Rallye Australien 2014.

 

Dreifachsieg in Australien – Volkswagen gewinnt erneut die Herstellerwertung der Rallye-WM.

 

Ein großartiges Wochenende für Volkswagen Motorsport: Das Team beendete die Rallye Australien mit einem Dreifachsieg und sicherte sich damit vorzeitig den Titel in der Konstrukteurswertung der Rallye-Weltmeisterschaft. Die strahlenden Sieger des WRC-Laufs in Down Under heißen Sébastien Ogier und Julien Ingrassia. Das französische Duo gewann vor den Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila. Andreas Mikkelsen und Ola Fløene machten das erste reine Volkswagen Podium seit Beginn des Engagements in der WRC perfekt.

 

Bereits vor der Rallye Australien stand fest, dass die drei Volkswagen Fahrer Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen auch den Titel in der Fahrer-Weltmeisterschaft der Rallye-WM unter sich ausmachen. Nach dem Resultat des zehnten Laufes in Down Under ist aus dem Drei- ein Zweikampf geworden. Obwohl Andreas Mikkelsen seinen Vorsprung auf Rang vier deutlich ausbaute, hat er nun keine Chance mehr, den Fahrer-Titel einzufahren. So wird das Duell der Saison auch zum Weltmeisterschafts-Duell: Sébastien Ogier vs. Jari-Matti Latvala. Dreimal zählte dieser Zweikampf bereits zu den Top Ten der engsten WM-Rallye-Entscheidungen. n Australien lagen am Ende nur 6,8 Sekunden zwischen dem amtierenden Champion und seinem Herausforderer.

 

Mit dem Gewinn der Powerstage, in der Zusatzpunkte für die besten Drei vergeben werden, sicherten sich Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila drei Extra-Zähler für die Fahrer- und Beifahrer-WM. Platz zwei und zwei WM-Punkte gingen an ihre Volkswagen Teamkollegen Sébastien Ogier/Julien Ingrassia.

 

Sébastien Ogier: „Einfach fantastisch, ich freue mich extrem für unser Team! Sie haben es so sehr verdient. Das Gefühl ist schwer in Worte zu fassen. Dass wir den Weltmeister-Titel mit unserem ersten kompletten Volkswagen Podium geholt haben, ist ein unglaublicher Erfolg. Wir können heute wirklich stolz auf uns sein, hier am anderen Ende der Welt. Julien und ich haben versucht, unseren knappen Vorsprung gegenüber meinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala bis ins Ziel zu kontrollieren – und es hat geklappt.“

 

Jari-Matti Latvala: „Ein großartiger Erfolg, ich freue mich sehr für das ganze Team. Der Hersteller-Titel ist eine tolle Auszeichnung dafür, dass sich bei Volkswagen jeder ins Zeug legt, um erfolgreich zu sein und zeigt außerdem, dass der Polo das beste Rallye-Auto überhaupt ist. Dazu haben wir erneut erstklassigen Sport gezeigt – Miikka und ich haben versucht, Sébastien und Julien bis zum Schluss unter Druck zu setzen, aber sie waren nicht zu schlagen. Glückwunsch zum verdienten Sieg. Mit meiner persönlichen Leistung bin ich sehr zufrieden. Leider hat mich eine falsche Reifenwahl die wohl entscheidenden Sekunden gekostet, selbst den Sieg zu holen. Wie auch immer: Hier mit allen drei Polo auf dem Podium zu stehen ist sagenhaft, besser kann man einen WM-Titel nicht einfahren.“

 

Andreas Mikkelsen: „Was für ein unfassbar großartiges Resultat für das gesamte Team. Weltmeister, und dann noch mit dem allerersten Dreifachsieg. Ich freue mich sehr für all die Mechaniker, Ingenieure und Helfer, die das hier in Australien und über die gesamte Saison gesehen möglich gemacht haben. Vor den abschließenden sechs Wertungsprüfungen hatten wir zu Platz vier einen riesigen Vorsprung, aber auch nach vorn war nicht viel auszurichten. Mittendrin im Nirgendwo ging es darum, das Tempo so zu kontrollieren, dass wir keinen Fehler machen und das Resultat nach Hause bringen. Vor der Rallye hatte ich mir vorgenommen, den Abstand zu Platz vier in der WM zu verteidigen. Jetzt haben wir ihn sogar ausgebaut. Ich freue mich riesig über mein viertes Podiumsresultat in diesem Jahr. Heute ist einfach ein großartiger Tag.“


Ogier gewinnt die Rallye Australien, Latvala und Mikkelsen auf den Plätzen zwei und drei. Das Video.


Rallye Australien 2014: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:53:18.0 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:53:24.8 +6.8  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 2:54:36.0 +1:18.0  
4 K. Meeke / P. Nagle 2:55:02.0 +1:44.0  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:55:11.6 +1:53.6  
6 H. Paddon / J. Kennard 2:56:14.2 +2:56.2  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 2:57:46.2 +4:28.2  
8 E. Evans / D. Barritt 2:58:28.0 +5:10.0  
9 R. Kubica / M. Szczepaniak 2:59:57.8 +6:39.8  
10 C. Atkinson / S. Prévot 3:02:47.2 +9:29.4  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Australien des Jahres 2014 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 14.09.2014


Sébastien Ogier gewinnt die Rallye Australien, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen auf den Plätzen zwei und drei. Das Video.


Aktuelle Bilder (22)
19:40 Uhr Ortszeit / 11:40 Uhr MESZ


Stand nach 20 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:53:18.0 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:53:24.8 +6.8  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 2:54:36.0 +1:18.0  
4 K. Meeke / P. Nagle 2:55:02.0 +1:44.0  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:55:11.6 +1:53.6  
6 H. Paddon / J. Kennard 2:56:14.2 +2:56.2  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 2:57:46.2 +4:28.2  
8 E. Evans / D. Barritt 2:58:28.0 +5:10.0  
9 R. Kubica / M. Szczepaniak 2:59:57.8 +6:39.8  
10 C. Atkinson / S. Prévot 3:02:47.2 +9:29.4  

20:00 Uhr Ortszeit / 12:00 Uhr MESZ

„Es sah einfacher aus, als es war.“

Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito zum Gewinn der Weltmeisterschaft und zum Sieg in Australien.

Herzlichen Glückwunsch zur Titelverteidigung. War der Gewinn der Hersteller-Weltmeisterschaft in diesem Jahr einfacher als 2013?
Einen Titel zu verteidigen ist immer schwieriger, als ihn zu gewinnen. Wenn wir im letzten Jahr, unserem Premierenjahr, nicht Weltmeister geworden wären, wäre das kein Problem gewesen. In diesem Jahr war der Druck schon etwas höher.

Ist der zweite Titel deswegen wertvoller als der erste?
Der erste Titel ist natürlich immer etwas ganz Besonderes. Aber auch die Titelverteidigung ist besonders, weil wir damit bewiesen haben, dass die Weltmeisterschaft letztes Jahr kein Glück oder Zufall war.

War die Titelverteidgung so einfach, wie es von außen gewirkt hat?
Ich glaube, es sah einfacher aus, als es war. Unsere Mitbewerber sind stärker, als es in den Ergebnissen zu sehen ist. Sie haben vielleicht mehr Fehler gemacht, als erwartet. Ohne diese Fehler wäre die Weltmeisterschaft wahrscheinlich noch lange nicht entschieden.

Was macht Volkswagen Motorsport als Team so stark?
Wir machen wenige Fehler, in jeglicher Position. Und wenn doch einmal etwas schief läuft, lassen wir uns davon nicht aus dem Tritt bringen. Ein gutes Beispiel ist die Rallye Australien. Wer hätte erwartet, dass wir nur drei Wochen nach der Blamage bei der Rallye Deutschland den ersten Dreifach-Sieg in unserer Teamhistorie feiern?

Wie viele Nerven kostet Sie als Motorsportdirektor die Rivalität der Fahrer untereinander? Immerhin fahren die ersten Drei der aktuellen WM-Tabelle für Sie…
Weniger, als es scheinen mag. Wir haben sechs Fahrer und Beifahrer, die abseits der Rallye zusammen Spaß haben können. Aber auf den Wertungsprüfungen kämpfen sie großartig gegeneinander. Dass ich bisher noch nie zu dem Mittel der Stallorder greifen musste, zeigt, wie professionell unsere drei Teams miteinander umgehen.

Was bleibt jetzt noch für den Rest der Saison 2014?
Der Zweikampf zwischen Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala um den Fahrertitel. Ich denke, das wird noch eine sehr spannende Sache. Das Duell ist völlig offen, das Team unterstützt darin beide Fahrer gleichermaßen. Und selbstverständlich gibt es auch weiterhin keine Stallorder.


18:36 Uhr Ortszeit / 10:36 Uhr MESZ

„Ein Sahnehäubchen für eine starke Saison!“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Einfach fantastisch, ich freue mich extrem für unser Team! Sie haben es so sehr verdient. Das Gefühl ist schwer in Worte zu fassen. Dass wir den Weltmeister-Titel mit unserem ersten kompletten Volkswagen Podium geholt haben, ist ein unglaublicher Erfolg. Wir können heute wirklich stolz auf uns sein, hier am anderen Ende der Welt. Julien und ich haben versucht, unseren knappen Vorsprung gegenüber meinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala bis ins Ziel zu kontrollieren – und es hat geklappt. Ich denke, wir haben den Fans wieder ein spannendes Duell an der Spitze gezeigt. Großartig, dass Andreas Mikkelsen und Ola Fløene den Triumph für unser Team komplett gemacht haben. Jetzt fehlt mir noch ein Sieg, um auch den Fahrer-Titel zu holen. Wenn mir das in Frankreich gelingt, wäre das grandios.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ein großartiger Erfolg, ich freue mich sehr für das ganze Team. Der Hersteller-Titel ist eine tolle Auszeichnung dafür, dass sich bei Volkswagen jeder ins Zeug legt, um erfolgreich zu sein und zeigt außerdem, dass der Polo das beste Rallye-Auto überhaupt ist. Dazu haben wir erneut erstklassigen Sport gezeigt – Miikka und ich haben versucht, Sébastien und Julien bis zum Schluss unter Druck zu setzen, aber sie waren nicht zu schlagen. Glückwunsch zum verdienten Sieg. Mit meiner persönlichen Leistung bin ich sehr zufrieden. Leider hat mich eine falsche Reifenwahl die wohl entscheidenden Sekunden gekostet, selbst den Sieg zu holen. Wie auch immer: Hier mit allen drei Polo auf dem Podium zu stehen ist sagenhaft, besser kann man einen WM-Titel nicht einfahren.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Was für ein unfassbar großartiges Resultat für das gesamte Team. Weltmeister, und dann noch mit dem allerersten Dreifachsieg. Ich freue mich sehr für all die Mechaniker, Ingenieure und Helfer, die das hier in Australien und über die gesamte Saison gesehen möglich gemacht haben. Vor den abschließenden sechs Wertungsprüfungen hatten wir zu Platz vier einen riesigen Vorsprung, aber auch nach vorn war nicht viel auszurichten. Mittendrin im Nirgendwo ging es darum, das Tempo so zu kontrollieren, dass wir keinen Fehler machen und das Resultat nach Hause bringen. Vor der Rallye hatte ich mir vorgenommen, den Abstand zu Platz vier in der WM zu verteidigen. Jetzt haben wir ihn sogar ausgebaut. Ich freue mich riesig über mein viertes Podiumsresultat in diesem Jahr. Heute ist einfach ein großartiger Tag.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Was für ein Sahnehäubchen für eine starke Saison! Den Hersteller-Titel mit einem Dreifachsieg zu feiern – besser geht’s nicht. Schon im vergangenen Jahr haben wir alle Erwartungen, vor allem unsere eigenen, übertroffen. Jeder im Team ist damals schon permanent an seine Leistungsgrenze gegangen, um den WM-Titelgewinn möglich zu machen. Es ist immer schwieriger, den WM-Titel erfolgreich zu verteidigen, als ihn das erste Mal zu gewinnen. Was das Team in dieser Saison geleistet hat und wie sehr es sich in allen Details weiter verbessert hat, nötigt mir allergrößten Respekt ab. Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied, sagt man. Bei uns sind alle Glieder gleich stark. Danke, Kollegen. Volkswagen ist stolz auf euch. Und dieser Titel geht an alle bei Volkswagen weltweit, die Unterstützung ist großartig.“


16:10 Uhr Ortszeit / 08:10 Uhr MESZ

Historisch, abgezockt, weltmeisterlich: Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen sichern Volkswagen bei der Rallye Australien zum ersten Mal seit Beginn des WRC-Engagements eine dreifache Podiumsplatzierung. Das Trio schaffte damit nicht nur Historisches, sondern bescherte Volkswagen vorzeitig den Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.

Ogier setzte sich dabei mit 6,8 Sekunden Vorsprung vor seinen Teamkollegen Latvala und Mikkelsen (+1:18.0 Minuten) durch. Insgesamt 17 WP-Erfolge konnte Volkswagen in Australien verbuchen. Ein Wochenende nach Maß – dank drei bärenstarker Piloten. Das erste reine Volkswagen Podium gibt den Ausschlag für die heutige Zahl des Tages, diesmal aus drei Ziffern bestehend: 1, 2 und 3.


16:00 Uhr Ortszeit / 08:00 Uhr MESZ

Volkswagen Piloten machen Dreifach-Triumph perfekt.

Es ist vollbracht: Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala, Andreas Mikkelsen machen das Dreifach-Podium für Volkswagen bei der Rallye Australien perfekt. Bei der finalen Power Stage des letzten Rallye-Tages fuhr Latvala die Bestzeit und sicherte sich dafür zusätzlich drei Extrapunkte. Ogier bekam als Zweitplatzierter mit 1,2 Sekunden Rückstand zwei Extrazähler, Kris Meeke (Citroën) nimmt mit 3,8 Sekunden Abstand als Dritter einen Zusatzpunkt mit.

Im Gesamtklassement gab es keine Positionsänderungen an der Spitze: Seb holt den Gesamtsieg vor Latvala mit einem Vorsprung von 6,8 Sekunden. Andreas Mikkelsen komplettiert das reine Volkswagen Podium als starker Dritter (+ 1:18.0 Minuten).

 

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14:50 Uhr Ortszeit / 06:50 Uhr MESZ

Bringt den ersten Dreifach-Triumph nach Hause, Jungs.

Gut neun Kilometer trennen Seb und Julien noch vom Gesamtsieg bei der Rallye Australien – und Volkswagen Motorsport vom Gewinn der Hersteller-Meisterschaft in der WRC. Die vorletzte Wertungsprüfung (Bucca 2) brachte keine Veränderung an der Spitze. Latvala holte die Bestzeit und machte 1,9 Sekunden auf den führenden Franzosen gut. Letzterer hat aber alles im Griff und verwaltet nur noch seine Führung: Mit acht Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Latvala geht der Weltmeister nun in die finale Powerstage, auf der es Extrapunkte zu kassieren gibt. Wenn auf dem 9,23 Kilometer kurzen finalen Abschnitt der Rallye nichts schiefgeht, steht dem ersten Dreifach-Triumph seit Beginn des WRC-Engagements nichts mehr im Wege.

 

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13:45 Uhr Ortszeit / 05:45 Uhr MESZ

Ogier setzt ein klares Zeichen.


Was zeichnet einen echten Champion aus? Zum Beispiel die Tatsache, unter Druck keine Fehler zu machen und eine starke Leistung zu zeigen – so wie Sébastien Ogier. Der Weltmeister im Polo R WRC #1 spürt auf der dritten Etappe der Rallye Australien stets den Atem von Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) im Nacken. Doch so sehr sich der Finne auch anstrengt, er kommt dem Franzosen einfach nicht näher.

 

Auf der 18. Wertungsprüfung Shipmans 2 lieferte Latvala lange Zeit die besseren Zwischenzeiten als Ogier. Doch am Ende des 24,72 Kilometer langen Teilabschnitts lag der Titelverteidiger mit einer Zeit von 12:32.7 Minuten wieder 1,2 Sekunden vor dem Herausforderer. Ganz nebenbei war es für Ogier der zehnte WP-Sieg bei der Rallye Australien 2014.

 

Auf den verbleibenden beiden Wertungsprüfungen müssen die Rallye-Piloten insgesamt nur noch 20 Kilometer zurücklegen – vermutlich zu wenig für Latvala, um noch einmal anzugreifen. Denn in der Gesamtwertung führt Ogier mit 9,9 Sekunden vor seinem Teamkollegen. Andreas Mikkelsen liegt weiter ungefährdet auf dem dritten Rang.  

 

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12:15 Uhr Ortszeit / 04:15 Uhr MESZ

45 Kilometer bleiben noch.

 

Volkswagen geht in die letzte Schleife der Rallye Australien mit einer Dreifach-Führung.

 

Drei Wertungsprüfungen, insgesamt 45 Kilometer, bleiben Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) noch, um Jagd auf Spitzenreiter und Teamkollege Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) zu machen. „Es wird sehr, sehr schwer, Seb noch einzuholen“, weiß der Finne. Am Morgen reduzierte er seinen Rückstand zwar von 11,8 auf 8,7 Sekunden. Doch selbst falls Latvala am Nachmittag, wenn dieselben drei WPs noch einmal gefahren werden, die doppelte Zeit gutmachen sollte, würde es nicht ganz reichen. „Meine beste Chance ist, weiter Druck auszuüben und auf einen Fehler von ihm zu hoffen.“

 

Wenn Ogier am Vormittag überhaupt einen Fehler beging, dann war es eine stellenweise zu große Vorsicht. „Ich habe auf den rutschigen Passagen Tempo herausgenommen“, sagte der Vorjahressieger. „Das war vor allem nach dem Start der dritten Wertungsprüfung ein bisschen übertrieben. Ich habe an den Zwischenzeiten gesehen, dass Jari-Matti zu viel Zeit gutmacht. Aber es war kein Problem, das Tempo wieder zu erhöhen, ich habe alles unter Kontrolle.“

 

Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) ist auf dem besten Weg, zum vierten Mal in der laufenden Saison aufs Podium zu fahren. „Wir haben jetzt ausreichend Vorsprung vor Kris Meeke. Wir brauchen also wirklich kein Risiko mehr einzugehen. Wäre doch super, wenn Volkswagen hier den Sieg in der Hersteller-WM mit einem Dreifach-Sieg feiern könnte“, sagte der Norweger.


Stand nach 17 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:28:52.1 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:29:00.8 +8.7  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 2:29:40.3 +48.2  
4 K. Meeke / P. Nagle 2:30:24.7 +1:32.6  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:30:29.5 +1:37.4  
6 M. Østberg / J. Andersson 2:31:16.9 +2:24.8  
7 H. Paddon / J. Kennard 2:31:23.0 +2:30.9  
8 T. Neuville / N. Gilsoul 2:33:03.8 +4:11.7  
9 E. Evans / D. Barritt 2:33:24.8 +4:32.7  
10 R. Kubica / M. Szczepaniak 2:34:43.8 +5:51.7  

11:00 Uhr Ortszeit / 03:00 Uhr MESZ

Faszinierendes Duell unter Teamkollegen.


Sébastien Ogier hat den Sieg bei der Rallye Australien noch längst nicht in der Tasche. Der Volkswagen Pilot im Polo R WRC #1 konnte seine Führung zwar auch nach der WP 17 Wedding Bells 1 verteidigen, doch Teamkollege Jari-Matti Latvala lässt einfach nicht locker.

 

Der Finne fuhr auf dem 9,23 Kilometer langen Teilabschnitt die zweitschnellste Zeit hinter dem Briten Kris Meeke (Citroën) und nahm Ogier, der Siebter wurde, noch einmal 2,5 Sekunden ab. Nach fast zweieinhalb Stunden Fahrtzeit liegt Latvala nur noch 8,7 Sekunden hinter dem Weltmeister – die letzten drei Wertungsprüfungen versprechen also Hochspannung.

 

Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 fährt derweil ohne großen Druck. Der Norweger belegt den dritten Rang, hat rund 40 Sekunden Rückstand auf Latvala und ebenso viel Vorsprung vor Meeke. Der Traum von drei Volkswagen Piloten auf dem Podest rückt somit immer näher.

 

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10:00 Uhr Ortszeit / 02:00 Uhr MESZ

Die trockene Antwort des Weltmeisters.


Auf der WP 15 hatte Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 zwei Sekunden auf seinen Teamkollegen Sébastien Ogier (#1) gutmachen können. Die Antwort des Weltmeisters ließ nicht lange auf sich warten: Mit einer Zeit von 6:38.2 Minuten gewann der Franzose die 10,86 Kilometer lange WP 16 Bucca 1 vor seinem finnischen Teamkollegen (+1,4 Sekunden).

 

Damit kommt Ogier seinem Sieg bei der Rallye Australien einen weiteren Schritt näher – es sind nur noch vier Wertungsprüfungen auf der dritten Etappe zu absolvieren. Auch ein Dreifacherfolg von Volkswagen Motorsport scheint möglich: Direkt hinter dem Zweitplatzierten Latvala liegt Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9).

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


09:00 Uhr Ortszeit / 01:00 Uhr MESZ

Latvala gibt sich noch nicht geschlagen.


Auf geht’s in den letzten Tag der Rallye Australien! Sechs Wertungsprüfungen stehen auf der dritten Etappe in Down Under noch an – und am Ende des Tages könnte Volkswagen Motorsport mit allen drei Fahrern auf dem Podium stehen. Noch ist es ein weiter Weg, aber der Start in den Sonntag gelang schon einmal hervorragend.

 

Auf der WP 15 Shipmans 1, die von 30,20 Kilometer auf 24,72 Kilometer Länge gekürzt worden war, konnte Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 Sébastien Ogiers Serie von zuletzt vier WP-Siegen hintereinander beenden. In 12:46.9 Minuten setzte sich der Finne knapp vor dem Weltmeister aus Frankreich durch (+2,0 Sekunden). Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 belegte den vierten Rang.

 

In der Gesamtwertung bleibt Ogier aber weiterhin vorne. Noch knapp zehn Sekunden beträgt der Vorsprung vor Latvala. Auf dem dritten Rang folgt Mikkelsen, der wiederum fast eine Minute vor Kris Meeke (Citroën) liegt. Der viertplatzierte Brite hatte auf der WP 10 in einer Kurve eine Abkürzung genommen und dafür eine Strafe von 1:01 Minuten erhalten.

 

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08:30 Uhr Ortszeit / 00:30 Uhr MESZ

Mikkelsen: Dritter im Klassement, Vierter in der Startreihenfolge

 

Zeitstrafe für Kris Meeke sorgt für Verwirrung.

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) startete in die Abschlussetappe der Rallye Australien als Gesamtdritter. In der Startreihenfolge hat er allerdings nur die viertbeste Position, noch eine schlechter als Kris Meeke (Citroën), der im Zwischenergebnis sogar nur als Fünfter geführt wird. Hintergrund sind gleich zwei getrennte Vorkommnisse vom Samstag.

 

Zum einen wird die Startreihenfolge für den folgenden Tag immer nach der letzten „richtigen“ Wertungsprüfung einer Etappe festgelegt. Sogenannte Super-WP – wie die WP 13 und 14 der Rallye Australien – werden nicht berücksichtigt. Am Samstag war dies die WP 12 Valla 2. Zu diesem Zeitpunkt lautete die Reihenfolge an der Spitze: Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), Kris Meeke (Citroën), Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), Mikko Hirvonen (Ford).

 

Dann erhielt Kris Meeke eine Zeitstrafe von 61 Sekunden wegen zu starken Abkürzens. Der Brite kämpfte dadurch plötzlich nicht mehr mit Andreas Mikkelsen um Zehntelsekunden, sondern fiel in der Gesamtwertung sogar noch hinter Mikko Hirvonen zurück. Das offizielle Zwischenergebnis nach der zweiten Etappe sah dadurch so aus: Ogier, Latvala, Mikkelsen, Hirvonen, Meeke.

 

Die Sportkommissare korrigierten allerdings nicht die Startreihenfolge, die weiterhin entsprechend dem Zwischenstand nach WP 12 festgelegt und für die wie gewohnt das Ergebnis umgedreht wurde. Deswegen startet am Sonntag Hirvonen vor Mikkelsen vor Meeke vor Latvala vor Ogier.


08:00 Uhr Orstzeit / 00:00 Uhr MESZ

Sonntag: die Wertungsprüfungen der dritten Etappe.

Samstag, 13.09.2014


Dramatik am zweiten Tag der Rallye Australien: Latvala verzockt sich bei der Reifenwahl, Ogier hat den richtigen Riecher. Das Video.


Aktuelle Bilder (25)
21:30 Uhr Ortszeit / 13:30 Uhr MESZ


Stand nach 14 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:03:55.3 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:04:07.1 +11.8  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 2:04:20.6 +25.3  
4 K. Meeke / P. Nagle 2:04:22.1 +26.8  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:05:22.5 +1:27.2  
6 M. Østberg / J. Andersson 2:06:03.5 +2:08.2  
7 H. Paddon / J. Kennard 2:06:10.8 +2:15.5  
8 T. Neuville / N. Gilsoul 2:07:47.7 +3:52.4  
9 E. Evans / D. Barritt 2:07:54.3 +3:59.0  
10 R. Kubica / M. Szczepaniak 2:08:54.5 +4:59.2  

20:42 Uhr Ortszeit / 12:42 Uhr MESZ

Surfboards für Ogier und Ingrassia.

Latvala hat Sieg noch nicht abgeschrieben, Mikkelsen auf Podiumskurs.

Hinterher ist man oftmals schlauer. „Ich habe die Regenschauer auf dem Radar mit eigenen Augen gesehen. Deswegen habe ich überhaupt weiche Reifen mitgenommen“, blickte Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) auf den möglicherweise entscheidenden Moment der Rallye Australien zurück. „Ich hatte dieselben Informationen“, bestätigte Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). Bei der Umsetzung hinsichtlich der Reifenwahl gingen der Finne und der Franzose allerdings getrennte Wege.


Ogier entschied sich für eine riskante Variante und verließ mit drei harten und zwei weichen Reifen den Mittagsservice am Samstag in Richtung der rund 50 Kilometer südlich von Coffs Harbour liegenden Wertungsprüfungen Nambucca und Valla. „Falls es doch nicht regnen sollte, fahre ich halt mit drei harten und einem weichen Reifen.“


Diese unorthodoxe Mischung war nichts für Teamkollege Latvala. „Mit einer solchen Kombination habe ich vor einigen Jahren mal einen heftigen Unfall gebaut. Seitdem meide ich diese Variante.“ Er fuhr mit vier weichen und zwei harten Reifen auf den Pacific Highway Richtung Süden. Und musste dann erkennen: „Leider sind die Regenschauer nie an den Prüfungen angekommen. Sie waren komplett trocken.“


Latvala hatte keine andere Wahl, als zwei harte Reifen vorne und zwei weiche hinten zu montieren. Ogier musste mit einer weichen und einer harten Gummimischung an der Hinterachse leben. „Das Fahrverhalten war dadurch in Rechtskurven anders als in Linkskurven“, beschrieb der Weltmeister. „Aber darauf kann ich mich einstellen.“ Was ihm offensichtlich perfekt gelang – mit einer klaren Bestzeit übernahm er die Spitze vor Latvala.


Am Ende der zweiten Etappe führt Ogier mit 11,8 Sekunden vor Latvala und hat damit am Sonntag den Vorteil der besten Startposition. Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia sicherten sich mit dem Sieg auf der abschließenden Super-WP am Stadion von Coffs Harbour sogar noch eine spezielle Prämie – zwei handgefertigte Surfboards. „Besser könnte es nicht sein. Aber es stehen noch einmal knapp 90 WP-Kilometer an, da kann noch viel passieren.“


Teamkollege Latvala hat die Hoffnung auf den Sieg noch nicht ganz aufgegeben. „Es wird allerdings sehr schwer werden, Sébastien noch einzuholen. Er hat am Samstag nicht nur die bessere Reifenwahl getroffen als ich, er ist auch sonst überragend gefahren.“


Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) ist derweil in einen spannenden Zweikampf um Rang drei mit Kris Meeke (Citroën) verstrickt. Den ganzen Samstag über trennten die beiden meist nur Zehntelsekunden. Auf den beiden Super-WP am Ende der zweiten Etappe überholte der Norweger den Briten wieder ein und geht mit 1,5 Sekunden Vorsprung in den Sonntag. „Bis auf einen kleinen Fehler heute Nachmittag ein perfekter Tag“, freute sich Mikkelsen. „Wir hatten nicht das kleinste Problem.“


19:56 Ortszeit / 11:56 Uhr MESZ

Drei harte Reifen haben heute den Unterschied gemacht: Sébastien Ogier setzte für den Nachmittag auf einen Mix, der ihm die entscheidenden Sekunden und die Führung bei der Rallye Australien brachte. Der Polo R WRC #1 wurde vorn mit harten Pneus bestückt, hinten wählte Seb einen weichen und einen harten Schotterreifen. Die perfekte Wahl wäre allerdings gewesen, den Rallye-Renner komplett mit der harten Gummimischung zu bestücken, wie der Franzose später zugab. Dennoch haben die drei harten Michelins dem Weltmeister heute große Dienste geleistet – weswegen wir sie zur heutigen Zahl des Tages erkoren haben.


19:37 Uhr Ortszeit / 11:37 Uhr MESZ

Zweimal Bestzeit: Ogier lässt nichts anbrennen.

Der Weltmeister liegt auf Siegerkurs: Auch die letzten beiden Super Special Stages des heutigen Samstags in Australien gingen an Sébastien Ogier. Der Franzose konnte seinen Vorsprung auf Verfolger Jari-Matti Latvala leicht ausbauen und führt nun mit knapp zwölf Sekunden Vorsprung.

Eine starke Leistung zeigte Andreas Mikkelsen, der – wie schon während der gesamten Rallye – mit Top-Zeiten glänzte und nur minimal langsamer als Spitzenreiter Ogier war. Der Norweger hat sich damit wieder an Kris Meeke (Citroën) vorbeigeschoben und den dritten Platz im Gesamtklassement zurückerobert.

Damit geht Volkswagen Motorsport wie bereits am gestrigen Freitag mit einer Dreifach-Führung in den entscheidenden Rallye-Sonntag.

 

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16:43 Uhr Ortszeit / 08:43 Uhr MESZ

Mit dem Messer zwischen den Zähnen.

Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, den Jari-Matti Latvala führt: Der Finne hatte sich am heutigen Nachmittag der Rallye Australien bei der Reifenwahl verzockt und versucht nun, den Rückstand auf seinen führenden Teamkollegen Sébastien Ogier so gering wie möglich zu halten. Letzterer hatte ein besseres Händchen bei der Wahl seiner Pneus und ist nach wie vor stark unterwegs. Die Wertungsprüfung Valla 2 ging an den Franzosen. Ogier nahm seinem Verfolger Latvala, der als Zweitschnellster über die Linie kam, eine weitere Sekunde ab, der Abstand zwischen den beiden Spitzenreitern beträgt nun 10,3 Sekunden.

Pech für Andreas Mikkelsen: Der Norweger musste sich seinem Verfolger Kris Meeke (Citroën) geschlagen geben und verlor eine Position. Die beiden Kontrahenten liegen jedoch nach wie vor dicht zusammen, der Kampf um Platz drei ist also völlig offen.

 

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15:40 Uhr Ortszeit / 07:40 Uhr MESZ

Risiko Reifenwahl: Ogier trumpft auf, Latvala verzockt sich.

Der bereits angesprochene „Reifenpoker“ ist ein riskantes Spiel – und ein falscher Zug kann gravierende Folgen mit sich bringen. Das musste Jari-Matti Latvala auf der mit knapp 49 Kilometern längsten WP Nambucca leidvoll erfahren. Der als Spitzenreiter in die Prüfung gestartete Finne setzte auf harte Reifen vorn und weiche hinten. Eine Wahl, die sich als Fehler herausstellte, denn Latvala büßte auf der Strecke über 13 Sekunden auf Verfolger Sébastien Ogier ein. Der Franzose fuhr mit drei harten und einem weichen Reifen eine überlegene Bestzeit und übernimmt damit die Führung bei der Rallye Australien.

Die Stimmung im Cockpit des Polo R WRC #2 von Latvala und Beifahrer Anttila war bei der Zieleinfahrt logischerweise nicht die beste. „Das war die falsche Reifenwahl“, berichtete ein enttäuschter Jari-Matti. „Die Hinterreifen sind auf dem harten Schotter überhitzt. Die richtige Entscheidung wären heute vier harte Reifen gewesen.“

Im Gesamtklassement rutscht Latvala 9,3 Sekunden hinter den neuen Leader Ogier. Andreas Mikkelsen liegt weiterhin auf einem starken dritten Gesamtrang, allerdings hängt der Viertplatzierte Kris Meeke (Citroën) dem Norweger mit nur 0,2 Sekunden Abstand praktisch an der Stoßstange.
 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


13:50 Uhr Ortszeit / 05:50 Uhr MESZ

Harte Zeiten für weiche Reifen.

 

Die Königsprüfung überstehen Reifen nur, wenn der Fahrer schonend fährt.

 

Die Wertungsprüfung Nambucca ist exakt 48,92 Kilometer lang. Zu lang, um vom ersten bis zum letzten Meter voll zu attackieren. Zumindest dann, wenn man die weiche Gummimischung aufgezogen hat. „Wenn du das tust, sind deine Reifen nach spätestens 30 Kilometern am Ende“, sagt Jari-Matti Latvala, der die Königsprüfung der Rallye Australien am Vormittag gewann. Auch am Nachmittag, wenn die Piloten ein zweites Mal auf die Langstrecke gehen, will der Finne wieder angreifen. Sein Erfolgsgeheimnis lautet: „tyre management“, ins Deutsche mit „Reifen einteilen“ nur unvollkommen übersetzt.

 

Schon für die erste Runde über die fast 50 Kilometer lange Strecke hatte sich Latvala am Vormittag vor dem Start eine Taktik zurechtgelegt. „Die ersten 22 Kilometer besteht die Strecke, abgesehen von ein paar kurzen Abschnitten, aus Schotter. Auf diesem Stück habe ich ordentlich Gas gegeben.“ Die Quittung dafür kam wie erwartet. „Gegen Ende dieses ersten Teilstücks sind die Reifen sehr warm geworden. In Kurven nimmt dadurch die Seitenführung spürbar ab.“

 

Nach 22 Kilometern folgen etwa zwei Kilometer Asphalt. „Das ist der Abschnitt, auf dem ich meine Reifen geschont habe, damit sie abkühlen können.“ Schonen bedeutete in diesem Fall: sanfter bremsen und vor allem einlenken, um die vorderen Reifen nicht noch stärker aufzuheizen. An diesem Punkt war Latvalas Vorsprung vor Teamkollege Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), der schon einmal rund zwei Sekunden betragen hatte, auf lediglich 0,6 Sekunden geschmolzen.

 

Ab Kilometer 24 ist die WP Nambucca bis ins Ziel geschottert. „Ich habe bis ungefähr Kilometer 40 nur zu vielleicht 95 Prozent attackiert“, verriet Latvala. Der Vorsprung auf Ogier wuchs nur wenig auf etwa anderthalb Sekunden an. „Und auf den letzten zehn Kilometern waren mir die Reifen dann völlig egal. Zum Ziel hin war ich absolut am Limit.“ Das Ergebnis: Latvala holte auf den letzten zehn Kilometern noch einmal rund anderthalb Sekunden heraus und gewann mit 3,0 Sekunden vor Ogier. Der gab hinterher zu: „Ich habe meine Reifen ein bisschen zu viel geschont. Sie haben mehr ausgehalten, als ich gedacht habe.“

 

Einig waren sich Latvala und Ogier allerdings darin, dass trotz des schwierigen „tyre management“ die weiche Gummimischung für die Königsprüfung der Rallye Australien die bessere Wahl war. „Mit harten Reifen müsste man sich keine Gedanken um den Verschleiß machen“, erläuterte Latvala. „Aber speziell beim Bremsen gewinnt man mit weichen Reifen richtig viel Zeit.“


Stand nach 10 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 J. Latvala / M. Anttila 1:29:31.5 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 1:29:35.6 +4.1  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 1:29:47.6 +16.1  
4 K. Meeke / P. Nagle 1:29:48.4 +16.9  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 1:30:07.9 +36.4  
6 H. Paddon / J. Kennard 1:30:57.2 +1:25.7  
7 M. Østberg / J. Andersson 1:31:00.9 +1:29.4  
8 R. Kubica / M. Szczepaniak 1:31:47.9 +2:16.4  
9 E. Evans / D. Barritt 1:32:19.7 +2:48.2  
10 T. Neuville / N. Gilsoul 1:32:46.9 +3:15.4  

12:45 Uhr Ortszeit / 04:45 Uhr MESZ

Latvala siegt im Reifenpoker.

 

Der Finne holt mehr aus dem „schwarzen Gold“ heraus als Teamkollege Ogier.

 

Das Bild gab’s in dieser Saison schon mehrfach. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) legen im Kampf um die Führung ein derart hohes Tempo vor, dass die Konkurrenz immer weiter zurückfällt. Nach den Vormittagsprüfungen am Samstag hat Latvala die Nase mit 4,1 Sekunden knapp vorne. Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC und Kris Meeke (Citroën) verzeichnen bereits einen Respektabstand von mehr als 16 Sekunden.

 

„Sébastien und ich sind momentan auf dem Niveau, auf dem wir bei den Rallyes in Argentinien, Finnland und am ersten Tag in Deutschland gekämpft haben“, sagte Latvala bei der Einfahrt in den Mittagsservice. „Der Unterschied zum Beispiel zu Finnland ist allerdings, dass man nicht immer zu 100 Prozent attackieren kann. Man muss taktisch sehr klug vorgehen.“

 

Und in dieser Disziplin stach der Finne seinen französischen Teamkollegen zumindest am Vormittag aus. „Ich habe zu viele kleine Fehler gemacht“, gab Ogier unumwunden zu. „Außerdem habe ich auf der langen Wertungsprüfung meine Reifen ein bisschen zu sehr geschont.“

 

Tatsächlich sahen die Reifen von Ogier, der wie alle Topfahrer auf die weiche Gummimischung gesetzt hatte, im Ziel der knapp 49 Kilometer langen Wertungsprüfung Nambucca besser aus als die von Latvala. Aber der Zustand der Reifen ist im Rallye-Sport kein Wertungskriterium. Der Finne holte mehr aus seinen Reifen heraus und fuhr drei Sekunden schneller als Ogier. Und auch auf der folgenden, kürzeren WP Valla holte Latvala die Bestzeit.

 

Trotz des wachsenden Abstandes zum Führungsduo war Andreas Mikkelsen mehr als zufrieden mit dem Samstagvormittag. „Ich habe den Vorsprung vor Mikko Hirvonen vergrößert und den zu Kris Meeke praktisch gleich gehalten. Mehr wollte ich gar nicht.“

 

Am Nachmittag geht das Duell Latvala vs. Ogier in die nächste Runde. Spannend könnte dabei die Reifenwahl werden. Bleibt es trocken, wird bei den im Vergleich zum Morgen dann höheren Temperaturen wohl allgemein die härtere Gummimischung gewählt. Allerdings lassen dunkle Wolken über Coffs Harbour auch Regen erwarten. Dann wiederum wären weiche Reifen die optimale Wahl. „Ich bin mal gespannt auf die Informationen unseres Meteo-Teams“, sagte Latvala, bevor er zum Briefing mit den Ingenieuren verschwand.


11:00 Uhr Ortszeit / 03:00 Uhr MESZ

Dreierpack zur Halbzeit.

Zehn der 20 Wertungsprüfungen bei der Rallye Australien 2014 sind absolviert – und zur Halbzeit sieht es für das Team Volkswagen Motorsport sehr vielversprechend aus: Die WP 10 Villa 1 konnte erneut Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 für sich entscheiden.

 

Für den 8,96 Kilometer langen Teilabschnitt benötigte der Finne 4:23.7 Minuten und damit 1,5 Sekunden weniger als Teamkollege Sébastien Ogier, der die zweitschnellste Zeit fuhr. Andreas Mikkelsen auf Rang drei – nur weitere 0,3 Sekunden hinter dem Weltmeister – rundete das perfekte Ergebnis für Volkswagen Motorsport ab.

 

Auch in der Gesamtwertung sind die Volkswagen Piloten in Down Under allesamt auf Podiumskurs: Latvala führt nach knapp anderthalb Stunden Fahrtzeit 4,1 Sekunden vor Ogier. Mit weiteren zwölf Sekunden Rückstand folgt Mikkelsen auf dem dritten Platz.

 

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09:20 Uhr Ortszeit / 01:20 Uhr MESZ

Jari-Matti, der Marathon-Mann.

Einen gemächlichen Start am Samstagmorgen – den gab es bei der Rallye Australien natürlich nicht. Die Piloten mussten gleich wieder ans Limit gehen, denn die neunte Wertungsprüfung Nambucca 1 ist mit 48,92 Kilometern mit Abstand die längste WP in Down Under. Für die Volkswagen Piloten hätte die zweite Etappe kaum besser starten können.

 

Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 hatte gleich doppelt Grund zur Freude: In 27:01.6 Minuten gewann der Finne nicht nur die erste Wertungsprüfung der zweiten Etappe hauchdünn vor Teamkollege Sébastien Ogier (+3,0 Sekunden). Durch den knappen Erfolg zog er auch in der Gesamtwertung am Weltmeister vorbei. 2,6 Sekunden beträgt der Vorsprung Latvalas vor Ogier nach fast anderthalb Stunden Fahrtzeit.

 

Auch Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 zeigte auf dem fast 50 Kilometer langen Teilabschnitt eine starke Leistung und landete nur 0,7 Sekunden hinter dem Drittplatzierten Kris Meeke (Citroën) auf Rang vier. Die gleiche Position belegt der Norweger auch in der Gesamtwertung der Rallye Australien.

 

Am Nachmittag wird die WP noch ein zweites Mal absolviert. Man darf gespannt sein, ob Weltmeister Ogier dann zurückschlagen kann. Vor der Mittagspause geht es aber zunächst noch auf die 8,96 Kilometer lange Villa 1.

 

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08:00 Uhr Ortszeit / 00:00 Uhr MESZ

Samstag: die Wertungsprüfungen der zweiten Etappe.

Freitag, 12.09.2014


Die Volkswagen Piloten liefern sich am ersten Rallye-Tag einen packenden Dreikampf um die Spitze. Das Video.


Aktuelle Bilder (20)
21:25 Uhr Ortszeit / 13:25 Uhr MESZ


Stand nach 8 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 58:05.8 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 58:06.2 +0.4  
3 A. Mikkelsen / O. Fløene 58:09.3 +3.5  
4 K. Meeke / P. Nagle 58:09.9 +4.1  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 58:13.7 +7.9  
6 H. Paddon / J. Kennard 58:52.2 +46.4  
7 M. Østberg / J. Andersson 58:56.1 +50.3  
8 R. Kubica / M. Szczepaniak 59:03.4 +57.6  
9 E. Evans / D. Barritt 59:36.3 +1:30.5  
10 T. Neuville / N. Gilsoul 1:00:14.2 +2:08.4  

23:20 Uhr Ortszeit / 15:20 Uhr MESZ

Rallye ist nicht Rugby.

Bei Volkswagen Motorsport arbeiten ein Australier und ein Neuseeländer Seite an Seite.

Im Rugby und Cricket sind ihre Nationalmannschaften erbitterte Konkurrenten. Bei Volkswagen Motorsport sind ein Australier und Neuseeländer Teamkollegen, bezeichnen sich sogar als „beste Freunde“. Aussie Callum Colquhoun ist einer der Stammmechaniker von Weltmeister Sébastien Ogier. Kiwi Edward Smith betreut den Polo R WRC mit der Startnummer 2, den Jari-Matti Latvala fährt.


Call, wie er im Team genannt wird, sieht seine südaustralische Heimatstadt Geelong inzwischen höchstens einmal pro Jahr. Kein Wunder, dass er in seinem jetzigen Wohnort Hannover vor allem eins vermisst: das ständig gute Wetter. „Wenn mir Kumpels Fotos vom Surfen schicken und es in Hannover gerade regnet, werde ich  schon ein bisschen neidisch“, gibt der 24-Jährige zu.


Den ersten Kontakt zum Motorsport hatte Call schon als Junge. „Ich habe Aufnahmen von Mechanikern in der Rallye-WM im Fernsehen verfolgt. Das sah für mich wie der coolste Job der Welt aus, in dieser Szene wollte ich eines Tages arbeiten.“ Als er zwölf Jahre alt war, wanderte seine Familie nach Großbritannien aus. Der Schritt zum britischen Rallye-Team Prodrive (erst Subaru, dann Mini) war für den motorsportbegeisterten Aussie da nur ein kleiner.


2012 wechselte er zu Volkswagen Motorsport. „Für den Seb zu arbeiten, ist fantastisch. Und das nicht nur, weil er Weltmeister ist. Er fährt in einer eigenen Liga. Wenn alles nach Plan läuft, ist er großartig. Und wenn nicht, sind wir die Ersten, die es mitkriegen.“


Sein Kumpel Ed wuchs in Cambridge auf der Nordinsel Neuseelands auf, wo seine Familie noch immer lebt. 2010 half er beim damaligen Ford-Werksteam M-Sport aus, als die Rallye-WM noch Station auf der Insel im Südpazifik machte. „Teamchef Malcolm Wilson hat mir dann einen Job angeboten, also bin ich nach England gezogen.“


Schon damals schraubte Ed am Auto von Jari-Matti Latvala. „Er ist für uns Mechaniker ein sehr angenehmer Fahrer. Es macht viel Spaß, für ihn zu arbeiten.“ Deswegen freute sich der heute 24-Jährige besonders, als sich die Chance bot, Latvala zu Volkswagen zu folgen. Auch wenn dies den endgültigen Abschied vom Rugby bedeutete. „Mountainbike fahren und Fitnessstudio, wenn Zeit dazu bleibt“, erläutert der Neuseeländer sein derzeitiges Sportprogramm.


Fragt man Call und Ed, welche Rallye in inzwischen rund zwei Jahren Weltmeisterschaft mit Volkswagen Motorsport ihnen als anstrengendste im Gedächtnis geblieben ist, sind sich beide einig: Portugal 2013. „Das war unsere erste Schotter-Rallye mit dem Polo R WRC, und wir hatten richtig viel Arbeit“, erinnert sich Ed. „Bei einem 30-Minuten-Service haben wir am Auto von Jari-Matti das Getriebe, das hintere Differenzial, beide Radaufhängungen vorne und ein paar Karosserieteile ausgewechselt.“ Und das mit vier Mechanikern.


Gleichzeitig waren Call und seine Mannschaft nebenan am Polo R WRC von Sébastien Ogier nicht viel weniger beschäftigt. „Ich liege unter dem Auto und sehe aus dem Augenwinkel, wie Ed mit Händen und Füßen versucht, das neue Getriebe in die richtige Position zu wuchten.“ Eine Aufgabe, die alleine eigentlich mindestens zwei, besser drei Mechaniker erfordert. Trotz aller Hektik in der eigenen Mannschaft war es für Call selbstverständlich, dem Kollegen in Not zu helfen. „Wenn Call nicht von oben die erste Befestigungsschraube reingedreht hätte, würde ich wahrscheinlich heute noch unter dem Auto liegen“, lacht Ed.

 

Denn wenn es um Volkswagen Motorsport geht, steht auch für einen Australier und einen Neuseeländer Teamwork an erster Stelle. Rugby und Cricket hin oder her.


20:15 Uhr Ortszeit / 12:15 Uhr MESZ

Eins, zwei, drei nach erster Etappe.

Ogier, Latvala und Mikkelsen durch nur 3,5 Sekunden getrennt.

Die sogenannte Super-Wertungsprüfung am Rande des Rugby-Stadions von Coffs Harbour ist zwar nur 1,56 Kilometer lang. Die beiden Durchgänge zum Abschluss der Freitagsetappe brachten dennoch einige Änderungen im Klassement.

 

Vorjahressieger Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) übernahm die Spitze. Auch Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) und Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) überholten den zwischenzeitlich Führenden, Kris Meeke (Citroën), auf den letzten Drücker. Ogier führt nach den ersten sechs Wertungsprüfungen mit knappen 0,4 Sekunden vor Latvala, Mikkelsen folgt mit weiteren 3,1 Sekunden Abstand.


Entscheidend für die Startreihenfolge am Samstag sind allerdings die Platzierungen nach WP 6, der letzten „richtigen“ Wertungsprüfung des Tages. Zu diesem Zeitpunkt führte Meeke vor Latvala, Ogier und Mikkelsen. Aber auch in dieser Konstellation – beziehungsweise der umgekehrten Reihenfolge –  werden die Bedingungen während der zweiten Etappe für die Top-Fahrer weitgehend identisch sein. „Wenn es regnen sollte, haben wir vielleicht sogar einen kleinen Vorteil gegenüber Kris“, glaubte Latvala.


„Aufgrund unserer Startposition habe ich eigentlich für heute mit einem Rückstand gerechnet“, sagte Vorjahressieger Sébastien Ogier. „Aber wir konnten das Beste aus der Situation machen.“ Mit zwei Bestzeiten auf der Wertungsprüfung Hydes Creek, die zur Hälfte bereits im Shakedown gefahren wurde und daher zumindest stellenweise eine saubere Ideallinie aufwies, holte sich Ogier einige der Sekunden zurück, die er in den restlichen vier WPs des Freitags auf losem Schotter verloren hatte. Auf der kurzen Super-WP eroberte der Vorjahressieger dann schließlich die Führung.


Für leichtes Nervenflattern sorgte lediglich ein kleines Leck im Kühler. „Offensichtlich hat ein Stein irgendwo ein kleines Loch geschlagen. Wir haben es nicht gefunden. Aber durch regelmäßiges Auffüllen von Wasser haben wir das Problem gelöst.“


Auch Teamkollege Latvala musste einmal seine Grundkenntnisse als Mechaniker bemühen. „Am Vormittag packte die Bremse nicht ganz so hart zu wie gewohnt“, erzählte der Finne. „Dabei ging es weniger ums reine Verzögern. In einem Rallye-Auto braucht man die Bremse auch, um das Auto vor und in der Kurve zu positionieren. Das hat nicht optimal funktioniert.“ Einfaches Entlüften der Bremsanlage, von Latvala und Beifahrer Miikka Anttila auf dem Weg von WP 1 nach WP 2 mit dafür vorgesehenem Bordwerkzeug durchgeführt, löste das Problem. „Danach verlief der Tag perfekt.“


Mit zurückhaltender Taktik geht Andreas Mikkkelsen in die Samstagsetappe. „Klar würde ich gerne um den Sieg kämpfen“, sagte der Norweger. „Aber wichtiger ist für mich, den dritten Rang in der WM-Tabelle zu festigen. Deswegen werde ich auch morgen keine unnötigen Risiken eingehen.“ Mikkelsens Verfolger in der Gesamtwertung ist sein Landsmann Mads Østberg (Citroën). Doch der liegt nach Ende der ersten Etappe als Siebter fast 50 Sekunden hinter Mikkelsen und stellt damit keine direkte Gefahr dar.


20:09 Uhr Ortszeit / 12:09 Uhr MESZ

Was für ein Schlagabtausch im australischen Busch! Nach dem ersten Rallye-Tag und 95,84 gefahrenen Wertungskilometern liegen die beiden Spitzenreiter Seb Ogier und Jari-Matti Latvala nur 0,4 Sekunden auseinander – knapper geht es kaum. Die Rallye Australien verspricht ein packendes Teamduell der beiden Volkswagen Piloten. Deswegen haben wir diese magischen vier Zehntel zur heutigen Zahl des Tages gekürt.

Besonders faszinierend: Auch die dahinterliegenden Fahrer sind den Leadern dicht auf den Fersen. Andreas Mikkelsen hat als Drittplatzierter nur 3,5 Sekunden Rückstand auf Seb, dicht gefolgt von Kris Meeke und Mikko Hirvonen. Bereits ein klitzekleiner Fahrfehler kann am morgigen Samstag also wertvolle Positionen und Punkte kosten – höchste Konzentration ist also das Maß der Dinge.


19:38 Uhr Ortszeit / 11:38 Uhr MESZ

Dreifach-Führung als krönender Abschluss

des ersten Rallye-Tages.

Starkes Finish der Volkswagen Piloten bei der Rallye Australien: Weltmeister Sébastien Ogier geht nach einem Doppelerfolg bei der siebten und achten Wertungsprüfung auf der 1,56 Kilometer kurzen Super Special Stage mit einem hauchdünnen Vorsprung in die zweite Etappe am Samstag.

In einem Kopf-an-Kopf-Rennen liegt der Franzose im Gesamtklassement nur 0,4 Sekunden vor seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala, gefolgt vom dritten Volkswagen Mann Andreas Mikkelsen mit weiteren 3,1 Sekunden Abstand. Damit ist es allen drei Volkswagen Fahrern gelungen, den nach der sechsten Wertungsprüfung führenden Kris Meeke (Citroën) zu überholen.

„Fantastisch“, sagte Ogier. „Ich habe trotz der rutschigen Bedingungen versucht, das Beste herauszuholen. Es war nicht einfach.“

Gestartet wird am Samstag allerdings in einer anderen Reihenfolge. Entscheidend ist die Platzierung nach der sechsten Wertungsprüfung. Zu diesem Zeitpunkt führte Meeke vor Latvala, Ogier und Mikkelsen.

 

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16:54 Ortszeit / 08:54 Uhr MESZ

Eine enge Kiste: Latvala mit Bestzeit –

Top-Piloten liegen dicht zusammen.

Die Spannung könnte kaum größer sein: Nach der sechsten Wertungsprüfung der Rallye Australien trennen die ersten fünf im Gesamtklassement nur 5,6 Sekunden. Jari-Matti Latvala, der auf dem knapp 25 Kilometer langen Teilstück „Newry 2“ die Bestzeit fuhr, liegt aktuell nur noch 2,1 Sekunden hinter Spitzenreiter Kris Meeke (Citroën), dicht gefolgt von Teamkollege Seb Ogier. Die beiden Volkswagen Piloten fahren weiterhin fast identische Zeiten – es deutet also alles auf einen erneuten packenden Zweikampf der WM-Leader hin.

Auch die vorige Wertungsprüfung (Bellingen 2) ging an Jari-Matti Latvala, während Seb nur 0,5 Sekunden länger brauchte und als Zweitschnellster über die Linie kam. Pech hatte Thierry Neuville (Hyundai), der sich die hintere Aufhängung beschädigte und fast zwei Minuten einbüßte. Der Rallye-Deutschland-Sieger konnte den Defekt aber mit Bordwerkzeug beheben und ist nun wieder im Renntempo unterwegs.

Der heutige Rallye-Freitag in Australien ist nun fast gelaufen. Es folgt nur noch die 1,56 Kilometer kurze Super Special Stage, die um 10:30 Uhr deutscher Zeit startet und zweimal hintereinander gefahren wird.

 

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15:20 Uhr Ortszeit / 07:20 Uhr MESZ

Der Weltmeister setzt erneut ein Ausrufezeichen.

Nach der vierten Wertungsprüfung in Australien liegen die Volkswagen Piloten weiterhin gut im Rennen. Sébastien Ogier holte auf dem knapp elf Kilometer langen Abschnitt „Hydes Creek II“ die Bestzeit, knapp gefolgt von Teamkollege Jari-Matti Latvala. Andreas Mikkelsen fuhr im dritten Polo R WRC die fünftschnellste Zeit.

„Die Bedingungen sind jetzt besser als heute Morgen. Ich habe ein gutes Feeling und bin zufrieden mit dem Auto“, berichtete Seb bei der Ankunft im Ziel.

In der Gesamtwertung führt weiterhin der Brite Kris Meeke (Citroën) knapp vor Mikko Hirvonen (Ford). Dahinter folgen in dichtem Abstand die Volkswagen Piloten Mikkelsen, Ogier und Latvala.

 

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Stand nach 3 von 20 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 K. Meeke / P. Nagle 27:44.5 0.0  
2 A. Mikkelsen / O. Fløene 27:46.9 +2.4  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 27:47.8 +3.3  
4 S. Ogier / J. Ingrassia 27:52.9 +8.4  
5 J. Latvala / M. Anttila 27:53.5 +9.0  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 27:53.9 +9.4  
7 H. Paddon / J. Kennard 28:06.6 +22.1  
8 M. Østberg / J. Andersson 28:13.8 +29.3  
9 R. Kubica / M. Szczepaniak 28:15.8 +31.3  
10 C. Atkinson / S. Prévot 28:30.6 +46.1  

12:50 Uhr Ortszeit / 04:50 Uhr MESZ

Der lachende Dritte.

 

Nachteil für Ogier und Latvala ist Vorteil für Mikkelsen.

 

Das Zwischenergebnis nach den ersten drei Wertungsprüfungen der Rallye Australien spiegelt mehr oder weniger die Startpositionen wider. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) hatten als Erster und Zweiter auf der Strecke mit wenig Grip wegen des losen Schotters auf der Fahrbahn zu kämpfen. Die beiden kamen  zwischenzeitlich als Vierter und Fünfter zurück zum Mittagsservice in Coffs Harbour. 

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) profitierte als Dritter schon ein wenig von der sauber gefahrenen Ideallinie und ist nach drei WPs nun Zweiter. „Ein perfekter Start für uns“, freute sich der Norweger. Nur Kris Meeke (Citroën) war noch schneller. Der Brite nutze den Vorteil von Startposition acht eiskalt aus und übernahm die Führung 2,4 Sekunden vor Mikkelsen.

 

Wie stark der im Rallye-Jargon „Road Cleaning“ genannte Effekt ist, verdeutlichte besonders das Ergebnis der knapp elf Kilometer langen WP 1. „Die erste Hälfte war sehr rutschig. Die zweite Hälfte wurde am Donnerstag als Shakedown-Strecke genutzt, hier war die Ideallinie bereits sauber“, sagte Ogier. Der Vorjahressieger fuhr prompt die Bestzeit, trotz Startposition eins. In WP 2 und WP 3 musste er sich mit Rang fünf und sechs zufriedengeben.

 

Der Franzose war allerdings auch der einzige der Volkswagen Piloten, der sich für einen Mix aus weichen und harten Reifen entschied. Latvala und Mikkelsen ließen dagegen ringsum die harte Gummimischung aufziehen. „Ich habe drei gebrauchte Reifen aus dem Shakedown mitgenommen“, verriet Latvala.

 

Am Nachmittag, wenn dieselben drei Wertungsprüfungen noch einmal gefahren werden, wird allgemein ein anderer Verlauf erwartet. Unkalkulierbar sind lediglich die Spuren, die von den Teilnehmern im hinteren Feld gezogen werden. Die Fahrer der schwächeren Allradler und Frontantriebsautos wählen eine ganz andere Ideallinie als die Werkspiloten in den World Rally Cars.

 

„Die erste und die zweite Prüfung sind sehr eng und langsam, dort gibt es eigentlich keine falsche Linie. Das sollte mir helfen“, analysierte Sébastien Ogier. „Nur auf der dritten WP werde ich eine neue Spur ziehen müssen.“

 

Während bei den Mechanikern von Volkswagen Motorsport beim Mittagsservice nur Routinearbeiten anstanden, glühten im Meteo-Team Köpfe und Computer. Möglicherweise könnte es am Nachmittag regnen. Dann wären weiche Reifen die richtige Wahl.


11:30 Uhr Ortszeit / 03:30 Uhr MESZ

Zufrieden in die Mittagspause.

Die drei Volkswagen Piloten können nach den ersten drei Wertungsprüfungen ein positives Zwischenfazit ziehen. Auf der 24,91 Kilometer langen WP 3 namens Newry 1 fuhr Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 die drittschnellste Zeit. Jari-Matti Latvala (#2) und Sébastien Ogier (#1) landeten nicht weit dahinter auf den Plätzen fünf und sechs. Der WP-Sieg ging erneut an Kris Meeke im Citroën, der weiterhin den Vorteil hat, als achter Starter und damit als Letzter der Top-Piloten auf eine sauber gefahrene Schotterstrecke gehen zu können.

 

Bewegung gab es dadurch auch in der Gesamtwertung: Hinter dem neuen Spitzenreiter Meeke lauert Mikkelsen mit einem Rückstand von nur 2,4 Sekunden auf dem zweiten Platz. Weltmeister Ogier (+8,4 Sekunden) und Latvala (+9,0 Sekunden) sind ebenfalls nicht weit von der Spitze entfernt. Insgesamt liegen die ersten sechs weniger als zehn Sekunden auseinander.

 

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10:55 Uhr Ortszeit / 02:55 Uhr MESZ

Führung verteidigt.

Die Volkswagen Piloten haben sich auch auf der zweiten Wertungsprüfung der Rallye Australien bestens geschlagen. Obwohl die drei Fahrer weiterhin den Nachteil haben, als Erste auf die Schotterstrecke gehen zu müssen, halten sie sich in der Gesamtwertung in den Top Five – Weltmeister Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 liegt sogar in Führung.

 

Auf der 10,72 Kilometer langen WP 2 namens Bellingen 1 landete Andreas Mikkelsen in 6:28.2 Minuten auf dem vierten Platz – nur 2,1 Sekunden hinter dem WP-Sieger Kris Meeke im Citroën. Direkt hinter Mikkelsen folgten Ogier (+1,3 Sekunden) und Jari Matti Latvala (+3,7 Sekunden).

 

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09:55 Uhr Ortszeit / 01:55 Uhr MESZ

Seb, der Straßenkehrer.

Hellwach ist Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 auf die erste Wertungsprüfung der Rallye Australien gegangen. Als erster Fahrer musste der Volkswagen Pilot am Freitagmorgen die WP Hydes Creek 1 absolvieren – auf dem Schotter eigentlich ein riesiger Nachteil, denn auf dem losen Untergrund fungiert der Vorausfahrende als Straßenkehrer für all die folgenden Konkurrenten. Doch dem Weltmeister aus Frankreich war das egal, er fuhr trotzdem schneller als der Rest.

 

Auf dem 10,73 Kilometer langen Teilabschnitt legte Ogier eine Zeit von 6:26.6 Minuten vor – sie konnte von keinem der folgenden Rallye-Piloten unterboten werden. Nur Teamkollege Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 kam dem WM-Führenden nah: Mit 4,4 Sekunden Rückstand erzielte der Norweger die zweitschnellste Zeit vor Citroën-Pilot Kris Meeke (+5,6 Sekunden). Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 landete auf der WP 1 mit 7,4 Sekunden Rückstand auf dem fünften Rang.

 

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08:00 Uhr Ortszeit / 00:00 Uhr MESZ

Freitag: die Wertungsprüfungen des ersten Tages.

Donnerstag, 11.09.2014


Die Volkswagen Motorsport Fahrer freuen sich auf die Rallye Australien.
Das Video.


Aktuelle Bilder (12)
17:00 Uhr Ortszeit / 09:00 Uhr MESZ


14:00 Uhr Ortszeit / 06:00 Uhr MESZ

Donnerstag: der Shakedown.

Vorberichte


Dienstag, 09.09.2014



Freitag, 05.09.2014


„Hersteller-Titel ist definitiv unser Ziel.“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Die Rallye Australien ist ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe das Layout der Wertungsprüfungen und fühle mich in Down Under immer gut. 2013 lief es für Julien und mich nahezu perfekt: 19 Bestzeiten auf 22 WPs, dazu haben wir uns drei Zusatzpunkte mit dem Gewinn der Powerstage gesichert. Das möchten wir natürlich in diesem Jahr wiederholen. Es wird jedoch alles andere als einfach: Am ersten Tag gehen wir als Erste auf die WPs, außerdem ist die Konkurrenz nah dran und hellwach – das hat Hyundai mit dem Sieg und Platz zwei in Deutschland bewiesen. Fehler werden bestraft, das haben wir zu spüren bekommen – aber so ist der Rallye-Sport. Die Rallye Deutschland liegt hinter uns und wir schauen nach vorn. Zum Glück geht es Julien und mir nach dem Unfall rundum gut. Wir haben zur Sicherheit einige Tests gemacht, die durchgehend positiv waren. In Deutschland haben wir zwar den Fahrertitel für Volkswagen gesichert, nicht aber die Hersteller-Meisterschaft. Das ist definitiv das Ziel für Australien.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Die Rallye Australien ist immer etwas Besonderes. Ich mag den entspannten Lebenswandel der Menschen, die Landschaft und die Nähe zum Ozean bei dieser Rallye. Sportlich gesehen wechseln wir zurück von Asphalt auf Schotter, was in dieser Richtung immer etwas schwieriger ist als umgekehrt. Doch wir absolvieren zuvor in Finnland noch einen kurzen Test, um uns noch mal an das Gefühl und vor allem an die unterschiedlichen Bremspunkte zu gewöhnen. Finnland ist eine gute Wahl, denn in Down Under ist eine Fahrzeugabstimmung zwischen Rallye Mexiko und Rallye Finnland gefragt. Am ersten Tag, an dem vermehrt enge, technische Passagen durch den Wald anstehen, ist es eher wie in Mexiko. Der zweite Tag mit seinen breiten, schnellen und weit gezogenen Passagen ist eher wie in Finnland. Wir brauchen also zwei verschiedene Set-ups: eins weicher, eins härter. Da hilft, dass der Shakedown diesmal auf einer der WPs, nur in umgekehrter Fahrtrichtung, ausgetragen wird. Das gibt uns ein gutes Gefühl für die tatsächliche Strecke.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Zurück auf Schotter, das mag ich. Die Rallye Australien gehört zu den Läufen in diesem Jahr, die ich bereits einmal mit dem Polo R WRC absolviert habe. Obendrein habe ich gute Erinnerungen an die Rallye. Damals habe ich jede Wertungsprüfung genossen. Viele davon werden wir in diesem Jahr erneut angehen. Es sind viele blinde Einlenkpunkte im Wald dabei, was alles andere als einfach ist. Man kann ganz leicht einen Fehler machen und sich die Rallye ruinieren. Besonderes Augenmerk müssen wir auf ‚Nambucca‘ legen, denn sie ist nicht nur die längste, sondern womöglich auch die schwierigste WP der Rallye Australien. Auf knapp 50 Kilometern hat sie all das, was einem Rallye-Fahrer das Leben schwermachen kann. Neben den vielen blinden Ecken auch den Wechsel auf Asphalt. Aber wir können in diesem Jahr auf die Onboard-Aufzeichnungen von 2013 zählen, und die werde ich genau studieren. Generell empfinde ich aber wenig Druck, denn in der Fahrer-Wertung haben wir gute Voraussetzungen. Und wann immer ich mit wenig Druck an den Start gegangen bin, kam ein ordentliches Ergebnis dabei heraus. Ich würde gern wieder auf das Podium fahren. Natürlich wäre es schön, eines Tages auch einmal eine Rallye zu gewinnen, aber das hat keine Eile. Die Rallye Australien ist aber sicher eine der Rallyes, bei denen ich die besten Chancen dazu habe.“


Donnerstag, 04.09.2014


Showdown in Down Under.


Bei der Rallye Australien kann Volkswagen vorzeitig den Titel in der Hersteller-WM verteidigen – und eine Vorentscheidung bei den Fahrern fallen.

Zwischen den beiden Asphalt-Rallyes in Deutschland und Frankreich haben die Macher des WM-Kalenders einen Schotter-Ausflug eingestreut. Und der geht auf die andere Seite des Globus, nach Australien.


In Down Under kann die Entscheidung in der Hersteller-Weltmeisterschaft fallen. Selbst bei einem Doppelsieg von Verfolger Citroën würde ein fünfter Rang von Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) oder Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) für die erfolgreiche Titelverteidigung durch Volkswagen ausreichen.


Doch dass der australische Busch für Überraschungen gut ist, zeigte die Rallye im letzten Jahr: Bis 15 Kilometer vor dem Ziel sahen Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia wie die Weltmeister aus. Dann wurde das Ergebnis noch einmal gründlich umgekrempelt und diese Entscheidung auf die Rallye Frankreich vertagt.


Was nichts an der Überlegenheit des Duos Ogier/Ingrassia und Volkswagen als Team änderte. Die beiden Franzosen fuhren 19 von 22 möglichen Bestzeiten, jeweils eine weitere Bestzeit steuerten Latvala und Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) bei. „Die Rallye Australien ist ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe das Layout der Wertungsprüfungen und fühle mich dort immer gut“, blickt Weltmeister Ogier voraus, der bei der zurückliegenden Rallye Deutschland nach einem Unfall das Ziel nicht sah. „Zum Glück geht es Julien und mir rundum gut. Wir haben zur Sicherheit einige medizinische Tests absolviert, die ein durchgehend positives Ergebnis ergaben.“


Unabhängig vom Titelkampf bei den Herstellern kann in Australien auch eine Vorentscheidung in der Fahrerwertung fallen. Dass ein Volkswagen Pilot Weltmeister wird, steht zwar bereits fest. Aber welcher?


Die besten Chancen, Tabellenführer Sébastien Ogier noch einzuholen, hat Jari-Matti Latvala. „Wir wechseln von Asphalt auf Schotter, was immer etwas schwieriger ist als umgekehrt“, sagte der Finne. Mit einem Test auf finnischem Schotter holte er sich das Gefühl für die unterschiedlichen Bremspunkte zurück. Eine Besonderheit der Rallye Australien ist außerdem, dass die Schotterwege an einigen Stellen durch Asphalt-Landstraßen unterbrochen sind, wo – natürlich immer mit Schotter-Reifen – hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. „Wir brauchen deshalb zwei verschiedene Fahrzeugabstimmungen“, erklärt Latvala. „Für die Wertungsprüfungen im Wald am ersten Tag eine weiche, danach eine härtere.“


Im Gegensatz zu 2013, als Sébastien Ogier das Qualifying gewann und sich die bei Schotter-Rallyes beste Startposition im Mittelfeld aussuchen durfte, wird dieses Mal am ersten Tag nach WM-Stand gestartet. Das bedeutet: Tabellenführer Ogier geht als Erster auf die Strecke, dann folgen Latvala und Mikkelsen. Die noch später startenden Konkurrenten finden bereits eine sauber gefegte Ideallinie vor. „Das spielt den Kollegen natürlich in die Hände und macht die Aufgabe für uns umso schwieriger“, beschreibt Ogier.


Mit guten Erinnerungen kommt Andreas Mikkelsen nach Coffs Harbour – im letzten Jahr führte der Norweger die Rallye Australien sogar kurzfristig an. Der Respekt vor den Wertungsprüfungen ist hoch. „Im Wald muss man viele Kurven blind einlenken, da man den Verlauf nicht einsehen kann. Man kann ganz leicht einen Fehler machen und sich die Rallye ruinieren.“ Besonderes Augenmerk legt Mikkelsen auf die WP Nambucca. „Sie ist mit knapp 50 Kilometern nicht nur die längste, sondern womöglich auch die schwierigste der gesamten Rallye.“


Insgesamt stehen 20 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 313 Kilometern auf dem Programm. Start ist am Freitag um 8:30 Uhr (0:30 Uhr deutscher Zeit), Ziel am Sonntag um 17:00 Uhr (9:00 Uhr).


Streckenprofil

Vollgas in Down Under.

Das pure Fahrvergnügen.

Auf dem harten und festen Schotter können die Fahrer befreit Gas geben, ohne sich allzu viele Gedanken über Reifenschäden zu machen.

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Backstage

Der große Wurf.

Einst Jagdwaffe, nun Sportgerät.

Einen Bumerang so zu werfen, dass er auch wieder zurückkommt, erfordert die richtige Technik.

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