Rallye Spanien 2014.

 

Wieder Weltmeister! Ogier und Ingrassia verteidigen WM-Titel mit Volkswagen.

 

Die alten Weltmeister sind auch die neuen: Mit einem Sieg bei der Rallye Spanien haben Sébastien Ogier und Julien Ingrassia (erneut den Rallye-WM-Titel in der Fahrer- und Beifahrerwertung geholt. Der siebte Triumph in der aktuellen Saison bedeutete, dass die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila, die mit Platz zwei den zehnten Doppelsieg für Volkswagen perfekt machten, die beiden Franzosen in der Gesamtwertung der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) nicht mehr einholen können. Vor der letzten Rallye der Saison in Großbritannien liegen Ogier/Ingrassia mit einem Vorsprung von 31 Punkten uneinholbar vorn. Den dritten Platz an der Costa Daurada sicherten sich Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (Ford). Das dritte Volkswagen Duo Andreas Mikkelsen/Ola Fløene hat in Spanien ebenfalls für eine Vorentscheidung gesorgt: Die beiden Norweger sind durch die sechs Punkte für Platz sieben und dem einen Punkt für Platz drei in der Power Stage in der Gesamtwertung nicht mehr von Rang drei zu verdrängen.

 

Weltmeister in Fahrer- und Beifahrer-Wertung, zum zweiten Mal in Folge: Sébastien Ogier und Julien Ingrassia sind das erst vierte Duo seit 1977, dem die erfolgreiche Titelverteidigung gelang. Der neunte Schampus-Korken der Saison knallte für Ogier und Ingrassia damit auf dem Podium der Rallye Spanien besonders schön: Sieben Siege, zudem zwei zweite Plätze bedeuteten den frühzeitige Titelgewinn.

 

Den Weg zur frühzeitigen Titelverteidigung machten Sébastien Ogiers und Julien Ingrassias Teamkollegen nicht gerade bereitwillig frei. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila hielten bis zur Ziellinie den Druck hoch. Ein entsprechend packendes Duell entwickelte sich bis zum Schlusstag. Zwar büßten Latvala/Anttila am Freitag auf Schotter 36,6 Sekunden ein – an den folgenden beiden Tagen verkürzten sie ihn auf Asphalt Stück für Stück auf 11,3 Sekunden.

Sébastien Ogier: „Ein großartiges Gefühl, zum zweiten Mal Weltmeister zu werden! Ich bin einfach überglücklich, denn diese Titelverteidigung war wirklich hart erkämpft. Vor allem mein Teamkollege Jari-Matti Latvala hat in den vergangenen Monaten eine unglaublich starke Leistung gezeigt. Jetzt ist die Freude und Erleichterung bei Julien und mir riesengroß. Mein großer Dank gilt unserem fantastischen Team bei Volkswagen.“

 

Jari-Matti Latvala: „Gratulation an Sébastien Ogier und Julien Ingrassia, sie haben hier in Spanien eine starke Leistung gezeigt und sind die verdienten Weltmeister. Mein Beifahrer Miikka und ich haben versucht, den Kampf um den Titel so lange wie möglich offen zu halten. Leider haben wir am Freitag auf Schotter zu viel Zeit eingebüßt, als dass wir den Rückstand auf Asphalt noch hätten wettmachen können.“

 

Andreas Mikkelsen: „Erst einmal meinen aufrichtigen Glückwunsch an meine Teamkollegen Sébastien Ogier und Julien Ingrassia zum Titelgewinn. Sie haben sich durchgesetzt, obwohl es ihnen Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila nicht leicht gemacht haben. Hut ab auch vor dieser Leistung. Was meine persönliche Rallye angeht, hatte ich mir natürlich mehr vorgenommen, als am Ende Siebter zu werden. Dennoch bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Ein Plattfuß hat mich am Samstag über zwei Minuten gekostet. Ohne das wäre ein Platz auf dem Podium möglich gewesen.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor: „Ein würdiger Sieger eines großartigen Duells über die gesamte Saison. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia sind verdient alte und neue Rallye-Weltmeister*. Sie haben dem Druck von Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila perfekt standgehalten, ihren Vorsprung clever verwaltet und sind als Sieger aus diesem Duell hervorgegangen. Dem gebührt allerhöchster Respekt. Alle drei Fahrer haben eine herausragende Leistung gezeigt, leider hatten Andreas Mikkelsen und Ola Fløene am Samstag etwas Pech und haben unverschuldet über zwei Minuten verloren. Mit elf Siegen in einer Saison hat Volkswagen einen neuen Rekord aufgestellt. Das ist der Verdienst des gesamten Teams vor Ort, in Hannover und Wolfsburg. Alles in allem einfach ein großer Tag für Séb, Julien und Volkswagen.“


Ogier und Ingrassia triumphieren und sind zum zweiten Mal in Folge Rallye-Weltmeister. Das Video.


Rallye Spanien 2014: Endstand

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:46:44.6 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:46:55.9 +11.3  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:46:55.9 +1:42.2  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:48:57.9 +2:13.3  
5 D. Sordo / M. Marti 3:49:06.8 +2:22.2  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 3:50:45.6 +4:01.0  
7 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:50:47.5 +4:02.9  
8 M. Prokop / J. Tománek 3:54:51.4 +8:06.8  
9 H. Paddon / J. Kennard 3:55:57.0 +9:12.4  
10 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 3:59:24.4 +12:39.8  

Impressionen.


Die Rallye im Detail

Sie wollen es ganz genau wissen? Bitte schön, hier finden Sie den detaillierten Rückblick. Erleben Sie die Berichterstattung über die Rallye Spanien des Jahres 2014 noch einmal hautnah: Wertungsprüfung für Wertungsprüfung – Tag für Tag.

 

Klicken Sie sich durch die Bildergalerien des jeweiligen Tages und genießen Sie die Videos der jeweiligen Etappe. Komplettiert wird das Ganze durch die komplette Vorberichterstattung mit allen Berichten und Interviews. Viel Spass beim Stöbern!

 

Hier finden Sie die Ergebnisse, Platzierungen und Zeiten von jeder Wertungsprüfung.

Sonntag, 26.10.2014


Sébastien Ogier und Julien Ingrassia triumphieren bei der Rallye Spanien und sind zum zweiten Mal in Folge Rallye-Weltmeister.
Die Rallye Spanien. Das Video.


Aktuelle Bilder (34)
19:14 Uhr (MEZ)


Stand nach 17 von 17 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:46:44.6 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:46:55.9 +11.3  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:46:55.9 +1:42.2  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:48:57.9 +2:13.3  
5 D. Sordo / M. Marti 3:49:06.8 +2:22.2  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 3:50:45.6 +4:01.0  
7 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:50:47.5 +4:02.9  
8 M. Prokop / J. Tománek 3:54:51.4 +8:06.8  
9 H. Paddon / J. Kennard 3:55:57.0 +9:12.4  
10 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 3:59:24.4 +12:39.8  

14:50 Uhr (MEZ)

„Ein großartiges Gefühl!“

Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Ein großartiges Gefühl zum zweiten Mal Weltmeister zu werden! Ich bin einfach überglücklich, denn diese Titelverteidigung war wirklich hart erkämpft. Vor allem mein Teamkollege Jari-Matti Latvala hat in den vergangenen Monaten eine unglaublich starke Leistung gezeigt. Jetzt ist die Freude und Erleichterung bei Julien und mir riesengroß. Mein großer Dank gilt unserem fantastischen Team bei Volkswagen. Nicht nur, dass wir über die gesamte Saison ein großartiges Auto zur Verfügung hatten. Sondern bei uns herrscht ein einzigartiger Zusammenhalt. Egal, ob es gut oder schlecht läuft – das Team hält zu jeder Fahrercrew und das motiviert dich ungemein. Ich bin glücklich und stolz, Teil dieses Teams sein. Heute werden wir noch eine ordentliche WM-Party feiern, so viel ist klar!“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Gratulation an Sébastien Ogier und Julien Ingrassia, sie haben hier in Spanien eine starke Leistung gezeigt und sind die verdienten Weltmeister. Mein Beifahrer Miikka und ich haben versucht, den Kampf um den Titel so lange wie möglich offen zu halten. Leider haben wir am Freitag auf Schotter zu viel Zeit eingebüßt, als dass wir den Rückstand auf Asphalt noch hätten wettmachen können. Mit unserer Performance auf Asphalt war ich sehr zufrieden, auf losem Schotter hingegen wartet noch Arbeit auf uns. Das werden wir beim nächsten Test angehen, aber heute Abend wird die ganze Volkswagen Mannschaft erst einmal kräftig feiern.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Erst einmal meinen aufrichtigen Glückwunsch an meine Teamkollegen Sébastien Ogier und Julien Ingrassia zum Titelgewinn. Sie haben sich durchgesetzt, obwohl es ihnen Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila nicht leicht gemacht haben. Hut ab auch vor dieser Leistung. Was meine persönliche Rallye angeht, hatte ich mir natürlich mehr vorgenommen, als am Ende Siebter zu werden. Dennoch bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Ein Plattfuß hat mich am Samstag über zwei Minuten gekostet. Ohne das wäre ein Platz auf dem Podium möglich gewesen. Das war einfach Pech. Danach blieb mir nur noch, mit Thierry Neuville um Platz sechs zu kämpfen. Am Ende haben wir das Duell verloren, weil wir zu spät in die letzte Prüfung gestartet sind und dadurch zehn Sekunden Zeitstrafe bekommen haben. Aber immerhin haben wir noch einen Punkt in der Powerstage geholt – für Ola, der noch um Platz drei in der Beifahrer-Wertung kämpft.“

 

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Ein würdiger Sieger eines großartigen Duells über die gesamte Saison. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia sind verdient alte und neue Rallye-Weltmeister*. Sie haben dem Druck von Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila perfekt standgehalten, ihren Vorsprung clever verwaltet und sind als Sieger aus diesem Duell hervorgegangen. Dem gebührt allerhöchster Respekt. Alle drei Fahrer haben eine herausragende Leistung gezeigt, leider hatten Andreas Mikkelsen und Ola Fløene am Samstag etwas Pech und haben unverschuldet über zwei Minuten verloren. Mit elf Siegen in einer Saison hat Volkswagen einen neuen Rekord aufgestellt. Das ist der Verdienst des gesamten Teams vor Ort, in Hannover und Wolfsburg. Alles in allem einfach ein großer Tag für Séb, Julien und Volkswagen.“


14:30 Uhr (MEZ)

Eine Frage der Selbstbeherrschung.

Sébastien Ogier schreibt den Spanien-Sieg eisernem Festhalten an einer für ihn ungewöhnlichen Taktik zu.

Für Sébastien Ogier war der Weltmeistertitel 2014 härter erkämpft als sein erster im vergangenen Jahr. „Jari-Matti war ein extrem starker Gegner. Bei vielen Rallyes ging es zwischen uns beiden nur um Sekunden“, sagte der Franzose nach der Siegerehrung bei der Rallye Spanien. Auch nicht hilfreich war der kleine Durchhänger im Sommer mit schlechten Ergebnissen bei den WM-Läufen in Deutschland und Frankreich. „Zu diesem Zeitpunkt fehlte mir ein wenig die Motivation, weil ich gedanklich stark mit der Zukunft der Rallye-WM beschäftigt war“, gab Ogier zu. „Das zeigt, dass man nur Weltmeister werden kann, wenn man sich zu 100 Prozent konzentriert.“


So ganz nach dem Geschmack des alten und neuen Weltmeisters verlief auch die Rallye Spanien nicht. „Ich musste mich wirklich beherrschen, nicht mit Jari-Matti um jede Bestzeit zu kämpfen“, blickte Ogier zurück. Beifahrer Julien Ingrassia beschrieb die Strategie: „Nachdem wir am Freitag auf Schotter einen großen Vorsprung herausgefahren hatten, wollten wir auf den Asphalt-Prüfungen am Samstag und Sonntag kein Risiko mehr eingehen. Wir sind um jede gefährliche Stelle herumgefahren. Es war schon schwierig, angesichts der tollen Zeiten von Jari-Matti eisern bei dieser Taktik zu bleiben.“ Ungeduld ja, Sorgen nein. „Sorgen hätten wir uns erst gemacht, wenn der Vorsprung auf null zusammen geschmolzen wäre“, bekräftigte Ogier.


Jari-Matti Latvala suchte derweil nach Erklärungen für seine ungewohnte Formschwäche während der Schotter-Etappe. „Ich bin seit der Rallye Australien eigentlich nur auf Asphalt gefahren. Ich habe viel getestet, war bei der Rallylegend in San Marino dabei. Insgesamt waren das wohl 1.000 Kilometer Asphalt. Dabei habe ich offensichtlich das Gefühl für Schotter verloren.“ In seiner typischen offenen Art fasste der Vize-Weltmeister zusammen: „Am Freitag war ich auf einem anderen Planeten.“


Für das Saisonfinale bei der Rallye Großbritannien (13. bis 16. November) hat Latvala Revanche angekündigt. „Diese Rallye gehört zu meinen Lieblingsveranstaltungen. Dort schlage ich zurück.“ Eine Kampfansage, die Sébastien Ogier gerne annahm. „Ich bin froh, dass wir die Titelfrage schon in Spanien klären konnten. Dadurch kann ich in Wales unbeschwert Gas geben.“

 

Die passende Vorhersage dazu kam von Mikko Hirvonen (Ford), ebenfalls ein Siegkandidat auf den extrem rutschigen Schotterpisten im meist verregneten und vernebelten Wales: „Vielleicht sollten die Mechaniker schon mal die Anhänger klar machen, um uns alle aus dem Wald zu ziehen …“


13:00 Uhr (MEZ)

Er bewies heute ein weiteres Mal Nerven wie Drahtseile: Sébastien Ogier hat mit seinem Sieg bei der Rallye Spanien und der Verteidigung seines Weltmeistertitels eindrucksvoll demonstriert, dass er ein absoluter Vollprofi ist, der sich auch unter Hochdruck eines anstürmenden Teamkollegen Jari-Matti Latvala nicht aus der Ruhe bringen lässt. Zwischenzeitlich betrug der Abstand zwischen den WM-Kontrahenten mehr als eine halbe Minute. Die Lücke wurde kleiner und kleiner, doch der Champ blieb cool. Am Ende reichten dem Franzosen 11,3 Sekunden Vorsprung für den großen Triumph – unsere Zahl des Tages.


12:57 Uhr (MEZ)

Geschafft! Seb und Julien gewinnen in Spanien und sind zum zweiten Mal Rallye-Weltmeister.

 

Die Rallye-Weltmeister der Saison 2014 stehen fest: Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben ihre Titel in der Fahrer- und Beifahrerwertung verteidigt. Die Entscheidung fiel auf den letzten Kilometern. Ein packendes Teamduell zwischen dem französischen Duo Ogier/Ingrassia und den Verfolgern Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila faszinierte die Fans buchstäblich bis zur letzten Sekunde. Doch die 13 Sekunden Vorsprung, mit denen Seb und Julien die finale Wertungsprüfung angegangen waren, reichten am Ende aus – obwohl ein wie entfesselt fahrender Latvala kämpfte, als gäbe es kein Morgen, und absolut am Limit fuhr. Die Bestzeit auf der Power Stage ließ sich der geschlagene Finne allerdings nicht nehmen, während Ogier sich mit der viertschnellsten WP-Zeit begnügen konnte.

Und was sagt der „Wiederholungstäter“ zu seinem erneuten WM-Triumph? „Einfach fantastisch. Ich bin wirklich überglücklich, es war ein großartiges Wochenende voller Emotionen“, strahlte der neue alte Weltmeister. Herzlichen Glückwunsch, Seb und Julien!

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


11:45 Uhr (MEZ)

„Ich gebe niemals auf!“

Das war eine klare Ansage: Satte acht Sekunden hat Jari-Matti Latvala seinem führenden Teamkollegen Sébastien Ogier auf der vorletzten Wertungsprüfung (La Mussara 2) abgenommen. Der Vorsprung des Franzosen schrumpft damit auf nur noch 13,9 Sekunden. Eine wirklich enge Kiste – aber es sind auch nur noch 15,5 Kilometer, die den Franzosen vom Gesamtsieg und seiner Titelverteidigung als Rallye-Weltmeister trennen.

„Ich gebe niemals auf“, so Latvalas Statement bei der Zieleinfahrt. „Wir werden pushen bis zum Ende. Wenn Seb den Titel will, muss er dafür kämpfen“, kündigte der finnische Verfolger an.

Doch der Champion bleibt gelassen: „Es sind nur noch wenige Kilometer für uns. Cruisen ist angesagt, kein überflüssiges Risiko eingehen. Wir müssen es einfach packen“, entgegnete Ogier.

 

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10:10 Uhr (MEZ)

Bestzeiten alleine reichen nicht.

 

Jari-Matti Latvala kommt Sébastien Ogier näher – aber nicht schnell genug.

 

Luis Moya, zusammen mit Carlos Sainz zwei Mal Rallye-Weltmeister, hat ihm den Spitznamen „The Latin Finn“ verpasst. Und tatsächlich legt Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) auf Asphalt ein Tempo vor, das man normalerweise nur von spanischen oder französischen Rallye-Fahrern gewohnt ist. Auch am Sonntagmorgen fuhr der „südeuropäische Finne“ wieder zwei Bestzeiten. Dadurch verkürzte er den Rückstand zu Spitzenreiter Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) auf nur noch 21,9 Sekunden.

 

Aber der Schein trügt. Ogier hat alles unter Kontrolle. „Ich fahre extrem vorsichtig über die Stellen, an denen Reifenschäden drohen“, sagte der Franzose in der Pause vor den letzten beiden Prüfungen der Rallye. „Die paar Sekunden, die ich dabei verliere, machen mich nicht nervös.“

 

Dass Latvala immer noch nicht aufgegeben hat, zeigte ein Moment in der Prüfung Riudecanyes: An einer seit Jahren bekannten Stelle gilt es, zur Gaudi der Fans eine komplette Runde um einen Kreisel zu fahren. „Diese Stelle habe ich in der Vergangenheit immer zu früh angebremst. Dieses Mal habe ich den Bremspunkt viel später gelegt“, sagte Latvala. Dabei fuhr er allerdings auf der falschen Seite an einem Fahrbahnteiler vorbei – eine Handbremswende später war der Zeitgewinn wieder zunichte. „Der Bremspunkt war perfekt – nur halt für die falsche Kurve.“

 

Auch wenn der Weltmeistertitel langsam unerreichbar wird, seinen Humor hat Latvala nicht verloren.

 

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Stand nach 15 von 17 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:25:28.3 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:25:50.2 +21.9  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:27:02.3 +1:34.0  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:27:34.0 +2:05.7  
5 D. Sordo / M. Marti 3:27:46.4 +2:18.1  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 3:29:20.4 +3:52.1  
7 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:29:24.8 +3:56.5  
8 M. Prokop / J. Tománek 3:33:20.9 +7:52.6  
9 H. Paddon / J. Kennard 3:34:23.1 +8:54.8  
10 Y. Protasov / P. Cherepin 3:36:19.0 +10:50.7  

09:10 Uhr (MEZ)

Hochspannung vor den letzten 36 Kilometern.

 

Alfred Hitchcock hätte kaum ein spannenderes Drehbuch für die Rallye Spanien schreiben können. Im teaminternen Duell zwischen Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (#2) um den Sieg in Katalonien und den WM-Titel kämpft der Finne weiter um jede Sekunde. Auf der 15,55 Kilometer langen WP 15 namens Riudecanyes 1 fuhr er erneut Bestzeit.

 

In 10:00.1 Minuten kam Latvala ins Ziel – allerdings folgte Teamkollege Ogier nur 0,8 Sekunden dahinter. Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 (+3,1 Sekunden) machte den Dreifach-Erfolg für Volkswagen Motorsport auf der drittletzten Wertungsprüfung der Rallye Spanien 2014 perfekt.

 

Ogier führt vor den letzten beiden Wertungsprüfungen, die eine Gesamtlänge von rund 36 Kilometern haben, mit 21,9 Sekunden vor Latvala. Der Kampf um den Sieg und den WM-Titel ist damit weiterhin nicht entschieden. Mikkelsen belegt Rang sieben, konnte den Rückstand auf Hyundai-Pilot Thierry Neuville auf Platz sechs aber auf 4,4 Sekunden reduzieren.

 

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08:15 Uhr (MEZ)

Latvala geht volles Risiko, Ogier auf Nummer sicher.


Der letzte Tag bei der Rallye Spanien ist angebrochen – vielleicht wird es ein historischer für Volkswagen Motorsport: Sollte der Gesamtführende Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) seinen Vorsprung vor Verfolger und Teamkollege Jari-Matti Latvala (#2) halten, würde der Franzose seinen WM-Titel vorzeitig verteidigen. Schafft der Finne die Aufholjagd, fällt die Entscheidung beim Saisonfinale in Großbritannien.

 

Auf der ersten Wertungsprüfung des Sonntags, der 20,48 Kilometer langen La Mussara 1, konnte Latvala wieder einmal ein paar Sekunden auf Ogier gutmachen: Nach 11:08.3 Minuten kam der Volkswagen Pilot ins Ziel und war damit 4,6 Sekunden schneller als der Weltmeister, der hinter Kris Meeke (Citroën) die drittschnellste Zeit schaffte. Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 kam nach 11:18.9 Minuten als Fünfter ins Ziel.

 

In der Gesamtwertung führt Ogier vor den letzten drei von insgesamt 17 Wertungsprüfungen nun nur noch mit 22,7 Sekunden vor Latvala. Damit bleibt es spannend bei der Rallye Spanien – und im teaminternen Duell um den WM-Titel. Mikkelsen belegt den siebten Rang, hat aber nur noch gut zehn Sekunden Rückstand auf Hyundai-Pilot Thierry Neuville auf Rang sechs.    

 

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06:00 Uhr (MEZ)

Sonntag: die Wertungsprüfungen des dritten Tages.

Samstag, 25.10.2014


Finnische Attacke, französische Parade. Jari-Matti Latvala kämpft bei der Rallye Spanien um jede Sekunde. Das Video.


Aktuelle Bilder (25)
23:57 Uhr (MESZ)


Stand nach 13 von 17 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 3:04:14.5 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 3:04:41.8 +27.3  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:05:33.1 +1:18.6  
4 M. Østberg / J. Andersson 3:06:02.8 +1:48.3  
5 D. Sordo / M. Marti 3:06:24.9 +2:10.4  
6 T. Neuville / N. Gilsoul 3:07:50.6 +3:36.1  
7 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:08:02.7 +3:48.2  
8 M. Prokop / J. Tománek 3:11:45.5 +7:31.0  
9 H. Paddon / J. Kennard 3:12:43.0 +8:28.5  
10 Y. Protasov / P. Cherepin 3:14:05.1 +9:50.6  

19:00 Uhr (MESZ)

Der Faden wird dünner.

Nur 72 Kilometer bleiben Jari-Matti Latvala noch, um Sébastien Ogier einzuholen.

Auf 27,3 Sekunden ist der Vorsprung von Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) auf Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #1) zusammengeschmolzen. Doch das ist bei noch verbleibenden 72 Kilometern ein mehr als beruhigendes Polster. „Ich fahre morgen wieder so wie heute“, kündigte Ogier an. „Dort, wo Reifenschäden drohen, nehme ich Tempo heraus. Auf den sauberen Abschnitten wird attackiert.“


Damit spielte der Spitzenreiter auf eine Besonderheit der Straßen in den Bergen entlang der Costa Dorada an: Meist geht der Asphalt mit einer messerscharfen, bis zu 15 Zentimeter hohen Kante ins Bankett über. Beim Kurvenschneiden treffen die Reifen oft mit hoher Geschwindigkeit auf diesen Absatz, wenn sie vom Straßenrand zurück auf die Fahrbahn springen.


Das haut gelegentlich auch den stärksten Rallye-Reifen um. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) kann davon ein Lied singen. „In vielen Kurven musst du dich entscheiden: Entweder du fährst wie alle die schnelle Linie mit dem halben Auto runter vom Asphalt, dann riskierst du einen Reifenschaden. Oder du bleibst auf dem Asphalt. Weil der aber durch das Kurvenschneiden sehr schmutzig ist, musst du gehörig Tempo herausnehmen.“ Mikkelsen entschied sich im Kampf um Rang drei für die schnelle Linie – und fing sich prompt einen Reifenschaden ein. Mit 3:48,2 Minuten Rückstand ist der Norweger nur noch Siebter, allerdings nur 12,1 Sekunden hinter Thierry Neuville (Hyundai). „Das sollte am Sonntag zu schaffen sein“, sagte Mikkelsen.


Vor allem die 50 Kilometer lange Wertungsprüfung „Escaladei“ sorgte in Kombination mit der Mittagshitze für eine Extrembelastung der Reifen. „Viel länger hätte die Prüfung nicht sein dürfen, sonst hätte ich ernsthafte Probleme bekommen“, gab Ogier zu. Doch mit der Routine eines Weltmeisters rettete sich der Franzose ins Ziel – und fuhr sogar die Bestzeit. „Der Tag heute war vor allem mental hart“, sagte er bei der Einfahrt in den abendlichen Service. „Jari-Matti hat eine starke Leistung gezeigt. Ich durfte mir keinen Fehler leisten.“


Doch genau daran knüpft Latvala seine letzte Hoffnung, die Rallye Spanien doch noch zu gewinnen und damit den Kampf um die Weltmeisterschaft weiter offen zu halten. „Gerade die laufende Saison hat gezeigt, dass auch am Sonntag noch sehr viel passieren kann. Ich setze Sébastien weiter unter Druck und kann nur hoffen, dass er irgendwann vielleicht doch einen kleinen Fehler macht.“


18:20 Uhr (MESZ)

Der Samstag bei der Rallye Spanien stand ganz im Zeichen von Volkswagen Motorsport. Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 musste alles geben, um den Abstand auf Teamkollege Sébastien Ogier (#1) zu verkürzen. Die Folge: Die ersten drei Wertungsprüfungen des Tages gingen an den Finnen. Der Weltmeister antwortete mit der Bestzeit auf der WP 11, ehe Latvala mit seinem vierten WP-Sieg des Tages noch einmal ein wenig verkürzen konnte. Die 2,24 Kilometer kurze Abschluss-WP ging schließlich an Andreas Mikkelsen (#9).

 

Am Ende des Tages steht für Volkswagen Motorsport also eine hundertprozentige Ausbeute: Alle sechs Wertungsprüfungen gingen an einen Fahrer im Polo R WRC. Besser hätte es für den alten und neuen Team-Weltmeister wahrlich nicht laufen können. Bleibt abzuwarten, ob es auf den letzten vier Wertungsprüfungen der Rallye Spanien am Sonntag ähnlich erfolgreich weitergeht.


17:45 Uhr (MESZ)

Volkswagen Hattrick zum Abschluss des Tages.

Mit der 2,24 Kilometer kurzen Wertungsprüfung Salou ging die Rallye-Action in Spanien am Samstagabend zu Ende. Und auf dem kürzesten Teilabschnitt dieses Wochenendes zeigten die Volkswagen Piloten noch einmal ihre beeindruckende Dominanz: Alle drei Fahrer blieben innerhalb einer Sekunde und ließen die gesamte Konkurrenz hinter sich.

 

Der Sieg auf der WP 13 ging an Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9, der in 2:36.4 Minuten nur eine Zehntelsekunde vor Jari-Matti Latvala (#2) ins Ziel kam. Weitere sechs Zehntelsekunden dahinter komplettierte Sébastien Ogier im Polo R WRC #1 den Dreifach-Triumph für Volkswagen Motorsport. In der Gesamtwertung tat sich aufgrund der Kürze der WP kaum etwas: Ogier führt mit 27,3 Sekunden Vorsprung weiterhin vor Latvala, Mikkelsen liegt nach wie vor auf Rang sieben.

 

Am letzten Tag der Rallye Spanien gehen die Rallye-Piloten auf vier Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von rund 72 Kilometern. Sollte Ogier vor Latvala bleiben, würde der Franzose vorzeitig seinen WM-Titel verteidigen.

 

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16:30 Uhr (MESZ)

Der finnische Kämpfer gibt noch nicht auf.

Vor der zwölften Wertungsprüfung Colldejou 2 waren nur noch rund 100 Kilometer bei der Rallye Spanien 2014 zu absolvieren – doch Volkswagen Pilot Jari-Matti Latvala gibt trotz eines Rückstandes von mehr als 30 Sekunden auf Teamkollege Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) noch nicht auf.

 

Auf der 26,48 Kilometer lange WP 12 fuhr der Finne im Polo R WRC #2 in 15:40.6 Minuten die Bestzeit und nahm Ogier noch einmal fünf Sekunden ab. Der Franzose erzielte hinter Kris Meeke (Citroën) die drittbeste Zeit auf dem vorletzten Teilabschnitt des Samstags. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) kam mit 13 Sekunden Rückstand auf Latvala als Achtschnellster ins Ziel.

 

Weniger als 75 Wertungs-Kilometer vor dem Ende der Rallye Spanien am Sonntagmittag führt Weltmeister Ogier mit einer Gesamtfahrzeit von 3:01:37.4 Stunden vor Latvala (+27,9 Sekunden) und Ford-Pilot Mikko Hirvonen (+1:16.9 Minuten). Mikkelsen belegt den siebten Rang.

 

Zur Erinnerung: Sollte Ogier in der Gesamtwertung der Rallye Spanien vor Latvala bleiben, ist dem Franzosen der WM-Titel 2014 vor dem Saisonfinale in Großbritannien nicht mehr zu nehmen.

 

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15:25 Uhr (MESZ)

Der Weltmeister schlägt zurück.

Jari-Matti Latvala vor Sébastien Ogier – so hatte das Ergebnis auf den ersten drei Wertungsprüfungen des Samstags bei der Rallye Spanien gelautet. Nun schlug der Weltmeister zurück. Auf der 50,00 Kilometer langen WP 11 Escaladei 2 erzielte der Volkswagen Pilot im Polo R WRC #1 in 29:17.9 Minuten die Bestzeit vor seinem finnischen Teamkollegen, der mit einem Rückstand von 4,6 Sekunden als zweitschnellster Fahrer das Ziel erreichte.

 

Nach elf von 17 Wertungsprüfungen liegt Ogier damit nun 32,9 Sekunden vor seinem WM-Rivalen Latvala. Damit wird es für den Herausforderer immer schwieriger im Duell um die Rallye-Weltmeisterschaft 2014. Großes Pech hatte Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9, der sich einen Plattfuß einfuhr und fast drei Minuten auf die Konkurrenz einbüßte. Die Chancen auf den erhofften Podiumsplatz sind für den jungen Norweger damit wohl dahin, im Gesamtklassement rutschte er vom vierten auf den siebten Platz ab.

 

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13:50 Uhr (MESZ)

Finnische Katze, französische Maus.

Jari-Matti Latvala holt auf – wenn Sébastien Ogier es zulässt.

Der Abstand zwischen Spitzenreiter Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Verfolger Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) hat sich im Verlauf des Samstagvormittags zwar um rund acht auf jetzt noch 28,3 Sekunden verringert. „Mir ist aber klar, dass Sébastien in diesem Katz-und-Maus-Spiel die Fäden in der Hand hält“, erklärte Latvala bei der Einfahrt in den Mittagsservice.

Entsprechend entspannt plauderte Ogier aus dem Nähkästchen. „Wenn du dir die Zwischenzeiten anschaust, kannst du ganz eindeutig erkennen, wo ich die Zeit verloren habe – in den Abschnitten, wo die Kurven stark geschnitten werden“, beschrieb der Franzose. „Wegen der scharfen Kanten im Asphalt ist dort das Risiko sehr groß, dass man sich einen Reifenschaden einfängt. Deswegen bin ich an diesen Stellen besonders vorsichtig gefahren. Auf den sauberen Passagen war mein Tempo identisch mit dem von Jari-Matti.“

Latvala haderte immer noch mit seiner Leistung vom Freitag. „Gestern war ich auf Schotter einfach zu langsam, habe keinen Rhythmus gefunden. Vielleicht habe ich mich zu sehr auf die Asphalt-Prüfungen konzentriert.“ Dem Finnen, der am Vormittag alle drei Prüfungen gewann, bleibt wenig mehr, als sein Tempo beizubehalten. „Ich muss weiter Druck auf Sébastien ausüben, das ist meine einzige Chance.“

Am Nachmittag werden die beiden langen WPs noch einmal gefahren, darunter auch der extra anlässlich des Jubiläums der Rallye Spanien geschaffene 50-Kilometer-Hammer „Escaladei“. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) wartete im Mittagsservice schon sehnsüchtig auf die Informationen seiner Schotter-Spione. „Durch das Kurvenschneiden sind vor allem die letzten acht Kilometer der Escaladei-WP extrem schmutzig geworden. Ich möchte nicht von Schotter auf der Piste überrascht werden.“

Bereits am Vormittag hatte sich Mikkelsen einen Dreher geleistet. Dadurch konnte Mikko Hirvonen (Ford) vorbeigehen. 5,5 Sekunden beträgt Mikkelsens Rückstand vor der zweiten Schleife am Samstag. „Heute Morgen habe ich Mads Østberg überholt, heute Nachmittag ist Mikko Hirvonen fällig“, kündigte der Volkswagen Junior an.

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


Stand nach 10 von 17 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 2:16:33.9 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 2:17:02.2 +28.3  
3 M. Hirvonen / J. Lehtinen 2:17:25.8 +51.3  
4 A. Mikkelsen / O. Fløene 2:17:31.3 +57.4  
5 M. Østberg / J. Andersson 2:17:42.8 +1:08.9  
6 D. Sordo / M. Marti 2:18:14.1 +1:40.2  
7 T. Neuville / N. Gilsoul 2:19:36.4 +3:02.5  
8 M. Prokop / J. Tománek 2:19:50.0 +3:16.1  
9 R. Kubica / M. Szczepaniak 2:22:21.6 +5:47.7  
10 H. Paddon / J. Kennard 2:24:02.7 +7:28.8  

12:25 Uhr (MESZ)

Der Vorsprung schmilzt, die Spannung steigt.

Der eine hat die Ruhe weg – der andere fährt, als gäbe es kein Morgen: „Warum sollte ich mir Sorgen machen?“, entgegnete ein entspannter Sébastien Ogier nach der Zieleinfahrt der zehnten Wertungsprüfung (Colldejou 1). Letztere ging erneut an seinen Verfolger Jari-Matti Latvala, der mit seiner Bestzeit weitere 5,3 Sekunden gutmachte. Der Finne robbt sich langsam heran und wird auch nach der nun anstehenden Pause alles geben: „Druck auf Séb zu machen ist das Einzige, was ich jetzt tun kann. Er ist in einer komfortablen Position, aber ich werde um die WM kämpfen“, so die klare Ansage des Finnen.

Und noch ein Volkswagen Pilot macht Druck: Andreas Mikkelsen fuhr die drittschnellste Zeit hinter Jari und Séb. Der Norweger liegt nun nur noch fünfeinhalb Sekunden hinter Mikko Hirvonen und ist auf dem besten Wege, Rang drei im Gesamtklassement zurück zu erobern.

Nach der Servicepause geht der spanische Thriller in die nächste Runde – wir bleiben dran!

 

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11:17 Uhr (MESZ)

Mit dem Messer zwischen den Zähnen …

… war Jari-Matti Latvala auf dem mit 50 Kilometern längsten Teilstück der Rallye Spanien unterwegs – und es hat sich ausgezahlt: Der Finne fuhr eine weitere Bestzeit und knabberte seinem Teamkollegen Sébastien Ogier wieder ein Stückchen von dessen Vorsprung ab. Allerdings waren es nur zwei Sekunden, und der Franzose liegt immer noch mit über einer halben Minute vorn.

Latvala zeigte sich bei der Zieleinfahrt sehr zufrieden mit dem Setup seines Polo R WRC und kündigte an, den Druck weiter zu erhöhen: „Das Auto fühlt sich super an. Wir haben einen guten Fortschritt gemacht, müssen aber noch mehr pushen.“

Und der Spitzenreiter? „Mit meiner Zeit bin ich glücklich. Diese Wertungsprüfung war nicht einfach, weswegen wir nicht alles riskiert haben“, erklärte Ogier im Ziel.

Nicht ganz so gut lief es für den Dritten im Bunde: Andreas Mikkelsen hatte mit Untersteuern zu kämpfen und etwa sieben Kilometer vor dem Ende der Stage einen Dreher. Der Norweger verlor seinen zuvor eroberten dritten Platz im Gesamtklassement an Mikko Hirvonen (Ford) und liegt nun mit 8,4 Sekunden Abstand auf Platz vier.
 

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10:00 Uhr (MESZ)

Klare Ansage auf Asphalt.

Buenos días, muchachos! Am heutigen Samstag steht – ebenso wie für den gesamten Rest der Rallye Spanien ein reiner Asphalt-Tag an. Die erste Wertungsprüfung „Tivissa“, ein knapp vier Kilometer kurzer Abschnitt, ging an Volkswagen Pilot Jari-Matti Latvala, der mit einer Bestzeit von 2:25.6 Minuten brillierte und seinem Teamkollegen Sébastien Ogier eine Sekunde abnahm. Der Franzose ist als Gesamtführender aber nach wie vor mit einem Vorsprung von über 35 Sekunden vorn.

Andreas Mikkelsen hat unterdessen Platz drei erobert und seinen Landsmann Mads Østberg kassiert. Gleich im Anschluss folgt der mit 50 Kilometern längste Abschnitt „Escaladei“, der heute Nachmittag ein zweites Mal gefahren wird.

 

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06:30 Uhr (MESZ)

Eine Frage von Kopf und Technik.

Der Wechsel von Schotter auf Asphalt fordert nicht nur von den Mechanikern besondere Anstrengungen.

Der abendliche Sevice ist für die Mechaniker ohnehin schon stressig. Am Freitagabend wirbelten Ratschen, Schraubendreher und Druckluftschrauber im Camp von Volkswagen Motorsport noch ein bisschen schneller als sonst. Exakt 75 Minuten pro Auto standen zur Verfügung, um die drei Polo R WRC von Schotter- auf Asphalt-Konfiguration umzubauen.


Ausgewechselt wurden Stoßdämpfer, Federn, Getriebe, Antriebswellen sowie die Differenziale an Vorder- und Hinterachse. Außerdem wurden auch die Bremsen getauscht. Unter die Asphalt-Räder mit 18 Zoll Durchmesser passen deutlich größere Scheiben als unter die 15-Zoll-Schotter-Räder. Anschließend duckten sich die Polo R WRC geradezu auf die Fahrbahn – auf Asphalt wird viel weniger Bodenfreiheit benötigt als auf den rauen Schotterpfaden.


An jedem Auto dürfen gleichzeitig maximal acht, durch farbige Armbinden gekennzeichnete, Mechaniker arbeiten. Die Kollegen sind für Aufgaben im Hintergrund zuständig: Werkzeug und Ersatzteile anreichen, ausgebaute Komponenten verstauen. Deswegen werden beim sogenannten Flexi-Service auch alle Autos eines Teams nacheinander abgefertigt.


Doch nicht nur die Technik der Polo R WRC wurde für den geänderten Untergrund vorbereitet. Auch die Fahrer mussten umschalten. „Schotter- und Asphalt-Prüfungen erfordern einen komplett anderen Fahrstil“, beschrieb Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9). „Wir gehen am Freitagabend im Schotter-Modus ins Bett, und am Samstag müssen wir ohne Verzögerung in den Asphalt-Modus schalten.“ Für den Norweger ist diese Übung nach eigener Aussage nicht ganz einfach.


Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) hat mit der Umstellung von Schotter auf Asphalt dagegen weniger Probleme als in entgegengesetzter Richtung, wie es bei der Rallye Spanien 2013 noch gefordert war. „Auf Asphalt sind beispielsweise die Bremswege viel kürzer. Sich darauf einzustellen, ist mit weniger Risiko verbunden als umgekehrt. Wenn du auf Asphalt zu früh bremst, verlierst du höchstens Zeit. Wenn du auf Schotter so spät bremst, wie du es vom Asphalt gewohnt bist, landest du im Aus.“


Weniger groß ist die Umstellung für die Beifahrer. „Die Kommandos kommen schneller hintereinander als auf Schotter“, beschreibt Miikka Anttila, Copilot von Jari-Matti Latvala. Und Julien Ingrassia, der sich den Polo R WRC mit der Startnummer eins mit Sébastien Ogier teilt, sieht die Unterschied vor allem im Umfeld. „Nur für Asphalt-Wertungsprüfungen dürfen wir Sicherheitsteams einsetzen, die uns kurz vor dem Start Veränderungen auf der Strecke mitteilen. An diese Informationen rechtzeitig heranzukommen, ist manchmal ganz schön stressig. Vor allem, wenn wie hier in den Bergen, das Telefonnetz nur sehr unzuverlässig ist.“


Gefahren wird die Asphalt-Schleife fast komplett auf Landstraßen mit mal glattem, mal brüchigem Asphalt. Leitplanken oder hohe Kanten im Straßenbelag verhindern weitgehend das sonst beliebte Kurvenschneiden. Dessen negativer Nebeneffekt ist eine mit jedem Auto schmutziger werdende Fahrbahn – in Spanien kein großes Problem. „Deswegen bekommen wir hier viel weniger Informationen von unseren Safety Crews als zum Beispiel bei den Rallyes in Deutschland oder Frankreich“, erklärt Julien Ingrassia. Sein Pilot Sébastien Ogier fasst zusammen: „In Spanien kommt die Rallye dichter an die Rundstrecke heran als bei jedem anderen WM-Lauf.“


06:00 Uhr (MESZ)

Samstag: die Wertungsprüfungen des zweiten Tages.

Freitag, 24.10.2014


Beeindruckend unbeeindruckt. Sébastien Ogier setzt bei der Rallye Spanien ein deutliches Ausrufezeichen im Titelkampf. Das Video.


Aktuelle Bilder (22)
19:26 Uhr (MESZ)


Stand nach 7 von 17 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 1:29:04.0 0.0  
2 J. Latvala / M. Anttila 1:29:40.6 +36.6  
3 M. Østberg / J. Andersson 1:29:41.2 +37.2  
4 A. Mikkelsen / O. Fløene 1:29:41.3 +37.3  
5 M. Hirvonen / J. Lehtinen 1:29:45.4 +41.4  
6 R. Kubica / M. Szczepaniak 1:30:01.0 +57.0  
7 D. Sordo / M. Marti 1:30:28.9 +1:24.9  
8 M. Prokop / J. Tománek 1:31:22.2 +2:18.2  
9 T. Neuville / N. Gilsoul 1:31:33.5 +2:29.5  
10 N. Al-Attiyah / G. Bernacchini (WRC 2) 1:33:54.4 +4:50.4  

18:00 Uhr (MESZ)

Aufgegeben wird nicht.

Jari-Matti Latvala will auch die kleinste Chance nutzen, Sébastien Ogier noch einzuholen.

Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) ist weiter auf Kurs Titelverteidigung. Am Ende der Schotter-Etappe der Rallye Spanien liegt der Weltmeister an der Spitze der Gesamtwertung – die perfekte Ausgangsposition für die Asphalt-Prüfungen am Samstag. Ogier geht dann als letzter der Spitzenpiloten auf die Strecke und kann sein Tempo nach den vor ihm fahrenden Konkurrenten richten.


„Der Tag heute war wirklich harte Arbeit“, sagte der Franzose bei der Einfahrt ins Etappenziel in Anspielung auf den Nachteil, als Erster auf der Strecke den Straßenfeger für die nachfolgenden Konkurrenten spielen zu müssen. „Wir haben vom ersten Meter an attackiert, um auf keinen Fall zu weit hinter der Spitze zu liegen. Dass wir sogar die Führung übernehmen konnten, ist für mich selber ein wenig überraschend.“

 

Dabei legte Ogier Wert auf die Feststellung, nicht nur vom Staub-Schlucken der Konkurrenten profitiert zu haben. „Wir haben auf der Terra-Alta-Prüfung jeweils den entscheidenden Vorsprung auf dem etwa sechs Kilometer langen Asphalt-Abschnitt herausgefahren. Und hier hatte niemand unter Sichtbehinderung zu leiden.“

 

Teamkollege Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), Ogiers einziger Gegner im Titelkampf, kam dagegen sichtlich frustriert zurück in den Service. „Offensichtlich ist mein Schotter-Fahrtalent etwas eingeschlafen. Ich habe den ganzen Tag über keinen richtigen Rhythmus gefunden. Manchmal hatte ich ein Untersteuern, dann wieder ein Übersteuern. Dadurch hat mir das Vertrauen ins Auto gefehlt, das man braucht, um richtig schnell zu fahren.“

 

Latvala ist im Zwischenklassement zwar Zweiter, liegt allerdings bereits volle 36,6 Sekunden hinter Spitzenreiter Ogier. Über seine schwindenden Titelhoffnungen macht sich der Finne daher wenig Illusionen. „Unter normalen Bedingungen ist dieser Rückstand nicht mehr aufzuholen.“ Aufgeben kommt für Latvala trotzdem nicht in Frage. „Entscheidend wird die 50 Kilometer lange Prüfung am Samstag. Da kann viel passieren. Wenn es mir gelingt, meine Reifen in einem besseren Zustand zu halten als Sébastien, habe ich noch eine kleine Chance.“


Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) ist am Ende der Freitagetappe Vierter, nur 0,1 Sekunden hinter Mads Østberg (Citroën). „Dich schnapp‘ ich mir am Samstag“, versprach Mikkelsen seinem norwegischen Landsmann. Für den Rest der Rallye stehen Asphalt-Prüfungen auf dem Programm. Beim Abendservice bauten die Mechaniker die Autos entsprechend um. Dazu hatten sie ausnahmsweise 75 statt der üblichen 45 Minuten Zeit.


17:10 Uhr (MESZ)

Alle Augen blicken bei der Rallye Spanien auf das Duell um den WM-Titel zwischen Sébastien Ogier und Teamkollege Jari-Matti Latvala. Nur noch die beiden Volkswagen Piloten haben die Möglichkeit, Rallye-Weltmeister 2014 zu werden. Allerdings kann Ogier schon an diesem Sonntag seinen Titel vorzeitig verteidigen – der Franzose muss nur vor Latvala ins Ziel kommen. Und diese Vorgabe scheint Ogier nicht nur verinnerlicht zu haben, er setzt sie auch konsequent um.

 

Auf den ersten sieben Wertungsprüfungen der Rallye Spanien schaffte der Weltmeister von 2013 stets eine bessere Zeit als sein Konkurrent: 1,3 Sekunden, 1,7 Sekunden, 2,0 Sekunden, 19,2 Sekunden, 1,3 Sekunden, 0,2 Sekunden und 10,9 Sekunden betrug der Vorsprung Ogiers vor Latvala auf den ersten sieben Teilabschnitten. Somit liegt der Franzose in der Gesamtwertung bereits 36,6 Sekunden vor seinem finnischen Teamkollegen.

 

Noch ist allerdings nichts entschieden. Die zehn ausstehenden Wertungsprüfungen haben eine Gesamtlänge von 231,22 Kilometern – da kann noch viel passieren. Es bleibt also spannend im Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft 2014.


16:30 Uhr (MESZ)

Der perfekte Tages-Abschluss für den Weltmeister.

Ein perfekter Pilot mit einem perfekten Beifahrer in einem perfekten Auto – ergibt einen perfekten Rallye-Tag für Sébastien Ogier. Auf allen sechs Wertungsprüfungen der Rallye Spanien am Freitag erzielte der Franzose eine bessere Zeit als sein Teamkollege und WM-Konkurrent Jari-Matti Latvala. Auf der letzten WP des Tages setzte der Titelverteidiger noch einmal ein ganz besonderes Ausrufezeichen.

 

Mit einer Zeit von 22:46.1 Minuten fuhr Ogier auf der 35,68 Kilometer langen Wertungsprüfung Terra Alta 2 die Konkurrenz in Grund und Boden. Selbst die Volkswagen Piloten Latvala (+10,9 Sekunden) und Andreas Mikkelsen (+16,9 Sekunden) auf den Plätzen zwei und drei konnten nur bedingt mit dem Weltmeister mithalten.

 

Mit einer Gesamtzeit von 1:29:04.0 Stunden liegt Ogier nach sieben von insgesamt 17 Wertungsprüfungen klar in Führung. Latvala rückte auf den zweiten Platz vor, hat allerdings bereits 36,6 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen. Mikkelsen rundet auf Rang vier hinter Citroën-Pilot Mads Østberg das erneut starke Ergebnis von Volkswagen Motorsport ab.

 

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15:10 Uhr (MESZ)

Ogier hält Latvala auf Abstand.

Noch einmal zur Erinnerung: Am Sonntag könnte Volkswagen Pilot Sébastien Ogier seinen Titel verteidigen und zum zweiten Mal Rallye-Weltmeister werden. Verhindern kann das nur noch Teamkollege Jari-Matti Latvala, der bei der Rallye Spanien vor dem Franzosen landen muss. Doch der Finne im Polo R WRC #2 kommt nach einem durchwachsenen Vormittag einfach nicht näher an Ogier heran.

 

Auf der sechsten Wertungsprüfung Pesells 2 griff Latvala an und kam nach 14:48.8 Minuten ins Ziel. Doch Ogier hielt auf dem 26,59 Kilometer langen Teilabschnitt dagegen und war im Polo R WRC #1 erneut schneller als sein Teamkollege – wenn auch nur 0,2 Sekunden. Ogier beendete die Wertungsprüfung als Sechster, Latvala als Siebter. Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 landete auf dem starken zweiten Platz, nur knapp hinter dem WP-Sieger Thierry Neuville (Hyundai).

 

Der Belgier rückte durch den Erfolg in der Gesamtwertung etwas an Ogier heran. Der Weltmeister führt nach sechs von 17 Wertungsprüfungen aber weiterhin – mit einer Zeit von 1:06:17.9 Stunden. Mikkelsen belegt den vierten, Latvala den sechsten Rang. Der Rückstand des Finnen auf Ogier beträgt inzwischen 25,7 Sekunden.

 

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14:30 Uhr (MESZ)

Freie Fahrt für den Titelverteidiger.

Am Freitagnachmittag absolvieren die Rallye-Piloten noch einmal die drei Wertungsprüfungen des Vormittags. Ein Vorteil für Volkswagen Pilot Sébastien Ogier, der im Polo R WRC #1 zwar weiterhin als Erststarter auf die Schotterstrecken gehen, diese nun aber nicht mehr für die nachfolgenden Fahrer sauberfahren muss. Und der Weltmeister zeigte gleich auf der WP 5, was das für die Konkurrenz bedeutet.

 

Auf der 7,00 Kilometer langen Gandesa 2 sorgte Ogier in 4:23.0 Minuten für die Bestzeit. Hinter dem Franzosen folgte Teamkollege Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 mit der zweitschnellsten Zeit (+0,6 Sekunden). Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) verlor erneut wertvolle Zehntelsekunden auf Ogier und landete nur auf dem fünften Rang (+1,3 Sekunden).

 

Weltmeister Ogier konnte durch seinen zweiten WP-Sieg bei der Rallye Spanien 2014 auch seinen Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen. Nach fünf von 17 Wertungsprüfungen führt der Franzose mit einer Zeit von 51:29.3 Minuten vor Hyundai-Pilot Thierry Neuville (+9,9 Sekunden) und Mads Østberg im Citroën (+20,5 Sekunden). Mikkelsen (+23,3 Sekunden) und Latvala (+25,5 Sekunden) folgen auf den Plätzen fünf und sechs.

 

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12:40 Uhr (MESZ)

Vorteil Sébastien Ogier.

Im Titelduell mit Jari-Matti Latvala hat der Titelverteidiger alle Trümpfe auf der Hand. 

Das perfekte Spätsommerwetter an der Costa Dorada ist großartig für die Zuschauer. Die Fahrer sind da etwas anderer Meinung. Bei Temperaturen um die 30 Grad und Windstille in den Bergen zogen die Rallye-Autos riesige Staubwolken hinter sich her, die an einigen Stellen extrem lange in der Luft hängen blieben. Trotz eines auf drei Minuten verlängerten Startabstands – normalerweise sind es zwei Minuten – beklagten sich viele Piloten über Sichtbehinderungen.


„Das fühlt sich an, als würdest du gegen eine Mauer fahren“, sagte Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9), der die Mittagspause als Gesamt-Fünfter erreichte. „Von einer Sekunde auf die andere hast du null Sicht und kannst nur hoffen, dass du noch auf der Straße bist.“ Diese Probleme traten besonders auf der Wertungsprüfung Terra Alta auf, mit knapp 36 Kilometern die längste der Freitagetappe. Die Folge waren ungewöhnlich große Unterschiede in den Fahrzeiten.


Unfreiwilliger Nutznießer war Sébastien Ogier (Polo R WRC #1). Als Tabellenführer startete er am Morgen jeweils als Erster. Was bei anderen Schotter-Rallyes ein klarer Nachteil ist, weil der Spitzenreiter die Ideallinie für die nachfolgenden Fahrer von losem Schotter befreit, entpuppt sich in Spanien als Vorteil – Ogier hatte als Einziger klare Sicht.


„Vor allem in der Terra-Alta-Prüfung habe ich voll attackiert“, verriet der Franzose bei der Einfahrt in den Mittagsservice. Die überlegene Bestzeit war der verdiente Lohn. Nach der Vormittagsschleife führt Ogier mit 8,5 Sekunden Vorsprung vor Thierry Neuville (Hyundai).


Überhaupt nicht nach Plan verliefen die ersten Prüfungen des Freitags für Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2), Ogiers einziger Gegner im Titelkampf. Auf der WP Terra Alta musste der Finne einmal einen Notausgang benutzen. „Ich habe im Staub eine Kurve zu spät gesehen. Zum Glück konnte ich an dieser Stelle geradeaus weiterfahren und mit einer Handbremswende umdrehen.“


Das war auf der WP Terra Alta aber nicht das einzige Problem für Latvala, der vor seinem Teamkollegen ins Ziel kommen muss, um seine Titelchancen zu wahren. „In dem sechs Kilometer langen Asphalt-Stück war ich zu vorsichtig, weil ich meine Reifen nicht ruinieren wollte“, sagte der Finne. Trotz eines Zeitverlusts von knapp 20 Sekunden und Rang sieben hat Latvala seinen Humor nicht verloren „Um mit meinem legendären Landsmann Markku Alén zu sprechen: Die Reifen an der Vorderachse sind viel zu heiß geworden. Vielleicht sind sie aber auch nicht richtig warm geworden. Ich habe keine Ahnung.“


Stand nach 4 von 17 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 S. Ogier / J. Ingrassia 47:06.3 0.0  
2 T. Neuville / N. Gilsoul 47:14.7 +8.4  
3 M. Østberg / J. Andersson 47:26.1 +19.8  
4 M. Hirvonen / J. Lehtinen 47:26.4 +20.1  
5 A. Mikkelsen / O. Fløene 47:29.0 +22.7  
6 R. Kubica / M. Szczepaniak 47:29.8 +23.5  
7 J. Latvala / M. Anttila 47:30.5 +24.2  
8 D. Sordo / M. Marti 47:42.2 +35.9  
9 E. Evans / D. Barritt 47:44.9 +38.6  
10 M. Prokop / J. Tománek 48:26.9 +1:20.6  

11:00 Uhr (MESZ)

Der Weltmeister macht sich aus dem Staub.

Die Bedingungen bei der Rallye Spanien sind weiterhin schwierig. Der Staub schränkt die Sicht fast aller Fahrer extrem ein – davon profitiert weiterhin der erste Starter im Feld: Volkswagen Pilot Sébastien Ogier. Zwar hat der Weltmeister auf der schmutzigen Schotterstrecke die schwierigsten Bedingungen, was den Grip angeht, dafür behält er aber den Durchblick.

 

Auf der 35,68 Kilometer langen Wertungsprüfung Terra Alta 1 erzielte Ogier seine erste Bestzeit bei der Rallye Spanien 2014. In 23:26.1 Minuten verwies der Volkswagen Pilot den Belgier Thierry Neuville im Hyundai auf den zweiten Platz (+8,5 Sekunden), Citroën-Pilot Mads Østberg (+11,9 Sekunden) folgte auf Rang drei. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) verlor ebenso wie Andreas Mikkelsen (#9) fast 20 Sekunden auf seinen Teamkollegen.

 

Auch in der Gesamtwertung übernahm Ogier nach dem Erfolg auf der WP 4 erstmals die Führung: Mit einer Zeit von 47:06.3 Minuten liegt der Weltmeister 8,4 Sekunden vor Neuville und 19,8 Sekunden vor Østberg. Mikkelsen und Latvala folgen auf den Plätzen fünf und sieben.

 

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09:55 Uhr (MESZ)

Ogier nutzt den Dunst der Stunde.

Auf der dritten Wertungsprüfung der Rallye Spanien mussten die Rallye-Piloten erstmals eine längeres Teilstück zurücklegen. Die 26,59 Kilometer lange WP 3 Pesells 1 machte den Piloten aber nicht in Sachen Ausdauer Probleme – Ärger machte vor allem der viele Staub im trockenen Katalonien, der die Sicht stark behinderte.

 

Freie Fahrt hatte entsprechend nur Sébastien Ogier im Polo R WRC #1, der als erster Fahrer auf die Strecke gehen musste – und der Weltmeister nutzte seinen Vorteil perfekt: In 15:28.7 Minuten erzielte der Volkswagen Pilot die zweitbeste Zeit auf der WP 3 vor Hyundai-Pilot Thierry Neuville (+1,5 Sekunden) und Teamkollege Jari-Matti Latvala im Polo R WRC #2 (+2,0 Sekunden). Nur Hayden Paddon (Hyundai) konnte Ogier als elfter Starter auf saubergefegter Strecke noch übertrumpfen.

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) kam mit sieben Sekunden Rückstand auf Ogier ins Ziel und musste seine Führung in der Gesamtwertung abgeben. Nach drei von 17 Wertungsprüfungen führt Neuville mit einer Zeit von 23:40.1 Minuten, Weltmeister Ogier lauert aber mit nur einer Zehntelsekunde Rückstand hinter dem Belgier. Mikkelsen und Latvala folgen auf den Plätzen vier und fünf.

 

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09:15 Uhr (MESZ)

Mikkelsen verteidigt Führung, Latvala verliert Zeit auf Ogier.

Nach dem spektakulären Auftakt auf den Straßen von Barcelona am Donnerstagabend ging es bei der Rallye Spanien am Freitagmorgen erstmals auf die Schotterpiste. Die drei Volkswagen Piloten mussten laut Reglement als erste Fahrer auf die Strecke und hatten auf dem schmutzigen Untergrund die schwierigsten Bedingungen. Dennoch zeigte das Trio auf der 7,00 Kilometer langen Wertungsprüfung Gandesa 1 eine beeindruckende Leistung.

 

Andreas Mikkelsen im Polo R WRC #9 erzielte in 4:29.2 Minuten die beste Zeit der Volkswagen Piloten und landete auf dem sechsten Rang. Weltmeister Sébastien Ogier (#1) benötigte nur 1,4 Sekunden mehr als der Norweger und wurde Achter, Jari-Matti Latvala (#2) fuhr auf Platz elf und verlor im Kampf um den WM-Titel 1,7 Sekunden auf den Weltmeister. Den Sieg auf der WP 2 sicherte sich Kris Meeke (Citroën) in 4:26.3 Minuten.

 

In der Gesamtwertung konnte Mikkelsen dank seines starken Auftritts auf den Straßen von Barcelona die Führung verteidigen, Ogier (+3,2 Sekunden) und Latvala (+6,2 Sekunden) belegen die Plätze vier und sieben.

 

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08:00 Uhr (MESZ)

Freitag: die Wertungsprüfungen des ersten Tages.

Donnerstag, 23.10.2014


Spannung in Spanien. Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala kämpfen um den WM-Titel. Das Video.


Aktuelle Bilder (23)
20:24 Uhr (MESZ)


Stand nach 1 von 17 Wertungsprüfungen

Position Fahrer / Beifahrer Zeit Abstand  
1 A. Mikkelsen / O. Fløene 3:39.1 0.0  
2 S. Ogier / J. Ingrassia 3:40.9 +1.8  
3 T. Neuville / N. Gilsoul 3:42.0 +2.9  
4 J. Latvala / M. Anttila 3:42.2 +3.1  
5 D. Sordo / M. Marti 3:42.7 +3.6  
6 K. Meeke / P. Nagle 3:43.1 +4.0  
7 M. Østberg / J. Andersson 3:43.7 +4.6  
8 M. Hirvonen / J. Lehtinen 3:45.0 +5.9  
9 M. Prokop / J. Tománek 3:46.3 +7.2  
10 H. Paddon / J. Kennard 3:47.5 +8.4  

21:20 Uhr (MESZ)

Mikkelsen „all in“ beim Reifenpoker.

 

Bestzeit für den Norweger dank ungewöhnlicher Wahl.

 

Grandioser Auftakt zur Rallye Spanien. Vor Tausenden von Zuschauern ging in der Innenstadt von Barcelona zum ersten Mal eine Super-WP über die Bühne. Bei perfektem Spätsommerwetter traten alle Fahrer reglementgemäß auf Schotter-Reifen an. Volkswagen Partner Michelin stellte dazu eine harte und eine weiche Mischung zur Verfügung. Die Kombination blieb jedem Team selbst überlassen. 

 

Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) war der Sieger im Reifenpoker. Der Norweger entschied sich nicht nur für zwei weiche Reifen auf der rechten Seite und zwei harte links. Auf dem Weg zur 3,2 Kilometer kurzen Barcelona-WP schrubbte er außerdem noch so viel Profil wie möglich herunter. „Je weniger Profil die Schotter-Reifen draufhaben, umso weniger rutschen sie auf Asphalt“, erklärte Mikkelsen. 

 

So erzielte er die Bestzeit mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), der sich für eine sogenannte Cross-Bereifung entschied: jeweils einen harten und einen weichen Reifen über Kreuz an Vorder- und Hinterachse. „Das war nicht die beste Wahl. Aber die Rallye beginnt ohnehin erst morgen richtig“, nahm’s der Franzose locker. Ob sich Mikkelsens „all in“ im Reifenpoker gelohnt hat, wird erst der Freitag zeigen. „Ich habe Reifen aus dem Kontingent für morgen genutzt. Das ist zwar riskant, aber ich denke, es war die richtige Entscheidung.“

 

Nicht ganz zufrieden war Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) mit seiner Reifentaktik. „Ich habe vorne rechts einen weichen Reifen aufgezogen, der Rest waren harte. Das war nicht optimal“, analysierte der Finne, der mit 3,1 Sekunden Rückstand auf Andreas Mikkelsen als Viertschnellster gewertet wurde.

 

Die Rallye Spanien wird am Freitag fortgesetzt mit sechs Schotter-Prüfungen mit einer Gesamtlänge von knapp 140 Kilometern. 


19:10 Uhr (MESZ)

Mikkelsen überrascht auf den Straßen von Barcelona.

Welch ein Auftakt für Volkswagen Motorsport bei der Rallye Spanien: Sébastien Ogier (Polo R WRC #1), Jari-Matti Latvala (#2) und Andreas Mikkelsen (#9) fuhren dank einer hervorragenden Leistung auf dem 3,20 Kilometer langen Straßenkurs in Barcelona auf die Plätze eins, zwei und vier. Etwas überraschend war allerdings die Reihenfolge.

 

Vor Tausenden begeisterten Rallye-Fans in der katalanischen Metropole sicherte sich Mikkelsen in 3:39.1 Minuten die Bestzeit auf der ersten von insgesamt 17 Wertungsprüfungen. Weltmeister Ogier kam mit 1,8 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz. Hinter dem Drittplatzierten Thierry Neuville (Hyundai) landete Latvala mit 3,1 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit auf Rang vier.

 

Hier finden Sie alle Ergebnisse im Überblick.


12:00 Uhr (MESZ)

Minimalprogramm vor Barcelona-Premiere.

 

Reduzierter Shakedown in Salou, Spannung vor Super-WP in der katalanischen Metropole.

 

Mit gebremstem Elan gingen die drei Volkswagen Piloten den Shakedown vor der Rallye Spanien an. „Die Shakedown-Prüfung ist leider nicht repräsentativ für den Rest der Rallye. Ein paar Meter Asphalt, ein paar Meter Schotter, das ist zu wenig, um noch irgendwelche Erkenntnisse für die Abstimmung zu bekommen“, sagte Sébastien Ogier (Polo R WRC #1).  Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) ergänzte: „Wir sind die zwei Runden gefahren, die wir fahren müssen. Das war’s.“

 

Nur Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) gönnte sich drei Runden über den 2,94 Kilometer langen Shakedown. „Ich habe einen Satz weiche Reifen für die Super-WP heute Abend in Barcelona angefahren“, verriet der Finne. Dort muss nämlich mit Schotter-Reifen auf Asphalt gefahren werden – voraussichtlich die einzige Gelegenheit während der gesamten Rallye, bei der die weiche Variante der Schotter-Gummis zum Einsatz kommen wird.

 

Das Ergebnis des Shakedown geriet so zur Nebensache. Thierry Neuville (Hyundai) fuhr die Bestzeit mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung vor Ogier. Mikkelsen erzielte die sechstschnellste Zeit, Latvala wurde Siebter.

 

Die zum ersten Mal ausgerichtete Super-WP im Stadtzentrum von Barcelona wird von allen Fahrern mit Spannung erwartet. „Barcelona ist eine tolle Stadt. Dort zu fahren, ist etwas ganz Besonderes“, sagte Ogier. „Es werden bestimmt unglaublich viele Zuschauer kommen, von denen einige zum ersten Mal mit Rallye-Sport in Berührung kommen“, blickte Mikkelsen voraus. „Ein Lob an den Veranstalter, dass er diese Show realisiert bekommen hat.“

 

Im Mittelpunkt des vorletzten WM-Laufs der Saison 2014 steht natürlich das Duell zwischen Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala um den Fahrertitel. „Der Ball liegt bei mir“, ist sich Latvala bewusst. „Für Taktik habe ich keinen Spielraum, ich muss gewinnen.“ Ogier kann sich dagegen entspannen. „Ich habe bereits einen Weltmeistertitel aus dem letzten Jahr, außerdem 27 Punkte Vorsprung. Ich spüre keinen sonderlichen Druck“, sagte der Franzose, der wie seine beiden Teamkollegen gerade seinen Vertrag mit Volkswagen Motorsport verlängert hat.

 

Entscheidend wird nach Ansicht beider Titelkontrahenten die Schotter-Schleife am Freitag. „Auf Schotter sind die Abstände meist größer als auf Asphalt“, analysierte Latvala. „Auf Schotter verlierst du schnell 30 Sekunden. Auf Asphalt kannst du froh sein, wenn du drei Sekunden aufholst.“


10:00 Uhr (MESZ)

Donnerstag: die Wertungsprüfung des Tages.

Vorberichte


Montag, 20.10.2014


15:00 Uhr (MESZ)

Der Mix macht’s.

Als einziger WM-Lauf führt die Rallye Spanien jeweils zur Hälfte über Asphalt und Schotter.

Das Titelduell zwischen Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) und Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) geht ins Halbfinale. Mit 27 Punkten Vorsprung vor seinem finnischen Teamkollegen reist der amtierende Weltmeister aus Frankreich zur Rallye Spanien. Holt Ogier beim vorletzten WM-Lauf der Saison nur zwei Zähler mehr, ist ihm der zweite Titel in Folge sicher. Wenn nicht, wird die Entscheidung auf das Finale bei der Rallye Großbritannien verschoben.


„Der Druck lastet auf Jari-Matti“, gibt sich Ogier entspannt, der im vergangenen Jahr nach spannendem Duell mit Latvala die Rallye Spanien gewinnen konnte. Doch der hat die Flinte noch keineswegs ins Korn geworfen. „Solange ich eine theoretische Chance auf den Titel habe, gebe ich nicht auf“, sagte Latvala. „Wir Finnen sind nun einmal so.“ Dem 29-Jährigen ist aber klar: „Alles andere als ein Sieg hilft mir nicht weiter.“ Die Zeichen stehen gar nicht so schlecht. Vor knapp drei Wochen feierte Latvala bei der Rallye Frankreich den ersten Asphalt-Sieg seiner Karriere. Auf jenem Untergrund also, auf dem Franzosen seit mehr als einem Jahrzehnt als praktisch unschlagbar galten.


Die Rallye Spanien führt allerdings nicht ausschließlich über Asphaltstraßen. Die erste Etappe besteht fast komplett aus Schotter-Wertungsprüfungen, bevor am Samstag und Sonntag auf festen Untergrund gewechselt wird. Damit hat der spanische WM-Lauf eine Ausnahmestellung.


Komplett neu ist eine Wertungsprüfung im Stadtzentrum von Barcelona, die am Donnerstagabend nach dem Showstart (13:00 Uhr) im Urlaubsort Salou gefahren wird. Die 3,20 Kilometer lange WP besteht aus zwei Runden auf dem Gelände der Weltausstellung von 1929 am Fuße des Montjuic, wo früher auch die Formel-1-Rennstrecke verlief. Reglementbedingt müssen die Teams zu dieser Prüfung bereits mit Schotter-Reifen antreten – eine großartige Show mit abenteuerlichen Driftwinkeln ist den erwarteten Tausenden von Fans also sicher.


Alle anderen Wertungsprüfungen (Gesamtlänge 372,96 Kilometer) liegen in den Bergen der Coasta Dorada bei Salou, wo am Sonntag auch die Zielrampe (ab 13:06 Uhr) steht. Dann könnte möglicherweise auch Volkswagen Junior Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) ganz oben auf dem Podium stehen. Der Norweger feierte bei der zurück liegenden Rallye Frankreich mit Rang zwei sein bisher bestes WM-Ergebnis – seine Formkurve zeigt steil nach oben. „Der dritte Platz in der Jahreswertung ist mir bereits sicher. Ich kann in Spanien ohne Rücksicht auf taktische Gedanken voll auf Angriff fahren“, hat Mikkelsen seinen beiden Markenkollegen den Fehdehandschuh hingeworfen.


Freitag, 17.10.2014


11:10 Uhr (MESZ)

„Wir haben viel wiedergutzumachen.“ Statements aus dem Volkswagen Team.

 

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Unsere Heimrallye in Frankreich verlief sehr unglücklich für uns. Wir haben eine Menge wiedergutzumachen und für die Rallye Spanien bin ich umso motivierter. Julien und ich hatten in Frankreich die Gelegenheit den Titel zu verteidigen, das ist uns leider noch nicht gelungen. Ich bin jedoch voll und ganz davon überzeugt, dass wir in Spanien unseren Titel verteidigen werden. Vergangenes Jahr haben wir auch in Spanien gewonnen und ich fühle mich fantastisch. Ich mache viel Sport und bin topfit. Außerdem testen wir in Spanien unsere neuen Reifen. Mit denen waren wir zwar schon in Frankreich unterwegs und sie haben uns auch auf einigen Wertungsprüfungen schneller gemacht, doch die Bedingungen in Spanien sind komplett anders. Der Test in Spanien wird uns zusätzlich Selbstvertrauen geben.“

 

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Ich freue mich auf die Rallye Spanien, denn die mag ich sehr. Wir haben immer noch eine Chance, um die Weltmeisterschaft zu fahren. Zwei Rallyes vor Saisonende war ich noch nie in dieser Situation. Der erste Tag wird auf Schotter, die weiteren auf Asphalt ausgetragen. Ich denke, es könnte ein spannender Zweikampf zwischen Sébastien Ogier und mir werden. Und solange ich noch eine Chance habe, werde ich kämpfen. Die Oberfläche der Schotterprüfungen ist relativ hart, allerdings liegt eine feine, lose Schicht darüber. Der Straßenfeger-Effekt ist hier besonders hoch. Und ich könnte einen kleinen Vorteil dadurch haben. Auf der anderen Seite könnte aber auch in der Luft stehender Staub die Sicht behindern. Wie auch immer – die Streckencharakteristik liegt mir, ich mag die Rallye und wir haben ein gutes Set-up sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt, mit dem ich mich sehr wohl fühle.“

 

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Ich reise relativ entspannt nach Spanien, denn mein zweiter Platz in Frankreich hat meinen dritten Platz in der Gesamtwertung gefestigt. Das Resultat aus Frankreich war für mich wichtig, weil ich dadurch ein wenig Druck von meinen Schultern genommen habe. Das wird mir sicher dabei helfen, endlich meinen ersten Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft zu feiern. Bei der Rallye Spanien werde ich vermutlich ein etwas höheres Risiko gehen, um mein nächstes Ziel zu erreichen. Ich habe in dieser Saison drei zweite Plätze gefeiert und ich komme meinem ersten Sieg nun immer näher. Wenn es in Spanien noch nicht klappt, dann hoffentlich spätestens in Wales.“


Streckenprofil

Die richtige Mischung.

Verschiedene Untergründe in Spanien.

Die ersten beiden Tage werden auf Asphalt ausgetragen, der dritte Tag größtenteils auf Schotter.

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Backstage

Hoch hinaus.

Castells sind eine katalanische Tradition.

Schon seit vielen hundert Jahren bilden die Katalanen bei Festen beeindruckende Menschenpyramiden.

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