Die Saisonrückblicke.

Seit sieben Jahren ungeschlagen.

Volkswagen engagiert sich seit 2008 im ATS Formel-3-Cup und ist dort seit fünf Jahren im Titelkampf ungeschlagen. 2009 sicherte sich Laurens Vanthoor die Meisterschaft, 2010 folgte ihm Tom Dillmann als Gesamtsieger, 2011 gewann Richie Stanaway. 2012 holte sich der Schwede Jimmy Eriksson den Cup, 2013 wurde er vom 19-jährigen Leipziger Marvin Kirchhöfer abgelöst. Die Saison 2014 wurde vom Deutschen Markus Pommer dominiert.

2014

Der siebte Streich folgt sogleich.

Es war der siebte Triumph in Folge für Volkswagen als Motorenlieferant im ATS Formel-3-Cup: Markus Pommer vom Team Lotus krönte sich 2014 mit Volkswagen Power im Heck zum Champion der Serie. Der Neckarsulmer gewann 14 von 23 gefahrenen Rennen und sicherte sich bereits beim vorletzten Saisonlauf auf dem Sachsenring vorzeitig den Titel. Am Ende kam er auf die stolze Summe von 424 Punkten in der Meisterschaft. Die Freude des 19-Jährigen war riesig. „Es fühlt sich super an, ich konnte es zuerst gar nicht glauben. Aber jetzt kommen die Glücksgefühle. Ich habe zuerst ein paar Minuten gebraucht, um das zu realisieren“, strahlte Pommer nach dem Titelgewinn am Sachsenring.

Vizemeister mit 277 Punkten wurde Nabil Jeffri. Der Malaysier geht für das Team Motopark an den Start, das ebenfalls auf Volkswagen Motoren setzt. Und als „Abräumer der Jahres“ im ATS Formel-3-Cup darf man wohl Indy Dontje aus den Niederlanden bezeichnen: Der Lotus-Pilot kann sich nicht nur über einen starken dritten Platz im Gesamtklassement freuen, sondern gewann zusätzlich auch noch die Rookie-Wertung des Cups.

Gesamtwertung

Position Name (Nation) Fahrzeug Punkte
1. Markus Pommer Dallara F311 Volkswagen 424
2. Nabil Jeffri Dallara F311 Volkswagen 277
3. Indy Dontje Dallara F311 Volkswagen 266
4. Sam MacLeod Dallara F311 Volkswagen 243
5. Weiron Tan Dallara F311 Volkswagen 182
6. Nicolai Sylvest Dallara F311 Volkswagen 182
7. Andrés Méndez Dallara F311 Volkswagen 117
8. Nikita Zlobin Dallara F311 Volkswagen 109
9. Maximilian Hackl Dallara F311 OPC-Challenge 69
10. Santino Ferrucci Dallara F311 Mercedes 33
11. Sergey Trofimov Dallara F311 Volkswagen 12

2013

Ein Leipziger auf der Überholspur.

27 Rennen auf sieben verschiedenen Rennstrecken in Deutschland und Belgien – und ein Mann setzte allem die Korne auf. Der 19-jährige Marvin Kirchhöfer ist der Champion des ATS F3 Cup 2013! Der junge Leipziger bestand das „Abitur des Motorsports“ mit Auszeichnung: 13 Mal in dieser Saison stand er ganz oben auf dem Treppchen. Mit 511 Punkten hatte er seine Teamkollegen Artem Makelov (339) und Emil Bernstorff (334) klar im Griff. Die Trophywertung gewann der Deutsche Sebastian Balthasar.

 

Packender Kampf um Platz zwei

Im letzten Rennen wurde es noch einmal richtig spannend: In Hockenheim blickte alles auf Artem Markelov und Emil Bernstorff. Die beiden Piloten des Rennstalls Lotus lieferten sich vor insgesamt 21.200 Zuschauern einen echten Finalkrimi. Um den Vizemeistertitel einzukassieren, musste Bernstorff noch an Kirchhöfer vorbei, doch auch Versuche mit Unterstützung von Push-to-Pass reichen nicht mehr aus. Der Meister fuhr als Erster über die Ziellinie, gefolgt von Bernstorff und dahinter Markelov, der den Vizetitel damit in der Tasche hatte.

 

Tolle Saison mit jeder Menge Action

Es war eine Saison, die sicher in den Köpfen hängen bleiben wird. Schon alleine, wenn es um das Wetter in der Vorsaison geht. Viele Teams mussten ihre Tests wegen des Endlos-Winters mehrfach verschieben. Auf dem Nürburgring litt das Qualifying unter Eifelnebel. Action auf der Strecke gab es natürlich sowieso in Hülle und Fülle. Zu den Highlights der Saison zählt mit Sicherheit die grandiose Aufholjagd des Champions Kirchhöfer auf dem Lausitzring: Der Deutsche musste aufgrund eines Regelverstoßes vom letzten Platz starten, kämpfte sich aber durchs Feld und fuhr sensationell auf Rang drei. Ein klarer Beweis dafür, dass der Titel der Nachwuchsserie in guten Händen ist.

Gesamtwertung

Position Name (Nation) Fahrzeug Punkte
1 Marvin Kirchhöfer (D) Dallara F311 VW Power Engine 511
2 Artem Markelov (RUS) Dallara F311 VW Power Engine 339
3 Emil Bernstorff (GB) Dallara F311 VW Power Engine 334
4 Gustavo Menezes (USA) Dallara F311 VW Power Engine 241
5 John Bryant-Meisner (S) Dallara F311 VW Power Engine 215
6 Thomas Jäger (A) Dallara F311 VW Power Engine 117
7 Matteo Cairoli (I) Dallara F311 VW Power Engine 112
8 Nabil Jeffri (MAL) Dallara F311 VW Power Engine 79
9 Tomasz Krzeminski (PL) Dallara F311 VW Power Engine 69
10 Sebastian Balthasar (D) Dallara F311 Mercedes 54
11 Yannick Mettler (CH) Dallara F311 VW Power Engine 46
12 Jordi Weckx (B) Dallara F311 VW Power Engine 30
13 Hubertus-Carlos Vier (D) Dallara F307 Mercedes 14
14 Freddy Killensberger (D) Dallara F307 OPC-Challenge 14
15 Nicolai Sylvest (DK) Dallara F311 VW Power Engine 11
16 Aston Hare (ZA) Dallara F311 VW Power Engine 6
17 Thomas Amweg (CH) Dallara F307 Mercedes 6
18 Sheban Siddiqi (GB) Dallara F311 VW Power Engine 5
19 Maximilian Hackl (A) Dallara F307 OPC-Challenge 3
20 Nikita Zlobin (RUS) Dallara F311 VW Power Engine 3

2012

Jimmy macht es.

Er ist ein Spätstarter: Jimmy Eriksson fuhr mit 14 Jahren sein erstes Kartrennen – deutlich später als die meisten seiner Konkurrenten. Inzwischen ist der Schwede 21 Jahre alt und gilt als erfahrener, abgeklärter Bursche – dem alles zuzutrauen ist. So war es keine Überraschung, als Eriksson gleich im ersten Saisonrennen in den Dünen von Zandvoort die Nase vorn hatte, doch schon im zweiten Hauptrennen des Wochenendes meldete der Japaner Kimiya Sato ebenfalls Titelambitionen an. Sato legte auf dem Sachsenring mit zweimal 25 Punkten nach. In Spa und in Assen konterte Eriksson wieder.

 

Letzes Rennen. Frühe Entscheidung.

Und die Spannung stieg weiter: Auf dem Red Bull Ring dominierte plötzlich Tom Blomqvist. Auf dem Nürburgring erneut. Aber schon im Qualifying für die letzten drei Saisonrennen auf dem Hockenheimring machte Eriksson schließlich alles klar: Drei Punkte brauchte er noch für den Titel. Und die holte er sich frühzeitig: Sechs Zusatzpunkte für die schnellste und zweitschnellste Runde im Training sorgten bereits für die Entscheidung.

 

Kampf um Platz zwei.

Rookie Lucas Auer machte es deutlich spannender. Wie ein Routinier fuhr der erst 18 Jahre alte Neffe von Formel-1-Legende Gerhard Berger ein Rennen mit Köpfchen. Sein dritter Platz reichte für die Vizemeisterschaft und den Sieg im Sonax Rookie-Pokals. Das Nachsehen hatte Kimiya Sato, der zu Beginn der Saison so eindrucksvoll gefahren war: Ihm fehlten am Ende ganze 17 Punkte auf Auer.

Die Gesamtwertung:

Position Name / Nation Fahrzeug Punkte
1 Jimmy Eriksson / SWE Dallara F 311 VW Power-Engine 408
2 Lucas Auer / AUT Dallara F 311 VW Power-Engine 298
3 Kimiya Sato / JPN Dallara F 311 VW Power-Engine 281
4 Mitchell Gilbert / AUS Dallara F 311 VW Power-Engine 277
5 Tom Blomqvist / GBR Dallara F 311 VW Power-Engine 222
6 Rene Binder / AUT Dallara F 311 VW Power-Engine 191
7 Artem Markelov / RUS Dallara F 311 VW Power-Engine 155
8 Yannick Mettler / SUI Dallara F 311 VW Power-Engine 131
9 Dennis van de Laar / NED Dallara F 311 VW Power-Engine 110
10 Luca Stolz / GER Dallara F 311 VW Power-Engine 85
11 Alon Day / ISR Dallara F 311 VW Power-Engine 48
12 Sheban Siddiqi / GBR Dallara F 311 VW Power-Engine 30
12 John Bryant-Meisner / SWE Dallara F 311 VW Power-Engine 24
14 Daniel Abt / GER Dallara F 311 VW Power-Engine 18
15 Michela Cerruti / ITA Dallara F 311 VW Power-Engine 3

2011

And the winner is: Richie Stanaway.

Die Gesamtwertung:

Position Name / Nation Fahrzeug Punkte
1 Richie Stanaway / NZL Dallara F307 Volkswagen 181
2 Marco Sörensen / DEN Dallara F307 Mercedes 126
3 Klaus Bachler / AUT Dallara F307 Mercedes 79
4 Alon Day / ISR Dallara F307 Volkswagen 62
5 Hannes van Asseldonk / NED Dallara F307 Volkswagen 61
6 Tom Blomqvist / GBR Dallara F307 Volkswagen 59
7 Markus Pommer / GER Dallara F307 Mercedes 52
8 Rene Binder / AUT Dallara F307 Mercedes 26
9 Tony Halbig / GER Dallara F307 Volkswagen 22
10 Jeroen Mul / NED Dallara F307 Volkswagen 18
11 Patrick Schranner / GER Dallara F307 Volkswagen 17
12 Nikolay Martsenko / RUS Dallara F307 Volkswagen 9
12 Riccardo Brutschin / GER Dallara F307 Volkswagen 8
14 Bernd Herndlhofer / AUT Dallara F307 Mercedes 5
15 Sandro Zeller / SUI Dallara F307 Mercedes 5
16 Mikhail Aleshin / RUS Arttech F24 OPC-Challenge 3
17 Antti Rammo / EST Dallara F307 OPC-Challenge 2
17 Filip Salaquarda / CZE Dallara F307 Mercedes 2
19 Maxim Travin / RUS Dallara F304 OPC-Challenge 1

2010

Drei oben, sieben vorn.

Die Gesamtwertung:

Position Name / Nation Fahrzeug Punkte
1 Tom Dillmann / FRA Dallara F307 Volkswagen 120
2 Daniel Abt / GER Dallara F307 Volkswagen 112
3 Kevin Magnussen / DEN Dallara F307 Volkswagen 98
4 Stef Dusseldorp / NED Dallara F307 Volkswagen 88
5 Felix Rosenqvist / SWE Dallara F307 Volkswagen 83
6 Jimmy Eriksson / SWE Dallara F307 Volkswagen 43
7 Willi Steindl / AUT Dallara F307 Volkswagen 43
8 Markus Pommer / GER Dallara F307 Mercedes 40
9 Alon Day / ISR Dallara F307 Volkswagen 26
10 Luis Derani / BRA Dallara F307 Volkswagen 20
11 Marco Sörensen / DEN Dallara F307 Mercedes 18
12 Rene Binder / AUT Dallara F307 Volkswagen 12
13 Gary Hauser / LUX Dallara F307 Mercedes 12
14 Nico Monien / GER Dallara F307 Mercedes 10
15 Klaus Bachler / AUT Dallara F307 Mercedes 8
16 Bernd Herndlhofer / AUT Dallara F307 Mercedes 3
17 Sandro Zeller / SUI Dallara F307 Mercedes 3
18 Nikolay Martsenko / RUS Dallara F307 OPC-Challenge 1