dutzend Wertungsprüfungen.


Julien hat ja als Profi einen voll gepackten Terminkalender. Trefft ihr euch trotzdem noch hin und wieder? Wenn ja, was macht ihr dann am liebsten?
Ja, wir treffen uns, sobald es möglich ist. Mal spontan für ein Wochenende oder einen Abend hier in Aix-en-Provence oder wo es sich gerade ergibt. Wir versuchen, jedes Jahr gemeinsam die Sommer- und Weihnachtsferien zu verbringen. Dann mieten wir ein großes Haus irgendwo in Frankreich für Familie, Kinder und Freunde. Meist sind wir dann so zwölf Leute. Die Hauptaktivitäten im Urlaub sind Sport, gut essen und Siesta halten. Und ab und zu ein gutes Corona köpfen.


Streckenprofil

Marathon mit Highspeed-Spurts.

Eine Landschaft wie zum Rallyefahren gemacht.

Ein Merkmal der einzigen WM-Rallye in Südamerika sind die vielen Wasserdurchfahrten.

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Backstage

Tango Argentino.

Heißer Kurven-Tanz im Land der Gauchos.

Der Tango Argentino gilt als einer der schwierigsten Tänze. Vor allem eine gute Koordination ist gefragt.

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