Die Rennserie.

Casting-Show für künftige Formel-1-Stars.

Was für Namen! Jacky Stewart. Emerson Fittipaldi. Ayrton Senna. Mika Häkkinen. Rubens Barrichello. Eine einzigartige Ahnengalerie des Motorsports. All diese großen Rennlegenden haben sich am Anfang ihrer einzigartigen Karrieren hier durchgebissen. Und auch die Namen der letztjährigen Sieger bringen die Augen der Rennsportfans zum Leuchten: Jaime Alguersuari gewann die Serie 2008, Daniel Ricciardo löste ihn 2009 ab, Jean-Éric Vergne erklomm 2010 das Podest. Alle für Volkswagen.

 

Very British. Very Volkswagen.

Wie der deutsche ATS Formel-3-Cup war die Britische Formel-3-Meisterschaft – zumindest vom Namen her – eher national ausgerichtet. Die Liste der Rennstrecken bot ausnahmslos britische Klassiker: Oulton Park, Rockingham, Brands Hatch, Snetterton, Silverstone und Donington Park. Dazu gingen die Nachwuchs-Racer auf Auswärtseinsätze in Monza, Pau, Spa und auf dem Norisring. Das härtet ab. Volkswagen stieg nach einer längeren Pause erstmals 2009 wieder in die Traditionsserie ein – und holte seitdem alle Fahrertitel. Insgesamt fuhren Volkswagen Piloten in Großbritannien seit dem Comeback beeindruckende 53 Siege in 80 Rennen ein.

 

Volles Programm.

Zeit zum Ausruhen? Eher wenig: An einem Rennwochenende waren jeweils drei Rennen zu bestreiten, das erste dauerte eine halbe Stunde, das zweite 20 Minuten und das dritte schließlich sogar 40 Minuten. Zwischendurch wurde das Fahrerfeld gehörig durcheinandergewirbelt: Die Startaufstellung richtete sich nicht nur nach dem Qualifying, zwischendurch wurde auch mal gelost. Die Punktevergabe war dagegen klar geregelt. Für jeden Lauf gab es maximal 20 Punkte, ganz gleich, wie lange das Rennen gedauert hatte.

 

Die Britische Formel 3 wurde zum Ende der Saison 2014 eingestellt.